Donnerstag, 26. November 2020

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Landtagsabgeordneter Sven Lefkowitz lädt ein: Webkonferenz für Kulturschaffende

Kunst und Kultur in Rheinland-Pfalz stehen in der Corona-Zeit vor große Herausforderungen. Die rheinland-pfälzische Landesregierung unterstützt mit einem 1,5 Millionen Euro starken Kulturpaket die Kulturszene in dieser schwierigen Zeit. Über die verschiedenen Bausteine des 6-Punkte-Programms informiert der Landtagsabgeordnete am Freitag, 21. August 2020, um 17.30 Uhr gemeinsam mit der kulturpolitischen Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Giorgina Kazungu-Haß, in einer Webkonferenz für Kulturschaffende. „Kunst und Kultur haben einen hohen Stellenwert für unserer Gesellschaft und das gerade in Krisenzeiten. Das gilt auch für unsere ländliche Region. Die Teilhabe an Kunst und Kultur weiter zu ermöglichen liegt mir sehr am Herzen“, so Sven Lefkowitz. Das Informationsangebot richtet sich an Künstlerinnen und Künstler, Kulturvereine sowie Kultureinrichtungen. Interessierte Kulturschaffende, Bürgerinnen und Bürger können sich per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder unter der Telefonnummer 02631-8739007 zu der Webkonferenz anmelden und erhalten anschließend die Einwahldaten für die Teilnahme per Video oder Telefon.

95. Geburtstag

Ministerpräsidentin Malu Dreyer gratuliert Zuckmayer-Preisträger Albrecht Schöne: Leidenschaftliche Sorge um Sprache

„Albrecht Schöne ist einer der herausragenden und angesehensten Literaturwissenschaftler unserer Zeit, der sich große Verdienste um die deutsche Sprache erworben hat. Ich gratuliere dem Träger der Carl-Zuckmayer-Medaille ganz herzlich zu seinem 95. Geburtstag am 17. Juli“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Albrecht Schöne war bis zu seiner Emeritierung 1990 Professor für Deutsche Literatur an den Universitäten Münster und Göttingen. Das Barock, die Aufklärung und die Weimarer Klassik waren und sind seine Schwerpunkte. Der Goethe-Kenner wurde insbesondere mit seinen Arbeiten zu Goethes Faust weit über sein Fach hinaus bekannt. Für seine prägende Rolle im deutschen Geistesleben wurde er vielfach geehrt, unter anderem auch mit dem Orden "Pour le Mérite".

„Das Markenzeichen von Albrecht Schöne ist seine leidenschaftliche Sorge um Sprache und Literatur. Sein ganzes wissenschaftliches Leben hat er sich für eine präzise, verständliche und lesergerechte Wissenschaftssprache eingesetzt“, betonte die Ministerpräsidentin. Mit seinen Werken habe er vielen Menschen den Zugang zur Literatur erschlossen. Bis heute sei Albrecht Schöne literarisch aktiv. „Für das neue Lebensjahr wünsche ich ihm alles Gute, Gesundheit und weiterhin kreative Schaffenskraft“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Nora Bossong erhält den Joseph-Breitbach-Preis 2020

Die Stiftung Joseph Breitbach und die Akademie der Wissenschaften und der Literatur / Mainz verleihen Nora Bossong den Joseph-Breitbach-Preis 2020 für ihr literarisches Gesamtwerk.

In Nora Bossongs Werk lässt sich besichtigen, wie es zu unserem Zeitalter kam. Die Protagonisten ihrer Romane sind Männer und Frauen, in deren Hände die Welt gelegt ist: Ein Diplomat in ›Webers Protokoll‹ (2009), ein Textilfabrikant und seine Tochter in ›Gesellschaft mit beschränkter Haftung‹ (2012), ein Historiker in ›36,9º‹ (2015), eine Mitarbeiterin der UN in ›Schutzzone‹ (2019). Aus genauer Metierkenntnis entwickelt die Autorin Psychogramme von Menschen, die als Individuen unsere Anteilnahme gewinnen, als prototypische Leistungsträger den Schrecken vermehren: Ihre Ohnmacht schafft Fakten. In die Zukunft retten sie nur ihre Selbstbilder und privaten Obsessionen. Solche Gemengelagen finden sich auch in ihren drei Gedichtbänden, verbinden sich dort mit Zärtlichkeit für Tier und Pflanze und für die Beharrungskräfte von Provinz und Religion.

Die Jury würdigt mit ihr »eine Poetin, die ihre eminenten Möglichkeiten zur Versprachlichung von Welt als Verpflichtung nimmt, sich den großen Themen zu stellen. Durch die Irrungen und Wirrungen eines eurozentrischen Jahrhunderts, das an den Nullpunkt seiner Weisheit gekommen ist, lässt sie uns schauen auf die Schwäche, die es zusammenhielt. Ihr Werk, in dem sich analytische Brillanz und sinnliche Evokationskraft gegenseitig befeuern, moralisiert nicht, nimmt am grassierenden Rechthaben nicht teil und erscheint doch in jeder Zeile politisch. Wiewohl illusionslos, ist es nie ohne Liebe, und beinahe hinterrücks voll Humor.«

Der Preis ist mit 50.000 € dotiert. Die Verleihung ist für den 25. September 2020 in Koblenz vorgesehen, soweit die gesetzlichen Bestimmungen aufgrund der allgemeinen gesundheitlichen Lage es zulassen.

Nora Bossong wurde 1982 in Bremen geboren. Sie studierte Kulturwissenschaften, Philosophie und Komparatistik. Für ihr Werk wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Peter-Huchel-Preis, dem Roswitha Preis (2016), dem Kranichsteiner Literaturpreis (2019), dem Wilhelm-Lehmann-Preis (2020) und dem Thomas-Mann-Preis (2020). 2017 wurde sie als Gast zum Jubiläumstreffen der Gruppe 47 eingeladen. Sie ist Gründungsmitglied des Vereins ›Arbeit an Europa‹.

Bisherige Preisträger
Hans Boesch, Friedhelm Kemp, Brigitte Kronauer (1998); Reinhard Jirgl, Wolf Lepenies, Rainer Malkowski (1999); Ilse Aichinger, W.G. Sebald, Markus Werner (2000); Thomas Hürlimann, Ingo Schulze, Dieter Wellershoff (2001); Elazar Benyoëtz, Erika Burkart, Robert Menasse (2002); Christoph Meckel, Herta Müller, Harald Weinrich (2003); Raoul Schrott (2004); Georges-Arthur Goldschmidt (2005); Wulf Kirsten (2006); Friedrich Christian Delius (2007); Marcel Beyer (2008); Ursula Krechel (2009); Michael Krüger (2010); Hans Joachim Schädlich (2011); Kurt Flasch (2012); Jenny Erpenbeck (2013); Navid Kermani (2014); Thomas Lehr (2015); Reiner Stach (2016); Dea Loher (2017); Arno Geiger (2018); Thomas Hettche (2019)

Zwei Westwall-Bände: Ab sofort digital und kostenlos

Beide schon erschienenen Bände der Reihe „Der Westwall in Rheinland-Pfalz“ ab sofort kostenlos als pdf-Datei erhältlich

Die beiden in der Reihe „Der Westwall in Rheinland-Pfalz“ der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) erschienenen Bände sind ab sofort auch zum direkten Download als Pdf-Dateien auf der LpB-Homepage www.politische-bildung-rlp.de/aktuelles.html kostenlos erhältlich.
Band 1 „Der Westwall. Entstehung, Bauten, Wirkung, Relikte“ des Autors Werner Schmachtenberg gibt einen Überblick zur Entstehungs- und Nutzungsgeschichte bis in die Gegenwart. Band 2 „Der Westwall. Beiträge zu seiner Geschichte vor und während des Zweiten Weltkrieges“ dokumentiert die Ergebnisse der wissenschaftlichen Fachtagung „Der Bau des Westwalls in der NS-Diktatur“, die am 4. April 2017 in der Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert bei Hermeskeil stattfand. Hier geht es um die für den Bau verantwortlichen Institutionen, die bis zu 500.000 Männer für die Arbeit am Westwall dienstverpflichteten. Außerdem werden die Auswirkungen des Westwallbaus für die Grenzbevölkerung in der Pfalz und die Rolle des SS-Sonderlagers Hinzert bei der sog. „Erziehung“ der Westwallarbeiter im nationalsozialistischen Sinne aufgezeigt.

Den Westwall
verkaufte die NS-Propaganda als Verteidigungsmaßnahme zur Friedenssicherung. Während Hunderttausende zur Westwallarbeit verpflichtet wurden, der Wohnungsbau zum Erliegen kam, profitierten nicht wenige überzeugte Nationalsozialisten und „Volksgenossen“ vom Bau des Westwalls.

Bernhard Kukatzki, Direktor der LpB:
„Der Westwall diente dazu, den Eroberungs- und Vernichtungskrieg im Osten leichter führen zu können. Der von den Nazis behauptete defensive Charakter der Bauten sollte nur von den eigentlichen NS-Kriegszielen ablenken.
Die schon in zwei Auflagen erschienenen beiden bisherigen Bände waren so erfolgreich, dass wir nun statt einer weiteren Auflage die Bücher als pdf-Dateien auf unserer Homepage anbieten, um den Bedarf der interessierten Leserinnen und Leser dauerhaft decken zu können.“
Der als nächstes erscheinende Band 3 wird pädagogische Gesichtspunkte des Westwalls für die politische Bildungsarbeit in den Mittelpunkt stellen.

Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz

VERGABE DER DORIS-HÖHMANN-SCHADE-PREISE

Erstmals verlieh der Verein Freunde der Rheinischen Philharmonie e.V. den Doris-Höhmann-Schade-Preis.

Dieser geht auf die 2013 verstorbene Mäzenin Doris Höhmann-Schade zurück, die testamentarisch eine regelmäßige materielle Förderung junger Nachwuchsmusiker verfügte.

In diesem Rahmen werden ausgesuchte Stipendiaten und Praktikanten mit einem Preisgeld ausgezeichnet, die während ihrer Zeit bei der Rheinischen besondere künstlerische Leistungen erbrachten und hohe soziale Kompetenz zeigten.

Die Preisverleihung fand nicht, wie ursprünglich geplant, bei einem Stipendiatenkonzert statt, da dieses coronabedingt entfallen musste. Stattdessen erhielten bei der letzten Vorstandsitzung des Freundeskreises am Dienstag, dem 7. Juli 2020, drei Praktikanten dieser Spielzeit, für welche die Musiker der Rheinischen sowie deren Orchestervorstand mit großer Mehrheit stimmten, ihre Auszeichnungen: die Chinesin Lechen Feng aus der Gruppe der 2. Violinen, der aus Venezuela stammende Kontrabassist Gerardo Theozile Vielot und der portugiesische Fagottist Francisco Lopes Soutinho Ventura Martins.

Der Freundeskreis sowie das Staatsorchester Rheinische Philharmonie gratulieren den Preisträgern und wünschen ihnen für die weitere Zukunft musikalisch und menschlich alles Gute!

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