Sonntag, 20. Juni 2021

Letztes Update:02:17:05 PM GMT

region-rhein.de

RSS

Chorverband Rheinland-Pfalz: Kulturpolitische Arbeit künftig im Fokus

Karl Wolff wurde auf dem diesjährigen Verbandstag, der am 27. März erstmals vollständig virtuell und digital durchgeführt wurde, für eine weitere Amtszeit als Präsident des Chorverbands Rheinland-Pfalz bestätigt. Nach über 15 Jahren Arbeit im Präsidium verabschiedeten die Delegierten Mario Siry.

Als Plattform für den regen Austausch der 75 Teilnehmer diente beim Verbandstag 2021, einmal mehr, das Videokonferenzsystem Zoom; alle Abstimmungen, so auch die Neuwahl des geschäftsführenden und erweiterten Präsidiums, erfolgten über die Onlineplattform ‚digitalwahl.org‘.

Bei den turnusgemäß stattfindenden Wahlen wurden Präsident Karl Wolff, Vizepräsidentin Bildung Christel Bieger, Vizepräsident Verwaltung Tobias Hellmann, Verbandsschatzmeister Franz-Jürgen Mörs und Medienreferent Dieter Meyer in ihren Ämtern bestätigt. Bettina Scholl und Marco Herbert standen für die vakante Position der Verbands-Chorleitung zur Wahl, die Marco Herbert mit 9 Stimmen Vorsprung für sich entschied. Seine ebenfalls neu gewählte Stellvertreterin ist Kristin Knautz-Scholl. Nach über 15 Jahren Präsidiumsarbeit hatte, bereits im Vorfeld des Verbandstages, Mario Siry als Vizepräsident Jugend im Chor seinen Rückzug angekündigt. Siry wurde im Rahmen der gegebenen Situation mit herzlichem Dank von Präsident Wolff verabschiedet. Seine Position wird durch die Chorjugend Rheinland-Pfalz neu besetzt.

Kulturpolitische Arbeit im Fokus der kommenden Amtszeit

„Am 20. April werden wir uns mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer treffen, unter anderem wird dort das Kulturfördergesetz thematisiert“, kündigte Karl Wolff, der am vergangenen Donnerstag bereits in seinem Amt als Vizepräsident des Landesmusikrates Rheinland-Pfalz bestätigt wurde, in seinem Rechenschaftsbericht an. Das Kulturfördergesetz war ebenfalls im letzten Teil der Tagung Gegenstand ausführlicher Diskussion. „Unsere Mitgliedschöre und die Kreis-Chorverbände müssen in einem intensiven Austausch einen Erkenntnisprozess gestalten, um die Frage zu beantworten: Was erwarten wir von einem Kulturfördergesetz?“, so Vizepräsident Tobias Hellmann, der damit die kulturpolitische Arbeit in das Zentrum der neuen Wahlperiode rückte. Er forderte bei aller empfundenen oder vorhandenen mangelnden Wertschätzung der Amateurmusik, wie sie insbesondere in der Corona-Zeit zu Tage getreten sei, einen zweckdienlichen Pragmatismus in dieser Arbeit, warnte vor einem verengten Kulturbegriff.

Was ist Ostern? Eine einfache Darstellung der Passion Christi

Von Hans-Peter Meyer

Mit dem  Palmsonntag beginnt für die Christen in aller Welt die wichtigste Woche des Jahres. In unzähligen und an Verschiedenartigkeiten kaum zu überbietenden Festen, Feiern, Umzügen und Gottesdiensten begehen sie, entweder fröhlich oder nachdenklich, die grundlegenden Ereignisse und Inhalte ihres Glaubens. Dazu kommen die Erinnerungen an die Dramatik der letzten irdischen Lebenstage ihres Glaubensstifters Jesus aus Nazaret (zwischen See Genezareth und Mittelmeer in Israel gelegen). Aber nun der Reihe nach:

Am Palmsonntag, dem Sonntag vor Ostern, feiern die Christen den Einzug von Jesus in Jerusalem. Er wird dort von den Bewohnern mit Palmzweigen und Huldigungsrufen begeistert begrüßt, obwohl der auf einem jungen Esel reitende Jesus alles andere als eine herrschaftliche Figur darstellt. Aber die Gläubigen sehen in dem Vorgang die Erfüllung einer alten Weissagung, nach der der göttliche Erlöser so in Jerusalem einziehen soll.

