Freitag, 10. Juli 2020

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Mindestlohn darf keine Armutsfalle sein

Bundesweiter Auftakt 29. Februar: KAB wirbt für christliche Werte in der Arbeitswelt

Der aktuelle Mindestlohn vergrößert die Armut in Deutschland. „Kenn deinen Wert!“  fordert daher die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands (KAB) ab dem 29. Februar in vielen deutschen Städten. Der aktuelle Mindestlohn von 9,35 Euro ist trotz Vollzeitarbeit für Familien eine Armutsfalle und schafft Altersarmut. „Die Höhe des Mindestlohns ist eine gesellschaftspolitische Frage und muss sich an der EU-Definition der Armutsgefährdung orientieren“, fordert die Geschäftsführerin der KAB Trier Ruth Mareien de Bueno. Die KAB setzt sich für einen Mindestlohn in Höhe von 13,69 Euro ein und fordert, dass der Bundestag eine deutliche Anhebung des Mindest­lohns beschließt.

KAB! Tritt ein für Dich.
Bundesweit werben Frauen und Männer aus den KAB-Diözesanverbänden auf Marktplätzen, vor Kir­chen und in Einkaufsstraßen für christliche Werte in der Arbeitswelt. Mit dem Symbol einer „Gerechtigkeits-Waage“ verdeutlicht der Verband, dass ein Stundenlohn von mindestens 13,69 Euro brutto notwendig ist, um aktuell allen Arbeitnehmer*innen gesellschaftliche Teilhabe zu er­möglichen und der drohenden Armutsfalle zu entkommen.

Die KAB Trier informiert am Samstag, 29. Februar über ihre Mindestlohnforderung mit einem
Infostand in der Trierer Fußgängerzone beim Handwerkerbrunnen/Fahrstraße.
„Wir möchten mit Menschen ins Gespräch kommen, sie für die KAB und deren Ziele begeistern“, so Ruth Mareien de Bueno.

Als starker Sozialverband setzt sich die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands (KAB) für christliche Werte in der Arbeitswelt und ein christliches Miteinander in der Gesellschaft ein. „Mit Unterstützung vieler Frauen und Männer sind wir als KAB eine hör- und sichtbare Stimme in Politik und Wirtschaft. Als Christinnen und Christen sind wir aufgefordert, die Werte aus der kirchlichen Sozial­lehre - Solidarität, Personalität und Subsidiarität sowie Nachhaltigkeit - jetzt noch stärker in die gesellschaftliche Dis­kussion einzubringen, um menschenwürdige Arbeit für zukünftige Generationen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu ermöglichen“, betont Mareien de Bueno. Mit dem Motto „KAB. Tritt ein für Dich!“ wirbt der Sozialverband bundesweit um Unterstützung durch eine Mitgliedschaft bei der Umset­zung christlicher Werte in der Arbeitswelt.

Der Sozial- und Berufsverband sieht sich als Interessengruppe in der katholischen Kirche, die sich lautstark für faire und menschenwürdige Arbeitsbedingungen einsetzt. Darüber hinaus kämpft die KAB für den arbeitsfreien Sonntag und mit dem Modell der Solidarischen Sockelrente gegen die zunehmende Altersarmut.

Infos unter www.kab.de und www.kab-trier.de

Passionskonzerte FRECHBLECH

EMMERICHENHAIN / MONTABAUR. Zu einem Passionskonzert u. a. mit der Motette „Die mit Tränen säen“ von Heinrich Schütz und den beiden Motetten „Jesu, meine Freude“ und „Ach Gott, vom Himmel sieh darein“ von Johann Sebastian Bach lädt Frechblech, das Soloquintett des Evangelischen Dekanates Westerwald unter der bewährten Leitung von Dekanatskantor Jens Schawaller, am Samstag, 7. März um 17 Uhr in die Evangelische Kirche an der Kirchstraße in 56477 Emmerichenhain ein; das Passionskonzert findet am Sonntag, 8. März um 17 Uhr in der Evangelischen Pauluskirche an der Koblenzer Straße 5a in 56410 Montabaur als 49.Geistliche Abendmusik statt. Der Eintritt ist frei!

Luxemburg: Ein Land wehrt sich gegen die Nazis

Eröffnung der Ausstellung „Luxemburg im Zweiten Weltkrieg – Zwangsrekrutierung - Streik – Umsiedlung – Gefängnis“ am 18. Februar 2020 in der Gedenkstätte KZ Osthofen / Bis 5.April geöffnet

Am Dienstag, 18. Februar 2020 um 18.00 Uhr lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) zur Eröffnung der Ausstellung „Luxemburg im Zweiten Weltkrieg – Zwangsrekrutierung- Streik – Umsiedlung – Gefängnis“ in die Gedenkstätte KZ Osthofen (Ziegelhüttenweg 38) ein.

