Montag, 17. Juni 2019

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Wenn unser Herz spricht…. Gedanken zu Weihnachten

Von Hans-Peter Meyer

Foto: Eine Weihnachtskrippe – Symbol der Geburt Christi

Und wieder diese Gegensätze: Weihnachten in den Katastrophen-, Krisen- und Kriegsgebieten dieser Welt, nicht nur irgendwo, sondern in Syrien, in Libyen, in Ägypten, in Afghanistan, im Irak, in Pakistan, in Haiti, auf den Philippinen, in Nahost  der gewaltsame  Israelisch-Palästinensische Kriegskonflikt und  in vielen afrikanischen Ländern, aber auch auf europäischem Boden nicht weit entfernt von uns in der Ost-Ukraine. Grausame Bilder. Kinderchöre auf der einen und geschädigter Wald auf der anderen Seite. Erfolgsmeldungen einerseits – Vorurteile und Verleumdungen andererseits. Weltweit gibt es ein Viertel Reiche und drei Viertel Arme. Ein Viertel der Menschheit ist nicht in der Lage, seine Grundbedürfnisse wie Ernährung, Kleidung, Wohnung, Gesundheit und Bildung zu sichern.  Millionen Menschen auf unserem Globus kämpfen täglich um die nackte Existenz. Weltweit sterben jeden Tag 30 000 Kinder an den Folgen von Hunger, Krankheit und Kriegen - eine alarmierende Zahl, die man sich immer wieder nachhaltig bewusst machen muß.

Stille Nacht hier – und Terrormeldungen dort. Wie kann das Fest da überhaupt noch unsere Herzen und Seelen erreichen?

Denn das ist es doch, was wir an Weihnachten, dem Fest Christi Geburt, vor allem suchen: dass sich unsere Seele über den Tag erhebt. Dass es wirklich „weihnachtet“ um uns, in uns, in unseren Herzen, wie Theodor Storm es in einem seiner schönsten Gedichte beschrieb.

Den äußerlichen Glanz haben wir. Die Kugeln am geschmückten Christbaum werden immer bunter, die Geschenke immer kostbarer, selbst da, wo es inzwischen finanziell schmaler zugeht.

Keine Sorge also um den äußeren Glanz, auf den wir Menschen so sehr fixiert sind.

Aber was ist mit dem Glanz tief innen bei uns? Ohne Hass, ohne Verbitterung und Neid! Wo kommt er her, wie können wir ihn für uns gewinnen, diesen inneren Glanz?

Es führen keine Schnellstraßen zu Reichtum und Glück. Eine Kerzenlänge Gefühl reicht nicht. Die Liebe und Herzlichkeit, die wir Weihnachten erfahren, sind schon beglückend. Doch sie sind nur eine Seite der Medaille. Der Schweizer Literatur-Nobelpreisträger Carl Spitteler  (*1845 +1924)  hat einmal  die Formulierung geprägt:  „Menschen zu finden, die mit uns fühlen und empfinden, ist wohl das schönste Glück auf Erden“. Auch diese Hoffnung verbindet die Menschen mit Weihnachten.

Der Pädagoge und Buchautor Rolf Krenzer (*1936  +2007) hat vor einigen Jahren anlässlich des Festes von Christi Geburt folgende Worte geschrieben:

Wann fängt Weihnachten an?

Wenn der Schwache

dem Starken die Schwäche vergibt,

wenn der Starke

die Kräfte des Schwachen liebt,

wenn der Habewas

mit dem Habnichts teilt,

wenn der Laute

bei dem Stummem verweilt

und begreift,

was der Stumme ihm sagen will,

wenn das Leise

laut wird

und das Laute still,

wenn das Bedeutungsvolle

bedeutungslos,

das scheinbar Unwichtige

wichtig und groß,

wenn mitten im Dunkel

ein winziges Licht

Geborgenheit

helles Leben verspricht

und du zögerst nicht,

und du gehst  so wie du bist

darauf zu,

dann, ja dann,

fängt Weihnachten an!

