Montag, 19. August 2019

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Mit frischem Wind in die neue Spielzeit

Auf der kürzlich stattgefundenen Mitgliederversammlung der Lichtspielbühne Rhein-Mosel e.V. wurde neben der Reflektion der vergangenen Vereinsjahre und Spielzeit auch ein neuer Vorstand gewählt. Im Rückblick auf die letzte Produktion „Das Abschiedsdinner“ konstatierte der Vorsitzende Hannes Mager ein gelungenes Theater- und Unterhaltungsangebot für die Region Spay und Bad Breisig.

Nach den Rechenschafts- und Kassenberichten erfolgte die Entlastung des alten Vorstandes Hannes Mager, Denny Blank und Pedro Hillen. In kurzweiligen Wahlgängen konnte ein teilweiser neuer Vorstand gewählt werden. Pedro Hillen stand für die Funktion des Kassierers aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung. Vor allem in der Vereinsgründungszeit und auch in den vergangenen Jahren leistete er großartige Arbeit“, bedankten sich Hannes Mager und Denny Blank, stv. Vorsitzender. Für dieses Amt wurde sodann Johanna Bott vorgeschlagen und einstimmig gewählt. Wiedergewählt wurden auch Hannes Mager und Denny Blank als Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender. Erfreulicherweise konnte die Mitgliederversammlung auch einige neue Mitglieder und Spielinteressierte begrüßen und in die Reihen mitaufnehmen.

Nach den Formalitäten der Mitgliederversammlung folgten die anwesenden Mitglieder gespannt den Ausführungen des alten und neuen Vorstandes zum Ausblick auf die nächsten Vereinsjahre und die kommende Spielzeit. So wird man im März und April wieder mit einem großartigen Theaterstück „Die Niere“ von Stefan Vogel in der Schottelhalle in Spay die Leute begeistern. Zudem sind auch wieder diverse Vereinsaktivitäten wie zum Beispiel ein eintägiger Sommerausflug geplant.

Weitere Informationen zum Verein und zur aktuellen Produktion erhält man auch unter www.lichtspielbuehne.de

Runderneuerte Homepage zur Gedenkarbeit in Osthofen und Hinzert online

Die neue Homepage zur Gedenkarbeit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz zu NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz/Gedenkstätte KZ Osthofen und Gedenkstätte KZ Hinzert ist online

Bernhard Kukatzki, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, und Uwe Bader, Leiter des Referats Gedenkarbeit der LpB und der Gedenkstätte KZ Osthofen, freuen sich:
"Mit komplett neuem Design ist unser Internetauftritt des NS-Dokumentationszentrums Rheinland-Pfalz sowie der Gedenkstätten KZ Osthofen und SS-Sonderlager/KZ Hinzert nun auch mit Smartphones und Tablets bequem nutzbar. Die Navigation wurde vereinfacht und der Veranstaltungskalender ist bereits auf der Startseite zu finden."

Die neue Homepage www.gedenkarbeit-rlp.de
zur staatlichen Gedenkarbeit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, bietet außer dem neuen Design vielfältige Informationen zu den Ausstellungen in den beiden Gedenkstätten, eine komplett überarbeitete und leichter nutzbare Datenbank zu den Veranstaltungen sowie jede Menge pädagogisches und wissenschaftliches Material des NS-Dokumentationszentrums Rheinland-Pfalz in Osthofen.
So etwa Biographien von Menschen, die in Osthofen und Hinzert von den Nazis inhaftiert waren und pädagogische Angebote zum Widerstand auf dem Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz als pdf-Dateien.

40. Verleihung Carl-Zuckmayer-Medaille 2019

Ministerpräsidentin Malu Dreyer würdigt literarisches Gesamtwerk von Robert Menasse

Für seine Verdienste um die deutsche Sprache hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer den österreichischen Schriftsteller Robert Menasse mit der Carl-Zuckmayer-Medaille 2019 ausgezeichnet. Bei der Feierstunde im Mainzer Staatstheater würdigte ihn die Ministerpräsidentin „als großen Erzähler der Gegenwart“, der seit mehr als drei Jahrzehnten nicht aus der deutschsprachigen Literatur wegzudenken sei. „: „Robert Menasse hat sich große Verdienste um die deutsche Sprache erworben, er hat in den vergangenen Jahren ein beeindruckendes literarisches Gesamtwerk geschaffen, für das ich ihm heute auf Vorschlag der Kommission die Carl-Zuckmayer-Medaille verleihe“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer

Rund 750 Gäste aus Politik, Medien, Wirtschaft und Kultur sowie 150 Schülerinnen und Schüler aus Mainzer Schulen waren zur diesjährigen Verleihung der Carl-Zuckmayer-Medaille ins Mainzer Staatstheater gekommen. Unter ihnen konnte die Ministerpräsidentin auch die früheren Preisträger Dr. Yoko Tawada und Hans-Werner Kilz begrüßen. Sie dankte dem Schriftsteller, Essayisten und Kritiker Karl-Markus Gauß für seine Laudatio auf den Preisträger. „Er ist Experte der österreichischen Literaturszene und kennt sich besten mit dem Schaffen von Robert Menasse aus. Wir freuen uns auf seine kenntnisreiche Rede“, so die Ministerpräsidentin.„Auch der diesjährige Preisträger ist ein Meister der Sprache. Robert Menasse ist einer, der mit einem ganz eigenen Ton die Gegenwart erzählt und reflektiert. Er schaut genau hin, benennt und spitzt zu, pointiert und provoziert. An Hegel, Marx, Lukácz und Adorno dialektisch geschult, durchleuchtet er in seinen rund dreißig Büchern mit Scharfsinn und Witz die Zustände und Abgründe menschlicher Verhältnisse und Seelen. Menasses Sprache ist poetisch verknappt, lakonisch, manchmal beißend ironisch – aber ohne dabei die Grenze zum Zynismus zu überschreiten. Denn Robert Menasse ist einer, dem die Welt nicht gleichgültig ist, der sich nicht verächtlich abwendet“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer in Ihrer Rede. „Die Hauptstadt“ sei eine Liebeserklärung an Europa: ein elegant geschriebener, zum Teil scharf satirischer und pointiert reflektierender Roman.

