Samstag, 25. September 2021

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Die Heiligen Petrus und Paulus

Gedanken zum Hochfest (Namenstag)  der beiden Hl.  Apostel

Die Apostel Petrus (l) und Paulus (r) sind auf dem Petersplatz in Rom in Stein gehauen

Von Hans-Peter Meyer

Wie in jedem Jahr, begehen wir (die Christen) am 29. Juni  das Hochfest der beiden Apostel Petrus (Peter)  und Paulus (Paul). Anlass, sich mit dem Werdegang und dem Wirken der beiden  großen Heiligen zu beschäftigen:.

Petrus wurde  geboren um Christi Geburt in Betsaida (Galiläa), gestorben ist er 64 oder 76 in Rom.

Die Geburt von Paulus erfolgte  um 5 nach Christi Geburt in Tarsos (Türkei), gestorben ist er  67 in Rom.

"Du bist Petrus, der Fels, auf den ich meine Kirche bauen werde." Mit diesen Worten machte Jesus den einfachen Fischer aus Kafarnaum am See Genesareth zu seinem wichtigsten Gefolgsmann. Er war der Sprecher und Anführer der Apostel, und gehörte gemeinsam mit Jakobus und Johannes zu den engsten Vertrauten Jesu. So war er zum Beispiel gemeinsam mit ihnen Zeuge der Verklärung Jesu auf dem Berg Tabor.

Als Fischer war Petrus ehr ein praktisch veranlagter Mensch, jedoch nicht frei von Jähzorn. Dies zeigte sich, als er bei der Gefangennahme Jesu dem Diener des Hohepriesters ein Ohr abschlug. Kurz darauf verleugnete er Jesus drei Mal, was für ihn eine tiefe Schmach darstellte.

Auch nach der Auferstehung und den Pfingstereignissen war Petrus der Kopf der jungen Christengemeinde in Jerusalem. Später ging er nach Antiochien und Kleinasien, um dort zu missionieren. In dieser Zeit wurde er in Jerusalem von Jakobus vertreten. Schließlich reiste er nach Rom, um auch dort den Glauben zu verkünden. Dort fiel er der Christenverfolgung des Kaisers Nero zum Opfer, der ihn, vermutlich in seinen Gärten unweit des heutigen Vatikan, kreuzigen ließ. Die Überlieferung, dass Petrus auf eigenen Wunsch mit dem Kopf nach unten hängend ans Kreuz geschlagen wurde, ist nie wissenschaftlich bestätigt worden. Man hält sie aufgrund der historischen Gegebenheiten im römischen Reich für eher unwahrscheinlich.

Paulus, der aus Tarsos stammte, und von seinen Eltern das römische Bürgerrecht geerbt hatte, hieß ursprünglich Saulus. Er war ein frommer Jude, der in der neuen Bewegung mit ihrem gekreuzigten Messias einen Affront gegen die religiösen Überzeugungen des ganzen Volkes sah. Das machte ihn zu einem fanatischen Christenverfolger, der in ganz Judäa gefürchtet war. Als er auf dem Weg nach Damaskus war, um dort eine groß angelegte Verfolgungsaktion durchzuführen, da erschien ihm vor den Toren der Stadt der Gekreuzigte und bekehrte ihn. Vollkommen überwältigt von dieser Erscheinung sank Paulus, wie er von nun an hieß, zu Boden und konnte nicht mehr sehen, bis ihn in Damaskus ein Jünger des Herrn heilte und ihm anschließend die Taufe spendete.

Paulus reiste fortan als Missionar durch den ganzen Mittelmeerraum. Mit den Gemeinden, die er besuchte oder neu gründete, hielt er durch Briefe Kontakt, die uns heute noch im Neuen Testament überliefert sind. Innerhalb der Kirche setzte sich Paulus beim ersten Konzil in Jerusalem dafür ein, dass auch Menschen getauft werden durften, die zuvor keine Juden waren.

Um das Jahr 61 kam Paulus nach Rom, möglicherweise in Gefangenschaft. Er musste bald vor Kaiser Nero Rechnung über sein Wirken ablegen. Der Legende nach traten Petrus und Paulus gemeinsam dem Tyrannen entgegen. Nero verurteilte auch Paulus zum Tode. Da er römischer Bürger war, wurde Paulus nicht ans Kreuz geschlagen, sondern enthauptet. An den Stellen, an denen nach der Hinrichtung sein abgeschlagener Kopf aufschlug, sollen drei Quellen entsprungen sein. Über diesem Ort steht deshalb heute die Kirche zu den drei Quellen (San Paolo alle Tre Fontane).

