Mittwoch, 23. Januar 2019

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Förderverein Musica Sacra e. V.

MONTABAUR. „Wer auch weiterhin mit guter Kirchenmusik Menschen erreichen möchte, der braucht gute Qualität – und die kostet dann aber auch immer etwas“ – so beschreibt Dekanatskantor Jens Schawaller die Situation im Evangelischen Dekanatskantorat Westerwald Süd.

Mit dieser Erfahrung begibt sich der neu gewählte Vorstand – er ist identisch mit dem alten – des als gemeinnützig anerkannten Fördervereines der Dekanatskantorei Montabaur Musica Sacra e. V. an die Arbeit. Dem Vorstand gehören an: Michael Müller (1. Vorsitzender), Monika Schlößer (2. Vorsitzende), Hans Althöhn (Kassierer), Norbert Busch (Schriftführer), Hildegard Sthamer (Kassenprüferin), Dorit Engel (Kassenprüferin), Monika Schuh (Kassenprüferin), Martin Schuh (Kassenprüfer) und Dekanatskantor Jens Schawaller.

Die Dekanatskantorei Montabaur besucht seit ihrer Gründung im Jahr 1999 über ihre Einsätze in der Kreisstadt hinaus regelmäßig Kirchengemeinden im Westerwald, um mit Chor- und Orchesterkonzerten vor Ort präsent zu sein: dadurch hat sie die Funktion des Kammerchores des Dekanates inne. „Die qualitativ hochwertige und mitreißende Musik der Dekanatskantorei Montabaur ist neben dem Kunstgenuss auch ein probates Mittel der Werbung für Kirche allgemein“, erklärt der evangelische A-Kantor des unteren Westerwaldes, dem sowohl der konzertante als auch der geistliche Schwerpunkt der Dekanatskantorei sehr am Herzen liegt.

Ohne die zusätzliche tatkräftige finanzielle und ideelle Unterstützung seitens des Fördervereines Musica Sacra e. V. – er beging 2017 sein zehnjähriges Jubiläum – und des Evangelischen Dekanates Westerwald wären die vielfältigen Aktionen der Dekanatskantorei allerdings seit einigen Jahren bereits nicht mehr möglich gewesen. „Gemeinsam können wir es schaffen, auch weiterhin zum Beispiel Notenmaterial zu kaufen oder Instrumentalisten zu engagieren, um den Chorgesang im Konzert und Gottesdienst zu pflegen – zuallermeist bei freiem Eintritt“, freut sich der Dekanatskantor des unteren Westerwaldes.

Eine Fördermitgliedschaft und Einzelspenden sind jederzeit möglich und herzlich willkommen: IBAN DE11 5739 1800 0002 9540 01 / BIC GENODE511WW1, WWBank eG.

Auskünfte erhalten Sie bei Dekanatskantor Jens Schawaller unter Tel.: 0176 / 8561 2553.

Konzertgottesdienst 29.04.2018

MONTABAUR. Am Sonntag, 29.04. lädt die Dekanatskantorei Montabaur um 10 Uhr zu einem besonderen Konzertgottesdienst in die Evangelische Lutherkirche Montabaur ein. Unter der bewährten Leitung von Dekanatskantor Jens Schawaller werden zum diesjährigen Sonntag Kantate „Die Ostergeschichte“ des Barockkomponisten A. M. Brunckhorst für Chor, Solisten und Orchester sowie das Trompetenkonzert D-Dur von G. Ph. Telemann im Gottesdienst aufgeführt: Als Solist wirkt hierbei Dietmar Wengenroth aus Gemünden. Die liturgische Leitung obliegt Prädikantin Brigitte Schimmel, der Eintritt ist frei.

Vernissage am 17. April

Ausstellung zu jüdischen Lebenswelten in Deutschland an der Hochschule Koblenz – Vernissage am 17. April – Ringvorlesungen im April und Mai

KOBLENZ. Die Ausstellung „Jüdische Lebenswelten in Deutschland heute“ wird am Dienstag, 17. April, um 17.30 Uhr an der Hochschule Koblenz in der Konrad-Zuse-Straße 1 in Raum A029 eröffnet. Im Rahmen der Vernissage spricht Prof. Dr. Micha Brumlik vom Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg. Die Ausstellung wird bis 17. Juni im Foyer des RheinMoselCampus zu sehen sein, zeitgleich mit der Ausstellung „Neue Synagoge Koblenz“ mit Entwürfen von Architektur-Studierenden der Hochschule. Die beiden Ausstellungen werden von drei Vorträgen im Rahmen einer Ringvorlesung zum Thema „Jüdische Religion und jüdischer Alltag“ im April und Mai 2018 begleitet. Der Eintritt zur Vernissage und zu allen Vorträgen ist frei.

