Mittwoch, 19. Juni 2019

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Vor 73 Jahren: Beim Bombenangriff im Bunker verschüttet

Ein Tag, den die Niederadenauer nicht vergessen werden

Von Hans-Peter Meyer

Niederadenau/Bad Ems.  Jedes Jahr zu Beginn des Monats Februar kommen insbesondere bei den älteren Menschen von Niederadenau die Erinnerungen zurück: Ein schwarzer Tag in der Geschichte der Niederadenauer ist der 2. Februar 1945.

An diesem Tag, der sich nun zum 73. Male jährt, starben acht Menschen - darunter drei Kinder im Alter zwischen sieben und elf Jahren - durch einen Bombenangriff.

Obwohl es im zweiten Weltkrieg in Niederadenau keine direkten Angriffsziele für die feindlichen Bomber gab, hatten die Bewohner vorsorglich in den Berg über dem heutigen „Tannenweg“ einen Schutzbunker gebaut. Ihn suchten die Bürger des Ortes immer dann auf, wenn man in der Luft „bedrohliche“ Fliegergeräusche hörte und Flugzeuge im Anflug schienen. Allerdings waren in den letzten Kriegstagen sehr viele Soldaten in Niederadenau untergebracht. So waren dann auch am 2. Februar 1945 schon zeitig morgens die feindlichen Bomber in der Luft zu hören, und ein großer Teil der Bevölkerung suchte Schutz im Bunker. Gegen zehn Uhr eröffneten feindliche Flieger mit Bordwaffengeschützen das Feuer und setzten einige Häuser und Scheunen in Brand, so dass besonders Männer den Schutzbunker verließen, um zu retten, was noch zu retten war.

Durch einen weiteren Bordwaffenschuss wurde dabei ein 49-jähriger Mann - verheiratet und Vater von fünf Kindern - so schwer verletzt, dass er am nächsten Morgen nach einer Operation im Adenauer Krankenhaus verstarb. Gegen 12.30 Uhr, als sich die meisten Bürger um ihr Hab und Gut im Dorf kümmerten, fielen drei Bomben hinter dem heutigen „Tannenweg“, und eine Bombe detonierte genau vor dem Eingang zum Bunker, wodurch dieser verschüttet wurde. Sofort eilten Mitbürger aus dem Ort zum Bunker, doch konnten nur noch zwei Menschen, Franz Kossmann und dessen Tochter Elisabeth (später verheiratete Meyer), lebend gerettet werden. Für die übrigen kam jede Hilfe zu spät. Im Bunker starben zwei Soldaten, drei Kinder (Werner Ginsterblum, elf Jahre alt; Erwin Schooß, sieben Jahre, und Arthur Hollender, ebenfalls sieben Jahre alt), Gertrud Kossmann und Elisabeth Kaas geb. Merten, einziges Kind ihrer Eltern und gerade seit neun Monaten verheiratet, ihr Ehemann als Soldat an der Kriegsfront.

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Förderverein Musica Sacra e. V.

MONTABAUR. „Wir wollen auch weiterhin die Evangelische Dekanatskantorei Montabaur in finanzieller und ideeller Hinsicht fördern und begleiten“ – mit diesem guten Vorsatz setzt der neu gewählte Vorstand – er ist identisch mit dem alten – des als gemeinnützig anerkannten Fördervereines der Dekanatskantorei Montabaur Musica Sacra e. V. seine segensreiche und bewährte Arbeit fort. Dem Vorstand gehören an: Michael Müller (1. Vorsitzender), Monika Schlößer (2. Vorsitzende), Norbert Busch (Schriftführer), Hans Althöhn (Kassierer) und Jens Schawaller (Dekanatskantor). Die Dekanatskantorei Montabaur besucht über ihre Einsätze in der Kreisstadt hinaus seit ihrer Gründung im Jahr 1999 regelmäßig Kirchengemeinden in der Region, um sowohl mit Chor- und Orchesterkonzerten als auch mit Chorgesang in unterschiedlichen Gottesdiensten präsent zu sein. „Die qualitativ hochwertige und mitreißende Musik der Dekanatskantorei Montabaur ist neben dem Kunstgenuss auch ein probates Mittel der Werbung für Kirche“, erklärt der evangelische A-Kantor des unteren Westerwaldes, dem auch der geistliche Schwerpunkt der Kantorei sehr am Herzen liegt. Ohne die zusätzliche tatkräftige finanzielle Unterstützung seitens des Fördervereines Musica Sacra e. V. wären die vielfältigen Aktionen der Dekanatskantorei allerdings seit einigen Jahren bereits nicht mehr möglich gewesen. Eine Fördermitgliedschaft und Einzelspenden sind jederzeit möglich und herzlich willkommen: IBAN: DE03 5709 1000 0002 9540 01 bei der Volksbank Montabaur. Auskünfte erhalten Sie unter Tel.: 0176 / 8561 2553.

