Mittwoch, 19. Juni 2019

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Ausstellung zu jüdischen Lebenswelten in Deutschland mit Vernissage eröffnet

Ringvorlesung startet am 26. April

KOBLENZ. Mit großer Resonanz ist die Ausstellung „Jüdische Lebenswelten in Deutschland heute“ an der Hochschule Koblenz eröffnet worden. Sie wird bis 17. Juni im Foyer des RheinMoselCampus in der Konrad-Zuse-Straße 1 zu sehen sein, zeitgleich mit der Ausstellung „Neue Synagoge Koblenz“ von Architektur-Studierenden der Hochschule.

Die Ausstellung veranschaulicht anhand von Porträttafeln die Vielfalt jüdischer Biografien im 21. Jahrhundert und zeigt auf, dass sich die deutsch-jüdische Geschichte nicht auf den Holocaust beschränkt. Bei der Auswahl der meist jungen Protagonistinnen und Protagonisten wurde sorgsam darauf geachtet, die Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland sichtbar zu machen. Die Tafeln werfen dabei Schlaglichter auf ausgewählte Ereignisse und sollen zu einer tiefgreifenderen Auseinandersetzung mit der deutsch-jüdischen Geschichte anregen. Die Ausstellung ist ein Projekt der Zeitbild Stiftung und wird vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert. (Foto: Die beiden Organisatoren der Ausstellung mit Felix Eitel ("Demokratie Leben!" RLP). Foto: Demokratie Leben! RLP)

Im Mittelpunkt der Vernissage stand der Vortrag von Prof. Dr. Brumlik vom Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, der über die Geschichte der Juden in Deutschland von der Nachkriegszeit bis heute referierte. Er zeigte unter anderem auf, wie sich seit Ende der 1940er Jahre wieder jüdische Gemeinden in Deutschland gründeten und welche jüdischen Persönlichkeiten an der intellektuellen Neugründung Deutschlands beteiligt waren.

Die Initiatoren Prof. Dr. Bundschuh und Prof. Dr. Wyrobnik aus dem Fachbereich Sozialwissenschaften unterstrichen in ihrer gemeinsamen Eröffnung der Vernissage die lange Geschichte und Tradition von Juden und Judentum im Rheinland.

Irit Wyrobnik hob dabei hervor, dass vor allem in den Städten Speyer, Worms und Mainz die jüdische Kultur im 11. Jahrhundert aufblühte und jüdische Gelehrte, Künstler und Geschäftsleute Teil der Gesellschaft waren. Sie betonte: „Die Kombination aus Ausstellungen, Vorträgen im Rahmen der Ringvorlesung, Filmen und kulturellem Beisammensein ist ein Angebot, sich längerfristig und auf verschiedenen Wegen mit jüdischem Alltag zu beschäftigen.“ Sie verwies auch auf den Büchertisch der Hochschulbibliothek, auf dem ausleihbare Literatur zum Thema präsentiert wurde. Stephan Bundschuh verband mit der Ausstellung die Hoffnung, durch die Sichtbarmachung verschiedener Lebenswelten zum Abbau bestehender Vorurteile, fälschlicher Annahmen und möglicher Berührungsängste beizutragen. Er sagte: „Hoffentlich fördert unser Vorhaben den Dialog zwischen Juden und Nichtjuden bei uns.“

Die Grußworte des Präsidenten der Hochschule Prof. Dr. Bosselmann-Cyran, der Koblenzer Kulturdezernentin Frau Dr. Theis-Scholz und von Prof. Dr. Herrmanns, der für die Synagogen-Ausstellung verantwortlich zeichnet, unterstrichen die besondere Bedeutung der Ausstellung für Stadt und Hochschule.

Die Ausstellung „Jüdische Lebenswelten in Deutschland heute“ wird von einer Ringvorlesung begleitet. Im ersten Vortrag am 26. April spricht Rabbiner Julian-Chaim Soussan zum Thema „Jüdische Religion heute“. Im zweiten Vortrag am 3. Mai referiert Rabbinerin Prof. Dr. Elisa Klapheck über „Frauen im Judentum heute“. Den Abschluss bildet am 24. Mai der Vortrag „Herausforderungen politischer Bildung und Empowermentarbeit“ von Marina Chernivsky (ZWST). Die Vorträge finden jeweils donnerstags ab 14.00 im Raum A 250 statt.  Der Eintritt zur Ausstellung und zu allen Vorträgen ist frei.

