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95. Geburtstag

MinisterprÀsidentin Malu Dreyer gratuliert Zuckmayer-PreistrÀger Albrecht Schöne: Leidenschaftliche Sorge um Sprache

„Albrecht Schöne ist einer der herausragenden und angesehensten Literaturwissenschaftler unserer Zeit, der sich große Verdienste um die deutsche Sprache erworben hat. Ich gratuliere dem TrĂ€ger der Carl-Zuckmayer-Medaille ganz herzlich zu seinem 95. Geburtstag am 17. Juli“, so MinisterprĂ€sidentin Malu Dreyer.

Albrecht Schöne war bis zu seiner Emeritierung 1990 Professor fĂŒr Deutsche Literatur an den UniversitĂ€ten MĂŒnster und Göttingen. Das Barock, die AufklĂ€rung und die Weimarer Klassik waren und sind seine Schwerpunkte. Der Goethe-Kenner wurde insbesondere mit seinen Arbeiten zu Goethes Faust weit ĂŒber sein Fach hinaus bekannt. FĂŒr seine prĂ€gende Rolle im deutschen Geistesleben wurde er vielfach geehrt, unter anderem auch mit dem Orden "Pour le MĂ©rite".

„Das Markenzeichen von Albrecht Schöne ist seine leidenschaftliche Sorge um Sprache und Literatur. Sein ganzes wissenschaftliches Leben hat er sich fĂŒr eine prĂ€zise, verstĂ€ndliche und lesergerechte Wissenschaftssprache eingesetzt“, betonte die MinisterprĂ€sidentin. Mit seinen Werken habe er vielen Menschen den Zugang zur Literatur erschlossen. Bis heute sei Albrecht Schöne literarisch aktiv. „FĂŒr das neue Lebensjahr wĂŒnsche ich ihm alles Gute, Gesundheit und weiterhin kreative Schaffenskraft“, so MinisterprĂ€sidentin Malu Dreyer.

Nora Bossong erhÀlt den Joseph-Breitbach-Preis 2020

Die Stiftung Joseph Breitbach und die Akademie der Wissenschaften und der Literatur / Mainz verleihen Nora Bossong den Joseph-Breitbach-Preis 2020 fĂŒr ihr literarisches Gesamtwerk.

In Nora Bossongs Werk lĂ€sst sich besichtigen, wie es zu unserem Zeitalter kam. Die Protagonisten ihrer Romane sind MĂ€nner und Frauen, in deren HĂ€nde die Welt gelegt ist: Ein Diplomat in â€șWebers Protokollâ€č (2009), ein Textilfabrikant und seine Tochter in â€șGesellschaft mit beschrĂ€nkter Haftungâ€č (2012), ein Historiker in â€ș36,9Âșâ€č (2015), eine Mitarbeiterin der UN in â€șSchutzzoneâ€č (2019). Aus genauer Metierkenntnis entwickelt die Autorin Psychogramme von Menschen, die als Individuen unsere Anteilnahme gewinnen, als prototypische LeistungstrĂ€ger den Schrecken vermehren: Ihre Ohnmacht schafft Fakten. In die Zukunft retten sie nur ihre Selbstbilder und privaten Obsessionen. Solche Gemengelagen finden sich auch in ihren drei GedichtbĂ€nden, verbinden sich dort mit ZĂ€rtlichkeit fĂŒr Tier und Pflanze und fĂŒr die BeharrungskrĂ€fte von Provinz und Religion.

Die Jury wĂŒrdigt mit ihr »eine Poetin, die ihre eminenten Möglichkeiten zur Versprachlichung von Welt als Verpflichtung nimmt, sich den großen Themen zu stellen. Durch die Irrungen und Wirrungen eines eurozentrischen Jahrhunderts, das an den Nullpunkt seiner Weisheit gekommen ist, lĂ€sst sie uns schauen auf die SchwĂ€che, die es zusammenhielt. Ihr Werk, in dem sich analytische Brillanz und sinnliche Evokationskraft gegenseitig befeuern, moralisiert nicht, nimmt am grassierenden Rechthaben nicht teil und erscheint doch in jeder Zeile politisch. Wiewohl illusionslos, ist es nie ohne Liebe, und beinahe hinterrĂŒcks voll Humor.«

Der Preis ist mit 50.000 € dotiert. Die Verleihung ist fĂŒr den 25. September 2020 in Koblenz vorgesehen, soweit die gesetzlichen Bestimmungen aufgrund der allgemeinen gesundheitlichen Lage es zulassen.

Nora Bossong wurde 1982 in Bremen geboren. Sie studierte Kulturwissenschaften, Philosophie und Komparatistik. FĂŒr ihr Werk wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Peter-Huchel-Preis, dem Roswitha Preis (2016), dem Kranichsteiner Literaturpreis (2019), dem Wilhelm-Lehmann-Preis (2020) und dem Thomas-Mann-Preis (2020). 2017 wurde sie als Gast zum JubilĂ€umstreffen der Gruppe 47 eingeladen. Sie ist GrĂŒndungsmitglied des Vereins â€șArbeit an Europaâ€č.

Bisherige PreistrÀger
Hans Boesch, Friedhelm Kemp, Brigitte Kronauer (1998); Reinhard Jirgl, Wolf Lepenies, Rainer Malkowski (1999); Ilse Aichinger, W.G. Sebald, Markus Werner (2000); Thomas HĂŒrlimann, Ingo Schulze, Dieter Wellershoff (2001); Elazar BenyoĂ«tz, Erika Burkart, Robert Menasse (2002); Christoph Meckel, Herta MĂŒller, Harald Weinrich (2003); Raoul Schrott (2004); Georges-Arthur Goldschmidt (2005); Wulf Kirsten (2006); Friedrich Christian Delius (2007); Marcel Beyer (2008); Ursula Krechel (2009); Michael KrĂŒger (2010); Hans Joachim SchĂ€dlich (2011); Kurt Flasch (2012); Jenny Erpenbeck (2013); Navid Kermani (2014); Thomas Lehr (2015); Reiner Stach (2016); Dea Loher (2017); Arno Geiger (2018); Thomas Hettche (2019)

Zwei Westwall-BĂ€nde: Ab sofort digital und kostenlos

Beide schon erschienenen BÀnde der Reihe ñ€žDer Westwall in Rheinland-Pfalzñ€œ ab sofort kostenlos als pdf-Datei erhÀltlich

Die beiden in der Reihe ñ€žDer Westwall in Rheinland-Pfalzñ€œ der Landeszentrale fĂƒÂŒr politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) erschienenen BÀnde sind ab sofort auch zum direkten Download als Pdf-Dateien auf der LpB-Homepage www.politische-bildung-rlp.de/aktuelles.html kostenlos erhÀltlich.
Band 1 ñ€žDer Westwall. Entstehung, Bauten, Wirkung, Relikteñ€œ des Autors Werner Schmachtenberg gibt einen Überblick zur Entstehungs- und Nutzungsgeschichte bis in die Gegenwart. Band 2 ñ€žDer Westwall. BeitrÀge zu seiner Geschichte vor und wÀhrend des Zweiten Weltkriegesñ€œ dokumentiert die Ergebnisse der wissenschaftlichen Fachtagung ñ€žDer Bau des Westwalls in der NS-Diktaturñ€œ, die am 4. April 2017 in der GedenkstÀtte SS-Sonderlager/KZ Hinzert bei Hermeskeil stattfand. Hier geht es um die fĂƒÂŒr den Bau verantwortlichen Institutionen, die bis zu 500.000 MÀnner fĂƒÂŒr die Arbeit am Westwall dienstverpflichteten. Außerdem werden die Auswirkungen des Westwallbaus fĂƒÂŒr die Grenzbevölkerung in der Pfalz und die Rolle des SS-Sonderlagers Hinzert bei der sog. ñ€žErziehungñ€œ der Westwallarbeiter im nationalsozialistischen Sinne aufgezeigt.

Den Westwall
verkaufte die NS-Propaganda als Verteidigungsmaßnahme zur Friedenssicherung. WÀhrend Hunderttausende zur Westwallarbeit verpflichtet wurden, der Wohnungsbau zum Erliegen kam, profitierten nicht wenige ĂƒÂŒberzeugte Nationalsozialisten und ñ€žVolksgenossenñ€œ vom Bau des Westwalls.

Bernhard Kukatzki, Direktor der LpB:
ñ€žDer Westwall diente dazu, den Eroberungs- und Vernichtungskrieg im Osten leichter fĂƒÂŒhren zu können. Der von den Nazis behauptete defensive Charakter der Bauten sollte nur von den eigentlichen NS-Kriegszielen ablenken.
Die schon in zwei Auflagen erschienenen beiden bisherigen BÀnde waren so erfolgreich, dass wir nun statt einer weiteren Auflage die BĂƒÂŒcher als pdf-Dateien auf unserer Homepage anbieten, um den Bedarf der interessierten Leserinnen und Leser dauerhaft decken zu können.ñ€œ
Der als nÀchstes erscheinende Band 3 wird pÀdagogische Gesichtspunkte des Westwalls fĂƒÂŒr die politische Bildungsarbeit in den Mittelpunkt stellen.

