Mittwoch, 21. November 2018

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Einrichtung eines ehrenamtlichen Kulturforums

Partizipation, Bürgerbeteiligung und Austausch sind wichtige Bausteine in der langfristig und nutzerorientierten Weiterentwicklung des lokalen und regionalen Kulturraums. Anknüpfend an die Überlegungen des letzten Jahres im Kontext der möglichen Kulturhauptstadt-Bewerbung richtete die Kulturdezernentin Dr. Margit Theis-Scholz zur Erhöhung der Beteiligungsmöglichkeiten für BürgerInnen ein ehrenamtliches Kulturforum ein. Neben weiteren Begegnungsräumen, wie dem zweimal im Jahr stattfindenden Kulturfrühstück oder der monatlichen Kultursprechstunde der Kulturdezernentin, bietet sich das Kulturforum als weitere Dialogmöglichkeit und zur Stärkung des gezielten Austausches zwischen der Verwaltung und den Kulturakteuren sowie auch zwischen Kulturakteuren und NutzerInnen.

Das ehrenamtliche Kulturforum besteht aus Repräsentanten verschiedenster Altersgruppen und unterschiedlichster gesellschaftlicher Gruppierungen des Koblenzer Kulturraums. Es soll als Ideengeber für kulturelle Projekte und Vorhaben im Kulturraum Koblenz und Region fungieren. Die Mitglieder bringen dabei ihre in der Kulturarbeit gewonnenen Erfahrungen, Kenntnisse und Netzwerke zu dessen Weiterentwicklung mit ein. Ein öffentliches Bewusstsein für kulturelle Belange und die Möglichkeit der Mitwirkung von Bürgern und Bürgerinnen, von Vereinen und Initiativen an der Entwicklung und Zukunftsgestaltung des Kulturraums sollen daneben gestärkt werden. In regelmäßigen Abständen kommt das Forum zusammen. Dabei können die Mitglieder Anliegen und anregende Impulse formulieren, neue Aktionsräume eröffnen sowie über Entwicklungen und Herausforderungen im Kulturraum informieren.

Bei der ersten Zusammenkunft wurden Highlights der Europäischen Kulturhauptstädte der vergangenen 8 Jahre präsentiert. Es ging dabei um die Frage, welche besonders gelungenen, nachhaltig wirkenden Projekte, Veranstaltungen und Aktionen für die Koblenzer Kulturarbeit inspirierend sein könnten. Insbesondere kulturelle Nachwuchsförderung, Kunst und Kultur im öffentlichen Raum sowie Stadtteilkultur und regionale Zusammenarbeit im Kulturbereich standen dabei im Mittelpunkt. Auch das Bedürfnis nach einer Bestandsaufnahme der bestehenden Kulturangebote in den verschiedenen Bereichen, der Koordination sowie das Aufzeigen von Bedarf und zukünftigen Entwicklungspotentialen waren Thema. Das nächste Treffen des ehrenamtlichen Kulturforums findet im Herbst statt.

Was ist Pfingsten? Eine verständliche Darstellung der Gaben des Heiligen Geistes.

Pfingsten leitet sich vom griechischen Wort  Pentekoste her, das einen fünfzigsten Tag bezeichnet. Pfingsten ist eines der großen christlichen Feste. Darum wird es in unserem Land zwei Tage hindurch begangen. Es wird fünfzig Tage nach Ostern gefeiert und bezeichnet den Abschluss der Osterzeit. Doch trägt das Pfingstfest  auch eigene Akzente. In ihm lebt, freilich verwandelt, ein im Alten Testament bezeugtes jüdisches Fest weiter: Im Buch Exodus wurde das „Fest der Erstlingsfrüchte von der Weinernte“, als Fest am fünfzigsten Tag bezeichnet, also als Pfingstfest (Ex 34,22). Nach dem Buch Deuteronomium war es auch eines der Wallfahrtsfeste im Laufe des Jahres (vgl. Dt. 6,9-12).

Aufgrund der Ostererfahrung der Christen erhielt das jüdische Pfingstfest, auch Wochenfest“ genannt, eine neue Bedeutung: als die junge Christengemeinde am Pfingstfest versammelt war, wurde sie vom Heiligen Geist erfüllt, so berichtet die Apostelgeschichte im 2. Kapitel. Es erfüllte sich, was der Prophet Joel vorausgesagt hatte: „Ich (Jahwe)…werde von meinem Geiste ausgießen über alles Fleisch…“ Die erste Frucht der Begabung mit dem Heiligen Geist war der Glaube an Jesus, denn, so Paulus, „niemand kann sagen: Herr ist Jesus, außer im Heiligen Geist“ (1. Kor  12,3) Aber auch andere Früchte zeigten sich bei den an Pfingsten Versammelten: Liebe, Freude, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut,  Selbstbeherrschung“ (Gal  5,22 f). Am Pfingstfest ereignete sich darüber hinaus das Sprachenwunder. Die, die den Christen begegneten, hörten sie in ihren eigenen Sprachen reden und verstanden sie – ein Hinweis, dass das Evangelium nun in alle Völker hineingetragen werden soll. Die Kirche ist ja Gottes neues Volk aus Juden und Heiden.

Dass Pfingsten am fünfzigsten Tag nach Ostern gefeiert wird, hat seinen Grund zum einen in seiner alttestamentarischen Herkunft und zum anderen darin, dass die vom Evangelisten Lukas  stammenden  Berichte in der Apostelgeschichte von einem zeitlichen  Abstand zischen Ostern und Pfingsten ausgehen. Dies hat zur heutigen Praxis geführt. Sachlich wäre es auch denkbar gewesen, die innere Zusammengehörigkeit des Oster- und Pfingstgeheimnisses stärker zu betonen – Sinne der Texte des Johannesevangeliums. Denn dort schenkt der auferstandene Christus seinen Jüngern den Heiligen Geist bereits bei seiner Begegnung mit ihnen am Abend des „ersten Tages der Woche“ also am Ostertag selbst (Joh  20, 19-23).

Nach dem Bericht des Lukas in der Apostelgeschichte gingen dem Pfingstfest einige Tage voraus, an denen die Jünger Jesu zusammen mit Maria, der Mutter Jesu, und einige anderen aus der christlichen Urgemeinde zum Gebet versammelt waren (Apg 1, 12-14) An dieses Beten erinnert die bis heute lebendige Praxis der Pfingstnovene. Vor Pfingsten beten Christen neun Tage hindurch um die Gaben des Heiligen Geistes für sich selbst und für die Kirche und die Welt. Seit einiger Zeit kommt in den Gebeten der Pfingstnovene ein ergänzender Akzent zum Tragen: Christen aus den verschiedenen Kirchen und Konfessionen beten um die Einheit der Christenheit.

© Hans-Peter Meyer

Das Kulturfest Lahneck Live vom 25. bis 27. Mai 2018 in Lahnstein

Das Programm am Samstag - Power-Frauen bei Lahneck Live

Lahnstein. Die Festivalmacher der Lahnsteiner Musikszene e.V. freuen sich sehr, dass sie die zweifach „Echo nominierte“ deutsch-ghanaische Soulsängerin Y´AKOTO verpflichten konnten bei Lahneck Live aufzutreten Mit einer glänzenden Kombination aus Folk, Pop, Soul und afrikanischem Singer/Songwriting wird die 29-jährige am Samstag der Headliner des sympathischen, stil-und spartenübergreifenden Open-Air-Festivals sein.

Auf der zweiten Festivalbühne präsentiert sich am Samstag ein neues Power-Frauen-Kabarettistinnen-Duo: „WANNINGER & BADEY“. Bekannt aus dem Ensemble der „Stunksitzung“ und bissig wie immer wird Biggi Wanninger gemeinsam mit Andrea Badey das Programm „Doppelpack - 2 Komikerinnen geben sich die Ehre“ präsentieren. Wanninger schlüpft auch weiterhin in ihre Paraderollen als Rainer Calmund oder Montserrat Caballé und Badey zeigt dem Teufel was `ne Harke ist und erzählt das alles mit umwerfender Liebe zum Lachen und zum Hinschauen.

Mit ihrem Indie/Brit-Pop werden „WENDY I´M HOME“ alle zum Tanzen bringen. Lilli Rubin aus Mainz und DIVVA aus Koblenz glänzen mit handgemachtem Deutsch-Pop. Fette Beats, treibende Rhythmen, Ecken und Kanten aus Elektro und Rock grooven das Publikum am Samstag ein.

