Montag, 21. Oktober 2019

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Ausstellung „Verschweigen – Verurteilen“ im Rathaus zu sehen

Noch bis zum 26. Juli 2019 wird im Rathaus der Stadt Koblenz (Rathausgebäude I, Foyer vor dem Historischen Rathaussaal, Eingang Jesuitenplatz) die Ausstellung „Verschweigen – Verurteilen“ gezeigt. Sie widmet sich mit ausführlichen Informationen der strafrechtlichen Verfolgung homosexueller Männer und der Diskriminierung lesbischer Frauen und ihrer Lebensumstände in Rheinland-Pfalz von 1946 bis 1973 auf der Basis der Forschungsarbeiten von Dr. Kirsten Plötz und Dr. Günter Grau.
Rheinland-Pfalz gab als erstes deutsches Flächenland eine solche Forschung in Auftrag. Damit wird ein trauriges Kapitel aufgegriffen und öffentlich gemacht: In Rheinland-Pfalz wurden – wie überall in Deutschland -  homosexuelle Menschen verfolgt und ausgegrenzt von der Gesellschaft. Sie wurden in der freien Entfaltung ihrer Persönlichkeit beeinträchtigt, ihrer Menschenwürde beraubt und verurteilt. Auch mit Inkrafttreten des Grundgesetzes 1949 blieb männliche Homosexualität verboten – die Vorschriften des Paragraphen 175 galten weiter. Eine erste Änderung erfuhr der Paragraph im Jahr 1969. Ab da war Homosexualität unter erwachsenen Männern über 21 Jahren keine Straftat mehr. 1973 wurde das Alter auf 18 Jahre herabgesetzt. Erst 1994 – im Zuge der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten und der Zusammenführung der Rechtssysteme – wurde der Paragraph 175 endgültig aus dem Strafgesetzbuch gestrichen.
Die Ausstellung ist montags bis donnerstags von 8 Uhr und 19 Uhr und freitags von 8 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Infos finden Sie auf www.frauen.koblenz.de und auf den Flyern, die u.a. im Rathaus ausliegen.

StadtGalerie: Musik erklingt zum Abschied vom „Meer“

Noch bis zum 21. Juli zeigt die Stadtgalerie Neuwied in der ehemaligen Mennonitenkirche aus dem Jahr 1768 die Ausstellung „Das Meer“ der Gruppe 93 - Bildende Künstler Neuwied. Jeder der beteiligten Mitglieder hat sich auf eigene Weise mit dem Sujet auseinandergesetzt. Entstanden sind so Gemälde, Fotos, Plastiken, Radierungen und Drucke, die das vielfältige Thema Wasser aufgreifen,

Mit einer musikalisch umrahmten Finissage endet die Ausstellung am Sonntag, 21. Juli, 16 Uhr. Die Brüder Frank und Klaus Krumscheid, die unter dem Namen „Mit eigener Note“ auftreten, sorgen mit ihren Gitarren für einen stimmungsvollen Abschluss. In ihren Kompositionen finden sich Anklänge an klassische Musik, an Blues und Jazz. Der Eintritt ist frei.

Geöffnet ist die StadtGalerie mittwochs von 12 bis 17 Uhr, donnerstags bis samstags von 14 bis 17 Uhr, sonn- und feiertags von 11 bis 17 Uhr, Gruppen nach Vereinbarung. Weitere Informationen: Schlossstraße 2, 56564 Neuwied (für Navis: Deichstraße 1), Telefon 02631 20687 oder E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Pseudofeminismus von rechtsaußen

Vortrag mit Diskussion „Vereinnahmung des Feminismus-Begriffs von rechts: ‚Frauen, wehrt euch!‘“ mit Juliane Lang am 5. Juli 2019 in Mainz / Eintritt frei


Am Freitag, 5. Juli 2019 um 19.00 Uhr laden die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) und das Frauenzentrum Mainz e.V. im Rahmen des Schwerpunktthemas „Frauen verändern die Welt“ zum Vortrag mit Diskussion „Vereinnahmung des Feminismus-Begriffs von rechts: ‚Frauen, wehrt euch!‘“ ins Haus des Erinnerns (Flachsmarktstraße 36) in Mainz ein. Der Eintritt ist frei!
Der Vortrag ist eine Kooperation mit dem Frauenbüro der Stadt Mainz.

Juliane Lang, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Dissens e.V. Berlin beleuchtet Inhalte, Forderungen und Strukturen von Feminismus-vereinnahmenden rechten Gruppierungen und diskutiert Gegenstrategien. Sie analysiert, wie rechtsaußen Slogans der emanzipatorisch-linken Frauenbewegung aufgreift. Unter Parolen wie ‚Frauen, wehrt euch!‘ und der Schlagzeile „der wahre Aufschrei“ prangern junge Frauen medial und durch verschiedene Aktionsformen Gewalt gegen Frauen an. Doch schnell wird klar: Bei diesen Kampagnen geht es eigentlich um anderes als um den Schutz von Frauen vor Gewalt. Sogenannte Frauenmärsche mit Slogans wie „Grenzen schließen. Frauen schützen“ sind eine Vereinnahmung des Feminismus-Begriffs von rechtsaußen.

