Samstag, 25. September 2021

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Religionsgemeinschaften

Staatssekretär Alt: „Ostern und Pessach verantwortungsvoll feiern“

In einer Telefonschalte haben sich Denis Alt, Staatssekretär im für Religionsgemeinschaften zuständigen Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, mit Vertreterinnen und Vertretern der Kirchen und Religionsgemeinschaften in Rheinland-Pfalz über die Durchführung der anstehenden Pessach- und Osterfeierlichkeiten ausgetauscht. Auf Grundlage der aktuellen Corona-Bekämpfungsverordnung sind Gottesdienste in Präsenz weiterhin unter strengen Hygiene- und Sicherheitsauflagen möglich.

„Die anstehenden religiösen Feierlichkeiten sind hohe Feste der Glaubensgemeinschaften. Bereits zu Weihnachten und Chanukka haben die Gemeinden bewiesen, dass eine verantwortungsvolle Feier unter strengen Hygieneauflagen auch in Präsenzform möglich ist. So bieten die Kirchen auch in diesen Wochen Streamings und Freiluftveranstaltungen neben den üblichen Formaten in Präsenzform an. Auf große Ansammlungen wird verzichtet“, so Staatssekretär Denis Alt. „Ich halte es für wichtig, dass damit der umsichtige, verantwortungsvolle rheinland-pfälzische Weg auch im Umgang mit den Gottesdiensten fortgesetzt werden kann.“

Die 18. Corona-Bekämpfungsverordnung sieht vor, dass Kirchen und Religionsgemeinschaften Gottesdienste unter Beachtung der allgemeinen Schutzmaßnahmen durchführen dürfen. Gemeinde- und Chorgesang sind nach wie vor nicht möglich. Zwischen aufeinander folgenden Feierlichkeiten ist mindestens eine Stunde Freiraum zum Lüften der Räumlichkeiten vorzusehen. Die Kontaktnachverfolgung muss gewährleistet sein. Gottesdienste, die den Charakter einer größeren Veranstaltung erreichen, sind weiterhin untersagt. In geschlossenen Räumen ist eine medizinische Gesichtsmaske oder eine Maske mit KN95/98- oder FFP2-Standard zu tragen. Von der Maskenpflicht sind religiöse Funktionsträger, wie Geistliche, Lektorinnen und Lektoren oder Vorbeterinnen und Vorbeter etc., ausgenommen.

Digitale Musikalische Andachten zu Karfreitag

NEUNKIRCHEN / RANSBACH-BAUMBACH. Die für Dienstag, 30. März in Neunkirchen und Karfreitag, 2. April in Ransbach-Baumbach angekündigten Musikalischen Andachten zur Karwoche müssen pandemiebedingt leider ausfallen.

Stattdessen laden Pfarrerin Anja Jacobi, Pfarrer Wolfgang Weik und Dekanatskantor Jens Schawaller gemeinsam mit der Cappella Taboris zu einer digitalen Musikalischen Andacht ein, die an Karfreitag, 2. April ab 10 Uhr auf der Homepage des Evangelischen Dekanates Westerwald abgerufen werden kann:

https://evangelischimwesterwald.ekhn.de/startseite.html.

Digitales Kulturfrühstück 2021 macht Mut für die kommenden Monate

Das Kulturfrühstück auf Einladung der Dezernentin für Bildung und Kultur PD Dr. Margit Theis-Scholz musste am vergangenen Samstag, wie vieles andere in diesem Jahr, digital stattfinden. Rund 40 Vertreterinnen und Vertreter der Koblenzer Kulturlandschaft kamen am virtuellen Frühstückstisch zusammen, um sich über Stimmungen, Ideen und Planungen auszutauschen. Auch Oberbürgermeister David Langner nutzte die Gelegenheit und richtete das Wort an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

„Die aktuell diffuse Lage im Umgang mit der Pandemie erfordert die Nutzung aller zur Verfügung stehenden Gesprächsfäden", machte Theis-Scholz schon zu Beginn deutlich. Oberbürgermeister Langner informierte entsprechend über aktuelle politische Entwicklungen hinsichtlich der Öffnungs- und Schließungsdebatten und darüber, wie sich die Stadt Koblenz darauf vorbereite. Zudem kündigte er eine städtische Kampagne zur Wiederbelebung der Innenstadt an, die in diesem Jahr die Kultur mit einer eigenen Säule berücksichtigen soll.

