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Kammerchor Josquin des Préz in Spay „der noten meister“

Josquin des Préz: Martin Luther nannte ihn „der noten meister“ und unzählige Komponisten späterer Epochen wurden von ihm beeinflusst. Niemand kennt seine Musik so gut wie der Kammerchor, der seinen Namen trägt und zu den führenden Ensembles der Musikstadt Leipzig gehört. Am 11. September 2021 ist der Kammerchor Josquin des Préz zu Gast in Spay am Mittelrhein. Der sechseckige Raum der Pfarrkirche St. Lambertus bietet die perfekte Akustik für geistliche Werke von Josquin des Préz und anderen. Das Programm mit dem Titel „unvergessen“ kombiniert Werke zum 500. Todestag des Komponisten mit dem Andenken an den 11. September 2001 – vor genau 20 Jahren. Zum musikalischen Ausklang open air an der Kirche erklingen weltliche Werke.

Das Geburtsjahr des Komponisten ist nicht bekannt, er starb am 27. August 1521. Der Kammerchor Josquin des Préz widmet seinem Namensgeber „Ave, nobilissima creatura“, eine Auftragskomposition von Justin Lépany (geb. 1980), die genau am 500. Todestag in Leipzig uraufgeführt wurde – „Auch das singt der Kammerchor Josquin des Préz mit der ihn auszeichnenden Delikatesse und Akribie. Großer Applaus“, schreibt die Leipziger Volkszeitung. Das Werk ist auch in Spay zu hören.

Mit dem Titel „unvergessen“ soll das Konzert nicht nur den berühmten Komponisten würdigen. „An diesem Datum, dem 11. September, sind wir auch dem Gedenken an den historischen Tag vor 20 Jahren verbunden, den aktuellen Ereignissen in der Welt und in unserer Region“, so die Veranstalter,  „Vor allem soll das Konzert aber Freude bereiten: Den Musikerinnen und Musikern und allen, die den Weg in die wunderbare Pfarrkirche St. Lambertus in Spay finden.“  Zum musikalischen Ausklang vor der Kirche bietet das Weingut Matthias Müller seine Weine an. Spenden zugunsten der Flutopfer im Ahrtal sind herzlich willkommen.

Das Konzert wurde vom Singkreis Spay initiiert und wird unter „3G“-Bedingungen stattfinden.

Tickets für das Konzert am 11.9. um 19.00 Uhr gibt es beim Weingut Matthias Müller in Spay und bei Ticket Regional unter https://www.ticket-regional.de/events_info.php?eventID=179196 sowie an der Abendkasse.

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Der Kammerchor Josquin des Préz zählt zu den führenden Chören der Musikstadt Leipzig und ist eines der erfahrensten Ensembles für Alte Musik.

Niemand kennt die Musik des wichtigsten Komponisten seiner Zeit – Josquin des Préz - so gut wie der Kammerchor! Erstmals weltweit erklang auf Initiative des Ensembles und unter Leitung seines Dirigenten Ludwig Böhme von 2004 bis 2017 das Gesamtwerk Josquins, rund 18 Messen, 60 Motetten und 60 Chansons, zusammenhängend in einem Konzertzyklus. Die 36 Konzerte der Reihe „Josquin – Das Projekt“ fanden hauptsächlich in Leipzigs Thomaskirche statt. In spannenden Konzeptionen wurde die Musik Josquins stets mit anderen Komponisten kombiniert, unter anderem mit Monteverdis „Marienvesper“, zahlreichen Kantaten und Oratorien Bachs und Händels, aber auch Puccinis „Messa di Gloria“, Francis Poulencs „Gloria“. oder gar Schuberts 4. Sinfonie. Zahlreiche Konzertmitschnitte und Berichte von DLF Kultur und MDR Kultur begleiteten die Reihe.

Dass der 1987 gegründete Kammerchor ein erstklassiges Ensemble ist, zeigte sich 2018 mit einem Sieg in der Kategorie der Kammerchöre beim 10. Deutschen Chorwettbewerb in Freiburg. Das Ensemble begeistert sowohl durch einen homogenen und kraftvollen Chorklang, durch überzeugende Qualität der einzelnen Stimmen, sowie durch eine hohe Musikalität und Stilsicherheit.