Die Wanderausstellung stammt aus dem Großherzogtum Luxemburg und wird in Kooperation mit dem Staatsministerium Luxemburg - Comité pour la Mémoire de la Deuxième Guerre mondiale gezeigt.
Die Ausstellung wird bis zum 5. April 2020 in der Gedenkstätte KZ Osthofen zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen sein. Der Eintritt ist kostenlos! Informationen und Anmeldung für Gruppen unter 06242 / 91 08 10 oder per Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Die Ausstellung
informiert über die Folgen der deutschen Besatzung in Luxemburg während der Jahre 1940 bis 1945. Im Mittelpunkt stehen die Verbrechen der deutschen Besatzungsmacht und der Luxemburger Widerstand.
Ausgangspunkt der Ausstellung ist der Einmarsch deutscher Truppen in das neutrale Luxemburg am 10. Mai 1940. Die Anordnung der Zwangsrekrutierung vom 30. August 1942 stieß auf erbitterten Widerstand im ganzen Land. Am folgenden Tag kam es zu einem Generalstreik – eine einzigartige Reaktion auf das völkerrechtswidrige Vorgehen des nationalsozialistischen Deutschland.
Der Streik wurde erbarmungslos niedergeschlagen. Am Ende standen Todesurteile, Gefängnisstrafen und Umsiedlungen in das Deutsche Reich. Das SS-Sonderlager/KZ Hinzert war Zielort umfangreicher Deportationen von Widerstandskämpfern aus dem Großherzogtum. Im umliegenden Wald des SS-Sonderlagers wurden 1942 und 1944 bei Massenerschießungen viele Luxemburger Resistance-Kämpfern ermordet.
Viele der gegen ihren Willen in die Wehrmacht gezwungenen Luxemburger gerieten in die Mühlen der Wehrmachtjustiz. Weil sie sich der Zwangsrekrutierung widersetzten, wurden sie von deutschen Militärgerichten zu Gefängnisstrafen oder zum Tode verurteilt.
In Folge des Luxemburger Generalstreiks 1942 gab es u.a. die Straf-Internierung von ganzen Schulklassen auf der Burg Stahleck bei Bacharach.

Stadtarchiv in Rommersdorf öffnet seine Pforten

Führungen mit Archivar Bernd Breidenbach am 7. März

In Archiven verbirgt sich viel Wissenswertes und manch Geheimnisvolles. In der ehemaligen Abtei Rommersdorf in Heimbach-Weis hat das „Gedächtnis“ der Stadt Neuwied seine Heimat – und das steht am Samstag, 7. März, allen offen.  Zwischen 14 und 17 Uhr können Interessierte das Stadtarchiv Neuwied und die Außenstelle des Landeshauptarchivs Koblenz in Rommersdorf  besuchen. Der diesjährige Tag der Archive, steht übrigens unter dem Motto „Kommunikation - von der Depesche bis zum Tweet" und rückt so die Nachrichtenübermittlung in den Fokus.

„In Rommersdorf bieten wir Führungen jeweils zur vollen Stunde um 14, 15 und 16 Uhr an“, berichtet Archivar Bernd Breidenbach. „Sie dauern 30 bis 45 Minuten, je nachdem wie groß der Wissensdurst der Besucher ist.“ Für (angehende) Heimatforscher besonders interessant: Neben einem Rundgang durch die Räumlichkeiten und das Magazin des Archivs werden auch Originalquellen aus unterschiedlichen  Beständen und Epochen der Stadt Neuwied  vorgestellt.

Während der Öffnungszeiten des Archivs sind am 7. März zudem die Abteikirche sowie der Kreuzgang mit Kapitelsaal geöffnet und für Besucher zugänglich.

Weite Infos erteilt das Landeshauptarchiv Koblenz, Außenstelle Rommersdorf mit Stadtarchiv Neuwied; Telefonnummer 02622 81 677; E-Mail rommersdorf@ landeshauptarchiv.de oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ; Webseite www.landeshauptarchiv.de

Ein Leben ohne Gewalt für Frauen

Die GRÜNE Landesvorsitzende Misbah Khan nimmt an der Tanzaktion „One Billion Rising“ am 14. Februar 2020 um 18 Uhr in Mainz teil:

"Ein Leben ohne Gewalt ist ein Menschenrecht und trotzdem findet Gewalt an Frauen überall und jeden Tag statt. Jedes Jahr zeigen wir über Gewalt an Frauen die gleiche Empörung, aber persönliche Empörung alleine reicht nicht aus. Wir müssen weiter die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Thema lenken und politisch handeln. Deshalb engagieren wir uns und danken den Organisatorinnen weltweit und vor Ort.

Es besteht erheblicher Handlunsgbedarf in der Umsetzung der Istanbul-Konventionen im Bund, es fehlt ein unbürokratischer Schutzraum für Frauen in Not. Jede Frau die von Gewalt betroffen oder bedroht ist, muss in Deutschland eine staatlich gesicherte Möglichkeit haben einen Schutzraum aufzusuchen. Welchen Aufenthaltstitel sie hat, oder wo sie untergebracht ist darf keine Rolle spielen", so Misbah Khan.

ONE BILLION RISING ist eine weltweite Kampagne für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Jede dritte Frau weltweit ist oder war bereits Opfer von Gewalt. Bei einer Weltbevölkerung von 7 Milliarden Menschen heißt dies, dass mehr als eine Milliarde Frauen und Mädchen geschlagen, vergewaltigt oder in anderer Form misshandelt werden. Alljährlich am Valentinstag werden weltweit alle Menschen aufgerufen, gemeinsam auf die Straße zu gehen und zu tanzen. Damit soll ein klares Zeichen gesetzt werden: Frauen und Mädchen haben weltweit ein Recht auf Respekt und auf ein Leben ohne Gewalt.

Die Aktion findet statt:

Freitag, 14.2.2020, 18 Uhr, auf dem Leichhof in der Mainzer Innenstadt.

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