Mittwoch, 23. Januar 2019

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Dekanatskantorei Montabaur in Leipzig

MONTABAUR. Politische Bildung, deutsche Zeitgeschichte und evangelische Kirchenmusik: das sind die drei großen Themata, die die Reise der Dekanatskantorei Montabaur als dem Kammerchor des Evangelischen Dekanates Westerwald nach Leipzig prägten. Quartier bezog der gemischte Chor im Gästezentrum des Leipziger Missionswerks, dessen Direktor Pfarrer Ravinder Salooja die Wäller Gäste herzlich willkommen hieß und sich um deren Wohlergehen kümmerte. Die Räumlichkeiten eröffneten dem sangesfreudigen Ensemble eine gute und effektive Probenarbeit, die sich mit einem kontrastreichen Kulturprogramm abwechselte: so erwanderten sich die Sängerinnen und Sänger der Dekanatskantorei Montabaur im Rahmen einer individuellen und tief beeindruckenden Stadtführung von Sängerinnen, die persönlich an den bekannten Leipziger Montagsdemonstrationen an vorderster Linie teilnahmen und als Zeitzeugen aus eigener Erfahrung berichten konnten, einen großen Teil der Märsche auf dem Ring rund um die Altstadt Leipzigs. In der hellen und lichtdurchfluteten Nicolaikirche, dem Ort der Montagsgebete, von denen die Montagsdemonstrationen ausgingen, gab die Dekanatskantorei Montabaur eine konzertante Probe ihres Könnens und erfüllte den großen Kirchenraum mit ihrem Wohlklang. Konzertbesuche in der Thomaskirche rundeten den Besuch derjenigen beiden Stadtkirchen ab, in denen Johann Sebastian Bach seinen segensreichen Dienst versah. „Wir freuen uns aber auch, dass mit der Aula und Universitätskirche St. Pauli wieder eine Kirche erstanden ist, die vor 50 Jahren in einem barbarischen Akt des SED-Regimes gesprengt wurde“, meint Dekanatskantor Jens Schawaller. Natürlich nahm die Dekanatskantorei Montabaur am ökumenischen Gottesdienst zum Stadtfest Leipzigs teil und statte Auerbachs Keller einen gebührenden Besuch ab. (Foto: Rita Steindorf, Selters)

Gedenkstätte KZ Osthofen: Ein Film gegen Vorurteile und Hass

Film und Diskussion "Roma: Bürger zweiter Klasse?" am Mittwoch, 13. Juni 2018 in der Gedenkstätte KZ Osthofen / Eintritt frei

Zum Film "Roma: Bürger zweiter Klasse?" des französischen Regisseurs Samuel Lajus lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz am Mittwoch, 13. Juni 2018 um 18.00 Uhr in die Gedenkstätte KZ Osthofen (Ziegelhüttenweg 38) ein.

Die anschließende Diskussion mit Jacques Delfeld, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz, vertieft die Fragen des Films, weshalb sich Klischees und Vorurteile gegen Roma bis heute hartnäckig halten, wer die Roma wirklich sind, wie sie leben und welche Rolle sie heute in Europa spielen.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Landeszentrale mit dem Verband Deutscher Sinti und Roma / Landesverband Rheinland-Pfalz im Rahmenprogramm zur Ausstellung "45 Jahre Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma".

Zum Film
Vorurteile und Misstrauen gegenüber den Roma sind seit Jahrhunderten in ganz Europa verbreitet. Politische Fehlentscheidungen, Populismus und Fremdenhass - die Leidensgeschichte der Roma steht symptomatisch für ein Problem, das ganz Europa betrifft.
Warum begegnet die Mehrheitsbevölkerung gerade dieser Minderheit mit so viel Hass und Misstrauen? Der 90-minütige Dokumentarfilm von Samuel Lajus beleuchtet die Wirkungsweisen und Dimensionen des Antiziganismus in Europa. Er porträtiert Menschen, die täglich Diskriminierung und Ausgrenzung erleben und Angehörige der Minderheit, die politisch gegen den Antiziganismus kämpfen.

