Sonntag, 07. März 2021

Letztes Update:05:06:15 PM GMT

region-rhein.de

RSS

Wenn unser Herz spricht
. Gedanken zu Weihnachten

Von Hans-Peter Meyer

Zuallererst hat uns die Corona-Krise voll im Griff. Der gesamte Globus ist davon betroffen und es herrscht Ungewissheit uber unsere Zukunft.

Und wieder diese GegensĂ€tze: Weihnachten in den Katastrophen-, Krisen- und Kriegsgebieten dieser Welt, nicht nur irgendwo, sondern in Syrien, in Libyen, in Ägypten, in Afghanistan, im Irak, in Pakistan, in Haiti, auf den Philippinen, in Nahost  der gewaltsame  Israelisch-PalĂ€stinensische Kriegskonflikt und  in vielen afrikanischen LĂ€ndern, aber auch auf europĂ€ischem Boden nicht weit entfernt von uns in der Ost-Ukraine. Grausame Bilder. Kinderchöre auf der einen und geschĂ€digter Wald auf der anderen Seite. Erfolgsmeldungen einerseits – Vorurteile und Verleumdungen andererseits. Weltweit gibt es ein Viertel Reiche und drei Viertel Arme. Ein Viertel der Menschheit ist nicht in der Lage, seine GrundbedĂŒrfnisse wie ErnĂ€hrung, Kleidung, Wohnung, Gesundheit und Bildung zu sichern.  Millionen Menschen auf unserem Globus kĂ€mpfen tĂ€glich um die nackte Existenz. Weltweit sterben jeden Tag 30 000 Kinder an den Folgen von Hunger, Krankheit und Kriegen - eine alarmierende Zahl, die man sich immer wieder nachhaltig bewusst machen muß.

Stille Nacht hier – und Terrormeldungen dort. Wie kann das Fest da ĂŒberhaupt noch unsere Herzen und Seelen erreichen?

Denn das ist es doch, was wir an Weihnachten, dem Fest Christi Geburt, vor allem suchen: dass sich unsere Seele ĂŒber den Tag erhebt. Dass es wirklich „weihnachtet“ um uns, in uns, in unseren Herzen, wie Theodor Storm es in einem seiner schönsten Gedichte beschrieb.

Den Ă€ußerlichen Glanz haben wir. Die Kugeln am geschmĂŒckten Christbaum werden immer bunter, die Geschenke immer kostbarer, selbst da, wo es inzwischen finanziell schmaler zugeht.

Keine Sorge also um den Ă€ußeren Glanz, auf den wir Menschen so sehr fixiert sind. Das haben wir alle geglaubt, bis uns die Pandemie ĂŒberrollt hat.

Aber was ist mit dem Glanz tief innen bei uns? Ohne Hass, ohne Verbitterung und Neid! Wo kommt er her, wie können wir ihn fĂŒr uns gewinnen, diesen inneren Glanz?

Es fĂŒhren keine Schnellstraßen zu Reichtum und GlĂŒck. Eine KerzenlĂ€nge GefĂŒhl reicht nicht. Die Liebe und Herzlichkeit, die wir Weihnachten erfahren, sind schon beglĂŒckend. Doch sie sind nur eine Seite der Medaille. Der Schweizer Literatur-NobelpreistrĂ€ger Carl Spitteler  (*1845 +1924)  hat einmal  die Formulierung geprĂ€gt:  „Menschen zu finden, die mit uns fĂŒhlen und empfinden, ist wohl das schönste GlĂŒck auf Erden“. Auch diese Hoffnung verbindet die Menschen mit Weihnachten.

Der PÀdagoge und Buchautor Rolf Krenzer (*1936  +2007) hat vor einigen Jahren anlÀsslich des Festes von Christi Geburt folgende Worte geschrieben:

Wann fÀngt Weihnachten an?

Wenn der Schwache dem Starken die SchwÀche vergibt,

wenn der Starke die KrÀfte des Schwachen liebt,

wenn der Habewas mit dem Habnichts teilt,

wenn der Laute bei dem Stummem verweilt und begreift,

was der Stumme ihm sagen will,

wenn das Leise laut wird und das Laute still,

wenn das Bedeutungsvolle bedeutungslos,

das scheinbar Unwichtige wichtig und groß,

wenn mitten im Dunkel ein winziges Licht

Geborgenheit helles Leben verspricht und du zögerst nicht,

und du gehst so wie du bist darauf zu,

dann, ja dann,

fÀngt Weihnachten an!

