Mittwoch, 23. Januar 2019

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Advent – Zeit der Besinnung ?

Gedanken in der Vorweihnachtszeit

Von Hans-Peter Meyer

Die Kerzen am Adventskranz brennen wieder.

Die schönste, aber auch hektischste Zeit des Jahres ist angebrochen.

Welche Geschenke, welches unbedenkliche Festessen, wie feiern wir in diesem Jahr

Weihnachten und Silvester? Das sind die primären Fragen, all das geht uns durch den Kopf.  Sorgen, um die uns viele Menschen in der Welt beneiden.

Weltweit gibt es ein Viertel Reiche und drei Viertel Arme. Ein Viertel der Menschheit ist nicht in der Lage, seine Grundbedürfnisse wie Ernährung, Kleidung, Wohnung, Gesundheit und Bildung zu sichern.

Millionen Menschen auf unserem Globus kämpfen täglich um die nackte Existenz. Weltweit gibt es über 30 Kriege und bewaffnete Konflikte. In den Kriegs- , Krisen- und Katastrophengebieten dieser Welt gibt es zunehmend grauenvolle Szenarien,  in  Syrien, in der Ost-Ukraine, in Afghanistan, im Irak, in Pakistan, in Haiti,  in vielen afrikanischen Ländern, wo überall täglich unschuldige Menschen auf schreckliche Art und Weise  ihr Leben verlieren. Grausame Bilder. Krieg tötet alles.

Weltweit sterben täglich  30 000 Kinder an den Folgen von Hunger und Krankheit; eine alarmierende Zahl, die man sich immer wieder nachhaltig bewusst machen muß.

Dann gibt es noch die anderen, die allein und einsam sind. Nicht wenige, die auf ein Wort des Trostes und der Ermunterung warten. Menschen – die Hoffnung brauchen.

Auch daran sollten wir in der Adventszeit denken – mit etwas mehr  Demut und Dankbarkeit,  mit herzlicher Anteilnahme, mit weniger Egoismus.

Aber da gibt es auch noch etwas anderes:

Advent ist seit dem 5. Jahrhundert bezeugte Zeit der Muße und Vorbereitung auf das Fest der Geburt Christi und bedeutet „Ankunft“ so wie es der christliche Glaube lehrt.

Aber wer setzt sich heute noch mit dieser Interpretation auseinander?

Nach den trüben Tagen des November ist die Adventszeit heute  eine eher hektische Zeitspanne geworden.

Die Fassaden vieler Häuser strahlen im Lichterglanz und im Alltag herrscht hektische Geschäftigkeit.

Die Adventszeit sollte aber im Grunde alles andere sein als nur eine Zeit der Hektik und des Kerzenscheins; sie ist auch die Zeit des  Nachdenkens über den tieferen Sinn und den Ursprung des Advent, das alles ist aus dem Bewusstsein zumeist verdrängt.

So ist es Zeit, das wir diese Wochen auch mit anderen Inhalten füllen, in dem wir Ausschau halten nach dem Sinn unserer Schöpfung, die uns zu einem erfüllten und versöhnten Leben verhelfen will.

Auch wenn es trotz aller Hektik schwerfällt:

Versuchen wir doch einmal den Advent als „besinnliche Zeit“ wahrzunehmen und zu leben.

© Hans-Peter Meyer

Zwei Geistliche Konzerte mit FRECHBLECH

GEMÜNDEN / MONTABAUR. Zu einem geistlichen Konzert mit ernster Musik und Lesungen zum Ewigkeitssonntag luden FRECHBLECH als das Soloquintett des Evangelischen Dekanates Westerwald und der Organist Martin Löw aus Goddert gemeinsam jeweils in die Evangelische Stiftskirche Gemünden und in die Evangelische Pauluskirche Montabaur ein.

Unter der Leitung von Dekanatskantor Jens Schawaller (Helikon) musizierte das Ensemble die expressive Suite gothique von Léon Boëllmann (1862 – 1897) in den beiden unterschiedlichen Wäller Kirchen, wobei Rudi Weide (Trompete und Flügelhorn), Claudia Liebe (Trompete und Flügelhorn), Dorit Gille (Waldhorn) und Benjamin Bereznai (Basstrompete und Bariton) die französisch-romantische Musik souverän und spielfreudig zum Leben in den beiden denkmalgeschützten Kirchen erweckten.

Mit der fünfstimmigen Motette „Tristis est anima mea“ von Johann Kuhnau (1660 – 1722) erklang ein polyphones Werk, das sich mit Jesu Leiden im Garten Gethsemane auseinandersetzt und so den Bogen zum Ewigkeitssonntag schlägt. Martin Löw schloss sich diesem Thema mit einer ausdrucksstarken Orgelimprovisation über „Die Nacht ist vorgedrungen“ an, die dem Erleben menschlicher Angst und deren Überwindung durch die Hoffnung musikalisch tiefem Ausdruck verlieh; die anwesenden Gäste sangen den Choral bewegt mit. Aus dem Stilumfeld der Prima pratica kontrastierte die Motette „Sicut Cervus“ – „Wie der Hirsch schreiet“ – von Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525 – 1594), deren Inhalt das Fragen des Menschen nach Gott beinhaltet.

Mit einem differenzierten und charaktervollen Choralvorspiel über „Wir warten dein, o Gottes Sohn“ stellte Martin Löw den Bezug zum Ende des Kirchenjahres wieder her, bei dem er sowohl das Klanggewand der Orgel von Johann Wilhelm Schöler als auch der von Georg Friedrich Wagner charmant und emotionsvoll vorzustellen verstand. Beide Denkmalorgeln luden die Gäste zum Mitsingen auch dieses Chorales ein. Mit einer typisch reformierten Komposition zu Psalm 90 – „Herr, du bist unsre Zuflucht für und für“ – von Jan Pieterszoon Sweelinck (1562 – 1621) musizierte FRECHBLECH ein höchst thematisch-motivisch gebundenes Werk des Meister niederländischer Vokalpolyphonie, dem gegenüber mit „Unser Leben ist ein Schatten“ von Johann Bach (1604 – 1673) eine sehr gegliederte und vielgestaltige Motette lutherischer Art erklang.

Mit einer Orgelimprovisation über „Nun sich das Herz von allem löste“ schwelgte Martin Löw in den unterschiedlichen Dispositionen beider Orgelwerke und erfüllte die zwei unterschiedlichen Kirchenräume im Oberen wie im Unteren Westerwald mit seinem ergreifenden Spiel. Liturgisch gegliedert wurden beide Konzerte durch Lesungen und Gebete, die Benjamin Bereznai vortrug und damit immer wieder den Bezug zum Ewigkeitssonntag herstellte.

Mit Joseph Gabriel Rheinbergers (1839 – 1901) „Abendlied“ verabschiedete sich FRECHBLECH von seinen Zuhörerinnen und Zuhörern, die es allen beteiligten Musikerinnen und Musikern mit einem langen Applaus dankten.

Der Totensonntag (Ewigkeitssonntag) – Die Entstehung und Geschichte eines Gedenktages

Von Hans-Peter Meyer

Der Totensonntag oder Ewigkeitssonntag ist in der evangelischen Kirche in Deutschland ein Gedenktag für die Verstorbenen. Er ist der letzte Sonntag vor dem ersten Adventssonntag und damit der letzte Sonntag des  Kirchenjahres.

Seit der Entwicklung des Kirchenjahres im Mittelalter wurden mit den letzten Sonntagen des Kirchenjahres liturgische Lesungen zu den  Letzten Dingen verbunden. Während am drittletzten Sonntag das Thema „Tod“ im Mittelpunkt steht, hat der vorletzte Sonntag die Thematik „ (Jüngstes) Gericht“ und der letzte „Ewiges Leben“.

Traditionell thematisiert der letzte Sonntag im Kirchenjahr in besonderer Weise die Erwartung des Jüngsten Tages. Dazu gehört als Sonntagsevangelium das Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen (Matthäus 25). Es bildet die Grundlage für das Wochenlied, den Choral von Philipp Nikolai „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ (EG 147) und die darauf aufbauende Bachkantate gleichen Namens (BWV 140).

Entstehung des Totensonntags

König Friedrich Wilhelm III. von Preußenbestimmte durch  Kabinettsorder vom 24. April und Verordnung vom 25. November 1816  für die evangelische Kirche in den preußischen Gebieten den Sonntag vor dem 1. Advent zum „allgemeinen Kirchenfest zur Erinnerung an die Verstorbenen“. Folgende Gründe kommen dafür in Frage: das Gedenken an die Gefallenen der Befreiungskriege, die Trauer um die 1810 verstorbene Königin Luise oder auch das Fehlen eines Totengedenkens im evangelischen Kirchenjahr. Die anderen evangelischen Landeskirchen übernahmen diese Bestimmung.