Über die Grabstätte Petri baute man im Mittelalter den ersten Petersdom, der im 16. Jahrhundert in der uns heute bekannten Form neu gebaut wurde. Die Reliquien des Apostels Paulus befinden sich in der Kirche San Paolo fuori le mura in Rom.

Brauchtum

Petrus wird in unseren Breiten oft als "Wetterheiliger" verehrt, der im Himmel thront. Dies basiert auf der Vorstellung, dass der Heilige am Himmelstor die Geschicke au Erden überblickt. Jesus selbst hatte ja zu Petrus gesagt: "Dir will ich die Schlüssel des Himmelreiches geben."

Namensbedeutung

"Petrus" ist griechisch und heißt "der Fels", "Paulus" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "der Kleine, Demütige"

Namensableitungen:

Von "Petrus" lassen sich folgende Namen ableiten: Peter, Peer, Pedro, Perez, Perino, Piet, Pieter, Pit. Von "Paulus" gibt es folgende Ableitungen: Paul,  Paolo, Pablo, Pal, Pavel.

Darstellung:

Petrus wird dargestellt als Apostel oder Papst mit Schlüssel, Buch, Hahn, Fisch, Kreuz oder kopfüber gekreuzigt. Paulus wird dargestellt als Apostel mit Buch und Schwert.

Patron:

Petrus ist Patron der Päpste, des Bistums Osnabrück, der Metzger, Glaser, Schreiner, Uhrmacher, Schlosser, Schmiede, Bleigießer, Töpfer, Maurer, Ziegelbrenner, Brückenbauer, Steinhauer, Netzmacher, Tuchweber, Walker, Fischer, Fischhändler, Schiffer, Schiffbrüchigen, Büße, Beichtenden, Jungfrauen, gegen Schlangenbisse, Fieber, Tollwut, Besessenheit, Fußleiden und Diebstahl.

Paulus ist Patron der Weber, Teppichweber, Sattler, Seiler, Korbmacher, Zeltwirker, Arbeiterinnen, Theologen, Seelsorger, gegen Krämpfe und Ohrenleiden, Blitz und Hagel, Schlangenbisse, für Regen und eine fruchtbare Ernte.

Viele Christen erbitten  in Nöten und Gefahren im Gebet um  Hilfe  bei den  beiden Heiligen Aposteln Petrus und Paulus.

© Hans-Peter Meyer

 

Präsenz- und Hybridproben EKRBH

RANSBACH-BAUMBACH / HILGERT. Die erste Präsenzprobe der Evangelischen Kantorei Ransbach-Baumbach – Hilgert nach dem langen Lockdown war für alle Sängerinnen und Sänger des Chores eine echte Wohltat. „Endlich wieder gemeinsam und mehrstimmig singen zu können, ist schon eine besondere Lebensqualität“, meint Dekanatskantor Jens Schawaller, dem der polyphone Chorgesang der Kantorei sehr gefehlt hat: „Und wer den Proben in der Evangelischen Kirche Hilgert digital von zu Hause aus folgen möchte, kann das außerdem“. Im System der Hybridproben kann nun auch auf digitalem Wege vokale Mehrstimmigkeit übertragen werden: Dazu treffen sich die Chormitglieder in mehreren kleinen Gruppen, die in sich vierstimmig besetzt sind. Eine Teilnahme ist nach Rücksprache und Anmeldung bei Dekanatskantor Jens Schawaller möglich ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ).

Photo: Rita Steindorf, Selters

Den Menschen zugewandt

150. Geburtstag von Ordensgründer Pater Haw - Seligsprechungsprozess dauert an

Leutesdorf – Vor 150 Jahren ist Pater Johannes Maria Haw in Schweich geboren worden. Er gründete die Johannesschwestern von Maria Königin, die Gemeinschaft der Missionare vom Heiligen Johannes dem Täufer und den Johannesbund mit Sitz in Leutesdorf. Das Interesse von Pater Haw galt Menschen, die in Abhängigkeiten geraten sind. In seiner Nachfolge engagieren sich Frauen und Männer in der Betreuung von Obdachlosen, entlassenen Strafgefangenen, in Altenheimen und Sozialdiensten sowie in der Glaubensverkündigung.

