Mittwoch, 29. Januar 2020

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Landeszentrale für politische Bildung: Erfolgreiches Jahr für Schule ohne Rassismus

Schule mit Courage in Rheinland-Pfalz

Erfolgsgeschichte der Landeskoordination geht 2018 weiter: 16 neue Schulen im Projekt Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage / Jetzt 100.000 Jugendliche in 139 Schulen in Rheinland-Pfalz dabei

Als die Landeszentrale für politische Bildung (LpB) vor zehn Jahren die Landeskoordination des Projekts Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage für Rheinland-Pfalz übernahm, gab es in Rheinland-Pfalz 11 Projektschulen. Ende 2018 haben sich 139 Schulen in Rheinland-Pfalz den Titel Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage verdient. Alleine 2018 kamen 16 neue Projektschulen dazu. Die Zahl der rheinland-pfälzischen Schülerinnen und Schüler im Projekt liegt heute bei etwa 100.000. Die Zahl der Lehrenden erreicht ca. 8.000.

Der Direktor der Landeszentrale, Bernhard Kukatzki freut sich, dass der "rasante Anstieg in Rheinland-Pfalz auch 2018 anhielt. Und 2019 stehen schon weitere zehn Anwärter und 14 Interessierte bereit, sich dem Erfolgsprojekt von Aktion Courage e.V. anzuschließen. Mit neuen Kooperationen können wir Schulen gezielt mit Workshop-Angeboten unterstützen: Dank dafür an medienundbildung.com, die Regionale Arbeitsgruppe Rheinland-Pfalz von Gegen Vergessen für Demokratie e.V. und die AWO Pfalz."

Landeskoordinatorin Anke Lips ergänzt: "Unser diesjähriges Netzwerktreffen mit dem Schwerpunktthema Antisemitismus, das die Landeszentrale im Vorfeld ihrer großen Antisemitismus-Fachtagung am 14./15. Februar 2019 gezielt aufgegriffen hat, war ein voller Erfolg, der auch viel Medienbeachtung fand. Sehr erfreulich war auch, dass die Landeskoordination seit Sommer durch eine weitere Regionalkoordination in der Pfalz unterstützt wird. Damit kann das Angebot für die Schulen vor Ort deutlich gestärkt werden."

Die Landeskoordination
der LpB betreut und berät die Projektschulen in Rheinland-Pfalz, führt landes- und regionsweit Vernetzungstreffen durch, bietet Informationen für interessierte Schulen, vermittelt Workshops, Referenten, Trainings und steht bei Fragen und Problemen mit Rat und Tat den Projektschulen zur Seite. Dabei steht das gesamte Aufgabengebiet der Landeszentrale und der von ihr geleisteten Gedenkarbeit in Osthofen und Hinzert, sowie ihr Publikations- und Veranstaltungsangebot zur Verfügung.

Das Projekt Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage
ist eine Initiative von Schülerinnen und Schülern, die sich aktiv langfristig gegen jede Form von Diskriminierung und Rassismus und für eine tolerante, gewaltfreie und demokratische Kultur in Schule und Gesellschaft engagieren wollen. Das europaweite Projekt, 1988 in Belgien gegründet, läuft in Deutschland seit 1995.
Weitere Infos gibt es bei der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Am Kronberger H
of 6, 55116 Mainz. Telefon: 06131/16-4109; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Adventskonzerte der DekanatsKantorei Montabaur