Staatlicher Schutz

Der Totensonntag ist in allen deutschen Bundesländern besonders geschützt. Die Feiertagsgesetze aller Bundesländer außer Hamburg bestimmen den Totensonntag als Trauer- und Gedenktag oder als „stillen Tag“ oder „stillen Feiertag“, für den besondere Einschränkungen gelten; dazu gehören beispielsweise Verbote von Musikaufführungen in Gaststätten, zum Teil begrenzt auf bestimmte Stunden des Totensonntags. Das Hamburger Gesetz über Sonntage, Feiertage, Gedenktage und Trauertage ermächtigt den Hamburger Senat, „durch Rechtsverordnung (…) Tage zu sonstigen Gedenk- oder Trauertagen zu erklären“, was beispielsweise durch das Hamburgische Gesetz zur Regelung der Ladenöffnungszeiten (Ladenöffnungsgesetz) vom 22. Dezember 2006 erfolgt ist.

Heutige Situation

Die lutherischen und unierten Agenden der 1950er Jahre versuchten im Rahmen der jüngeren liturgischen Bewegung, den endzeitlichen Charakter des Sonntags zurückzugewinnen. Deshalb findet sich der Name Totensonntag hier überhaupt nicht, sondern es ist lediglich vom Letzten Sonntag des Kirchenjahres/Ewigkeitssonntag/Sonntag vom Jüngsten Tage die Rede. Jedoch wurde ein alternatives Proprium mit dem Namen Gedenktag der Entschlafenen zur Verfügung gestellt.

Die Reformierte Liturgie(1999) führt in ihrem Liturgischen Kalender den Sonntag unter der Bezeichnung Letzter Sonntag des Kirchenjahres – Ewigkeitssonntag / Totensonntag, die pfälzische Agende (2006) als Letzter Sonntag des Kirchenjahres (Totensonntag). Beide führen dabei die Perikopen des Ewigkeitssonntags an, wie sie auch im Evangelischen Gottesdienstbuch wiedergegeben sind.

Das Evangelische Gottesdienstbuch verzeichnete darüber hinaus jedoch noch einen Gedenktag der Entschlafenen. In ihm werden biblische Lesungen vorgeschlagen, die von denen für den Ewigkeitssonntag abweichen. Für  Christen ist der Tod zwar das Ende irdischen Lebens, doch wird dies in der Perspektive der Hoffnung auf die  Auferstehung der Toten gesehen, wie es an vielen Stellen in der Bibel beschrieben wird, z. B.  Johannes11,25 LUT. „Nach dem Willen des Ev. Gottesdienstbuches soll dort, wo es üblich ist, das Gedächtnis der Entschlafenen in einem eigenen Früh-, Predigt- oder Vespergottesdienst begangen werden …, es soll aber die Texte des Ewigkeitssonntags keineswegs verdrängen.“ Es wird ausdrücklich darauf verwiesen, dass auch die Texte des Ewigkeitssonntags für das Totengedenken geeignet sind.

Das Totengedenken bleibt in vielen Landeskirchen der Entscheidung der Kirchengemeinde überlassen. Zumindest mit dem Verlesen der Verstorbenen des vergangenen Kirchenjahres – das neue beginnt mit dem folgenden Sonntag, dem ersten Adventssonntag – wird ihrer in den Gottesdiensten gedacht. In vielen Gemeinden werden die Angehörigen der Verstorbenen eigens zu Gottesdiensten auf den  Friedhöfen eingeladen. Das Abendmahl, sofern es an diesem Tag gefeiert wird, hat seinen Platz im morgendlichen Hauptgottesdienst. Zu den verbreiteten Bräuchen gehört es, die Gräber mit Gestecken oder Blumen zu schmücken.

Kirchliche Kreise werben dafür, aus Rücksichtnahme auf den Totensonntag mit der Weihnachtsbeleuchtung und den Weihnachtsmärkten erst in der Woche vor dem 1. Advent zu beginnen.