Denn das Wunder geschieht erst, wenn wir Liebe und Herzlichkeit geben. Das selbst gebastelte Geschenk eines Kindes, die Überraschung fĂŒr die Partnerin oder den Partner. Der Besuch bei einem Kranken oder Einsamen. Der plötzliche Anruf eines Freundes von weither. Jeder von uns kann zum Frieden  und zur Gerechtigkeit beitragen.

Wenn sich Gegner, ja Feinde zur Versöhnung die HĂ€nde reichen, wenn Menschen fĂŒr Menschen ihre Herzen öffnen, dann wird fĂŒr uns das Wunder von Bethlehem gegenwĂ€rtig.

Das ist die andere, die hellere Seite.

Beschenkt zu werden, das ist schön. Aber Schenken – „sich selber dreingeben“ – das ist der SchlĂŒssel fĂŒr Weihnachten, das Fest der Liebe und den Friedens. Es gibt keinen anderen SchlĂŒssel.

Weihnachten heißt, mit Hoffnung leben, sich die HĂ€nde zur Versöhnung reichen, Fremde aufnehmen, Kranke trösten,  einander helfen, das Gute zu tun, die TrĂ€nen trocknen.

Jedes Mal, wenn einer dem anderen Liebe schenkt, wenn die Not des UnglĂŒcklichen gemildert wird, wenn Herzen zufrieden und glĂŒcklich sind, steigt der Schöpfer herab vom Himmel und bringt uns das Licht:

Das ist die Botschaft zu Weihnachten


©  Hans-Peter Meyer

Signal aus dem und fĂŒr das Ruhrgebiet

Der Brost-Ruhr Preis 2020 geht an NRW-Innenminister Herbert Reul

„Anerkennung wem Anerkennung gebĂŒhrt“ ist das Motto des neu geschaffenen Brost-Ruhr Preis. Ausgezeichnet und gewĂŒrdigt werden Menschen, die sich ums und im Ruhrgebiet verdient gemacht haben. In diesem Jahr geht die Auszeichnung an NRW-Innenminister Herbert Reul (68/CDU). Der Preis wĂŒrdigt sein entschlossenes Auftreten gegen KriminalitĂ€t.

Zur BegrĂŒndung erklĂ€rt Professor Bodo Hombach, Vorstandsvorsitzender der Brost-Stiftung:

„Individuelle und gesellschaftliche SolidaritĂ€t ist keine Einbahnstraße. GemeinschaftsgefĂŒhl basiert auf Einhaltung von Regeln fĂŒr faires Miteinander. Staatlich hingenommene RegelverstĂ¶ĂŸe zerrĂŒtten das GerechtigkeitsgefĂŒhl. Ein ĂŒberfordert wirkender Staat öffnet Spielraum fĂŒr populistische VerfĂŒhrer.

Wenn die Verbrecher frei herumlaufen, sitzen die gesetzestreuen BĂŒrger*innen hinter Gittern. Dann nĂ€mlich mĂŒssen sie sich und ihre Lieben mit Schloss und Riegel schĂŒtzen. Im nĂ€chsten Schritt erodiert das Gewaltmonopol und damit der vor- und fĂŒrsorgende Staat. Am Ende kann niemand ruhig schlafen.

Einer, der nicht ruhig weiterschlĂ€ft, ist NRW-Innenminister Herbert Reul. Er hat die innere Sicherheit des Landes zu seiner Aufgabe gemacht. 2018 stellte er mit der Reform des Polizeiaufgabengesetzes und 2.500 Neueinstellungen im Jahr darauf strategische Weichen. Mit abzĂ€hlbarem Erfolg. Der Pegel der Straftaten sank 2019 um 4,3 % und damit auf den niedrigsten Stand seit 30 Jahren. Vor allem fĂŒr die grassierende Clan-KriminalitĂ€t wurde es eng. Da zeigt er sich unterstĂŒtzend an der Seite seiner OrdnungskrĂ€fte. Auch der Kampf gegen „Kindesmissbrauch“ steht oben auf Reuls Agenda. Und natĂŒrlich duldet er keine Gesetzesbrecher unter den GesetzeshĂŒtern. ‚Endlich kĂŒmmert sich einer“, hört man in vielen GesprĂ€chen, am Gartenzaun und in Meinungsumfragen.

