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34. Schüler- und Jugendwettbewerb 2020: 132 Arbeiten und 19 Hauptpreise

795 Teilnehmende beim Schüler- und Jugendwettbewerb 2020 des Landtags und der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz 

2020 beteiligten sich insgesamt 795 Jugendliche aus ganz Rheinland-Pfalz mit 132 Arbeiten am 34. Schüler- und Jugendwettbewerb der Landeszentrale für politische Bildung und des Landtags Rheinland-Pfalz.
Sechs Arbeiten erhalten einen 1. Preis und zwölf Arbeiten einen 2. Preis. Der Sonderpreis für die schulartübergreifend beste Arbeit geht an 14 Schülerinnen und Schüler der Freien Montessori-Schule Westerwald in Westerburg. Die Jury lobt: "Das spannende mediale Projekt zur Teilung Deutschlands ist inklusive einer tollen Ausstellung gestaltet. Nicht zuletzt die filmische Verarbeitung bietet tiefe Einblicke in den Überwachungsstaat der DDR." 2020 standen die Themen "2020 +20 - Unsere Welt in zwanzig Jahren", "Klimawandel und Alltagsverhalten" und "30 Jahre Deutsche Einheit" zur Auswahl.

Der rheinland-pfälzische Landtagspräsident Hendrik Hering und der Direktor der Landeszentrale Bernhard Kukatzki loben die kreativen Arbeiten.
Hendrik Hering sagte: "Kunst, Kultur und Medien bieten einen kreativen Zugang zu aktuellen politisch-gesellschaftlich wichtigen Themen, sie halten uns oft den Spiegel vor und lassen uns über den Tellerrand schauen. Ich freue mich, dass sich so viele junge Menschen mit politischen Fragestellungen erneut so intensiv beschäftigt haben, sich einmischen und damit zum Ausdruck bringen: Es ist mir nicht egal, was hier und in der Welt passiert!"
Kukatzki stellt fest: "Unsere Fachjury hat 2020 an insgesamt 153 rheinland-pfälzische Jugendliche 19 Hauptpreise vergeben. Deren hervorragende Arbeiten zeigen das vorbildliche Engagement in Bezug auf gesellschaftlich und politisch wichtige Fragen! Gestalterisch-bildnerische Werke, Textarbeiten, informative Webseiten und Präsentationen sowie Videos und Brettspiele beweisen auch den beeindruckenden Umfang der methodischen Fähigkeiten der Teilnehmenden!"

Zu den vielen attraktiven Preisen des Schüler- und Jugendwettbewerbs gehören unter anderem eine 5-tägige Studienfahrt nach Berlin für volljährige Einzel- und Gruppensieger, die Teilnahme an einem Landtagsseminar für Jugendliche, Tagesfahrten oder Klassenanschaffungen für Schulklassen und jede Menge toller Bücher und Spiele.

Die öffentliche Preisverleihung in Mainz muss dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie leider ausfallen! Soweit möglich werden die Preise an den Schulen vor Ort verliehen. Die Termine werden den Medien rechtzeitig bekanntgegeben.

Weitere Informationen können Sie bei der Landeszentrale für politische Bildung
Rheinland-Pfalz unter der Telefonnummer 06131/16-4098 erhalten.

Unter www.politische-bildung-rlp.de/veranstaltungen/schueler-und-jugendwettbewerb.html finden Sie die Gesamtliste der mit 1. und 2. Preisen ausgezeichneten Arbeiten und die Aufteilung auf die verschiedenen Themen und Methoden als pdf-Dateien.

Gedenkstätte KZ Hinzert vorerst für den Publikumsverkehr geschlossen

Gedenkstätte KZ Hinzert bis mindestens 30. November 2020 für Publikumsverkehr geschlossen

Auch die Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert ist pandemiebedingt ab dem 2. November 2020 für das Publikum geschlossen. Sämtliche geplanten und gebuchten Führungen sowie Veranstaltungen in diesem Zeit-raum fallen aus oder werden auf einen späteren Termin verlegt. Dies gilt mindestens bis zum 30. November 2020. Wir bitten um Ihr Verständnis!

Die Gedenkstätte ist weiter telefonisch, per Post oder E-Mail erreichbar.

Publikationen zur Gedenkstätte können während dieser Zeit ausschließlich bei der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (Am Kronberger Hof 6) bestellt werden. Dies geht per Post, Email oder über die Datenbank auf der Homepage der Landeszentrale unter www.politische-bildung-rlp.de .

