Samstag, 20. April 2019

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Karl Kardinal Lehmann

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Sind in Gedanken bei Kardinal Lehmann

„Als Ministerpräsidentin bin ich, ebenso wie die Landesregierung, in Gedanken bei Kardinal Lehmann“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Ich schließe ihn in meine Gebete mit ein, Trost und Vertrauen für das letzte Wegstück mögen ihn begleiten. Ich wünsche Kardinal Lehmann Frieden, einen glücklichen Blick auf sein reiches Wirken und Gottes Segen“, so die Ministerpräsidentin.

Das Bistum Mainz bangt um das Leben des emeritierten ehemaligen Bischofs von Mainz und hat die Gläubigen gebeten, Kardinal Lehmann in ihr fürbittendes Gebet aufzunehmen.

Frauen nahmen Surinam in den Focus

Weltgebetstag lockte mehr als 2000 Menschen in Kirchen und Gemeindehäuser des Kreises – Dekanin stolz auf ehrenamtliche Bewegung

RHEIN-LAHN. (4. März 2018) Ganz im Zeichen des südamerikanischen Staates Surinam standen am Wochenende Kirchen und Gemeindehäuser im Rhein-Lahn-Kreis. Frauen aus dem kleinen Land an der Nordostküste Südamerikas hatten die Liturgie zum diesjährigen Weltgebetstag verfasst, der in diesem Jahr wieder mehr als 2000 Frauen und einige wenige Männer zu den ökumenischen Feiern lockte.

„Gottes Schöpfung ist sehr gut!“, war diesmal das Motto des Weltgebetstages. Wie diese in Surinam nicht zuletzt auch durch das Verhalten in Industrienationen in Gefahr gerät, wurde unter anderem thematisiert. Menschenunwürdige Produktionsbedingungen, die Abholzung des Regenwaldes, zu viel Müll und die Quecksilbervergiftung von Böden und Wasser durch den Abbau von Gold wurden in den Texten und Gebeten aufgegriffen.

„Mich macht die Weltgebetstags-Bewegung stolz“, sagte Dekanin Renate Weigel, die in der katholischen Kirche von Pohl an der Feier teilnahm und die Teilnehmenden zum Abschluss segnete. „Frauen organisieren sich international, überkonfessionell und solidarisch“, so die evangelische Theologin. Für das gemeinsame Gebet würden Grenzen überschritten und fremde Länder entdeckt. „Mit Singen und Tanzen und Essen wird deutlich, dass gemeinsame Wege mehr brauchen als den Kopf und Nachdenken. Mit Leib und Seele geht es manchmal leichter“, so Weigel, die besonders freute, dass dies nicht von Leitungspersonen und Amtsinhaberinnen zustande gebracht wird, sondern von Frauen aus den Gemeinden weltweit. „Da bin ich mit Schwestern groß und stolz und freue mich, dass auch Brüder dabei waren.“

Die politische Perspektive kommt dabei nicht zu kurz. „Lasst uns gemeinsam in unserem Alltag konkrete Wege gehen, um die Schöpfung zu bewahren“, hieß es da und : „Lasst uns unsere Regierungen, Kirchen und Familien in die Pflicht nehmen, die Erde für zukünftige Generationen zu schützen.“ Neben den Bitten und Texten bildete die Musik einen Schwerpunkt der Veranstaltungen. Die meist flotten Lieder wurden vom Band eingespielt oder auch mit Orgel, Klavier, Gitarre und Flöte begleitet. Außerdem wartete in vielen Gemeinden ein leckeres nach südamerikanischen Rezepten zubereitetes Essen auf die Gäste des Weltgebetstages.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde er in den USA und Kanada als Ausdruck internationaler Frauensolidarität von christlichen Frauen gegründet. Aus ihrem konfessions-übergreifenden Gebet ist die größte ökumenische Bewegung weltweit entstanden. Die Liturgien werden immer noch von Frauen der jeweiligen Gastgeberländer zusammen gestellt. In der Mehrzahl wird er auch im Dekanat Nassauer Land vom weiblichen Geschlecht vorbereitet; allerdings nahmen am Wochenende auch einige Herren an den Gebetstreffen teil.

Fotos:

Bunt geschmückte Kirchen und Gemeindehäuser, landestypische Kleidung und leckeres, meist scharf gewürztes Essen nach südamerikanischen Rezepten brachten am Wochenende beim Weltgebetstag das Leben von Frauen aus Surinam den Gottesdienstbesuchern im Rhein-Lahn-Kreis näher.