Denn das Wunder geschieht erst, wenn wir Liebe und Herzlichkeit geben. Das selbst gebastelte Geschenk eines Kindes, die Überraschung für die Partnerin oder den Partner. Der Besuch bei einem Kranken oder Einsamen. Der plötzliche Anruf eines Freundes von weither. Jeder von uns kann zum Frieden  und zur Gerechtigkeit beitragen.

Wenn sich Gegner, ja Feinde zur Versöhnung die Hände reichen, wenn Menschen für Menschen ihre Herzen öffnen, dann wird für uns das Wunder von Bethlehem gegenwärtig.

Das ist die andere, die hellere Seite.

Beschenkt zu werden, das ist schön. Aber Schenken – „sich selber dreingeben“ – das ist der Schlüssel für Weihnachten, das Fest der Liebe und den Friedens. Es gibt keinen anderen Schlüssel.

Weihnachten heißt, mit Hoffnung leben, sich die Hände zur Versöhnung reichen, Fremde aufnehmen, Kranke trösten,  einander helfen, das Gute zu tun, die Tränen trocknen.

Jedes Mal, wenn einer dem anderen Liebe schenkt, wenn die Not des Unglücklichen gemildert wird, wenn Herzen zufrieden und glücklich sind, steigt der Schöpfer herab vom Himmel und bringt uns das Licht:

Das ist die Botschaft zu Weihnachten…

©  Hans-Peter Meyer

Bad Kreuznacher Literaturpreis geht auch an Bad Salziger ZDF-Nachrichtenredakteur

Autorengruppe Eulenfeder mit Markus Bach erhält Kulturpreis der Nahe-Stadt

Bad Salzig/Bad Kreuznach. Der aus Bad Salzig stammende ZDF-Nachrichtenredakteur Markus Bach (59) ist gemeinsam mit seinen Schriftsteller-KollegInnen von der Autorengruppe Eulenfeder mit dem Literaturpreis der Stadt Bad Kreuznach für das Jahr 2017 ausgezeichnet worden. Den Kulturpreis in der Sparte Literatur vergibt die Nahe-Stadt alle vier Jahre. Die aktuelle Auszeichnung für den mit 2.500 Euro datierten Preis wird am 9. Januar in Bad Kreuznach im Rahmen einer Feierstunde im Haus des Gastes ab 18 Uhr an die AutorInnen der Eulenfeder überreicht.

Der bei der Rhein-Zeitung ausgebildete Redakteur Markus Bach verbrachte als Sohn von Maria Bach (geb. Salzig) und Josef Bach die ersten 18 Jahre seines Lebens in Bad Salzig. Nach vielen Stationen inklusive eines zweijährigen Aufenthalts in Italien lebt der Politologe seit Ende 2007 mit Frau und Tochter in Bad Kreuznach. Seit 20 Jahren ist er als Nachrichtenredakteur für das ZDF tätig. Der Schriftsteller gastierte im Jahr 2016 mit seinem zeitkritischen Lyrik-Programm „Blicke in eine andere Welt“ auch in Bad Salzig.

Bachs Texte finden Anerkennung in der Literatur-Szene. Sein Gedicht „Treuer Freund“ wurde mit der Aufnahme in den deutschlandweiten Sammelband der Frankfurter Brentano-Gesellschaft ausgezeichnet. Das Werk zum Tabu-Thema Tod hat dadurch in der Kongress-Bibliothek Washington und in der Pariser National-Bibliothek seinen Platz gefunden.

Markus Bach, Enkelsohn des Bad Salziger Nikolauslied-Texters Peter Salzig, hat kürzlich ein Schauspiel in drei Akten zum Thema „Zuflucht – ein Traum von Liebe“ geschrieben. Dabei geht es ihm vor allem um klare Positionen gegen Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus. Wer Bachs Schauspiel aufführen möchte, kann sich per Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. gerne an den Schriftsteller wenden.

Bach sieht sich mit seiner Literatur vor allem als Sprachrohr von Menschen am Rand der Gesellschaft: Obdachlosen, Arbeitslosen und Flüchtlingen will er Sprachrohr sein.