Landeszentrale fĂƒÂŒr politische Bildung Rheinland-Pfalz

VERGABE DER DORIS-HÖHMANN-SCHADE-PREISE

Erstmals verlieh der Verein Freunde der Rheinischen Philharmonie e.V. den Doris-Höhmann-Schade-Preis.

Dieser geht auf die 2013 verstorbene MĂ€zenin Doris Höhmann-Schade zurĂŒck, die testamentarisch eine regelmĂ€ĂŸige materielle Förderung junger Nachwuchsmusiker verfĂŒgte.

In diesem Rahmen werden ausgesuchte Stipendiaten und Praktikanten mit einem Preisgeld ausgezeichnet, die wĂ€hrend ihrer Zeit bei der Rheinischen besondere kĂŒnstlerische Leistungen erbrachten und hohe soziale Kompetenz zeigten.

Die Preisverleihung fand nicht, wie ursprĂŒnglich geplant, bei einem Stipendiatenkonzert statt, da dieses coronabedingt entfallen musste. Stattdessen erhielten bei der letzten Vorstandsitzung des Freundeskreises am Dienstag, dem 7. Juli 2020, drei Praktikanten dieser Spielzeit, fĂŒr welche die Musiker der Rheinischen sowie deren Orchestervorstand mit großer Mehrheit stimmten, ihre Auszeichnungen: die Chinesin Lechen Feng aus der Gruppe der 2. Violinen, der aus Venezuela stammende Kontrabassist Gerardo Theozile Vielot und der portugiesische Fagottist Francisco Lopes Soutinho Ventura Martins.

Der Freundeskreis sowie das Staatsorchester Rheinische Philharmonie gratulieren den PreistrĂ€gern und wĂŒnschen ihnen fĂŒr die weitere Zukunft musikalisch und menschlich alles Gute!

Ferien mal anders

HEIMAT EUROPA Filmfestspielleiter ruft zum KURZFILMWETTBEWERB fĂŒr Jung und Alt auf. Jetzt anmelden.

Der Corona-Sommer 2020 ist völlig anders. Statt weiten Reisezielen, entdecken wir in diesem Jahr verstĂ€rkt unsere eigene Heimat und auch an uns selbst viele neue kreative Dinge. Wie wĂ€re es mal etwas ganz Neues auszuprobieren? Egal ob jung oder alt! Einfach einen kleinen Film drehen und damit beim Kurzfilmwettbewerb teilnehmen. Es braucht nur ein Smartphone oder eine kleine Kamera, ein paar gute Ideen – und los geht’s!

Die HEIMAT EUROPA Filmfestspiele in Simmern laden zum Mitmachen ein: Dreht einen Kurzfilm! Gesucht werden Kurzfilme von maximal 7 Minuten LĂ€nge. Inhaltlich herrscht komplette kreative Freiheit. In den Filmen mĂŒssen lediglich die Begriffe „Corona | HunsrĂŒck | Oorlab dehÀÀm | Familie | KlĂ¶ĂŸe“ eingebaut sein.

„Mitmachen kann Jeder! Es gibt jeweils eine Wettbewerbskategorie fĂŒr Erwachsene und eine Wettbewerbskategorie fĂŒr Kinder & Jugendliche.Wer mitmachen möchte, kann sich unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschĂŒtzt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. anmelden. Anmeldeschluss ist der 30.7.2020. Abgabefrist des Films ist dann der 15. August 2020. Ihr habt also ausreichend Zeit wĂ€hrend eurer Ferien zuhause kreativ zu sein.“, erklĂ€rt Urs Spörri, Leiter der HEIMAT EUROPA Filmfestspiele, die den Kurzfilmwettbewerb ausrufen und vom 9. August bis 6. September in Simmern (HunsrĂŒck) stattfinden.

Eine hochkarĂ€tige Jury begutachtet die eingereichten Filme. Die besten Filme werden dann am 29.8. bzw 5.09. auf der Leinwand im Autokino aufgefĂŒhrt und mit Festival-Preis „Pro-Winzling“ ausgezeichnet. Neben dem Jurypreis gibt es auch ein „Hupometer“ – bei dem das Publikum mit dem lautesten Hupkonzert ĂŒber seinen Favoriten abstimmt.

Anmeldung zum Kurzfilmwettbewerb: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschĂŒtzt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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