Ausstellung und Ringvorlesung werden an der Hochschule Koblenz vom Allgemeinen Studierendenausschuss, dem Fachbereich Sozialwissenschaften, dem Gleich-stellungsbüro, der Hochschulbibliothek sowie dem Institut für Forschung und Weiterbildung organisiert. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden sich unter www.hs-koblenz.de/judentum.

LebensWert Arbeit – Wo bleibt der Mensch bei 4.0?

Spannender Auftakt einer Reihe zum Thema Digitalisierung

Arbeit 4.0 ist ein fester Bestandteil aktueller Diskussionen und Berichterstattungen. Der Begriff vereint zukunftsweisende Ideen der Digitalisierung, von Automatisierung bis Cloudworking und bezeichnet den derzeitigen massiven Umbruch in der Arbeitswelt. Robotik und Automatisierung bieten der Wirtschaft scheinbar grenzenlose und faszinierende Möglichkeiten, doch der digitale Wandel vollzieht sich nicht nur auf diese Ebene. Auch die Art, wie wir zukünftig arbeiten, verändert sich grundlegend, neue Varianten der Einteilung von Arbeit und Freizeit werden möglich.

Im Vorfeld einer dreiteiligen Reihe hatten am 15. April die drei Veranstalter Themenschwerpunkt Arbeit im Bistum Trier, die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und das Kolpingwerk Trier zu einer Auftaktveranstaltung eingeladen.

Mit fast achtzig Personen war der Raum so gefüllt, dass Zuspät-Kommer gar nicht mehr hinein kamen.

Referent Prof. Dr. Armin Schneider von der Hochschule Koblenz beleuchtete auf gut verständliche und unterhaltsame Weise verschiedenste Aspekte der Digitalisierung. Er zeigte auf, dass immer Ängste und Hoffnungen mit (technischen) Entwicklungen verbunden sind. Welche Vorteile und Nachteile letztlich eintreten hängt zumeist daran, wie die Entwicklungen gestaltet werden.

Das wurde auch deutlich in der anschließenden Diskussion mit Josef Holtkotte, dem Präses des Kolpingwerkes Deutschland und dem Publikum. Wir alle nehmen durch unser Handeln Einfluss auf Entwicklungen. Gerade auch Sozialverbände wie Kolping und die KAB, aber auch kirchliche Bildungsträger können durch Bewusstseinsbildung in allen Bereichen der Gesellschaft zur Reflexion von Vor- und Nachteilen und einer vorausschauenden (Mit-)Gestaltung beitragen. Sich zur Bewertung Zeit zu nehmen und nicht jede Meldung unhinterfragt zu glauben, ist immer ratsam.

Am 7. September findet von 17.00 bis 19.00 Uhr im Priesterseminar in Trier die nächste Veranstaltung statt: Digitalisierung und Gender.

Den Impulsvortrag hält Prof. Dr. Ingrid Kurz-Scherf.

Es diskutieren: Claudia Winter (Universität Trier), Lucia Schneiders-Adams (KAB) und Christian Z. Schmitz (IG Metall)

Nach der Veranstaltung findet eine Vorabführung durch die Fotoausstellung „Frauenarbeit hat viele Gesichter“ des KDFB in der Jesuitenkirche statt.

Kulturfrühstück: Impulse für das Koblenzer Kulturleben

Auf Einladung von Kulturdezernentin Dr. Margit Theis-Scholz fand am vergangenen Samstag das 5. Koblenzer Kulturfrühstück statt. In lockerer Atmosphäre begegneten sich zahlreiche Akteure und Engagierte aus den verschiedensten Koblenzer Kultursparten, aus der Wissenschaft und dem Vereinsleben. Das Kulturfrühstück dient der gegenseitigen Vernetzung und Informationsweitergabe, der Dialogstärkung sowie der inhaltlichen Weiterentwicklung des Koblenzer Kulturraums. Daneben geht es der Kulturdezernentin auch darum, Impulse, Anregungen und Wünsche von einzelnen Akteuren für die zukünftige städtische Kulturarbeit zu erhalten.