Die Ausstellung
Die Ausstellung "45 Jahre Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma" ist vom 14. Mai bis 12. August 2018 in der Gedenkstätte KZ Osthofen (Ziegelhüttenweg 38) zu sehen.
Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag 9.00-17.00 Uhr, an Wochenenden & Feiertagen 13.00-17.00 Uhr.
Eine Öffentliche Führung ist am 13. Juni 2018 um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei!

Mehr Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm finden Sie unter www.gedenkstaette-osthofen-rlp.de.

KULTURTAGE EHRENBREITSTEIN 2018

Freitag 08.06.18 um 19:30 Uhr

Premiere „ Carmen“ Frauen Revolution. Die Musik der Veränderung. Theater Stück mit Musik.

Ein leichtes Stück mit Musik – ideal, um den Sommer zu begrüßen. Wie in den letzten drei Jahre begleitet uns auch dieses Jahr wieder die Sängerin Cynthia Knoch. Mit Titeln wie “My way”, “Liebeskummer lohnt sich nicht mein Darling", “Habanera” u.a wird sie in unserer kleinen Mikro Werkstatt alle Zuschauer begeistern und zum “Mitsummen” bringen.

Mit Annika Woyda – Cynthia Knoch. Regie: Gabriel Diaz (Während der Kulturtage werden in den Räumen vom Theater Bilder aus der Papier Serie „Musterland“ von der Künstlerin Petra Seibert gezeigt und verkauft)

Samstag 09.06.18 um 19.30 Uhr / Fr. 07.12.18 um 19:30 Uhr
Cynthia Knoch (singt )& Foppe Jacobi (Akkorderdeon) „Die Welt von Kurt Weil und Lotte Lenya“. Annika Woyda liest.
(Während der Kulturtage werden in den Räumen vom Theater Bilder aus der Papier Serie „Musterland“ von der Künstlerin Petra Seibert gezeigt und verkauft)

Sonntag 10.06.18

Von 12:00 Uhr bis 15:00 Uhr sind die Räume vom Theater geöffnet .
(Während der Kulturtage werden in den Räumen vom Theater Bilder aus der Papier Serie „Musterland“ von der Künstlerin Petra Seibert gezeigt und verkauft)

Die MIKRO-WERKSTATT vom Theater am Ehrenbreitstein Hofstraße 271, 56077 Koblenz-Ehrenbreitstein Karten & Service Telefonische Kartenbestellung Tel. 0171 3295736 oder bestellen Sie online: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

(Buchen Sie uns auch an anderen Tagen)

Julia Klöckner: „Ignoranz nicht mit Toleranz verwechseln!“

„Nicht verhandelbar – Integration nur mit Frauenrechten“, heißt das neue Buch von Julia Klöckner, dass am 29.05.2018 erscheint. Klöckner: „Frauen und Männer sind in unserem Land gleichberechtigt – auch wenn noch längst nicht alle Ziele erreicht sind. Doch über einige Themen wird viel zu wenig gesprochen. Wir diskutieren, ob die Nationalhymne gendergerecht umgeschrieben oder die Sternchenschreibweise eingeführt wird und verlieren dabei den Blick für die wirklichen Herausforderungen in der Frauenförderung: Frauen, die in patriarchalisch geprägten Familien aufwachsen, Frauen, die sich von Männern gemachten Kleiderordnungen bis hin zur Vollverschleierung und Unkenntlichmachung beugen müssen, solche Frauen brauchen unsere Solidarität – und nicht unsere Ignoranz, die gerne mit Toleranz verwechselt wird.“

Julia Klöckner formuliert deutlich. „Solange Mädchen in Augen mancher fundamentalistischer Männer weniger wert sein sollen, solange Mädchen nicht am Schwimmunterricht und der Klassenfahrt teilnehmen dürfen, solange Lehrerinnen von patriarchalisch sozialisierten Jungen und Vätern nicht akzeptiert werden, solange es Männer gibt, die glauben, aus verletztem Ehrgefühl das Leben von Frauen auslöschen zu dürfen – solange haben wir alle unsere Hausaufgaben in der Integrationspolitik nicht gemacht. Die Rolle der Frau entscheidet über den Integrationserfolg in unserem Land. Denn eines steht fest: Gleichberechtigung von Mann und Frau gilt für alle in unserem Land lebenden Menschen – völlig egal woher sie kommen!“ Klöckner ist überzeugt davon, dass die Auslebung des Glaubens dann auf seine Grenzen stößt, wenn andere Rechtsgüter beeinträchtigt werden.

