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Frauengeschichte am Donnerstag: Ein spannender Vortrag zur Hexenverfolgung

Bis heute ranken sich weit verbreitete und lieb gewonnen Klischees und Mythen um das Thema „Hexenverfolgung“. Dazu gehört z.B. auch die Vorstellung, dass insbesondere „weise Frauen“ und Hebammen verfolgt wurden. Nicht nur Frauen wurden der Hexerei bezichtigt. Fakt ist jedoch, dass die Mehrzahl der Opfer weiblich war. Denunziationen spielten eine große Rolle, um Hexenprozesse in Gang zu setzen. Die in diesen Prozessen eingesetzte Folter war keine Strafe, sondern diente der „Wahrheitsfindung“.

Dr. Petra Weiß, Historikerin und stellvertretende Leiterin des Stadtarchivs Koblenz, zeigt in ihrem Vortrag „Hexenverfolgung –denunziert, verurteilt, verbrannt“ auf, wie damals in und um Koblenz mit so genannten „Hexen“ verfahren wurde und nimmt ihre Zuhörerinnen und Zuhörer mit in diese spannende, für Frauen oft verhängnisvolle Epoche.

Der Vortrag findet statt am 21. März 2019, 17 Uhr, StadtBibliothek im Forum Confluentes, Zentralplatz 1 in Koblenz. Der Eintritt kostet 3 Euro. Karten gibt es im Vorverkauf in der StadtBibliothek.
Weitere Informationen zu diesem und weiteren interessanten Vorträgen zur Frauengeschichte in Koblenz finden Sie im Internet unter www.frauen.koblenz.de und in den Flyern, die u.a. in der StadtBibliothek ausliegen.

Die Gleichstellungsbeauftragten informieren: Equal Pay Day 2019 - „Wertsache Arbeit“

Der 18. März 2019 ist der Equal Pay Day oder Tag der Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen. Er symbolisiert den Verdienstunterschied von Frauen und Männern, der laut Statistischem Bundesamt derzeit bei 21 Prozent liegt. Der Termin am 18. März steht für 77 Tage (21 Prozent von 365 Tagen), die Frauen im Jahr länger arbeiten müssen, um rein rechnerisch auf das durchschnittliche Gehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen. Deutschland zählt damit zu den Staaten mit dem höchsten Lohnabstand in Europa. Nur in Estland und in der Tschechischen Republik ist die Lücke noch größer. Ursachen, Hintergründe und Erklärungen für die unterschiedlichen Verdienste von Männern und Frauen hat die Gleichstellungsstelle der Stadt Koblenz auf ihrer Internetseite www.frauen.koblenz.de zusammengestellt.

Haben Sie Fragen? Dann kommen Sie am 18. März 2019 zwischen 11 und 12 Uhr zum Koblenzer Rathaus, Willi-Hörter-Platz 1. Hier sind die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Koblenz und der Landkreise Mayen-Koblenz, Rhein-Lahn und Westerwald präsent und informieren.

Heimatfilm, Regionalkrimi und die „Völkermühle Europas“

Kultursommer 2019 feiert „heimat/en“

Kaum ein Begriff hat so viele Facetten und wird so unterschiedlich interpretiert, wie der Begriff „Heimat“. Der 28. Kultursommer Rheinland-Pfalz spiegelt diese Vielfalt in seinem Programm wieder. Er hat sich das Motto „heimat/en“ gegeben. „Wir haben mit dem Begriff bewusst etwas gespielt und ihn in den ungewohnten Plural gesetzt. Heimat ist vielfältig und jeder verbindet etwas anderes damit “, so Kulturminister Prof. Dr. Konrad Wolf bei der heutigen Pressekonferenz in Mainz.

Mehr als 200 Projekte zwischen Mai und Oktober werden auch in diesem Jahr wieder vom Land und vom Kultursommer Rheinland-Pfalz gefördert – viele von ihnen beschäftigen sich intensiv mit dem Motto „heimat/en“. Eine Auswahl wird in der gleichnamigen Publikation des Kultursommers vorgestellt: einem Büchlein mit launigen Texten, phantasievollen Grafiken und Veranstaltungen aller Kultursparten in allen Regionen des Landes.

Pünktlich zur ITB in Berlin ist auch wieder die Broschüre „Gastlandschaften

Rheinland-Pfalz“ fertig geworden – eine Koproduktion mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe und der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH. Mit ihren Bildern, Geschichten und Kulturtipps zum „Ansehen“ und „Hingehen“ lädt sie Gäste von nah und fern dazu ein, das Land, seine Lebensart und seine Attraktionen näher kennenzulernen.

Beide Publikationen sind ab sofort auf der WEB-Seite des Kultursommers zu finden oder zu bestellen. In Kürze werden Sie auch an vielen Stellen im Land ausliegen.

Man könnte fast glauben, dass Rheinland-Pfälzer den Begriff „Heimat“ erfunden haben müssen: Carl Zuckmayer aus Nackenheim nennt in „Des Teufels General“ seine rheinhessische Heimat die „Völkermühle Europas“, Edgar Reitz ließ seine FilmTrilogie „Heimat“ im Hunsrück spielen, Jacques Berndorf erfand mit seinen „EifelKrimis“ gleich ein neues Genre – heute gibt es Heimatkrimis aus fast allen Regionen Deutschlands. Aber auch die Landschaft selber prägt unsere Kultur: von kargen Regionen, die Wellen an Auswanderungen und die westpfälzischen Wandermusikanten hervorbrachten, über den romantischen Mittelrhein bis zu Naturschätzen wie im Kannenbäckerland im Westerwald. Heilquellen lockten u.a. Jacques Offenbach nach Bad Ems, der im Marmorsaal (der noch original erhalten ist) viele seiner Operetten aufführte und dessen 200. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird.

All diese Themen und vieles mehr wird im Kultursommer 2019 zu finden, entdecken und erleben sein.

Und es gibt weitere Jubiläen:

SAALÜ! ist das Heimatprojekt des Kultursommers Rheinland-Pfalz. Und das bereits seit 25 Jahren. Bei Theater, Comedy, Musik und ganz viel Dorf(geschichte) steht das Dorf, zusammen mit Bühnenprofis, selbst auf der Bühne Ein maßgeschneiderter Heimatabend, fünfzehn Abende von Mai bis Ende Oktober, landesweit.

Seit nunmehr 20 Jahren gibt es „Via Mediaeval – Musik und Räume des Mittelalters“ – eine Konzertreihe, die in dieser Form deutschlandweit einmalig ist: Die Musik des Mittelalters erklingt im September in Gebäuden, meist Kirchen, romanischen Ursprungs in der Pfalz, also sozusagen am „Originalspielort“.

Der schwedische Männerchor Orphei Drängar (die Söhne des Orpheus) – viele bezeichnen ihn als den Besten der Welt – ist im Oktober in Zweibrücken, Ludwigshafen, Mainz und Koblenz zu erleben. Die Konzerte präsentieren große Männerchorwerke, wobei deutsche und schwedische Volkslieder nicht fehlen werden. Damit bilden sie einen Brückenschlag zum Motto des Kultursommers 2020.

„Nachdem wir im Jahr 2017 auf die Reformation und ihre Folgen zurückgeblickt haben und in 2018 der Industriegeschichte und den von ihr verursachten Veränderungen nachspürten, endet mit dem Motto ‚heimat/en‘ in 2019 der Spannungsbogen mit Fragen nach unserer Herkunft, dem Entstehen und der Wandlung unserer Identitäten“, erläuterte Minister Wolf. „2020 starten wir mit ‚Kompass Europa: Nordlichter‘ in vier Jahre, in denen wir unseren Kontinent in allen Himmelsrichtungen noch besser kennenlernen wollen.“

Erst einmal wird Ingelheim am ersten Maiwochenende zur Bühne für Kabarett, Straßentheater, Tanz, Musik, Kunstinstallationen und Film rund um das Motto 2019.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Minister Wolf werden den Kultursommer am Samstag, 4. Mai, offiziell eröffnen. Aber vor allem sind die drei Tage ein großes Kulturfest für die ganze Familie – bei freiem bzw. nur sehr geringem Eintritt.

Mehr zum aktuellen Kultursommer-Programm unter www.kultursommer.de

SGD Nord: Ausstellungseröffnung der Rückblende 2018

Aktuell hat Dr. Ulrich Kleemann, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, die Ausstellung Rückblende 2018 in der SGD Nord eröffnet. „Die Rückblende 2018 zeigt wieder eine hochwertige und überzeugende Auswahl des politischen Bildjournalismus in Deutschland. Da gibt es Fotos mit Langzeitwirkung, erheiternde wie nachdenklich stimmende Karikaturen und wichtige Zeitzeugnisse zu politischen Auseinandersetzungen des vergangenen Jahres“, so Monika Fuhr, Ständige Vertreterin der Bevollmächtigten beim Bund und für Europa, für Medien und Digitales.

„Ich freue mich, dass die Rückblende zum neunten Mal in der SGD Nord zu sehen ist. Insbesondere im Jahr 2018 wurden die Auswirkungen des fortschreitenden Klimawandels in Form von extremen Wetterlagen für uns alle deutlich wahrnehmbar. Die diesjährigen Rückblende zeigt die Folgen von Starkregenereignissen und der Dürre am Rhein im letzten Sommer. Die Stärke der Ausstellung liegt in der journalistischen Dokumentation und Einordnung von prägenden und politischen Ereignissen und ihrem wichtigen Beitrag zu einer demokratischen Gesellschaft sowie zur Presse und Meinungsfreiheit“, so SGD Nord Präsident Dr. Ulrich Kleemann.

Sieger des diesjährigen Wettbewerbs sind der Fotograf Daniel Chatard und die Karikaturistin Amelie Glienke (Hogli). 7.000 Euro erhielt Chatard für sein Bild, das den Abriss der Pfarrkirche St. Lambertus, im Volksmund “Immerather Dom” in Nordhein-Westfalen zeigt. Die Kirche musste zugunsten des Braunkohletagebaus weichen.

5.000 Euro und damit den ersten Preis in der Kategorie Karikatur erhielt Amelie Glienke, die mit dem Kürzel „Hogli“ zeichnet. Sie karikiert die Situation der SPD unter dem Titel „Aufwärts, SPD“ auf humorvolle Art. Den Preis für die „Beste Serie“ im Bereich Fotografie gewann David Klammer. Der freie Fotograf thematisiert in seinen Aufnahmen die Auseinandersetzung zwischen Aktivisten und Polizisten im Kampf um den Hambacher Forst. Mit dem Fotografie-Preis „Das Scharfe Sehen“ wurde Odd Andersen für seine Aufnahme von Innenminister Horst Seehofer, der zwischen Kanzlerin Merkel und Vizekanzler Scholz hervorlugt, ausgezeichnet. Der Publikumspreis ging in diesem Jahr an den Karikaturisten Thomas Plaßmann sowie an den Fotografen Jesco Denzel.

Die Rückblende zeigt die Arbeiten von Bildjournalisten und Karikaturisten, die mit ihren Werken das politische Jahr 2018 Revue passieren lassen. Dieses war geprägt von Themen wie der dritten Großen Koalition, der Causa Maaßen, den erschütternden Ereignissen in Chemnitz, dem NSU-Prozess sowie den öffentlichen Diskussionen über extreme Wetterereignisse im Zuge des Klimawandels, Diesel-Fahrverboten und dem Widerstand gegen die Kohle-Energie.

Veranstalter der Ausstellung sind die Landesvertretung Rheinland-Pfalz und der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger gemeinsam mit dem Partner Bundespressekonferenz. Die Rückblende wird von Sponsoren unterstützt. Die Teilnehmerzahlen der Rückblende 2018 erreichten mit 215 Fotografinnen und Fotografen sowie 65 Karikaturistinnen und Karikaturisten annähernd das Rekordniveau der Vorjahre. Auch in ihrer 35. Ausgabe ist die Rückblende wieder der höchstdotierte gemeinsame Wettbewerb für politische Fotografie und Karikatur in Deutschland.  Insgesamt wurden 1.354 Arbeiten eingereicht. Stationen der Ausstellung sind Berlin, Koblenz, Neustadt, Trier, Mainz, Bonn, Leipzig und Brüssel mit 70 ausgewählten Fotografien, fünf Foto-Serien und 50 Karikaturen.

Die Ausstellung läuft vom 12. bis zum 22. März 2019 und ist montags bis donnerstags von 8-18 Uhr und freitags von 8-16 Uhr in der SGD Nord in Koblenz zu sehen. Am langen Donnerstag, den 14.03.2019 ist die SGD Nord bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Begleitend zur Ausstellung ist ein kostenpflichtiger Katalog vor Ort erhältlich. Alle eingereichten Arbeiten zur Rückblende 2018 finden Sie im Internet unter www.rueckblende.rlp.de Weitere Infos unter: www.sgdnord.rlp.de

 

Familienkino auf der Pfaffendorfer Höhe

Koblenz. Der große Zuspruch und die durchweg positiven Rückmeldungen nach der 1. Familienaktion im Herbst 2018 bestätigten den Organisatoren, dass sie mit dem Familienkino begleitet von Spiel- und Bastelaktionen einen Nerv getroffen haben und bestärkten sie weitere Begegnungen der Kulturen zu initiieren.

Am Samstag, 30. März 2019 um 13:00 Uhr veranstalten die Gemeinwesenarbeit der Stadt Koblenz in Kooperation mit der stadtteilbezogenen Arbeitsgemeinschaft der Hauptamtlichen aus Einrichtungen unter freier und öffentlicher Trägerschaft gemeinsam mit dem Medienladen Koblenz die 2. Familienaktion auf der Pfaffendorfer Höhe.

Im Gemeindesaal der St. Martin Kirche, in der Balthasar-Neumann-Straße, wird ein witziger Animationsfilm für alle Altersklassen über unsere Vor-Vor-Vorfahren geboten. Sowohl kleine und große Zuschauer können dabei der Frage auf den Grund gehen, in welchem Zusammenhang die Geschichte des Fußballs mit den Höhlenmenschen steht. Natürlich gibt es auch wieder leckeres Popcorn und Getränke.

Begleitet wird die Filmvorführung von Spiel- und Bastelaktionen. Der Eintritt ist frei. Für weitere Fragen und Informationen steht Frau Keer zur Verfügung (Tel.: 0175-8564082, GWA Pfaffendorfer Höhe)

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