Mittwoch, 23. Januar 2019

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Sommermusik mit FRECHBLECH

WÖLFERLINGEN. Am Samtag, dem 11.08. lädt Frechblech, das Soloquintett des Evangelischen Dekanates Westerwald, um 18.00 Uhr zu einem sommerlich-fröhlichen Konzert in die Evangelische Kirche an der Hauptstraße von 56244 Wölferlingen ein.

In dem bewusst heiteren Programm gestaltet das Wäller Ensemble eine frische Sommermusik, deren Eintritt frei ist.

Es musizierten Rudi Weide (Trompete und Flügelhorn), Claudia Liebe (Trompete und Flügelhorn), Ben Bereznai (Bariton und Basstrompete), Dorit Gille (Waldhorn) und Dekanatskantor Jens Schawaller (Sousaphon und Leitung).

Gesprächskonzert in Wahlrod

WAHLROD. Mit dem duftig-musikalischen Sommerprogramm „Le Rossignol en Amour” laden der studierte Blockflötist Torsten Greis und Dekanatskantor Jens Schawaller anlässlich der gelungenen Renovierung gemeinsam am Samstag, dem 04. August um 19.00 Uhr zu einem Gesprächskonzert in die Evangelische Kirche an der B8 in 57614 Wahlrod ein. Mit virtuoser Barockmusik u. a. von Francesco Mancini, François Couperin, Henry Purcell und Michel Pignolet de Monteclair erklingen lebendige Kompositionen, die sich alle mit der Liebe auseinandersetzen und von entsprechenden Lesungen gegliedert werden; in der Mitte des Konzertes werden alle Gäste mit einer kleinen Erfrischung verwöhnt. Es erklingen unterschiedliche Barockblockflöten und ein Cembalo barocker Bauart. Die Textauswahl und die Rezitation liegt in den Händen von Ingo Jungbluth, in der Mitte des Konzertes wird eine kleine Erfrischung gereicht. Der Eintritt ist frei!

Die „Koblenzer Kaiserin“ im Rathaus

Auf einem Flur im ersten Stock des Koblenzer Rathauses hängt seit heute ein Bildnis von Kaiserin Augusta. Das Werk hat der Koblenzer Künstler Elias Maya geschaffen und es der Stadt als Dauerleihgabe überlassen. Es ist ein Gemälde zur Koblenzer Geschichte, das auf eine Anregung seiner Frau Angelika Kallenbach anlässlich eines Besuchs des Augusta-Festes zurückgeht. Maya beschäftigte sich mit der historischen Person und schuf in Ölfarbe auf Leinwand ein Gemälde, das auf der rechten Seite die Abstammung der Kaiserin zeigt sowie das eher ungeliebte „preußische“ mit der Symbolfigur des Bismarck. Die linke Seite des Gemäldes ist der glücklichen Koblenzer Zeit gewidmet, es zeigt unter anderem Schloss und Rheinanlagen sowie Hinweise auf ihr karitatives Engagement. Die Mitte des Bildes nimmt das Bildnis der Augusta ein, hier als Portrait von Sabine Schmidt, die die Augusta seit vielen Jahren anlässlich der Augusta-Feste darstellt.

Wo Karl Marx die Armut über den Weg lief

Historiker der Universität Trier machen das soziale Elend im Jahr 1832 in einem digitalen Stadtplan greifbar

In Trier lebte der jugendliche Karl Marx Tür an Tür mit der Armut. Seine Nachbarn Mathias Becker, Mathias Consbrück und Peter Walsdorf beispielsweise hatten ihre liebe Mühe und Not, sich und ihre meist vielköpfigen Familien über Wasser zu halten. Auf seinen Wegen durch Trier begegnete der junge Marx aber noch größerem Elend. Menschen, die sich „dem Trunk ergaben“ oder die wegen ihres hohen Alters oder aufgrund von Krankheiten keinerlei Einkommen hatten. Dank eines außergewöhnlichen Digitalisierungsprojektes kann man sich mit Karl Marx auf einen virtuellen Rundgang durch das Trier des Jahres 1832 begeben.

Entstanden ist diese Präsentation an der Universität Trier unter Leitung von Stephan Laux, Professor für Geschichtliche Landeskunde. Im Eingangsbereich der Ausstellung zum Marx-Jubiläumsjahr im Trierer Stadtmuseum Simeonstift ist die Medienstation seit dem 5. Mai zu sehen. Neuerdings ist sie auch unter der folgenden Domain im Internet zugänglich: www.armenkarte1832.uni-trier.de.