Theis-Scholz ergänzte die Ausführungen Langners um einen Überblick zu laufenden Projekten und Planungen u.a. in den Kultursparten Literatur, Bildende Kunst, Musik, Theater und Geschichte. Den Fokus legte sie auf die vielen kooperativen Initiativen zur Unterstützung der Kulturschaffenden, die die Stadtverwaltung mit Vereinen und Einzelkünstlerinnen und Einzelkünstlern aus den unterschiedlichen Bereichen umsetzt oder auf den Weg gebracht hat. Eines war der Dezernentin dabei besonders wichtig deutlich zu machen: „Die Kultur und mit ihr alle Kulturschaffenden schlafen nicht. Es werden kontinuierlich Strategien entwickelt, um den Folgen der Schließungen etwas entgegenzusetzen und sich Perspektiven für den kommenden Sommer zu erarbeiten." Überlegungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen sich auch der möglichen Raumproblematik an. Bei einem großen Programmangebot bei nur begrenzten Räumlichkeiten müsse auch mit Engpässen gerechnet werden. Im Sommer, so Theis-Scholz, werde sich vieles im Außenbereich umsetzen lassen. Mit Blick auf den kommenden Herbst fielen in der Runde zudem Stichworte wie die Nutzung von Kirchen oder Leerständen in der Innenstadt.

Dieses besondere Kulturfrühstück 2021 machte Mut und war zudem Ausdruck der Lebendigkeit der Koblenzer Kulturlandschaft, die sich bislang ungekannten Herausforderungen zu stellen hat. „Uns war es wichtig deutlich zu machen, dass die Stadtverwaltung als Anlaufstelle für alle Kulturschaffenden da ist und bei Bedarf nach Lösungen und Unterstützungsmöglichkeiten sucht", stellte Theis-Scholz abschließend nochmal heraus und bedankte sich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für das herausragende Engagement, das diese zur Weiterentwicklung der Koblenzer Kulturlandschaft auf beruflicher oder ehrenamtlicher Ebene leisten.

Neues Tourdatum für den Kinderchorland-Singbus

Das Team vom Kinderchorland-Singbus hat nun den Termin endgültig für den kommenden Sommer festlegen können. Alle Beteiligten planen jetzt auf Ende August hin. Am 28. August wird der Singbus in Neustadt an der Weinstraße, im Ortsteil Lachen-Speyerdorf starten und dann über weitere vier Stationen, am 09. September oberhalb von Nassau an der Lahn, in Geisig, die Rheinland-Pfalz-Tour beschließen. Auch die Bewerbungsfrist für den Kinderchorland-Preis wurde nochmals verlängert. Bis zum 15. April können sich nun Kinderchöre aus ganz Rheinland-Pfalz für die mit 1.500 Euro dotierte Auszeichnung bewerben. Darüber hinaus loben die beiden Chorverbände weitere Förderpreise im Gesamtwert von 8.000 Euro aus.

„Der Singbus tourt in Rheinland-Pfalz von Region zu Region“, sagt RLP-Projektkoordinatorin Angelika Rübel vom Chorverband der Pfalz. „Wir haben so viele gute und spannende Bewerbungen erhalten – aus denen wollten wir möglichst viele in die Tour packen. Allerdings wurde die Rheinland-Pfalz-Tour, situationsbedingt, von damals geplanten 21 auf nun zehn Tage verkürzt. Wir haben deshalb den Tourplan neu konzipiert und, wo möglich, Stationen regional zusammengefasst“, erläutert Rübel und sagt zu: „Alle Bewerbungen, die wir zu dieser Singbustour nicht einplanen konnten, darunter viele Kinderchorneugründungen, wollen wir im Rahmen eines Sonderprogramms der beiden Chorverbände in Rheinland-Pfalz begleiten und fördern.“