„Wir hatten das sehr feierlich vor, aber so ging es leider nicht“, berichtet Schwester Celeste Gonçalves von den Planungen anlässlich des 150. Geburtstages im Mai. Sie begleitet als Vize-Postulatorin den Seligsprechungsprozess für den „Diener Gottes Pater Johannes Maria Haw“. 2014 wurde die diözesane Phase des Verfahrens abgeschlossen und alle Informationen und Dokumente an den Vatikan übermittelt. Statt eines großen Festes habe es viele kleine, dezentrale Feiern gegeben, „und dass nicht nur in Deutschland, sondern ebenso in den Provinzen der Orden in Portugal, Indien oder Mosambik“. Darüber hinaus hat Schwester Celeste einen Vortrag über Pater Haw bei Radio Horeb gehalten. „Darauf haben wir viele Rückmeldungen bekommen und ich habe einige Gespräche geführt. Das gehört für uns ebenfalls zur Feier: ihn bekannter zu machen“. Dass das auch ohne große Feierlichkeit im Wirkungs- und Sterbeort Pater Haws funktioniere, zeige die große Anzahl an Menschen, die das Grab des Ordensgründers in der Ölbergkapelle besuchen. Haw starb am 28. Oktober 1949 in Leutesdorf.

Auch der geplante Besuch des Trierer Bischofs Dr. Stephan Ackermann konnte aufgrund der Pandemie nicht stattfinden. In einem Brief (nachzulesen unter https://t1p.de/Haw150) gratuliert er den Ordensbrüdern und -schwestern und greift wichtige Punkte aus dem Wirken des Paters hervor: „Er hatte das feste Vertrauen, dass Gott in allen Veränderungen und Herausforderungen seiner Zeit Anker und Richtschnur für das Leben der Menschen ist, an die man sich halten kann“, obwohl er die Entwicklungen in der Welt zu seinen Lebzeiten eher pessimistisch einordnet habe. „Die Sorgen um die Entwicklungen der Welt und der Menschheit von heute sind nicht geringer geworden“, zieht Bischof Ackermann einen Bogen vom 19. und 20. Jahrhundert in das Hier und Jetzt. „Die Suche nach Frieden und nach Wegen zur Bewahrung der Schöpfung prägen unser Zeitalter. Hinzu kommen jetzt die Erfahrungen der Corona-Pandemie.“

Ackermann hebt in seinem Schreiben hervor, dass die Frohe Botschaft vom Reich Gottes bei Pater Haw nicht nur ein frommes Wort blieb: „In der Zuwendung zum Menschen bekam sie Hand und Fuß.“ Unter den Bergleuten in dem Ort Holz lernte Haw als Pfarrvikar die Not der Familien kennen, die von Alkoholabhängigkeit betroffen waren. Seit dieser Zeit engagierte er sich im Kampf gegen den Alkoholismus, wurde Direktor des Katholischen Mäßigkeitsbundes im Bistum Trier und übernahm nach drei Jahren als Geistlicher Rektor des Hospitals St. Irminen in Trier die Leitung des Katholischen Mäßigkeitsbundes für Deutschland. Er gab den Abhängigen nicht nur fachliche Unterstützung, sondern half ihnen mit geistlichen Übungen, der Abhängigkeit und der Neigung zu widerstehen. Das Credo Haws der Barmherzigkeit wird bis heute umgesetzt.

Weitere Informationen zur Arbeit des Johannesbundes und den zwei Ordensgemeinschaften gibt es auf www.johannesbund.de oder unter Tel.: 02631-9760.

(jf)

Umfangreiches Kultursommerprogramm 2021 „Koblenzer Kultur treibt Blüten…“ startet

Unter dem Titel „Koblenzer Kultur treibt Blüten…“ ist in diesem Monat der Koblenzer Kultursommer 2021 gestartet, den die Kulturstiftung des Bundes mit einer Förderung in Höhe von 258.200 Euro bedacht hat.

Mit etwa 50 Veranstaltungen von Juni bis Oktober 2021 wird Kulturbegeisterten der Stadt Koblenz und aus der Region ein abwechslungsreiches Kulturprogramm geboten, welches vom Kultur- und Schulverwaltungsamt sowie der Koblenz-Touristik gemeinsam mit Kulturakteuren der freien Szene entwickelt wurde.

Bei der Planung des Projekts wurde ein weitestgehend niederschwelliges Veranstaltungsprogramm erstellt, um möglichst vielen Menschen eine Teilnahme zu ermöglichen und den Zugang zur Kultur zu erleichtern. Weiterhin wurden viele regionale und überregionale Kulturschaffende in das Sommerprogramm eingebunden, sowie auch ortsansässige Dienstleister und Gastronomiebetriebe.

Besucherinnen und Besucher der Veranstaltungen können sich freuen auf einen abwechslungsreichen Spartenmix aus Literatur, darstellender Kunst, bildender Kunst, Film und Musik an etwa 40 verschiedenen Orten in den Koblenzer Stadtteilen. Von szenischen Lesungen auf dem Festungsgelände Ehrenbreitstein, über Theateraufführungen an der Liebfrauenkirche, bis hin zu musikalischen Wanderungen durch die Koblenzer Stadtteile ist für jeden Geschmack aller Altersstufen etwas dabei.

Mit beispielsweise angekündigter Picknickselbstverpflegung und auch Veranstaltungen mit eigenen mitgebrachten Klappstühlen können zum einen das Infektionsrisiko minimiert, zum anderen der logistische Aufwand und die Desinfektionsnotwendigkeit gering und kontrollierbar gestaltet werden.
Alle im Kultursommer geplanten Veranstaltungen finden im Außenbereich statt und werden mit einem dem Veranstaltungsort angepassten Hygienekonzept durchgeführt.

Informationen zu den Veranstaltungen des Kultursommerprogramms erhält finden sich ab Freitag, 25. Juni 2021, über die Website www.Kulturhaus-Koblenz.de, über den städtischen Veranstaltungskalender auf der Website www.koblenz-touristik.de und auf der Facebook-Seite der Stadt Koblenz.

Großes Herz für kleine Menschen

Preisträger Fritz Pleitgen stiftet Brost-Ruhr Preis für die Krebs-Therapie bei Kindern und Jugendlichen

Treffpunkt Kinderklinik am Universitätsklinikum Essen: Dort wo sich sonst alles um das Wohl der jüngsten Patientinnen und Patienten dreht, stand diesmal ein Mann im Mittelpunkt, dessen Engagement für die Menschen seiner Heimat – ob jung oder alt – beispiellos ist.

Fritz Pleitgen, ehemaliger Intendant des WDR und als gebürtiger Duisburger ein echtes „Kind des Reviers“, nahm dort den Brost-Ruhr Preis entgegen. Verliehen von der Brost-Stiftung für seine Verdienste um das Ruhrgebiet.

Der Ort der Verleihung erklärt sich durch einen 20.000-Euro-Scheck, den Professor Bodo Hombach, Vorstandvorsitzender der Stiftung, dabeihatte: Diese mit der Auszeichnung verbundene Dotation spendet Pleitgen an die Stiftung Deutsche Krebshilfe. Das Geld soll für eine Studie zur Behandlung der akuten myeloischen Leukämie (AML) bei Kindern und Jugendlichen verwendet werden. Die Studienleitung liegt bei der Kinderklinik des Universitätsklinikum Essen. Bis vor kurzem war Pleitgen Präsident der Stiftung Deutsch Krebshilfe. Im vergangenen Jahr traf ihn die lebensbedrohliche Krankheit selbst.

„Anerkennung wem Anerkennung gebührt“ lautet das Motto des Brost-Ruhr Preises, den (bescheidenen) Rahmen bestimmten jedoch immer noch die Regularien zur Pandemiebekämpfung. Dem Preisträger schien es gar nicht so unrecht, kein allzu großes „Spektakel“ daraus zu machen. Schon während seiner aktiven Karriere beim WDR stellte Pleitgen persönliche Präsenz lieber in den Dienst der guten Sache.

„Bei ungezählten Auftritten in der Öffentlichkeit setzte er das – auch akustische – Gewicht seiner Stimme ein, wenn es darum ging, Verständnis für die Region zu wecken“, würdigte Hombach in seiner Laudatio Pleitgens Einsatz für das Ruhrgebiet. Nur eines von zahlreichen Beispielen: Als Geschäftsführer der Ruhr 2010 GmbH brachte Pleitgen das Kulturhauptstadt-Projekt in Essen mit auf den Weg. Das Ereignis gab seiner Heimatregion weit über das Veranstaltungsjahr hinaus nachhaltige Impulse.

