Montag, 19. August 2019

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Frauen im Judentum: Von Mythen und Realität

Vortrag mit Diskussion "Frauen im Judentum" mit Esther Jonas-Märtin am 22. Mai 2019 in Mainz / Eintritt frei

Am Mittwoch, 22. Mai 2019 um 18.30 Uhr lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) im Rahmen ihres Schwerpunktthemas "Frauen verändern die Welt" zum Vortrag mit Diskussion "Frauen im Judentum" nach Mainz ein. Der Eintritt ist frei!

Im Gerty-Spies-Saal der Landeszentrale (Am Kronberger Hof 6) präsentiert Rabbinerin Esther Jonas-Märtin ein Thema im Judentum, um das sich viele verschiedene Auffassungen, Mythen und Vorurteile ranken. Gespeist werden diese einerseits aus einem biblisch-fundierten religiös-traditionellen Bild der Rolle der Frau, andererseits aus den Vorstellungen und Werten der jeweiligen Mehrheitsgesellschaften. Jonas-Märtin will den Mythen ihre Wirkmächtigkeit nehmen und sich der ganz realen Position jüdischer Frauen in ihrer Religion im 20. und 21. Jahrhunderts annähern.

Rabbinerin Esther Jonas-Märtin
graduierte an der Universität Potsdam mit einem Magisterabschluss (M.A.) für Jüdische Studien, Religionswissenschaften und Moderner Geschichte. Ihre rabbinische Ordination erlangte sie 2017 an der Ziegler School of Rabbinic Studies, Los Angeles. Sie ist Mitglied der Rabbinical Assembly. Ihr erstes rabbinisches Jahr 2018 begann mit der Gründung eines jüdischen Lehrhauses und der Gestaltung egalitärer Gemeinschaft in Leipzig.
Seit 1996 engagiert sie sich im interreligiösen Dialog und ist durch zahlreiche Publikationen, Lehrveranstaltungen und Vorträge zur Jüdischen Geschichte, Gender, Jiddischer Literatur, Antisemitismus, Philosophie und Ethik, eine ausgewiesene Expertin.

Die halbjährlichen Schwerpunktthemen der LpB
Seit 2018 bietet die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz jedes Halbjahr ein neues Schwerpunktthema mit vielfältigen Veranstaltungen. Nach "1968" und "Konsum" im letzten Jahr steht ab Januar 2019 das Thema "Frauen verändern die Welt" für ein halbes Jahr im Mittelpunkt.

Die Veranstaltungsübersicht finden sie unter www.politische-bildung-rlp.de/themen/themenschwerpunkt-frauen-veraendern-die-welt.html.

Toleranz stärken - Vorurteile entkräften

"Argumentationstraining gegen Vorurteile und Rassismus" vom 24. - 25. Mai 2019 in Kreis-Volkshochschule Ahrweiler / Anmeldung unbedingt nötig

Zum "Argumentationstraining gegen Vorurteile und Rassismus" lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz am Freitag, 24. bis Samstag, 25. Mai 2019 in die Kreis-Volkshochschule Ahrweiler (Wilhelmstraße 23) ein. Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung lernen im Argumentationstraining, wie sie fremdenfeindlichen und rassistischen sowie anderweitig diskriminierenden Äußerungen, Schlagwörtern und Parolen am effektivsten entgegenwirken können.

Zielsetzung des Argumentationstrainings
Was entgegnen bei diskriminierenden und menschenverachtenden Aussagen? Wann ist Widerspruch und Argumentation gegen solche Aussagen nötig und sinnvoll?
Das Training soll sensibilisieren, auf der Arbeit und in der Freizeit genauer hinzuhören, Dinge zu hinterfragen und einzuhaken, wenn pauschal abwertende Sätze fallen.
Die Teilnehmenden lernen Vorurteilen die eigene Meinung entgegenzusetzen und die Diskussion auf ein sachliches Niveau zu bringen. Ziel ist, Parolen, Schlagwörter und Äußerungen auf die Hintergründe ihres Aufkommens zu überprüfen, um anschließend argumentative Gegenstrategien zu Vorurteilen und Stammtischparolen zu entwickeln. Auf der Basis eigener Erfahrungen und Erlebnisse der Teilnehmenden werden praktische Gruppenarbeiten und Rollenspiele entwickelt, in denen wirkungsvolle Handlungsmöglichkeiten und Reaktionsweisen eingeübt werden. In der anschließenden gemeinsamen Auswertung werden die Verhaltensweisen und Argumentationsmuster reflektiert und vertieft.
Das Training ermuntert dazu, sich für Menschenrechte, Toleranz, Integration und gegen Diskriminierung, Gewalt, Rassismus und Extremismus einzusetzen.

Anmeldung möglich unter: Telefon 0 61 31 / 16 29 81
Fax: 0 61 31 / 16 29 80 oder per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Ursula Krechel liest aus „Geisterbahn“

Ursula Krechel liest am Mittwoch, 26. Juni 2019 um 19 Uhr in der Stadtbibliothek Koblenz aus ihrem Roman „Geisterbahn“.