Am Gründonnerstag – die Gegner von Jesus haben dafür gesorgt, dass sein Aufenthalt in Jerusalem lebensbedrohlich geworden ist – feiert Jesus mit seinen Jüngern zum letzten Mal ein rituelles Abendessen. So ist es unter frommen Juden in Jerusalem vor dem Passafest üblich gewesen. Während der Mahlzeit nimmt Jesus angesichts seines bevorstehenden Todes, von deinen Jüngern Abschied. Aus diesem Essen entsteht später die Feier des Heiligen Abendmahls bzw. der Heiligen Eucharistie, die zur Mitte des christlichen Gottesdienstes werden.

Am Karfreitag geschieht für die Jünger – und heute noch für alle Christen – das Unfassbare: Jesus wird verhaftet und mit dem Kreuzestod grausamst hingerichtet. In Jesus sehen die Jünger, wie heute die Christenheit, den Abgesandten, den Boten, ja den Sohn Gottes. Dass niedrige Intrigen und menschliche Machenschaften so mit Gott – ungestraft – umgehen können – und das Gott dies zulässt! – stürzt alle in tiefsten Glaubenszweifel. Das Ende der „Jesusbewegung“ sehen sie gekommen und den menschenfreundlichen Gott, den Jesus verkündete, als Irrtum entlarvt!

Doch der Ostersonntagmorgen wischt alle Zweifel, alle Ängste beiseite. Immer mehr von ihnen erzählen  von Begegnungen mit und von Erscheinungen von Jesus, die sie gehabt haben. So wird die Gewissheit geboren, dass Jesus lebt und wirkt. Sie – und nachfolgend alle Christen auf der weiten Welt – erkennen, dass seine Botschaft für alle Zeiten gültig bleibt. Auch wissen  und glauben sie, dass der Tod in jedweder Form für das liebevolle, uns Menschen zugewandte Wirken Gottes in uns und mit uns keine unüberwindbare Barriere mehr darstellt. Ein neuer Abschnitt der Menschheit hat damit begonnen.

Das ist Ostern!

© Hans-Peter Meyer

Religionsgemeinschaften

Staatssekretär Alt: „Ostern und Pessach verantwortungsvoll feiern“

In einer Telefonschalte haben sich Denis Alt, Staatssekretär im für Religionsgemeinschaften zuständigen Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, mit Vertreterinnen und Vertretern der Kirchen und Religionsgemeinschaften in Rheinland-Pfalz über die Durchführung der anstehenden Pessach- und Osterfeierlichkeiten ausgetauscht. Auf Grundlage der aktuellen Corona-Bekämpfungsverordnung sind Gottesdienste in Präsenz weiterhin unter strengen Hygiene- und Sicherheitsauflagen möglich.

„Die anstehenden religiösen Feierlichkeiten sind hohe Feste der Glaubensgemeinschaften. Bereits zu Weihnachten und Chanukka haben die Gemeinden bewiesen, dass eine verantwortungsvolle Feier unter strengen Hygieneauflagen auch in Präsenzform möglich ist. So bieten die Kirchen auch in diesen Wochen Streamings und Freiluftveranstaltungen neben den üblichen Formaten in Präsenzform an. Auf große Ansammlungen wird verzichtet“, so Staatssekretär Denis Alt. „Ich halte es für wichtig, dass damit der umsichtige, verantwortungsvolle rheinland-pfälzische Weg auch im Umgang mit den Gottesdiensten fortgesetzt werden kann.“

Die 18. Corona-Bekämpfungsverordnung sieht vor, dass Kirchen und Religionsgemeinschaften Gottesdienste unter Beachtung der allgemeinen Schutzmaßnahmen durchführen dürfen. Gemeinde- und Chorgesang sind nach wie vor nicht möglich. Zwischen aufeinander folgenden Feierlichkeiten ist mindestens eine Stunde Freiraum zum Lüften der Räumlichkeiten vorzusehen. Die Kontaktnachverfolgung muss gewährleistet sein. Gottesdienste, die den Charakter einer größeren Veranstaltung erreichen, sind weiterhin untersagt. In geschlossenen Räumen ist eine medizinische Gesichtsmaske oder eine Maske mit KN95/98- oder FFP2-Standard zu tragen. Von der Maskenpflicht sind religiöse Funktionsträger, wie Geistliche, Lektorinnen und Lektoren oder Vorbeterinnen und Vorbeter etc., ausgenommen.

