Mittwoch, 27. März 2019

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Förderverein Musica Sacra e. V.

MONTABAUR. „Wir wollen auch weiterhin die Evangelische Dekanatskantorei Montabaur in finanzieller und ideeller Hinsicht fördern und begleiten“ – mit diesem guten Vorsatz setzt der neu gewĂ€hlte Vorstand – er ist identisch mit dem alten – des als gemeinnĂŒtzig anerkannten Fördervereines der Dekanatskantorei Montabaur Musica Sacra e. V. seine segensreiche und bewĂ€hrte Arbeit fort. Dem Vorstand gehören an: Michael MĂŒller (1. Vorsitzender), Monika SchlĂ¶ĂŸer (2. Vorsitzende), Norbert Busch (SchriftfĂŒhrer), Hans Althöhn (Kassierer) und Jens Schawaller (Dekanatskantor). Die Dekanatskantorei Montabaur besucht ĂŒber ihre EinsĂ€tze in der Kreisstadt hinaus seit ihrer GrĂŒndung im Jahr 1999 regelmĂ€ĂŸig Kirchengemeinden in der Region, um sowohl mit Chor- und Orchesterkonzerten als auch mit Chorgesang in unterschiedlichen Gottesdiensten prĂ€sent zu sein. „Die qualitativ hochwertige und mitreißende Musik der Dekanatskantorei Montabaur ist neben dem Kunstgenuss auch ein probates Mittel der Werbung fĂŒr Kirche“, erklĂ€rt der evangelische A-Kantor des unteren Westerwaldes, dem auch der geistliche Schwerpunkt der Kantorei sehr am Herzen liegt. Ohne die zusĂ€tzliche tatkrĂ€ftige finanzielle UnterstĂŒtzung seitens des Fördervereines Musica Sacra e. V. wĂ€ren die vielfĂ€ltigen Aktionen der Dekanatskantorei allerdings seit einigen Jahren bereits nicht mehr möglich gewesen. Eine Fördermitgliedschaft und Einzelspenden sind jederzeit möglich und herzlich willkommen: IBAN: DE03 5709 1000 0002 9540 01 bei der Volksbank Montabaur. AuskĂŒnfte erhalten Sie unter Tel.: 0176 / 8561 2553.

Daniel Chatard und Amelie Glienke gewinnen die RĂŒckblende 2018

Heike Raab: Kenntnisreiche und handwerklich perfekte Arbeit der Bildjournalisten

Die Sieger der 35. RĂŒckblende stehen fest: Der Fotograf Daniel Chatard gewinnt den deutschen Preis fĂŒr politische Fotografie und die Karikaturistin Amelie Glienke (Hogli) den Karikaturenpreis der deutschen Zeitungen. Das von der Jury ausgewĂ€hlte Siegerfoto von Daniel Chatard dokumentiert den Abriss einer Kirche im rheinischen Braunkohle-Tagebaugebiet. Diesen Preis stiftet die BevollmĂ€chtige des Landes beim Bund und fĂŒr Europa, fĂŒr Medien und Digitales, StaatssekretĂ€rin Heike Raab. In ihrer Laudatio fĂŒhrte sie aus: „Mit der RĂŒckblende wĂŒrdigen wir die professionelle Leistung von Fotografinnen und Fotografen, von Karikaturistinnen und Karikaturisten. Ihr scharfer Blick und ihre handwerkliche Perfektion halten uns oft den Spiegel vor und sind damit ein essentieller Beitrag zur Freiheit der Presse.“

Mit dem diesjĂ€hrigen Karikaturenpreis der deutschen Zeitungen wurde Amelie Glienke (Hogli) fĂŒr ihren karikaturistisch-humorvollen Kommentar zur Situation der SPD im Jahr 2018 ausgezeichnet. Jury-Vorsitzende StaatssekretĂ€rin Heike Raab und der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des BDZV Dietmar Wolff ĂŒberreichten in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin die Preise an die Sieger. Die RĂŒckblende wird gemeinsam von der Landesvertretung Rheinland-Pfalz und dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) mit UnterstĂŒtzung zahlreicher Kooperationspartner wie Leica Camera AG, Schneider Kreuznach, Bundespressekonferenz, Tagesspiegel, und SWR veranstaltet.

Daniel Chatard wurde 1996 in Heidelberg geboren, wo er auch lebt. Er arbeitet als freier Fotograf. Nach dem Studium Fotojournalismus und Dokumentarfotografie in Hannover machte sich Chatard selbststĂ€ndig, schon wĂ€hrend des Studiums nahm er an vielen Fotoausstellungen und Fotopreisen teil. Beim Oscar Barnack Award des RĂŒckblende-Sponsors Leica Camera AG war er 2018 einer der Finalisten.

Amelie Glienke, die mit dem KĂŒrzel Hogli zeichnet, wurde 1945 geboren. Sie studierte Malerei, freie Grafik und visuelle Kommunikation an der Hochschule fĂŒr KĂŒnste in Berlin. Ihre Karikaturen erscheinen in vielen Tageszeitungen. Zu ihrer Bekanntheit beigetragen haben auch ihre Illustrationen zur Kinderbuchserie „Der kleine Vampir“ von Angela Sommer-Bodenburg.

WĂ€hrend der ersten Ausstellung der RĂŒckblende-Tournee in der Landesvertretung in Berlin (29. Januar bis 21. Februar 2019) haben alle Besucher die Möglichkeit, ihr Lieblingsfoto und ihre Lieblingskarikatur zu wĂ€hlen. Dieser Publikumspreis wird bei der Finissage am 21. Februar ĂŒberreicht. Die beiden Sieger aus den Sparten Fotografie und Karikatur gewinnen Übernachtungen in erstklassigen Hotels in Rheinland-Pfalz.

Die Teilnehmerzahlen der RĂŒckblende 2018 erreichten mit 215 Fotografinnen und Fotografen sowie 65 Karikaturistinnen und Karikaturisten annĂ€hernd das Rekordniveau der Vorjahre. FĂŒr den Wettbewerb zum deutschen Preis fĂŒr politische Fotografie und Karikatur wurden 1.354 Arbeiten eingereicht. Im Bereich Fotografie wurde erneut auch der Preis „Beste Serie“ verliehen, den die Leica Camera AG stiftet. Hier gewann David Klammer mit einer Foto-Serie zur Auseinandersetzung um den Hambacher Forst. Die Firma Jos. Schneider Optische Werke Kreuznach stiftete den Fotografie-Preis „Das Scharfe Sehen“. Odd Andersen, Fotograf bei AFP, gewann 3.000 Euro fĂŒr eine Aufnahme von Innenminister Horst Seehofer, der zwischen Kanzlerin Merkel und Vizekanzler Scholz hervorlugt.

Die Ausstellung „RĂŒckblende 2018“  wird wĂ€hrend des Jahres 2019 in Berlin, Koblenz, Neustadt, Trier, Mainz, Bonn, Leipzig und BrĂŒssel 70 ausgewĂ€hlte Fotografien, fĂŒnf Foto-Serien und 50 Karikaturen zeigen. Die Tournee-Termine und alle Teilnehmer-BeitrĂ€ge werden im Internet prĂ€sentiert unter www.rueckblende.rlp.de.

Wachsam bleiben fĂŒr jede Form von Menschenverachtung

JĂŒdisch-christliches Gedenken an Opfer des Holocaust sorgt fĂŒr ĂŒbervolle Friedenskirche in Friedrichssegen

FRIEDRICHSSEGEN/RHEIN-LAHN. (29. Januar 2019) Auch im Rhein-Lahn-Kreis warnten viele Menschen am Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust vor menschenverachtenden Tendenzen in der Gesellschaft. Die Friedenskirche in Friedrichssegen war zu klein, um allen Teilnehmenden einen Sitzplatz zu bieten. JĂŒdische, katholische und evangelische Gemeinden hatten erstmals gemeinsam dorthin zu einem Gottesdienst eingeladen, der an die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur erinnerte.