Der Sonntag der Ökumene

In der römisch-katholischen Kirche wird dieser Sonntag seit der  Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils als  Christkönigssonntag begangen, im altkatholischen Kalender wird dieser „Sonntag vom wiederkommenden Herrn“ genannt. Das Fest betont die Königsherrschaft Christi in Ewigkeit und weist insofern Parallelen zum Ewigkeitssonntag auf. Auch englischsprachige lutherische Kirchen, die dem Revised Common Lectionary folgen, feiern den Christkönigssonntag. Das Totengedenken erfolgt in der katholischen Tradition an Allerseelen.

Das Gedächtnis der Verstorbenen (Allerseelen) feiert die Katholische Kirche am 2. November, dem Tag nach Allerheiligen.

Der Volkstrauertag ist in Deutschland ein staatlicher Gedenktag zur Erinnerung an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft.

Aber bei aller Trauer in diesen Tagen im November, sollte uns die Erinnerung nicht so gefangen nehmen, dass wir uns der Gegenwart nicht mehr zu stellen vermögen.

Wer würde nicht die intensiven Augenblicke seines Lebens gern verlängern. Doch dieser Wunsch nach Dauer bleibt eine Illusion, weil die Zeit befristet ist und unser Leben Grenzen hat. Seine Endlichkeit zu akzeptieren, ist ähnlich schwer, wie der V ersuch, die Ewigkeit zu begreifen: Gibt es wirklich eine unendliche Zeit in der Vergangenheit und Zukunft?

Die Bibel kennt die Ewigkeit nicht als philosophischen Begriff, sondern nur in Verbindung mit dem Schöpfer: Er war vor aller Zeit und wird nach uns sein…!

Christen schöpfen aus der Gewissheit: Weil des Schöpfers (Gottes) Liebe in Zeit und Ewigkeit gilt, kann sie nicht vom Tod begrenzt werden und bleibt in Ewigkeit. Wer in diesem Bewusstsein lebt, wird die Alltagsprioritäten anders setzen und mit manchen Themen und Menschen seines Lebens sorgfältiger, liebevoller und freier umgehen können.

Das Kreuz ist nicht nur das Symbol des Todes, sondern auch das Symbol des Lebens über den Tod hinaus, das uns der Schöpfer schenkt. Darum gehen wir nicht nur auf den Friedhof, um an die Verstorbenen zu denken, sondern auch um uns in der Hoffnung auf ein Wiedersehen in der Ewigkeit zu stärken.

©   Hans-Peter Meyer

Koblenzer Schülerinnen und Schüler übernehmen Patenschaften für 57 Stolpersteine

Auf Initiative von Kultur- und Schuldezernentin Dr. Margit Theis-Scholz, unterstützt durch die Christliche-Jüdische Gesellschaft Koblenz und den Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V., haben zwölf Koblenzer Schulen Patenschaften für Stolpersteine übernommen.

Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Mit den im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln soll an das Schicksal der einst in den jeweiligen Häusern und Wohnungen lebenden und dann in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgten, vertriebenen oder getöteten Mitbürgerinnen und Mitbürgern jüdischen Glaubens erinnert werden.

Die Schulen nehmen nun an einem durch das Bildungsbüro der Stadtverwaltung Koblenz (Kultur- und Schulverwaltungsamt) organisierten jährlichen Aktionstag in Erinnerung an die Reichspogromnacht am 9. November teil. Die Schülerinnen und Schüler führen hierbei eine symbolische Reinigung der in der Nähe ihrer Schule verlegten Stolpersteine durch.

Die Übergabe der entsprechenden Reinigungssets an die teilnehmenden Schulen erfolgte durch Kultur- und Schuldezernentin Dr. Theis-Scholz im Rathaus. Mit den Sets ausgestattet wurden die Grundschule Arenberg, Grundschule Freiherr-vom-Stein, Grundschule Güls, Grundschule Immendorf, Grundschule Pfaffendorf, Grundschule Schenkendorf, Hilda-Gymnasium, Integrierte Gesamtschule Koblenz, Clemens-Brentano-/Overberg Realschule plus Koblenz, Diesterweg-Schule, Bischöfliches Cusanus-Gymnasium und die Dr. Zimmermansche Wirtschaftsschule.

Im Rahmen dieser Übergabe zeichnete Dr. Jürgen Schumacher, der Vorsitzende des Fördervereins Mahnmal Koblenz, den anwesenden Schülerinnen und Schülern die Ereignisse um die Novemberpogrome 1938 in Koblenz nach. Walter Baum von der Carl-Benz-Schule berichtete über die Patenschaft für 14 Stolpersteine, welche im Rahmen des fächerübergreifenden Unterrichts aus dem Bereich der Berufsfachschule und des Berufsvorbereitungsjahres bereits besteht.

Im Anschluss an die Übergabe der Reinigungssets wurden Schüler der Clemens-Brentano-/Overberg Realschule plus Koblenz zur symbolischen Reinigung der Stolpersteine an der Liebfrauenkirche 11 begleitet.

Kultur- und Schuldezernentin Dr. Theis-Scholz erachtet einen solchen Aktionstag als wichtigen Beitrag für eine lebendige Erinnerungskultur und hofft die Patenschaften im kommenden Jahr noch auf weitere Schulen ausweiten zu können. Sie bedankt sich insbesondere bei der Christlich-Jüdischen Gesellschaft Koblenz für die Dokumentation zu den schicksalhaften Opferbiographien, welche die Schulen entsprechend in den Unterricht integrieren können.

Die Stolpersteinpatenschaften werden u.a. vom Bildungsbüro Koblenz koordiniert. Das Bildungsbüro Koblenz wurde im Jahr 2017 mit Unterstützung von Fördermitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gegründet. Als Koordinierungsstelle für Bildungsfragen arbeitet das Bildungsbüro Koblenz primär an der Vernetzung von Bildungsangeboten und Bildungsak teuren in Koblenz.

Kulturminister Wolf begrüßt neuen Direktor des Landesmuseums Koblenz

Kulturminister Prof. Dr. Konrad Wolf konnte am heutigen Montag bei der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) den neuen Direktor des Landesmuseums Koblenz in sein neues Amt einführen. 

Prof. Dr. Andreas Schmauder wird zukünftig bei der GDKE die Geschicke des Landesmuseums führen und in Personalunion auch das Kulturzentrum Festung Ehrenbreitstein mit seinen vielfältigen Angeboten  leiten. „Mit Prof. Dr. Schmauder ist es uns gelungen, einen fachlich versierten Experten für die Leitung dieses einmaligen Kulturstandorts zu gewinnen. Ich freue mich sehr, dass das Engagement von Herrn Prof. Schmauder über den Museumsbetrieb hinaus auch die Festung als historischen Ort umfassen wird. Ich verspreche mir davon weitere Synergien bei Ausstellungen, Veranstaltungen und in der kulturellen Bildungsarbeit. Ich wünsche Herrn Schmauder viel Erfolg und Freude bei seiner neuen Aufgabe.“

Der 1966 in Metzingen geborene Historiker für Mittelalterliche und Neuere Geschichte ist spezialisiert auf die vergleichende Landes-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, die dem Ausstellungsschwerpunkt des Landesmuseums Koblenz entspricht.  Der Generaldirektor der GDKE, Thomas Metz, bemerkte bei der Vorstellung in der Festung Ehrenbreitstein: „Wir können einen erfahrenen Kollegen in unserem Team begrüßen, dem es bereits in Ravensburg mit dem Aufbau des Museums Humpis-Quartier gelungen ist, Geschichte lebendig zu vermitteln. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und wünsche Herrn Schmauder einen guten Start bei uns in Koblenz.“

Neben seiner Tätigkeit als Direktor des Museums Humpis-Quartier leitete Prof. Schmauder auch das Stadtarchiv der Stadt Ravensburg. Herr Schmauder übernimmt bei der GDKE die Leitung des Landesmuseums Koblenz von Brigitte Schmutzler, die in den Ruhestand getreten war. Die Leitung des Kulturzentrums wird zum ersten Mal in Personalunion mit der Museumsleitung vergeben. Durch die Bündelung der Aufgabenstellungen rund um die Festung soll der Betrieb des Kulturdenkmals weiter optimiert sowie neue Potentiale in den Fokus genommen werden.

Andreas Schmauder freut sich auf seine neue Aufgabe: "Die Festung Ehrenbreitstein als historischer Ort und die Sammlungen des Landesmuseums verkörpern kulturelles Erbe von hohem Rang. An einem solch historischen Ort mit Strahlkraft, zusammen mit einem erfahrenem Team den Besucherinnen und Besuchern große Familienausstellungen, ein Haus der Kulturgeschichte und ein breit gefächertes Angebot an Kulturveranstaltungen ermöglichen zu können, sind für einen leidenschaftlichen Kulturhistoriker optimale Arbeitsvoraussetzungen."

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