Dienstag, 20. April 2021

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Chorverband Rheinland-Pfalz sucht den ‚Best Virtual Choir‘

Bis zum 10. Juni können Chöre aus dem Chorverband Rheinland-Pfalz Ihre Videos einsenden: kreativ, witzig, überraschend – einfach gut, sollten die Chorvideos sein. Prämiiert werden die drei sowohl musikalisch als auch visuell ansprechendsten Videos.

„Macht mit und zeigt uns, dass ihr euch von Corona nicht unterkriegen lasst.“ Mit diesen Worten fordern die Mitglieder von Präsidium und Musikrat des Chorverbands Rheinland-Pfalz die Chöre im Verband zur Teilnahme auf. Mit der Ausschreibung spricht der Chorverband alle seine Mitglieds-Chöre an. Dabei spielt das Chorgenre keine Rolle und auch die musikalische Ausrichtung des Chors ist für eine Teilnahme nicht wichtig.

Astrid Vang-Pedersen, Carsten Gerlitz und Christoph Hiller bilden die hochkarätig besetzte Jury, die unter allen eingesendeten Videos die drei Besten auswählen wird. Bis zum 10. Juni sollen die Videos erstellt und auf YouTube geladen werden. Den Link zum Video erhält der Chorverband dann einfach in einer E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. . Aber Achtung: Die Videos sollen aktuell und nicht vor dem 15. März produziert und auf YouTube geladen worden sein.

Bewertet wird die künstlerische Ausführung des Videos auf Bild- und Tonebene. Folgende Kriterien bilden die Prämisse: Die musikalische Umsetzung: Intonation, Dynamik, Artikulation, Interpretation - und die visuelle Umsetzung: Drehbuch/Script, Performance, Schnitt sowie die Korrespondenz zwischen Film- und Tonebene.
DieJurypreise sind mit 1.000, 500 und 300 Euro dotiert. In einem offenen Online-Voting wird darüber hinaus ein Publikumspreis ermittelt. Der Preis für den Gewinner: Ein exklusiv für den Chor geschriebenes Arrangement. „Auch eine Vergabe von weiteren Sonderpreisen ist noch möglich“, so Verbands-Chorleiter Marco Herbert, der qua Amt auch der Vorsitzende des Musikrats des Chorverbands Rheinland-Pfalz ist.

Chöre, die keinen eigenen YouTube-Kanal besitzen, können gerne bei Corinna Simmerkuß unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. anfragen. Im Chorverband wird auch dazu eine Lösung gefunden.

Trotz Corona: Café International findet statt!

So wie die Heilig- Rock Tage überwiegend digital stattfinden, gibt es in diesem Jahr das KAB - Café International – digital.

Talk und Musik mit dem Thema Geflüchtete und Corona können ab dem 17 April auf den online-Plattformen von Bistum Trier und Katholischer Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) abgerufen werden.

Andreas Luce, der das Café International der KAB organisiert, meint: „Ausfallen lassen, war für uns keine Option. Wir wollen die langjährige Tradition mit Talk, Musik und Begegnung auf jeden Fall aufrechterhalten, nachdem schon im letzten Jahr alles abgesagt wurde.“

Im Pressekonferenzraum des Bistums wurde coronakonform (mit vorherigem Schnelltest aller Beteiligten) mit erfahrenen Netzwerker*innen (Claudia Schneider, ehrenamtliche Helferin aus Zemmer, Andreas Flämig, Netzwerker für Integrationsarbeit Caritasverband Trier, Thomas Kupczik, Pastoralreferent im Dekanat Trier, Martha Byrne, Ehrenamtsbegleiterin, Caritas Trier) über die die aktuelle Situation von Geflüchteten gesprochen.

Musikbeiträge von internationalen Künstlern (Andreas Sittmann, Alebi & Shadi und Mohamed Kushari) vervollständigen diesen gelungenen Programm-Mix.

Andreas Flämig gefiel das Format sehr: „Gerne kommen wir im nächsten Jahr alle wieder. Dann aber hoffentlich coronafrei im Kulturzelt am Dom!“

Das Video des Café International ist ab 17. April über: www.kab-trier.de, www.heilig-rock-tage.de
sowie die entsprechenden Facebook- und YouTube-Kanäle abrufbar:

https://www.youtube.com/watch?v=6KXlo34uSgo


„Einen Augenblick, Bitte!“

Jeder kennt diesen Hinweis. Wir klopfen an und öffnen die Tür, um bei einem Sachbearbeiter unser Anliegen vorzubringen.

