Mittwoch, 23. Oktober 2019

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Archäologischer Vortrag im Kulturzentrum Festung Ehrenbreitstein

„40 Tonnen Stahl! Die römische Schmiede von Duppach-Weiermühle (Lkr. Vulkaneifel)“

Riesige steinerne Greifen- und Löwenskulpturen von Grabdenkmälern aus dem Gräberfeld der römischen Villenanlage von Duppach-Weiermühle (Lkr. Vulkaneifel) machten das kleine Eifeldorf und seine Villa seit 2002 international bekannt. Im Fokus der jüngsten archäologischen Grabungen steht seit 2006 der Wirtschaftsbereich der Villenanlage, darunter auch eine Schmiede. Hier wurden ab dem vierten Jahrhundert n. Chr. große Mengen an Eisen verhüttet, geschmiedet und weiterverarbeitet. Vieles deutet darauf hin, dass in dem Zeitraum neue Bewohner mit dem notwendigen Know-How in der Eisenverarbeitung die Villenanlage bewohnten. Im Rahmen von interdisziplinären Forschungen können nun auch sichere Aussagen über Menge und Umfang des hier geschmiedeten Eisens getätigt werden. Seit den jüngsten Grabungen im Sommer 2019 steht zudem fest, dass die Villenanlage mit der Schmiede direkt an das römische Straßennetz zwischen Köln und Trier angebunden war. Diese Informationen zeigen, dass die spätantike Eisengewinnung in Duppach auf regionaler Ebene von viel größerer Bedeutung gewesen sein muss, als bislang angenommen.

Der Vortrag von Grabriel Heeren MA findet am Mittwoch, dem 9.10.2019 um 19.00 Uhr im Kuppelsaal in der Festung Ehrenbreitstein statt. Hierzu lädt Gesellschaft für Archäologie an Mittelrhein und Mosel alle Mitglieder ein.  Gäste sind wie immer herzlich willkommen. Der Eintritt zur Festung und zum Vortrag ist ab 18 Uhr frei.