Natürlich kommen auch die männlichen Künstler nicht zu kurz. Für viel gute Laune sorgt die bretonische Band MALTED MILK. Sie verbindet seit zwei Jahrzehnten tiefwurzelnden Südstaaten-Blues mit hitzigem Funkgebläse, beseeltem Soulgesang und rockigem Seitenspiel. Kurz gesagt: Live grooven sie gewaltig! Für alle, die sie beim Lahnsteiner Bluesfestival nicht erlebt haben, ein unbedingtes Muss.

Einen bunten Strauß Musik bietet der Samstagnachmittag: Hier präsentieren sich Bandprojekte der Freiherr-vom-Stein-Schule und der Realschule Plus, die Trash-Drummer der Kreismusikschule Rhein-Lahn, Samba Batucada meets Big Beats, die Showtanzgruppe der Traditionsgarde Rot-Weiß Lahnstein und ein iranisches Gesangsduo.

Im Anschluss werden die Darsteller des Koblenzer Jugendtheaters Ausschnitte aus der erfolgreichen Musicalproduktion „Surfin Summer“ zum Besten geben. Die Jugendlichen nehmen das Publikum mit auf eine unterhaltsame Reise in die 60er-Jahre zwischen Palmen, Bikini, Pilzkopf und Hibiskusblüten.

Folgende Acts sind auf der Rheinbühne zu sehen:

  • Y´AKOTO
  • MALTED MILK
  • WENDY I´M HOME
  • LILLI RUBIN
  • DIVVA

Das sind die Programme auf der Parkbühne:

  • BIGGI WANNINGER & ANDREA BADEY
  • KOBLENZER JUGENDTHEATER
  • TRASH-DRUMMER
  • SAMBA BATUCADA MEETS BIG BEATS
  • SHOWTANZGRUPPE TRADITIONSGARDE
  • BANDPROJEKTE der FREIHERR-VON-STEIN-SCHULE und der REALSCHULE PLUS
  • IRANISCHES GESANGSDUO

4. Kultursymposium thematisiert Kultur und Medien

Dieser Tage kamen zum vierten Mal rund 40 Vertreter von kulturellen Institutionen, Vereinen und Initiativen zum Kultursymposium zusammen und setzten sich intensiv mit dem Schwerpunktthema „Kultur und Medien im Dialog – Konfliktmanagement in der Kulturwirtschaft“ auseinander.

Kulturdezernentin Dr. Margit Theis-Scholz eröffnete das Symposium und begrüßte die Gäste mit einer Einführung in die Themenstellung.

Der Kulturwissenschaftler und Leiter der Kulturredaktion der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ Dr. Stefan Lüddemann referierte über den gegenwärtigen Wandel und die daraus folgenden Entwicklungen im Kulturjournalismus.
Dazu informierte er über die aktuelle Lage der Medienhäuser und der Aufgabe von Kulturjournalisten, das Thema Kultur in den Medien angemessen widerzuspiegeln.

Prof. Dr. Theodor Enders beleuchtete das Thema aus rechtlicher Sicht. Kultur und Medien sind ein Ausdruck der Meinungs- und Pressefreiheit. Dabei sorgen die Medien für Verbreitung und Beachtung von kulturell relevanten Themen. Allerdings wies er auch auf das wichtige Thema des Urheberrechts hin, dessen Relevanz vor allem im digitalen Zeitalter besonders groß ist.

Zum Abschluss moderierte die Leiterin der Kulturredaktion der Zeitung „Die Welt“ Dr. Christiane Hoffmans eine Diskussionsrunde mit Stefan Lüddemann, Kulturdezernentin Theis-Scholz, Saskia Scherhag-König (1. Vorsitzende des Fördervereins des Cafe Hahn, Koblenz), Marianne Lechner (SWR) und Mathias von der Bank (Leiter des Mittelrhein-Museum, Koblenz) über die Zusammenarbeit von kulturellen Trägern und den Medien.
Es wurde deutlich, dass nicht nur der digitale Wandel großen Einfluss auf die Medien- und Kulturlandschaft genommen hat. Auch ein breiter gefächertes Themenspektrum sei zu beobachten.

Zum Muttertag - Eine nachdenkliche Betrachtung

Von Hans-Peter Meyer

Irgendwo habe ich dieser Tage den nachdenklichen Spruch gelesen: „Meine schönste Erfindung, sagt Gott, ist die Mutter.

Am kommenden Sonntag haben wir ihn wieder, den alljährlich im Wonnemonat Mai wiederkehrenden Muttertag. Viele von uns beeilen sich, entsprechend alter Tradition und Gepflogenheit einen Glückwunsch auszusprechen, ein paar Blumen, einem Geschenk zu überreichen.

Aber, so denke ich, Muttertag hat eine mehr als nur kalendernotwendige Bedeutung. Nicht wenige unter uns halten den Muttertag inzwischen für ein kommerzielles Geschäft, was zum Teil sicherlich zutrifft, wenn man einmal an die Annoncen verschiedener Geschäftszweige denkt und diese aufmerksam betrachtet. Muttertag ist mehr. Darüber sollten wir einmal nachdenken. Anerkennung für jene Frauen, die alle Tage, jahraus, jahrein, ihren Kindern und Männern gehören. Deren Arbeit niemals ein Ende hat, die keine Vierzigstundenwoche kennen, kein freies Wochenende. Die immer da sind, ohne Lohnerhöhung, ohne Urlaubsansprüche.

Den Müttern einen Tag zu widmen, war die Idee einer Frau, der 1864 geborenen Amerikanerin Ann Jarvis. Sie verstand sich als Frauenrechtlerin, nahm den Tod ihrer Mutter zum Anlass, den Kreuzzug für den Muttertag zu beginnen. Ann Jarvis starb 1948 weitgehend verarmt in einem Altenheim. Selbst war sie nie Mutter geworden. „Ihr“ Ehrentag“ blieb, 1922 kam er nach Deutschland, zehn Jahre später  wurde er hier als Feiertag auf den zweiten Mai-Sonntag gelegt.

Muttertag ist für uns mehr: Die Mutter hat uns das höchste Gut dieser Welt geschenkt – das Leben. Für die meisten von uns war die Mutter  die wichtigste Bezugsperson in den ersten wichtigsten (Entwicklungs-) Jahren unseres Lebens, sie hat uns begleitet in Freud und Leid, hat am Bett gesessen, wenn wir krank waren, hat uns liebevoll gepflegt, und in späteren Jahren haben wir immer wieder gespürt, dass es die Mutter ist, die an unserem Leben, an unseren Sorgen und Nöten teilnimmt, einspringt, wenn niemand mehr da ist. Das Gefühl des „Angenommensein“, die Geborgenheit, die „offenen Arme“ einer liebenden Mutter ist mehr Wert als alle Reichtümer dieser Welt.

Mutterliebe kann man nicht kaufen – sie kommt aus dem Herzen und gibt es nur umsonst.

Wenn das Licht der Hoffnung in uns so manches mal erloschen scheint, sind es nicht nur Worte, die das Herz einer Mutter ausmachen. Da ist ein Gefühl ohne Worte, das sich nur sehr schwer oder gar nicht beschreiben lässt. Vieles nehmen wir als selbstverständlich an, ohne uns tiefere Gedanken zu machen. Ein „Danke“ zu Lebzeiten ist besser als alle Blumen dieser Welt auf den Gräbern unserer Mütter. Eigentlich soll es das ganze Jahr über Muttertage geben. Wieso können wir der Mutter nicht an vielen Tagen des Jahres  das Gefühl geben, dass sie eine ganz besondere Person ist. Wir haben – so denke ich – an jedem neuen Tag des Jahres die große Chance, nicht mit Gold und Edelstein, sondern mit einem kleinen Geschenk, mit ein paar Blumen, mit einer Anerkennung, einer liebenvollen Geste die Mutter zu überraschen.

Der unvergessene  Camillo Felgen hat in einem seiner Lieder einmal gesungen: „Ich hab’ Ehrfurcht vor schneeweißen Haaren“. Er hat die Mutter im hohen Alter gemeint. Diese Ehrfurcht sollten wir nicht nur am (Kalender-) Muttertag haben oder erst dann, wenn die Mutter für immer von uns gegangen ist.

Der Muttertag hat viele Komponenten. Er sollte anregen zum Nachdenken und zur Dankbarkeit…

(Text und Foto: © Hans-Peter Meyer)

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