Freitag, 22. Juni 2018

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Passionskonzerte der Cappella Taboris

RANSBACH-BAUMBACH / MONTABAUR. Mit einem besonderen Programm zur Passion und zur Sterbestunde Jesu an Karfreitag setzte sich die Cappella Taboris als das solistische Vokalensemble des Evangelischen Dekanates Westerwald gemeinsam mit ihren Konzertgästen musikalisch mit Jesu Leiden und Sterben auseinander. Eröffnet wurden die beiden Konzerte in der Evangelischen Kirche Ransbach-Baumbach und in der Evangelischen Pauluskirche Montabaur mit der barocken Kantate „Ich liege und schlafe“ für Chor, Solisten und Streicher mit Basso continuo vom norddeutschen Komponisten Nicolaus Bruhns, bei der sich die Ensemblemitglieder Angelika Wies (Sopran), Monika Schlößer (Alt), Dekanatskantor Jens Schawaller (Tenor und Leitung), Ingo Jungbluth (Bass) und Susanne Schawaller (Orgel) von ihrer gewohnt stimmlich-souveränen, organistisch-virtuosen und generell kommunikativen Musikalität zeigten: Sowohl in den Tuttiblöcken als auch in den Arien erlebte das Auditorium sowohl einen gepflegten Chor- als auch einen geschulten Sologesang. Im Orchester wirkten auf bewährte Art und Weise Cornelia Heppner (Violine), Monika Warich (Violine), Marie Hesse (Violine), Sophie Jungbluth (Viola da braccia), Anneke Jung (Violoncello) und Gudula Marxsen (Kontrabass) als feinfühlige und erfahrene Musikerinnen, die in den künstlerischen Dialog mit dem Vokalensemble traten und ein klangliches Gegenüber bildeten.

Als Lektorin begleitete Dorit Engel beide Konzerte, die als gut verständliche Rezitatorin biblischer Lesungen ihre Zuhörerinnen und Zuhörer ganz in den Bann zu ziehen verstand. Im Mittelpunkt der karfreitäglichen Konzerte stand die umfangreiche Johannespassion von Leonhard Lechner, einem Zeitgenossen des Italieners Claudio Monteverdi, die den Evangelienbericht auf höchst polyphone Art und Weise in vierstimmigen Gesang umsetzt: So gelingt es dem Komponisten mit den musikalischen Mitteln der Renaissance, die Dramatik und Tiefe des Geschehens im Garten Gethsemane und auf Golgatha abzubilden – eine Aufgabe, der die Cappella Taboris voll und ganz entsprach. Mit Johann Christoph Friedrich Bachs – dem „Bückeburger Bach“ – barocker Psalmmotette „Ich liege und schlafe“ in einer Fassung für Vokalensemble und Streichorchester schloß sich der programmatische Kreis der Passionskonzerte.

Das Ende beider Musiken bildete jeweils die filigrane und charmante Motette „Sei getreu bis in den Tod“ von Johann Christoph Bach, er wirkte in Arnstadt und Eisenach, die bei aller Meditation des konzertanten Karfreitagsgeschehens einen österlichen Ausblick eröffnete. Die Zuhörerinnen und Zuhörer dankten allen Ausführenden stehend mit einer Schweigeminute und verließen in aller Stille die beiden Wäller Kirchen.

Einsatz für Koblenzer Seilbahn: Staatssekretär und OB schreiben UNESCO an

Kulturstaatssekretär Salvatore Barbaro und der Koblenzer Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig haben sich in einem Schreiben an die UNESCO für eine Verlängerung der Seilbahn-Betriebserlaubnis eingesetzt. Im Schreiben an die Direktorin des Welterbe-Büros der UNESCO, Mechtild Rössler, verweisen die beiden Rheinland-Pfälzer auf die hohen Nutzungszahlen der Gondel zwischen dem Rheinufer und der Festung Ehrenbreitstein und die geplante Bundesgartenschau 2031 im Mittelrheintal, bei der die Festung als Kulturveranstaltungsort zentral einbezogen werden soll.

„Die Seilbahn auf die Festung Ehrenbreitstein hat sich in den letzten Jahren nicht nur zu einem touristischen Highlight entwickelt, sie entspricht auch den Prinzipien der UNESCO, eine nachhaltige wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung des Welterbetals voranzutreiben. Wir haben daher die UNESCO ausdrücklich gebeten, eine Verlängerung der Betriebserlaubnis zu prüfen“, erläuterte Kulturstaatssekretär Salvatore Barbaro, der auch Welterbe-Beauftragter der Landesregierung ist.

Seit der Inbetriebnahme der Seilbahn konnte die Besucherzahl der Festung Ehrenbreitstein von ca. 200.000 auf ca. 650.000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr gesteigert werden. Damit entwickelte sich die Festung zu einem bedeutenden kulturellen Zentrum der Stadt und der Region. Durch die Seilbahn konnte eine barrierefreie und umweltgerechte verkehrliche Erschließung erreicht werden, die fast 50.000 Busfahrten oder über 600.000 Automobilfahrten pro Jahr erspart.

„Die Seilbahn trägt dazu bei, die Festung Ehrenbreitstein als dem wichtigsten Monument im Welterbegebiet besser herauszustellen und dient damit dem Welterbe“, ergänzte der Koblenzer Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig.

Das UNESCO-Welterbezentrum in Paris überwacht den Erhaltungszustand der Welterbestätten. Bei sehr kritischen Fehlentwicklungen kann das bis zu einer Aberkennung des Weltkulturerbestatus durch das UNESCO-Welterbekomitee führen. Die Koblenzer Seilbahn stellt nach Auffassung der UN-Organisation ein Eingriff in das Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal dar und konnte mit einer Ausnahmegenehmigung der UNESCO zur Bundesgartenschau in Koblenz 2011 betrieben werden. Dank des Einsatzes des zuständigen rheinland-pfälzischen Kulturministeriums und der Stadt Koblenz konnte 2013 eine weitere Genehmigung zum Betrieb bis 2026 erreicht werden.

„Koblenz und das Mittelrheintal brauchen ihre Seilbahn. Wir sind daher sehr zuversichtlich, dass sich auch die UNESCO einem weiteren Betrieb nicht verschließen wird“, erklären der Kulturstaatssekretär und der Oberbürgermeister abschließend.

Was ist Ostern? Eine einfache Darstellung der Passion Christi

Von Hans-Peter Meyer

Mit dem  Palmsonntag beginnt für die Christen in aller Welt die wichtigste Woche des Jahres. In unzähligen und an Verschiedenartigkeiten kaum zu überbietenden Festen, Feiern, Umzügen und Gottesdiensten begehen sie, entweder fröhlich oder nachdenklich, die grundlegenden Ereignisse und Inhalte ihres Glaubens. Dazu kommen die Erinnerungen an die Dramatik der letzten irdischen Lebenstage ihres Glaubensstifters Jesus aus Nazaret (zwischen See Genezareth und Mittelmeer in Israel gelegen). Aber nun der Reihe nach:

Am Palmsonntag, dem Sonntag vor Ostern, feiern die Christen den Einzug von Jesus in Jerusalem. Er wird dort von den Bewohnern mit Palmzweigen und Huldigungsrufen begeistert begrüßt, obwohl der auf einem jungen Esel reitende Jesus alles andere als eine herrschaftliche Figur darstellt. Aber die Gläubigen sehen in dem Vorgang die Erfüllung einer alten Weissagung, nach der der göttliche Erlöser so in Jerusalem einziehen soll.

Am Gründonnerstag – die Gegner von Jesus haben dafür gesorgt, dass sein Aufenthalt in Jerusalem lebensbedrohlich geworden ist – feiert Jesus mit seinen Jüngern zum letzten Mal ein rituelles Abendessen. So ist es unter frommen Juden in Jerusalem vor dem Passafest üblich gewesen. Während der Mahlzeit nimmt Jesus angesichts seines bevorstehenden Todes, von deinen Jüngern Abschied. Aus diesem Essen entsteht später die Feier des Heiligen Abendmahls bzw. der Heiligen Eucharistie, die zur Mitte des christlichen Gottesdienstes werden.

Am Karfreitag geschieht für die Jünger – und heute noch für alle Christen – das Unfassbare: Jesus wird verhaftet und mit dem Kreuzestod grausamst hingerichtet. In Jesus sehen die Jünger, wie heute die Christenheit, den Abgesandten, den Boten, ja den Sohn Gottes. Dass niedrige Intrigen und menschliche Machenschaften so mit Gott – ungestraft – umgehen können – und das Gott dies zulässt! – stürzt alle in tiefsten Glaubenszweifel. Das Ende der „Jesusbewegung“ sehen sie gekommen und den menschenfreundlichen Gott, den Jesus verkündete, als Irrtum entlarvt!

