Samstag, 25. September 2021

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Joseph-Breitbach-Preis 2021 für Karl-Heinz Ott

Die Stiftung Joseph Breitbach und die Akademie der Wissenschaften und der Literatur / Mainz verleihen den Joseph-Breitbach-Preis 2021 an den Schriftsteller Karl-Heinz Ott. Er erhält den Preis für sein literarisches Gesamtwerk.

Mit sechs Romanen, diversen literarischen Essays, Bühnenstücken und Übersetzungen aus dem Französischen und Englischen gehört Karl-Heinz Ott zu den intellektuell und sprachlich versiertesten Autoren seiner Generation. Bereits mit dem autobiografischen Debüt ›Ins Offene‹, das seiner engen dörflichen Kindheitslandschaft einen weiten Atem verleiht, hat Ott ein Buch vorgelegt, das die Welt in klingende »Gedankenmusik« übersetzt. Seine Prosa, darunter das rasante Seelenpanorama ›Endlich Stille‹, der Rousseau-Roman ›Wintzenried‹, die tragikomischeFamilien-Farce ›Die Auferstehung‹ und zuletzt das melancholische Kammerspiel ›Und jeden Morgen das Meer‹, ist getragen von einem »melodiösen Sog und sinnlicher Anschaulichkeit, zugleich von einem Furor beseelt, der auch vor erfrischend ungerechter Polemik und makabrer Komik nicht zurückscheut«.

»In seinen scharfsinnigen biografischen Essays über Händel und Beethoven, in denen er vergangene Klang- und Lebenswelten erstehen lässt, und zuletzt in dem Buch über Hölderlin, in dem er die ideologische Verblendung in der Folge der 1968er Jahre gegen den Strich bürstet, hat Ott überdies gezeigt«, so die Jury weiter, »wie gedankentötend strikte Glaubenssätze fortwirken können. In seinen Büchern spiegelt sich so auch die Mentalitäts- und Geistesgeschichte der Bundesrepublik ausgehend vom bigotten katholischen Kosmos eines Dorfes Mitte desletzten Jahrhunderts bis in unsere intellektuell selbstgenügsame Gegenwart. Durchdrungen von dem Dreigestirn Philosophie, Musik und Poesie, hält Otts Werk dabei stets auch den Horizont auf die literarische Überlieferung offen, nicht zuletzt im Hinblick auf die Frage, was ›Heimat‹ und ›Natur‹ in unserer gründlich entzauberten Welt noch heißen könnten.«

Mit Karl-Heinz Otts Büchern ehrt die Jury ein genre- und grenzüberschreitendes Werk, in dem psychologische Genauigkeit, ein enthusiastisches Temperament und melodiöse Klangfülle eine Liaison eingehen, die ansteckt, verführt und die Welt auf jenes »Offene« hin weitet, das er seit seinem gleichnamigen Debüt beschwört.

Karl-Heinz Ott, 1957 in Ehingen an der Donau geboren, besuchte ein katholisches Internat und studierte Philosophie, Germanistik und Musikwissenschaft. Anschließend arbeitete er als Dramaturg in Freiburg, Basel und Zürich. Für sein Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Alemannischen Literaturpreis (2005), dem Preis der LiteraTour Nord (2006), dem Johann-Peter-Hebel-Preis (2012) und dem Wolfgang-Koeppen-Preis (2014).

Der Preis ist mit 50.000 € dotiert. Die Verleihung ist für den 17. September 2021 im Theater Koblenz vorgesehen, dazu ergeht eine gesonderte Einladung. Die Laudatio hält Jürgen Kaube (FAZ).

GELOBTES LAND erneut Partner der HEIMAT EUROPA Filmfestspiele

Präsentation der Dokumentarfilm-Reihe

Die Regionalmarketingkampagne GELOBTES LAND ist auch in diesem Jahr wieder Partner der HEIMAT EUROPA Filmfestspiele 2021 und präsentiert erstmals die Dokumentarfilm-Reihe.