RWWANSBACH-BAUMBACH / MONTABAUR. Als der „Vater der deutschen Musik“ wurde er bezeichnet – Heinrich Schütz, der große vorbachsche Komponist aus Mitteldeutschland. Und in der Tat genaß der geniale Tonschöpfer eine umfassend-international geprägte musikalische Ausbildung auf der Höhe seiner Zeit in Venedig, deren künstlerische Früchte er im Laufe seines Lebens in Deutschland erntete und veredelte. Mit seiner fünfstimmigen Motette „Also hat Gott die Welt geliebt“ griff er die damals hochmoderne Klangsprache und den lebendigen Duktus des Madrigals auf, den die Dekanatskantorei Montabaur deklamierend und in agogischer Freiheit bei großer Intonationssicherheit umsetzte. Damit eröffnete der Kammerchor des Evangelischen Dekanates Westerwald sowohl in der Evangelischen Kirche von Ransbach-Baumbach, begleitet von Pfarrer Wolfgang Weik, als auch in der Evangelischen Lutherkirche Montabaur die diesjährigen Adventskonzerte unter der bewährten Leitung von Dekanatskantor Jens Schawaller. Mit der Kantate „Muss nicht der Mensch auf dieser Erden“ vom norddeutschen Barockkomponisten Nicolaus Bruhns brachte die Cappella Taboris als das Vokalensemble des Evangelischen Dekanates Westerwald ein kontrastreiches Werk historisch informiert zu Gehör: hierbei sangen Angelika Wies (Sopran), Monika Schlößer (Alt), Hildegard Sthamer (Tenor) und Ingo Jungbluth (Bass) die anspruchsvollen Vokalsoli und Ensemblesätze. Inhaltlich steht in dieser Kantate das biblische Motiv der „Gefährdung und Bewahrung“ im Fokus des Textes, was sich in der Weihnachtshistorie konkret im Konflikt zwischen Herodes und dem neugeborenen Jesus widerspiegelt und im Kindermord von Bethlehem dramatisch seinen Höhepunkt erreicht. Im Orchester, das lebendig, rhythmisch sicher und frisch musizierte, wirkten Cornelia Heppner (Violine), Marie Hesse (Violine), Sophie Jungbluth (Viola da braccia), Anne-Rose Selbach (Viola da braccia), Nina van Someren (Violoncello), Gudula Marxsen (Kontrabass), Andrea Scheugenpflug (Blockflöte) und Lydia Neumann (Blockflöte); die Orgel spielte die bewährte Organistin Susanne Schawaller. Sowohl in den Tuttisätzen als auch in den kammermusikalisch besetzten Formteileilen war das Musizieren zwischen dem Instrumental- als auch dem Vokalklangkörper von großer Dialogfreude und Kommunikationsfähigkeit aller Beteiligten geprägt. Das große Kernwerk der beiden Konzertabende bildete die „Weihnachts-Historie“ von Heinrich Schütz, die in hoch kontrastreicher Disposition den Evangelienbericht dramatisch umsetzt: der Komponist deutet dabei den Textinhalt musikalisch genial aus und entwirft so mit den Stilmitteln der Oper seiner Zeit ein Gesamtkunstwerk. Als Soliloquenten wirkten hierbei neben den Ensemblemitgliedern der Cappella Taboris weiterhin Monika Bathon (Alt), Norbert Busch (Bass) und Michael Müller (Bass) als Solisten. Die ausdrucksstarken Rezitative des Evangelisten sang Dekanatskantor Jens Schawaller (Tenor), die die Handlung des weihnachtlichen Geschehens tragen. Beschlossen wurden beide Konzertabende in den zwei Wäller Kirchen mit einer Choralbearbeitung für Chor und Orchester über das Weihnachtslied „Nun singet und seid froh“, mit der die Dekanatskantorei Montabaur, die Cappella Taboris und das Orchester die Zuhörerinnen und Zuhörer in den Abend entließen. Die Gäste dankten es allen Musikerinnen und Musikern mit einem kräftigen und langanhaltenden Applaus.

Foto: Rita Steindorf

Wenn unser Herz spricht…. Gedanken zu Weihnachten

Von Hans-Peter Meyer

Foto: Eine Weihnachtskrippe – Symbol der Geburt Christi

Und wieder diese Gegensätze: Weihnachten in den Katastrophen-, Krisen- und Kriegsgebieten dieser Welt, nicht nur irgendwo, sondern in Syrien, in Libyen, in Ägypten, in Afghanistan, im Irak, in Pakistan, in Haiti, auf den Philippinen, in Nahost  der gewaltsame  Israelisch-Palästinensische Kriegskonflikt und  in vielen afrikanischen Ländern, aber auch auf europäischem Boden nicht weit entfernt von uns in der Ost-Ukraine. Grausame Bilder. Kinderchöre auf der einen und geschädigter Wald auf der anderen Seite. Erfolgsmeldungen einerseits – Vorurteile und Verleumdungen andererseits. Weltweit gibt es ein Viertel Reiche und drei Viertel Arme. Ein Viertel der Menschheit ist nicht in der Lage, seine Grundbedürfnisse wie Ernährung, Kleidung, Wohnung, Gesundheit und Bildung zu sichern.  Millionen Menschen auf unserem Globus kämpfen täglich um die nackte Existenz. Weltweit sterben jeden Tag 30 000 Kinder an den Folgen von Hunger, Krankheit und Kriegen - eine alarmierende Zahl, die man sich immer wieder nachhaltig bewusst machen muß.

