Montag, 18. November 2019

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Als Christen und Muslime friedlich zusammenlebten

Prof. Dr. Lukas Clemens, Historiker der Universität Trier, erforscht eine spannende Geschichte im mittelalterlichen Süditalien – mit Parallelen zur heutigen Zeit.

Die Geschichte hatte keinen guten Anfang: In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts ließ Kaiser Friedrich II. zwischen 80.000 und 100.000 Muslime, die in Sizilien lebten, in die Gegend um das knapp 700 Kilometer entfernte süditalienische Lucera umzusiedeln. In Sizilien war es zum Aufstand der Muslime gegen die christlichen Herrscher gekommen. Die Anführer wurden hingerichtet, alle anderen umgesiedelt und so ihrer lokalen Netzwerke beraubt. In der deutschen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts hieß es, Friedrich II. habe die Muslime zur Strafe auf dem Kastell von Lucera festgehalten. Untersuchungen des Trierer Historikers Prof. Dr. Lukas Clemens zeigen nun ein anderes Bild: „Es war vielmehr ein harmonisches Zusammenleben. Die Muslime konnten ihren religiösen Riten nachgehen, betrieben Handel, genossen Freizügigkeit und hielten Märkte ab. Einige Muslime kämpften auch als Elitesoldaten für Friedrich II. und waren als Bogenschützen begehrt.“

Doch warum hat das Zusammenleben damals funktioniert, während heute manchmal die Frage der Integration der großen Anzahl muslimischer Migranten unlösbar scheint? „Europa wurde damals größer gedacht als heute und umfasste den ganzen Mittelmeerraum, inklusive der Küstenregionen Kleinasiens und Nordafrika. Friedrich II. war ein Gelehrter, der die muslimische Kultur und Wissenschaft schätzte.“

Oft wird Friedrich II., der unter anderem für seine achteckige süditalienische Burg Castel del Monte bekannt ist, als deutscher Kaiser wahrgenommen. Doch die Untersuchungen von Clemens und seinen Mitstreitern im von der Gerda Henkel Stiftung geförderten Projekt „Christen und Muslime in der Capitanata im 13. Jahrhundert“ kommen zu einem anderen Ergebnis. „Friedrich II. verbrachte nur eine relativ kurze Zeit nördlich der Alpen. Sein Herz schlug für Sizilien, dessen König er ebenfalls war, und die dazugehörige Region im Süden Italiens. In gewisser Weise war er einer der ersten Europäer, für die der Kulturraum auch die Muslime umfasste.“

Gerade hier spielt auch die mittelalterliche Capitanata in Nord-Apulien eine Rolle. Ein besonderes Augenmerk des Projekts von Clemens liegt auf dem mittelalterlichen Siedlungsplatz Tertiveri, dessen Überreste markant auf einem Höhenrücken nahe von Lucera liegen. Der kleine Ort hatte im frühen Mittelalter einen eigenen Bischofssitz, der dann aber verlassen wurde. 1296 erhielt der muslimische Ritter ˈAbd al-ˈAzīz für seine militärischen Leistungen von dem damaligen König Siziliens, Karl II., das unbewohnte Tertiveri als Lehen.

Lukas Clemens und sein Team fanden bei ihren Ausgrabungen bei der ehemaligen Kathedrale neben christlichen auch zwei muslimische Gräber, bei denen die Bestatteten auf der Seite liegend in Richtung Osten nach Mekka blicken. Mit schriftlichen Quellen lässt sich belegen, dass ˈAbd al-ˈAzīz mit knapp 100 Personen in Tertiveri gelebt haben muss, die vorerst ihrem Glauben weiter nachgegangen sind. Auf königlichen Druck musste ˈAbd al-ˈAzīz dann Anfang des 14. Jahrhunderts jedoch zum Christentum konvertieren. „Es war zu Unstimmigkeiten und damit Unruhen innerhalb der muslimischen Gemeinschaft gekommen“, erklärt Clemens. Karl II. ließ die muslimische Kolonie daraufhin auflösen. Die meisten Personen wurden in die Sklaverei verkauft. Damit verliert sich auch die Geschichte der Muslime in der Region.

„Die Geschichte der Muslime in Süditalien ist bisher noch nicht so gut erforscht, wie in anderen Teilen Europas, beispielsweise in Andalusien. Dort gibt es anders als in Italien noch markante Bauwerke wie die Mezquita-Kathedrale in Cordoba, die von der Geschichte der muslimischen Bevölkerung erzählen.“ Um noch ein wenig mehr Licht in die Geschichte der Muslime in Süditalien zu bringen, wird Clemens im Herbst weitere Grabungen in Tertiveri durchführen. Gleichzeitig erforscht er aktuell in einem weiteren Projekt die Geschichte von muslimischen Siedlungen in Sizilien. So wird bald auch mehr darüber bekannt sein, wie die Muslime lebten, bevor sie nach Lucera und Tertiveri kamen.

Der Valentinstag - Tag der Liebenden


Entstehung und Bedeutung

Von Hans-Peter Meyer

Der Valentinstag (am 14. Februar des Jahres) gilt in einigen Ländern als Tag der Liebenden. Der Name des Tages wird heute zumeist auf die Legende des Bischofs Valentin von Terni zurückgeführt. Der religiöse, in der kirchlichen Liturgie wurzelnde Ursprung des Feiertages besteht darin, dass am 14. Februar in manchen Kirchen die Ankunft Jesu als himmlischer Bräutigam zur Himmlischen Hochzeit gefeiert wurde.

An Popularität gewann der Valentinstag durch den Handel mit Blumen, besonders jedoch durch die umfangreiche Werbung der Floristen. Der Tag wird mit traditionellem Brauch vermischt, ähnlich dem in den 1990er Jahren populär gewordenen und über die USA aus Irland importierten Halloween

Brauchtum…

Die Popularität des Datums im angelsächsischen Bereich beruht auf einem Gedicht des englischen Schriftstellers Geoffrey Chaucer, „Parlament der Vögel“ (Parlement of Foul(e/y)s), das 1383 vermutlich aus Anlass einer Valentinsfeier am Hof Königs Richard II. fertig gestellt und erstmals öffentlich vorgetragen wurde. In dem Gedicht von Chaucer wird dargestellt, wie sich die Vögel zu eben diesem Feiertag um die Göttin Natur versammeln, damit ein jeder einen Partner finde.

Seit dem 15. Jahrhundert werden in England Valentinspaare gebildet, die sich kleine Geschenke oder Gedichte schicken. Die Verbindung mit Blumengeschenken könnte auf die Gattin des Dichters Samuel Pepys zurückgehen, die 1667 mit einem Blumenstrauß auf Pepys´ Liebesbrief reagierte. Von da an wurde die Verbindung von Brief und Blumen in der noblen britischen Gesellschaft nachgeahmt.

Englische Auswanderer nahmen den Valentinsbrauch mit in die „Neue Welt“, die USA – und so kam durch US-Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg dieser Brauch nach Deutschland; 1950 veranstaltete man in Nürnberg den ersten „Valentinsball“; der Valentinstag wurde offiziell eingeführt. Allgemein bekannt wurde er durch die dann verstärkt einsetzende Werbung der Floristen und der Süßwarenindustrie.

Konfekt, Karten, Parfum…

Es gibt inzwischen unter anderem Valentinskonfekt, Valentinskarten und Parfums, doch die wichtigsten Geschenkartikel am Valentinstag sind nach wie vor Blumen. Während das Jahr über hauptsächlich Frauen Blumen kaufen, sind es am Valentinstag überwiegend Männer. Die Preise vor allem für rote Rosen steigen zu diesem Anlass stark an.

In Japan beschenken am 14. Februar Frauen ihre Ehemänner, männliche Kollegen, Chefs usw. mit Schokolade. Dafür dürfen sie dann einen Monat später am White Day weiße Schokolade als Gegengeschenk erwarten. Mittlerweile erfreut sich dieser Tag auch in der Volksrepublik China bei jungen, am westlichen Lebensstil ausgerichteten Chinesen zunehmender Beliebtheit. In Brasilien wird der Valentinstag am 12. Juni gefeiert.

Aber auch in Europa haben sich eigene Traditionen herausgebildet. In Italien treffen sich die Liebespaare meist an Brücken oder auch Gewässern. Dort sind häufig Vorrichtungen angebracht, an denen man z. B. ein Fahrrad anschließen kann. Diese werden zweckentfremdet, in dem einfach ein Vorhängeschloss angebracht wird. Auf das Schloss schreiben die Liebenden ihre Initialen, manchmal mit Datum, bei großen Schlössern sieht man sogar aufgeklebte Fotos des Paares.

Dieses Schloss wird angeschlossen, dann werfen die beiden jeder einen Schlüssel ins Wasser und wünschen sich dabei etwas. Obwohl die Wünsche danach nicht geäußert werden sollen, wünschen sich die Meisten, die ewige Liebe gefunden zu haben. So sammeln sich immer mehr Schlösser zu dicken Klumpen.

In Finnland wird der Valentinstag als „Freundschaftstag“ gefeiert, an dem man − meist anonym − denen, die man sympathisch findet, Karten schickt oder kleine Geschenke übermittelt. Dieser „Freundschaftstag“ ist gegenüber dem angelsächsischen oder kontinentaleuropäischen „Valentinstag“ deutlich enterotisiert. In westslawischen und sorbischen Gebieten Ostdeutschlands fällt in die Zeit um den Valentinstag das Fest der so genannten Vogelhochzeit. Dazu gehört das Volkslied „Die Vogelhochzeit“ („Ein Vogel wollte Hochzeit halten …“)

Die Legende…

Die Tradition des Valentinstags wird heute zumeist auf die Legende von Bischof Valentin von Terni zurückgeführt, der als christlicher Märtyrer starb. Mehrere Orte in Deutschland behaupten, die Gebeine als Reliquien zu verwahren, wie zum Beispiel die bayerische Stadt Krumbach, Landkreis Günzburg. Auch in der Kirche Santa Maria in Cosmedin in Rom werden die angeblichen Reliquien ausgestellt.

Valentin war im dritten Jahrhundert nach Christus der Bischof der italienischen Stadt Terni (damals Interamna). Er hatte laut dieser Legende einige Verliebte christlich getraut, darunter Soldaten, die nach damaligem kaiserlichen Befehl unverheiratet bleiben mussten. Zudem hat er der Legende nach den frisch verheirateten Paaren Blumen aus seinem Garten geschenkt. Die Ehen, die von ihm geschlossen wurden, haben der Überlieferung nach unter einem guten Stern gestanden. Auf Befehl des Kaisers Claudius II. wurde er am 14. Februar 269 wegen seines christlichen Glaubens enthauptet.

Eine Legende bezieht den Todestag Valentins auf das römische Fest Lupercalia, das auf den 15.  Februar fiel. Es war der Feiertag der röm. Göttin Juno (gr.: Hera), der Frau des Jupiter (gr.: Zeus) und Schutzpatronin der Ehe. Junge Mädchen gingen an diesem hohen Festtag in den Juno-Tempel, um sich ein Liebesorakel für die richtige Partnerwahl zu holen.

Junge Männer aus dem einfachen Volk zogen an diesem Tag Lose, auf denen die Namen der noch ledigen Frauen standen. Die so gelosten Pärchen gingen miteinander aus und manche sollen sich so ineinander verliebt haben. Dieser Volksbrauch galt vielen römischen Aristokraten als unmoralisch. Ehemänner schenkten ihren Frauen an diesem Tag Blumen. So kam es, dass sich dieses ältere römische Brauchtum mit der Geschichte des christlichen Märtyrers mischte und in die spätere Gesellschaft einsickerte.

Die Legende zum Bischof von Terni unterscheidet sich vom späteren Valentin von Rätien (Graubünden). Dieser hat keine Liebenden zusammengebracht, sondern er gilt als Schutzpatron gegen die „fallenden Krankheiten“ wie Epilepsie und Ohnmacht.

Bei uns ist und bleibt der Valentinstag als ein Tag der Liebenden, wo Menschen „Blumen sprechen“ lassen. Möge es so bleiben -  heute und auch in der Zukunft.

©  Hans-Peter Meyer

Pater Richard Henkes/ Gedenkveranstaltungen zum 74. Todestag

74. Todestag von P. Richard Henkes im Zeichen seiner Seligsprechung

Pallottiner in Vallendar und Limburg erinnern an mutigen Mitbruder

Am 22. Februar 1945 starb der Westerwälder Pallottinerpater Richard Henkes im KZ Dachau. 74 Jahre nach seinem Tod soll der Westerwälder Priester noch in diesem Jahr selig gesprochen werden. Mit seinem freiwilligen Dienst als Pfleger typhuskranker Mithäftlinge riskierte er sein Leben. Die hochansteckende Infektionskrankheit übertrug sich auch auf ihn. Sein Tod trat nach nur wenigen Tagen ein.

Seit 2003 läuft der Seligsprechungsprozess für den Priester aus Ruppach-Goldhausen. Die Pallottiner in Vallendar und Limburg bewahren ihm ein ehrendes Andenken.

Anlässlich seines Todestages lädt die Priestergemeinschaft ein, mehr über Leben, Wirken und Spiritualität dieses Boten der Menschlichkeit und Märtyrers der Nächstenliebe zu erfahren. Es finden zwei Veranstaltungen statt:

Am Freitag, den 22. Februar 2019, gestalten die Pallottiner in Vallendar um 17.30 Uhr eine Abendmesse unter der Leitung von Vizepostulator P. Dr. Manfred Probst SAC in der Unterkirche der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar (PTHV). Im Anschluss an die Eucharistiefeier wird noch ein kleines Gedenken angeschlossen.

Eine weitere Gelegenheit zum Gedenken an P. Richard Henkes besteht am Sonntag, 24.02.2019 um 15:00 Uhr im Limburger Missionshaus der Pallottiner (Wiesbadener Straße 1, Richard-Henkes-Saal - ehem. „Unterkirche“).

Nach einem abwechslungsreich gestalteten Blick auf sein Leben und einem Gang zum Grab gibt es beim anschließenden Kaffeetrinken die Gelegenheit, zur Seligsprechung entstandene Materialien über Pater Henkes kennenzulernen.

Ein 64-seitiges Heft lädt zum „Gespräch“ mit einem Menschen ein, der sich unter der Nazi-Herrschaft leidenschaftlich für Wahrheit und Menschenwürde, für Versöhnung und Liebe eingesetzt hat. Grundfragen des Lebens, die in der heutigen Zeit nichts an Aktualität eingebüßt haben.

Zum Heft ist auch eine „Arbeitshilfe Pater Henkes“ (48 Seiten) erschienen. Diese bietet ausgearbeitete Vorschläge und Unterlagen, um mit Gruppen, Gremien und Gemeinden ins Gespräch zu kommen. Die Vorschläge reichen von einer Vorstellung seines Lebens und Wirkens über Impulse für Gottesdienst und Predigten bis hin zu einer mehrwöchigen Themenreihe.

Alle Freunde und Verehrer von P. Richard Henkes sind zu diesen Veranstaltungen herzlich eingeladen.

Zur Person:

Der im Jahre 1900 in Ruppach-Goldhausen/WW. geborene Pallottinerpater Richard Henkes strebte schon als Schüler im Studienheim Schönstatt (1912-1919) nach Wahrheit und Freiheit. Im Jahr 1925 wurde er zum Priester geweiht und ab 1926 war er als begeisterter und begeisternder Lehrer tätig. Ab dem Jahr 1931 wirkte er in Katscher, Frankenstein und in Branitz im östlichen Teil des damaligen Deutschen Reiches.

Nach einer Predigt am 7. März 1937 in Ruppach gegen die Nazis wurde er bei der Gestapo angezeigt und man leitete eine Untersuchung gegen ihn ein. Sie endete mit einer Verwarnung. Ebenfalls 1937 wurde er wegen einer Äußerung gegen Adolf Hitler in Katscher/Oberschlesien angezeigt. Der drohenden Verurteilung vor einem Sondergericht in Breslau entging er durch die Amnestie beim Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich.

Am 8. April 1943 wurde er wegen einer Predigt in Branitz/Oberschlesien verhaftet, in Ratibor gefangen gehalten und am 10. Juli 1943 ins KZ Dachau eingeliefert. Dort ließ er sich Ende November/Anfang Dezember 1944 freiwillig in der Zugangsbaracke 17 zur Pflege und Seelsorge Typhuskranker einschließen, steckte sich dabei an und starb am 22. Februar 1945 im KZ Dachau.

Seligsprechungsprozess:

Dachauer KZ-Priester und der Richard-Henkes-Kreis haben sich seit 1982 für die Seligsprechung des Pallottiners eingesetzt.

Nach der Einigung zwischen der Bistumsleitung und den Pallottinern fand die feierliche Eröffnung des Bischöflichen Erhebungsverfahrens am 25. April 2003 in der Marienkirche der Pallottiner in Limburg statt.

Am 23. Januar 2007 konnte der damalige Limburger Bischof Franz Kamphaus mit einem Pontifikalamt in der St. Marienkirche den Abschluss des Bischöflichen Erhebungsverfahrens feiern.

Die sogenannte "Positio", das Grundsatzdokument für eine Seligsprechung, wurde in italienischer Sprache bei der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen eingereicht. Nach der Prüfung der offiziellen Dokumente durch die verschiedenen Gremien der Kongregation haben sich am 11. Dezember 2018 die Bischöfe und Kardinäle dazu entschieden, Papst Franziskus die Seligsprechung von Pater Richard Henkes zu empfehlen. Diese Empfehlung hat sich der Heilige Vater am 22. Dezember 2018 zu Eigen gemacht und mit einer offiziellen Bekanntmachung die bevorstehende Seligsprechung des Dieners Gottes verkündet.

Der Ausonius-Preis 2019 geht an Peter Funke

Althistoriker Prof. Dr. Peter Funke von der Universität Münster erhält in diesem Jahr den an der Universität Trier seit 1998 verliehenen Ausonius-Preis.

Mit Professor Peter Funke wird ein hervorragender Forscher und einer der profiliertesten deutschen Wissenschaftsmanager für sein Lebenswerk mit dem Ausonius-Preis geehrt. Die Preisverleihung an den Altertumswissenschaftler der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster findet am 24. Mai an der Universität Trier statt.

Peter Funke hat als herausragender Wissenschaftler weit über die Grenzen des Fachs Alte Geschichte gewirkt. Er gilt als ausgesprochener Kenner der griechischen Staatenwelt von der mykenischen bis in die römische Zeit. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen außerdem griechische Historiographie, Landeskunde und historische Geographie sowie antike Verfassungsgeschichte.

Im Exzellenzcluster „Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und der Moderne“ untersucht Peter Funke an der WWU Münster die Rolle von Kulten und Heiligtümern in antiken Staatsverträgen. Darüber hinaus zählt er zu den Pionieren auf dem Sektor der „Digitalen Geschichtswissenschaften“ und ist Autor einer Vielzahl von Publikationen.

Im Bereich Wissenschaftsmanagement engagierte er sich von 1992 bis 2008 im Vorstand des Verbandes der Historikerinnen und Historiker Deutschlands. Von 1996 an wirkte er in den Gremien der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), von 2010 bis 2016 bekleidete er das Amt des DFG-Vizepräsidenten. International übernahm er Führungsaufgaben in der European Science Foundation sowie in diversen anderen Organisationen. Er war in zahlreichen Kommissionen und Institutionen tätig und hat weit über die Grenzen des Faches hinaus die deutsche Wissenschaftslandschaft der letzten Jahrzehnte mitgeprägt.

Die Verleihung des Ausonius-Preises erfolgt am Freitag, 24. Mai 2019, um 18.15 Uhr in Hörsaal 2 im Gebäude B der Universität Trier. Den Festvortrag hält der Preisträger zum Thema “… stärker als die Rache der Götter. Gewalt und Versöhnung im klassischen Athen“.

Der Preis

Den mit 1.500 Euro dotierten Ausonius-Preis verleihen die Fachbereiche II und III der Universität Trier bereits seit 1998 im jährlichen Wechsel. Der Preis würdigt herausragende wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Klassischen Philologie oder der Alten Geschichte oder ein wissenschaftliches Gesamtwerk in diesen Fächern. Benannt ist die Auszeichnung nach dem spätantiken Dichter Ausonius, der im Jahr 365 als Lehrer und Erzieher an den kaiserlichen Hof nach Trier kam.

Ausgezeichnet: Der kleine Herr Jaromir - jetzt als Taschenbuch

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Auszeichnungen wie "Die besten Sieben für junge Leser" und "Kinderbuch des Monats", Übersetzungen ins Englische, Niederländische  und sogar ins Chinesische ... seit Erscheinen der Erstausgabe vor 17 Jahren hat das Kinderbuch "Der kleine Herr Jaromir" von Martin Ebbertz einen Platz im Herzen vieler kleiner und großer Leser gefunden.

Der kleine Herr Jaromir wohnt neuerdings im sechsten Stock einer anonymen Großstadtsiedlung. Ein Haus sieht hier aus wie das andere ... schlecht also, wenn man beim ersten Spaziergang in der unbekannten Umgebung sich nicht die Hausnummer gemerkt hat.

Herr Jaromir kämpft mit den Tücken der Technik und dem Unbill des Alltags: Ein Fahrkartenautomat funktioniert nicht, ein Aufzug bleibt stecken, ein Einkaufswagen ist verschwunden. Daraus ergeben sich herrlich absurde und komische Situationen, aber auch unerwartete Glücksmomente, weil Herr Jaromir aus allem das Beste zu machen weiß.

Zu erwähnen sind auch die kongenialen, federleichten Illustrationen von Jens Rassmus. Sie  haben zweifellos dazu beigetragen, dass "Der kleine Herr Jaromir" ein Kinderbiuch-Klassiker geworden ist.

"Der kleine Herr Jaromir" erscheint jetzt in einer sehr feinen (fadengehefteten!) und  zugleich preisgünstigen Taschenbuchausgabe.

Martin Ebbertz: Der kleine Herr Jaromir
Mit Bildern von Jens Rassmus
Verlag Razamba 2019
112 Seiten, broschiert, Fadenheftung, 7,50 Euro.
ISBN 978-3-941725-52-2

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