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Die Geschichte der jüdischen Rückkehr in den Nachkriegsjahren

Online-Vortrag „‘Ein Erlebnis von äußerster Zerbrechlichkeit‘. Jüdische Remigration nach Deutschland in den Nachkriegsjahren“ am Mittwoch, 23. Juni 2021 um 19.00 Uhr / Teilnahme kostenlos – Anmeldung nötig

Im Rahmen ihres Themenschwerpunkts „1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ für das erste Halbjahr lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) am Mittwoch, 23. Juni 2021 um 19.00 Uhr zum Online-Vortrag „‘Ein Erlebnis von äußerster Zerbrechlichkeit‘. Jüdische Remigration nach Deutschland in den Nachkriegsjahren“ ein.
Die Augsburger Historikerin Prof. Dr. Marita Krauss analysiert die zwiespältigen Gefühle von Emigrantinnen und Emigranten jüdischer Herkunft oder Konfession bei ihrer Rückkehr in der Nachkriegszeit in das Land der Verantwortlichen für die Shoa.

Eine Anmeldung ist unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. bis zum 23. Juni 2021 um 14.00 Uhr nötig. Der Link zur Teilnahme wird dann zugemailt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Zum Thema
Eine Rückkehr nach dem Ende der NS-Herrschaft erlebten Emigrant/innen jüdischer Herkunft oder Konfession meist mit gemischten Gefühlen: Glück über den Wiedergewinn des Landes der Kindheit und der eigenen Sprache, Angst und Abscheu vor der Begegnung mit den Verfolgern, mit altem und neuem Antisemitismus.
Einige kamen mit den westalliierten Armeen, andere kehrten als Politikerinnen und Politiker, Theaterschaffende oder Schriftstellerinnen und Schriftsteller im Laufe der 1950er Jahre zurück. Für die meisten war der Entschluss zur Rückkehr und der Wiederbeginn in Deutschland nicht einfach.

Der Vortrag bietet eine passende thematische Vertiefung zur Renato-Mordo-Ausstellung, die noch bis 28. Juli in Osthofen gezeigt wird. Mordo selbst hatte im Exil maßgeblich am Aufbau der griechischen Nationaloper mitgewirkt. Er war 1952-55 Leiter der Mainzer Oper.

Die halbjährlichen Themenschwerpunkte der LpB
behandeln und diskutieren ein Thema gründlich von allen Seiten. Die Themengebiete bisher waren Konsum, 1968, Frauen, Migration, Griechenland und Klimawandel.