Seit 1831 überzog die Cholera das Land. Arme galten bei der Verbreitung der Krankheit als Risikogruppe. Daher verschafften sich preußische Beamte in Trier 1832 mit Hausbesuchen ein Bild dieser sozialen Gruppe. In ihren Listen erfassten sie nicht nur die Wohnorte und biografischen Daten der Armen. Unter der Rubrik „Moralität“ ist darin etwa über den Tagelöhner Christoph Friedrich zu lesen, er sei „betrügerisch, arbeitsscheu und dem Trunk ergeben“. „Er bettelt, säuft und flucht auf Gott und die Menschen“ wird ein gewisser Martin Görgen beschrieben.

Professor Laux und seinen Mitarbeitern fielen die Armenlisten bei der Arbeit an einer Edition von Quellen zur Geschichte der Stadt Trier in der Frühen Preußenzeit in die Hände. Die darin enthaltenen Angaben zu den armen Familien übertrugen sie in einen um 1845 entstandenen Stadtplan von Trier. Die nunmehr digital verfügbare Version bietet dem Nutzer Straße für Straße einen Überblick über darin lebende mittellose Familien – und vieles mehr. „Das Portal liefert über seine Filterfunktionen Hintergrundinformationen und Auswertungen per Mausklick, die auf herkömmliche Weise aufwendige Recherchen erfordern würden“, erklärt Matthias Schneider, der für die fachwissenschaftliche Umsetzung und Koordination des Projektes in Verbindung mit Niklas Alt (Programmierung) und Peter Albertz (Design), zuständig ist.

„Im Rückenwind des Marx-Jahres war der Fund ein Glücksfall“, erinnert sich Stephan Laux. „Die Armenliste hat uns in die Lage versetzt, den jugendlichen Karl Marx in seinen Raum und seine Zeit einzubetten.“ Im Hinblick auf die wissenschaftliche Aussagekraft dieses Armutskatasters in der Auseinandersetzung mit Marx gibt sich Laux zurückhaltend: „Wir können nicht behaupten, dass wir damit wissen, was Marx geprägt hat. Wir bilden aber ab, was er wahrgenommen haben muss: Marx war in diesen Jahren in seiner Umgebung mit einer lebensbedrohenden Misere konfrontiert.“ Dieses Faktum und die Erkenntnis, dass das Elend eine wichtige Triebfeder seiner Werke war, legen zumindest den Schluss nahe, dass die in der Trierer Armenkarte verbildlichten sozialen und wirtschaftlichen Missstände Karl Marx´ Entwicklung und Werke beeinflusst haben.

Mit der digitalen Armutskarte ist Stephan Laux´ Forschungsinteresse nicht erloschen: „Wir wollen den Weg fortsetzen und einen wissenschaftlichen Mehrwert bieten.“ Zwei Forschungsrichtungen hat er dabei im Blick: Zum einen den Untersuchungszeitraum über die Momentaufnahme des Jahres 1832 hinaus zu erweitern und zum zweiten weitere soziale Gruppen der Stadtbevölkerung ins Blickfeld zu nehmen.

Weitere Informationen: www.armenkarte1832.uni-trier.de

Neuauflage Broschüre zur kulturellen Bildung vorgestellt

Kulturdezernentin Dr. Margit Theis-Scholz hat im Rahmen einer Amtsleiterkonferenz die Neuauflage der Broschüre „Angebote der Stadt Koblenz im Bereich der kulturellen Bildung“ vorgestellt.

Kulturelle Bildung ist integraler Bestandteil allgemeiner Bildung und ermöglicht Menschen den Zugang zu gesellschaftlicher Teilhabe und vermittelt Verständnis für kreative Ausdrucks- und Gestaltungsformen. Kulturelle Bildung kann damit einen wesentlichen Beitrag zur persönlichen Identitätsfindung durch kulturelles Zugehörigkeitsgefühl leisten.

Die städtischen Kultureinrichtungen wirken durch ihre Arbeit für die interessierte Öffentlichkeit faktisch immer auch kulturell bildend. In der Broschüre, die in allen städtischen Kultureinrichtungen ausliegt, werden die städtischen Kultureinrichtungen aufgeführt und deren Angebote in der kulturellen Bildung beschrieben.

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