Sankt Nikolaus – Ursprung und Brauchtum

Die Figur des heiligen Nikolaus und seine Geschichte.

Von Hans-Peter Meyer

Der legendäre Nikolaus ist eine Verschmelzung aus zwei historischen Personen: dem Bischof Nikolaus von Myra im kleinasiatischen Lykien, der wahrscheinlich im 4. Jahrhundert gelebt hat, und dem gleichnamigen Abt von Sion, der Bischof von Pinora war, und am 10. Dezember 564 in Lykien starb.

Aus diesen beiden historischen Personen entwickelte sich die ab dem 6. Jahrhundert in Legenden zu findende sagenumwobene Figur des wundertätigen Bischofs von Myra.

St. Nikolaus ist seit jeher einer der populärsten christlichen Heiligen.

Nikolaus ist insbesondere der Schutzpatron der Seefahrer, reisenden Händler, Ministranten und Kinder.

In der orthodoxen Kirche ist seine Verehrung seit dem 6. Jahrhundert belegt, als Justinian I. in Konstantinopel eine ihm geweihte Kirche errichtete.

Nach Deutschland kam der Nikolauskult im 11. Jahrhundert, vermutlich durch Theophanu, die byzantinische Frau Ottos des Zweiten.

Ab dem 17. Jahrhundert bekam der Nikolaus Furcht einflößende Gehilfen als Begleiter zur Seite gestellt.

In Deutschland Knecht Ruprecht oder Hans Muff, in der Schweiz Schmutzli, in Österreich den Krampus, in Luxemburg den Housecker, in den Niederlanden den Zwarte Piet.

Das Gedenken an den Bischof von Myra ist katholischen Ursprungs und wurde von Martin Luther abgeschafft.

Doch der Brauch lebt bis zum heutigen Tage weiter!

Bei uns wird Sankt Nikolaus oft auch der „Heilige Mann“ genannt.

In anderen Ländern ist Nikolaus auch unter folgenden Namen bekannt:

Klass, Sint Nicolaas, Sveti Nikola (Serbien), Sinterklaas (Niederlande), Samichlaus (Schweiz) oder Kleeschen (Luxemburg). Father Christmas (England), Père Noël (Frankreich), Noel Baba (Türkei), Santa Claus (Nord-Amerika), Papai Noel (Brasilien).

Einst war er auch der Gabenbringer an Weihnachten.

In Mitteleuropa wurde er zunehmend vom Christkind (Kunstfigur von Martin Luther erfunden, der damit sein Vorhaben, den heiligen Nikolaus abschaffen zu wollen, untermauerte) verdrängt.

Später wurde das Christkind durch den Weihnachtsmann und in heutiger Zeit zunehmend durch den amerikanischen Santa Claus ersetzt.

Das Sankt-Nikolaus-Brauchtum

Seit 1555 ist Nikolaus als Gabenbringer der Kinder belegt.

Der evangelische Theologe Kirchmeyer schrieb: "Vor dem St. Nikolaustag legen Mütter für ihre Kinder Geschenke und eine Rute bereit".

Nikolaus beschenkte die Kinder damals mit Nüssen, Kletzenbrot und Dörrobst, aber auch mit Kleidung und anderen nützlichen Dingen des täglichen Lebens.

Auch heute noch stellen Millionen Kinder am Nikolausabend (05.12.) oder am Nikolaustag (06.12.), dies ist hierzulande regional unterschiedlich, Schuhe, Stiefel oder Teller vor die Tür, damit der Heilige Mann sie auf seinem Weg durch die Nacht mit Erdnüssen, Mandarinen, Schokolade, Lebkuchen und anderen Leckereien füllen kann.

Indessen bringt der Nikolaus nicht nur Geschenke: In vielen Gegenden beschenkt und lobt er die guten Kinder, während er die bösen tadelt und durch Schläge mit einer Rute bestraft.

Welche Kinder im letzten Jahr gut und welche böse waren, liest er in seinem "goldenen Buch".