Daniel Chatard und Amelie Glienke gewinnen die Rückblende 2018

Heike Raab: Kenntnisreiche und handwerklich perfekte Arbeit der Bildjournalisten

Die Sieger der 35. Rückblende stehen fest: Der Fotograf Daniel Chatard gewinnt den deutschen Preis für politische Fotografie und die Karikaturistin Amelie Glienke (Hogli) den Karikaturenpreis der deutschen Zeitungen. Das von der Jury ausgewählte Siegerfoto von Daniel Chatard dokumentiert den Abriss einer Kirche im rheinischen Braunkohle-Tagebaugebiet. Diesen Preis stiftet die Bevollmächtige des Landes beim Bund und für Europa, für Medien und Digitales, Staatssekretärin Heike Raab. In ihrer Laudatio führte sie aus: „Mit der Rückblende würdigen wir die professionelle Leistung von Fotografinnen und Fotografen, von Karikaturistinnen und Karikaturisten. Ihr scharfer Blick und ihre handwerkliche Perfektion halten uns oft den Spiegel vor und sind damit ein essentieller Beitrag zur Freiheit der Presse.“

Mit dem diesjährigen Karikaturenpreis der deutschen Zeitungen wurde Amelie Glienke (Hogli) für ihren karikaturistisch-humorvollen Kommentar zur Situation der SPD im Jahr 2018 ausgezeichnet. Jury-Vorsitzende Staatssekretärin Heike Raab und der Hauptgeschäftsführer des BDZV Dietmar Wolff überreichten in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin die Preise an die Sieger. Die Rückblende wird gemeinsam von der Landesvertretung Rheinland-Pfalz und dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) mit Unterstützung zahlreicher Kooperationspartner wie Leica Camera AG, Schneider Kreuznach, Bundespressekonferenz, Tagesspiegel, und SWR veranstaltet.

Daniel Chatard wurde 1996 in Heidelberg geboren, wo er auch lebt. Er arbeitet als freier Fotograf. Nach dem Studium Fotojournalismus und Dokumentarfotografie in Hannover machte sich Chatard selbstständig, schon während des Studiums nahm er an vielen Fotoausstellungen und Fotopreisen teil. Beim Oscar Barnack Award des Rückblende-Sponsors Leica Camera AG war er 2018 einer der Finalisten.

Amelie Glienke, die mit dem Kürzel Hogli zeichnet, wurde 1945 geboren. Sie studierte Malerei, freie Grafik und visuelle Kommunikation an der Hochschule für Künste in Berlin. Ihre Karikaturen erscheinen in vielen Tageszeitungen. Zu ihrer Bekanntheit beigetragen haben auch ihre Illustrationen zur Kinderbuchserie „Der kleine Vampir“ von Angela Sommer-Bodenburg.

Während der ersten Ausstellung der Rückblende-Tournee in der Landesvertretung in Berlin (29. Januar bis 21. Februar 2019) haben alle Besucher die Möglichkeit, ihr Lieblingsfoto und ihre Lieblingskarikatur zu wählen. Dieser Publikumspreis wird bei der Finissage am 21. Februar überreicht. Die beiden Sieger aus den Sparten Fotografie und Karikatur gewinnen Übernachtungen in erstklassigen Hotels in Rheinland-Pfalz.

