Donnerstag, 26. November 2020

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Die Jahreszeit Sommer – Gedanken und Reflexionen zum Sommeranfang

Von Hans-Peter Meyer

Der Sommer liegt zwischen den Jahreszeiten Frühling und Herbst und ist die wärmste Jahreszeit in der gemäßigten und arktischen Klimazone.

Aus astronomischer Sicht beginnt der Sommer mit der Sommersonnenwende und dauert bis zur Herbsttagundnachtgleiche (An diesem Tage sind überall auf der Erde der Tag und die Nacht mit 12 Stunden gleich lang).

Am Tag der Sommersonnenwende, dem längsten Tag des Jahres, steht die Sonne senkrecht über dem nördlichen Wendekreis.

Auf der nördlichen Halbkugel umfasst der Sommer die Zeit vom 21. Juni oder 22. Juni bis zum 22. September oder 23. September.

Auf der südlichen Halbkugel hingegen dauert der Sommer vom 21. Dezember oder 22. Dezember bis zum 20. Februar oder 21. Februar.

Wenn man von Nordsommer und Südsommer spricht, so ist damit jeweils der Sommer auf der Südhalbkugel und Nordhalbkugel gemeint.

Wie auch die anderen Jahreszeiten wiederholt sich der Sommer in jeder Hemisphäre (nördliche und südliche Halbkugel) in einem jährlich gleichen Rhythmus.

Der Grund dafür ist der wandernde Zenitstand der Sonne zwischen dem südlichen und dem nördlichen Wendekreis.

Weil die Umlaufbahn der Erde um die Sonne um 1,7 Prozent von einer Kreisbahn abweicht, sind die vier Jahreszeiten nicht ganz gleich lang.

Auch sind die Nordsommer wegen der Sonnenferne etwas milder als die Südsommer.

Meteorologisch (Meteorologie = Wissenschaft vom Klima und Wetter / Wetterkunde) gesehen beginnt der Sommer aber schon am 1. Juni. Denn die Meteorologen ordnen die Jahreszeiten den vollen Monaten zu.

Der Frühling endet für die Meteorologen im Mai. Der Sommer umfasst somit auf der Nordhalbkugel die Monate Juni, Juli und August.

Der Frühsommer liegt zwischen dem Vollfrühling und dem Hochsommer.

Er ist die Blütezeit der Wiesen, hier blühen jetzt viele bunte Sommerblumen. Viele Insekten fliegen von Blüte zu Blüte, um den Nektar zu sammeln, und daraus Honig zu machen.

Auf den Getreidefeldern wachsen in den Ähren bereits die Körner. Gegen Ende des Frühsommers beginnen die Bauern mit der Heuernte.

Der Hochsommer ist gewöhnlich die heißeste Jahreszeit und liegt in Deutschland meistens in den Monaten Juli und August.

Viele Früchte sind bereits reif (Johannisbeeren, Erdbeeren, Kirschen) und können gepflückt werden. In der Landwirtschaft wird jetzt das Getreide auf den Feldern geerntet.

Der Spätsommer liegt zwischen dem Hochsommer und dem Frühherbst.

Jetzt blüht das Heidekraut und einige frühe Obstsorten werden reif.

In der Landwirtschaft ist man mit der zweiten Heuernte beschäftigt, nur die Kartoffelfelder und Maisfelder werden erst später im Herbst abgeerntet.

Viele Menschen freuen sich ganz besonders auf den Sommer, denn die Tage sind lang und sonnig und man kann sich viel im Freien aufhalten.

In vielen Ländern Europas beginnen im Juli oder August die Sommerferien für die Kinder, und auch die Erwachsenen nehmen ihren Jahresurlaub. Daher ist auch im Sommer die Hauptreisezeit.

Auch die Jahreszeit Sommer ist ein Wunderwerk unserer Schöpfungsgeschichte.

© Hans-Peter Meyer

Kulturminister Wolf besucht wiedereröffnete Musikschule Koblenz: „Musikunterricht ist existenziell w

Nach dem Shutdown aufgrund der Corona-Pandemie konnten auch die Musikschulen in Rheinland-Pfalz seit dem 13. Mai ihren Unterricht wiederaufnehmen. Einzelunterricht und Unterricht in Kleinstgruppen war bereits ab dem 3. Mai wieder ermöglicht worden. Kulturminister Konrad Wolf hatte die Wiedereröffnung zum Anlass genommen und die Musikschule in Koblenz besucht. Gemeinsam mit der Kulturdezernentin der Stadt Koblenz und Präsidentin des Landesverbands der Musikschulen Rheinland-Pfalz, Margit Theis-Scholz, sowie dem Koblenzer Oberbürgermeister David Langner informierte sich der Minister über die Wiederaufnahme des instrumentalen und gesanglichen Musikunterrichts unter Einhaltung der geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen.

