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Das Kulturfest Lahneck Live vom 25. bis 27. Mai 2018 in Lahnstein

Das Programm am Samstag - Power-Frauen bei Lahneck Live

Lahnstein. Die Festivalmacher der Lahnsteiner Musikszene e.V. freuen sich sehr, dass sie die zweifach „Echo nominierte“ deutsch-ghanaische Soulsängerin Y´AKOTO verpflichten konnten bei Lahneck Live aufzutreten Mit einer glänzenden Kombination aus Folk, Pop, Soul und afrikanischem Singer/Songwriting wird die 29-jährige am Samstag der Headliner des sympathischen, stil-und spartenübergreifenden Open-Air-Festivals sein.

Auf der zweiten Festivalbühne präsentiert sich am Samstag ein neues Power-Frauen-Kabarettistinnen-Duo: „WANNINGER & BADEY“. Bekannt aus dem Ensemble der „Stunksitzung“ und bissig wie immer wird Biggi Wanninger gemeinsam mit Andrea Badey das Programm „Doppelpack - 2 Komikerinnen geben sich die Ehre“ präsentieren. Wanninger schlüpft auch weiterhin in ihre Paraderollen als Rainer Calmund oder Montserrat Caballé und Badey zeigt dem Teufel was `ne Harke ist und erzählt das alles mit umwerfender Liebe zum Lachen und zum Hinschauen.

Mit ihrem Indie/Brit-Pop werden „WENDY I´M HOME“ alle zum Tanzen bringen. Lilli Rubin aus Mainz und DIVVA aus Koblenz glänzen mit handgemachtem Deutsch-Pop. Fette Beats, treibende Rhythmen, Ecken und Kanten aus Elektro und Rock grooven das Publikum am Samstag ein.

Natürlich kommen auch die männlichen Künstler nicht zu kurz. Für viel gute Laune sorgt die bretonische Band MALTED MILK. Sie verbindet seit zwei Jahrzehnten tiefwurzelnden Südstaaten-Blues mit hitzigem Funkgebläse, beseeltem Soulgesang und rockigem Seitenspiel. Kurz gesagt: Live grooven sie gewaltig! Für alle, die sie beim Lahnsteiner Bluesfestival nicht erlebt haben, ein unbedingtes Muss.

Einen bunten Strauß Musik bietet der Samstagnachmittag: Hier präsentieren sich Bandprojekte der Freiherr-vom-Stein-Schule und der Realschule Plus, die Trash-Drummer der Kreismusikschule Rhein-Lahn, Samba Batucada meets Big Beats, die Showtanzgruppe der Traditionsgarde Rot-Weiß Lahnstein und ein iranisches Gesangsduo.

Im Anschluss werden die Darsteller des Koblenzer Jugendtheaters Ausschnitte aus der erfolgreichen Musicalproduktion „Surfin Summer“ zum Besten geben. Die Jugendlichen nehmen das Publikum mit auf eine unterhaltsame Reise in die 60er-Jahre zwischen Palmen, Bikini, Pilzkopf und Hibiskusblüten.

Folgende Acts sind auf der Rheinbühne zu sehen:

  • Y´AKOTO
  • MALTED MILK
  • WENDY I´M HOME
  • LILLI RUBIN
  • DIVVA

Das sind die Programme auf der Parkbühne:

  • BIGGI WANNINGER & ANDREA BADEY
  • KOBLENZER JUGENDTHEATER
  • TRASH-DRUMMER
  • SAMBA BATUCADA MEETS BIG BEATS
  • SHOWTANZGRUPPE TRADITIONSGARDE
  • BANDPROJEKTE der FREIHERR-VON-STEIN-SCHULE und der REALSCHULE PLUS
  • IRANISCHES GESANGSDUO

4. Kultursymposium thematisiert Kultur und Medien

Dieser Tage kamen zum vierten Mal rund 40 Vertreter von kulturellen Institutionen, Vereinen und Initiativen zum Kultursymposium zusammen und setzten sich intensiv mit dem Schwerpunktthema „Kultur und Medien im Dialog – Konfliktmanagement in der Kulturwirtschaft“ auseinander.

Kulturdezernentin Dr. Margit Theis-Scholz eröffnete das Symposium und begrüßte die Gäste mit einer Einführung in die Themenstellung.