Viele Eltern laden ehrenamtliche oder bezahlte Nikolause ein, den Kindern  zu Hause eine derartige "Predigt" zu halten, die jedoch stets mit einer Bescherung endet.

Viele Kinder schicken in der Vorweihnachtszeit Briefe an St. Nikolaus, Christkind oder Weihnachtsmann.

Diese werden in extra eingerichteten Weihnachtspostämtern gesammelt und zumeist auch beantwortet.

In Deutschland schreibt man beispielsweise an das Christkinddorf Himmelpforten.

Zig-Tausende von Briefen aus aller Welt werden dort seit 1966 beantwortet.

Der Nikolaus-Schuh

Der bekannteste Brauch zum Nikolaustag ist der, dass die Kinder ihre geputzten Schuhe oder auch Strümpfe am Vorabend ans Fenster oder vor die Tür stellen bzw. hängen und der Nikolaus diese über Nacht mit Süßigkeiten und Geschenken füllt.

Schon in einem alten Vers heißt es:

"Sankt Nikolaus, leg mir ein,

was dein guter Wille mag sein.

Äpfel, Nüsse, Mandelkerne

essen kleine Kinder gerne!"

© Hans-Peter Meyer

ICOM-TAGUNG IM LUDWIG MUSEM

ICOM-TAGUNG IM LUDWIG MUSEM ANLÄßLICH DES 100. JAHRESTAGES DER BEENDIGUNG DES ERSTEN WELTKRIEGES

Der Internationale Museumsrat ICOM Deutschland (International Council of Museums) nimmt das Jubiläum des Kriegsendes 1918 zum Anlass, Museen weltweit darin zu bestärken, sich weiterhin für Unabhängigkeit und Meinungsfreiheit einzusetzen und unbequeme Tatsachen nicht auszublenden: Im November 2018 jährt sich das Ende des Ersten Weltkrieges zum hundertsten Mal. In ganz Europa gibt es unterschiedliche Erinnerungskulturen zu den Ursachen, dem Verlauf und dem Ausgang des Großen Krieges, der die Menschheit in entscheidendem Maße seitdem geprägt und verändert hat. Das hundertjährige Jubiläum wird daher in den einzelnen Ländern mit unterschiedlichen Akzenten begangen – manche davon sind zumeist optimistisch, andere dagegen distanziert bis desinteressiert. Im Vergleich mit dem allgemein großen Interesse für 1914, dem Jahr des Kriegsbeginns, zeigt sich besonders auf deutschem Gebiet das Interesse für das Jahr 1918, dem Kriegsende, als relativ zurückhaltend. Die Konferenz nahm sich dies zum Anl
ass, die unterschiedlichen Sichtweisen zu thematisieren und zu reflektieren. Dabei zeigte es sich, dass im Jahr 2018 die heutigen Generationen nicht mehr auf eigene Erfahrungen mit den Schrecken des Krieges zurückgreifen können. Den Museen kommt daher eine besondere Verantwortung zu, denn Erinnern bedeutet auch, sich für die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen zu sensibilisieren und gegen das Vergessen anzuarbeiten.

Insbesondere die musealen Sammlungen können bei entsprechender Erforschung und wissenschaftlicher Aufbereitung wichtige Erkenntnisse des Vergangenen liefern und facettenreiche und bislang unbekannte Aspekte in ein neues Licht rücken. Wie sich im Falle des hundertjährigen Jubiläums seit Ende des Ersten Weltkrieges gezeigt hat, können und müssen nachgewachsene Generationen die Kriegsereignisse, -ursachen und -folgen für sich selbst und eigenständig interpretieren. Neuer Trend des musealen Aufarbeitens von Kriegszeiten ist die partizipatorische Herangehensweise an individuelle Geschichten, Erfahrungen, Relikte. Wenn die Ereignisse möglichst multiperspektivisch wiedergegeben werden, können die Besucher ein lebendiges Verständnis für die unterschiedlichen Sparten und Zugangsweisen entwickeln, das sie letztendlich als authentisch und bereichernd empfinden werden. Dadurch entstehen ein enger Bezug zum Betrachter und eine Vergegenwärtigung in der Jetztzeit.