Doch der Ostersonntagmorgen wischt alle Zweifel, alle Ängste beiseite. Immer mehr von ihnen erzählen  von Begegnungen mit und von Erscheinungen von Jesus, die sie gehabt haben. So wird die Gewissheit geboren, dass Jesus lebt und wirkt. Sie – und nachfolgend alle Christen auf der weiten Welt – erkennen, dass seine Botschaft für alle Zeiten gültig bleibt. Auch wissen  und glauben sie, dass der Tod in jedweder Form für das liebevolle, uns Menschen zugewandte Wirken Gottes in uns und mit uns keine unüberwindbare Barriere mehr darstellt. Ein neuer Abschnitt der Menschheit hat damit begonnen.

Das ist Ostern!

© Hans-Peter Meyer

GDKE Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz bittet zu Tisch

„Europäisches Kulturerbejahr 2018“: 2000 Jahre Genusskultur in Rheinland-Pfalz

Mit einem „Marktplatz der regionalen Köstlichkeiten“ wird am Sonntag, 25. März 2018, in der Festung Ehrenbreitstein Koblenz der Startschuss in das bundesweite Aktionsjahr „Zu Tisch! Genießen in Schlössern und Gärten“ gegeben. Ins Leben gerufen durch den Verein Schlösser und Gärten in Deutschland e. V., eingebettet in das Europäische Kulturerbejahr 2018 (ECHY) und unter dem Motto SHARING HERITAGE begibt sich die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) in diesem Jahr auf eine kulinarische Reise in die über 2000-jährige Geschichte der rheinland-pfälzischen Genusskultur – von der Antike bis ins 20. Jahrhundert.

„Wir haben im gesamten Bundesland eine Vielzahl an erlebenswerten historischen Originalschauplätzen“, betont Kulturminister Konrad Wolf, „da freut es mich ganz besonders, dass wir diese im Kontext des ‚Europäischen Kulturerbejahres 2018‘ mit zahlreichen genussvollen Veranstaltungen, insbesondere auch im ländlichen Raum, präsentieren können. Von den Maaren der Eifel bis zum Pfälzerwald, von den Steilhängen der Mosel bis zu den Burgen im Mittelrhein- und Lahntal haben jahrtausendealte Kulturen aus ganz Europa in Rheinland-Pfalz ihre Spuren hinterlassen. Das Thema ‚Genuss‘ verbindet sowohl die Epochen als auch die Menschen in allen Regionen von Rheinland-Pfalz miteinander.“

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Programm der Kultursommer-Eröffnung in Neuwied

Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele

Auf zur Kultursommer-Eröffnung in Neuwied!

Am letzten Aprilwochenende ist es soweit: Mit einem großen Kulturfest für die ganze Familie bei weitgehend freiem Eintritt wird bei der Eröffnung des Kultursommers Rheinland-Pfalz in Neuwied am Rhein gleichzeitig Friedrich Wilhelm Raiffeisens 200. Geburtstag (nach-)gefeiert.

Raiffeisen, geboren am 30. März 1818 in Hamm/Sieg und einstmals Bürgermeister von Neuwied-Heddesdorf, war eine faszinierende Persönlichkeit: Seine Genossenschaftsidee und die konkrete Hilfe, die seine Maßnahmen vielen Menschen brachten, machen ihn zu einem noch heute weltweit geschätzten Vorbild.

„Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“ – dieser Satz wird Raiffeisen zugeschrieben. Seine Bedeutung wird vom 27. bis zum 29. April mit den Mitteln von Kunst und Kultur, mit Tanz, Theater, Artistik, Musik, Literatur und vielen Mitmachaktionen in der Innenstadt von Neuwied (rund um den Luisenplatz) sichtbar und vor allem erlebbar gemacht.

Und das Beste daran: Alle können mitmachen!

