Freitag, 10. Juli 2020

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Kultur/UNESCO-Welterbe

Ministerpräsidentin Malu Dreyer unterzeichnet Welterbe-Antrag für jüdisches Erbe

Ministerpräsidentin Malu Dreyer unterzeichnete heute in der Mainzer Neuen Synagoge den Welterbe-Antrag „SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz“. Die drei Städte waren die führenden religiösen Zentren des Judentums in Europa. Damit ist der Weg frei, den Antrag am 23. Januar formal bei der UNESCO in Paris einzureichen. „Rheinland-Pfalz hat eine außergewöhnlich reiche jüdische Geschichte. Mit unserem Antrag wollen wir die umfassende Bedeutung unseres jüdischen Erbes herausstellen und damit das Bewusstsein für die deutsch-jüdische Geschichte wachhalten“, unterstrich die Ministerpräsidentin.

Das über 1.000 Seiten starke Dokument führt den außergewöhnlichen, universellen Wert aus, der für einen erfolgreichen UNESCO-Antrag notwendig ist. So haben die drei SchUM-Städte am Rhein mit ihren wegweisenden Monumenten und Traditionen das Judentum geprägt und in Mittel- und Osteuropa über mehrere Jahrhunderte maßgeblich beeinflusst. Hier entstanden neue Synagogentypen, monumentale Mikwen und eine eigene Bestattungskultur. Mit den berühmten Gelehrten wie Raschi, Maharam und Maharil ist SchUM zur Wiege des aschkenasischen Judentums geworden.

„Die drei eng miteinander verbundenen jüdischen Gemeinden beeinflussten im Mittelalter maßgeblich die Kultur, die liturgische Dichtung und das religiöse Recht des Judentums in Mittel- und Osteuropa. Ihre kulturelle Blüte zeugt auch von einem außergewöhnlichen Kulturtransfer zwischen christlicher Mehrheitsgesellschaft und jüdischen Gemeinden. Sie war aber auch mit Ausgrenzung, Verfolgung und Vertreibung verbunden. Heute muss sie uns Mahnung sein, die kulturelle Vielfalt als gemeinsame, große Chance zu sehen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Eine Arbeitsgruppe aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Universitäten, dem Kulturministerium, der Generaldirektion Kulturelles Erbe, dem Verein SchUM-Stätten e.V., den Städten Speyer, Worms und Mainz und der jüdischen Gemeinde Mainz/Worms hatte den Welterbe-Antrag bestehend aus Nominierungsdossier und Managementplan seit 2016 erarbeitet. Im Nominierungsdossier wird insbesondere der außergewöhnliche universelle Wert der Stätten dargelegt. Der Managementplan, der unter Federführung des SchUM-Vereins erstellt wurde, zeigt auf, wie auch in Zukunft der Schutz der Stätten sichergestellt und das Wissen über ihre Bedeutung gesteigert werden kann.

„Es ist ein großer Gemeinschaftserfolg, dass wir diesen fundierten Antrag heute vorstellen können. Das Land hat das große Potential früh erkannt und in enger Zusammenarbeit mit Wissenschaft, jüdischen Gemeinden, Kommunen und Zivilgesellschaft den Antrag erstellt. Wir konnten zahlreiche, wegweisende Erkenntnisse über die jüdischen Bauten und die herausragenden kulturellen Leistungen der Gemeinden im Hoch- und Spätmittelalter gewinnen. Allein dies ist schon ein großer Gewinn“, verdeutlichte Kulturminister Konrad Wolf. „Ich möchte mich daher bei allen Beteiligten herzlich bedanken. Ich bin mir sicher, dass wir mit dieser Basis eine gute Grundlage gelegt haben, die Kulturstätten für unsere Nachwelt zu bewahren und deren Wert und die außergewöhnliche Bedeutung der Öffentlichkeit zu vermitteln. Dies ist unsere gemeinsame Verpflichtung.“

Im Anschluss an die Antragsunterzeichnung wurde die Fortführung des Kooperationsvertrags zwischen dem Land, den Städten Speyer, Worms und Mainz, dem Landesverband der jüdischen Gemeinden von Rheinland-Pfalz, der jüdischen Gemeinde Mainz und Worms und der Kultusgemeinde der Rheinpfalz signiert. Die Partnerinnen und Partner wollen die gute Kooperation miteinander auch über die Antragsstellung hinaus fortführen.