Viele bewegende Momente lieferte der jĂŒdisch-christliche Gottesdienst in Friedrichssegen, fĂŒr den beim letztjĂ€hrigen Sternmarsch fĂŒr den Frieden am Volkstrauertag in Bad Ems die Idee geboren wurde, wie Pfarrerin Antje MĂŒller erklĂ€rte. Die zeigte sich ĂŒber das große Interesse an dieser ökumenischen Premiere ebenso ĂŒberrascht wie angetan. „Damit hatten wir nicht gerechnet“, sagte die evangelische Theologin, bevor unterstĂŒtzt von zwei Jugendlichen aus der Gemeinde fĂŒr 21 ermordete Lahnsteiner jĂŒdischen Glaubens jeweils ein Teelicht angezĂŒndet und auf den Altar gestellt wurde.


MĂŒller wies ebenso auf das Mahnmal fĂŒr die Opfer des Holocaust vor der Kirche hin, das auf Initiative von RealschĂŒlern 1996 errichtet wurde. „Bleiben wir wachsam fĂŒr jede Form von Menschenverachtung!“, sagte die katholische Gemeindereferentin Tanja Kaminski. Das machte deutlich, dass die Veranstaltung nicht nur den Blick zurĂŒck, sondern auch in Gegenwart und Zukunft lenkte sowie auf das biblische Doppelgebot der Liebe, das dazu auffordert, Gott und seine Mitmenschen zu lieben.


In den Focus rĂŒckten die Liturgen das Schicksal des Theologen, Journalisten und Schriftstellers Jochen Klepper (1903 - 1942), der eine Reihe von Liedtexten dichtete, die sich sowohl im evangelischen als auch im katholischen Gesangbuch finden. „Die Nacht ist vorgedrungen“ ist eines der Lieder, das die Besucher in der Friedenskirche anstimmten. Der Dichter heiratete 1931 eine verwitwete JĂŒdin, die sich 1938 taufen ließ. Die Ausweglosigkeit, die Frau und deren jĂŒngere Tochter vor dem Holocaust bewahren zu können, ließ Klepper verzweifeln und trieb ihn mit den Beiden in den Selbstmord. Die Kombination der zitierten hoffnungsvollen Liedstrophen mit den TagebucheintrĂ€gen bewegte in der Friedenskirche.


Das tat auch die Musik zur Feierstunde. Neben Organistin Hannelore Syre sorgte die junge Kelly-Sophie Heuzeroth mit ihrem gefĂŒhlvoll vorgetragenen „Halleluja“ Leonard Cohens fĂŒr eine andĂ€chtige Stimmung im Gotteshaus. Zu Herzen ging auch das brillante Spiel von Dr. Thomas Reisinger an der Violine, den Ehefrau Regine Reisinger am E-Piano begleitete. So liebreizend er zu Beginn einen hebrĂ€ischen Gruß („Shalom Aleichem“) interpretierte, so melancholisch anrĂŒhrend erklang nach Kleppers Biografie eine Bitte um Frieden „Osse Schalom“ von Ben Steinberg.


Ergreifend fanden es viele Besucher, dass nicht nur das jĂŒdische Totengebet (Kaddisch), sondern auch andere Bestandteile der Liturgie zweisprachig in Deutsch und HebrĂ€isch oder AramĂ€isch vorgetragen beziehungsweise gebetet wurden. „Es hat mich sehr berĂŒhrt, das Vater Unser, das ich schon unzĂ€hlige Male gebetet habe, einmal in der Sprache Jesu zu hören“, sagte eine Besucherin im Anschluss.


Friedrichssegens Gemeindepfarrerin Antje MĂŒller nahm die große Resonanz des Gedenkgottesdienstes zum Anlass, die Ökumene weiter zu stĂ€rken. „Wir mĂŒssen ĂŒber den eigenen Kirchturm hinaus denken“, sagte die Theologin und meinte dies sowohl geografisch als auch inhaltlich, denn das sei „wirklich wichtig fĂŒr unsere Zukunft“.