Zu Beginn berichtete die Kulturdezernentin über vergangene, aktuelle und sich in Planung befindende Projekte und Veranstaltungen des Kulturamts. Im Anschluss hatten die Anwesenden Gelegenheit ihre eigenen Projekte vorzustellen. Die Ausführungen der Dezernentin bezogen sich diesmal auf Projekte aus den Bereichen Erinnerungskultur, Literatur im öffentlichen Raum, kulturelle Nutzung der Festungsanlagen, die Konzeption eines jungen Kulturkalenders für Koblenz, die regionale Zusammenarbeit im Kulturbereich und weitere Einzelprojekte.

Über das Kulturfrühstück hinaus bietet die Kulturdezernentin nun auch seit längerem eine offene Kultursprechstunde an. Jeweils am 4.Montag des Monats, ab 16:00 Uhr mit vorheriger Vereinbarung unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

„Kunst im Karree“ ist Teil der Kultursommer-Eröffnung

Ein Dutzend Kunsthöfe wartet in der Innenstadt auf Besucher

„Kunst im Karree“: Das ist ein fester, jährlicher Bestandteil der Neuwieder Kulturszene. Zum mittlerweile neunten Mal verwandelt die Veranstaltung am 28. und 29. April den alten Stadtkern Neuwieds rund um Marktplatz, Rheinstraße und Herrnhuter Viertel in eine Kunstmeile. Doch dieses Jahr wird die Besucherzahl sicherlich noch deutlich höher ausfallen als in den Vorjahren, ist „Kunst im Karree“ doch Teil der offiziellen Eröffnungsfeierlichkeiten zum Kultursommer.

Darüber freuen sich die beiden Organisatoren Ulrich Adams und Volker Frohneberg. Sie geben wieder mehreren Dutzend Künstlern aus der Region die Möglichkeit, ihre Werke einer größeren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Und wie immer können Adams und Frohneberg wieder neue attraktive Ausstellungsorte präsentieren. In diesem Jahr sind das der Kunsthof an der Rheinstraße 36 und das Kunstloft im zweiten Innenhof an der Pfarrstraße 18. Insgesamt sind es zwölf, teils nur wenige Meter auseinanderliegende Stätten, an denen Kunstliebhaber eintauchen können in die Welt der Maler, Bildhauer, Skulpturisten  und Fotografen. Außerdem gibt es auch Werke aus  Keramik, Leder, Papier und Stoff zu bestaunen. Ein kleines Faltblatt informiert die Besucher über die einzelnen Ausstellungsorte.

Neben dem Kultursommer und der Stadt Neuwied unterstützen auch GSG, SWN und die Sparkasse Neuwied „Kunst im Karree“. Zur Eröffnung am Samstag, 28. April, um 11 Uhr im Kunsthof Schmitt, Pfarrstraße 18, spricht Charlotte Fichtl-Hilgers. Die Kunsthöfe sind am 28. und 29. April jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Kunstausstellung im Kreishaus

Diethilde Bender stellt bis 9. Mai aus

KREIS MYK. Die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz hat erneut ihre Pforten für die Kunst der Region geöffnet. Noch bis 9. Mai sind im 2. Obergeschoss des Kreishauses Werke von Künstlerin Diethilde Bender (links) zu sehen.

Anlässlich der Vernissage fand Hausherr Landrat Dr. Alexander Saftig begeisterte Worte für die Ausstellung: „Die Künstlerin bringt die schönsten Flecken unseres Landkreises auf die Leinwand. Den Werken möchten wir eine Plattform bieten und stellen unsere Räumlichkeiten dafür gerne zur Verfügung. Wir freuen uns auf viele Besucher.“ Die Kunstausstellung im Kreishaus ist montags bis donnerstags, 8 bis 16 Uhr, und freitags 8 bis 12 Uhr, in der Bahnhofstraße 9, in Koblenz zu sehen.

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