Stille Nacht hier – und Terrormeldungen dort. Wie kann das Fest da überhaupt noch unsere Herzen und Seelen erreichen?

Denn das ist es doch, was wir an Weihnachten, dem Fest Christi Geburt, vor allem suchen: dass sich unsere Seele über den Tag erhebt. Dass es wirklich „weihnachtet“ um uns, in uns, in unseren Herzen, wie Theodor Storm es in einem seiner schönsten Gedichte beschrieb.

Den äußerlichen Glanz haben wir. Die Kugeln am geschmückten Christbaum werden immer bunter, die Geschenke immer kostbarer, selbst da, wo es inzwischen finanziell schmaler zugeht.

Keine Sorge also um den äußeren Glanz, auf den wir Menschen so sehr fixiert sind.

Aber was ist mit dem Glanz tief innen bei uns? Ohne Hass, ohne Verbitterung und Neid! Wo kommt er her, wie können wir ihn für uns gewinnen, diesen inneren Glanz?

Es führen keine Schnellstraßen zu Reichtum und Glück. Eine Kerzenlänge Gefühl reicht nicht. Die Liebe und Herzlichkeit, die wir Weihnachten erfahren, sind schon beglückend. Doch sie sind nur eine Seite der Medaille. Der Schweizer Literatur-Nobelpreisträger Carl Spitteler  (*1845 +1924)  hat einmal  die Formulierung geprägt:  „Menschen zu finden, die mit uns fühlen und empfinden, ist wohl das schönste Glück auf Erden“. Auch diese Hoffnung verbindet die Menschen mit Weihnachten.

Der Pädagoge und Buchautor Rolf Krenzer (*1936  +2007) hat vor einigen Jahren anlässlich des Festes von Christi Geburt folgende Worte geschrieben:

Wann fängt Weihnachten an?

Wenn der Schwache

dem Starken die Schwäche vergibt,

wenn der Starke

die Kräfte des Schwachen liebt,

wenn der Habewas

mit dem Habnichts teilt,

wenn der Laute

bei dem Stummem verweilt

und begreift,

was der Stumme ihm sagen will,

wenn das Leise

laut wird

und das Laute still,

wenn das Bedeutungsvolle

bedeutungslos,

das scheinbar Unwichtige

wichtig und groß,

wenn mitten im Dunkel

ein winziges Licht

Geborgenheit

helles Leben verspricht

und du zögerst nicht,

und du gehst  so wie du bist

darauf zu,

dann, ja dann,

fängt Weihnachten an!

Denn das Wunder geschieht erst, wenn wir Liebe und Herzlichkeit geben. Das selbst gebastelte Geschenk eines Kindes, die Überraschung für die Partnerin oder den Partner. Der Besuch bei einem Kranken oder Einsamen. Der plötzliche Anruf eines Freundes von weither. Jeder von uns kann zum Frieden  und zur Gerechtigkeit beitragen.

Wenn sich Gegner, ja Feinde zur Versöhnung die Hände reichen, wenn Menschen für Menschen ihre Herzen öffnen, dann wird für uns das Wunder von Bethlehem gegenwärtig.

Das ist die andere, die hellere Seite.

Beschenkt zu werden, das ist schön. Aber Schenken – „sich selber dreingeben“ – das ist der Schlüssel für Weihnachten, das Fest der Liebe und den Friedens. Es gibt keinen anderen Schlüssel.

Weihnachten heißt, mit Hoffnung leben, sich die Hände zur Versöhnung reichen, Fremde aufnehmen, Kranke trösten,  einander helfen, das Gute zu tun, die Tränen trocknen.

