Sonntag, 24. Januar 2021

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Festjahr „1.700 Jahre jüdisches Leben in Rheinland-Pfalz“

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Damals wie heute gehört Jüdisches Leben zu Rheinland-Pfalz

Landesregierung und jüdische Gemeinden haben den Startschuss für das Festjahr „1.700 Jahre jüdisches Leben in Rheinland-Pfalz“ (#2021JLID) gegeben. Ein umfangreiches Programm mit mehr als 70 Veranstaltungen von 30 Partnerinnen und Partnern wird 2021 jüdisches Leben in Rheinland-Pfalz sichtbarer machen und ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus setzen. „Allen Programmpunkten ist gemeinsam, dass sie vielfältige Begegnungen mit dem Judentum ermöglichen. Wir wollen zeigen, dass es seit vielen Jahrhunderten ein bedeutender Bestandteil unserer Kultur ist. Wir richten den Blick aber auch in die Gegenwart und in die Zukunft jüdischen Lebens. Gemeinsam machen wir deutlich, dass jede Form von Antisemitismus bei uns keinen Platz hat“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Programmvorstellung in Mainz. An der Pressekonferenz nahmen auch Kulturminister Prof Dr. Konrad Wolf sowie der Beauftragte der Ministerpräsidentin für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen, Dieter Burgard, der Vorsitzende des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Rheinland-Pfalz, Avadislav Avadiev, und Sylvia Löhrmann und Andrei Kovacs vom Verein „321-2021: 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“, teil.

Ein Erlass des römischen Kaisers Konstantin aus dem Jahr 321 gilt als das älteste erhaltene Schriftzeugnis jüdischen Lebens auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands.

Das 1.700-jährige Jubiläum wird bundesweit unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten vom Verein „321-2021: 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ mit Sitz in Köln organisiert und koordiniert. Alle mehr als 1.000 geplanten Veranstaltungen in Deutschland stehen natürlich unter dem Vorbehalt der aktuellen Corona-Situation.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer dankte dem Verein, den jüdischen Gemeinden im Land sowie den zahlreichen Akteuren, Initiativen und Institutionen, die das Jubiläum in Rheinland-Pfalz trotz aller Schwierigkeiten durch die Corona-Pandemie so engagiert gestalten. „Wir freuen uns auf dieses besondere Festjahr und die vielfältigen Begegnungen mit der jüdischen Kultur. Für Rheinland-Pfalz ist es umso bedeutender, da in diesem Jahr über die Aufnahme der SchUM-Stätten in das UNESCO-Weltkulturerbe entschieden wird“, so die Ministerpräsidentin.

„Die Monumente und Friedhöfe in den SchUM-Gemeinden sind einzigartige Zeugnisse der kontinuierlichen, über tausendjährigen Präsenz jüdischer Gemeinden in unserem heutigen Bundesland, an denen die Geschichte der Begegnung und Verfolgung gleichermaßen eindrücklich ablesbar ist“, sagte Kulturminister Prof. Dr. Konrad Wolf. Die Eintragung in die Liste des UNESCO-Welterbes würde ihre Bedeutung als außergewöhnliche Zeugnisse jüdischer Geschichte und christlich-jüdischer Begegnungen unterstreichen. Sie würde gleichzeitig aber auch die Möglichkeit eröffnen, mehr noch als bisher, jüdische Geschichte, Kultur und Religion in ihrer Vielfältigkeit zu vermitteln und vor allem auf ganz verschiedenen Ebenen miteinander ins Gespräch zu kommen, so Wolf.

Der Koordinator für das Festjahr in Rheinland-Pfalz, Dieter Burgard informierte über die Akteure des Festjahres, zu denen unter anderem die Landeszentrale für politische Bildung, die Volkshochschulen, der Kultursommer, die Villa Musica, das Pädagogische Landesinstitut, die jüdischen Gemeinden, der Landesverband der Bibliotheken wie auch regionale Institutionen und Kommunen gehören. „Einige Höhepunkte sind eine Konzerttournee mit israelischen Musikern und ein Schülerwettbewerb der Leo Trepp Stiftung für alle 9. und 10.Klassen. Dem SWR danke ich für einen Filmbeitrag, der am 17. Januar im Fernsehen gezeigt wird“, so der Beauftragte der Ministerpräsidentin für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen.

Auch wies er darauf hin, dass am 2. Februar 2021 auf Initiative von Rheinland-Pfalz eine Briefmarke zum Festjahr mit dem hebräischen Wort „Chai“ (Leben) erscheint.

„Es ist wichtig, durch die Veranstaltungen des Festjahres der Gesellschaft einen Impuls zu einem neuen Miteinander zu geben und dabei Klischees und Vorurteile abzubauen“, sagte Avadislav Avadiev, Vorsitzender des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden von Rheinland-Pfalz. Es werde von einer Vielzahl von Akteuren, jüdischen und nicht jüdischen Institutionen, Vereinen, Initiativen, Künstlerinnen und Künstlern unterstützt. „Wir möchten alle ganz herzlich dazu einladen, mit Ihren Familien, die diversen Veranstaltungen zu besuchen und so Teil der gelebten Vielfalt zu werden“, so Avadiev.

Die Generalsekretärin des Vereins „321-2021: 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ Staatsministerin a. D. Sylvia Löhrmann betonte: „Jüdinnen und Juden haben unser Land an unzähligen Stellen maßgeblich mitgestaltet und geprägt. Im Festjahr wollen wir auch die große Vielfalt des Judentums von heute sichtbar und erlebbar machen. Wir werden Raum für Begegnungen schaffen. Begegnungen und Gespräche schaffen Nähe. Nutzen wir diese Chance!“

Der leitende Geschäftsführer Andrei Kovacs ergänzte: „Der Beginn des Festjahres in Rheinland-Pfalz ist ein wichtiger und bedeutender Schritt im gemeinsamen Kampf gegen Antisemitismus und ein wichtiger Beitrag für eine Zukunft jüdischen Lebens in Deutschland. Unser Ziel ist es, dass jüdisches Leben in Deutschland zu einem Stück Normalität wird.“

Die ersten Pilger nach Bethlehem… - Gedanken zum Tag der Erscheinung des Herrn (Dreikönigsfest)

Von Hans-Peter Meyer

Bei den Kindern sind sie beliebt. Auch den meisten Erwachsenen sind diese Wanderer nach all den Jahren noch ein Begriff. Denn sie waren es, die dem Weihnachtsstern folgten, der ihnen hell am nächtlichen Himmel leuchtend den Weg zur Geburtsstätte des neuen Königs der Juden nach Bethlehem wies: Jesus von Nazareth.

Sie waren seine ersten Verehrer, sie knieten vor dem Kinde nieder, huldigten dem Menschen, in welchem sie den Messias erkannten und beschenkten ihn mit den Gaben, die sie mit sich trugen: Mit Myrrhe, dem Balsamöl, gewonnen aus dem Harz des Myrrhestrauchs. Mit Weihrauch, dem getrockneten Harz des Weihrauchbaumes und mit dem Gold, welches einem König gebührt. Um es einfach auszudrücken, waren sie ersten Pilger nach Bethlehem.

Die Rede ist von Caspar, Melchior und Balthasar – den drei Weisen aus dem Morgenlande. Ob sie wirklich so hießen, ist heute kaum mehr zu bestimmen, denn nicht nur ihre Anzahl schwankte, je nach Quelle, zwischen zwei und vier, auch ihre Namen waren ursprünglich nicht festgelegt. Die aktuell gültige Fassung wurde zwischen dem sechsten und achten Jahrhundert bekannt, jedoch existieren auch heute noch regionale Abweichungen.

