Donnerstag, 25. Februar 2021

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Online-Vortrag: Terror gegen Juden und das Versagen des Staates

Online-Vortrag „Terror gegen Juden“ von Ronen Steinke am Donnerstag, 11. Februar 2021 / Teilnahme kostenlos – Anmeldung nötig

Die erste Veranstaltung zum Themenschwerpunkt „1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ für das erste Halbjahr 2021 ist am Donnerstag, 11. Februar 2021 um 19.00 Uhr der Online-Vortrag mit Diskussion „Terror gegen Juden“ mit dem Journalist und Jurist Ronen Steinke, Süddeutsche Zeitung. Steinke erzählt von jüdischem Leben im Belagerungszustand. Er analysiert wie antisemitische Gewalt erstarkt und untersucht das staatliche Handeln und die Reaktionen der Justiz.
Eine Anmeldung ist unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. bis zum 10. Februar 2021 nötig. Der Link zur Teilnahme wird dann zugemailt.

Zum Thema:
In seinem Buch „Terror gegen Juden – Wie antisemitische Gewalt erstarkt und der Staat versagt – Eine Anklage“ zeichnet Ronen Steinke die Entwicklung des Antisemitismus in Deutschland seit der Nachkriegszeit an vielen Beispielen nach.
Seine Befunde sind alarmierend: Jüdische Schulen müssen von Bewaffneten bewacht werden, jüdischer Gottesdienst findet unter Polizeischutz statt, Bedrohungen sind alltäglich. Für Steinke ist Antisemitismus kein Randproblem, denn er durchziehe die Gesellschaft von Alt- und Neo-Nazis über konservative und liberale Kreise bis hin zu linken Gruppen. Für Steinke haben Staat und Ermittlungsbehörden zugelassen, dass es so weit kommen konnte: durch eine Polizei, die diese Gefahr nicht effektiv abwehre, sondern verwalte; durch eine Justiz, die immer wieder beschönige.

Ronen Steinke
ist Redakteur und Autor der Süddeutschen Zeitung. Der im Völkerstrafrecht promovierte Jurist recherchiert seit Jahren zu Extremismus und Terrorismus. Seine Biografie über Fritz Bauer wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und verfilmt.
Die halbjährlichen Themenschwerpunkte der LpB  behandeln und diskutieren ein Thema gründlich von allen Seiten. Die Themengebiete bisher waren Konsum, 1968, Frauen, Migration, Griechenland und Klimawandel. Das Programm des Schwerpunkts kann auf der Homepage der Landeszentrale www.politische-bildung-rlp.de bestellt oder als pdf-Datei heruntergeladen werden.