CD-Produktionen beim Carus Verlag und beim Label „raumklang“ dokumentieren das hohe Niveau des Kammerchores Josquin des Préz.  Die CD „Missa Pange lingua“ mit Werken von Josquin des Préz, darunter zahlreiche Weltersteinspielungen, wurde mit dem Supersonic Award der Zeitschrift „pizzicato“ ausgezeichnet und für den „International Music Award“ nominiert.

Über 500 Konzert und zahlreiche Tourneen führten die Sänger durch West- und Osteuropa. Bei Festivals wie dem MDR Musiksommer, dem Mosel Musikfestival, dem Kurt-Weill-Fest Dessau, der chor.com oder dem Bachfest Leipzig sind sie gern gesehene Gäste. Vom Goethe-Institut wurde der Chor zum Kulturbotschafter Deutschlands erkoren und mit dieser Mission auf Reisen geschickt, so 2006 nach Albanien und 2012 nach Argentinien.

Ludwig Böhme studierte Chordirigieren in Leipzig. 1999 gründete er das Calmus Ensemble und ist bis heute Bariton des international anerkannten Quintetts. Seit 2002 leitet er den Kammerchor Josquin des Préz, seit 2012 ist er künstlerischer Leiter des Leipziger Synagogalchores, der sich seit 1962 ausschließlich der Pflege jüdische Musik widmet. Ludwig Böhme unterrichtete Dirigieren an den Musikhochschulen in Leipzig und Halle, gibt Meisterkurse und Workshops, ist Juror und Berater. Über 1700 Konzerte in mehr als 25 Ländern, 25 CD-Produktionen, unzählige Arrangements sowie zahlreiche Preise (zuletzt ein OPUS Klassik 2019) dokumentieren sein umfangreiches vokales Schaffen.

Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung

Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“

Die Stadt Koblenz und der Sportbund Rheinland zeigen vom 10. September bis zum 3. Oktober 2021 auf dem Clemensplatz die Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung – Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“. Das Projekt konnte auf Anregung und mit tatkräftiger Unterstützung der Christlich-Jüdischen Gesellschaft für Brüderlichkeit e.V. Koblenz, dem Fußballverband Rheinland sowie durch die großzügige Unterstützung und Förderung der Else Schütz Stiftung realisiert werden.

In einer großformatigen skulpturalen Präsentation würdigt die Ausstellung in Trägerschaft des Zentrums deutsche Sportgeschichte e.V. das große Verdienst jüdischer Sportlerinnen und Sportler für die Entwicklung des modernen Sports in Deutschland und dokumentiert anhand ausgewählter Porträts deren Verfolgung in der Zeit des Nationalsozialismus.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen 17 herausragende deutsch-jüdische Sportlerpersönlichkeiten, die als Nationalspieler, Welt- und Europameister, Olympiasieger und Rekordhalter zu den gefeierten Idolen ihrer Zeit zählten. Mit überlebensgroßen Silhouetten wird an ihr Leben und ihre Erfolge erinnert.

Nur weil sie Juden waren, wurden diese Frauen und Männer während der NS-Zeit aus ihren Sportvereinen ausgeschlossen, Titel wurden aberkannt. Dem deutschen Fußballpionier Walther Bensemann, Mitbegründer des Deutschen Fußball-Bundes, blieb wie vielen anderen nur die Flucht. Nicht wenige Sportler, wie der Fußballnationalspieler Julius Hirsch oder die zehnfache Deutsche Leichtathletikmeisterin Lilli Henoch, wurden deportiert und ermordet. Ralph Klein entkam nur knapp der Deportation nach Auschwitz. Nach dem Krieg war er israelischer, später deutscher Basketball-Nationaltrainer.

Vorgestellt werden ebenfalls die Biografien der Fechtolympiasiegerin Helene Mayer, des Schachweltmeisters Emanuel Lasker, des Meisterboxers Erich Seelig, der Deutschen Tennismeisterin Nelly Neppach, der Deutschen Speerwurfmeisterin Martha Jacob, der Leichtathletin Gretel Bergmann, der Turnolympiasieger Alfred und Gustav Felix Flatow, der Europameister im Gewichtheben beziehungsweise im Ringen Julius und Hermann Baruch, des Eishockeyspielers Rudi Ball und des deutschen Fußballnationalspielers Gottfried Fuchs.