In Absprache mit den Teilnehmenden treffen sich die Kinderchöre in fünf Regionen im Land: Region Vorder-/Südpfalz, in Neustadt/Weinstraße, Ortsteil Lachen-Speyerdorf. Die Region Nordwestpfalz trifft sich in Kusel und die Region Nahe in Merxheim. In der Region Rheinhessen hält der Singbus in Gau-Bischofsheim und abschließend in der Region Mittelrhein-Lahn, in Geisig bei Nassau.
Kick-off-Veranstaltung zur Rheinland-Pfalz-Tour ist das Vernetzungstreffen in Lachen-Speyerdorf, einem Ortsteil von Neustadt/Weinstraße, am 28. August. In dessen Rahmen soll am Abend auch der Kinderchorland-Preis verliehen werden. Im Anschluss daran folgt eine Podiumsdiskussion zu Thema ‚Kinder- und Jugendchöre: Die Zukunft der Chorkultur‘.

Kinderchorland-Preis Rheinland-Pfalz und weitere Förderpreise
Unabhängig davon, ob sich ein Kinderchor als Singbushaltestelle beworben hat, lobt die Deutsche Chorjugend, gemeinsam mit dem Chorverband Rheinland-Pfalz und dem Chorverband der Pfalz, den mit 1.500 Euro dotierten ‚Kinderchorland-Preis‘ aus. „Außerdem haben wir uns dazu entschieden, weitere Förderpreise im Gesamtwert von 8.000 Euro für die zehn besten Kinderchor-Konzepte zu vergeben“, freuen sich die Tourverantwortlichen gemeinsam mit den Jurymitgliedern zum Kinderchorland-Preis.
‚Mündiges Musizieren – zukunftsgerichtete, zukunftssichernde Kinderchorarbeit‘, lauten die Präferenzen, die durch die Deutsche Chorjugend und die beiden Chorverbände zur Vergabe des Kinderchorland-Preises in Rheinland-Pfalz definiert wurden. Kinderchöre, die in ihren Umsetzungen diese Präferenzen erfüllen, können sich online über rlp-singt.de/singbus noch bis zum 15. April für den Kinderchorland-Preis in Rheinland-Pfalz bewerben. Unter allen Bewerbern wählt die Jury zusätzlich die zehn besten Konzepte für die Förderpreise aus.  Alle weiteren Infos rund um die Preisvergabe und Aktuelles zur Singbus-Tour sind ebenfalls auf der Website nachzulesen.

Erstklassig besetzte Jury

Die Jury für den Kinderchorland-Preis ist mit vier Persönlichkeiten, primär aus dem Bereich Kinder- und Jugendchorarbeit kommend, hochkarätig besetzt.
Die Autorin Juliane Berg ist Stimmbildnerin an der Singschule Koblenz. Sie hat einen Lehrauftrag für Kinderstimmbildung an der Universität Siegen. Martin Folz ist Komponist, er war viele Jahre freischaffender Musiker, Chorleiter und Chorpädagoge mit Lehrauftrag am Conservatoire de Musique du Nord, Luxemburg. Seit 2018 ist er Chordirektor am Theater Trier. Fabian Sennholz ist Professor an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt/Main sowie pädagogischer und musikalischer L
eiter von ‚6K UNITED‘, einem Projekt das Konzerte mit bis zu 6.000 gemeinsam singenden Kindern realisiert. Als Musicaldirektor und Pianist leitet er die Band des Deutschpop-Sängers Tim Bendzko. Quasi ein Heimspiel hat die kulturpolitische Sprecherin und Landtagsabgeordnete Giorgina Kazungu-Haß aus Neustadt an der Weinstraße.
Weitere Infos und das Bewerbungsformular für den Kinderchorland-Preis Rheinland-Pfalz: rlp-singt.de/singbus

Singbus-Haltestellen

28./29.8. Neustadt/Weinstraße, Ortsteil Lachen-Speyerdorf, Region Vorder-/Südpfalz

