Mittwoch, 23. Januar 2019

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Kulturämter der Region trafen sich in Koblenz

Auf Einladung der Koblenzer Kulturdezernentin Dr. Margit Theis-Scholz trafen sich Mitarbeiter der Kulturämter benachbarten Kommunen im Rathaus. Bereits zum 7. Mal traf man zusammen, um gemeinsame Kulturveranstaltungen wie die diesjährige Veranstaltung "Wein & Musik an besonderen Orten" zu planen. Die Treffen finden mit dem Ziel einer engeren regionalen Zusammenarbeit und Vernetzung statt, ferner sind weitere gemeinsame Veranstaltungen für die Zukunft geplant.
Das Foto zeigt v.l.: Barbara Friedhofen und Celina Klingenberg (Stadt Bendorf), Dr. Christina Runkel-Horre und Jochen Schuth (Stadt Neuwied), Thomas Preußer und Dr. Margit Theis-Scholz (Stadt Koblenz), Claudia Schick (Stadt Mayen), Walter Nouvortne (Stadt Lahnstein), Charlotte Everling (Stadt Andernach), Elena Heth (Stadt Koblenz).

Dänischer Klassik-Preis für die Rheinische Philharmonie

Anlässlich einer Preisverleihung am vergangenen Freitag in Kopenhagen wurde die aktuelle CD-Veröffentlichung des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie, das sich in der Trägerschaft des Landes Rheinland-Pfalz befindet und seinen Sitz in Koblenz hat, mit einem Preis des Radiosenders P2 für die besten Klassik-Alben des letzten Jahres ausgezeichnet.

Der P2-Preis 2018 in der Kategorie „Dänische Alben des Jahres, Klassik“ ging an eine Aufnahme mit  Werken des dänischen Spätromantikers Louis Glass, der von 1864 bis 1936 lebte. Der Komponist erhält oft relativ wenig Aufmerksamkeit, was sich mit der Veröffentlichung seiner Sinfonie Nr. 5 und der Fantasie für Klavier und Orchester durch das Staatsorchester Rheinische Philharmonie mit Daniel Raiskin als Dirigent und der armenisch-dänischen Pianistin Marianna Shirinyan am Klavier nun jedoch geändert hat.

„Daniel Raiskin hat an der Spitze des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie eine würdige Aufnahme einer bedeutenden dänischen Sinfonie geschaffen, die große Aufmerksamkeit verdient“, hieß es unter anderem in der Begründung.

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung, zeigt sie doch, dass die Rheinische Philharmonie zwischenzeitlich auf einem Niveau angesiedelt ist, das die enorme Bedeutung des Klangkörpers in der Region, aber auch weit darüber hinaus im gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland widerspiegelt, die wir mittlerweile genießen“, sagte der Intendant des Orchesters, Günter Müller-Rogalla, dazu.

Neujahrskonzert

MONTABAUR. Zahlreiche Gäste folgten der Einladung zum traditionellem Neujahrskonzert in der Reihe der „Geistlichen Abendmusiken“ in die evangelische Pauluskirche in Montabaur. Unter der bewährten Leitung des studierten Blockflötisten Torsten Greis, der seit Jahren als Dozent und ausübender Musiker die Blockflötenszene und das Konzertwesen in diesem Fach pflegt, musizierten fast 40 Musikerinnen bzw. Musiker auf den unterschiedlichsten Holzblasinstrumenten in der neugotischen Kirche der Wäller Kreisstadt; ins Leben gerufen wurde die Konzertreihe vor Jahr und Tag durch Dekanatskantor Jens Schawaller, deren 40. Konzert an diesem Abend stattfand. Der Vorsitzende des Kirchenvorstandes Montabaur, Thomas Lehnet, begrüßte alle Anwesenden herzlich im Namen der evangelischen Kirchengemeinde Montabaur und eröffnete damit den Konzertabend, zu dessen Beginn mit César Francks „Drei Noels“ Bearbeitungen französisch-romantischer Musik, gespielt im volltönenden Tutti von allen Ensembles gemeinsam, erklangen. Dabei ertönten gleich zu Anfang viele sehr verschiedene Flöten von Sopran-, über Alt-, Tenor- und Bassflöte bis hin zu Großbass, Subbass und Subkontrabass – diese Flöte ist rund zweieinhalb Meter lang und ist im Konzertleben kaum zu erleben – womit ein Ambitus erreicht wurde, der herkömmlichen Ensembles nicht zur Verfügung steht. Das Kammermusikensemble Montabaur musizierte mit Begleitung durch das eigens für dies Konzert in die Pauluskirche gebrachte Cembalo ein viersätziges Concerto des deutschen Barockkomponisten Johann Adolf Scheibe, während das Blockflötenensemble der Lahn-Dill-Akademie Dillenburg mit einer Sonata des etwas jüngeren Tommaso Albinoni den Kontrast zur italienischen Barockmusik herstellte. Das Blockflötenensemble Bad Marienberg erweiterte mit Werken von Louis-Nicolas Clérambault und William Byrd den Kreis europäischer Musik aus Frankreich, Deutschland und Italien nun auch auf England. Mit der Komposition “Breaking Through“ aus dem Jahr 1988 von der Tonschöpferin Gloria Coates (Jahrgang 1938) erklang ein zeitgenössisches Werk, mit dem die junge Blockflötistin Marie Liselott Mehlfeldt zeigte, welche Töne und Geräusche eine Blockflöte auf höchst künstlerische Art und Weise herzustellen in der Lage ist. Die anfängliche Skepsis des Publikums angesichts der modernen und ungewohnten Tonsprache wich sehr schnell andächtigem Staunen, und nach dem letzten Ton dankten die Zuhörerinnen und Zuhörer der jungen Interpretin mit spontanem Applaus für das besondere Erlebnis. Das Renaissance-Ensemble Montabaur machte seinem Namen alle Ehre und brachte einen festlichen Hymnus von Michael Praetorius auf Instrumenten zu Gehör, die den zeitgenössischen Originalen nachgebaut sind. Ein besonderes Klangfarbenerlebnis eröffnete eine barocke Motette anonymer Herkunft, die vielen Sängerinnen und Sängern unter dem Titel „Psallite“ bekannt und beliebt ist: Das Ensemble der Lahn-Dill-Akademie und das Renaissance-Ensemble Montabaur musizierten zunächst die erste Strophe mit Gemshörnern, die zweite Strophe dann mit Blockflöten und Krummhörnern im Wechsel – auch dies sind wieder Instrumente, die in ihrer Bauart ganz den historischen Vorbildern entsprechen und einen Klang zauberten, der im Konzertleben kaum zu hören ist. Weitergeführt wurde dies besondere Klangkonzept mit kurzen, lebhaften Tanzsätzen von Michael Praetorius und Gasparo Zanetti, bei dem das Renaissance-Ensemble Montabaur wieder abwechselnd mit Gemshörnern, Blockflöten und Krummhörnern musizierte. Mit einem Concerto grosso von Francesco Geminiani, gespielt vom Barockensemble Montabaur, und einer Sonate von Antoine Dornel, aufgeführt vom Uccellini-Ensemble Montabaur, begaben sich die vielen musikalischen Akteure auf die Zielgerade dieses hinreißenden und kontrastreichen Konzertes. Mit zwei weiteren Bearbeitungen französischer Weihnachtslieder aus César Francks „L'Organiste“ spannten alle Musikerinnen und Musiker den Bogen zum Anfang dieses ungewöhnlichen Konzertes und musizierten abschließend wieder gemeinsam als fast 40-köpfiges Ensemble. Die Zuhörer bedanken sich mit lang anhaltendem Applaus für ein sehr abwechslungsreiches Konzert bei Torsten Greis und seinen Ensembles.

Verleihung Carl-Zuckmayer-Medaille 2018

Ministerpräsidentin Malu Dreyer würdigt die Sprachkünstlerin Yoko Tawada

Für ihre Verdienste um die deutsche Sprache hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer die deutsch-japanische Schriftstellerin Yoko Tawada mit der Carl-Zuckmayer-Medaille ausgezeichnet. „Die neue Preisträgerin ist eine wahre Sprachkünstlerin, deren Erzählungen, Gedichte, Romane und Theaterstücke ein besonderer Lesegenuss sind. Ihr wunderbares Spiel mit Schrift- und Sprachbildern zeugt von einer großen Leidenschaft und einem besonderen Talent“, sagte die Ministerpräsidentin bei der Verleihung im Mainzer Staatstheater.

Yoko Tawada überschreite sprachliche Grenzen und mache deutlich, was Sprache für Fremdheit und Identität bedeutet. Auch ihre Abhandlungen über sprachtheoretische Fragen hätten eine höchst literarische Qualität. „Yoko Tawadas Werk lässt sich aber nicht auf ihre bi-kulturelle Erfahrung reduzieren. Sie bewegt sich vielmehr global in Sprachwelten und verbindet verschiedene kulturelle Einflüsse zu einem weltgewandten, poetischen Produkt“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Carl Zuckmayer und die Preisträgerin verbinden ihre klare Haltung zum tagespolitischen Geschehen und ihre Bereitschaft, sich für Ideale einzusetzen. In Japan engagierte sich Tawada seit Jahren gegen Atomkraft und jede Form von Krieg und gewaltsamer Auseinandersetzung.

„In ihren Texten schafft sie es, durch höfliche Zurückhaltung Kritik messerscharf zu platzieren. Auch Carl Zuckmayer war ein Aufmüpfiger seiner Zeit, der in seinen Dramen meisterlich persiflierte“, sagte die Ministerpräsidentin.

Die in Tokyo geborene Preisträgerin kam 1982 nach einem Studium der Russischen Literatur nach Deutschland. In Hamburg studierte sie Literaturwissenschaft und promovierte in Zürich bei Sigrid Weigel, die ihren weiteren Werdegang begleitet hat. Die Professorin hielt bei der Verleihung die Laudatio und gab dabei einen sehr fundierten, aber auch persönlichen Einblick in das Leben und Werk von Yoko Tawada. Die Autorin schreibt in Deutsch und Japanisch und wurde für ihr Werk bereits vielfach ausgezeichnet, zuletzt 2016 mit dem Kleist-Preis. Seit 2012 ist Yoko Tawada Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz.

Rund 750 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur, aber auch Schülerinnen und Schüler aus Mainzer Schulen waren zur diesjährigen Verleihung der Carl-Zuckmayer-Medaille ins Mainzer Staatstheater gekommen. Für den Preisträger bzw. die Preisträgerin gibt es traditionell eine Medaille aus Bronze, die von dem Künstler Otto Kallenbach gestaltet wurde. Zur Auszeichnung gehört außerdem ein Fass des von Zuckmayer geschätzten Nackenheimer Weines. Die Verleihung findet immer am Todestag des großen rheinhessischen Dramatikers statt.

Die Trägerinnen und Träger der Carl-Zuckmayer-Medaille seit 1979 sind:

Günther Fleckenstein (1979), Werner Hinz (1980), Georg Hensel (1982), Friedrich Dürrenmatt (1984), Ludwig Harig (1985), Dolf Sternberger (1986), Tankred Dorst (1987), Günter Strack (1988), Hanns Dieter Hüsch (1989), Martin Walser, Adolf Muschg, André Weckmann (1990), Albrecht Schöne (1991), Hilde Domin (1992), Hans Sahl (1993), Fred Oberhauser (1994), Grete Weil (1995), Mario Adorf (1996), Katharina Thalbach (1997), Harald Weinrich (1998), Eva-Maria Hagen (1999), Peter Rühmkorf (2000), Mirjam Pressler (2001), Herta Müller (2002), Monika Maron, Wolf von Lojewski (2003), Edgar Reitz (2004), Thomas Brussig (2005), Armin Mueller-Stahl (2006), Udo Lindenberg (2007), Bodo Kirchhoff (2008), Volker Schlöndorff (2009), Emine Sevgi Özdamar (2010), Hans Werner Kilz (2011), Uwe Timm (2012), Doris Dörrie (2013), Dieter Kühn (2014) und Bruno Ganz (2015), Sven Regener (2016), Joachim Meyerhoff (2017).

Der Kommission unter Leitung von Staatsminister Prof. Dr. Konrad Wolf gehörten an:

Joachim Meyerhoff (Preisträger 2017), Professor Dr. Lothar Bluhm (Universität Koblenz-Landau), Monika Böss (stellvertretende Landesvorsitzende des Verbands deutscher Schriftsteller), Eberhard Duchstein (Buchhändler), Petra Gerster (Moderatorin und Autorin), Professorin Dr. Dagmar von Hoff (Johannes-Gutenberg-Universität Mainz), Peter Krawietz (Präsident der Carl-Zuckmayer-Gesellschaft Mainz e.V.), Melanie Mohr (Staatskanzlei), Markus Müller (Intendant des Staatstheaters Mainz), Petra Plättner (Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz), Professor Dr. Ulrich Port (Universität Trier), Denis Scheck (Literaturkritiker), Susanne Schmaltz (Journalistin) und Dr. Joachim Unseld (Verleger, Frankfurter Verlagsanstalt).


Festung Ehrenbreitstein

Vortrag

Festung Ehrenbreitstein als erste Kultureinrichtung in Rheinland-Pfalz mit Q-Zertifikat Stufe II ausgezeichnet / Seilbahn Koblenz erste Seilbahn mit QZertifikat Stufe II

Dem Besucherbüro der Festung Ehrenbreitstein (Generaldirektion Kulturelles Erbe RheinlandPfalz) sowie der Seilbahn Koblenz wurde erstmals das Zertifikat „Serviceorientiertes Unternehmen - ServiceQualität Deutschland Stufe II“ verliehen.

Im September 2016 fand ein gemeinsames Q-Seminar der Festung Ehrenbreitstein und der Seilbahn Koblenz mit Dozent Oliver Becker statt. Während der 1,5-tägigen Schulung konnten den 13 Teilnehmern wesentliche Q-Instrumente zur Analyse der Servicequalität am Beispiel ihrer beiden Unternehmen vermittelt werden. Nach erfolgreichem Abschluss des InhouseSeminars wurden im Jahresverlauf 2017 in beiden Unternehmen Befragungen von Kunden, Mitarbeitern und Führungskräften sowie MysteryChecks durchgeführt. Aus den Ergebnissen ließen sich konkrete Maßnahmen zur Steigerung der Servicequalität ableiten. Auch konnte ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess angestoßen werden.

Am Ende hat sich der Aufwand gelohnt: Die Festung Ehrenbreitstein wurde als erste Kultureinrichtung in Rheinland-Pfalz mit dem Q-Zertifikat Stufe II ausgezeichnet. Die Seilbahn Koblenz hat die Q-Zertifizierung Stufe II ebenfalls erfolgreich erreicht und ist damit bundesweit die erste Berg-/Seilbahn mit dieser Auszeichnung. Bereits 2015 wurde die erste Stufe des Q-Zertifikats beider Einrichtungen erreicht.

Mit dem Qualitätsmanagementsystem der Initiative ServiceQualität Deutschland strukturieren kleine und mittlere Dienstleistungsunternehmen ihre betriebsinternen Prozesse und optimieren die Dienstleistung mit geeigneten Maßnahmen aus dem Ideenpool der ServiceQualität Deutschland. Für eine Zertifizierung als Q-Gemeinschaft sind Teamgeist, branchenübergreifende Zusammenarbeit und Engagement der teilnehmenden Betriebe gefragt. Im Vordergrund der Bemühungen steht immer die Zufriedenheit der Gäste.

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