Fast ein Jahrhundert umspannt der Bogen dieses Romans, mit dem Ursula Krechel fortsetzt, was sie, vielfach ausgezeichnet und gefeiert, mit „Shanghai fern von wo“ und „Landgericht“ begonnen hat. „Geisterbahn“ erzählt die Geschichte einer deutschen Familie, der Dorns.
Als Sinti sind sie infolge der mörderischen Politik des NS-Regimes organisierter Willkür ausgesetzt: Sterilisation, Verschleppung, Zwangsarbeit. Am Ende des Krieges, das weitgehend bruchlos in den Anfang der Bundesrepublik übergeht, haben sie den Großteil ihrer Familie, ihre Existenzgrundlage, jedes Vertrauen in Nachbarn und Institutionen verloren.
Anna, das jüngste der Kinder, sitzt mit den Kindern anderer Eltern in einer Klasse. Wer wie überlebt hat, aus Zufall oder durch Geschick, danach fragt keiner. Sie teilen vieles, nur nicht die Geister der Vergangenheit.

2009 erhielt Ursula Krechel den Joseph-Breitbach-Preis, 2012 wurde sie für ihren Roman „Landgericht“ mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet.

Der Eintritt kostet 10 €. Karten sind ab sofort im Vorverkauf in der StadtBibliothek Koblenz erhältlich.
Musikalisch begleitet wird die Lesung von Santana Reinhardt & Friends.

Eine Kooperation der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz, des Kulturamtes und der Stadtbibliothek der Stadt Koblenz, der Buchhandlung Reuffel sowie Django Reinhardt Musicfriends e. V.

Zu Gast bei Malu Dreyer

Ausstellung GEGEN DAS VERGESSEN: Jederzeit gegen Hass, Ausgrenzung und Gewalt stellen

„Die Portraits von Luigi Toscano sind eindringlich. Sie erzählen Geschichten, die die Brücke schlagen zwischen theoretischem Wissen und persönlichem Erleben, sie lassen uns mitfühlen und begreifen. Die Ausstellung leistet damit einen einprägsamen Beitrag zu einer für uns Nachgeborene so notwendigen Erinnerungskultur.“ Das unterstrich Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Eröffnung der Ausstellung GEGEN DAS VERGESSEN heute in Mainz. Die Ministerpräsidentin eröffnete die Ausstellung am Mainzer Rheinufer gemeinsam mit Oberbürgermeister Michael Ebling und dem in Mainz geborenen Fotografen und Filmemacher Luigi Toscano. Sie zeigt rund 50 überlebensgroße Porträtfotos von Menschen, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden und heute in den unterschiedlichsten Teilen der Welt leben.

Die Ausstellung ist Teil des Kultursommers Rheinland-Pfalz. Partner sind die Stadt Mainz, die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz sowie die Staatskanzlei. Die Ministerpräsidentin ist zugleich Schirmherrin der Ausstellung, daher fand die Eröffnung im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Zu Gast bei Malu Dreyer“ statt. Mit der Reihe stellt die Ministerpräsidentin regelmäßig die Kultur in den Fokus und lenkt Aufmerksamkeit auf besondere kulturelle Projekte mit gesellschaftlicher Relevanz.

Mehr als 300 NS-Überlebende hat Luigi Toscano für sein Projekt getroffen und porträtiert. Und rund eine Million Menschen haben die Ausstellung GEGEN DAS VERGESSEN bereits besucht, unter anderem in Kiew, New York, Berlin, Washington, und San Francisco. Dass er die Fotoinstallation unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Malu Dreyer nun auch in seiner Geburtsstadt Mainz zeigen darf, bedeutet dem Fotografen und Filmemacher sehr viel. „Die Überlebenden sind die Gesichter und die Stimmen der Erinnerungskultur. Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft wird es keine Zeitzeugen mehr geben. Rechtspopulisten spekulieren darauf, dass nach und nach auch ihre Geschichten sterben. Mit GEGEN DAS VERGESSEN kämpfen wir dafür, das zu verhindern. Wir müssen die Geschichten und Erinnerungen lebendig halten und alles dafür tun, dass „so etwas“ nie wieder passieren kann“, so Luigi Toscano.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer ergänzte, mit der Erinnerung sei auch das Versprechen verbunden, sich jederzeit entschieden gegen jede Form der Ausgrenzung, Hetze und Gewalt zu stellen. „Wir können Vergangenes nicht ungeschehen machen, aber wir können und müssen uns dafür einsetzen, dass derlei Gräuel nie wieder passieren. Nie wieder dürfen Hass, Verfolgung und Ausgrenzung das politische und gesellschaftliche Denken und Handeln bestimmen. Diese Botschaft transportiert die Ausstellung“, so die Ministerpräsidentin. Erinnerungskultur habe immer eine politische Dimension, lebe aber vor allem vom Engagement derer, die sich aus der Gesellschaft heraus für den Dialog und das Gedenken einsetzen. Sie dankte deshalb besonders den Schülern und Schülerinnen des Mainzer Schlossgymnasiums, die die Patenschaft für das Projekt übernommen haben und Führungen durch die Ausstellung anbieten. Die Schule ist auch als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnet. „Ihr habt euch der Aufgabe gestellt, Gleichaltrigen die Geschichten der Überlebenden zu vermitteln – auf Augenhöhe und in euren Worten. Damit haltet ihr das Gedenken am Leben. Das ist ganz wichtig und deshalb danke ich euch und euren Lehrern und Lehrerinnen sehr herzlich für das große Engagement.“

Michael Ebling, Oberbürgermeister von Mainz, sagte bei der Eröffnung: „Wir blicken beim Betrachten der Porträts von Luigi Toscano tief hinein auch in die eigene dunkle Vergangenheit unserer Stadt, wohl wissend, dass wir aus dem Schatten der NS-Zeit nie heraustreten werden können, dass wir mit diesem Schatten werden leben müssen. Diese Erkenntnis ist bitter. Diese Erkenntnis eröffnet uns aber auch die wichtige Chance, durch die Erinnerung an das, was geschehen ist, unsere Gegenwart und unsere Zukunft verantwortungsbewusst und weiterhin demokratisch zu gestalten."

„Wie war es möglich, dass ein ganzes Land die Nazi-Barbarei zulassen konnte? Das interessiert auch heute noch eine stetig steigende Zahl von Menschen. Mit unseren beiden KZ-Gedenkstätten in Osthofen und Hinzert, aber auch mit der Unterstützung der Ausstellung von Luigi Toscano kommen wir diesem Wunsch der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit gerne nach", sagte Bernhard Kukatzki, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung. Die Ausstellung zeige, wie wichtig Erinnerung ist. „Wer das Grauen der Vergangenheit kennt, tritt denen früh entgegen, die heute ganze Menschengruppen ausgrenzen oder ihnen gar das Menschsein absprechen.“

Luigi Toscano präsentiert die Porträts an zentralen Orten, die für alle zugänglich sind und den Alltag der Menschen berühren, etwa Parks, Plätze oder Häuserfassaden. Am Mainzer Rheinufer kann die Ausstellung bis zum 10. Juni besucht werden. Führungen bieten die Schüler und Schülerinnen des Schlossgymnasiums am 14. Mai vormittags, 15. Mai nachmittags, 28. Mai nachmittags sowie am 29. Mai vormittags und nachmittags an. Anmeldungen werden in der Pressestelle der Staatskanzlei unter 06131-164720 sowie Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. entgegen genommen.

Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es unter www.gdv-2015.de sowie unter https://www.facebook.com/luigi.toscano.35. Alle Veranstaltungen des Kultursommers finden Sie unter www.kultursommer.de.


Mehrsprachige Vorlesestunden in der StadtBibliothek Koblenz zur „Woche der Sprache und des Lesens“

Im Rahmen der „Woche der Sprache und des Lesens“ veranstaltet die StadtBibliothek Koblenz gemeinsam mit dem Förderverein Lesen und Buch eine Reihe von mehrsprachigen Vorlesestunden für Kinder.

Die Sprache und das Lesen sind für den Austausch und das Miteinander zwischen den Menschen sehr wertvoll. Mit einer Reihe von zweisprachigen Vorlesestunden wird sich die StadtBibliothek der Bedeutung von Sprache widmen. Vom 20.05. bis zum 24.05.2019 werden jeweils um 16:00 Uhr mehrsprachige Vorlesestunden angeboten. Auf dem Programm stehen spannende, witzige und abenteuerliche Geschichten für Kinder ab 4 Jahren.

Gestartet wird am Montag, 20.05.2019, mit einer englisch - deutschen Vorlesestunde. Daran folgt am Dienstag eine polnisch - deutsche, am Mittwoch eine italienisch - deutsche und am Donnerstag eine spanisch - deutsche Vorlesestunde. Am Freitag, den 24.05.2019 findet die Vorlesestunde auf französisch und deutsch statt.
Im Anschluss an die Leseaktionen kann etwas gemalt oder gebastelt werden. Die Dauer der Veranstaltung beträgt ca. eine Stunde. Treffpunkt ist das 4. OG der StadtBibliothek am Zentralplatz. Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung unter Tel. 0261 /129 2624 wird gebeten. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.stb.koblenz.de.

Die mehrsprachigen Vorlesestunden finden im Rahmen der „Woche der Sprache und des Lesens“ vom 18. bis zum 26. Mai 2019 als deutschlandweite Aktion statt und stellen die wertvolle Bedeutung der Sprache als Kommunikationsmittel unserer Gesellschaft heraus.

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