Stefanie Seiler, Oberbürgermeisterin von Speyer und Vorsitzende des SchUM-Vereins, ergänzte: „SchUM, der Verbund der jüdischen Gemeinden der Städte Speyer, Worms und Mainz im Mittelalter, war Wiege, Zentrum und Blütezeit des europäischen Judentums. Trotz der Zerstörungen durch die Nationalsozialisten sind in allen drei Städten bedeutende historische Monumente erhalten geblieben. Dieses einzigartige kulturelle Erbe gilt es zu bewahren, weshalb es mich besonders freut, dass wir die Bewerbung um den Status als UNESCO-Weltkulturerbe nun gemeinsam auf die Zielgerade führen können. Gemäß den Richtlinien der UNESCO zählen die Welterben zu den ‚unschätzbaren und unersetzlichen Gütern nicht nur jedes Volkes, sondern der ganzen Menschheit‘. Eine Aufnahme der SchUM-Städte in diese Liste wäre - insbesondere in Zeiten des wachsenden Antisemitismus weltweit - ein bedeutendes Zeichen, das in seiner Wirkung kaum überschätzt werden kann.“

Am 23. Januar wird das Land Rheinland-Pfalz offiziell den Welterbe-Antrag der UNESCO an ihrem Hauptsitz in Paris überreichen. Im Anschluss prüft die UNESCO-Verwaltung die Vollständigkeit der Unterlagen. Von März 2020 bis März 2021 erfolgt die Prüfung der beratenden Gremien. Eine Vor-Ort-Begehung wird im Herbst 2020 erwartet. Eine erste Entscheidung über den Antrag könnte frühestens Juni/Juli 2021 auf der jährlich stattfindenden Sitzung des UNESCO-Komitees erfolgen.

Statements der Partnerinnen und Partner:

Oberbürgermeister Michael Ebling, Stadt Mainz: „Für die Landeshauptstadt Mainz ist die kulturhistorische Tradition des mittelalterlichen Judentums ein wertvolles Erbe, das wir im Verbund mit anderen Partnern stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken wollen. Wir unterstützen deshalb das Projekt eines UNESCO-Weltkulturerbes der drei SchUM-Gemeinden aus ganzem Herzen. Mit dem Ziel einer Anerkennung der SchUM-Gemeinden wollen wir gemeinsam an die uralte jüdische Tradition des Lernens und Lehrens, die in den SchUM-Gemeinden Speyer, Worms und Mainz gepflegt wurde, anknüpfen und deren große Bedeutung für unsere Kultur den nachfolgenden Generationen vermitteln. Der alte Mainzer jüdische Friedhof am Judensand, der die ältesten Grabsteine Mitteleuropas birgt, wird nun die Aufmerksamkeit erhalten, die er aufgrund seines geschichtlichen und religiösen Wertes verdient.“

Oberbürgermeister Adolf Kessel, Stadt Worms: „In unserer Stadt, bei Juden als Warmaisa bekannt, zeugen ein Ensemble aus Synagoge, Frauenschul, Mikwe und der Raschi-Jeschiwa sowie dem Friedhof ‚Heiliger Sand‘ von dieser einzigartigen Geschichte der SchUM-Gemeinden. Wir sind froh, dass die SchUM-Stätten in Worms Besucher aus aller Welt anziehen. Wichtig ist für uns auch, dass die Jüdische Gemeinde Mainz als Inhaberin dieses Ensemble wieder zu einem lebendigen Zentrum hat werden lassen - und der ‚Heilige Sand‘ ein Ort ist, um sich mit den großen Gelehrten zu verbinden. Es ist für die Stadt Worms eine große Freude, dass der Antrag an die UNESCO nun fertig gestellt ist. Wir vertrauen fest darauf, dass SchUM Welterbe wird!“

Avadislav Avadiev, Vorsitzender des Landesverbands der jüdischen Gemeinden von Rheinland-Pfalz: „Der UNESCO-Antrag des Landes in Kooperation mit den jüdischen Gemeinden für die Anerkennung der SchUM-Städte als Weltkulturerbe zeigt die Wertschätzung der rheinland-pfälzischen Landespolitik für die einstigen Zentren der jüdischen Gelehrsamkeit und Kultur. Dessen materielles Erbe ist nicht nur für das Judentum von großer Bedeutung und im weltweiten Vergleich einzigartig, sondern sollte auch für die kommenden Generationen jeder Glaubensrichtung erhalten werden.“

Anna Kischner, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Mainz und Worms: „Ich wünsche mir sehr, dass die Touristinnen und Touristen nicht nur zu den SchUM-Städten reisen, um alte, jüdische Steine zu fotografieren, sondern dass diese Steine ihnen etwas sagen werden, das sie in ihren Herzen mitnehmen können."