Anfänglich waren die Drei auch keine Aristokraten sondern, folgt man Matthäus, Magier aus dem Osten, also „Weise“. In den königlichen Stand wurden sie erst lange Zeit später erhoben, etwa zwischen dem achten und dem zwölften Jahrhundert. Zu ihrem Andenken begehen wir heute jedes Jahr am 6. Januar das Epiphaniasfest, benannt nach der Erscheinung des Herrn. Bekannter ist es unter dem Namen „Heilige Drei Könige“.

Wenngleich es kein bundesweiter Feiertag ist, so hat sich doch fast überall der Brauch des Sternsingens etabliert. Dabei ziehen hauptsächlich als Könige verkleidete Kinder mit einem Stern von Haus zu Haus, singen, sprechen ein Gedicht oder Gebet und verkünden die frohe Botschaft. Die als Lohn dafür erhaltenen Gaben, meist Geldspenden, gehen an die Armen, heute also an wohltätige Zwecke.

Zum Dank hinterlassen sie mit geweihter weißer Kreide ihre traditionelle Segensbitte an der Haustür oder am Türbalken, etwa so: 20 *C+M+B+ 13. Der Stern symbolisiert dabei den von Bethlehem, die Kreuze repräsentieren die Dreifaltigkeit in Form des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes und die Buchstaben stehen wahlweise für die Namen der Drei Weisen oder für das lateinische „Christus Mansionem Benedicat“, was so viel bedeutet wie: „Christus, segne dieses Haus“.
Die Ziffern bezeichnen die Jahreszahl des Besuches und ändern sich somit in jeder Saison – in Gebrauch sind im Übrigen je nach Land und Konfession diverse örtliche Variationen der genannten Symbole.

Orthodoxe Christen feiern die Wasserweihe zum Gedenken der Taufe Christi, während die katholische Kirche dieses Ereignis getrennt von seiner Erscheinung erst an dem auf Epiphanias folgenden Sonntag zelebriert.

Eine besondere Form der Erinnerung an Caspar, Melchior und Balthasar findet sich in Form ihrer Gebeine, der Überlieferung nach die einzigen erhaltenen menschlichen Überreste von Zeitzeugen der Geburt Christi. Als Reliquien fanden sie ihren Weg mit Hilfe der Heiligen Helena, Mutter Kaiser Konstantins I, des Bischofs Eustorgius sowie des Erzbischofs Rainald von Dassel im Jahre 1164 von Palästina über Mailand bis ins mittelalterliche Köln.

Die Stadt erlangte dadurch neben ihrem Rang als Bistumssitz überregionale Bedeutung als Wallfahrtsort. Möglicherweise waren also diese Reliquien mit einer der Gründe für den Bau des Kölner Doms, denn dem wunderschönen, kunstvoll verzierten Schrein, in dem sie noch heute aufbewahrt werden, geziemte ein würdiges Domizil. Nach 632 Jahren Bauzeit war die entsprechende, bautechnische Meisterleistung dann auch vollbracht worden – aber das  wäre eine andere, neue Geschichte.

Dennoch sollte die vorstehende Interpretation eine Reflexion zum Tag der Heiligen Drei Könige sein – zum Nachdenken und zur Orientierung…

©  Hans-Peter Meyer

60. Geburtstag

Ministerpräsidentin Malu Dreyer gratulierte Zuckmayer-Preisträger Sven Regener – Seine Texte ziehen in den Bann

Ministerpräsidentin Malu Dreyer gratuliert dem Schriftsteller, Musiker und Sänger Sven Regener zum 60. Geburtstag am 1. Januar 2020. „Sven Regener ist ein Allroundtalent, das mit seinen deutschsprachigen Songtexten und Romanen unglaublich viele Menschen erreicht. Seine Kunst ist tiefgründig, aber auch erfrischend kompromisslos und deutlich“, so die Ministerpräsidentin. Für seine Verdienste um die deutsche Sprache hatte sie Sven Regener 2016 die Carl-Zuckmayer-Medaille verliehen.