Eine Herzensangelegenheit war ihm auch das Engagement für gemeinnützige und soziale Belange. Der Stiftung Deutsche Krebshilfe ist Pleitgen bis heute sehr verbunden. Wohin das Preisgeld gehen soll, war deshalb schnell entschieden. Und wie wichtig eine schnelle und passgenaue medizinische Therapie im Kampf gegen den Krebs sein kann, musste er vor gut einem Jahr selbst erfahren: „Auch mich hat der Krebs nicht allein gelassen. Ich hatte damals mit meinem Leben abgeschlossen, hatte aber das Glück, gleich an einen ausgezeichneten Chirurgen zu geraten, der mich operiert hat.“ Einen Ehrenplatz für den Preis gibt es auch bereits: ein prachtvoller alter Schrank in seinem Haus – im Kölner Jargon ‚Prahlhans‘ genannt, so Pleitgen – solle die Auszeichnung beherbergen.

Die Studie, in die das Geld fließen wird, ziele vor allem darauf ab, die Nebenwirkungen der AML-Therapie zu reduzieren, erklärte Chefarzt Prof. Dirk Reinhardt, Direktor der Kinderklinik III am Universitätsklinikum Essen. „Es geht nicht nur darum, die Therapie zu optimieren, sondern auch die Diagnostik zu verbessern. Denn die Leukämie lässt uns keine Zeit, wir müssen die Therapie möglichst schnell beginnen. Basierend auf einer guten Diagnostik können wir aber vorhersagen, was für jeden einzelnen Patienten die bestmögliche Therapie sein könnte“. Und Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Krebshilfe, ergänzt: „Heute können vier von fünf krebskranken Kindern geheilt werden. Doch trotz vieler Erfolge und gestiegener Heilungschancen bleiben nach wie vor erhebliche Herausforderungen, um letztlich allen an Krebs erkrankten Kindern und Jugendlichen gute Behandlungs- und Heilungschancen zu ermöglichen. Und das am besten mit Hilfe von Therapien die noch effektiver wirken und vor allem verträglicher für die jungen Patienten sind, um körperliche sowie psychische Belastungen möglichst gering zu halten. Hierfür wird es auch in Zukunft notwendig sein, insbesondere die Krebsforschung nachhaltig zu fördern.“

Die Studie

Die akute myeloische Leukämie (AML) ist die zweithäufigste Form des Blutkrebses bei Kindern und Jugendlichen. Die Verbesserung der Therapie in den letzten Jahrzenten hat dazu geführt, dass heute über 75 Prozent der Betroffenen geheilt werden können, während die Erkrankung früher fast immer tödlich verlief.

Allerdings ist dazu bis heute eine intensive Chemotherapie oder auch eine Stammzellentherapie erforderlich, die durch ihre zahlreichen Nebenwirkungen sehr strapaziös für die jungen Patienten ist.

Ziel der AML-Studie ist es daher, durch neue oder andere Medikamente die Nebenwirkungen auf Herz, Niere oder Leber zu reduzieren. Auch im Fall eines Rückfalls der AML, der leider immer noch bei 25 Prozent der Erkrankten auftritt, soll die Behandlung effektiver werden, ohne die Nebenwirkungen zu verstärken.

In die Studie involviert sind alle Kinderkrebszentren in Deutschland. Die Leitung liegt bei Professor Dirk Reinhardt vom Universitätsklinikum Essen, Leiter der Klinik für Kinderheilkunde III.

Der Preis

Der Brost-Ruhr Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. Diese gehen nicht an den Preisträger. Er kann sie nur an eine soziale Einrichtung seiner Wahl weiterreichen. Erstmalig wurde der Preis im Jahr 2020 verliehen, ausgezeichnet wurde damit NRW-Innenminister Herbert Reul.

Die Trophäe selbst ist eine Stahlplastik des Ruhrgebiets-Künstlers Marcus Kiel. Das Werk des Künstlers reflektiert die Dynamik einer sich ständig transformierenden Region und erinnert zugleich an die Stifterin Anneliese Brost. Das Ruhrgebiet war ihre Heimat und ist deshalb Förderschwerpunkt ihrer Stiftung.

Über die Brost-Stiftung

Die Brost-Stiftung wurde am 1. Juni 2011 mit Sitz in Essen gegründet. Sie führt das gesellschaftliche Engagement der Stifterin Anneliese Brost in eine gesicherte Zukunft. Förderschwerpunkt ist das Ruhrgebiet, dessen Identität gestärkt werden soll. Im Mittelpunkt steht dabei die Förderung der Kinder-, Jugend- und Altenhilfe, der Kunst und Kultur, der Volks- und Berufsbildung sowie des journalistischen Nachwuchses.

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