Mit frischem Wind in die neue Spielzeit

Auf der kĂŒrzlich stattgefundenen Mitgliederversammlung der LichtspielbĂŒhne Rhein-Mosel e.V. wurde neben der Reflektion der vergangenen Vereinsjahre und Spielzeit auch ein neuer Vorstand gewĂ€hlt. Im RĂŒckblick auf die letzte Produktion „Das Abschiedsdinner“ konstatierte der Vorsitzende Hannes Mager ein gelungenes Theater- und Unterhaltungsangebot fĂŒr die Region Spay und Bad Breisig.

Nach den Rechenschafts- und Kassenberichten erfolgte die Entlastung des alten Vorstandes Hannes Mager, Denny Blank und Pedro Hillen. In kurzweiligen WahlgĂ€ngen konnte ein teilweiser neuer Vorstand gewĂ€hlt werden. Pedro Hillen stand fĂŒr die Funktion des Kassierers aus beruflichen GrĂŒnden nicht mehr zur VerfĂŒgung. Vor allem in der VereinsgrĂŒndungszeit und auch in den vergangenen Jahren leistete er großartige Arbeit“, bedankten sich Hannes Mager und Denny Blank, stv. Vorsitzender. FĂŒr dieses Amt wurde sodann Johanna Bott vorgeschlagen und einstimmig gewĂ€hlt. WiedergewĂ€hlt wurden auch Hannes Mager und Denny Blank als Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender. Erfreulicherweise konnte die Mitgliederversammlung auch einige neue Mitglieder und Spielinteressierte begrĂŒĂŸen und in die Reihen mitaufnehmen.

Nach den FormalitĂ€ten der Mitgliederversammlung folgten die anwesenden Mitglieder gespannt den AusfĂŒhrungen des alten und neuen Vorstandes zum Ausblick auf die nĂ€chsten Vereinsjahre und die kommende Spielzeit. So wird man im MĂ€rz und April wieder mit einem großartigen TheaterstĂŒck „Die Niere“ von Stefan Vogel in der Schottelhalle in Spay die Leute begeistern. Zudem sind auch wieder diverse VereinsaktivitĂ€ten wie zum Beispiel ein eintĂ€giger Sommerausflug geplant.

Weitere Informationen zum Verein und zur aktuellen Produktion erhÀlt man auch unter www.lichtspielbuehne.de

Runderneuerte Homepage zur Gedenkarbeit in Osthofen und Hinzert online

Die neue Homepage zur Gedenkarbeit der Landeszentrale fĂŒr politische Bildung Rheinland-Pfalz zu NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz/GedenkstĂ€tte KZ Osthofen und GedenkstĂ€tte KZ Hinzert ist online

Bernhard Kukatzki, Direktor der Landeszentrale fĂŒr politische Bildung Rheinland-Pfalz, und Uwe Bader, Leiter des Referats Gedenkarbeit der LpB und der GedenkstĂ€tte KZ Osthofen, freuen sich:
"Mit komplett neuem Design ist unser Internetauftritt des NS-Dokumentationszentrums Rheinland-Pfalz sowie der GedenkstÀtten KZ Osthofen und SS-Sonderlager/KZ Hinzert nun auch mit Smartphones und Tablets bequem nutzbar. Die Navigation wurde vereinfacht und der Veranstaltungskalender ist bereits auf der Startseite zu finden."

Die neue Homepage www.gedenkarbeit-rlp.de
zur staatlichen Gedenkarbeit der Landeszentrale fĂŒr politische Bildung Rheinland-Pfalz, bietet außer dem neuen Design vielfĂ€ltige Informationen zu den Ausstellungen in den beiden GedenkstĂ€tten, eine komplett ĂŒberarbeitete und leichter nutzbare Datenbank zu den Veranstaltungen sowie jede Menge pĂ€dagogisches und wissenschaftliches Material des NS-Dokumentationszentrums Rheinland-Pfalz in Osthofen.
So etwa Biographien von Menschen, die in Osthofen und Hinzert von den Nazis inhaftiert waren und pÀdagogische Angebote zum Widerstand auf dem Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz als pdf-Dateien.

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