ICOM Deutschland und ICOM Europe stellten sich anlässlich des Symposiums im Ludwig Museum gemeinsam dieser international bedeutsamen Aufgabe. Die internationale Tagung in englischer Sprache „Museums, Borders and European Responsibility – 100 Years after World War I“ lud im Ludwig Museum Koblenz zahlreiche führende Forscher, Museologen und Museumsfachleute ein. Vertreter aus Australien, Kanada, USA, China, Italien, Großbritannien, Frankreich, Österreich und Deutschland traten in regen Austausch.

Begleitet wurde die Konferenz von einer Videobotschaft von Claudia Roth (Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages) sowie der Kulturdezernentin der Stadt Koblenz, Priv.-Doz. Dr. Margit Theis-Scholz.

Advent – Zeit der Besinnung ?

Gedanken in der Vorweihnachtszeit

Von Hans-Peter Meyer

Die Kerzen am Adventskranz brennen wieder.

Die schönste, aber auch hektischste Zeit des Jahres ist angebrochen.

Welche Geschenke, welches unbedenkliche Festessen, wie feiern wir in diesem Jahr

Weihnachten und Silvester? Das sind die primären Fragen, all das geht uns durch den Kopf.  Sorgen, um die uns viele Menschen in der Welt beneiden.

Weltweit gibt es ein Viertel Reiche und drei Viertel Arme. Ein Viertel der Menschheit ist nicht in der Lage, seine Grundbedürfnisse wie Ernährung, Kleidung, Wohnung, Gesundheit und Bildung zu sichern.

Millionen Menschen auf unserem Globus kämpfen täglich um die nackte Existenz. Weltweit gibt es über 30 Kriege und bewaffnete Konflikte. In den Kriegs- , Krisen- und Katastrophengebieten dieser Welt gibt es zunehmend grauenvolle Szenarien,  in  Syrien, in der Ost-Ukraine, in Afghanistan, im Irak, in Pakistan, in Haiti,  in vielen afrikanischen Ländern, wo überall täglich unschuldige Menschen auf schreckliche Art und Weise  ihr Leben verlieren. Grausame Bilder. Krieg tötet alles.

Weltweit sterben täglich  30 000 Kinder an den Folgen von Hunger und Krankheit; eine alarmierende Zahl, die man sich immer wieder nachhaltig bewusst machen muß.

Dann gibt es noch die anderen, die allein und einsam sind. Nicht wenige, die auf ein Wort des Trostes und der Ermunterung warten. Menschen – die Hoffnung brauchen.

Auch daran sollten wir in der Adventszeit denken – mit etwas mehr  Demut und Dankbarkeit,  mit herzlicher Anteilnahme, mit weniger Egoismus.

Aber da gibt es auch noch etwas anderes:

Advent ist seit dem 5. Jahrhundert bezeugte Zeit der Muße und Vorbereitung auf das Fest der Geburt Christi und bedeutet „Ankunft“ so wie es der christliche Glaube lehrt.

Aber wer setzt sich heute noch mit dieser Interpretation auseinander?

Nach den trüben Tagen des November ist die Adventszeit heute  eine eher hektische Zeitspanne geworden.

Die Fassaden vieler Häuser strahlen im Lichterglanz und im Alltag herrscht hektische Geschäftigkeit.

Die Adventszeit sollte aber im Grunde alles andere sein als nur eine Zeit der Hektik und des Kerzenscheins; sie ist auch die Zeit des  Nachdenkens über den tieferen Sinn und den Ursprung des Advent, das alles ist aus dem Bewusstsein zumeist verdrängt.

So ist es Zeit, das wir diese Wochen auch mit anderen Inhalten füllen, in dem wir Ausschau halten nach dem Sinn unserer Schöpfung, die uns zu einem erfüllten und versöhnten Leben verhelfen will.

Auch wenn es trotz aller Hektik schwerfällt:

Versuchen wir doch einmal den Advent als „besinnliche Zeit“ wahrzunehmen und zu leben.

© Hans-Peter Meyer

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