Die Ausstellung bietet mit der Schwimmerin Sarah Poewe aber auch einen Ausblick und stellt eine wichtige Verbindung zur Gegenwart her. Als erste jüdische Athletin nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gewann sie 2004 in Athen eine olympische Medaille für Deutschland.

Finanziert wird die Wanderausstellung durch die DFB-Kulturstiftung und den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Die aus Anlass der European Maccabi Games 2015 in Berlin erstmals gezeigte Ausstellung wurde zudem durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) und die Deutsche Bahn Stiftung gefördert.

Die Ausstellung ist zweisprachig (deutsch/englisch) und über QR-Codes mit einer Online-Ausstellung verknüpft, auf der ergänzende Texte und Fotos ausführlich die jüdische Geschichte des deutschen Sports dokumentieren: www.juedische-sportstars.de

Ausstellungsort: Clemensplatz, Koblenz

Museum Tinguely Ahoy! - Am 3. und 4. September in Koblenz vor Anker

Zum 25. Jubiläum lichtet das Museum Tinguely, Basel, die Anker und begibt sich im Sommer 2021 auf eine besondere Schiffsreise. Unter dem Titel «Museum Tinguely AHOY!» macht sich das Museum auf dem umgebauten Frachtschiff MS Evolutie auf den Weg und bringt die Kunst Jean Tinguelys zu den Menschen. Die Route führt entlang wichtiger Orte und Wirkungsstätten aus Tinguelys Leben und Karriere von Paris über Antwerpen und Amsterdam durch das Ruhrgebiet rheinaufwärts bis nach Basel.

In Koblenz geht das Schiff am 3. und 4. September am Peter-Altmeier-Ufer (etwa in Höhe Kornpfortstraße) vor Anker.

Im Rahmen der Museumsnacht Koblenz am 4. September steht zudem im Ludwig Museum ein gemeinsames Programm mit dem „Tinguely-Museumsschiff“ im Fokus.

Alle Informationen sind der beigefügten Presseinfo zu entnehmen oder unter www.tinguely.ch/de/ahoy.html.

Rundgang durch das "Widerstandsviertel"

Im Rahmen der Koblenzer Wochen der Demokratie findet am
Donnerstag, den 9. September 2021, um 17:30 Uhr,
ein geführter Rundgang durch das „Widerstandsviertel“ auf der Pfaffendorfer Höhe in Koblenz statt.

Dort befinden sich zahlreiche Straßen, die nach einer Widerstandskämpferin und 16 Widerstandskämpfern gegen den Nationalsozialismus benannt sind. Diese Straßen wurden im Rahmen eines Bildungsprojektes des Zentrums Innere Führung zu einem Lehr- und Lernpfad verbunden, welcher der politischen, historischen und ethischen Bildung dient. Die Teilnehmenden werden ausgewählte Stationen und allgemeine Informationen über das Projekt #Widerstandsweg kennenlernen und einen Überblick über den militärischen, kirchlichen und zivilen Widerstand gegen den Nationalsozialismus, sowie die Entstehungsgeschichte der Inneren Führung und die Einbindung der Bundeswehr in die Demokratie erhalten.

Anmeldungen sind aufgrund der aktuellen Auflagen erforderlich per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Lesung „Anders als die Andern“ in der Stadtbücherei

Lahnstein. Am 15.Oktober findet ab 19 Uhr in den Räumen der Stadtbücherei Lahnstein in Zusammenarbeit mit QueerNet RLP e.V. eine Lesung statt.

Das Institut von Dr. Magnus Hirschfeld, gegründet 1919, war weltweit das erste für Sexualwissenschaft. Neben Forschung und dem Aufbau einer Sammlung lag sein Arbeitsschwerpunkt in der Aufklärung.

Mit dem neuen Medium „Film“ initiierte Hirschfeld den ersten schwulen Aufklärungsfilm „Anders als die Andern“ unter der Regie von Richard Oswald. Dieser Film wurde 1921, vor 100 Jahren, in Koblenz gezeigt. Grundlage des Films ist das gleichnamige Buch von Hermann Breuer alias Bil Forster.

Moderation: Benjamin Merkler, Kenner von LSBTIQ-Literatur, Abteilungsleiter im Landesbibliothekszentrum am Standort Koblenz. Ehrenamtliches Engagement in der LSBTIQ Community Koblenz u.a. als Organisator des CSDs Koblenz über mehrere Jahre, sowie Joachim Schulte von QueerNet RLP e.V.

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