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Verleihung der Carl-Zuckmayer-Medaille

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Neuer Erinnerungsort eröffnet neue Perspektive

Vor der Verleihung der Carl-Zuckmayer-Medaille im Mainzer Staatstheater hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Nachmittag die Dauerpräsentation „Die Zuckmayers – eine Familie aus Rheinhessen“ eröffnet. „Das Nackenheimer Alleinstellungsmerkmal, das mit dem Namen Zuckmayer verbunden ist, hat eine reale Adresse bekommen. Im Ortsmuseum ist ein wunderbarer Erinnerungsort entstanden, der sehr anschaulich über die Familie und insbesondere das Leben der Brüder Carl und Eduard Zuckmayer informiert“, so die Ministerpräsidentin. Anhand ihrer Lebenswege erzähle die Präsentation einen wichtigen Teil deutscher Geschichte und eigne sich deshalb besonders auch dafür, in den Schulunterricht eingebunden zu werden.

„Mit dem Namen Zuckmayer verbinden die einen den renommierten Schriftsteller, dessen literarisches Werk international bekannt ist. Andere haben möglicherweise Musik im Ohr, durchaus auch in türkischer Sprache, denn Eduard war ein bekannter Musiker, der im Exil in der Türkei den Grundstock für eine moderne Musikpädagogik legte“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die Präsentation beleuchte unterschiedliche Ereignisse und Stationen aus dem Leben der Brüder, die beide in ihrer Heimat keine Perspektive mehr hatten und vor den Nazis fliehen mussten. Insofern ließen sich durchaus auch Rückschlüsse für heute daraus ziehen.

„Der Rundgang durch die Geschichte beginnt im 19. Jahrhundert und führt bis in die Gegenwart“, fügte die Ministerpräsidentin hinzu. Bisher habe es in Nackenheim keinen solchen Erinnerungsort für die bemerkenswerte Familie Zuckmayer gegeben. Die Dauerpräsentation werde mit ihrer überregionalen Bedeutung dazu beitragen, Nackenheim als Reiseziel noch bekannter zu machen.

Von Anfang an habe sich das ehrenamtliche Projekt durch die Freude an der kreativen Arbeit, die Verbundenheit mit dem Ort und großen persönlichen Einsatz ausgezeichnet. Die Ministerpräsidentin dankte dafür dem Heimat- und Verkehrsverein e.V. Nackenheim und insbesondere den beiden Kuratoren Thomas Flügen und Peter J. Klein sowie deren ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen. Neben vielen weiteren Partnern und Partnerinnen habe auch die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur das Vorhaben gerne unterstützt. „Ich wünsche der Dauerpräsentation zahlreiche neugierige Besucher und Besucherinnen, die vieles über Nackenheim und die Familie Zuckmayer erfahren und zudem die Schönheit dieser wunderbaren Region auf sich wirken lassen können“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Junge Liberale: Fake News belohnen?

Robert MENASSE wird am kommenden Freitag, den 18. Januar, die Carl-Zuckmayer-Medaille erhalten.

Diese wird ihm vom Land Rheinland-Pfalz in Andenken an den in Nackenheim geborenen Schriftsteller verliehen. Dazu äußert sich Luca LICHTENTHÄLER, Landesvorsitzender der Jungen Liberalen Rheinland-Pfalz:

„Wir Junge Liberale halten die Entscheidung von Ministerpräsidentin Malu DREYER, Robert MENASSE die Carl-Zuckmayer-Medaille zu verleihen, für falsch. MENASSE selbst musste einräumen, in einem seiner Romane dem ersten EWG-Kommissionsvorsitzenden Walter Hallstein Zitate zugeschrieben zu haben, die er wörtlich so nicht gesagt habe. Es ist nobel, dass der Autor für seinen Fehler in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit Malu DREYER geradesteht und sich entschuldigt. Ihm dennoch diese Medaille zu verleihen, ist fragwürdig.

MENASSE stünde mit dieser Auszeichnung in einer Reihe mit Friedrich Dürrenmatt, Martin Walser, Herta Müller oder Edgar Reitz – große Namen der Kunst in Vergangenheit und Gegenwart. Einem Mann, der scheinbar nicht in der Lage ist - ob wissentlich oder nicht - in seinem Wirken zwischen Fiktion und Wirklichkeit sauber zu trennen, sollte man diese Ehre nicht erweisen. In Zeiten der sogenannten ‚Fake News‘ wäre die Ministerpräsidentin gut beraten, ein deutliches Signal zu setzen. Die Politik ist der Wahrheit verpflichtet. Die Verleihung der Carl-Zuckmayer-Medaille an Robert MENASSE konterkariert diesen Grundsatz.“

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