Geflüchtete Frauen und neu zugewanderte Frauen brauchen unsere Unterstützung – deshalb schlägt Julia Klöckner verpflichtende Integrations- und Deutschkurse vor, damit Frauen eingebunden werden können. „Wir leben in Zeiten, in denen alle über Integration reden, aber kaum jemand definieren will, was wir dafür einfordern. Wir reden über Integration und meinen immer, was wir als deutsche Gesellschaft noch mehr tun müssen, damit es gelingt. Wir reden aber zu wenig darüber, was wir vor allem Männern abverlangen können, die dauerhaft in unserem Land leben wollen“.

Warum dieses Buch?

Die CDU-Politikerin und Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft hat sieben Jahre lang als Fraktionsvorsitzende im rheinland-pfälzischen Landtag das Thema „Frauenrechte und Migration“ vorangebracht und besetzt. Bei den von ihr veranstalteten Flüchtlings- und Integrationsgipfeln ging es immer wieder um die aufgeklärte Rolle der Frau. Am Ende ihrer Zeit als Fraktionsvorsitzende ist das vorliegende Buch entstanden, eine Art Bericht mit klaren politischen Forderungen. Sie bezieht Stellung und setzt sich vehement für die Rechte aller Frauen ein.

Dieses Thema ist ihr schon lange ein Herzensanliegen, denn Julia Klöckner ist überzeugt: „Integration wird nur funktionieren, wenn Frauenrechte auf dem Weg nicht geopfert, sondern unmissverständlich verteidigt werden.“

42. Geistliche Abendmusik

MONTABAUR. Bei strahlendem Maiwetter konnten der Theologe Ingo Jungbluth, der studierte Blockflötist Torsten Greis und Dekanatskantor Jens Schawaller zu einem besonders sinnenfreudigen Konzert in die Evangelische Pauluskirche Montabaur einladen, bei dem sich alles um die Liebe drehte. In der nach einem Kompositionstitel „Le Rossignol en Amour” von François Couperin benannte 42. Geistliche Abendmusik zog die Zuhörerinnen und Zuhörer in der neugotischen Kirche die fesselnde Begegnung von europäischer Barockmusik und altorientalischer Dichtung in ihren Bann. Ingo Jungbluth erwies sich hierbei als umfassend gebildeter Literaturkenner und Theologe, der verschiedene Texte zum Thema Liebe aus dem Hohelied Salomos las und diese biblische ‚Magna Charta der Humanität‘ in Erinnerung rief. Er gliederte damit den musikalisch-sinnlichen Frühabend, bei dem Torsten Greis verschiedene Arten von Blockflöten mit sehr unterschiedlichen Werken von Francesco Mancini, François Couperin, Henry Purcell, Michel Pignolet de Monteclair und Charles Buterne auf gewohnt virtuose Art und Weise vorstellte. Phantasievoll und kunstfertig wurde er von Dekanatskantor Jens Schawaller am eigens hierfür mitgebrachtem Barockcembalo begleitet, das sich hervorragend für den generalbassartigen barocken Gestus aller Stücke und die Improvisationskunst des Cembalisten eignete. Beide Musiker traten in einen kunst- wie dialogfreudigen künstlerischen Austausch und erfüllten die Kirche der Wäller Kreisstadt mit verspielten und hingebungsvollen Klängen ganz besonderer Art. In einer Pause reichte Gisela Koschmieder Sekt und – in Anlehnung an das Hohelied – Granatapfelsaft, um die Zuhörerinnen und Zuhörer genussvoll zu verwöhnen. Die zahlreichen Gäste dankten es allen Aktiven mit einem kräftigen Applaus.

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