Wenn einer Gutes tut, soll man darĂŒber reden, denn gute Beispiele verderben schlechte Sitten. Der Vorstand der Brost-Stiftung entschied sich fĂŒr Herbert Reul als TrĂ€ger des neugeschaffenen ‚Brost-Ruhr Preis 2020‘. Dieser wĂŒrdigt Menschen, die sich in besonderer Weise um die LebensrealitĂ€t und ein besseres Wohn- und SicherheitsgefĂŒhl der Menschen im Ruhrgebiet verdient gemacht haben.

‚Herbert Reul‘, so Sebastian Fiedler (47/SPD), Vorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (mit dem wir uns auch beraten haben), ‚weicht den Problemen nicht aus, sondern versucht, sie Schritt fĂŒr Schritt zu lösen. Immer wieder gehört es zu meiner Rolle, fĂŒr die Kripo in NRW Forderungen und Kritik an ihn heranzutragen. Bei der Polizei hat er sich den Ruf erarbeitet, sich um Probleme zu kĂŒmmern.‘

Um den Kriminellen das Leben schwer zu machen, macht Minister Reul sich das seine nicht leicht. Das spĂŒren auch die Beamten, die er hinaus an die Front schicken muss. Sein erklĂ€rtes Ziel ist es, die Polizei NRW am Ende der Legislaturperiode in einen besseren Zustand versetzt zu haben als zu Beginn. Dabei hat er den Brennpunkt ‚Ruhrgebiet‘ besonders auf dem Schirm. Was hier gelingt, hat ĂŒberall gute Chancen.

Sebastian Fiedler: ‚Das wiederum ist wichtig fĂŒr das SicherheitsgefĂŒhl in der Region und fĂŒr verschlechterte Jobperspektiven bei den Berufskriminellen. Es ist nicht nur aller Ehren, sondern auch eine solche Auszeichnung wert!‘

Selbst im schlicht regierten Berlin wurde von der gerade gewĂ€hlten SPD-Vorsitzenden Frau Bundesministerin Franziska Giffey eine Kampagne fĂŒr mehr innere Sicherheit fĂŒr nötig befunden. FĂŒr sie ist ‚innere Sicherheit nicht weniger wichtig als soziale Sicherheit‘. Bei uns in Nordrhein-Westfalen steht Minister Reul fĂŒr diese Erkenntnis .“

Der Preis:

Der jĂ€hrliche Brost-Ruhr Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. Diese gehen nicht an den PreistrĂ€ger. Er kann sie nur an eine soziale Einrichtung seiner Wahl weiterreichen. Herbert Reul hat sich fĂŒr die Polizeistiftung NRW entschieden. – Die TrophĂ€e selbst ist eine Stahlplastik des Ruhrgebiets-KĂŒnstlers Marcus Kiel.

Sie wurde am 9.12. um 11Uhr im DĂŒsseldorfer Innenministerium vom Stiftungsvorstand ĂŒbergeben.

Das Werk des KĂŒnstlers reflektiert die Dynamik einer sich stĂ€ndig transformierenden Region und erinnert zugleich an die Stifterin Anneliese Brost. Das Ruhrgebiet war ihre Heimat und ist deshalb Förderschwerpunkt ihrer Stiftung.

Musikalische Abendgottesdienste mit der Cappella Taboris

WESTERWALD. Auch in diesem Jahr bereiteten sich trotz aller pandemisch bedingten EinschrÀnkungen viele GÀste zusammen mit der Cappella Taboris, dem besonderen Vokal- und Instrumentalensemble des Dekanates Westerwald unter der Leitung von Dekanatskantor Jens Schawaller, innerlich auf Advent und Weihnachten vor:

In der Evangelischen Johanneskirche Neunkirchen gestalteten Pfarrerin Anja Jacobi mit Alice Jacobi und in der Evangelischen Kirche Ransbach-Baumbach Pfarrer Wolfgang Weik mit Lina und Olaf Ruhfus-Hartmann gemeinsam mit der kleinen, aber feinen Kammermusikgruppe je einen reichen musikalischen Abendgottesdienst unter strenger Einhaltung aller Hygiene- und Schutzvorschriften.

„Wir sind fĂŒr die Musikliebe und Offenheit der beiden Evangelischen Kirchengemeinden sehr dankbar“, erklĂ€rt Jens Schawaller, dem ein adventliches und weihnachtliches Musizieren in den WĂ€ller Kirchen wichtig ist. In Neunkirchen erklang die Döring-Gottwaldorgel und in Ransbach-Baumbach die Orgel von Förster und Nicolaus zum Vor- und Nachspiel mit ausdifferenzierten Choralimprovisationen ĂŒber das Lutherlied „Nun komm, der Heiden Heiland“ und „Es kommt ein Schiff, geladen“, die Jens Schawaller kontrastreich und virtuos, barock und hochromantisch interpretierte.