Jedes Mal, wenn einer dem anderen Liebe schenkt, wenn die Not des Unglücklichen gemildert wird, wenn Herzen zufrieden und glücklich sind, steigt der Schöpfer herab vom Himmel und bringt uns das Licht:

Das ist die Botschaft zu Weihnachten…

©  Hans-Peter Meyer

Bad Kreuznacher Literaturpreis geht auch an Bad Salziger ZDF-Nachrichtenredakteur

Autorengruppe Eulenfeder mit Markus Bach erhält Kulturpreis der Nahe-Stadt

Bad Salzig/Bad Kreuznach. Der aus Bad Salzig stammende ZDF-Nachrichtenredakteur Markus Bach (59) ist gemeinsam mit seinen Schriftsteller-KollegInnen von der Autorengruppe Eulenfeder mit dem Literaturpreis der Stadt Bad Kreuznach für das Jahr 2017 ausgezeichnet worden. Den Kulturpreis in der Sparte Literatur vergibt die Nahe-Stadt alle vier Jahre. Die aktuelle Auszeichnung für den mit 2.500 Euro datierten Preis wird am 9. Januar in Bad Kreuznach im Rahmen einer Feierstunde im Haus des Gastes ab 18 Uhr an die AutorInnen der Eulenfeder überreicht.

Der bei der Rhein-Zeitung ausgebildete Redakteur Markus Bach verbrachte als Sohn von Maria Bach (geb. Salzig) und Josef Bach die ersten 18 Jahre seines Lebens in Bad Salzig. Nach vielen Stationen inklusive eines zweijährigen Aufenthalts in Italien lebt der Politologe seit Ende 2007 mit Frau und Tochter in Bad Kreuznach. Seit 20 Jahren ist er als Nachrichtenredakteur für das ZDF tätig. Der Schriftsteller gastierte im Jahr 2016 mit seinem zeitkritischen Lyrik-Programm „Blicke in eine andere Welt“ auch in Bad Salzig.

Bachs Texte finden Anerkennung in der Literatur-Szene. Sein Gedicht „Treuer Freund“ wurde mit der Aufnahme in den deutschlandweiten Sammelband der Frankfurter Brentano-Gesellschaft ausgezeichnet. Das Werk zum Tabu-Thema Tod hat dadurch in der Kongress-Bibliothek Washington und in der Pariser National-Bibliothek seinen Platz gefunden.

Markus Bach, Enkelsohn des Bad Salziger Nikolauslied-Texters Peter Salzig, hat kürzlich ein Schauspiel in drei Akten zum Thema „Zuflucht – ein Traum von Liebe“ geschrieben. Dabei geht es ihm vor allem um klare Positionen gegen Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus. Wer Bachs Schauspiel aufführen möchte, kann sich per Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. gerne an den Schriftsteller wenden.

Bach sieht sich mit seiner Literatur vor allem als Sprachrohr von Menschen am Rand der Gesellschaft: Obdachlosen, Arbeitslosen und Flüchtlingen will er Sprachrohr sein.

Sankt Nikolaus – Ursprung und Brauchtum

Die Figur des heiligen Nikolaus und seine Geschichte.

Von Hans-Peter Meyer

Der legendäre Nikolaus ist eine Verschmelzung aus zwei historischen Personen: dem Bischof Nikolaus von Myra im kleinasiatischen Lykien, der wahrscheinlich im 4. Jahrhundert gelebt hat, und dem gleichnamigen Abt von Sion, der Bischof von Pinora war, und am 10. Dezember 564 in Lykien starb.

Aus diesen beiden historischen Personen entwickelte sich die ab dem 6. Jahrhundert in Legenden zu findende sagenumwobene Figur des wundertätigen Bischofs von Myra.

St. Nikolaus ist seit jeher einer der populärsten christlichen Heiligen.

Nikolaus ist insbesondere der Schutzpatron der Seefahrer, reisenden Händler, Ministranten und Kinder.

In der orthodoxen Kirche ist seine Verehrung seit dem 6. Jahrhundert belegt, als Justinian I. in Konstantinopel eine ihm geweihte Kirche errichtete.

