Mittwoch, 19. Juni 2019

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Carl-Zuckmayer-Medaille 2019

Ministerpräsidentin Malu Dreyer verleiht Robert Menasse die Carl-Zuckmayer-Medaille

Der österreichische Schriftsteller Robert Menasse wird für seine Verdienste um die deutsche Sprache mit der Carl-Zuckmayer-Medaille 2019 ausgezeichnet. „Robert Menasse vermittelt in kritisch-ironischer Weise einen Blick auf politische und weltgeschichtliche Zusammenhänge. Er schafft dadurch nicht nur unterhaltsame Literatur, sondern regt auch zum Nachdenken an“, erläuterte Ministerpräsidentin Malu Dreyer ihre Entscheidung, die sie auf Empfehlung einer Fachkommission getroffen hat. Die Ministerpräsidentin wird die bundesweit beachtete Auszeichnung im Rahmen eines Festaktes am 18. Januar 2019 im Staatstheater Mainz verleihen.

Robert Menasse wurde 1954 als Kind einer jüdischen Familie in Wien geboren und fand für sein literarisches Schaffen bereits viel Beachtung. Seine literarischen Werke wie auch seine vielbeachteten Essays zeichnen sich durch ihre politische und philosophische Grundhaltung aus. Neben seinen erfolgreichen Romanen, die meist gesellschaftsrelevante Themen behandeln, widmet sich Robert Menasse zunehmend europa- und globalisierungspolitischen Themen. „Es ist erfrischend, dass solche Themen in der Literatur ihren Platz finden. Mit „Die Hauptstadt“ hat er einen großen EU-Roman geschaffen“, so die Ministerpräsidentin. Menasse trete für Rechtsstaatlichkeit und Demokratie ein und spreche an, was viele Menschen bewege. „Carl Zuckmayer, der das Gegenteil von Rechtsstaatlichkeit erleben musste, hätte daran sicherlich Gefallen gefunden“, ist sich Ministerpräsidentin Malu Dreyer sicher.

Die Carl-Zuckmayer-Medaille wird vom Land Rheinland-Pfalz seit 1979 jährlich am 18. Januar, dem Todestag Carl Zuckmayers, an Personen vergeben, die sich um die deutsche Sprache in besonderer Weise verdient gemacht haben. Der Preisträger erhält eine vom Künstler Otto Kallenbach geschaffene Medaille sowie ein 30-Liter-Fass Nackenheimer Wein, dem Lieblingswein Carl Zuckmayers.

Trägerinnen und Träger der Carl-Zuckmayer-Medaille sind:

Günther Fleckenstein (1979), Werner Hinz (1980), Georg Hensel (1982), Friedrich Dürrenmatt (1984), Ludwig Harig (1985), Dolf Sternberger (1986), Tankred Dorst (1987), Günter Strack (1988), Hanns Dieter Hüsch (1989), Martin Walser, Adolf Muschg, André Weckmann (1990), Albrecht Schöne (1991), Hilde Domin (1992), Hans Sahl (1993), Fred Oberhauser (1994), Grete Weil (1995), Mario Adorf (1996), Katharina Thalbach (1997), Harald Weinrich (1998), Eva-Maria Hagen (1999), Peter Rühmkorf (2000), Mirjam Pressler (2001), Herta Müller (2002), Monika Maron, Wolf von Lojewski (2003), Edgar Reitz (2004), Thomas Brussig (2005), Armin Mueller-Stahl (2006), Udo Lindenberg (2007), Bodo Kirchhoff (2008), Volker Schlöndorff (2009), Emine Sevgi Özdamar (2010), Hans Werner Kilz (2011), Uwe Timm (2012), Doris Dörrie (2013), Dieter Kühn (2014), Bruno Ganz (2015) und Sven Regener (2016), Yoko Tawada (2018).

Kantatenkonzert Dekanatskantorei Montabaur

MONTABAUR. Am Sonntag, dem 16.09. lädt die Dekanatskantorei Montabaur als der Kammerchor des Ev. Dekanates Westerwald um 17 Uhr zu einem weiteren großen Kantatenkonzert in die Ev. Lutherkirche Montabaur ein und setzt damit die etablierte Tradition der Septemberkonzerte fort.

Auf dem Programm stehen die Kantate „Liebster Gott, wenn werd ich sterben“ von Joh. Seb. Bach, die beiden Werke „Schlage doch, gewünschte Stunde“ und „Meine Seele rühmt und preist“ von M. Hoffmann sowie ein Flötenkonzert von Joh. Seb. Bach in einer Rekonstruktion von F. Zimei – aufgeführt vom professionellen Barockorchester Il Quadro Animato und vier eigens für diese Stilistik ausgebildeten hauptberuflichen Vokalsolisten.

Die Vokalkompositionen thematisieren, dass Gott dem Tod den Schrecken genommen hat; damit ist die Musik getragen von der Hoffnung auf Gottes grenzüberschreitende Treue, aber auch von der Erfahrung menschlicher Zuneigung und Liebe nach Gottes Vorbild.

Der Eintritt zu diesem außergewöhnlichem Konzert beträgt 15 Euro (Schüler und Studenten 10 Euro), Karten gibt es im Vorverkauf (Tel.: 02602 / 8814 und 0176 / 8561 2553) sowie an der Abendkasse. Einlass ist ab 16.00 Uhr. Die Leitung hat Dekanatskantor Jens Schawaller.

Sommermusik Wölferlingen

WