Samstag, 21. Juli 2018

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KULTURTAGE EHRENBREITSTEIN 2018

Freitag 08.06.18 um 19:30 Uhr

Premiere „ Carmen“ Frauen Revolution. Die Musik der Veränderung. Theater Stück mit Musik.

Ein leichtes Stück mit Musik – ideal, um den Sommer zu begrüßen. Wie in den letzten drei Jahre begleitet uns auch dieses Jahr wieder die Sängerin Cynthia Knoch. Mit Titeln wie “My way”, “Liebeskummer lohnt sich nicht mein Darling", “Habanera” u.a wird sie in unserer kleinen Mikro Werkstatt alle Zuschauer begeistern und zum “Mitsummen” bringen.

Mit Annika Woyda – Cynthia Knoch. Regie: Gabriel Diaz (Während der Kulturtage werden in den Räumen vom Theater Bilder aus der Papier Serie „Musterland“ von der Künstlerin Petra Seibert gezeigt und verkauft)

Samstag 09.06.18 um 19.30 Uhr / Fr. 07.12.18 um 19:30 Uhr
Cynthia Knoch (singt )& Foppe Jacobi (Akkorderdeon) „Die Welt von Kurt Weil und Lotte Lenya“. Annika Woyda liest.
(Während der Kulturtage werden in den Räumen vom Theater Bilder aus der Papier Serie „Musterland“ von der Künstlerin Petra Seibert gezeigt und verkauft)

Sonntag 10.06.18

Von 12:00 Uhr bis 15:00 Uhr sind die Räume vom Theater geöffnet .
(Während der Kulturtage werden in den Räumen vom Theater Bilder aus der Papier Serie „Musterland“ von der Künstlerin Petra Seibert gezeigt und verkauft)

Die MIKRO-WERKSTATT vom Theater am Ehrenbreitstein Hofstraße 271, 56077 Koblenz-Ehrenbreitstein Karten & Service Telefonische Kartenbestellung Tel. 0171 3295736 oder bestellen Sie online: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

(Buchen Sie uns auch an anderen Tagen)

Julia Klöckner: „Ignoranz nicht mit Toleranz verwechseln!“

„Nicht verhandelbar – Integration nur mit Frauenrechten“, heißt das neue Buch von Julia Klöckner, dass am 29.05.2018 erscheint. Klöckner: „Frauen und Männer sind in unserem Land gleichberechtigt – auch wenn noch längst nicht alle Ziele erreicht sind. Doch über einige Themen wird viel zu wenig gesprochen. Wir diskutieren, ob die Nationalhymne gendergerecht umgeschrieben oder die Sternchenschreibweise eingeführt wird und verlieren dabei den Blick für die wirklichen Herausforderungen in der Frauenförderung: Frauen, die in patriarchalisch geprägten Familien aufwachsen, Frauen, die sich von Männern gemachten Kleiderordnungen bis hin zur Vollverschleierung und Unkenntlichmachung beugen müssen, solche Frauen brauchen unsere Solidarität – und nicht unsere Ignoranz, die gerne mit Toleranz verwechselt wird.“

Julia Klöckner formuliert deutlich. „Solange Mädchen in Augen mancher fundamentalistischer Männer weniger wert sein sollen, solange Mädchen nicht am Schwimmunterricht und der Klassenfahrt teilnehmen dürfen, solange Lehrerinnen von patriarchalisch sozialisierten Jungen und Vätern nicht akzeptiert werden, solange es Männer gibt, die glauben, aus verletztem Ehrgefühl das Leben von Frauen auslöschen zu dürfen – solange haben wir alle unsere Hausaufgaben in der Integrationspolitik nicht gemacht. Die Rolle der Frau entscheidet über den Integrationserfolg in unserem Land. Denn eines steht fest: Gleichberechtigung von Mann und Frau gilt für alle in unserem Land lebenden Menschen – völlig egal woher sie kommen!“ Klöckner ist überzeugt davon, dass die Auslebung des Glaubens dann auf seine Grenzen stößt, wenn andere Rechtsgüter beeinträchtigt werden.

Geflüchtete Frauen und neu zugewanderte Frauen brauchen unsere Unterstützung – deshalb schlägt Julia Klöckner verpflichtende Integrations- und Deutschkurse vor, damit Frauen eingebunden werden können. „Wir leben in Zeiten, in denen alle über Integration reden, aber kaum jemand definieren will, was wir dafür einfordern. Wir reden über Integration und meinen immer, was wir als deutsche Gesellschaft noch mehr tun müssen, damit es gelingt. Wir reden aber zu wenig darüber, was wir vor allem Männern abverlangen können, die dauerhaft in unserem Land leben wollen“.

Warum dieses Buch?

