Sonntag, 20. September 2020

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Ausstellung wider das Vergessen: Renato Mordo – Theater auch im Exil

Ausstellungseröffnung „Renato Mordo: jüdisch, griechisch, deutsch zugleich. Ein Künstlerleben im Zeitalter der Extreme“ am 24. September 2020 in der Gedenkstätte KZ Osthofen / Bestätigte Anmeldung nötig

Zur Eröffnung der Ausstellung „Renato Mordo: jüdisch, griechisch, deutsch zugleich. Ein Künstlerleben im Zeitalter der Extreme“ laden die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) und der Landtag Rheinland-Pfalz am Donnerstag, 24. September 2020 in die Gedenkstätte KZ Osthofen (Ziegelhüttenweg 38) ein.
Das Ausstellungsbüro öffnet um 16.30 Uhr, die offizielle Eröffnung beginnt um 18.00 Uhr. Nach der Begrüßung durch Bernhard Kukatzki, Direktor der LpB, spricht Minister Prof. Dr. Konrad Wolf als Mitglied des Vorstands der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur, welche die Ausstellung fördert, ein Grußwort. Als Schirmherr eröffnet dann Landtagspräsident Hendrik Hering die Ausstellung.
Im Anschluss führt Ausstellungskurator Torsten Israel, Gräzist und Dramaturg, in die Ausstellung ein und zeigt danach bei einem Rundgang den Ehrengästen die Ausstellung.
Für die Teilnahme an der Veranstaltung ist nach der Anmeldung ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) eine Teilnahmezusage durch die Gedenkstätte erforderlich. Diese ist beim Eintritt in die Gedenkstätte vorzulegen. Das Tragen einer selbst mitzubringenden Mund-Nasen-Bedeckung ist in der Gedenkstätte verpflichtend. Beim Eintritt in die Gedenkstätte ist die Angabe der Kontaktdaten (Name, Vorname, Anschrift, Telefonnummer) aller Teilnehmenden zur Sicherstellung der Kontaktnachverfolgbarkeit nötig. Die hygieneerforderlichen Maßnahmen sind strikt zu beachten.

Die Ausstellung
zeigt Stationen im Leben des Theater- und Opernregisseurs Renato Mordo, der Ende 1932 Deutschland auch wegen antisemitischer Anfeindungen verließ. Erste Station war Prag, 1939 floh er nach Griechenland. Dort war er Mitgründer der Griechischen Nationaloper in Athen und förderte die junge Opernsängerin Maria Callas. Er überlebte das KZ Chaidari bei Athen und verfasste dazu ein Theaterstück. Bevor er 1952 - 55 Leiter der Mainzer Oper war, arbeitete er nach dem Krieg an Theatern in der Türkei und Israel.
Einen besonderen Schwerpunkt der Ausstellung bildet die Darstellung der deutschen Besatzung Griechenlands im Zweiten Weltkrieg, ihrer katastrophalen Auswirkungen auf das Land und individuellen Folgen für Renato Mordo.

Die Ausstellung ist bis zum 31. Januar 2021 in der Gedenkstätte zu besichtigen. Um die Abstandsregeln einzuhalten, können maximal 15 Personen gleichzeitig die Ausstellung besuchen.