Als Künstler sei er schon lange nicht mehr aus der deutschen Musik- und Literaturwelt wegzudenken. Seine Band Element of Crime, die er vor 35 Jahren gründete, habe längst Kultstatus erreicht. Mit „Herr Lehmann“, seinem Debütroman, habe er 2001 direkt einen Sensationserfolg geliefert „Während seine Rock- und Pop-Songs mit ihrer Melange aus melancholischen Melodien und einfallsreichen Texten die Zuhörer und Zuhörerinnen verzaubern, ist es in den Romanen der schnoddrig-norddeutsche Ton, der einen nicht mehr loslässt. Sven Regeners Texte berühren und ziehen in den Bann“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Sie wünscht ihm zum runden Geburtstag alles Gute und weiterhin Kreativität und viel Erfolg für seine wunderbare Kunst.

#RettetKoblenzerKultur geht in zweite Phase

Der Koblenzer Kulturverein e.V. ruft seit Oktober unter dem Titel #RettetKoblenzerKultur zu einer Spendenkampagne auf, die den von Ausfällen und Absagen betroffenen Kultureinrichtungen in Koblenz zugutekommen soll. Nach einer ersten Phase (bis 30. November) konnten dank vieler Spenden insgesamt 18.000 Euro ausgezahlt werden.

Es kann weiter gespendet werden
Der Kulturverein möchte in den kommenden Monaten weitere gemeinnützige initiativen und Vereine unterstützen und ruft unter dem Eindruck des für die Kultur schmerzhaften zweiten Lockdowns weiterhin zum Spenden auf. Die erzielten Spenden werden gleichmäßig im Kulturraum Koblenz an gemeinnützige Einrichtungen und Vereine verteilt, die sich bei beim Koblenzer Kulturverein e.V. um Unterstützung bewerben.

Förderung beantragen
Anträge auf Förderung können für die zweite Phase bis zum 28. Februar 2021 formlos per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. gestellt werden. Bereits geförderte Vereine können nicht erneut gefördert werden. Spenden können sowohl über die Spendenplattform Heimatlieben der Sparkasse Koblenz als auch direkt an den Koblenzer Kulturverein (siehe Infobox) erfolgen.

Infobox:
Spenden an den Koblenzer Kulturverein
Bankverbindung:
Sparkasse Koblenz
IBAN DE60 5705 0120 0000 2756 51
Verwendungszweck: Rettet Koblenzer Kultur

Weitere Infos unter www.rettetkoblenzerkultur.de

Wenn unser Herz spricht…. Gedanken zu Weihnachten

Von Hans-Peter Meyer

Zuallererst hat uns die Corona-Krise voll im Griff. Der gesamte Globus ist davon betroffen und es herrscht Ungewissheit uber unsere Zukunft.

Und wieder diese Gegensätze: Weihnachten in den Katastrophen-, Krisen- und Kriegsgebieten dieser Welt, nicht nur irgendwo, sondern in Syrien, in Libyen, in Ägypten, in Afghanistan, im Irak, in Pakistan, in Haiti, auf den Philippinen, in Nahost  der gewaltsame  Israelisch-Palästinensische Kriegskonflikt und  in vielen afrikanischen Ländern, aber auch auf europäischem Boden nicht weit entfernt von uns in der Ost-Ukraine. Grausame Bilder. Kinderchöre auf der einen und geschädigter Wald auf der anderen Seite. Erfolgsmeldungen einerseits – Vorurteile und Verleumdungen andererseits. Weltweit gibt es ein Viertel Reiche und drei Viertel Arme. Ein Viertel der Menschheit ist nicht in der Lage, seine Grundbedürfnisse wie Ernährung, Kleidung, Wohnung, Gesundheit und Bildung zu sichern.  Millionen Menschen auf unserem Globus kämpfen täglich um die nackte Existenz. Weltweit sterben jeden Tag 30 000 Kinder an den Folgen von Hunger, Krankheit und Kriegen - eine alarmierende Zahl, die man sich immer wieder nachhaltig bewusst machen muß.