Israil Epstein, Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde der Rheinffalz: “Speyer, Worms und Mainz sind seit jeher die wichtigsten Zentren des Judentums in Europa seit dem Mittelalter. Diese Städte waren immer Quelle für weise Gelehrte und berühmte Rabbiner, um ihr Wissen zu vertiefen. Deswegen hieß Speyer "Jerusalem am Rhein".

47. Geistliche Abendmusik

MONTABAUR. In der etablierten Reihe der „Geistlichen Abendmusiken“ folgten wieder zahlreiche Gäste der Einladung zum traditionellen Neujahrskonzert in die Evangelische Pauluskirche in Montabaur.

Unter der bewährten Leitung des studierten Blockflötisten Torsten Greis, der seit Jahrzehnten als Dozent und ausübender Musiker die Blockflötenszene und das Konzertwesen in diesem Fach vorantreibt, musizierten fast 40 Musikerinnen bzw. Musiker auf den unterschiedlichsten Blockflöten in der neugotischen Kirche der Wäller Kreisstadt; ins Leben gerufen wurde die Konzertreihe vor gut 20 Jahren durch Dekanatskantor Jens Schawaller, deren 47. Konzert an diesem Abend stattfand.

Charakteristischerweise ertönten im Verlaufe des Konzertabends viele sehr verschiedene Flöten von Sopran-, über Alt-, Tenor- und Bassflöte bis hin zu Großbass, Subbass und Subkontrabass – diese Flöte ist rund zweieinhalb Meter lang und ist im Konzertleben kaum zu erleben – womit ein Ambitus erreicht wurde, der herkömmlichen Ensembles nicht zur Verfügung steht.

Aber auch seltene Instrumente wie Gemshörner und Krummhörner erklangen zur Freude aller Gäste und Musizierenden nebst Violoncello und Cembalo. Mit Werken von Jean-Baptiste Loeillet, Giuseppe Tartini, Johann Bernhard Bach, Johann Joseph Fux, Antonio Vivaldi, Johann Joachim Quantz, Guiseppe Zanetti, Michael Praetorius und James Duncan Carey kamen Kompositionen aus der Renaissance bis zur Gegenwart zur Aufführung, die das Kammermusikensemble Montabaur, das Blockflötenensemble der Lahn-Dill-Akademie Dillenburg, das Bad Marienberger Blockflötenensemble, das Renaissance-Ensemble Montabaur sowie das Uccellini-Ensemble Montabaur lebendig und hinreißend interpretierten.

Durch den Abend führte Dekanatskantor Jens Schawaller, der seine Gäste mit seiner kurzweiligen und humorvollen Moderation begleitete. Die Zuhörer bedanken sich mit lang anhaltendem Applaus für ein sehr abwechslungsreiches Konzert bei Torsten Greis und seinen Ensembles.

Winterzeit – Stille Zeit

Eine meditative Betrachtung

Von Hans-Peter Meyer

Wer kennt die Bilder im Winter nicht? Die Straßen und Felder sind zugeschneit. Die Erde ruht unter einer dicken Schneedecke und rüstet sich für den kommenden Frühling. Am Rand eines Baches ist eine dünne Eisschicht, so als wenn das Eis ihn bezwingen möchte. Es ist schön und tut gut, den knisternden Schnee unter den Füßen zu spüren. Es ist eine Wohltat am Ufer entlang zu gehen, zuzuschauen, wie das Wasser plätschert, wie es noch in Bewegung ist.

Dieses Bild eines fließenden Baches in der Winterlandschaft wirkt einerseits belebend, andererseits beruhigend auf viele von uns. Auf der einen Seite ist Lebendigkeit zu spüren: Das Wasser bahnt sich einen Weg durch die eisige Landschaft. Es bringt vieles in Bewegung. Auf der anderen Seite wirkt der Bach eher tot und düster. Am Ufer, am Rand des Bachs, stehen kahle Bäume und Büsche. Es ist (noch) Winter, und die Natur ruht sich aus von der übrigen Zeit. Sie macht sich bereit für das kommende Frühjahr, für den bevorstehenden Frühling.

Es ist (in aller Regel) die stille Jahreszeit.

Wir Menschen brauchen die Stille in unserem Lebensrhythmus.

Es gibt Zeiten und Augenblicke im Leben der Menschen, wo sie schweigen und staunen über die Schönheit der Natur, die sie am Weg entdecken. Dabei ist wichtig, in jeder Jahres- und Lebenszeit die Augen zu öffnen und darüber nachzudenken, welcher Weg momentan angesagt ist; zu spüren und herauszufinden, an welchem Ufer des Lebens wir stehen. Gerade die Wintermonate sind für uns dazu geeignet, sich auf das Wesentliche zu besinnen: Nämlich auf den Ursprung, auf den Grund unsres Lebens und Glaubens, auf die Mitte und das Ziel.