Die CDU-Politikerin und Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft hat sieben Jahre lang als Fraktionsvorsitzende im rheinland-pfälzischen Landtag das Thema „Frauenrechte und Migration“ vorangebracht und besetzt. Bei den von ihr veranstalteten Flüchtlings- und Integrationsgipfeln ging es immer wieder um die aufgeklärte Rolle der Frau. Am Ende ihrer Zeit als Fraktionsvorsitzende ist das vorliegende Buch entstanden, eine Art Bericht mit klaren politischen Forderungen. Sie bezieht Stellung und setzt sich vehement für die Rechte aller Frauen ein.

Dieses Thema ist ihr schon lange ein Herzensanliegen, denn Julia Klöckner ist überzeugt: „Integration wird nur funktionieren, wenn Frauenrechte auf dem Weg nicht geopfert, sondern unmissverständlich verteidigt werden.“

42. Geistliche Abendmusik

MONTABAUR. Bei strahlendem Maiwetter konnten der Theologe Ingo Jungbluth, der studierte Blockflötist Torsten Greis und Dekanatskantor Jens Schawaller zu einem besonders sinnenfreudigen Konzert in die Evangelische Pauluskirche Montabaur einladen, bei dem sich alles um die Liebe drehte. In der nach einem Kompositionstitel „Le Rossignol en Amour” von François Couperin benannte 42. Geistliche Abendmusik zog die Zuhörerinnen und Zuhörer in der neugotischen Kirche die fesselnde Begegnung von europäischer Barockmusik und altorientalischer Dichtung in ihren Bann. Ingo Jungbluth erwies sich hierbei als umfassend gebildeter Literaturkenner und Theologe, der verschiedene Texte zum Thema Liebe aus dem Hohelied Salomos las und diese biblische ‚Magna Charta der Humanität‘ in Erinnerung rief. Er gliederte damit den musikalisch-sinnlichen Frühabend, bei dem Torsten Greis verschiedene Arten von Blockflöten mit sehr unterschiedlichen Werken von Francesco Mancini, François Couperin, Henry Purcell, Michel Pignolet de Monteclair und Charles Buterne auf gewohnt virtuose Art und Weise vorstellte. Phantasievoll und kunstfertig wurde er von Dekanatskantor Jens Schawaller am eigens hierfür mitgebrachtem Barockcembalo begleitet, das sich hervorragend für den generalbassartigen barocken Gestus aller Stücke und die Improvisationskunst des Cembalisten eignete. Beide Musiker traten in einen kunst- wie dialogfreudigen künstlerischen Austausch und erfüllten die Kirche der Wäller Kreisstadt mit verspielten und hingebungsvollen Klängen ganz besonderer Art. In einer Pause reichte Gisela Koschmieder Sekt und – in Anlehnung an das Hohelied – Granatapfelsaft, um die Zuhörerinnen und Zuhörer genussvoll zu verwöhnen. Die zahlreichen Gäste dankten es allen Aktiven mit einem kräftigen Applaus.

Fronleichnam und seine Bedeutung

Gedanken zum Hochfest des Leibes und Blutes Christi

Von Hans-Peter Meyer

Fronleichnam ist ein römisch katholischer Feiertag, der in einigen deutschen Bundesländern gesetzlich als Feiertag festgeschrieben ist.
Das Fronleichnamsfest findet genau zehn Tage nach Pfingsten statt und fällt somit immer auf den zweiten Donnerstag nach Pfingsten.
Den spirituellen Inhalt des Festes kann man bereits über die Etymologie seiner Bezeichnung herausfinden. Das althochdeutsche Wort "fron" steht für "Herr", die Bezeichnung "Leichnam" bedeutet übersetzt so viel wie "Leib". Damit weist bereits der Name auf die zentralen Elemente der Eucharistiefeier hin.

Das Fronleichnamsfest, das den Beinamen "Hochfest des Leibes und Blutes Christi" trägt, wurde zum erstmals im Jahr 1246 in der Diözese Lüttich fest eingeführt.
Die theologische Grundlage für das Fronleichnamsfest wurde mit dem von 1213-1215 stattfindenden vierten Laterankonzil gelegt, auf dem die Verwandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Christi, die so genannte Transsubstantiationslehre, offiziell zum Dogma erklärt wurde. Zu diesem Zeitpunkt war aber an einem Feiertag zu ehren dieses Sakraments noch nicht zu denken.
Dies änderte sich erst durch die Visionen der Augustinerchorfrau Juliana von Lüttich, die seit 1207 im  Kloster Mont Cornillon lebte und dort regelmäßig von ihren Visionen berichtete. In einer dieser Visionen sei ihr Jesus Christus erschienen und habe ihr über ein Gleichnis mitgeteilt, dass es sein Wunsch sei, dass dem Altarssakrament ein eigener Festtag gewidmet werde.
Nach dem Tod der später heilig gesprochenen Juliana im Jahr 1258, setzte ihr Freundin Eva, heute bekannt unter dem Beinamen "die Seelige" , ihr Werk fort. Auf ihr Drängen hin bemühte sich Heinrich von Geldern, der damalige Bischof von Lüttich bei Papst Urban IV um ein entsprechendes Dekret. 1264 kündige Papst Urban IV, der vor der Wahl zum Papst Archidiakon in Lüttich war, in einem Brief an, dass Fronleichnamsfest allgemein einzuführen.
Bedingt wurde diese Einführung durch das so genannte "Blutwunder von Bolsena" aus dem Jahr 1263. Der sich auf Pilgerfahrt nach Rom befindende böhmische Priester Peter von Prag feierte in der nach Christina von Bolsena benannten Kirche Messe. Sein erschütterter Glaube an die Transsubstantiation während der Eucharistiefeier fand neue Festigung, als während der Gabenbereitung aus der Hostie einige Tropfen Blut auf das Tuch, auf dem Kelch und Hostienteller standen, tropften.
Dieses Wunder war für Papst Urban IV der letzte Beweis, den Drängen nach einem Feiertag für das Altarssakrament endgültig nachzugeben. Zu diesem Zeitpunkt war allerdings der zweite Donnerstag nach Pfingsten als Termin noch nicht festgelegt, dies erfolge erst 1317 durch Papst Johannes XXII.
Das Fronleichnamsfest erfreute sich bei der Bevölkerung relativ schnell einer großen Begeisterung, was vor allem auf die prachtvollen Fronleichnamsprozessionen zurückzuführen ist. Bei diesen Prozessionen trägt der Priester die "Monstranz", in welcher die Hostie verwahrt wird, durch die Straßen, während ihm die Gemeinde folgt. An in der Regel insgesamt vier verschiedenen Altären werden Fürbitten gebetet und Segenssprüche verteilt. Dieser Form der Prozession, die auch heute noch beibehalten wird, lässt sich aufgrund von Zeugnissen bis mindestens auf das Jahr 1273 zurückdatieren, als in Benediktbeuern die erste Fronleichnamsprozession abgehalten wurde. Für das Jahr 1277 ist außerdem die erste Prozession für die Stadt Köln verbrieft.
Konflikte um das Fronleichnamsfest entbrannten während der Reformation im 16. Jahrhundert. Martin Luther war ein entschiedener Gegner des Festes, weil dieses seiner Ansicht nach einer Art Reliquienkult gleichkomme und nicht selten zur Gewinnung von Ablassgeldern genutzt werde.
Die katholische Kirche reagierte auf dem von 1545-1563 tagenden Konzil von Trient, bei dem das Fronleichnamsfest zu einer Art von gegenreformatorischer Machtdemonstration aufgewertet wurde.
Dieser Konflikt führte dazu, dass die Katholiken in bestimmten Gebieten wie z.B. Teilen der USA bis heute auf die Fronleichnamsprozession verzichten, da sie fürchten, dass die Prozession als Provokation aufgefasst werden könnte.

In hiesigen Landen wird Fronleichnam immer noch der alten Tradition entsprechend mit einer Prozession durch die Straßen mit Priester und Monstranz gefeiert, wobei die  katholischen Christen ihre Religion auch in der Öffentlichkeit bekunden können und dies  zur Festigung des Glaubens beitragen soll.

©  Hans-Peter Meyer

 

 

Kulturdezernentin lädt Musikfestivalleitungen zum gegenseitigen Austausch ein

Im nördlichen Rheinland-Pfalz finden diverse Musikfestivals statt, die auf eine langjährige Tradition zurückblicken können. Das Mittelrhein Musik Festival, RheinVokal, das Koblenz International Guitar Festival, das Mosel Musikfestival, die Koblenzer Mendelssohn-Tage und die Internationalen Konzerttage tragen mit unterschiedlichen musikalischen Akzenten und Schwerpunktsetzungen zu einem attraktiven Kulturangebot in der Stadt Koblenz und der Region bei.

Die Festivalleitungen tauschten sich über mögliche Kooperationen, gegenseitige informelle Unterstützung, koordinative Abstimmung und die Erreichbarkeit von Publikumszielgruppen aus.
Es wurde unterstrichen, welche Bedeutung und Anziehungskraft die musikalischen Veranstaltungen an exponierten Orten auch in kulturtouristischer Hinsicht ausstrahlen. Als spezifisches regionales Markenzeichen mit besonderem Eventcharakter wurde die Durchführung von Musikveranstaltungen auf Schiffen erörtert.

Alle waren sich einig darüber, dass dieses erste Austauschtreffen seine regelmäßige Fortsetzung finden sollte, nicht zuletzt um die regionale Musikwirtschaft im Verbund zu stärken.

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