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Stimmen und Rhythmen begeistern fürs Evangelium

Vor zehn Jahren gründeten sich die „Blueland-Gospel-Voices“ der evangelischen Kirchengemeinde Nastätten


NASTÄTTEN/RHEIN-LAHN. (18. Oktober 2019) Wenn sie ihre Stimmen erschallen lassen, berühren sie sofort die Gefühlswelt ihrer Zuhörerinnen und Zuhörer: Die Blueland- Gospel-Voices der evangelischen Kirchengemeinde Nastätten gründeten sich vor zehn Jahren und haben bis heute nichts von ihrer zündenden und strahlenden Ausdruckskraft verloren. Mit einem Konzert am Sonntag, 3. November um 15 Uhr wird der runde Geburtstag in der evangelischen St. Salvator-Kirche Nastätten gebührend gefeiert.

„Eigentlich sollten damals vor allem Jugendliche angesprochen werden“, erinnern sich die Chormitglieder Tanja Baier und Stefanie Singhof an einen Workshop mit Hans-Jörg Fiehl aus Bad Kreuznach. Der ehemalige Gemeindepfarrer Dr. Martin Breidert hatte die Idee für den Chor, und er konnte dafür den bundesweit renommierten Rock-, Pop- und Gospel-Musiker als Leiter gewinnen. „Wie das bei jungen Leuten so ist, ziehen die oftmals nach der Schule in alle Himmelsrichtungen“, erinnert sich Baier. Dem Projekt tat das aber keinen Abbruch, denn heute zählt die bewegende Gruppe immerhin etwa 30 Sängerinnen und Sänger im Alter zwischen 20 und 70 Jahren.

„Es macht einfach riesigen Spaß, ist etwas ganz besonderes und wirkt auch noch lange nach“, schwärmt Singhof von der ansteckenden Symbiose aus Wort, Melodie und Rhythmus, „man nimmt da ganz viel an positiver Energie noch Tage in den Alltag mit.“ Und Baier ergänzt: „Beim Gospel ist man ihm da oben ganz nah“, betont sie die verkündigende Kraft des Gesang-Genres. Gospels verbinden, erzählen die Beiden, deren Stimmen von Anfang an im Chor erklingen. Das sei vor allem dem begnadeten Dirigenten zu verdanken, der mitreißend die – meist dreistimmigen – Sätze inklusive der passenden Choreografie einstudiert. Und diese Begeisterung lasse bei Auftritten in der Kirche dann den Funken schnell aufs Publikum überspringen. Es spricht für die Gospel-Fans aus dem ganzen Blauen Ländchen und darüber hinaus, dass Fiehl auch nach zehn Jahren noch den Ton angibt und einmal im Monat von Bad Kreuznach nach Nastätten zum Proben kommt. „Das ist eine tolle Truppe“, sagt der Vollblutmusiker und freut sich, wie sich Sängerinnen und Sänger von der frohen Botschaft faszinieren lassen und das auch weitergeben. „Wir wollen die Herzen berühren und öffnen“, sagt er, „die Freude am Menschsein weitergeben“.

Das tun die Gospel-Stimmen aus dem Blauen Land nicht nur mit schwungvollen Sätzen, sondern auch solchen, die Halt geben und durch schwierige Zeiten tragen. Das etwa 65 Lieder umfassende Repertoire reicht von fetzigen Songs über melancholisch angehauchte Harmonien bis hin zu Rhythmen aus Jazz, Reggae und Rock; vom Klassiker bis zu von Fiehl selbst komponierten neuen Weisen. Instrumental begleitet wird der Chor seit Jahren von Andreas Barth aus Geisig am Bass und Gregor Baier aus Nastätten am Cajon. Auch wenn Vielfalt und Bewegung Trumpf sind: eine kleine Tradition hat die „Gospel-Hour“ jedes Jahr am 4. Advent mit weihnachtlichen Weisen. Auch die Konfirmationen werden mit schwungvollen Rhythmen begleitet.

Zum Konzert am 3. November durften sich die Chormitglieder ihre Lieblingslieder aussuchen. „Und vielleicht animiert das Konzert ja noch den Einen oder die Andere, bei uns mitzusingen“, hofft Baier. Geprobt wird immer am letzten Mittwoch im Monat von 18.15 bis 20 Uhr.

Der Eintritt zum Konzert ist frei; über eine Spende am Ausgang freut sich der Chor.

Kulturzentrum Festung Ehrenbreitstein

Vortrag von Andreas Pecht im Landesmuseum Koblenz

Raiffeisen und Marx – Große Ideen für kleine Leute

Am Mittwoch, den 30.10.10, findet um 18.30 Uhr ein Vortrag von Kulturjournalist Andreas Pecht in der Ausstellung „Tradition Raiffeisen: Wirtschaft Neu Denken“ im Landesmuseum Koblenz statt. Der Eintritt ist frei.

Andreas Pecht umreißt in seinem Vortrag Leben, Werk und Bedeutung von Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Karl Marx. Beide wurden 1818 in Rheinland-Pfalz geboren. Beide beschäftigten sich mit der Frage, wie die Situation für die „kleinen Leute“ verbessert werden kann.