Aber wir sind zu früh, und uns wird bedeutet, noch einen Moment zu warten: „Bitte warten Sie noch einen Augenblick! Sie sind gleich an der Reihe.“
Mit dieser Antwort geben wir uns zufrieden, denn ein Augenblick währt nur kurz, sozusagen von einem Moment zum nächsten. Ja, zuweilen bedeutet er auch so gut wie sofort, wenn etwas „im selben Augenblick“ oder „augenblicklich“ geschieht. Der Augenblick, so verstehen wir ihn, meint in diesem Sinne eine der kürzesten subjektiv empfundene Zeiteinheiten im Alltag.

Jedoch frage ich mich: Reicht es, den „Augen-Blick“ derart auf eine bloße kurze Zeiteinheit zu reduzieren? Tun wir ihm dem Augenblick da nicht Gewalt an? Denn In Wirklichkeit bedeutet es doch sehr viel mehr, wenn wir von dem „Blick der Augen“ sprechen und sich Menschen „in die Augen blicken“. Dann ist mehr gemeint als nur der Ausdruck einer Blickrichtung. Da schwingt mit die Haltung der Ehrlichkeit, der Aufrichtigkeit, der Achtung des Anderen, oft auch der Liebe zueinander.

Ein solcher Augen-Blick kann über ein ganzes Leben entscheiden – dann nämlich, wenn er jene gefüllte Zeit meint, in der sozusagen „die Liebe überspringt“ und das innere Ja zum anderen auf Gegenliebe und Erwiderung stößt. Ein solcher Augenblick ist geschenkte Zeit, erfüllte Zeit, weit mehr als nur eine kurze Zeiteinheit.

Er ist auch der Moment, da gleichsam Erde und Himmel in uns oder zwischen uns verschmelzen und wir uns dem Göttlichen nahe wähnen. Damit erschließt sich uns auch jenes Symbol, dem wir immer wieder im religiösen Bereich begegnen: das „Auge Gottes“, das seine liebende Gegenwart meint. 

Wir dürfen dankbar für alle Momente sein, in denen wir die Erfahrung derartiger schöner und erfüllter Augen-Blicke erfahren haben.

Sie bereichern unser Leben, sie geben ihm Tiefe. Sie lassen sozusagen „den Funken überspringen“.

So verstanden, sollten wir doch froh sein, wenn man uns sagt: „einen Augenblick, bitte!“ Denn dieses Innehalten, dieses kurze Warten, es kann zu einem der dichtesten Momente unseres Lebens werden.

Und die sollten wir nicht verpassen!

Und aus diesem Grund wünschen wir Ihnen deshalb jenes Innehalten des Augen-Blickes, der uns erfüllt und auch tröstet – und uns eine Ahnung davon vermittelt, dass „ein gutes Auge uns begleitet“.

Von daher lassen Sie sich Zeit für den „Augen-Blick“.

Olaf Erdmann

 

 

 

 

Der WERT und die WÜRDE

„Wie soll das nur weitergehen?!“

Wer so denkt, ist dankbar für einen Halt, ein Licht, oft einen Menschen, der ihm beisteht und nicht wegläuft. Wo ihn aber finden? Diese Erfahrung der Getriebenheit und Unruhe, der Sorge und der Verlassenheit, ja zuweilen der Verzweiflung, auf der einen Seite und zugleich die Suche nach Verlässlichkeit, Halt, innerer Heimat auf der anderen Seite bewegt uns mehr, als uns lieb ist. Gibt es keine Brücke, keine Orientierung, die uns Antwort gibt? Oft genug müssen wir leider feststellen: nein – wir sehen keinen Halt. Jedenfalls nicht auf unserer, der menschlichen Ebene. Wo aber dann sonst?

Die Frage in diesen Krisenzeiten ist immer wieder die: Wem können wir vertrauen? Denn wir brauchen für uns selbst immer wieder einen festen, einen verlässlichen Halt, auf den wir bauen können. Gibt es ihn überhaupt in diesem Leben? An der Antwort scheiden sich heute mehr denn je die Geister.