„Endlich wieder Kino, Kultur und Publikum, live mit persönlichen Begegnungen“, freut sich Projektleiterin Hannah Wagner. „Die Filmfestspiele bieten uns eine große Bühne, auf der wir eigene Akzente setzen und Aufmerksamkeit für regionale Themen schaffen können.“ Eine nachhaltige imagebildende Maßnahme, von der sich der Regionalrat Wirtschaft RheinHunsrück sehr viel für die Region verspricht. Schließlich sind die Filmfestspiele wieder einer der Höhepunkte im diesjährigen Kultursommer Rheinland-Pfalz.

Die Dokumentarfilm-Reihe zeigt an fünf Abenden insgesamt sieben Filme (Termine: 9., 10., 17., 24. und 25.08.) sowie Rahmenprogramm mit musikalischen Beiträgen und Podiumsdiskussionen. Mit dabei sind auch regionale Kulturschaffende wie der Singer/Songwriter Lukas Linder und die Band „Basket Days“. Diese spielt am 17.08. passend zum Dokumentarfilm „Haldern Pop – Dorf mit Festival“: Hier diskutieren regionale Festivalmacher der „Lott“, von „Hunsröck United“ und dem „Meadow Open Air“ zur lokalen Festival- und Musikkultur.

Die Filmfestspiele unter Schirmherrschaft von Edgar Reitz finden vom 7. bis 29.08. als OpenAir auf dem Fruchtmarkt in Simmern statt. Schwerpunkt in diesem Jahr ist Nordeuropa.

Übrigens: Heute startet der Kartenvorverkauf für alle Veranstaltungen vom 7. bis 29. August!

Und natürlich gibt es auch einen (Bewegtbild-)Trailer für die Filmfestspiele: Film ab unter https://youtu.be/Ks4R5RAdeL8

Mehr unter https://www.heimat-europa.com

HEIMAT EUROPA Filmfestspiele starten am 7. August im Hunsrück

Nordeuropa ist der Schwerpunkt des außergewöhnlichen Programms bei der 3. Festspielausgabe in der „Heimat der HEIMAT

Vom 7. bis 29. August starten zum dritten Mal die HEIMAT EUROPA Filmfestspiele unter der Schirmherrschaft von Edgar Reitz in Simmern im Hunsrück. Programmschwerpunkt ist in diesem Jahr Nordeuropa.
23 Tage lang werden unter freiem Himmel auf dem romantischen Fruchtmarkt in der Altstadt von Simmern Filme und Musik aus dem Hunsrück, Deutschland und Skandinavien präsentiert.
Es sind insgesamt 30 deutsche und internationale Produktionen zu sehen. Darüber hinaus gibt es jeweils als Einstimmung auf die Filmabende 23 Live-Gigs unterschiedlicher Bands aus Nah und Fern.

Insgesamt 6 skandinavische und 5 deutsche Filme wetteifern um die begehrte, mit 2.500€ dotierte Auszeichnung des „Edgar“ in der Kategorie „Bester moderner Heimatfilm“, der am 29. August von Schauspieler Ulrich Tukur in Simmern verliehen wird. Die Trophäe wurde in diesem Jahr erstmals als Bronzeguss vom in Speyer geborenen Bildhauer Prof. Thomas Duttenhoefer gestaltet.

Neben dem Hauptpreis „Edgar“ für den besten Heimatfilm wird zudem in diesem Jahr erstmals der Publikumspreis der HEIMAT EUROPA Filmfestspiele vergeben. Dieser ist mit 1.000 Euro dotiert und wird von den Zuschauern bestimmt. Alle aktuellen Filme des diesjährigen Festspielprogramms nehmen am Publikums­wettbewerb teil. Während beim Hauptpreis lediglich Spielfilme prämiert werden, haben beim Publikums­wettbewerb sowohl Spiel- als auch Dokumentarfilme zum Thema „Heimat“ die Chance zu gewinnen.

Zudem gibt es zwei Kurzfilmwettbewerbe zum Mitmachen mit Filmen von Erwachsenen sowie Kinder & Jugendlichen aus der Region.