Juliane Lang
ist wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Dissens e.V. Berlin im Projekt Fortbildung zum Thema „Geschlechterreflektierende Ansätze in der Arbeit mit rechtsorientierten Jungen und jungen Männern“. Sie ist freie Referentin des Vereins für demokratische Kultur in Berlin e.V. und Mitglied im Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus. Juliane Lang studierte Gender Studies und Erziehungswissenschaften mit thematischen Schwerpunkten auf Frauen und Geschlechterverhältnisse im Rechtsextremismus, Fußball und –fankulturen, Gender in der pädagogischen Rechtsextremismusprävention.

Die halbjährlichen Schwerpunktthemen der LpB
Seit 2018 bietet die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz jedes Halbjahr ein neues Schwerpunktthema mit vielfältigen Veranstaltungen. Nach „1968“ und „Konsum“ im letzten Jahr steht ab Januar 2019 das Thema „Frauen verändern die Welt" für ein halbes Jahr im Mittelpunkt. Die Veranstaltungsübersicht finden sie unter politische-bildung-rlp.de/themen/themenschwerpunkt-frauen-veraendern-die-welt.html

Bert Tischendorf spielt den Shakespeare in Rommersdorf

TV-Schauspieler kehrt auf die Theaterbühne zurück

Die Burgfestspiele Bad Vilbel gastieren schon seit vielen Jahren mit unterschiedlichen Stücken aus ihrem Programm bei den Rommersdorf Festspielen in Neuwied. In diesem Jahr wird unter anderem die romantische Komödie „Shakespeare in Love“ am Samstag, 6. Juli, 20.15 Uhr im Englischen Garten gezeigt. Mit auf der Bühne steht Bert Tischendorf, der aktuell als Hauptdarsteller der RTL-Serie „Beck is back“ Drehpause hat. Damit betritt er seit längerer Zeit wieder die Theaterbühne und spielt niemand geringeren als William Shakespeare. Von 2005 bis 2009 war Bert Tischendorf festes Ensemblemitglied im Schauspiel Frankfurt, danach zog es ihn eher ins TV-Geschäft. „Ich habe seit längerem schon überlegt, wie schön es wäre, mal wieder Theater spielen zu können. Und dann rief mich die Regisseurin Milena Paulovics an, erzählte mir von ihrem Stück in Bad Vilbel und fragte, ob ich nicht zum Vorsprechen kommen wolle. Darüber habe ich mich sehr gefreut und die Rolle zum Glück auch bekommen.“, berichtet Tischendorf der Theaterzeitung der Burgfestspiele Bad Vilbel.

Wer Bert Tischendorf in Shakespeare in Love am 6. Juli sehen möchte, Tickets gibt es unter anderem in der Tourist-Information Neuwied, Tel. 02631 802 5555, bei allen Ticket-Regional-Vorverkaufsstellen oder beim zentralen Online-Bestell-Service www.rommersdorf-festspiele.de

Eröffnung der Ausstellung „Verschweigen – Verurteilen“ im Rathaus der Stadt Koblenz

Die Ausstellung „Verschweigen – Verurteilen“ des Ministeriums für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz dokumentiert die strafrechtliche Verfolgung homosexueller Männer sowie die Diskriminierung lesbischer Frauen und ihre Lebensumstände in Rheinland-Pfalz. Sie ist vom 5. bis 26. Juli im Rathaus I – Foyer vor dem Historischen Rathaussaal – zu sehen.

Zur Vernissage im Historischen Rathaussaal der Stadt Koblenz am Freitag, 5. Juli 2019 laden Gleichstellungsstelle der Stadt Koblenz, Hochschule Koblenz, AStA der Universität Koblenz und der Verein zur Förderung des CSD e.V. alle Interessierten herzlich ein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Einlass ist ab 17 Uhr, so dass genügend Zeit für die Besichtigung der Ausstellung besteht.

Die offizielle Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. Folgendes Programm ist geplant: Dr. Kirsten Plötz, die gemeinsam mit Dr. Günter Grau zu dem Thema geforscht hat, stellt in ihrem Vortrag die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit vor. Musikalisch umrahmt wird die Vernissage von der Sängerin Menna Mulugeta. Im Anschluss an das offizielle Programm laden die Veranstalterinnen ein zum gemütlichen Zusammensein und angeregten Gesprächen.

Weitere Infos zur Ausstellung finden Sie unter www.frauen.koblenz.de und in den Flyern, die u.a. im Rathaus ausliegen.

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