Im Rahmen der Eingangsliturgie begrĂŒĂŸte der Vorsitzende des Kirchenvorstandes in Neunkirchen Bernhard Nothdurft alle Anwesenden sehr herzlich, dann musizierte die Cappella Taboris Largo und Vivace aus der 95. Triosonate in a-Moll fĂŒr Altblockflöte, Violine und Basso continuo von Georg Philipp Telemann (1681 – 1767) mit Monika SchlĂ¶ĂŸer (Barockblockflöte), Jens Schawaller (Violine) und Susanne Schawaller (Truhenorgel in barocker Stimmung).

Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes erklang aus den „Biblischen SprĂŒchen“ vom selben Komponisten die Soloarie „Hosianna dem Sohne David“ mit der Sopranistin Claudia Geppert, Monika SchlĂ¶ĂŸer (Alt), dem Tenor Jens Schawaller und Susanne Schawaller an der Truhenorgel, dann begaben sich Pfarrer Wolfgang Weik und Olaf Ruhfus-Hartmann in den Dialog mit der Cappella Taboris und gestaltete die Evangelienlesungen des Johann Sebastian BachÂŽschen Weihnachtsoratoriums, die von den ChorĂ€len des bekannten Werkes des Leipziger Thomaskantors (1685 – 1750) gegliedert wurden. Hier musizierten die Cappellamitglieder gemeinsam.

In Ransbach fand anschließend eine angemessene LĂŒftungspause statt, in der Dekanatskantor Schawaller auf der Truhenorgel ĂŒber „Macht hoch die TĂŒr“ improvisierte. Nach einem geistlichen Input erklang das Allegro aus der eingangs begonnenen Triosonate sowie die Soloarie „Und das Wort ward Fleisch“ aus den „Biblischen SprĂŒchen“ – beides ebenfalls wieder Kompositionen von Georg Philipp Telemann. Mit Georg Friedrich HĂ€ndels Komposition „Tochter Zion“ sang die Cappella Taboris stellvertretend fĂŒr die Gemeinde ein traditionelles Adventslied, da der Gottesdienstgemeinde der eigene Gesang in den Kirchen momentan nicht gestattet ist.

In Ransbach gliederten Pfarrer Wolfgang Weik und Claudia Geppert den Adventschoral mit einem FĂŒrbittgebet, zum Schluss des Gottesdienstes sammelten sich alle Anwesenden zum Vater unser und Segen. FĂŒr die dankbaren GĂ€ste beider WĂ€ller Kirchengemeinden waren dies zwei wohltuende und hochmusikalische Gottesdienste im Evangelischen Dekanat Westerwald, die alle Anwesenden berĂŒhrten und bestĂ€rkten.

Carl Rumstadt PreistrÀger beim 49. Bundeswettbewerb Gesang

Der am Theater Trier engagierte Bariton Carl Rumstadt wurde beim 49. Bundeswettbewerb Gesang fĂŒr den besten Vortrag einer zeitgenössischen Komposition ausgezeichnet. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert und wird von der Walter Kaminsky-Stiftung finanziert.

„Rheinland-Pfalz ist ein Kulturland und wir haben herausragende Talente. Carl Rumstadt ist ein solches Nachwuchs-Talent. Die Ehrung durch den Bundeswettbewerb Gesang verdeutlicht dies. Ich freue mich sehr, dass ein junger KĂŒnstler mit einem Engagement in Rheinland-Pfalz so erfolgreich war“, sagt Kulturminister Konrad Wolf. „Ich gratuliere Carl Rumstadt herzlich und wĂŒnsche ihm fĂŒr seine hoffnungsvolle, kĂŒnstlerische Karriere weiterhin viel Erfolg!“

Der 1992 in Stuttgart geborene Rumstadt begann bereits mit 17 als Jungstudent sein Gesangsstudium bei Prof. Siegfried Jerusalem an der Hochschule fĂŒr Musik NĂŒrnberg. 2011 wechselte er in den Diplom-Studiengang an die Hochschule fĂŒr Musik und Theater in MĂŒnchen, dass er 2016 bei Prof. Fenna KĂŒgel Seifried abschloss. WĂ€hrend seines Studiums gastierte er u.a. an der Oper Graz, dem Royal Opera House Muscat und bei der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. Von 2016 bis 2018 war er am Konzert Theater Bern engagiert. Seit der Spielzeit 2018/2019 ist er Ensemblemitglied am Theater Trier.