„Ich freue mich, dass der Präsenzunterricht nun wieder stattfinden kann. Ich bin beeindruckt, wie die Lehrerinnen und Lehrer hier an der Musikschule der Stadt Koblenz auch während der Schließung Wege gefunden haben, den Unterricht weiter aufrechtzuerhalten. Musikunterricht ist existentiell wichtig und für Schülerinnen und Schüler ein bedeutender Baustein zum eigenständigen musikalischen Arbeiten“, so Kulturminister Konrad Wolf. „Wenngleich es Einschränkungen gibt und die Schutz- und Hygienevorschriften Beachtung finden müssen, habe ich den Eindruck gewonnen, dass der Unterrichtsbetrieb gut läuft und man das Beste ermöglicht.“

„Die Corona bedingten Umstände haben die Schulleitung und Lehrkräfte unserer Musikschule vor große Herausforderungen gestellt, die sie hervorragend gemeistert haben. Schnell und flexibel reagierten hier alle vor Ort um sowohl mit digitalen Formaten den Kontakt zu Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen als auch die Verbindung zu den Eltern nicht abreißen zu lassen“, betonte Theis-Scholz. „Für viele Kinder und Jugendliche war der online organisierte Musikunterricht sicher eine willkommene Abwechslung in der Home-Schooling-Phase, aber auch Gelegenheit ihre musikalischen Fähigkeiten weiterhin vertiefen zu können.“

Dank kreativer Ideen und alternativer Unterrichtsmethoden konnte mit Hilfe von Onlineunterricht und individueller Betreuung die Kontinuität des Unterrichts an der Musikschule in Koblenz gewährleistet werden. Die Musikschule, in der Trägerschaft der Stadt Koblenz, ist die drittgrößte Musikschule in Rheinland-Pfalz. Sie hat 60 Lehrkräfte und unterrichtet ca. 3000 Belegungen von Schülerinnen und Schülern. Das Unterrichtsangebot der Musikschule umfasst Instrumentalunterricht und Gesang. Darüber hinaus werden zahlreiche Ensemble- und Ergänzungsfächer angeboten

Rheinland-Pfalz hat 42 kommunal getragene Musikschulen im Land mit ca. 1.660 Musikschullehrkräften. Die Landesregierung bewilligte im letzten Doppelhaushalt einen Landeszuschuss von 3,0 Millionen Euro in 2019 und 3,2 Millionen Euro in 2020 für die 42 kommunalen Musikschulen, die Mitglied im Landesverband der Musikschulen in Rheinland-Pfalz sind. Damit stieg die Landesförderung um 400.000 Euro zum Jahr 2018.

„Wir unterstützen die kommunalen Musikschulen als verlässlicher Partner. Sie haben wichtige kultur- und bildungspolitische Aufgaben in unseren Städten, Kreisen und Gemeinden, denn sie führen Kinder, Jugendliche und Erwachsene an Musik heran und regen zum eigenen Musizieren an. Damit tragen sie entscheidend dazu bei, dass wir in unserem Land über eine vielfältige Musikkultur verfügen“, ergänzte der Minister.

9. Corona-Bekämpfungsverordnung:

Auftritte von Blasorchestern im Freien ab heute wieder möglich

Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium hat vergangene Woche die neunte Corona-Bekämpfungsverordnung veröffentlicht. Sie ermöglicht ab dem 10. Juni den öffentlichen Auftritt von Blasorchestern unter strengen Hygiene- und Sicherheitsauflagen. Auch ist das Proben von Blasorchestern und Chören im Freien wieder möglich. In Ausnahmefällen ist ein Proben in geeigneten Räumlichkeiten bei regelmäßiger Lüftung möglich.

„Wir hatten gute Gespräche mit den Verbänden. Wir waren uns einig, dass unsere große und vielfältige Chor- und Musikvereinsszene Möglichkeiten braucht, ihre Arbeit wieder aufzunehmen. Das Infektionsgeschehen in Rheinland-Pfalz lässt dies inzwischen wieder zu. Aber wir müssen weiterhin strenge Hygiene- und Sicherheitsauflagen einhalten. Ich bin froh, dass auf Grundlage der Gespräche mit dem Landesmusikrat und dem Chorverband nun das Proben für Chöre und der Auftritt von Blasorchestern wieder möglich ist“, so Denis Alt, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur.

Der Gesangsunterricht an Musikschulen wird ebenfalls ab heute, 10. Juni, unter Einschränkungen wieder erlaubt. So wird der Einzelunterricht unter Einhaltung von einem Abstand von sechs Metern wieder möglich. Entsprechend der Regelung für die Laienmusik, können Proben von Chören und Blasorchestern auch im Freien durchgeführt werden.

Bereits seit dem 25. Mai können Laienensembles, z.B. Rock- oder Jazzbands, unter Berücksichtung der Regelungen für Veranstaltungen und ohne den Einsatz von Chormusik und Instrumenten mit verstärktem Aerosolausstoss, z. B. Blasmusik, wieder öffentlich auftreten.


Geschichtsverein Nierstein:

Vorverkauf Jubiläumsbuch „Das Niersteiner Winzerfest im Wandel der Zeit 1935-2020“

Das Winzerfest, von Niersteinerinnnen und Niersteinern und zahlreichen Gästen als der Höhepunkt der alljährlichen Festivitäten rund um dem Wein bezeichnet, wird in 2020 nicht stattfinden: Kein Ritter Hundt, keine Weinproben, kein Festumzug, kein Schifferstechen oder Feuerwerk. Die Coronapandemie macht 85 Jahre nach dem ersten Fest auch vor dem traditionsreichen Event nicht Halt.

Stattdessen gibt es den Jubiläumsbildband „Wenn Ritter Hundt die Stadt regiert“ zum erinnern an und träumen von den zahlreichen Winzerfesten der letzten achteinhalb Jahrzehnte. Der Anstoß dazu kam schon vor einigen Jahren von der Niersteiner Bevölkerung selbst. Eine Ausstellung zum 80. Jubiläum des Festes war der Auftakt zu einer Sammlung weiterer Motive und Objekte, die die Niersteiner nur zu gern zusammentrugen. Mittlerweile umfasst das Archiv mehr als 2500. Wie nun die schönen Geschichten, die die Bilder erzählen, publik machen?  Die Bildband-Idee konnte auch durch Unterstützung des Festveranstalters Verkehrsverein in die Tat umgesetzt werden. Themen und Kapitel des Buches festzulegen war Aufgabe von drei Vorständen des Geschichtsvereins. Maßgeblichen Anteil am 92-seitigen Werk hat Hans-Peter Hexemer, 1. Vorsitzender des Geschichtsvereins, der die meisten Texte gemeinsam mit Dr. Susanne Bräckelmann, 2. Vorsitzende, verfasste. Bräckelmann hat sich außerdem um die gesamte Koordinierung gekümmert. Axel Schwarz war federführend bei der Sammlung und Archivierung der Dokumente. Nach spannender und diskussionsfreudiger Bildauswahl, gestaltete die diplomierte Designerin Petra Louis aus Mainz das Layout. Derzeit wird das Werk bei der Lattreuter GmbH in Nierstein gedruckt. Es werden nur 500 Exemplare produziert, der Preis beträgt 19.85 Euro.

„Es war ein recht aufwändiger Prozess, eine derartige historische Publikation zu erarbeiten. Doch mit einem couragierten und harmonischen Team macht so ein Projekt echt Spaß“, so Hexemer als verantwortlicher Herausgeber. Am 3. Juli 2020 wird die Präsentation des druckfrischen Jubiläumsbuchs stattfinden. Eine Vorbestellung ist bereits jetzt über das Bestellformular im Internet unter www.geschichtsverein-nierstein.de oder per Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. möglich. Ab dem 3. Juli 2020 kann das Buch an folgenden Verkaufsstellen in Nierstein erworben werden: Rathaus, Druckerei Lattreuter, Café Erni & Illi, Computer Lang und TV Müller, Postfiliale, Rewe Zorbach, Raiffeisenmarkt, MWR-Schuhe und bei Axel Schwarz, Oberdorfstraße 6

Fronleichnam und seine Bedeutung

Gedanken zum Hochfest des Leibes und Blutes Christi

Von Hans-Peter Meyer

Fronleichnam ist ein römisch katholischer Feiertag, der in einigen deutschen Bundesländern gesetzlich als Feiertag festgeschrieben ist.
Das Fronleichnamsfest findet genau zehn Tage nach Pfingsten statt und fällt somit immer auf den zweiten Donnerstag nach Pfingsten.
Den spirituellen Inhalt des Festes kann man bereits über die Etymologie seiner Bezeichnung herausfinden. Das althochdeutsche Wort "fron" steht für "Herr", die Bezeichnung "Leichnam" bedeutet übersetzt so viel wie "Leib". Damit weist bereits der Name auf die zentralen Elemente der Eucharistiefeier hin.

Das Fronleichnamsfest, das den Beinamen "Hochfest des Leibes und Blutes Christi" trägt, wurde zum erstmals im Jahr 1246 in der Diözese Lüttich fest eingeführt.

Die theologische Grundlage für das Fronleichnamsfest wurde mit dem von 1213-1215 stattfindenden vierten Laterankonzil gelegt, auf dem die Verwandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Christi, die so genannte

Transsubstantiationslehre, offiziell zum Dogma erklärt wurde. Zu diesem Zeitpunkt war aber an einem Feiertag zu ehren dieses Sakraments noch nicht zu denken.
Dies änderte sich erst durch die Visionen der Augustinerchorfrau Juliana von Lüttich, die seit 1207 im  Kloster Mont Cornillon lebte und dort regelmäßig von ihren Visionen berichtete. In einer dieser Visionen sei ihr Jesus Christus erschienen und habe ihr über ein Gleichnis mitgeteilt, dass es sein Wunsch sei, dass dem Altarssakrament ein eigener Festtag gewidmet werde.

Nach dem Tod der später heilig gesprochenen Juliana im Jahr 1258, setzte ihr Freundin Eva, heute bekannt unter dem Beinamen "die Seelige" , ihr Werk fort. Auf ihr Drängen hin bemühte sich Heinrich von Geldern, der damalige Bischof von Lüttich bei Papst Urban IV um ein entsprechendes Dekret. 1264 kündige Papst Urban IV, der vor der Wahl zum Papst Archidiakon in Lüttich war, in einem Brief an, dass Fronleichnamsfest allgemein einzuführen.

Bedingt wurde diese Einführung durch das so genannte "Blutwunder von Bolsena" aus dem Jahr 1263. Der sich auf Pilgerfahrt nach Rom befindende böhmische Priester Peter von Prag feierte in der nach Christina von Bolsena benannten Kirche Messe. Sein erschütterter Glaube an die Transsubstantiation während der Eucharistiefeier fand neue Festigung, als während der Gabenbereitung aus der Hostie einige Tropfen Blut auf das Tuch, auf dem Kelch und Hostienteller standen, tropften.

Dieses Wunder war für Papst Urban IV der letzte Beweis, den Drängen nach einem Feiertag für das Altarssakrament endgültig nachzugeben. Zu diesem Zeitpunkt war allerdings der zweite Donnerstag nach Pfingsten als Termin noch nicht festgelegt, dies erfolge erst 1317 durch Papst Johannes XXII.

Das Fronleichnamsfest erfreute sich bei der Bevölkerung relativ schnell einer großen Begeisterung, was vor allem auf die prachtvollen Fronleichnamsprozessionen zurückzuführen ist. Bei diesen Prozessionen trägt der Priester die "Monstranz", in welcher die Hostie verwahrt wird, durch die Straßen, während ihm die Gemeinde folgt. An in der Regel insgesamt vier verschiedenen Altären werden Fürbitten gebetet und Segenssprüche verteilt. Dieser Form der Prozession, die auch heute noch beibehalten wird, lässt sich aufgrund von Zeugnissen bis mindestens auf das Jahr 1273 zurückdatieren, als in Benediktbeuern die erste Fronleichnamsprozession abgehalten wurde. Für das Jahr 1277 ist außerdem die erste Prozession für die Stadt Köln verbrieft.
Konflikte um das Fronleichnamsfest entbrannten während der Reformation im 16. Jahrhundert. Martin Luther war ein entschiedener Gegner des Festes, weil dieses seiner Ansicht nach einer Art Reliquienkult gleichkomme und nicht selten zur Gewinnung von Ablassgeldern genutzt werde.

Die katholische Kirche reagierte auf dem von 1545-1563 tagenden Konzil von Trient, bei dem das Fronleichnamsfest zu einer Art von gegenreformatorischer Machtdemonstration aufgewertet wurde.

Dieser Konflikt führte dazu, dass die Katholiken in bestimmten Gebieten wie z.B. Teilen der USA bis heute auf die Fronleichnamsprozession verzichten, da sie fürchten, dass die Prozession als Provokation aufgefasst werden könnte.

In hiesigen Landen wird Fronleichnam immer noch der alten Tradition entsprechend mit einer Prozession durch die Straßen mit Priester und Monstranz gefeiert, wobei die  katholischen Christen ihre Religion auch in der Öffentlichkeit bekunden können und dies  zur Festigung des Glaubens beitragen soll.

©  Hans-Peter Meyer

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