Stille Nacht hier – und Terrormeldungen dort. Wie kann das Fest da überhaupt noch unsere Herzen und Seelen erreichen?

Denn das ist es doch, was wir an Weihnachten, dem Fest Christi Geburt, vor allem suchen: dass sich unsere Seele über den Tag erhebt. Dass es wirklich „weihnachtet“ um uns, in uns, in unseren Herzen, wie Theodor Storm es in einem seiner schönsten Gedichte beschrieb.

Den äußerlichen Glanz haben wir. Die Kugeln am geschmückten Christbaum werden immer bunter, die Geschenke immer kostbarer, selbst da, wo es inzwischen finanziell schmaler zugeht.

Keine Sorge also um den äußeren Glanz, auf den wir Menschen so sehr fixiert sind. Das haben wir alle geglaubt, bis uns die Pandemie überrollt hat.

Aber was ist mit dem Glanz tief innen bei uns? Ohne Hass, ohne Verbitterung und Neid! Wo kommt er her, wie können wir ihn für uns gewinnen, diesen inneren Glanz?

Es führen keine Schnellstraßen zu Reichtum und Glück. Eine Kerzenlänge Gefühl reicht nicht. Die Liebe und Herzlichkeit, die wir Weihnachten erfahren, sind schon beglückend. Doch sie sind nur eine Seite der Medaille. Der Schweizer Literatur-Nobelpreisträger Carl Spitteler  (*1845 +1924)  hat einmal  die Formulierung geprägt:  „Menschen zu finden, die mit uns fühlen und empfinden, ist wohl das schönste Glück auf Erden“. Auch diese Hoffnung verbindet die Menschen mit Weihnachten.

Der Pädagoge und Buchautor Rolf Krenzer (*1936  +2007) hat vor einigen Jahren anlässlich des Festes von Christi Geburt folgende Worte geschrieben:

Wann fängt Weihnachten an?

Wenn der Schwache dem Starken die Schwäche vergibt,

wenn der Starke die Kräfte des Schwachen liebt,

wenn der Habewas mit dem Habnichts teilt,

wenn der Laute bei dem Stummem verweilt und begreift,

was der Stumme ihm sagen will,

wenn das Leise laut wird und das Laute still,

wenn das Bedeutungsvolle bedeutungslos,

das scheinbar Unwichtige wichtig und groß,

wenn mitten im Dunkel ein winziges Licht

Geborgenheit helles Leben verspricht und du zögerst nicht,

und du gehst so wie du bist darauf zu,

dann, ja dann,

fängt Weihnachten an!

Denn das Wunder geschieht erst, wenn wir Liebe und Herzlichkeit geben. Das selbst gebastelte Geschenk eines Kindes, die Überraschung für die Partnerin oder den Partner. Der Besuch bei einem Kranken oder Einsamen. Der plötzliche Anruf eines Freundes von weither. Jeder von uns kann zum Frieden  und zur Gerechtigkeit beitragen.

Wenn sich Gegner, ja Feinde zur Versöhnung die Hände reichen, wenn Menschen für Menschen ihre Herzen öffnen, dann wird für uns das Wunder von Bethlehem gegenwärtig.

Das ist die andere, die hellere Seite.

Beschenkt zu werden, das ist schön. Aber Schenken – „sich selber dreingeben“ – das ist der Schlüssel für Weihnachten, das Fest der Liebe und den Friedens. Es gibt keinen anderen Schlüssel.

Weihnachten heißt, mit Hoffnung leben, sich die Hände zur Versöhnung reichen, Fremde aufnehmen, Kranke trösten,  einander helfen, das Gute zu tun, die Tränen trocknen.

Jedes Mal, wenn einer dem anderen Liebe schenkt, wenn die Not des Unglücklichen gemildert wird, wenn Herzen zufrieden und glücklich sind, steigt der Schöpfer herab vom Himmel und bringt uns das Licht:

Das ist die Botschaft zu Weihnachten…

©  Hans-Peter Meyer

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