Unser Leben ist einem natürlichen Rhythmus von Lebendigkeit und Ruhe unterstellt.

Die Stille und Ruhe in unserer hektischen und schnelllebigen Zeit ist wichtig für uns. Denn wer von uns genießt es nicht, über den knirschenden Schnee zu gehen, dem Plätschern des Baches zu lauschen, einen Stein hineinzuwerfen und zu sehen, wie das Wasser Kreise zieht: zu unseren Mitmenschen und zu unserem Schöpfer, bei dem wir uns geborgen fühlen dürfen, und zwar zu jeder Zeit unseres Lebens.

Ein Gedicht von Christa Peikert-Flaspöhler drückt das sehr schön aus:

Auf schwebenden Brücken

sind wir unterwegs

und zu Hause.

Immer aufs neue

von vertrauten Ufern

entlassen

suchen wir.

Drängend und zögernd

suchen wir,

widerstrebend

und voller Sehnsucht

suchen wir,

glaubend und zweifelnd

suchen wir,

ohne zu wissen

suchen wir.

Bis wir ans letzte Ufer

gelangen

suchen wir –

die verschiedensten

Namen nennend –

DICH.

Auf unserem Weg sind und bleiben wir Suchende, und zwar zu jeder Zeit und in jedem Augenblick unseres Lebens.

©  Hans-Peter Meyer

 

Das romantische Leben als Gesamtkunstwerk

„Göttern und Menschen zum Troz“ präsentiert Klaus-Dieter Regenbrecht zu seinem 70. Geburtstag einen Roman über Caroline Schelling

Caroline Schelling (1763 bis 1809), geborene Michaelis, verwitwete Böhmer und geschiedene Schlegel, hatte ein faszinierendes Leben, in dem sie den Geistesgrößen ihrer Zeit begegnete, allen voran Goethe und Schiller. Aber auch Wilhelm und Alexander von Humboldt, August Wilhelm Schlegel, zeitweise ihr Ehemann, und dessen Bruder Friedrich spielen eine wichtige Rolle wie weiterhin Georg Forster, Ludwig Tieck und Novalis, Clemens und Bettine Brentano, Fichte und Herder.

Sie war eine der sogenannten Universitätsmamsellen, Töchter Göttinger Professoren, hochgebildet, auch wenn sie keine Universität besuchen durften;

Caroline sprach Italienisch, Französisch und Englisch. Ihre Lebensstationen nach der Kindheit in Göttingen sind Clausthal im Harz mit dem Ehemann Dr. Böhmer, nach dessen Tod Aufenthalt in Marburg bei einem Bruder, weiter nach Mainz, wo sie ein gutes Jahr lang die Mainzer Republik erlebte und mit einem jungen französischen Offizier eine „Glutnacht“ erlebte, die nicht ohne Folgen blieb. Auf ihrer Flucht aus Mainz wurde sie von preußischen Soldaten festgehalten und auf die Festung Königstein gebracht, wo sie mit ihrer Tochter Auguste drei Monate in Geiselhaft genommen wurde. Ihr Bruder und August Wilhelm Schlegel setzten sich beim preußischen König für sie ein und sie kam frei. Über Leipzig landete sie in Jena, wo sie mit ihrem Ehemann August Schlegel, dessen Bruder Friedrich und Partnerin Dorothea Veit die berühmte Jenaer Wohngemeinschaft bildete, die das Kernstück der Frühromantik wurde.

Nach ihrer Trennung von Schlegel und dem Tod ihrer Tochter heiratete sie den Philosophen Schelling und ging mit ihm nach Würzburg und München. Mit nur 46 Jahren Jahren starb sie in Maulbronn.

Caroline hat zwar den Versuch eines Romans unternommen, kam damit aber nicht weit, dennoch sind vor allem ihre Briefe ein großartiges Porträt eines ungewöhnlichen Lebens. Sie arbeitete nicht nur an dem Journal „Athenäum“ der Schlegel-Brüder mit, sondern half August Wilhelm auch bei seinen ShakespeareÜbersetzungen, die zeitlose Gültigkeit haben. Die Frühromantiker um die SchlegelBrüder strebten nach Ganzheitlichkeit und wollten das Leben mit der Kunst versöhnen, so besehen ist Carolines Leben ein romantisches Gesamtkunstwerk. Vor allem war es ein selbstbestimmtes Leben, das Caroline über die Konventionen spießiger Moral oder öffentlicher Anerkennung hinaus glückte.