Jugend-Engagement-Wettbewerb

Engagierte Kinder und junge Erwachsene präsentieren ihre Ideen für die Zukunft Rheinland-Pfalz

„Sich einmischen – was bewegen“ – unter diesem Motto wurden heute zum vierten Mal engagierte Kinder und junge Erwachsene im Rahmen des Jugend-Engagement-Wettbewerbs ausgezeichnet. Der Wettbewerb, der gemeinsam von Ministerpräsidentin Malu Dreyer und der Bertelsmann Stiftung ins Leben gerufen wurde, möchte junge Menschen zum Engagement in Politik und Gesellschaft ermutigen: „Wir wollen ihre Ideen ernst nehmen. Denn Demokratie muss sich fortlaufend weiterentwickeln, um zeitgemäß zu sein. Auch der Demokratie tut es gut, wenn sie ´jung´ gedacht wird“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Ausschreibung des Wettbewerbs.

Zahlreiche Projekte aus ganz Rheinland-Pfalz, die sich mit den Themen und Anliegen des „jugendforums rlp“ auseinandersetzen, hatten sich um den Preis beworben. Heute wurden 31 von ihnen im Rahmen einer Feierstunde in der Mainzer Staatskanzlei von der geschäftsführenden Bundesjugendministerin Dr. Katarina Barley, Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig und Dr. Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, ausgezeichnet.

„Demokratie lebt davon, dass alle mitmachen. Deswegen kommt dem Engagement junger Menschen für Politik und Gesellschaft eine wichtige Bedeutung zu. Es ist beeindruckend, wie motiviert und zielgerichtet die Preisträgerinnen und Preisträger ihre Projekte auf die Schiene gesetzt haben und auch weiter verfolgen“, so Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig.

Die jungen Engagierten im Alter von zwölf bis 25 Jahren beindruckten die Jury durch Vielfalt und Ideenreichtum. Die Schülervertretung des Eleonoren-Gymnasiums in Worms hat beispielweise eine App entwickelt, die es ermöglicht, die Mitschülerinnen und Mitschüler stärker in Entscheidungen miteinzubeziehen und die Arbeit der Schülervertretung transparenter zu gestalten. Neben einer Abstimmungsfunktion bietet die App außerdem die Möglichkeit, ein digitales Hausaufgabenheft zu führen, die Nachhilfebörse einfach zu nutzen und Stundenpläne einzusehen.

Die „Schule ohne Rassismus AG“ des Mons-Tabor-Gymnasiums in Montabaur organisiert beispielsweise alle zwei  Jahre eine „Courage-Woche“. In dieser Woche werden den Schülerinnen und Schülern Workshops rund um die Themen Toleranz und Vielfalt angeboten.

Bildungsministerin Stefanie Hubig bedankte sich im Namen der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei allen, die den Jugendwettbewerb ermöglicht und sich daran beteiligt haben: ,,Die eingereichten Projekte sind ein Beweis dafür, dass wir ein echtes Engagement-Bundesland sind – und es bei diesem Nachwuchs sicher auch bleiben werden!“

Die Gewinnerprojekte aus Rheinland-Pfalz sind automatisch auch für den Deutschen Engagementpreis nominiert. Eine Kurzbeschreibung der jeweiligen Projekte finden Sie im Anhang. Bilder der Veranstaltung werden Ihnen ab circa 20:00 Uhr unter www.rlp.de zur Verfügung stehen.

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25 Jahre Else-Lasker-Schüler-Preis in Rheinland-Pfalz

Seit einem Vierteljahrhundert verleihen das Land Rheinland-Pfalz und das Pfalztheater Kaiserslautern den Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis und –Stückepreis des Pfalztheaters Kaiserslautern. Mit einem Preisgeld von 10.000 Euro ist der Else-Laske-Schüler-Preis einer der höchstdotierten Dramatikerpreise Deutschlands. „Mit dem Else-Lasker-Schüler-Preis zeichnen wir herausragende, deutschsprachige Dramatikerinnen und Dramatiker aus und fördern, insbesondere über die Vergabe des Stückepreises, hoffnungsvolle Nachwuchsautorinnen und -autoren. So entstehen neue, spannende Werke, die unsere Bühnen mit aktuellen Stoffen und Perspektiven beleben“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die als Vorstandsvorsitzende der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur die Verleihung des Preises vornimmt.

