Samstag, 25. September 2021

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Korrektur: „Krimi – Lesung am Schloss“

Im Rahmen des Kultursommers 2021 „Koblenzer Kultur treibt Blüten..." veranstaltet das Kultur- und Schulverwaltungsamt der Stadt Koblenz in Kooperation mit Kulturschaffenden der freien Kulturszene sowie der Koblenz-Touristik GmbH in diesem Jahr ein abwechslungsreiches und spartenübergreifendes Veranstaltungsprogramm.

Am 21.08.2021, um 20 Uhr, findet vor eindrucksvoll illuminierter Kulisse die „Krimi – Lesung am Schloss“ statt.
Tatort: Die Wasserfläche des Zirkularbaus (Nord) am Kurfürstlichen Schloss      
Die Koblenzer Schriftstellerin Anja Balschun und der überregional bekannte Autor Jörg Schmitt-Kilian lesen aus ihren aktuellen Romanen und laden die Besucherinnen und Besucher zu einem spannungsreichen Abend ein.

Gefördert wird die Veranstaltungsreihe „Koblenzer Kultur treibt Blüten..." durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus dem Programm „NEUSTART KULTUR II“ sowie durch das Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz.

Es besteht keine Testpflicht, die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Freier Eintritt
Anmeldungen: per Mail über Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder telefonisch über 0261-129-1912

Info: www.kulturhaus-koblenz.de

Begegnung mit dem Unfassbaren

Die Opfer der unfassbaren Hochwasserkatastrophe verdienen unsere Trauer und unser Mitgefühl, die Katastrophe selbst ist derzeit nicht in Worte zu binden. Er macht uns schlagartig bewusst: Derartige Lebenskrisen brechen zuweilen ganz unerwartet und unvorhersehbar über uns in unser Leben herein.

In solchen existentiellen Momenten zeigt sich, worauf unser Leben letztlich gebaut ist. Sind wir noch in der Lage, uns solchen tiefgreifenden, nie eingeplanten Umbrüchen zu stellen? Sind wir sozusagen darauf eingestellt, wenn solche unerwarteten Einschläge im Leben passieren?

Als Menschen von heute neigen wir dazu, diese Grenzsituationen gern im Alltag auszublenden Wir wissen, dass sie eintreffen, aber unsere Haltung ist die der Abwehr: „Bitte nicht bei mir!“, eben bei anderen. Wenn es aber einmal uns selbst trifft, dann erschlagen sie uns, und wir stehen ihnen wehrlos gegenüber. Um sie zu bewältigen, reichen dann nicht die Emotionen – weder Wut noch Angst noch der panische Aufschrei noch kollektives Mitleid.

Für diese Situationen haben Menschen früherer Zeiten vielfach Rituale und Formen entwickelt, die Ihnen halfen, existentielle Situationen zu bewältigen. Für sie gehörte die Antwort auf die Frage, wie es nach Leiden und Tod weitergeht, zu den festen Bestandteilen des Lebens und ihrer Weltsicht bzw. ihres Glaubens.

Indem wir heute nur allzu gern die Auseinandersetzung mit solchen existentiellen Situationen und somit auch mit der Frage, wie wir damit umgehen, im Alltag ausblenden, fehlt uns im Gegensatz zu ihnen der Zugang zu einer Antwort, die uns trägt. Solche Situationen werden dann allzu leicht zu „schwarzen Löchern“ in unserem Leben, die uns mit unwiderstehlicher Macht in Beschlag nehmen, aber keine lebensbejahende Antwort mehr bieten.

Wenn wir diesem immer wieder drohenden „Sog nach unten“ entgehen wollen, dann ist es wichtig,  dass wir innerlich darauf vorbereitet sind, dass Unfassbares bei uns einbrechen kann, wo und wann wir es nicht erwarten. Und dann rückt die Frage ins Zentrum des Lebens: „Was trägt mich noch, wenn gleichsam alles um mich herum zusammenbricht?“ – Der Leitspruch vieler Generationen vor uns bekommt hier sein Gewicht und seine Berechtigung: „Memento mori“: Denke daran, dass der Tod auch Dich jederzeit treffen kann – und sei darauf vorbereitet!

Friede der Toten – Trost den Hinterbliebenen

Olaf Erdmann

#KulturHilft: Chorverband ruft Chöre zur Hilfe auf

Milliardenschäden und einige Jahre für den Wiederaufbau – das ist die aktuelle Bilanz der Regenfluten vom 15. Juli. Man spricht von der größten Flutkatastrophe der Nachkriegszeit, einem Jahrhundertereignis. Der Chorverband Rheinland-Pfalz ruft nun seine Chöre zu Solidaraktionen auf, um Spenden für die Regenflutopfer zu sammeln. Der Chorverband wird die Spenden aus der Chorkultur um eine erhebliche Summe aufstocken.

„Chöre und Chorvereine sind mitten in der Gesellschaft, sie sind Teil eines großen sozialen Gefüges. Mit diesem Wissen und Hintergrund möchten wir die Chöre aus Rheinland-Pfalz, insbesondere aus unserem Verband, zur Flutopferhilfe Rheinland-Pfalz aufrufen“, so die Präsidiumsmitglieder im Chorverband Rheinland-Pfalz. Insbesondere den Norden des Landes, allem voran den Kreis Ahrweiler, hat es sehr hart getroffen.

Die Chöre in Rheinland-Pfalz sind nun aufgerufen, kleine Benefizkonzerte zu geben oder im Rahmen von Flashmobs oder eines Sing-alongs Spendengelder für die Flutopfer zu sammeln – einfach kreativ zu sein, sich etwas für die Flutopfer in Rheinland-Pfalz einfallen zu lassen. Das Ziel muss sein, dass die Aktionen der Chöre am Ende eine ansehnliche Summe für die Geschädigten der Regenflut zusammenbringen. Die Spendengelder sollen dann, wo bekannt, direkt an betroffene Gemeinden geleitet oder unter dem Kennwort ‚Katastrophenhilfe Hochwasser / Kultur hilft‘ auf das Landespendenkonto bei der Sparkasse Mainz überwiesen werden: Landeshauptkasse Mainz, IBAN DE78 5505 0120 0200 3006 06, BIC MALADE51MNZ. Angesichts der Lage zur Unwetter-Katastrophe hat das Land Rheinland-Pfalz beim Innenministerium dieses Spendenkonto eingerichtet, auf das bislang schon weit mehr als sechs Millionen Euro eingingen.

Der Chorverband Rheinland-Pfalz hofft nun, dass sich unter dem Hashtag #KulturHilft sehr viele Chöre an der Aktion beteiligen. Durch diese gelebte Solidarität soll dann am Ende ein eminenter Hilfsbeitrag aus der Chorkultur für die betroffenen Menschen im Land zusammenkommen.

Auch der landesweite Red Carpet Day, der nun am 12. September stattfindet, wird ganz im Zeichen dieser Hilfe stehen. Die am ‚RCD‘ teilnehmenden Chöre sind auch an diesem Tag aufgefordert, Spenden für die Flutgeschädigten zu sammeln. Der Chorverband wird diese Spendengelder ebenfalls um einen deutlichen Betrag aufstocken.

Auf seinem Newsportal singendesland.de hat der Chorverband Rheinland-Pfalz alle bekannten Spendenkonten und viele weitere hilfreiche Hinweise zur Regenflutkatastrophe zusammengetragen. Diese Seite wird vom Redaktionsteam des Verbandes ständig aktualisiert.

Dezernentin Theis-Scholz gratuliert pop rlp

Vor Kurzem hat die Kulturstaatsministerin Monika Grütters den Spielstätten-Programmpreis APPLAUS verliehen. Zu den prämierten Initiativen gehört auch pop rlp, das in Koblenz beheimatete Kompetenzzentrum für Popularmusik Rheinland-Pfalz. Der Preis wurde pop rlp für eine Spenden-/ und Streaming - Kampagne „Rettet die Popkultur Rheinland-Pfalz“ verliehen. Das Kompetenzzentrum hatte dabei über 50.000 Euro an Spenden eingeworben und diese Spendenaktion mit mehr als 20 Live-Konzert-Streams unterfüttert.

Die Dezernentin für Bildung und Kultur Dr. Margit Theis-Scholz nahm dies zum Anlass, dem Geschäftsführenden Vorsitzenden Markus Graf persönlich zu gratulieren. Sie sei sehr erfreut über den Erfolg der Spendenkampagne, die verdient mit einem Preis ausgezeichnet worden sei.

Applaus steht für Auszeichnung der Programmplanung unabhängiger Spielstätten. pop rlp erhielt einen von zwölf „Sonder-Applausen“.

Pop rlp, Kompetenzzentrum für Popularmusik wird getragen von der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Rock & Pop Rheinland-Pfalz e.V. und institutionell gefördert vom Ministerium für Frauen, Familie, Kultur und Integration.

Das Antlitz der Welt verändern

Trierer Weihbischof spendet Firmsakrament in Waldbreitbach

Waldbreitbach – Der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters hat am Wochenende (16. und 17. Juli) insgesamt 65 jungen Menschen das Sakrament der Firmung gespendet. Die 14- bis 16-Jährigen kamen aus den Pfarreien Waldbreitbach, Niederbreitbach und Kurtscheid. Die vier Gottesdienste fanden in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Waldbreitbach statt.

Die Vorbereitung auf die Firmung konnte aufgrund des Corona-Virus im überwiegenden Teil nur digital stattfinden. Dabei orientierten sich Pfarrer Andreas Burg und die ehrenamtlichen Katechetinnen an der Initiative der Diözesanstelle „geistlich leben“ im Bistum Trier mit dem Titel „Dein Weg zählt“. Trotz der Kontaktbeschränkungen fanden die jungen Menschen kreative Wege, um soziale Projekte durchzuführen wie das Sammeln von Müll, Gartenarbeit rund um die Kirche in Kurtscheid oder auch das Packen von Paketen für ältere Menschen. Eine Gruppe hatte einen Online-Gottesdienst gestaltet zum Thema „Nächsten- und Selbstliebe“, mit eigenen Texten und modernen Liedern. Besonders gefallen hat den Jugendlichen die wenigen analogen Treffen, sagten sie im Vorgespräch vor dem Gottesdienst. „Eine Firmung via Internet ist allerdings nicht möglich“, räumte Weihbischof Peters ein, „da braucht es die reale Begegnung und Berührung.“ Denn bei der Firmung zeichnet der Firmspender den Firmlingen ein Kreuz mit Chrisam-Öl auf die Stirn und legt ihnen kurz die Hand auf die Schulter.

„Wir können das Antlitz der Welt punktuell verändern“, sagte der Weihbischof in seiner Predigt und bezog sich dabei auf die sozialen Projekte im Rahmen der Firmvorbereitung, aber auch auf die große Hilfsbereitschaft während der Corona-Pandemie und der aktuellen Hochwasserkatastrophe. Die Kollekte ging an die Betroffenen des Hochwassers im Kreis Ahrweiler.

Die musikalische Gestaltung übernahmen Eric Schmidt am Saxophon und Dekanatskantor Peter Uhl an der Orgel. Weihbischof Peters dankte abschließend allen Haupt- und Ehrenamtlichen, die an den Vorbereitungen mitgewirkt haben und den Familien sowie Firmpatinnen und -paten, die die jungen Menschen auf ihrem Weg begleiten. (jf)

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