Der Bundeswettbewerb Gesang ist Europas grĂ¶ĂŸter nationaler Gesangswettbewerb und einer der wenigen Musikwettbewerbe, die in diesem Jahr durchgefĂŒhrt wurden. Im jĂ€hrlichen Wechsel erfolgt er in den Kategorien Musical/Chanson und Oper/Operette/Konzert. Er ist untergliedert in einen Hauptwettbewerb fĂŒr junge SĂ€ngerinnen und SĂ€nger im Alter von 23 bis 30 Jahren und einen Juniorwettbewerb fĂŒr 17 bis 22-jĂ€hrige. Schirmherr ist der Regierende BĂŒrgermeister von Berlin. Mit dem Preis sollen junge NachwuchssĂ€ngerinnen und -sĂ€nger fĂŒr eine Konzert- und BĂŒhnenlaufbahn gefördert werden.

Der Bundeswettbewerb Gesang wird unterstĂŒtzt durch die Bundesbeauftragte fĂŒr Kultur und Medien, durch den Deutschen BĂŒhnenverein mit seinen ihm angeschlossenen Theatern, dem Deutschen TonkĂŒnstlerverband sowie einigen Stiftungen. Neben Geldpreisen besteht fĂŒr die PreistrĂ€gerinnen und PreistrĂ€ger die Möglichkeit von Engagements, Auftritten oder Stipendien an deutschen BĂŒhnen.

Das PreistrÀgerkonzert fand am 7. Dezember in der Deutschen Oper Berlin statt und konnte per Live-Stream verfolgt werden. Eine Aufzeichnung des Deutschlandfunks wird am 10. Dezember gesendet.


Kunsthochschule Mainz ĂŒbernimmt TrĂ€gerschaft des KĂŒnstlerhauses Schloss Balmoral

„Eine einzigartige Chance fĂŒr die Kunst!“

Die Kunsthochschule Mainz ĂŒbernimmt ab 2021 die TrĂ€gerschaft des KĂŒnstlerhauses Schloss Balmoral. Kultur- und Wissenschaftsminister Prof. Dr. Konrad Wolf und Vertreter der beiden Institutionen unterschrieben heute einen entsprechenden Bewirtschaftungsvertrag. Studium und Lehre der Hochschule sollen zukĂŒnftig eng mit der kĂŒnstlerischen Arbeit der Stipendiatinnen und Stipendiaten verbunden werden.

„Das Zusammengehen von Kunsthochschule und KĂŒnstlerhaus Schloss Balmoral ist eine einzigartige Chance fĂŒr die Kunst in unserem Land und den Kunststandort Rheinland-Pfalz. Wir schaffen eine Kooperation, die bisher einzigartig ist. Von diesem Alleinstellungsmerkmal können beide Einrichtungen nur profitieren“, so Prof. Dr. Konrad Wolf, der als Minister die beiden Ressorts Kultur und Wissenschaft in der Landesregierung verantwortet. „Ziel der Kooperation ist es, dem Kunststandort Rheinland-Pfalz mehr Sichtbarkeit zu verleihen, die Kunsthochschule und das KĂŒnstlerhaus deutschlandweit und international zu positionieren sowie die akademische Ausbildung mit der kĂŒnstlerischen Nachwuchsförderung eng zu verzahnen.“

Dr. Oliver Kornhoff, KĂŒnstlerischer Leiter des KĂŒnstlerhauses und Direktor des Arp Museums Bahnhof Rolandseck, unterstreicht: "2020 feiert das KĂŒnstlerhaus Schloss Balmoral sein 25jĂ€hriges Bestehen. Wir blicken zurĂŒck auf zweieinhalb Jahrzehnte erfolgreiche und nachhaltige KĂŒnstler*innenförderung. Das schönste Geburtstagsgeschenk ist die vitale Zukunftsperspektive. Wir erweitern das KĂŒnstlerhaus zu einer beispielgebenden Institution auf weiterhin hohem kĂŒnstlerischen und dann auch kunstakademischen Niveau. Das kĂŒnftige Zusammenspiel beider Institutionen im Land Rheinland-Pfalz fĂŒr Studierende sowie kĂŒnstlerische und kuratorische GĂ€ste aus aller Welt wird noch internationaler, transkultureller, interdisziplinĂ€rer, vernetzter, digitaler und profilierter sein. Wir freuen uns auf die nĂ€chsten 25 Jahre."