Gemeinschaftlich geht es an den Bau eines bis zu 20 Meter hohen Gebäudes aus Karton – nach dem Konzept und unter Anleitung des Künstlers OLIVIER GROSSETÊTE ohne die Hilfe von Maschinen und nur mit den eigenen Händen. Bei der Mal-Aktion „Wie bunt ist Neuwied?“ können auch schon die Kleinen dabei sein. Und wenn es um Brotbacken wie zu Raiffeisens Zeiten geht, haben alle ihren Spaß und noch ein leckeres Ergebnis. N.U.UNRUH, Percussionist und Gründungsmitglied der legendären Band Einstürzende Neubauten, hat rund 100 Trommeln dabei und lädt zu „Beating the Drum“ ein – ein geräuschvolles Gemeinschaftserlebnis.

Der Gala-Abend für Friedrich Wilhelm Raiffeisen am Samstag ist gleichzeitig die offizielle Eröffnung des Kultursommers 2018, zu der auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer erwartet wird. „Zusammen!“ ist das Motto des Abends, der mit einem Empfang beginnt. Zusammen auf der Bühne im Heimathaus sind dann ganz unterschiedliche Künstlerinnen und Künstler, von Musikkabarettist Matthias Reuter und Wortartist und Pianist Martin Betz bis zu einem Ensemble der Villa Musica; dazu gibt es Beiträge zu Raiffeisen und Industrie-Kultur in Rheinland-Pfalz und weitere künstlerische Überraschungen. Die Band DOTA um Liedermacherin Dota Kehr und Frederik Kösters preisgekröntes Jazz-Quartett DIE VERWANDLUNG sind im Anschluss an die Gala auch noch im Heimathaus bzw. in der StadtGalerie zu erleben.

Richtig poetisch wird es am Freitag und Samstag nach Sonnenuntergang: Die COMPAGNIE DES QUIDAMS beginnt ihre Parade in weißes Tuch gehüllt – aber die menschlichen Wesen verwandeln sich vor den Augen des Publikums in sieben überlebensgroße Pferdefiguren: Bilder zwischen Realität und Traum.

Man kann sich aber auch einfach treiben lassen und das Fest genießen: Quer durch die Open-Air-Galerie KUNST IM KARREE bummeln – und ganz unvermittelt dabei auf Künstlerinnen und Künstler stoßen wie die britischen Artisten von MOTIONHOUSE & NOFIT STATE CIRCUS, die Tanz und halsbrecherische Akrobatik verbinden, oder JOAN CATALÀ, der mit seiner meisterhaften Körperbeherrschung das Publikum in den Bann zieht, die Tänzerinnen und Tänzer mit und ohne Behinderung der Compagnie DK-BEL, deren Performance den Begriff „Vertrauen“ interpretiert, die „voluminöse“ Ballett-Truppe der COMPAGNIE DIDIER THÉRON und viele andere.

Sein christlicher Glaube war für Raiffeisen sehr wichtig und eine wesentliche Motivation für sein Handeln. Mit einem ökumenischen Festgottesdienst in der Evangelischen Marktkirche am Freitagnachmittag beginnt das Kulturfest in Neuwied. Unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ soll zusammen gesungen und musiziert werden. Am Sonntagvormittag gestalten die vier Chöre der Marktkirche den Gottesdienst gemeinsam und zum Ausklang des Wochenendes improvisiert Chris Jarrett an der Orgel der St. Matthiaskirche. Sein Programm NEW JOURNEYS vereint Jazz, Klassik, Avantgarde und Weltmusik.

Von der Musikbühne in der Schlossstraße klingen die Creole-Band BAZAAR, Jazz mit dem SNARKY PUPPY PROJECT, Swing der WHISKYDENKER und internationalen World Beat mit VOLXTANZ. Außerdem gibt es an dem Wochenende Poetry-Slam, Lesung, Ausstellung und mehr.

Parkplätze stehen im Bereich Luisenstraße und Pfarrstraße zur Verfügung. Zu beachten: Die Schlossstraße ist von Mittwoch, 25. April bis einschließlich Montag, 30. April gesperrt.

Das komplette Programm, weitere Infos, Karten für die Gala (nur 6€ bei freier Platzwahl incl. Empfang), Noten für den Festgottesdienst und die Anmeldung für die Kartonhaus-Workshops gibt es unter www.neuwied.de/kultursommer.html, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. und bei der Tourist-Information Neuwied, Tel. 02631 / 802 5555.

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