Digitale Musikalische Andachten zu Karfreitag

NEUNKIRCHEN / RANSBACH-BAUMBACH. Die für Dienstag, 30. März in Neunkirchen und Karfreitag, 2. April in Ransbach-Baumbach angekündigten Musikalischen Andachten zur Karwoche müssen pandemiebedingt leider ausfallen.

Stattdessen laden Pfarrerin Anja Jacobi, Pfarrer Wolfgang Weik und Dekanatskantor Jens Schawaller gemeinsam mit der Cappella Taboris zu einer digitalen Musikalischen Andacht ein, die an Karfreitag, 2. April ab 10 Uhr auf der Homepage des Evangelischen Dekanates Westerwald abgerufen werden kann:

https://evangelischimwesterwald.ekhn.de/startseite.html.

Digitales Kulturfrühstück 2021 macht Mut für die kommenden Monate

Das Kulturfrühstück auf Einladung der Dezernentin für Bildung und Kultur PD Dr. Margit Theis-Scholz musste am vergangenen Samstag, wie vieles andere in diesem Jahr, digital stattfinden. Rund 40 Vertreterinnen und Vertreter der Koblenzer Kulturlandschaft kamen am virtuellen Frühstückstisch zusammen, um sich über Stimmungen, Ideen und Planungen auszutauschen. Auch Oberbürgermeister David Langner nutzte die Gelegenheit und richtete das Wort an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

„Die aktuell diffuse Lage im Umgang mit der Pandemie erfordert die Nutzung aller zur Verfügung stehenden Gesprächsfäden", machte Theis-Scholz schon zu Beginn deutlich. Oberbürgermeister Langner informierte entsprechend über aktuelle politische Entwicklungen hinsichtlich der Öffnungs- und Schließungsdebatten und darüber, wie sich die Stadt Koblenz darauf vorbereite. Zudem kündigte er eine städtische Kampagne zur Wiederbelebung der Innenstadt an, die in diesem Jahr die Kultur mit einer eigenen Säule berücksichtigen soll.

Theis-Scholz ergänzte die Ausführungen Langners um einen Überblick zu laufenden Projekten und Planungen u.a. in den Kultursparten Literatur, Bildende Kunst, Musik, Theater und Geschichte. Den Fokus legte sie auf die vielen kooperativen Initiativen zur Unterstützung der Kulturschaffenden, die die Stadtverwaltung mit Vereinen und Einzelkünstlerinnen und Einzelkünstlern aus den unterschiedlichen Bereichen umsetzt oder auf den Weg gebracht hat. Eines war der Dezernentin dabei besonders wichtig deutlich zu machen: „Die Kultur und mit ihr alle Kulturschaffenden schlafen nicht. Es werden kontinuierlich Strategien entwickelt, um den Folgen der Schließungen etwas entgegenzusetzen und sich Perspektiven für den kommenden Sommer zu erarbeiten." Überlegungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen sich auch der möglichen Raumproblematik an. Bei einem großen Programmangebot bei nur begrenzten Räumlichkeiten müsse auch mit Engpässen gerechnet werden. Im Sommer, so Theis-Scholz, werde sich vieles im Außenbereich umsetzen lassen. Mit Blick auf den kommenden Herbst fielen in der Runde zudem Stichworte wie die Nutzung von Kirchen oder Leerständen in der Innenstadt.

Dieses besondere Kulturfrühstück 2021 machte Mut und war zudem Ausdruck der Lebendigkeit der Koblenzer Kulturlandschaft, die sich bislang ungekannten Herausforderungen zu stellen hat. „Uns war es wichtig deutlich zu machen, dass die Stadtverwaltung als Anlaufstelle für alle Kulturschaffenden da ist und bei Bedarf nach Lösungen und Unterstützungsmöglichkeiten sucht", stellte Theis-Scholz abschließend nochmal heraus und bedankte sich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für das herausragende Engagement, das diese zur Weiterentwicklung der Koblenzer Kulturlandschaft auf beruflicher oder ehrenamtlicher Ebene leisten.

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL