Sonntag, 07. März 2021

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Kulturminister Wolf besucht wiedereröffnete Musikschule Koblenz: „Musikunterricht ist existenziell w

Nach dem Shutdown aufgrund der Corona-Pandemie konnten auch die Musikschulen in Rheinland-Pfalz seit dem 13. Mai ihren Unterricht wiederaufnehmen. Einzelunterricht und Unterricht in Kleinstgruppen war bereits ab dem 3. Mai wieder ermöglicht worden. Kulturminister Konrad Wolf hatte die Wiedereröffnung zum Anlass genommen und die Musikschule in Koblenz besucht. Gemeinsam mit der Kulturdezernentin der Stadt Koblenz und PrĂ€sidentin des Landesverbands der Musikschulen Rheinland-Pfalz, Margit Theis-Scholz, sowie dem Koblenzer OberbĂŒrgermeister David Langner informierte sich der Minister ĂŒber die Wiederaufnahme des instrumentalen und gesanglichen Musikunterrichts unter Einhaltung der geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen.

„Ich freue mich, dass der PrĂ€senzunterricht nun wieder stattfinden kann. Ich bin beeindruckt, wie die Lehrerinnen und Lehrer hier an der Musikschule der Stadt Koblenz auch wĂ€hrend der Schließung Wege gefunden haben, den Unterricht weiter aufrechtzuerhalten. Musikunterricht ist existentiell wichtig und fĂŒr SchĂŒlerinnen und SchĂŒler ein bedeutender Baustein zum eigenstĂ€ndigen musikalischen Arbeiten“, so Kulturminister Konrad Wolf. „Wenngleich es EinschrĂ€nkungen gibt und die Schutz- und Hygienevorschriften Beachtung finden mĂŒssen, habe ich den Eindruck gewonnen, dass der Unterrichtsbetrieb gut lĂ€uft und man das Beste ermöglicht.“

„Die Corona bedingten UmstĂ€nde haben die Schulleitung und LehrkrĂ€fte unserer Musikschule vor große Herausforderungen gestellt, die sie hervorragend gemeistert haben. Schnell und flexibel reagierten hier alle vor Ort um sowohl mit digitalen Formaten den Kontakt zu SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern zu ermöglichen als auch die Verbindung zu den Eltern nicht abreißen zu lassen“, betonte Theis-Scholz. „FĂŒr viele Kinder und Jugendliche war der online organisierte Musikunterricht sicher eine willkommene Abwechslung in der Home-Schooling-Phase, aber auch Gelegenheit ihre musikalischen FĂ€higkeiten weiterhin vertiefen zu können.“

Dank kreativer Ideen und alternativer Unterrichtsmethoden konnte mit Hilfe von Onlineunterricht und individueller Betreuung die KontinuitĂ€t des Unterrichts an der Musikschule in Koblenz gewĂ€hrleistet werden. Die Musikschule, in der TrĂ€gerschaft der Stadt Koblenz, ist die drittgrĂ¶ĂŸte Musikschule in Rheinland-Pfalz. Sie hat 60 LehrkrĂ€fte und unterrichtet ca. 3000 Belegungen von SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern. Das Unterrichtsangebot der Musikschule umfasst Instrumentalunterricht und Gesang. DarĂŒber hinaus werden zahlreiche Ensemble- und ErgĂ€nzungsfĂ€cher angeboten

Rheinland-Pfalz hat 42 kommunal getragene Musikschulen im Land mit ca. 1.660 MusikschullehrkrĂ€ften. Die Landesregierung bewilligte im letzten Doppelhaushalt einen Landeszuschuss von 3,0 Millionen Euro in 2019 und 3,2 Millionen Euro in 2020 fĂŒr die 42 kommunalen Musikschulen, die Mitglied im Landesverband der Musikschulen in Rheinland-Pfalz sind. Damit stieg die Landesförderung um 400.000 Euro zum Jahr 2018.

„Wir unterstĂŒtzen die kommunalen Musikschulen als verlĂ€sslicher Partner. Sie haben wichtige kultur- und bildungspolitische Aufgaben in unseren StĂ€dten, Kreisen und Gemeinden, denn sie fĂŒhren Kinder, Jugendliche und Erwachsene an Musik heran und regen zum eigenen Musizieren an. Damit tragen sie entscheidend dazu bei, dass wir in unserem Land ĂŒber eine vielfĂ€ltige Musikkultur verfĂŒgen“, ergĂ€nzte der Minister.

9. Corona-BekÀmpfungsverordnung:

Auftritte von Blasorchestern im Freien ab heute wieder möglich

Das rheinland-pfĂ€lzische Gesundheitsministerium hat vergangene Woche die neunte Corona-BekĂ€mpfungsverordnung veröffentlicht. Sie ermöglicht ab dem 10. Juni den öffentlichen Auftritt von Blasorchestern unter strengen Hygiene- und Sicherheitsauflagen. Auch ist das Proben von Blasorchestern und Chören im Freien wieder möglich. In AusnahmefĂ€llen ist ein Proben in geeigneten RĂ€umlichkeiten bei regelmĂ€ĂŸiger LĂŒftung möglich.

„Wir hatten gute GesprĂ€che mit den VerbĂ€nden. Wir waren uns einig, dass unsere große und vielfĂ€ltige Chor- und Musikvereinsszene Möglichkeiten braucht, ihre Arbeit wieder aufzunehmen. Das Infektionsgeschehen in Rheinland-Pfalz lĂ€sst dies inzwischen wieder zu. Aber wir mĂŒssen weiterhin strenge Hygiene- und Sicherheitsauflagen einhalten. Ich bin froh, dass auf Grundlage der GesprĂ€che mit dem Landesmusikrat und dem Chorverband nun das Proben fĂŒr Chöre und der Auftritt von Blasorchestern wieder möglich ist“, so Denis Alt, StaatssekretĂ€r im Ministerium fĂŒr Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur.

Der Gesangsunterricht an Musikschulen wird ebenfalls ab heute, 10. Juni, unter EinschrĂ€nkungen wieder erlaubt. So wird der Einzelunterricht unter Einhaltung von einem Abstand von sechs Metern wieder möglich. Entsprechend der Regelung fĂŒr die Laienmusik, können Proben von Chören und Blasorchestern auch im Freien durchgefĂŒhrt werden.

Bereits seit dem 25. Mai können Laienensembles, z.B. Rock- oder Jazzbands, unter BerĂŒcksichtung der Regelungen fĂŒr Veranstaltungen und ohne den Einsatz von Chormusik und Instrumenten mit verstĂ€rktem Aerosolausstoss, z. B. Blasmusik, wieder öffentlich auftreten.


Geschichtsverein Nierstein:

Vorverkauf JubilĂ€umsbuch „Das Niersteiner Winzerfest im Wandel der Zeit 1935-2020“

Das Winzerfest, von Niersteinerinnnen und Niersteinern und zahlreichen GÀsten als der Höhepunkt der alljÀhrlichen FestivitÀten rund um dem Wein bezeichnet, wird in 2020 nicht stattfinden: Kein Ritter Hundt, keine Weinproben, kein Festumzug, kein Schifferstechen oder Feuerwerk. Die Coronapandemie macht 85 Jahre nach dem ersten Fest auch vor dem traditionsreichen Event nicht Halt.

Stattdessen gibt es den JubilĂ€umsbildband „Wenn Ritter Hundt die Stadt regiert“ zum erinnern an und trĂ€umen von den zahlreichen Winzerfesten der letzten achteinhalb Jahrzehnte. Der Anstoß dazu kam schon vor einigen Jahren von der Niersteiner Bevölkerung selbst. Eine Ausstellung zum 80. JubilĂ€um des Festes war der Auftakt zu einer Sammlung weiterer Motive und Objekte, die die Niersteiner nur zu gern zusammentrugen. Mittlerweile umfasst das Archiv mehr als 2500. Wie nun die schönen Geschichten, die die Bilder erzĂ€hlen, publik machen?  Die Bildband-Idee konnte auch durch UnterstĂŒtzung des Festveranstalters Verkehrsverein in die Tat umgesetzt werden. Themen und Kapitel des Buches festzulegen war Aufgabe von drei VorstĂ€nden des Geschichtsvereins. Maßgeblichen Anteil am 92-seitigen Werk hat Hans-Peter Hexemer, 1. Vorsitzender des Geschichtsvereins, der die meisten Texte gemeinsam mit Dr. Susanne BrĂ€ckelmann, 2. Vorsitzende, verfasste. BrĂ€ckelmann hat sich außerdem um die gesamte Koordinierung gekĂŒmmert. Axel Schwarz war federfĂŒhrend bei der Sammlung und Archivierung der Dokumente. Nach spannender und diskussionsfreudiger Bildauswahl, gestaltete die diplomierte Designerin Petra Louis aus Mainz das Layout. Derzeit wird das Werk bei der Lattreuter GmbH in Nierstein gedruckt. Es werden nur 500 Exemplare produziert, der Preis betrĂ€gt 19.85 Euro.

„Es war ein recht aufwĂ€ndiger Prozess, eine derartige historische Publikation zu erarbeiten. Doch mit einem couragierten und harmonischen Team macht so ein Projekt echt Spaß“, so Hexemer als verantwortlicher Herausgeber. Am 3. Juli 2020 wird die PrĂ€sentation des druckfrischen JubilĂ€umsbuchs stattfinden. Eine Vorbestellung ist bereits jetzt ĂŒber das Bestellformular im Internet unter www.geschichtsverein-nierstein.de oder per Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschĂŒtzt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. möglich. Ab dem 3. Juli 2020 kann das Buch an folgenden Verkaufsstellen in Nierstein erworben werden: Rathaus, Druckerei Lattreuter, CafĂ© Erni & Illi, Computer Lang und TV MĂŒller, Postfiliale, Rewe Zorbach, Raiffeisenmarkt, MWR-Schuhe und bei Axel Schwarz, Oberdorfstraße 6

Fronleichnam und seine Bedeutung

Gedanken zum Hochfest des Leibes und Blutes Christi

Von Hans-Peter Meyer

Fronleichnam ist ein römisch katholischer Feiertag, der in einigen deutschen BundeslÀndern gesetzlich als Feiertag festgeschrieben ist.
Das Fronleichnamsfest findet genau zehn Tage nach Pfingsten statt und fÀllt somit immer auf den zweiten Donnerstag nach Pfingsten.
Den spirituellen Inhalt des Festes kann man bereits ĂŒber die Etymologie seiner Bezeichnung herausfinden. Das althochdeutsche Wort "fron" steht fĂŒr "Herr", die Bezeichnung "Leichnam" bedeutet ĂŒbersetzt so viel wie "Leib". Damit weist bereits der Name auf die zentralen Elemente der Eucharistiefeier hin.

Das Fronleichnamsfest, das den Beinamen "Hochfest des Leibes und Blutes Christi" trĂ€gt, wurde zum erstmals im Jahr 1246 in der Diözese LĂŒttich fest eingefĂŒhrt.

Die theologische Grundlage fĂŒr das Fronleichnamsfest wurde mit dem von 1213-1215 stattfindenden vierten Laterankonzil gelegt, auf dem die Verwandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Christi, die so genannte

Transsubstantiationslehre, offiziell zum Dogma erklÀrt wurde. Zu diesem Zeitpunkt war aber an einem Feiertag zu ehren dieses Sakraments noch nicht zu denken.
Dies Ă€nderte sich erst durch die Visionen der Augustinerchorfrau Juliana von LĂŒttich, die seit 1207 im  Kloster Mont Cornillon lebte und dort regelmĂ€ĂŸig von ihren Visionen berichtete. In einer dieser Visionen sei ihr Jesus Christus erschienen und habe ihr ĂŒber ein Gleichnis mitgeteilt, dass es sein Wunsch sei, dass dem Altarssakrament ein eigener Festtag gewidmet werde.

Nach dem Tod der spĂ€ter heilig gesprochenen Juliana im Jahr 1258, setzte ihr Freundin Eva, heute bekannt unter dem Beinamen "die Seelige" , ihr Werk fort. Auf ihr DrĂ€ngen hin bemĂŒhte sich Heinrich von Geldern, der damalige Bischof von LĂŒttich bei Papst Urban IV um ein entsprechendes Dekret. 1264 kĂŒndige Papst Urban IV, der vor der Wahl zum Papst Archidiakon in LĂŒttich war, in einem Brief an, dass Fronleichnamsfest allgemein einzufĂŒhren.

