Montag, 02. August 2021

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Infoabend zur Situation auf der Fluchtroute im Mittelmeer

Koordinierungsstelle Flüchtlingshilfen der Kreisverwaltung lädt zu Online-Veranstaltung

KREIS MYK. Im Rahmen ihrer Ehrenamtsförderung veranstaltet die Koordinierungsstelle Flüchtlingshilfen der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz am Dienstag, 11. Mai, um 18 Uhr einen Online-Informationsabend zum Thema „Situation Fluchtroute Mittelmeer“ mit Simeon Leisch vom Hilferufnetz „Alarmphone“.

Das Call-Center „Alarmphone – Watch the Med“ wird von Freiwilligen betrieben, an die sich Flüchtlinge wenden können, die auf dem Meer in Seenot geraten. Alarmphone ist in mehreren Mittelmeer-Regionen wie Griechenland, Lybien und Marokko aktiv und gibt Betroffenen eine zweite Möglichkeit, ihren Hilferuf an die Küstenwachen zu senden. „Das Mittelmeer gilt als die meist befahrenste See-Route der Welt. Kein anderes Gewässer wird derart lückenlos überwacht. Dennoch sinken mittendrin Boote, überladen mit Menschen, die auf eine bessere Zukunft in Europa hofften“, teilt die Reporterin Alicia Rust in einem Beitrag von planet-wissen.de mit. Die IOM (International Organisation of Migration) dokumentierte für 2021 bereits rund 16.000 Flüchtlinge, die über das Meer kamen. Etwa 400 Menschen starben bei ihrem Versuch oder gelten seitdem als vermisst.

Simeon Leisch wird zusammen mit einer Mitarbeiterin aus Marokko über die Arbeit des Alarmphone und über die Lage auf den Fluchtrouten berichten. Interessierte – ob aus haupt- und ehrenamtlicher Flüchtlingshilfe oder allgemein am Thema – können sich bei der Koordinierungsstelle, Michael Kock, anmelden: E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder per Telefon 0261-108/655.

„Häusliche Gewalt gegen Frauen“

Mehrgenerationenhaus Neuwied und Utamara informieren digital

Jede dritte Frau in Deutschland ist mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Etwa jede vierte Frau wird mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt durch ihren aktuellen oder früheren Partner. Betroffen sind Frauen aller sozialen Schichten und jeden Alters.

Es gibt Tatsachen, vor denen wir die Augen nicht verschließen dürfen. Dazu zählt das Thema häusliche Gewalt: Körperliche, psychische und/oder sexuelle Übergriffe durch den Partner gehören für viele Frauen, oft auch für die Kinder, zum Alltag.

Allzu gerne wollen wir glauben, dass dies seltene Ausnahmen sind. Das Gewalt eine Frage von Bildung sei und ausschließlich in sozialen Brennpunkten vorkommt. Doch männliche Partner die demütigen, beschimpfen, schlagen oder vergewaltigen stammen genauso aus mittleren und hohen

Bildungs- und Sozialschichten, wie die Studie "Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen" aus dem Jahr 2014 belegt. Häufig tritt eskalierende Gewalt im Zusammenhang mit Trennungs- und Scheidungssituationen auf oder verstärkt sich dann. Allzu oft bleibt die Situation im Verborgenen und erstreckt sich über einen langen Zeitraum da sich das Meiste im privaten Bereich abspielt. Die Betroffenen fühlen sich schutzlos, hilflos und allein.

Daher lädt das Mehrgenerationenhaus Neuwied in Zusammenarbeit mit der Frauenbegegnungsstätte Utamara Interessierte und Betroffene am Montag, 17.05.2021, 10:00 – 12:30 Uhr zu einem digitalen Treffen ein.

Bei der online Infoveranstaltung werden folgende Fragen geklärt: Wo gibt es professionelle Hilfe, welche Unterstützungsangebote gibt es und welche rechtlichen Möglichkeiten bietet der Staat an? Darüber hinaus können die Teilnehmerinnen individuelle Fragen stellen und ihre Erfahrungen austauschen. Das Angebot wendet sich auch an Frauen mit Flucht- und Migrationshintergrund. Drei Sprachmittlerinnen für arabisch, persisch und kurdisch nehmen teil und übersetzen bei Bedarf.

Interessierte können sich telefonisch im Mehrgenerationenhaus Neuwied unter 02631 390 730 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. anmelden. Die Zugangsdaten zur Veranstaltung und Informationen rund um die Technik werden anschließend verschickt.

Wer Opfer von häuslicher Gewalt ist oder in seinem Umfeld entsprechende Hinweise erkennt, kann sich kostenfrei an das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen Tel: 08000/116016 wenden www.hilfetelefon.de

Dokumentarfilm "liebe viele" als TV-Erstausstrahlung

Was passiert, wenn ich mich verliebe, obwohl ich in einer festen Beziehung bin? Für die meisten Menschen ein Gedankenspiel, das hier endet – für unsere Protagonisten geht es weiter. Sie lieben offen mehrere Menschen und leben polyamor. Das BR Fernsehen zeigt den Dokumentarfilm "liebe viele" als deutsche Erstausstrahlung am 5. Mai 2021 um 22.45 Uhr auf dem Sendeplatz DoX – Der Dokumentarfilm im BR. In der BR Mediathek ist die BRKoproduktion bereits ab 28. April 2021 zu sehen online unter www.br.de/mediathek