31.08./01.09. Kusel, Region Nordwestpfalz

03./04.09. Merxheim, Region Nahe

05./06.09. Gau-Bischofsheim, Region Rheinhessen

08./09. Geisig, Region Mittelrhein-Lahn

Der Frühling muss geboren werden – Gedanken zu einer Jahreszeit

Von Hans-Peter Meyer

Von den Gezeiten des Jahres wird von den meisten Mitmenschen der Übergang vom Winter zum Frühling am stärksten empfunden. Ist er einmal da, der Frühling, wächst das Jahr organisch weiter; die Nahtstellen der übrigen Jahreszeiten sind kaum wahrnehmbar. Der Frühling aber muß geboren werden – oft  unter Schneeschauern, allerdings war es in diesem Jahr ein eher milder Winter.

Das Wunder der Wandlung von der grauen zur grünenden Flur erregt uns jedes Jahr wieder Die Frühlingssehnsucht ist umso ungestümer, je später der Winter zum Endspurt angesetzt und je zäher er sich gehalten hat. Junge Menschen nehmen den Frühling zumeist als etwas Selbstverständliches – wie etwas, das sie fordern können, das ihnen zusteht. Menschen im Herbst des Lebens freuen sich seiner eher gedämpft. Eine leise Wehmut befällt sie bei dem Gedanken, dass der größte Teil der Erdenlenze schon hinter ihnen liegt; sie schwelgen in der Erinnerung an entschwundenes Frühlingsglück, während die Jungen nur den Augenblick genießen.

Jeder hat sein erstes kleines Frühlingserlebnis: Den Augenblick nämlich, da ihm bewusst wird, dass etwas Neues in der Luft liegt. Das kann vor dem 20. März liegen – die beseelte Natur richtet sich nicht pedantisch nach dem Abreißkalender.

Für den einen ist es ein erstes Amsellied, für den anderen der erste blühende Krokus im Vorgarten. Es kann auch ein Frauen- oder Kinderlachen sein, das uns unterwegs zufliegt, ein nettes, ein gutes Wort.

Auch das bevorstehende Osterfest ist nach Überlieferungen ein altgermanisches Frühlingsfest.

In den Läden werden schon seit Wochen Schokoladenhasen und bunt gefärbte Eier angeboten, aber Ostern ist mehr als eine gewöhnliche Tradition.

Darin steckt die „Oster“-Botschaft Gottes an alle Menschen, die voller Hoffnung, Freude und Zukunft ist: Jesus Christus ist auferstanden – er lebt.

Denn die Auferstehung ist eine Zentralbotschaft der Bibel und soll uns im Frühling Zuversicht vermitteln.

Plötzlich merken wir: Alles ist anders geworden. Dann ist es nicht nur sicht- und hörbar in der Natur, sondern auch in unseren Herzen ist Frühling geworden.

Im Zeitalter von Computer, Produktion und Konsum, da Blumenläden das liebe lange Jahr hindurch ihre fast verwirrende Fülle und Pracht ausbreiten, haben viele verlernt, welche Freude es machen kann, auf einem Spaziergang die erste Anemone, das erste Veilchen zu entdecken. Wer darin noch jenes kleine Wunder sieht, darf sich glücklich preisen.

Merkwürdig: Jahr für Jahr vollzieht sich das Werden des neuen Frühlings.

Und wir haben doch niemals das Gefühl, dass sich dabei etwas „wiederholt“, so ursprünglich und jedes Mal neu erleben wir die Premiere dieses Wunders auf jener Bühne, über der – unsichtbar, doch spürbar – eine höhere, größere Macht waltet.

Ludwig Uhland formuliert es in „Frühlingsglaube“ folgendermaßen:

„Die linden Lüfte sind erwacht,
Sie säuseln und weben Tag und Nacht,
Sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muss sich alles, alles wenden.
Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
Man weiß nicht, was noch werden mag,
Das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tiefste Tal:
Nun, armes Herz, vergiss der Qual!
Nun muss sich alles, alles wenden!“.

Und das vielleicht berühmteste Gedicht über den Frühling stammt von Eduard Mörike:“

„Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen!“

© Hans-Peter Meyer

 

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