Der Kulturwissenschaftler und Leiter der Kulturredaktion der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ Dr. Stefan Lüddemann referierte über den gegenwärtigen Wandel und die daraus folgenden Entwicklungen im Kulturjournalismus.
Dazu informierte er über die aktuelle Lage der Medienhäuser und der Aufgabe von Kulturjournalisten, das Thema Kultur in den Medien angemessen widerzuspiegeln.

Prof. Dr. Theodor Enders beleuchtete das Thema aus rechtlicher Sicht. Kultur und Medien sind ein Ausdruck der Meinungs- und Pressefreiheit. Dabei sorgen die Medien für Verbreitung und Beachtung von kulturell relevanten Themen. Allerdings wies er auch auf das wichtige Thema des Urheberrechts hin, dessen Relevanz vor allem im digitalen Zeitalter besonders groß ist.

Zum Abschluss moderierte die Leiterin der Kulturredaktion der Zeitung „Die Welt“ Dr. Christiane Hoffmans eine Diskussionsrunde mit Stefan Lüddemann, Kulturdezernentin Theis-Scholz, Saskia Scherhag-König (1. Vorsitzende des Fördervereins des Cafe Hahn, Koblenz), Marianne Lechner (SWR) und Mathias von der Bank (Leiter des Mittelrhein-Museum, Koblenz) über die Zusammenarbeit von kulturellen Trägern und den Medien.
Es wurde deutlich, dass nicht nur der digitale Wandel großen Einfluss auf die Medien- und Kulturlandschaft genommen hat. Auch ein breiter gefächertes Themenspektrum sei zu beobachten.

Zum Muttertag - Eine nachdenkliche Betrachtung

Von Hans-Peter Meyer

Irgendwo habe ich dieser Tage den nachdenklichen Spruch gelesen: „Meine schönste Erfindung, sagt Gott, ist die Mutter.

Am kommenden Sonntag haben wir ihn wieder, den alljährlich im Wonnemonat Mai wiederkehrenden Muttertag. Viele von uns beeilen sich, entsprechend alter Tradition und Gepflogenheit einen Glückwunsch auszusprechen, ein paar Blumen, einem Geschenk zu überreichen.

Aber, so denke ich, Muttertag hat eine mehr als nur kalendernotwendige Bedeutung. Nicht wenige unter uns halten den Muttertag inzwischen für ein kommerzielles Geschäft, was zum Teil sicherlich zutrifft, wenn man einmal an die Annoncen verschiedener Geschäftszweige denkt und diese aufmerksam betrachtet. Muttertag ist mehr. Darüber sollten wir einmal nachdenken. Anerkennung für jene Frauen, die alle Tage, jahraus, jahrein, ihren Kindern und Männern gehören. Deren Arbeit niemals ein Ende hat, die keine Vierzigstundenwoche kennen, kein freies Wochenende. Die immer da sind, ohne Lohnerhöhung, ohne Urlaubsansprüche.

Den Müttern einen Tag zu widmen, war die Idee einer Frau, der 1864 geborenen Amerikanerin Ann Jarvis. Sie verstand sich als Frauenrechtlerin, nahm den Tod ihrer Mutter zum Anlass, den Kreuzzug für den Muttertag zu beginnen. Ann Jarvis starb 1948 weitgehend verarmt in einem Altenheim. Selbst war sie nie Mutter geworden. „Ihr“ Ehrentag“ blieb, 1922 kam er nach Deutschland, zehn Jahre später  wurde er hier als Feiertag auf den zweiten Mai-Sonntag gelegt.

Muttertag ist für uns mehr: Die Mutter hat uns das höchste Gut dieser Welt geschenkt – das Leben. Für die meisten von uns war die Mutter  die wichtigste Bezugsperson in den ersten wichtigsten (Entwicklungs-) Jahren unseres Lebens, sie hat uns begleitet in Freud und Leid, hat am Bett gesessen, wenn wir krank waren, hat uns liebevoll gepflegt, und in späteren Jahren haben wir immer wieder gespürt, dass es die Mutter ist, die an unserem Leben, an unseren Sorgen und Nöten teilnimmt, einspringt, wenn niemand mehr da ist. Das Gefühl des „Angenommensein“, die Geborgenheit, die „offenen Arme“ einer liebenden Mutter ist mehr Wert als alle Reichtümer dieser Welt.

Mutterliebe kann man nicht kaufen – sie kommt aus dem Herzen und gibt es nur umsonst.

Wenn das Licht der Hoffnung in uns so manches mal erloschen scheint, sind es nicht nur Worte, die das Herz einer Mutter ausmachen. Da ist ein Gefühl ohne Worte, das sich nur sehr schwer oder gar nicht beschreiben lässt. Vieles nehmen wir als selbstverständlich an, ohne uns tiefere Gedanken zu machen. Ein „Danke“ zu Lebzeiten ist besser als alle Blumen dieser Welt auf den Gräbern unserer Mütter. Eigentlich soll es das ganze Jahr über Muttertage geben. Wieso können wir der Mutter nicht an vielen Tagen des Jahres  das Gefühl geben, dass sie eine ganz besondere Person ist. Wir haben – so denke ich – an jedem neuen Tag des Jahres die große Chance, nicht mit Gold und Edelstein, sondern mit einem kleinen Geschenk, mit ein paar Blumen, mit einer Anerkennung, einer liebenvollen Geste die Mutter zu überraschen.

Der unvergessene  Camillo Felgen hat in einem seiner Lieder einmal gesungen: „Ich hab’ Ehrfurcht vor schneeweißen Haaren“. Er hat die Mutter im hohen Alter gemeint. Diese Ehrfurcht sollten wir nicht nur am (Kalender-) Muttertag haben oder erst dann, wenn die Mutter für immer von uns gegangen ist.

Der Muttertag hat viele Komponenten. Er sollte anregen zum Nachdenken und zur Dankbarkeit…

(Text und Foto: © Hans-Peter Meyer)

Was ist Christi Himmelfahrt – Eine einfache Darstellung der Bedeutung...

Von Hans-Peter Meyer

40 Tage nach Ostern feiert die Kirche das Fest Christi Himmelfahrt. Die Evangelisten Markus und Lukas erwähnten das Ereignis fast beiläufig. So finden wir im Evangelium des Lukas die lapidare Aussage: „ Und während er sie segnete, wurde er zum Himmel emporgehoben“  (Lk, 24,51)

In der Apostelgeschichte, den Erzählungen aus der Feder des Evangelisten Lukas, die mit Ereignissen  nach der Auferstehung Jesu beginnen , finden sich weitere Hinweise auf die Himmelfahrt Jesu: „Ihnen (den Aposteln) hat er (Jesus) durch viele Beweise gezeigt, dass er lebt: vierzig Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen“ (Apg 1,3)

Und nach der Ankündigung, dass sie die Kraft des Heiligen Geistes empfangen und für ihn bis an die Grenzen der Erde auftreten würden, heißt es: „Als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.

Während sie unverwandt ihm nach dem Himmel emporschauten, standen plötzlich zwei Männer in weißen Gewändern bei ihnen und sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen (Apg, 1,9-11

Im Verständnis der Christen beginnt mit der Himmelfahrt Jesu ein neuer Abschnitt der Heilsgeschichte. Der Tod Jesu und die Nachricht des Engels, dass er  von den Toten auferstanden sei, sind die zentralen Inhalte des christlichen Glaubens. Doch die Kirche in der Nachfolge Jesu baut zudem auf der konkreten Erfahrung mit dem Auferstandenen auf.

Die mit den Sinnen zu erfassende  Präsenz Jesu nach der Auferstehung,   die sich vor allem im gemeinsamen Teilen des Brotes  zeigt, gibt den Aposteln die Gewissheit, dass das mit Jesu Wirken  in der Welt begonnene Heilsgeschehen weiter geht. Nach dem Jesu von den Jüngern gegangen war, so schreibt Lukas im Evangelium, „kehrten sie in großer Freude Nach Jerusalem zurück“ (Lk 24,52b) Was ihnen bleibt, ist die frohe  und froh machende Heils-Botschaft des Gottes, der die Menschen liebt und errettet.