Bedingt wurde diese EinfĂŒhrung durch das so genannte "Blutwunder von Bolsena" aus dem Jahr 1263. Der sich auf Pilgerfahrt nach Rom befindende böhmische Priester Peter von Prag feierte in der nach Christina von Bolsena benannten Kirche Messe. Sein erschĂŒtterter Glaube an die Transsubstantiation wĂ€hrend der Eucharistiefeier fand neue Festigung, als wĂ€hrend der Gabenbereitung aus der Hostie einige Tropfen Blut auf das Tuch, auf dem Kelch und Hostienteller standen, tropften.

Dieses Wunder war fĂŒr Papst Urban IV der letzte Beweis, den DrĂ€ngen nach einem Feiertag fĂŒr das Altarssakrament endgĂŒltig nachzugeben. Zu diesem Zeitpunkt war allerdings der zweite Donnerstag nach Pfingsten als Termin noch nicht festgelegt, dies erfolge erst 1317 durch Papst Johannes XXII.

Das Fronleichnamsfest erfreute sich bei der Bevölkerung relativ schnell einer großen Begeisterung, was vor allem auf die prachtvollen Fronleichnamsprozessionen zurĂŒckzufĂŒhren ist. Bei diesen Prozessionen trĂ€gt der Priester die "Monstranz", in welcher die Hostie verwahrt wird, durch die Straßen, wĂ€hrend ihm die Gemeinde folgt. An in der Regel insgesamt vier verschiedenen AltĂ€ren werden FĂŒrbitten gebetet und SegenssprĂŒche verteilt. Dieser Form der Prozession, die auch heute noch beibehalten wird, lĂ€sst sich aufgrund von Zeugnissen bis mindestens auf das Jahr 1273 zurĂŒckdatieren, als in Benediktbeuern die erste Fronleichnamsprozession abgehalten wurde. FĂŒr das Jahr 1277 ist außerdem die erste Prozession fĂŒr die Stadt Köln verbrieft.
Konflikte um das Fronleichnamsfest entbrannten wÀhrend der Reformation im 16. Jahrhundert. Martin Luther war ein entschiedener Gegner des Festes, weil dieses seiner Ansicht nach einer Art Reliquienkult gleichkomme und nicht selten zur Gewinnung von Ablassgeldern genutzt werde.

Die katholische Kirche reagierte auf dem von 1545-1563 tagenden Konzil von Trient, bei dem das Fronleichnamsfest zu einer Art von gegenreformatorischer Machtdemonstration aufgewertet wurde.

Dieser Konflikt fĂŒhrte dazu, dass die Katholiken in bestimmten Gebieten wie z.B. Teilen der USA bis heute auf die Fronleichnamsprozession verzichten, da sie fĂŒrchten, dass die Prozession als Provokation aufgefasst werden könnte.

In hiesigen Landen wird Fronleichnam immer noch der alten Tradition entsprechend mit einer Prozession durch die Straßen mit Priester und Monstranz gefeiert, wobei die  katholischen Christen ihre Religion auch in der Öffentlichkeit bekunden können und dies  zur Festigung des Glaubens beitragen soll.

©  Hans-Peter Meyer

Bibliothek der Landeszentrale fĂŒr politische Bildung wieder geöffnet

Die Bibliothek der Landeszentrale fĂŒr politische Bildung ist ab Montag, 8. Juni 2020 wieder mit EinschrĂ€nkungen geöffnet

Die Bibliothek der Landeszentrale fĂŒr politische Bildung Rheinland-Pfalz in Mainz (Am Kronberger Hof 6) ist ab Montag, 8. Juni 2020 wieder geöffnet.
An zwei Tagen die Woche ist von da an die Bibliothek bei Beachtung folgender Hygienevorschriften offen:
- maximal zwei Personen außer der Bibliothekarin im Raum
- mind. 1,5m Abstand zu jeder Zeit
- HĂ€ndedesinfektion am Eingang
- Tragen einer mitgebrachten Mund-Nase-Bedeckung
- Aufenthalt höchstens 10 Minuten.

Die Öffnungszeiten:
Montags 15.00 -17.00 Uhr
Freitags 10.00 - 12.00 Uhr.

Die Recherche des gesamten Bestandes ist jederzeit ĂŒber den Online-Katalog unter www.politische-bildung-rlp.de/bibliothek.html möglich!

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