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Luxemburg: Ein Land wehrt sich gegen die Nazis

Eröffnung der Ausstellung „Luxemburg im Zweiten Weltkrieg – Zwangsrekrutierung - Streik – Umsiedlung – Gefängnis“ am 18. Februar 2020 in der Gedenkstätte KZ Osthofen / Bis 5.April geöffnet

Am Dienstag, 18. Februar 2020 um 18.00 Uhr lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) zur Eröffnung der Ausstellung „Luxemburg im Zweiten Weltkrieg – Zwangsrekrutierung- Streik – Umsiedlung – Gefängnis“ in die Gedenkstätte KZ Osthofen (Ziegelhüttenweg 38) ein.

Die Wanderausstellung stammt aus dem Großherzogtum Luxemburg und wird in Kooperation mit dem Staatsministerium Luxemburg - Comité pour la Mémoire de la Deuxième Guerre mondiale gezeigt.
Die Ausstellung wird bis zum 5. April 2020 in der Gedenkstätte KZ Osthofen zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen sein. Der Eintritt ist kostenlos! Informationen und Anmeldung für Gruppen unter 06242 / 91 08 10 oder per Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Die Ausstellung
informiert über die Folgen der deutschen Besatzung in Luxemburg während der Jahre 1940 bis 1945. Im Mittelpunkt stehen die Verbrechen der deutschen Besatzungsmacht und der Luxemburger Widerstand.
Ausgangspunkt der Ausstellung ist der Einmarsch deutscher Truppen in das neutrale Luxemburg am 10. Mai 1940. Die Anordnung der Zwangsrekrutierung vom 30. August 1942 stieß auf erbitterten Widerstand im ganzen Land. Am folgenden Tag kam es zu einem Generalstreik – eine einzigartige Reaktion auf das völkerrechtswidrige Vorgehen des nationalsozialistischen Deutschland.
Der Streik wurde erbarmungslos niedergeschlagen. Am Ende standen Todesurteile, Gefängnisstrafen und Umsiedlungen in das Deutsche Reich. Das SS-Sonderlager/KZ Hinzert war Zielort umfangreicher Deportationen von Widerstandskämpfern aus dem Großherzogtum. Im umliegenden Wald des SS-Sonderlagers wurden 1942 und 1944 bei Massenerschießungen viele Luxemburger Resistance-Kämpfern ermordet.
Viele der gegen ihren Willen in die Wehrmacht gezwungenen Luxemburger gerieten in die Mühlen der Wehrmachtjustiz. Weil sie sich der Zwangsrekrutierung widersetzten, wurden sie von deutschen Militärgerichten zu Gefängnisstrafen oder zum Tode verurteilt.
In Folge des Luxemburger Generalstreiks 1942 gab es u.a. die Straf-Internierung von ganzen Schulklassen auf der Burg Stahleck bei Bacharach.