Zum 1. Januar 2021 ĂŒbernimmt die Kunsthochschule Mainz, die Teil der Johannes Gutenberg-UniversitĂ€t Mainz ist, die TrĂ€gerschaft des KĂŒnstlerhaus Schloss Balmoral mit Sitz in Bad Ems. Damit löst sie die Stiftung Rheinland-Pfalz fĂŒr Kultur ab, die seit 1995 das KĂŒnstlerhaus und deren AktivitĂ€ten trug. Im Zentrum der zukĂŒnftigen Kooperation stehen die VerschrĂ€nkung der Stipendienprogramme mit dem Veranstaltungprogramm der Kunsthochschule, die Verbindung von Kunst in Theorie und Praxis, die Entwicklung von gemeinsamen Ausstellungsprojekten und eine verstĂ€rkte, koordinierte Öffentlichkeitsarbeit beider Einrichtungen. So sollen Arbeitsbedingungen und Zukunftsperspektiven der Kunststudierenden sowie der Stipendiatinnen und Stipendiaten verbessert werden. Die Studierenden erhalten in Bad Ems eine zusĂ€tzliche international anerkannte Dependence fĂŒr Projekte, Workshops und Stipendien sowie den direkten Zugang zu einem weltweiten Stipendiatinnen- und Stipendiaten-Netzwerk. Die aus aller Welt wie auch aus Rheinland-Pfalz stammenden Stipendiatinnen und Stipendiaten können von der Expertise, den Angeboten und dem Netzwerk der Kunsthochschule profitieren und in den dort gefĂŒhrten wissenschaftlichen wie kĂŒnstlerischen Diskurs einbezogen werden.

Der Rektor der Kunsthochschule Mainz, Dr. Martin Henatsch, freut sich ĂŒber die neuen Perspektiven: „Lokal verortet, mit internationaler Geltung – diesem Anspruch ist die Kunsthochschule Mainz heute mehr denn je verpflichtet, möchte sie kĂŒnftig im Konkurrenzfeld der großen deutschen und europĂ€ischen Kunstakademien ihre Position ausbauen. Die ZusammenfĂŒhrung von Kunsthochschule Mainz und KĂŒnstlerhaus Balmoral eröffnet die Chance auf ein unschĂ€tzbares Alleinstellungsmerkmal: zusĂ€tzliche Möglichkeiten und Perspektiven fĂŒr die Studierenden bei gleichzeitig internationaler Anerkennung. Ein großer Schritt zu neuer QualitĂ€t. Wir freuen uns auf den Input durch das KĂŒnstlerhaus und setzen auf einen partnerschaftlichen Austausch im gegenseitigen Nutzen.“

Prof. Dr. Georg Krausch, PrĂ€sident der Johannes Gutenberg-UniversitĂ€t Mainz, ergĂ€nzt: „Gerade weil die Mainzer Konstruktion der teilautonomen Zugehörigkeit einer Kunsthochschule zu einer UniversitĂ€t fĂŒr deutsche VerhĂ€ltnisse außergewöhnlich ist, freue ich mich besonders beobachten zu können, wie unter den Bedingungen der daraus entwickelten Balance aus Zugehörigkeit und EigenstĂ€ndigkeit ein ganz eigenes und ĂŒberaus erfolgreiches Profil der Kunsthochschule entsteht, das wiederum auf die JGU zurĂŒckwirkt. Die neue Partnerschaft von KĂŒnstlerhaus und Kunsthochschule Mainz ist auch eine Bereicherung fĂŒr die UniversitĂ€t.“

Auch der Zweckverband des KĂŒnstlerhauses Schloss Balmoral, TrĂ€ger des außergewöhnlichen historischen GebĂ€udes in Bad Ems, unterstĂŒtzt die neue Struktur. Landrat Frank Puchtler, Vorsitzender des Zweckverbandes Schloss Balmoral, dem die Staatsbad Bad Ems GmbH, der Rhein-Lahn-Kreis, die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau und die Stadt Bad Ems angehören, begrĂŒĂŸt die zukunftsweisende Zusammenarbeit: „Mit der Kooperation wird unser KĂŒnstlerhaus Schloss Balmoral zukunftsorientiert aufgestellt. Gemeinsam sind wir stark.“

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL