Thursday, 23. January 2020

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Vom Beruf zur Berufung. Die Familie Verflassen zwischen Barock und Biedermeier

Eröffnung: Freitag, den 18. Oktober 2019 um 19 Uhr

Laufzeit: Samstag, 19. Oktober 2019 bis Sonntag, 02. Februar 2020

Die wenigsten Künstler um 1800 arbeiteten isoliert nur für sich, meistens waren sie in verschiedene Netzwerke eingebunden, denen sie entscheidende Impulse verdankten. Bei manchen Künstlern, deren Gesamtwerk nur bruchstückhaft überliefert ist, bietet die Erkundung des sie umgebenden Netzwerkes oft die beste Möglichkeit, das Besondere ihres Schaffens überhaupt hervortreten zu lassen. Das gilt auch für die Künstlerfamilie Verflassen, deren Schaffen durch die Ungunst der Überlieferung heute nur wenig bekannt ist.

Die Verflassens stammten ursprünglich aus der Gegend von Nijmegen/Niederlande. Die Familie kam im 17. Jahrhundert ins Rheinland und ist Ende des 17. Jahrhunderts in Langenschwalbach im Taunus wohnhaft. In der weit verzweigten Verwandtschaft sind seit dem 18. Jahrhundert über mehrere Generationen Maler nachzuweisen. Teile der Familie waren über Jahrzehnte im Koblenzer Raum tätig, wo ihre Malerei insbesondere in Kirchen überliefert ist. Stammvater der Koblenzer Linie ist Johann Jakob Christian Verflassen (1755-1825), der es zum Hofmaler der Herzöge von Nassau brachte. Sein Sohn Johann Jakob Ignaz Verflassen (1797-1868) entwickelte sich zum größten Talent der Familie. Mit Unterstützung des Herzogs von Nassau konnte er an der Wiener Akademie studieren und eine Italienreise unternehmen. Danach ließ er sich in Vallendar bei Koblenz nieder.

Zur Familie Verflassen gehörte auch Ernst Verflassen (1808-1844), der in München studierte und sich als Architekturmaler einen Namen machte. Er schlug mit seiner Kunst völlig andere Wege ein, als seine Verwandten in Koblenz.

Die Ausstellung wird erstmalig die Netzwerke der gesamten Familie beleuchten und die überlieferten Gemälde und Zeichnungen in einer Ausstellung zusammenzutragen versuchen. Die Ausstellung wird sich nicht rein biografisch an den einzelnen Familienmitgliedern orientieren, sondern in Themenkreise gegliedert sein. Dazu gehören die Spannungsfelder Höfische Kunst – bürgerliches Porträt, kirchliche und weltliche Auftraggeber, heimische Kulturlandschaft und europäische Tradition der Landschaftsmalerei. Ein ausführlicher Blick soll auf die Künstlerausbildung des Zeitalters geworfen werden. In diesem Bezugsrahmen wird die Künstlerfamilie im Zusammenhang ihrer Zeitgenossen als Ganzes überhaupt wieder sichtbar gemacht.

Mittelrhein-Museum
Zentralplatz 1
56068 Koblenz

Agrarpaket: Zukunft ohne Bauern?

Auf zur Demonstration nach Bonn!

Bonn. Am Montag, den 14. Oktober findet vor dem Bundeslandwirtschaftsministerium in Bonn eine Kundgebung unter dem Motto „Zukunft ohne Bauern?“ statt. Die Landwirte und Winzer in Deutschland haben es satt, sich weiterhin gängeln und beschimpfen zu lassen.

Um auf die Dringlichkeit der Anliegen der Bauern und Winzer aufmerksam zu machen, beginnt die Demonstration um 5 vor 12 Uhr. Die Landwirte und Winzer sind daher aufgerufen, sich um 11:30 Uhr vor dem Bundeslandwirtschaftsministerium in der Rochusstraße 1 in Bonn einzufinden. An der Demonstration beteiligen sich Bauern und Winzer aus Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Hintergrund ist die Vereinbarung eines Agrarpaketes zwischen dem Bundeslandwirtschafts- und Bundesumweltministerium. Es muss wieder mit den Landwirten und nicht nur über sie gesprochen werden. Die Einschränkung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln sowie die damit einhergehende Einhaltung von Mindestabständen, aber auch die stille Enteignung der landwirtschaftlichen Betriebe, der anhaltende Flächenverbrauch sowie die stetig zunehmenden Auflagen können von den Bauernfamilien nicht akzeptiert werden.

Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, appelliert an die Bauern und Winzer an der Demonstration teilzunehmen. Sie steht im Konsens mit weiteren Demonstrationen, die noch folgen werden: „Wir müssen unseren Unmut gegenüber der Politik immer wieder zum Ausdruck bringen. Sie darf sich nicht nur von Umfragen und ideologischen Forderungen leiten lassen und sachliche Argumente ignorieren“, macht Horper deutlich. „Die Politik und auch die Gesellschaft müssen erkennen, dass ein Berufsstand, der unter vielfältigem Dauerbeschuss steht, nur wenig für den Umwelt- noch dem Klimaschutz leisten kann. Die aktuellen politischen Bestrebungen führen dazu, auch noch sehr, sehr viele Bauernfamilien aus den Dörfern zu vertreiben.“

Die Bauern und Winzer werden gebeten, sich bei ihrer jeweiligen Geschäftsstelle zu melden.

Poesie der Nachbarn: Literatur und Politik in Schottland

Veranstaltung „Poesie der Nachbarn – Schottland. Dichter übersetzen Dichter“ in der Landeszentrale für politische Bildung am 15. Oktober 2019 in Mainz / Eintritt frei

Am Dienstag, 15. Oktober 2019 um 19.00 Uhr lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) zur Veranstaltung „Poesie der Nachbarn – Schottland. Dichter übersetzen Dichter“ ein.

Im Gerty-Spies-Saal der LpB (Am Kronberger Hof 6) führt nach der Begrüßung durch Rainer Ullrich, Referatsleiter der LpB, der Künstlerische Leiter des Künstlerhauses Edenkoben, Hans Thill¸ in das Projekt „Poesie der Nachbarn“ und in die schottische Lyrik ein.
In der folgenden Lesung der Gedichte im englischen Original sowie der deutschen Nachdichtungen, die in Edenkoben entstanden sind, geben Cheryl Follon und Iain Galbraith einen Einblick in die schottische Lyrik. Im anschließenden Gespräch unter Moderation von Hans Thill ergibt sich die Möglichkeit, die Sichtweise der Dichterinnen und Dichter und deren Einschätzungen kennenzulernen. Der Eintritt ist kostenlos!

Zum Projekt „Poesie der Nachbarn“
Die Übersetzerwerkstatt „Poesie der Nachbarn – Dichter übersetzen Dichter“ – von Gregor Laschen 1988 eingerichtet und heute geleitet von Hans Thill – ist im Laufe der Jahre eine national wie international bekannte Veranstaltung geworden: das Konzept ist Gegenstand internationaler übersetzungswissenschaftlicher Diskussion.
Bei „Poesie der Nachbarn – Dichter übersetzen Dichter“ waren im Sommer schottische Lyrikerinnen und Lyriker zu Gast im Künstlerhaus Edenkoben und trafen deutschsprachige Kolleginnen und Kollegen. Ziel war die gemeinsame Übertragung der schottischen Gedichte ins Deutsche auf Grundlage von Rohübersetzungen.

Cheryl Follon
geb. 1978 in Ayrshire, studierte Jura, Englische und Schottische Literatur, sowie Kreatives Schreiben in Glasgow und Dublin. Sie ist Lehrerin an einer Hochschule in Glasgow und veröffentlichte drei Gedichtbände „All Your Talk“ (2004), „Dirty Looks“ (2010) und „Santiago“ (2017).

Iain Galbraith
geb. 1956 in Glasgow, lebt in Deutschland und arbeitet als Schriftsteller und Übersetzer. Sein Gedicht „Cherry Time“ wurde 2005 von der Scottish Poetry Library zu einem der besten schottischen Gedichte des Jahres gewählt. Sein erster Gedichtband „The True Height of The Ear“ erschien 2018.

AfD-Veranstaltung: Wie viel Klima macht der Mensch?

Neuwied. Der Neuwieder Kreisverband der Alternative für Deutschland (AfD) lädt zu einer Veranstaltung mit Dr. Heiko Wildberg am Freitag, den 11. Oktober in Neuwied ein. Dr. Wildberg wurde im September 2017 in den 19. Deutschen Bundestag gewählt und ist seither Mitglied der AfD-Bundestagsfraktion und im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Im Anschluss an den Vortrag ist das Publikum zur Diskussion eingeladen. Die öffentliche Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist kostenfrei. Den Veranstaltungsort können Interessenten via E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. mit Namen und Telefonnummer erfragen.

AfD-Kreisverband Neuwied

Archäologischer Vortrag im Kulturzentrum Festung Ehrenbreitstein

„40 Tonnen Stahl! Die römische Schmiede von Duppach-Weiermühle (Lkr. Vulkaneifel)“

Riesige steinerne Greifen- und Löwenskulpturen von Grabdenkmälern aus dem Gräberfeld der römischen Villenanlage von Duppach-Weiermühle (Lkr. Vulkaneifel) machten das kleine Eifeldorf und seine Villa seit 2002 international bekannt. Im Fokus der jüngsten archäologischen Grabungen steht seit 2006 der Wirtschaftsbereich der Villenanlage, darunter auch eine Schmiede. Hier wurden ab dem vierten Jahrhundert n. Chr. große Mengen an Eisen verhüttet, geschmiedet und weiterverarbeitet. Vieles deutet darauf hin, dass in dem Zeitraum neue Bewohner mit dem notwendigen Know-How in der Eisenverarbeitung die Villenanlage bewohnten. Im Rahmen von interdisziplinären Forschungen können nun auch sichere Aussagen über Menge und Umfang des hier geschmiedeten Eisens getätigt werden. Seit den jüngsten Grabungen im Sommer 2019 steht zudem fest, dass die Villenanlage mit der Schmiede direkt an das römische Straßennetz zwischen Köln und Trier angebunden war. Diese Informationen zeigen, dass die spätantike Eisengewinnung in Duppach auf regionaler Ebene von viel größerer Bedeutung gewesen sein muss, als bislang angenommen.

Der Vortrag von Grabriel Heeren MA findet am Mittwoch, dem 9.10.2019 um 19.00 Uhr im Kuppelsaal in der Festung Ehrenbreitstein statt. Hierzu lädt Gesellschaft für Archäologie an Mittelrhein und Mosel alle Mitglieder ein.  Gäste sind wie immer herzlich willkommen. Der Eintritt zur Festung und zum Vortrag ist ab 18 Uhr frei.

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