Die Ausstellung veranschaulicht anhand von Porträttafeln die Vielfalt jüdischer Biografien im 21. Jahrhundert und zeigt auf, dass sich die deutsch-jüdische Geschichte nicht auf den Holocaust beschränkt. Bei der Auswahl der meist jungen Protagonistinnen und Protagonisten wurde sorgsam darauf geachtet, die Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland sichtbar zu machen. Die Tafeln werfen dabei Schlaglichter auf ausgewählte Ereignisse und sollen zu einer tiefgreifenderen Auseinandersetzung mit der deutsch-jüdischen Geschichte anregen. Die Ausstellung ist ein Projekt der Zeitbild Stiftung und wird vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert.

Im Rahmen der Vernissage, die am 17. April, um 17.30 Uhr im Raum A029 stattfindet, wird Prof. Dr. Micha Brumlik einen Vortrag zum Thema „Jüdisches Leben in Deutschland heute“ halten. Er ist Senior Advisor am Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg sowie emeritierter Prof. der Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt. Zudem leitete er dort von 2000 bis 2005 das Fritz Bauer Institut.

Die Ausstellung wird von einer Ringvorlesung begleitet. Im ersten Vortrag am 26. April spricht Rabbiner Julian-Chaim Soussan zum Thema „Jüdische Religion heute“. Im zweiten Vortrag am 3. Mai referiert Rabbinerin Prof. Dr. Elisa Klapheck über „Frauen im Judentum heute“. Den Abschluss bildet am 24. Mai der Vortrag „Herausforderungen politischer Bildung und Empowermentarbeit“ von Marina Chernivsky, Leiterin des Kompetenzzentrums der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland. Die Vorträge finden jeweils donnerstags ab 14.00 im Raum A 250 statt.

Die Ausstellung und die Ringvorlesung werden an der Hochschule Koblenz vom Fachbereich Sozialwissenschaften, vom Institut für Forschung und Weiterbildung, vom Gleichstellungsbüro, vom Allgemeinen Studierendenausschuss sowie von Studierenden organisiert. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden sich unter www.hs-koblenz.de/judentum.

„Can Can Latino“

Am Sonntag, dem 15. April, um 11 Uhr dürfen sich die Gäste des Görreshauses auf ein Programm voller lateinamerikanischer Musikleidenschaft freuen. Unter dem Titel „Can Can Latino“ präsentieren Flötistin Carolin Mönnighoff, Cellist Yoël Cantori und Pianist Simon Peguiron ausgewählte Werke aus der südamerikanischen Kammermusiktradition, darunter Musik von Astor Piazzolla, Alberto Ginastera, Heitor Villa-Lobos und Jean Françaix.

Den Auftakt zur Matinée gestaltet das Ensemble mit „Las Cuatro Estaciones Porteñas“ des argentinischen Tango Nuevo-Begründers Astor Piazzolla aus dem Jahr 1970. Ursprünglich für Violine, E-Gitarre, Klavier, Kontrabass und Bandoneon geschrieben, versinnbildlichen die vier Einzelkompositionen die Jahreszeiten in Buenos Aires, der Hauptstadt Argentiniens. An diesem Vormittag wird die Fassung für Flöte, Violoncello und Klavier erklingen. Anschließend geht das Programm über zu „Pampeana Nr. 2“ für Violoncello und Klavier op. 21 vom argentinischen Komponisten Alberto Ginastera.

Mit insgesamt über 1.000 Kompositionen hinterließ Heitor Villa-Lobos‘ einen beachtlichen musikalischen Nachlass und gilt bis heute als der wohl bekannteste Komponist klassischer Musik Brasiliens. Sein Kammermusikstück „Assobio a játo“ für Flöte und Violoncello läutet die zweite Hälfte des Konzerts ein, welches Villa-Lobos im Jahr 1950 schrieb.

Jean Françaix war einer der produktivsten französischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Er bediente nahezu alle Gattungen der klassischen Musik, zudem komponierte er die Musiken zu zwölf Filmen und zeichnete sich durch originelle, witzige und rhythmisch komplexe Kompositionen aus. Mit Françaix‘ Trio für Flöte, Violoncello und Klavier bringt das Ensemble ihre besondere Matinée zu einem fulminanten Abschluss. Françaix komponierte dieses Trio 1995, zwei Jahre vor seinem Tod.

Kommen Sie an diesem Sonntagvormittag ins Görreshaus, das Ensemble freut sich auf Sie.

In Kürze:

So 15 04 18

11:00 Uhr | Koblenz | Görreshaus

STUNDE DER PHILHARMONIE

KAMMERKONZERT

CAN CAN LATINO

Carolin Mönnighoff, Flöte

Yoël Cantori, Violoncello

Simon Peguiron, Klavier

Astor Piazzolla

„Las Cuatro Estaciones Porteñas” für Flöte, Violoncello und Klavier

Alberto Ginastera

Pampeana Nr. 2 für Violoncello und Klavier op. 21

Heitor Villa-Lobos

„Assobio a játo” für Flöte und Violoncello

Jean Françaix

Trio für Flöte, Violoncello und Klavier

Vor dem Konzert gibt es um 10:15 Uhr eine Einführung im Foyer.

KARTEN

Orchesterbüro | t: 0261 3012-272

Ticket Regional | www.ticket-regional.de

Der Frühling muss geboren werden – Gedanken zu einer Jahreszeit

Von Hans-Peter Meyer

Von den Gezeiten des Jahres wird von den meisten Mitmenschen der Übergang vom Winter zum Frühling am stärksten empfunden. Ist er einmal da, der Frühling, wächst das Jahr organisch weiter; die Nahtstellen der übrigen Jahreszeiten sind kaum wahrnehmbar. Der Frühling aber muß geboren werden – oft  unter Schneeschauern, allerdings war es in diesem Jahr ein eher abwechslungsreicher Winter.

Das Wunder der Wandlung von der grauen zur grünenden Flur erregt uns jedes Jahr wieder Die Frühlingssehnsucht ist umso ungestümer, je später der Winter zum Endspurt angesetzt und je zäher er sich gehalten hat. Junge Menschen nehmen den Frühling zumeist als etwas Selbstverständliches – wie etwas, das sie fordern können, das ihnen zusteht. Menschen im Herbst des Lebens freuen sich seiner eher gedämpft. Eine leise Wehmut befällt sie bei dem Gedanken, dass der größte Teil der Erdenlenze schon hinter ihnen liegt; sie schwelgen in der Erinnerung an entschwundenes Frühlingsglück, während die Jungen nur den Augenblick genießen.

Jeder hat sein erstes kleines Frühlingserlebnis: Den Augenblick nämlich, da ihm bewusst wird, dass etwas Neues in der Luft liegt. Das kann vor dem 20. März liegen – die beseelte Natur richtet sich nicht pedantisch nach dem Abreißkalender.

Für den einen ist es ein erstes Amsellied, für den anderen der erste blühende Krokus im Vorgarten. Es kann auch ein Frauen- oder Kinderlachen sein, das uns unterwegs zufliegt, ein nettes, ein gutes Wort.

Auch das bevorstehende Osterfest ist nach Überlieferungen ein altgermanisches Frühlingsfest.

In den Läden werden schon seit Wochen Schokoladenhasen und bunt gefärbte Eier angeboten, aber Ostern ist mehr als eine gewöhnliche Tradition.

Darin steckt die „Oster“-Botschaft Gottes an alle Menschen, die voller Hoffnung, Freude und Zukunft ist: Jesus Christus ist auferstanden – er lebt.

Denn die Auferstehung ist eine Zentralbotschaft der Bibel und soll uns im Frühling Zuversicht vermitteln.

Plötzlich merken wir: Alles ist anders geworden. Dann ist es nicht nur sicht- und hörbar in der Natur, sondern auch in unseren Herzen ist Frühling geworden.

Im Zeitalter von Computer, Produktion und Konsum, da Blumenläden das liebe lange Jahr hindurch ihre fast verwirrende Fülle und Pracht ausbreiten, haben viele verlernt, welche Freude es machen kann, auf einem Spaziergang die erste Anemone, das erste Veilchen zu entdecken. Wer darin noch jenes kleine Wunder sieht, darf sich glücklich preisen.

Merkwürdig: Jahr für Jahr vollzieht sich das Werden des neuen Frühlings.

Und wir haben doch niemals das Gefühl, dass sich dabei etwas „wiederholt“, so ursprünglich und jedes Mal neu erleben wir die Premiere dieses Wunders auf jener Bühne, über der – unsichtbar, doch spürbar – eine höhere, größere Macht waltet.

Ludwig Uhland formuliert es in „Frühlingsglaube“ folgendermaßen:

„Die linden Lüfte sind erwacht,
Sie säuseln und weben Tag und Nacht,
Sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muss sich alles, alles wenden.
Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
Man weiß nicht, was noch werden mag,
Das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tiefste Tal:
Nun, armes Herz, vergiss der Qual!
Nun muß sich alles, alles wenden!“.

Und das vielleicht berühmteste Gedicht über den Frühling stammt von Eduard Mörike:“

„Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen!“

© Hans-Peter Meyer

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