Gottes Eintauchen in die Geschichte der Menschen durch die Person des Mensch gewordenen Sohnes Gottes ist mit der Himmelfahrt  Jesu zu Ende – endgültig. Nun liegt es an den Aposteln und an allen, die in der Nachfolge Jesu stehen. Den Auftrag Jesu in der Welt sichtbar zu machen.

Das ist Christi Himmelfahrt.

Hans-Peter Meyer

 

Der Vatertag – und seine Bedeutung

Von Hans-Peter Meyer

Wohl die meisten Männer, die alljährlich Christi Himmelfahrt als „Vatertag“ begehen, sind sich kaum bewusst, was sie da eigentlich feiern und wie aus einem hohen kirchlichen Feiertag ein weltlicher Brauch entstand.

Um altheidnische Flurbegehungen zu verdrängen, verlegte die Kirche im 5. Jahrhundert die ursprünglichen Bet-, Gang- und Kreuzwochen von vor Ostern auf die Woche vor Christi Himmelfahrt, welches als neues Kirchenfest vierzig Tage nach der Auferstehung gefeiert wird. Man begründete das mit der Apostelgeschichte 1.12, wo die Rückkehr der Jünger vom Ölberg beschrieben ist und Prozessionen an den letzten gemeinsamen Gang Jesu mit seinen Getreuen erinnern sollten. Lange Zeit standen im Mittelpunkt des Festes solche Prozessionen, in bestimmten Regionen bis heute durchgehend der Brauch, andernorts wieder neu auflebend.

Was ursprünglich an den letzen Gang Jesu mit seinen Jüngern erinnern sollte, hat sich nach dem zweiten Weltkrieg bei vielen als regelrechter „Besäufnistag“ entwickelt, wobei die Erinnerung am folgenden Tag meist auf der Strecke bleibt. Aus der Himmelfahrt Christi  entstand ein irdisches Freudenfest, oft ausgedehnt auf das gesamte folgende Wochenende sogar mit Flugbuchungen zum Ballermann 6.

Hier soll keine Moral gepredigt oder an den Ursprung dieses hohen Festtages erinnert werden, es handelt sich lediglich um die Aufzählung von Fakten. Wie kam es zum Vatertag?

Um 1936 entstand in den Niederlanden der Brauch, an Christi Himmelfahrt ein volkstümliches Fest zu veranstalten, welches vor allem von Wirten und Tabakhändlern gefördert wurde. Die noch älter „Berliner Herrenpartie“ führte am gleichen Tag die Väter von Kneipe zu Kneipe, man wanderte, fuhr mit dem Boot über Berliner Seen, sang frohe Lieder, spielte Karten und sprach den alkoholischen Getränken reichlich zu. Es war jedoch ein Brauch der besser gestellten Herren, das einfache Volk konnte es sich aus finanziellen Gründen nicht leisten.

Damals war der Begriff „Vatertag“ noch nicht geboren, aber die „Berliner Herrenpartie“ gilt als Vorläufer.

Durch holländische und deutsche Einwanderer gelangte der Brauch in die USA. Dort wurde unter dem Motto „equal rights for fathers! (gleiches Recht den Vätern) das Auffahrtsfest sozusagen als Ausgleich zum Muttertag begründet, zuerst als Tag der Freiheit und des Dankes, später in urwüchsigere Formen übergehend. Nach dem zweiten Weltkrieg fand die Sitte in Westeuropa, besonders bei trinkfreudigen Männern, eine enorme und schnelle Verbreitung.   Mit dem Wirtschaftswunder stieg auch der Drang immer mehr in diese Richtung, besonders Kegelclubs und Stammtischler machten dem Begriff „Vatertag“ alle Ehre .Er wurde in Westdeutschland zu einer alljährlichen festen Einrichtung. Ob dies der tiefere Sinn des Vatertages ist?

Auch bei uns wird gerne angeführt, es sei ein Ausgleich zum Muttertag, aber dafür gibt es keine sachliche oder historische Grundlage, denn es ist im Grunde ein von den Herren der Schöpfung selbst eingeräumtes Privileg.

Es wäre vielleicht angebracht, einmal intensiver über den Sinn des Vatertages nachzudenken und sich in diesem Zusammenhang die Rolle des „Vater-Daseins“ wieder neu bewusst zu machen.

© Hans-Peter Meyer

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