„Mit dem 25jährigen Jubiläum können wir auf eine stolze Geschichte des Dramatiker- und Stückepreises blicken. Wir haben namhafte Persönlichkeiten  mit der rheinland-pfälzischen Ehrung ausgezeichnet: Von der späteren Literatur-Nobelpreisträgerin Elfriede Jellinek, die 2003 für ihr Gesamtwerk geehrt wurde, über Roland Schimmelpfennig, der als einer der meist gespielten deutschen Dramatiker gilt, bis hin zu Sybille Berg, die wir zuletzt mit dem Preis 2016  ausgezeichnet haben. Diese beindruckende Liste zeigt, dass die rheinland-pfälzische Auszeichnung sich großer Beliebtheit unter erfolgreichen Autorinnen und Autoren erfreut“, so Kulturminister Konrad Wolf.

1993 wurde der Preis von der damaligen Kultusministerin Rose Götte und dem Intendanten des Pfalztheaters Pavel Fieber ins Leben gerufen. Benannt wurde die Auszeichnung nach der 1945 verstorbenen deutsch-jüdischen Dichterin und Zeichnerin, die als herausragende Vertreterin der avantgardistischen Moderne und des Expressionismus gilt.  Am 28. Februar 1993 wurde Kerstin Specht für ihr Stück „Mond auf dem Rücken“ mit dem ersten Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis ausgezeichnet. Der Stückepreis ging 1993 an Michael Roes für sein Werk „Chaim“.

Bis Mitte Januar konnten Interessierte ihre Werke für die 13. Preisverleihung in diesem Jahr einreichen. Aktuell prüft die Jury unter dem Vorsitz des Intendanten des Pfalztheaters, Urs Häberli, die eingegangenen Bewerbungen. Neben dem Schweizer gehören die Autorin und Theaterkritikerin Esther Boldt, die ZDF- und 3Sat Kulturredakteurin Meike Klingenberg, Prof. Dr. Franziska Schößler von der Universität Trier und Ulrich Khuon, Intendant des Deutschen Theaters in Berlin, dem Auswahlgremium an. Die kommende Preisverleihung wird am 19. Oktober 2018 im Kaiserslauterer Pfalztheater Ministerpräsidentin Malu Dreyer vornehmen.

„Das Pfalztheater Kaiserslautern ist stolz auf diesen Preis, der sich und unser Haus nachhaltig im zeitgenössischen deutschsprachigen Theater verortet. Dafür bedanken wir uns bei der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur und bei allen aktuellen und ehemaligen Jurymitgliedern auf das Herzlichste“, ergänzt Urs Häberli, Intendant des Pfalztheaters Kaiserslautern.

80. Geburtstag Klaus Staeck

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Engagierter Streiter für Demokratie

„Klaus Staeck setzt sich mit seinen Werken seit über 50 Jahren für die Schwachen ein. Er kämpft gegen Ungerechtigkeit und ist ein engagierter Streiter für die Demokratie.“ Mit diesen Worten gratuliert Ministerpräsidentin Malu Dreyer dem Künstler zu seinem 80. Geburtstag am 28. Februar. Staeck, der 1938 in Pulsnitz bei Dresden geboren wurde, begleitet seit Jahrzehnten das politische Geschehen in Deutschland und der Welt mit seinen satirischen Postkarten, Flugblättern und Plakaten. Auch heute noch greift er große politische Debatten wie die Flüchtlingskrise, das Freihandelsabkommen TTIP oder die Politik von Donald Trump in seinen Werken auf.

Als überzeugter Demokrat mache er mit seinen Werken darauf aufmerksam, dass es sich lohne, für Freiheit und Gerechtigkeit zu kämpfen, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Staeck, aufgewachsen in der DDR, habe dort gelernt, die Freiheit zu schätzen, weil er als Jugendlicher die Unfreiheit erlebt habe. Seither setze er sich für die Demokratie ein. Er sehe in ihr die beste Möglichkeit, sich einzumischen und Fragen zu stellen, die andere möglicherweise nicht gern hören.

Klaus Staeck wurde 2010 der 65. Stern auf dem „Walk of Fame des Kabaretts“ auf dem Mainzer Romano-Guardini-Platz gewidmet.

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