Nach Deutschland kam der Nikolauskult im 11. Jahrhundert, vermutlich durch Theophanu, die byzantinische Frau Ottos des Zweiten.

Ab dem 17. Jahrhundert bekam der Nikolaus Furcht einflößende Gehilfen als Begleiter zur Seite gestellt.

In Deutschland Knecht Ruprecht oder Hans Muff, in der Schweiz Schmutzli, in Österreich den Krampus, in Luxemburg den Housecker, in den Niederlanden den Zwarte Piet.

Das Gedenken an den Bischof von Myra ist katholischen Ursprungs und wurde von Martin Luther abgeschafft.

Doch der Brauch lebt bis zum heutigen Tage weiter!

Bei uns wird Sankt Nikolaus oft auch der „Heilige Mann“ genannt.

In anderen Ländern ist Nikolaus auch unter folgenden Namen bekannt:

Klass, Sint Nicolaas, Sveti Nikola (Serbien), Sinterklaas (Niederlande), Samichlaus (Schweiz) oder Kleeschen (Luxemburg). Father Christmas (England), Père Noël (Frankreich), Noel Baba (Türkei), Santa Claus (Nord-Amerika), Papai Noel (Brasilien).

Einst war er auch der Gabenbringer an Weihnachten.

In Mitteleuropa wurde er zunehmend vom Christkind (Kunstfigur von Martin Luther erfunden, der damit sein Vorhaben, den heiligen Nikolaus abschaffen zu wollen, untermauerte) verdrängt.

Später wurde das Christkind durch den Weihnachtsmann und in heutiger Zeit zunehmend durch den amerikanischen Santa Claus ersetzt.

Das Sankt-Nikolaus-Brauchtum

Seit 1555 ist Nikolaus als Gabenbringer der Kinder belegt.

Der evangelische Theologe Kirchmeyer schrieb: "Vor dem St. Nikolaustag legen Mütter für ihre Kinder Geschenke und eine Rute bereit".

Nikolaus beschenkte die Kinder damals mit Nüssen, Kletzenbrot und Dörrobst, aber auch mit Kleidung und anderen nützlichen Dingen des täglichen Lebens.

Auch heute noch stellen Millionen Kinder am Nikolausabend (05.12.) oder am Nikolaustag (06.12.), dies ist hierzulande regional unterschiedlich, Schuhe, Stiefel oder Teller vor die Tür, damit der Heilige Mann sie auf seinem Weg durch die Nacht mit Erdnüssen, Mandarinen, Schokolade, Lebkuchen und anderen Leckereien füllen kann.

Indessen bringt der Nikolaus nicht nur Geschenke: In vielen Gegenden beschenkt und lobt er die guten Kinder, während er die bösen tadelt und durch Schläge mit einer Rute bestraft.

Welche Kinder im letzten Jahr gut und welche böse waren, liest er in seinem "goldenen Buch".

Viele Eltern laden ehrenamtliche oder bezahlte Nikolause ein, den Kindern  zu Hause eine derartige "Predigt" zu halten, die jedoch stets mit einer Bescherung endet.

Viele Kinder schicken in der Vorweihnachtszeit Briefe an St. Nikolaus, Christkind oder Weihnachtsmann.

Diese werden in extra eingerichteten Weihnachtspostämtern gesammelt und zumeist auch beantwortet.

In Deutschland schreibt man beispielsweise an das Christkinddorf Himmelpforten.

Zig-Tausende von Briefen aus aller Welt werden dort seit 1966 beantwortet.

Der Nikolaus-Schuh

Der bekannteste Brauch zum Nikolaustag ist der, dass die Kinder ihre geputzten Schuhe oder auch Strümpfe am Vorabend ans Fenster oder vor die Tür stellen bzw. hängen und der Nikolaus diese über Nacht mit Süßigkeiten und Geschenken füllt.

Schon in einem alten Vers heißt es:

"Sankt Nikolaus, leg mir ein,

was dein guter Wille mag sein.

Äpfel, Nüsse, Mandelkerne

essen kleine Kinder gerne!"

© Hans-Peter Meyer

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