Freundeskreis Sayner Hütte erwirbt historischen Eisenguss-Ofen

Großzügige Spende ermöglichte den Ankauf

Bendorf-Sayn. Einen gusseisernen „Oval-Ofen“ aus der Produktion der Sayner Hütte um 1830 konnte der Freundeskreis Sayner Hütte e.V. kürzlich erwerben. Das Kunstguss-Objekt stammt aus dem Deutschen Eisenofen-Museum Neu-Ulm und war bereits viel bewundertes Exponat der Ausstellung PREUSSENS SCHWARZER GLANZ im Rheinischen Eisenkunstguss-Museum, die in Schloss Sayn 2018/2019 gezeigt wurde.

Das Angebot an Eisenkunstgusswaren publizierte die Sayner Hütte in Musterkatalogen. Bereits im ersten Katalog aus dem Jahre 1823 „Abbildungen der Gusseisenwaaren aus der königlichen Eisengiesserey zu Saynerhütte“ zeigten Lithographien Großobjekte aus Eisenguss, darunter auch reich verzierte Oval-Öfen.

Eine großzügige Spende ermöglichte dem Förderverein jetzt den Ankauf des wertvollen Eisenguss-Ofens. Frau Johanna Bernardi hat im Andenken an Ihren im vergangenen Jahr verstorbenen Ehemann, Fritz Bernardi, mit einem Betrag von 5.000 Euro den Erwerb in Gang gesetzt. Dem Freundeskreis gelang es, weitere 1.000 Euro an Spendengeldern einzuwerben. Fritz Bernardi war langjähriges Mitglied im Freundeskreis Sayner Hütte e.V.. Sein großes Interesse galt der Erhaltung der Gießhalle und der Geschichte des Eisenkunstgusses.

Zurzeit steht der historische Ofen noch gut verpackt auf dem Denkmalareal der Sayner Hütte. Sobald die Sanierungsarbeiten am dortigen Arkadengebäude abgeschlossen sind, wird der Ofen als historisches Original-Produkt der Sayner Eisengießerei einen Platz in der neuen Eisenkunstguss-Ausstellung erhalten. Mit Beginn des Jahres 2020 hat das Rheinische Eisenkunstguss-Museum bekanntermaßen seinen Standort von Schloss Sayn auf die Sayner Hütte verlegt. Museumsleiterin Barbara Friedhofen hat die Grundlagen für das Konzept der neuen Dauerausstellung ausgearbeitet. Der „Oval-Ofen“ wird als eines der Glanzstücke der künftigen Ausstellung die Kunst „der preußisch königlichen Eisengiesserey zu Saynerhütte“ präsentieren.

" Einkehr im November – Eine nachdenkliche Betrachtung zum Herbstmonat…“

Von Hans-Peter Meyer

Er beginnt wieder - der Monat November mit seinen zum Nachdenken und zur inneren Einkehr anregenden Feier- und Gedenktagen Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag, Buß- und Bettag und Totensonntag. Dieser Monat hat ein ganz besonderes Gepräge und bestimmt unsere Empfindungen und Gefühle in besonderem Maße.

Der November ist dazu angetan, Gedanken der Wehmut und Trauer zu wecken. Die Blätter fallen von den Bäumen, die Natur scheint abzusterben. Am späten Nachmittag senkt sich schon das Dunkel über die Landschaft. Der Wind fegt durch die leeren Straßen….

Im November trauern wir mehr als sonst um liebe Menschen und denken an die Zeit, als wir sie noch bei uns hatten. Wir gehen zu den Gräbern auf die Friedhöfe, zünden entsprechend der Sitte unserer keltischen Vorfahren kleine Lichter an und vieles wird plötzlich wieder gegenwärtig. Kein anderer Monat des Jahres ist so geeignet in uns diese Nachdenklichkeit zu wecken, wie dieser nasse, neblige und windige Monat. An langen Abenden werden Schubladen und Schatullen geöffnet. Wir greifen zu Briefen aus vergilbten Umschlägen. Dann werden wir unruhiger, unsere Gedanken flüchten zu den Dingen, aus denen die Dahingegangenen lauter zu uns sprechen als aus Grab und Stein.

Das Grün und die Blüten der Gräber erinnern trostreich an die Menschen, die nicht mehr unter uns sind. Zwiegespräche halten wir mit Bildern, aus denen uns alte und junge Augenpaare ansehen, ernste und auch lachende. Sie blicken beredt auf unser Alltagsleben. Letzte Stunden und Gespräche kommen in Erinnerung, kleine Gesten der Liebe und Zärtlichkeit. Viele Einzelheiten sind ins Gedächtnis eingebrannt, denn liebe Tote kann man nicht vergessen. Wehmut beschleicht uns, weil uns nicht mehr mit den Toten verbindet als die Erinnerung. Im Laufe des Lebens wird jeder Mensch mit dem Tod konfrontiert – durch den Verlust von Angehörigen und Freunden oder weil eine schwere Krankheit die eigene Sterblichkeit unmittelbar vor Augen führt. Friedhofsbesuche, Grabpflege und Rituale an Trauertagen, wie zum Beispiel an Allerheiligen oder am Totensonntag, können bei der Trauerbewältigung hilfreich sein. Der Schmerz wird dann leichter, unser Leben ist durch den Alltag mit neuen Aufgaben erfüllt.

Doch wer könnte einen Bruder, eine Schwester vergessen, einen Sohn oder eine Tochter, einen Ehemann oder die Ehefrau, einen Vater, die Mutter, einen vertrauensvollen Freund oder eine Freundin, die so zu unserem Leben gehörten, wie der Wechsel von Tag und Nacht? Wie sollte man aber weiterleben, wenn man nicht vergessen kann? Unsere Erinnerung darf uns nicht so gefangen nehmen, dass wir uns der Gegenwart und dem „Heute“ nicht mehr zu stellen vermögen. Es ist das ewige Gesetz der Natur: Werden, Vergehen und Werden. Das Große stirbt und das Kleine wächst nach.

Ehrfurcht, Achtung und Respekt vor den Toten sind so alt wie die Welt. Im christlichen Glauben wurzelt aber darüber hinaus die Hoffnung auf das, was uns erwartet, wenn auch wir die letzte Grenze überschritten haben. Niemand geht von uns, er geht nur voraus. Die Gedenktage im November fordern uns zur Selbstbesinnung auf. Stellen wir uns dem Schmerz, weil er notwendig ist, aber verharren wir nicht in ihm.

© Hans-Peter Meyer

 

Freundeskreis Sayner Hütte erwirbt historischen Eisenguss-Ofen

Großzügige Spende ermöglichte den Ankauf

Bendorf-Sayn. Einen gusseisernen „Oval-Ofen“ aus der Produktion der Sayner Hütte um 1830 konnte der Freundeskreis Sayner Hütte e.V. kürzlich erwerben. Das Kunstguss-Objekt stammt aus dem Deutschen Eisenofen-Museum Neu-Ulm und war bereits viel bewundertes Exponat der Ausstellung PREUSSENS SCHWARZER GLANZ im Rheinischen Eisenkunstguss-Museum, die in Schloss Sayn 2018/2019 gezeigt wurde.

Das Angebot an Eisenkunstgusswaren publizierte die Sayner Hütte in Musterkatalogen. Bereits im ersten Katalog aus dem Jahre 1823 „Abbildungen der Gusseisenwaaren aus der königlichen Eisengiesserey zu Saynerhütte“ zeigten Lithographien Großobjekte aus Eisenguss, darunter auch reich verzierte Oval-Öfen.

Eine großzügige Spende ermöglichte dem Förderverein jetzt den Ankauf des wertvollen Eisenguss-Ofens. Frau Johanna Bernardi hat im Andenken an Ihren im vergangenen Jahr verstorbenen Ehemann, Fritz Bernardi, mit einem Betrag von 5.000 Euro den Erwerb in Gang gesetzt. Dem Freundeskreis gelang es, weitere 1.000 Euro an Spendengeldern einzuwerben. Fritz Bernardi war langjähriges Mitglied im Freundeskreis Sayner Hütte e.V.. Sein großes Interesse galt der Erhaltung der Gießhalle und der Geschichte des Eisenkunstgusses.

Zurzeit steht der historische Ofen noch gut verpackt auf dem Denkmalareal der Sayner Hütte. Sobald die Sanierungsarbeiten am dortigen Arkadengebäude abgeschlossen sind, wird der Ofen als historisches Original-Produkt der Sayner Eisengießerei einen Platz in der neuen Eisenkunstguss-Ausstellung erhalten. Mit Beginn des Jahres 2020 hat das Rheinische Eisenkunstguss-Museum bekanntermaßen seinen Standort von Schloss Sayn auf die Sayner Hütte verlegt. Museumsleiterin Barbara Friedhofen hat die Grundlagen für das Konzept der neuen Dauerausstellung ausgearbeitet. Der „Oval-Ofen“ wird als eines der Glanzstücke der künftigen Ausstellung die Kunst „der preußisch königlichen Eisengiesserey zu Saynerhütte“ präsentieren.

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