Dabei ist diese Erfahrung des Vertrauens, der Möglichkeit, sich jemandem anzuvertrauen, ganz elementar für unser Leben und seine Entwicklung. Gewiss wird dadurch das Geschehen auf Weltebene so gut wie nicht beeinflusst. Dafür sind wir zu schwach. Aber sehr wohl die des eigenen Lebens. Denn jedes Vertrauen bedeutet ein Du, dem ich mich anvertraue, ein Stück Heimat, oft auch Geborgenheit, aber auch ein riskantes Unterfangen, denn ich liefere mich dem anderen gleichsam auch aus. Umso wichtiger ist es darum, dieses Vertrauensverhältnis zu schützen und zu pflegen. Denn der eigentliche, dauerhafte Schatz in unserem Leben ist jenes „Du“, jener Mensch, dem wir uns unbesorgt anvertrauen können, von dem wir wissen: Er wird mein Vertrauen nie missbrauchen!

Ein solcher Mensch ist wie der biblische Schatz im Acker. Wer ihn findet, verkauft alles und erwirbt den Acker...

Ich wünsche unserer Gesellschaft in diesem Land sehr, dass Ihr Schatz ­im ­Acker Ihr Vertrauen und Ihre Liebe neu verdient. Seien Sie gewiss: Ein solcher Mensch an Ihrer Seite ist mehr wert als der unnütze Reichtum der Milliardäre.

Lernen wir von daher wieder neu die Grundelemente in unserem Land zu schätzen, dass WERT und WÜRDE keine bloßen WORTE bleiben dürfen. Sie sind die Eckpfeiler gelingenden Lebens auf der ganzen Welt!

Olaf Erdmann

Chorverband Rheinland-Pfalz: Kulturpolitische Arbeit künftig im Fokus

Karl Wolff wurde auf dem diesjährigen Verbandstag, der am 27. März erstmals vollständig virtuell und digital durchgeführt wurde, für eine weitere Amtszeit als Präsident des Chorverbands Rheinland-Pfalz bestätigt. Nach über 15 Jahren Arbeit im Präsidium verabschiedeten die Delegierten Mario Siry.

Als Plattform für den regen Austausch der 75 Teilnehmer diente beim Verbandstag 2021, einmal mehr, das Videokonferenzsystem Zoom; alle Abstimmungen, so auch die Neuwahl des geschäftsführenden und erweiterten Präsidiums, erfolgten über die Onlineplattform ‚digitalwahl.org‘.

Bei den turnusgemäß stattfindenden Wahlen wurden Präsident Karl Wolff, Vizepräsidentin Bildung Christel Bieger, Vizepräsident Verwaltung Tobias Hellmann, Verbandsschatzmeister Franz-Jürgen Mörs und Medienreferent Dieter Meyer in ihren Ämtern bestätigt. Bettina Scholl und Marco Herbert standen für die vakante Position der Verbands-Chorleitung zur Wahl, die Marco Herbert mit 9 Stimmen Vorsprung für sich entschied. Seine ebenfalls neu gewählte Stellvertreterin ist Kristin Knautz-Scholl. Nach über 15 Jahren Präsidiumsarbeit hatte, bereits im Vorfeld des Verbandstages, Mario Siry als Vizepräsident Jugend im Chor seinen Rückzug angekündigt. Siry wurde im Rahmen der gegebenen Situation mit herzlichem Dank von Präsident Wolff verabschiedet. Seine Position wird durch die Chorjugend Rheinland-Pfalz neu besetzt.

Kulturpolitische Arbeit im Fokus der kommenden Amtszeit

„Am 20. April werden wir uns mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer treffen, unter anderem wird dort das Kulturfördergesetz thematisiert“, kündigte Karl Wolff, der am vergangenen Donnerstag bereits in seinem Amt als Vizepräsident des Landesmusikrates Rheinland-Pfalz bestätigt wurde, in seinem Rechenschaftsbericht an. Das Kulturfördergesetz war ebenfalls im letzten Teil der Tagung Gegenstand ausführlicher Diskussion. „Unsere Mitgliedschöre und die Kreis-Chorverbände müssen in einem intensiven Austausch einen Erkenntnisprozess gestalten, um die Frage zu beantworten: Was erwarten wir von einem Kulturfördergesetz?“, so Vizepräsident Tobias Hellmann, der damit die kulturpolitische Arbeit in das Zentrum der neuen Wahlperiode rückte. Er forderte bei aller empfundenen oder vorhandenen mangelnden Wertschätzung der Amateurmusik, wie sie insbesondere in der Corona-Zeit zu Tage getreten sei, einen zweckdienlichen Pragmatismus in dieser Arbeit, warnte vor einem verengten Kulturbegriff.

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