Zahlreiche prominente Gäste werden während der Festspielwochen in Simmern
erwartet, neben Tatort-Kommissar Ulrich Tukur u.a. Star-Regisseur Christian Schwochow, bekannt durch „BAD BANKS“ und „THE CROWN“, sowie Kabarettist Bernd Gieseking und sogar König Bansah aus Ghana hat seinen Staatsbesuch in Simmern angekündigt, teilte Festspielleiter Urs Spörri auf der Pressekonferenz am heutigen Mittwoch im Pro-Winzkino Simmern mit.

Eröffnet werden die Festspiele am Samstag, 7. August 2021 um 19:30 Uhr auf der Bühne am Fruchtmarkt mit einem Konzert der Band „Uusikuu“, die die Welt des finni­schen Tangos nach Simmern auf die Bühne bringen werden.
Im Anschluss ist als Eröffnungsfilm KAISERSCHMARRNDRAMA (D 2021) von Ed Herzog zu sehen, dessen Eberhofer-Krimireihe als eines der erfolgreichsten Ka­pitel der modernen Heimat­filmgeschichte im deutschen Kino gilt.

Auf der Pressekonferenz gab Festspielleiter Urs Spörri einen Ausblick auf das Programm: „Es ist nun der zweite Corona-Sommer nach einem langen Lockdown-Winter. Wie sehr haben wir alle Kino und Konzerte vermisst. Erneut hat unser Team Pläne für die Filmfestspiele geschmiedet und wieder verwerfen müssen. Doch für die Kultur zu kämpfen, erscheint heute wichtiger denn je. Auch für dieses Jahr haben wir im Spielfilmwettbewerb und mit unserer Dokumentarfilm-Reihe das Interessanteste und Beste zum Thema Heimat, diesmal aus Deutschland und Nordeuropa, zusammengetragen: von beeindruckenden modernen Heimatfilmen, eindringlichen Dokumentationen und spannender Neuentdeckungen bis zu Werken vielfach ausgezeichneter Regisseure. Auffällig ist: die Heimat ist politischer denn je. Ein weiterer wichtiger Programmpunkt sind unsere beiden Kurzfilmwettbewerbe, die sich an Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene aus der Region richten. Mit einem Siebenminüter zum Thema „Heimat: Das Leben im Norden“ kann jeder mitmachen, der Lust aufs Filmemachen hat.“

Kulturstaatssekretär Prof. Dr. Jürgen Hardeck war am vormittag vor Ort in Simmern und hinterließ für die Pressekonferenz eine Videobotschaft, in der er auf die Bedeutung das Festival trotz der herausfordernden Bedingungen durchzuführen verwieß: „Wir als Landesregierung schauen mit großer Freude auf die noch jungen HEIMAT EUROPA Filmfestspiele, die wir als Land über den Kultursommer Rheinland-Pfalz fördern. Die Filmfestspiele machen auch in diesem Jahr das Beste aus den fortwährenden Corona-Rahmenbedingungen und findet in diesem Jahr Open Air statt. So ist es möglich, dass Filmkultur trotzdem ein Höhepunkt des Kultursommers 2021 in Rheinland-Pfalz bleibt.


Die diesjährigen HEIMAT EUROPA Filmfestspiele folgen dem Kultursommer-Motto »Kompass Europa: Nordlichter« mit Gästen aus nordeuro­päischen Staaten. Aus diesem Grund wetteifern 2021 Filme aus Finnland, Island, Norwegen, Schweden und Dänemark mit deutschen Wettbewerbsbeiträgen um den Hauptpreis »Edgar« für den besten modernen Heimatfilm.

Zudem möchte ich die Bedeutung von Edgar Reitz für Rheinland-Pfalz betonen. Es ist für die ganze Region und das Land wichtig, hier im Hunsrück sein Lebenswerk als Austragungsstätte dieser Filmfestspiele quasi fortzuführen – nicht nur mit dem Hauptpreis ‚Edgar‘, sondern auch mit dem ‚Edgar Reitz Filmhaus‘, das hier am Fruchtmarkt im Entstehen ist.

Simmern und die HEIMAT EUROPA Filmfestspiele sind damit ein wunderbares Beispiel, wie eine kulturelle Profilentwicklung funktionieren kann. Die rheinland-pfälzische Landesregierung freut sich sehr, mit einer finanziellen Förderung in Höhe von 35.000 Euro einen entsprechenden Beitrag zum Erfolg der Festspiele und damit auch für die ganze Hunsrück-Region leisten zu können.“

Dr. Andreas Nikolay, Stadtbürgermeister der Stadt Simmern, die als Veranstalter fungiert, lobt das vielseitige und hochwertige Programm: „Wir sind stolz, dass wir mit den HEIMAT EUROPA Filmfestspielen diesen Sommer wieder ein interessantes Programm, aufregende Gäste und natürlich tolle Filme - diesmal Open Air auf dem Fruchtmarkt – unserem kleinen aber feinen kulturhistorischen Stadtzentrum präsentieren dürfen. Die von uns mit 50.000 Euro finanzierten Filmfestspiele machen unsere Stadt und die ganze Region zur Festspielstadt des Heimatfilms und Simmern zum lebhaften und weltoffenen Ort der Begegnung mit überregionaler Strahlkraft.

Das Festival ist Höhepunkt des diesjährigen Kultursommers Rheinland-Pfalz und gibt Anstoß und Raum zum kulturellen Austausch und gegenseitigen Verständnis. Das Herzstück neben dem Wettbewerb um den besten „modernen Heimatfilm“ und dem musikalischen Rahmenprogramm ist in diesem Jahr der Programmschwerpunkt „Nordeuropa“.

Wir freuen uns auf die Eröffnung am 7. August und ganz besonders auf unser Finnland-Wochenende, das wir gemeinsam mit der Simmerner Partnerstadt Mänttä-Vilppula zelebrieren werden.“

Wolfgang Stemann, Vorsitzender des Pro-Winzkino e.V. als Veranstalter der Filmfestspiele, erklärte die logistische Umsetzung und wies auf die Vielfalt des Programms hin: „Wir freuen uns, dass wir für diese nicht leichten Zeiten eine Möglichkeit gefunden haben, die HEIMAT EUROPA Filmfestspiele in diesem Jahr Open Air zu realisieren und gemeinsam mit der Stadt Simmern zu veranstalten. Der neugestaltete Platz auf dem Fruchtmarkt wird auch unter Berücksichtigung aller Corona-Hygieneregeln der optimale Austragungsort sein. Unsere Hoffnung nach monatelanger Kinoabstinenz geht aber auch dahin, unsere beiden Kinosäle bespielen zu können; hier werden wir flexibel je nach Coronalage agieren! Wie es auch kommen mag, die Besucher:innen erwartet an 23 Tagen filmisch, musikalisch und kulinarisch bestmögliche Unterhaltung.

Dabei bieten die Filmfestspiele neben einem interessanten, abwechslungsreichen Filmprogramm auch ein umfassendes Nachwuchsprogramm, das jungen Filminteressierten die Möglichkeit bietet, sich mit eigenen Arbeiten beim Kurzfilmwettbewerb öffentlich vorzustellen.“

Festspielleiter Urs Spörri stellte bei der Pressekonferenz zudem das Jury-Konzept der Ein-Personen-Jury analog des „Hofer Modells“ vor, das Edgar Reitz bereits bei den Internationalen Hofer Filmtagen ins Leben gerufen hat. Die Aufgabe als Ein-Personen-Jury wird Ulrich Tukur übernehmen. Der Schauspieler wird über den mit 2.500 Euro dotierten Preis für den „Besten modernen Heimatfilm“ entscheiden und diesen am 29. August in Simmern überreichen. Das Preisgeld wird gestiftet vom Rotary Club Simmern-Hunsrück.

Die Trophäe „Edgar“ für den „Besten modernen Heimatfilm“ wurde von dem renommierten Künstler Prof. Thomas Duttenhoefer als Bronzeguss neu entworfen und auf der Pressekonferenz erstmals präsentiert.

Im Kurzfilmwettbewerb entscheidet eine vom Pro-Winzkino Simmern zusammengestellte Jury jeweils über das beste Filmprojekt in den Kategorien Erwachsene und Kinder & Jugendliche. Zusätzlich wird jeweils der Publikumsliebling des Abends mit einem „Pro-Winzling“ wird als Publikumspreis ausgezeichnet.

Zu den Höhepunkten der HEIMAT EUROPA Filmfestspiele gehören neben den Wettbewerbsfilmen und der Dokumentarfilmreihe zum Thema »Heimat« mit Musik und Podiumsdiskussion, die von der Imagekampagne GELOBTES LAND präsentiert wird, das Konzert von ULRICH TUKUR & DIE RHYTHMUS BOYS mit nostalgischem Entertainment und Gesang der Goldenen Zwanziger und der Vorkriegszeit. Der Weg der RHYTHMUS BOYS führt geradewegs von Auftritten in der Hamburger Elbphilharmonie und der Alten Oper Frankfurt auf den Simmerner Fruchtmarkt.


Zudem freut sich das Team um Urs Spörri auf drei Doppel-Features mit je zwei Filmen pro Abend inklusive Live-Musik sowie auf die insgesamt zwölf Bands aus dem gesamten Hunsrück - präsentiert von CulturisSIMo, dem Kulturverein der Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen.

Darüber hinaus werden allabendlich spannende Filmgespräche mit den zahlreichen anwesenden Filmschaffenden erwartet, zahlreiche Regisseurinnen und Regisseure haben ihr Kommen angekündigt. Und wie gewohnt wird Festspielleiter Urs Spörri vor jedem Film eine kurze Einführung geben.

Bei den beiden Kurzfilmwettbewerben sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene aufgerufen, ihre Beiträge einzureichen. Die Wettbewerbsunterlagen sind zu finden unter: ttps://www.heimat-europa.com/

Corona-Rahmenbedingungen: Da der aktuelle Stand der Pandemie bei der Planung der Filmfestspiele nicht eingeschätzt werden konnte, finden fast alle Veranstaltungen 2021 Open Air statt und können voraussichtlich auch bei schlechtem Wetter nicht nach drinnen verlegt werden.
Infos zu den tagesaktuellen, erforderlichen Corona-Schutzmaßnahmen sind während der Festspiele jeweils auf der Homepage www.heimat-europa.de einzusehen und werden täglich aktualisiert.

Das Pro-Winzkino und Festspielleiter Urs Spörri suchen zudem noch freiwillige Helfer:innen für die HEIMAT EUROPA Festspiele. Wer also einen Blick hinter die Kulissen eines Festspielbetriebes werfen will, hat die Möglichkeit sich ab sofort unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. zu bewerben.

Tickets für die HEIMAT EUROPA Filmfestspiele sind ab 10. Juni im Vorverkauf erhältlich bei den Tourist-Informationen in Simmern, Kirchberg und Morbach, beim Wochenspiegel in Simmern sowie online unter: https://www.heimat-europa.com/ und https://www.pro-winzkino.de

Das Programmheft wird Anfang Juli an den zahlreichen öffentlichen Verteilstellen ausliegen: Online ist es ab sofort unter https://www.heimat-europa.com verfügbar.

Der Festivaltrailer ist ab sofort online unter https://www.heimat-europa.com im Pressebereich verfügbar.

Unterstützer und Förderer: Die HEIMAT EUROPA Filmfestspiele finden vom 7. bis 29. August in Simmern statt. An 23 Tagen werden 27 Filme unter freiem Himmel auf dem Fruchtmarkt gezeigt. Sofern es die Corona-Situation zulässt, wird es zudem weitere Vorstellungen in den Kinosälen des Pro-Winzkinos geben. Die HEIMAT EUROPA Filmfestspiele werden veranstaltet von der Stadt Simmern und dem Pro-Winzkino Simmern. Die Filmfestspiele werden als Teil des Kultursommers Rheinland-Pfalz vom Land Rheinland-Pfalz und der Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen sowie von zahlreichen Partnern unterstützt. Hauptsponsoren sind DFH – Deutsche Fertighaus Holding AG, ERO-Gerätebau GmbH, Gelobtes Land – Imagekampagne zur Fachkräftesicherung im Rhein-Hunsrück-Kreis, Kreissparkasse Rhein-Hunsrück, Scherer Automobil Holding GmbH & Co. KG, Volksbank Hunsrück-Nahe e.G., Westenergie AG.Mehr Infos unter: https://www.heimat-europa.com

Fulminanter Auftakt in den Festspielsommer am Theater Lahnstein

Lahnstein. Endlich konnte das Lahnsteiner Theater wieder seine Pforten öffnen: Seit dem 03. Juni 2021 wird wieder gespielt und das Eröffnungswochenende war trotz durchwachsenem Wetter ein voller Erfolg.

Neben der feierlichen Verleihung von „Dexy’s Theaterpreis“ konnte die Komödie „Die Sternstunde des Josef Bieder“ die langersehnte Premiere feiern. Das Stück mit Karl Krämer in der Rolle des kautzigen Requisiteurs, der so manches Geheimnis über das Ensemble verrät, sorgte für Standing Ovations.

Auch der Konzertabend „La vie – Das Leben“ mit Chansons von Edith Piaf und Marlene Dietrich begeisterte die Zuschauerinnen und Zuschauer, auch wenn die Veranstaltung kurzfristig nach drinnen verlegt werden musste.

Am Sonntag lieferten Jule Menzel-King und Diane King mit ihrem Programm „We are family“ aus Pop-, Soul- und Musical-Klassikern einen gelungenen Abschluss des ersten Theaterwochenendes. Alle drei Veranstaltungen werden in den kommenden Wochen wiederholt.

Termine und Infos unter www.lahnsteiner-burgspiele.de.

Marlene Streeruwitz wird erste Joseph-Breitbach-Poetikdozentin in Koblenz

Zum ersten Mal ist die neu eingerichtete Joseph-Breitbach-Poetikdozentur vergeben worden, und zwar an eine der bekanntesten Schriftstellerinnen nicht nur Österreichs, sondern des gesamten deutschen Sprachraums.

Marlene Streeruwitz stellt ihre Dozentur unter die Überschrift „Geschlecht. Zahl. Fall. Person. Zahl. Zeit.“ und wird nun kurzfristig zu zwei Terminen in Koblenz zu Gast sein können:

Die beiden im Rahmen der Poetik-Dozentur kurzfristig möglichen öffentlichen Veranstaltungen werden am Donnerstag, 10. Juni 2021 sowie am Mittwoch, 16. Juni 2021 jeweils um 20:00 Uhr im Theater Koblenz stattfinden. Vor Ort kann eine nach den aktuellen Regelungen eng begrenzte Zuschauerzahl teilnehmen, beide Veranstaltungen werden allerdings live über die Website des Theaters Koblenz kostenfrei gestreamt.

Ein öffentlicher Vortrag von Marlene Streeruwitz an der Universität Koblenz wird voraussichtlich im Herbst 2021 nachgeholt.

Marlene Streeruwitz studierte zunächst Slawistik und Kunstgeschichte in Wien. Seit 1992 werden ihre Theaterstücke auf zahlreichen Bühnen gezeigt, so ist beispielsweise Ende 1993 „Ocean Drive“ vom Kölner Schauspiel uraufgeführt worden. Dabei begleitet sie den Theater- und Literaturbetrieb stets kritisch. Auch in der Prosa ist sie sehr erfolgreich, beginnend 1996 mit ihrem ersten Roman „Verführungen. 3. Folge. Frauenjahre“, der Titel weist bereits auf das für ihre Texte typische Spiel mit den Leserinnen und Lesern hin. 2019 erschien Streeruwitz‘ bisher letzter Roman „Flammenwand“. Die Autorin hat bereits eine beeindruckende Erfahrung als Poetik-Dozentin, etwa in Tübingen und Frankfurt, den wohl bedeutendsten Poetik-Dozenturen in Deutschland.

Alle Texte der Autorin sind extrem sprachbewusst und haben einen unverwechselbaren Stil. Die gebrochene Syntax mit ihrer – auch im Motto der Koblenzer Poetik-Vorlesungen deutlich ausgestellten – elliptischen Struktur führt, wie die diese Sprache sprechenden Figuren auf der Bühne, eine Suchbewegung vor. Es geht um nichts weniger als um das Dasein in einer unübersichtlich gewordenen Welt, wobei vor allem soziale und Geschlechter-Rollen im Mittelpunkt stehen, die durch politische wie ökonomische Macht bestimmt werden und die es in raffinierten Inszenierungen zu dekonstruieren gilt.
So erklärt etwa die reiche Schauspielerin und Geschäftsfrau Elisabeth in „Ocean Drive“ ihrem designierten Biographen Leonard: „Und das Problem ist überhaupt, dass man eine ist. Eine Frau. – Spielen Sie sich nicht so auf. So rechtschaffen. Diese Welt, in der die Menschen so vor sich hinleben. Dies ist doch von Euch gemacht worden. Das ist doch Eure Welt. – Ich habe mich nur gewehrt.“ Doch ist dies nur die halbe Wahrheit. Auch Elisabeth ist eine Täterin, die auf Gewalt mit noch mehr Gewalt antwortet und zum Schluss den Lügner Leonard mit einem Messer durch das Auge ersticht.

Die von der Stadt Koblenz und der Universität Koblenz-Landau getragene Poetik-Dozentur wird ab 2021 für Drama und Lyrik jährlich im Wechsel verliehen. Mit der neu eingerichteten Dozentur sollen Persönlichkeiten ausgezeichnet werden, die sich mit ihrer Literatur, aber auch mit ihrer Persönlichkeit in der Nachfolge von Joseph Breitbach (geb. am 20.09.1903 in Koblenz-Ehrenbreitstein; gestorben am 9.05.1980 in München) maßgeblich für Grenzen überschreitende Toleranz und für eine humanere Welt einsetzen. Breitbach ist als junger Mann wegen seiner Homosexualität von der Gesellschaft ausgegrenzt worden. Er hat stets soziale Missstände kritisch reflektiert, auch deshalb wurden seine Bücher 1933 von den Nationalsozialisten verbrannt und verboten. Breitbach gilt als einer der Architekten der deutsch-französischen Freundschaft in der Nachkriegszeit.
Der Schriftsteller Breitbach ist für seine Dramen, Romane und Erzählungen bekannt. Ausgezeichnet werden sollen mit dem Preis aber vorrangig Leistungen im Bereich der Gegenwartsdramatik und der Gegenwartslyrik, um diesen heute im Literaturbetrieb eher marginalisierten Gattungen wieder zu mehr Geltung zu verhelfen und ihr kritisch-utopisches Potential hervorzuheben.

Gefördert wird die Poetik-Dozentur vom Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, dem Freundeskreis der Universität Koblenz-Landau, der Stiftung Universität Koblenz, der Koblenzer Kultur Stiftung und dem Theater Koblenz.

Die Organisation der Joseph-Breitbach-Poetikdozentur liegt bei der Koblenzer Kulturdezernentin PD Dr. Margit Theis-Scholz, dem Koblenzer Professor für Neuere deutsche Literatur, Stefan Neuhaus, und Markus Dietze, Intendant des Theaters Koblenz.

Karten für eine Teilnahme an den Veranstaltungen vor Ort, für die das aktuelle Hygienekonzept des Theaters Koblenz zu beachten ist, sind an der Theaterkasse im Forum Confluentes und über die Website des Theaters Koblenz zu erhalten.

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