KD Regenbrecht hat den Roman über Caroline Schelling „mit zahlreichen freien Adaptionen und Modificirungen historischer Quellen“ versehen, weil er, wie er sagt, „die Zeit weder glorifizieren noch mit ironischer Distanz aus heutiger Sicht präsentieren“ wollte; „deshalb habe ich auch die Passagen, die keine Zitate sind, in Sprache und Orthografie der damaligen Zeit angepasst.“

Zusammen mit den beiden 2019 erschienenen Büchern, „Ein Mythos wird vermessen – Rhein, Romantik und neue Raumerfahrung“ und dem Roman „Die selige Verzückung absehbarer Enttäuschung“, sei seine Romantik-Trilogie rund 1000 Seiten stark und, so der Autor, „sicher einzigartig im fast unüberschaubaren Meer der Veröffentlichungen, die sich mit der Romantik befassen.“ Durch die sowohl essayistische, wissenschaftliche als auch literarisch fiktive Bearbeitung auf verschiedenen Zeitebenen hofft Regenbrecht der aufregenden Epoche der Romantik, die ohnehin eine Renaissance erlebt, umfassend gerecht zu werden.

„Göttern und Menschen zum Troz will ich glücklich seyn – also keiner Bitterkeit Raum geben, die mich quält, ich will nur meine Gewalt in ihr fühlen.“ So das vollständige Zitat aus einem Brief Carolines, das sehr gut auch zu Regenbrechts 70. Geburtstag am 29. April passt. Seit über 40 Jahren schreibt er hauptsächlich Romane und Erzählungen und hat seit 1985 seinen eigenen Verlag, den Tabu Litu Verlag. Auch wenn seine Bücher nicht in den Bestseller-Listen auftauchen, schon das literarische Großwerk „Tabu Litu – ein documentum fragmentum in neun Büchern“, das von 1985 bis 1999 erschien, ist zum Beispiel in den U.S.A. in wichtigen Bibliotheken, der New York Public Library oder der UC Berkeley Library, zu finden. „Ein Mythos wird vermessen – Rhein, Romantik und neue Raumerfahrung“ (2019), mit dem die Romantik-Trilogie ihren Anfang nahm, ist ebenso in zahlreichen Universitätsbibliotheken von Kiel bis nach München und Zürich vorhanden. 2017 legte der Autor mit „Paradise with Black Spots and Bruises – Stories, Pictures and Thoughts of a Lifetime“ seine Autobiografie in englischer Sprache vor.

Klaus-Dieter Regenbrecht: Göttern und Menschen zu Troz – ein Roman  mit zahlreichen freien Adaptionen und Modificirungen historischer Quellen, Koblenz 2020, ISBN 978-3925805

Ein Mythos wird vermessen – Rhein, Romantik und neue Raumerfahrung, 412 Seiten, 24,90 Euro: 978-3-925805-91-2 print, 9,99 Euro: 978-3-925805-88-2 ebook

Die selige Verzückung absehbarer Enttäuschung, Roman, 200 Seiten mit vielen farbigen Fotos und Illustrationen, ISBN 978-3925805790, 12 Euro, auch als ebook

18.- 22. März 2020: Buchmesse Leipzig mit dem Tabu Litu Verlag und KD Regenbrecht.

29. April 2020: „Göttern und Menschen zum Troz“ erscheint.

16. August 2020: „Ein Mythos wird vermessen – Rhein, Romantik und neue Raumerfahrung“, Lesung und Präsentation im Brentano-Haus in Oestrich-Winkel, 17 Uhr mit KD Regenbrecht.

14. Oktober – 18. Oktober 2020 Frankfurter Buchmesse mit dem Tabu Litu Verlag und KD Regenbrecht. Präsentation: Das romantische Leben als Gesamtkunstwerk „Göttern und Menschen zum Troz“.

Weitere Termine in Planung.

48. Geistliche Abendmusik mit den „Kirchenmäusen“

MONTABAUR. Wieder einmal lädt der lebendige Kinder- und Jugendchor der Evangelischen Kirchengemeinde Montabaur „Die Kirchenmäuse“ am Sonntag, 26.01. zu einem witzigen und kontrastreichen Konzert um 17 Uhr in die Evangelische Lutherkirche an der Martin-Luther-Straße 1 in 56410 Montabaur ein:

Mit fetzigen Liedern zum Tages- und Jahresablauf sowie mit verschiedenen altersgerechten geistlichen Themata locken die jungen Menschen ihre Gäste in die 48. Geistliche Abendmusik unter der Leitung von Dekanatskantor Jens Schawaller, der Eintritt ist frei.

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