Inhalt

Die Versicherungskauffrau Petra und der Elektrotechniker Clemens wirken wie zwei verliebte Teenager. Sie haben sich auf einem Stammtisch der polyamoren Szene in München kennengelernt. Ein paar Jahre zuvor, als Petra Anfang 40 ist, verliebt sie sich zum ersten Mal neu – in Toby. Sie ist da schon seit über 20 Jahren verheiratet und weiß zunächst nicht, wie sie mit der Situation umgehen soll. Toby erzählt ihr, er lebe polyamor. Er hat ebenfalls eine feste Partnerin. Petra stellt ihren Mann daraufhin vor vollendete Tatsachen: "Ich hab damals einfach gesagt, das ist jetzt so", meint sie im Rückblick. Kerstin, die neben ihr am Frühstückstisch sitzt, lacht: "Genauso war das bei meinem Mann und mir auch." Kerstin lebt mit ihrem Ehemann in Hamburg und ihr Freund Kolja lebt im Wohnprojekt Ewaldshof in der Nähe von Frankfurt. Auch Kolja ist verheiratet – mit Katja. Und gemeinsam mit deren Freund Stefan ziehen sie ihren Sohn Ole groß. Die erlernten Bilder von Familie und von monogamer Beziehung abzustreifen, ist nicht leicht. Doch alle Paare, die in "liebe viele" vorgestellt werden, sind auch heute noch zusammen. Sie haben in der flexiblen Gestaltung ihrer Beziehung Kontinuität und Stabilität gefunden.

Infos zum Film

Buch und Regie: Vera Drude

Redaktion: Claudia Gladziejewski (BR)

Produktion: Maverick Film (Produzenten:Tristan Bähre, Sebastian Fehring, Philipp Maron) in Koproduktion mit BR und der HFF München, gefördert vom FFF Bayern

Online bei der Landeszentrale: Jüdisches Leben in deutscher Realität

Online: „Jewish Disneyland oder klesmerfreie Zone?“ mit Judith Kessler am Montag, 3. Mai 2021 um 19.00 Uhr / Teilnahme kostenlos – Anmeldung nötig


Am Montag, 3. Mai 2021 um 19.00 Uhr lädt die Landeszentrale für politische Bildung im Rahmen ihres Halbjahresschwerpunkts „1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland“ zum Online-Vortrag „Jewish Disneyland oder klesmerfreie Zone?“ ein.
Die Sozialwissenschaftlerin und Journalistin Judith Kessler analysiert Klischees, Selbstdarstellung und Wirklichkeit des jüdischen Lebens in Deutschland und zeigt auf, wie das reale jüdische Leben im 21. Jahrhundert in der Bundesrepublik aussieht.
Eine Anmeldung ist unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder auf der LpB-Homepage www.politische-bildung-rlp.de nötig. Der Link zur Teilnahme wird dann zugemailt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Zum Vortrag
Wie sehen die kulturellen Orientierungen und das religiöse Selbstverständnis in Deutschland lebender Juden heute aus? Gehen sie noch in die Synagoge, essen sie koscher, lassen sie ihre Söhne beschneiden, stehen sie auf Klesmermusik oder auf klesmerfreie Zonen?
Unterscheiden sich die Orientierungen von russischen und deutschen, jungen und alten Juden? Finden wir „die Juden“ – wie die Berlintouristen - im so genannten Berliner Scheunenviertel oder findet jüdisches Leben andernorts statt?

Judith Kessler
ist Sozialwissenschaftlerin und Autorin, arbeitet in Berlin als Redakteurin und Kulturmanagerin und publiziert vorrangig im Themenumfeld jüdische Gegenwartskultur, Migration und Biografieforschung. Zu ihren Publikationen gehören u.a.: Identitätssuche und Subkultur (1999), Zum kulturell-religiösen Selbstverständnis Berliner Juden (2002), Jüdisches im Grünen (mit Lara Dämmig 2007); Homo sovieticus in Disneyland (2008), Fast unsichtbar. Juden in der SBZ/DDR (2013); Edith Jacobson. Gefängnisaufzeichnungen (mit Roland Kaufhold 2015).

Wahrheit in den Nachrichten und wie wir sie erkennen

Online: Podiumsgespräch „Nichts ist erregender als die Wahrheit“ am Montag, 3. Mai 2021 / Teilnahme kostenlos – Anmeldung nötig

Am Montag, 3. Mai 2021 um 16.00 Uhr lädt die Landeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit „Journalismus macht Schule“ zum Online-Podiumsgespräch „Nichts ist erregender als die Wahrheit“ ein.
Die Teilnehmenden beim Auftakt der Schülermedientage 2021 zum „Internationalen Tag der Pressefreiheit“ sind
• Janine Arendt, Junge Presse Rheinland-Pfalz,
• Michael Garthe, Chefredakteur DIE RHEINPFALZ,
• Patrick Gensing, „tagesschau“-Faktenfinder und Buchautor,
• Prof. Katja Schupp, Journalistisches Seminar der Uni Mainz.

Eine Anmeldung ist unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder auf der LpB-Homepage www.politische-bildung-rlp.de nötig. Der Link zur Teilnahme wird dann zugemailt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Zum Thema
Wer macht eigentlich eine „Nachricht“? Kann ich den Nachrichten trauen, die tagtäglich den Weg über unterschiedlichste Medien zu mir finden? Wie kann ich erkennen was wahr ist? Und was haben Umgang mit und Qualität von Nachrichten mit Demokratie zu tun?
Auf diese und andere Fragen versucht die Diskussionsrunde zum Auftakt der „Schülermedientage“ Antworten zu geben. Wer im Anschluss die Debatte vertiefen möchte, kann vom 4. Mai bis zu den Sommerferien für seine Schule, Klasse oder Jugendgruppe, Journalistinnen und Journalisten zu einem Werkstattgespräch einladen.

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