Auch wenn vielfach die gleichen Fragen sie umtrieben, so waren ihre Antworten doch sehr verschieden. Andreas Pecht untersucht, wo die Gemeinsamkeiten von Marx und Raiffeisen liegen und wodurch sie sich grundlegend unterscheiden. Schließlich wirft er die Frage auf: Was hat das Schaffen der beiden Männer mit unserer heutigen Lebensrealität zu tun?

Eine gemeinsame Veranstaltung des Vereins der Freunde und Förderer des Landesmuseums Koblenz e.V. und dem Landesmuseum Koblenz.

Um Anmeldung wird gebeten: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Am Anfang war der Mord – Musikalischer Krimiabend

WALLMEROD. Am Anfang war der Mord:

Bildungsreferentin Regina Kehr und Dekanatskantor Jens Schawaller laden gemeinsam am Freitag, dem 08.11. um 19 Uhr zu einem Musikalischen Krimiabend in die Evangelische Christuskirche an der Frankfurter Straße 1 in 56414 Wallmerod ein.

Im Mittelpunkt dieses besonderen Erlebnisabends stehen Kriminalfälle der Bibel: Schon auf den ersten Seiten wird von Mord berichtet, es folgen Menschenhandel, Landraub, Vergewaltigung, Körperverletzung und unterlassene Hilfeleistung. Es geht um soziale Beziehungen, um menschliche Konflikte, um gesellschaftliche Missstände und oft genug auch um reine Machtfragen. Der Eintritt ist frei!

Die Angst vor dem Fremden überwinden

Lesung „Das Fremde, das in jedem wohnt – Wie Unterschiede unsere Gesellschaft zusammenhalten“ mit Zafer Şenocak in der Landeszentrale für politische Bildung am 25. Oktober 2019 in Mainz / Eintritt frei

Am Freitag, 25. Oktober 2019 um 19.00 Uhr lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) zur Lesung mit Diskussion „Das Fremde, das in jedem wohnt – Wie Unterschiede unsere Gesellschaft zusammenhalten“ mit Zafer Şenocak ein.

In der Bibliothek der Landeszentrale (Am Kronberger Hof 6, 3. OG) präsentiert der in der Türkei geborene und in München aufgewachsene Autor seine Erfahrungen mit Fremdheit, Abgrenzung und Angst. Die Grundthese seines Buches „Das Fremde, das in jedem wohnt“ ist, dass das Fremde nicht ohne das Eigene verstanden oder empfunden werden kann. Um die Angst vor dem Fremden zu überwinden, müsse man sich mit sich selbst und dem Fremden in sich auseinandersetzen.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Carbadela Buchladen Mainz und der Edition Körber. Der Eintritt ist kostenlos!

Zafer Şenocak
am 25. Mai 1961 in Ankara geboren, wuchs dort und in Istanbul auf. 1970 siedelt die Familie nach München über. Dort studierte er ab Anfang der 80er Germanistik, Politikwissenschaft und Philosophie. Seit 1992 ist er deutscher Staatsbürger.
Der Autor, mit einer säkular denkenden Lehrerin als Mutter und einem in der islamischen Erneuerungsbewegung engagierten Vater, argumentiert aus seiner persönlichen Geschichte heraus und plädiert für eine moderne, partizipative Auffassung von Gesellschaft.
1979 gab Şenocak erstmals öffentliche Lesungen mit deutschsprachigen Gedichten. Anfang der 1990er schrieb er zahlreiche journalistische Beiträge zur türkischen Identität in der Moderne und zur islamischen Kulturtradition, u.a. für die taz, DIE WELT und die FAZ. Seine mehr als 20 Werke wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Seit 1989 lebt er in Berlin.

Stormy Monday mit „Sir“ Oliver Mally im Lahnsteiner Jugendkulturzentrum

Im November wird gebluest

Lahnstein. Seit 34 Jahren ist der „Sir“ nun schon „on the road“. Und all das bei einer Frequenz von durchschnittlich bis zu 150 Gigs im Jahr – was für einen unermüdlich arbeitenden Künstler mit beinahe ausschließlich „eigenem“ Material nicht selbstverständlich ist.

„Sir“ Oliver Mally gehört laut „Concerto“ zu den Vertretern des „besten Blues‘ Europas“. Seine raue, konventionsfreie Musik entspricht reinem Extrakt der Bluesessenz. So wurden seine Alben international mit Lobeshymnen rezensiert. Er hatte „Amadeus“-Nominierungen und dreizehn Kategorie-Trophäen im Kritiker-Poll des Magazins „Concerto“ sowie einen Preis für das „Best Album Of The Year“ des deutschen Blues News Magazins.

Seine vielen Touren haben den „besten Blues-Sänger des Landes“ (Samir H. Köck, „Die Presse“) schon um die halbe Welt geführt – von Hamburg und Budapest, Graz und Waidhofen an der Thaya, bis hin zum Himalayan Blues Festival in Nepal.

Nun kommt er auch nach Lahnstein, mit seiner Gitarre, seiner Hingabe zur Musik und seinen intensiven Songs.

Vormerken: Montag, 04. November 2019, Jugendkulturzentrum, Wilhelmstraße 59, 56112 Lahnstein

Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr

Eintritt: 7 Euro; Karten und Infos unter 02621 50604 oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

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