Die Teilnehmerzahlen der Rückblende 2018 erreichten mit 215 Fotografinnen und Fotografen sowie 65 Karikaturistinnen und Karikaturisten annähernd das Rekordniveau der Vorjahre. Für den Wettbewerb zum deutschen Preis für politische Fotografie und Karikatur wurden 1.354 Arbeiten eingereicht. Im Bereich Fotografie wurde erneut auch der Preis „Beste Serie“ verliehen, den die Leica Camera AG stiftet. Hier gewann David Klammer mit einer Foto-Serie zur Auseinandersetzung um den Hambacher Forst. Die Firma Jos. Schneider Optische Werke Kreuznach stiftete den Fotografie-Preis „Das Scharfe Sehen“. Odd Andersen, Fotograf bei AFP, gewann 3.000 Euro für eine Aufnahme von Innenminister Horst Seehofer, der zwischen Kanzlerin Merkel und Vizekanzler Scholz hervorlugt.

Die Ausstellung „Rückblende 2018“  wird während des Jahres 2019 in Berlin, Koblenz, Neustadt, Trier, Mainz, Bonn, Leipzig und Brüssel 70 ausgewählte Fotografien, fünf Foto-Serien und 50 Karikaturen zeigen. Die Tournee-Termine und alle Teilnehmer-Beiträge werden im Internet präsentiert unter www.rueckblende.rlp.de.

Wachsam bleiben für jede Form von Menschenverachtung

Jüdisch-christliches Gedenken an Opfer des Holocaust sorgt für übervolle Friedenskirche in Friedrichssegen

FRIEDRICHSSEGEN/RHEIN-LAHN. (29. Januar 2019) Auch im Rhein-Lahn-Kreis warnten viele Menschen am Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust vor menschenverachtenden Tendenzen in der Gesellschaft. Die Friedenskirche in Friedrichssegen war zu klein, um allen Teilnehmenden einen Sitzplatz zu bieten. Jüdische, katholische und evangelische Gemeinden hatten erstmals gemeinsam dorthin zu einem Gottesdienst eingeladen, der an die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur erinnerte.


Viele bewegende Momente lieferte der jüdisch-christliche Gottesdienst in Friedrichssegen, für den beim letztjährigen Sternmarsch für den Frieden am Volkstrauertag in Bad Ems die Idee geboren wurde, wie Pfarrerin Antje Müller erklärte. Die zeigte sich über das große Interesse an dieser ökumenischen Premiere ebenso überrascht wie angetan. „Damit hatten wir nicht gerechnet“, sagte die evangelische Theologin, bevor unterstützt von zwei Jugendlichen aus der Gemeinde für 21 ermordete Lahnsteiner jüdischen Glaubens jeweils ein Teelicht angezündet und auf den Altar gestellt wurde.


Müller wies ebenso auf das Mahnmal für die Opfer des Holocaust vor der Kirche hin, das auf Initiative von Realschülern 1996 errichtet wurde. „Bleiben wir wachsam für jede Form von Menschenverachtung!“, sagte die katholische Gemeindereferentin Tanja Kaminski. Das machte deutlich, dass die Veranstaltung nicht nur den Blick zurück, sondern auch in Gegenwart und Zukunft lenkte sowie auf das biblische Doppelgebot der Liebe, das dazu auffordert, Gott und seine Mitmenschen zu lieben.


In den Focus rückten die Liturgen das Schicksal des Theologen, Journalisten und Schriftstellers Jochen Klepper (1903 - 1942), der eine Reihe von Liedtexten dichtete, die sich sowohl im evangelischen als auch im katholischen Gesangbuch finden. „Die Nacht ist vorgedrungen“ ist eines der Lieder, das die Besucher in der Friedenskirche anstimmten. Der Dichter heiratete 1931 eine verwitwete Jüdin, die sich 1938 taufen ließ. Die Ausweglosigkeit, die Frau und deren jüngere Tochter vor dem Holocaust bewahren zu können, ließ Klepper verzweifeln und trieb ihn mit den Beiden in den Selbstmord. Die Kombination der zitierten hoffnungsvollen Liedstrophen mit den Tagebucheinträgen bewegte in der Friedenskirche.


Das tat auch die Musik zur Feierstunde. Neben Organistin Hannelore Syre sorgte die junge Kelly-Sophie Heuzeroth mit ihrem gefühlvoll vorgetragenen „Halleluja“ Leonard Cohens für eine andächtige Stimmung im Gotteshaus. Zu Herzen ging auch das brillante Spiel von Dr. Thomas Reisinger an der Violine, den Ehefrau Regine Reisinger am E-Piano begleitete. So liebreizend er zu Beginn einen hebräischen Gruß („Shalom Aleichem“) interpretierte, so melancholisch anrührend erklang nach Kleppers Biografie eine Bitte um Frieden „Osse Schalom“ von Ben Steinberg.


Ergreifend fanden es viele Besucher, dass nicht nur das jüdische Totengebet (Kaddisch), sondern auch andere Bestandteile der Liturgie zweisprachig in Deutsch und Hebräisch oder Aramäisch vorgetragen beziehungsweise gebetet wurden. „Es hat mich sehr berührt, das Vater Unser, das ich schon unzählige Male gebetet habe, einmal in der Sprache Jesu zu hören“, sagte eine Besucherin im Anschluss.


Friedrichssegens Gemeindepfarrerin Antje Müller nahm die große Resonanz des Gedenkgottesdienstes zum Anlass, die Ökumene weiter zu stärken. „Wir müssen über den eigenen Kirchturm hinaus denken“, sagte die Theologin und meinte dies sowohl geografisch als auch inhaltlich, denn das sei „wirklich wichtig für unsere Zukunft“.

Mit frischem Wind in die neue Spielzeit

Auf der kürzlich stattgefundenen Mitgliederversammlung der Lichtspielbühne Rhein-Mosel e.V. wurde neben der Reflektion der vergangenen Vereinsjahre und Spielzeit auch ein neuer Vorstand gewählt. Im Rückblick auf die letzte Produktion „Das Abschiedsdinner“ konstatierte der Vorsitzende Hannes Mager ein gelungenes Theater- und Unterhaltungsangebot für die Region Spay und Bad Breisig.

Nach den Rechenschafts- und Kassenberichten erfolgte die Entlastung des alten Vorstandes Hannes Mager, Denny Blank und Pedro Hillen. In kurzweiligen Wahlgängen konnte ein teilweiser neuer Vorstand gewählt werden. Pedro Hillen stand für die Funktion des Kassierers aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung. Vor allem in der Vereinsgründungszeit und auch in den vergangenen Jahren leistete er großartige Arbeit“, bedankten sich Hannes Mager und Denny Blank, stv. Vorsitzender. Für dieses Amt wurde sodann Johanna Bott vorgeschlagen und einstimmig gewählt. Wiedergewählt wurden auch Hannes Mager und Denny Blank als Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender. Erfreulicherweise konnte die Mitgliederversammlung auch einige neue Mitglieder und Spielinteressierte begrüßen und in die Reihen mitaufnehmen.

Nach den Formalitäten der Mitgliederversammlung folgten die anwesenden Mitglieder gespannt den Ausführungen des alten und neuen Vorstandes zum Ausblick auf die nächsten Vereinsjahre und die kommende Spielzeit. So wird man im März und April wieder mit einem großartigen Theaterstück „Die Niere“ von Stefan Vogel in der Schottelhalle in Spay die Leute begeistern. Zudem sind auch wieder diverse Vereinsaktivitäten wie zum Beispiel ein eintägiger Sommerausflug geplant.

Weitere Informationen zum Verein und zur aktuellen Produktion erhält man auch unter www.lichtspielbuehne.de

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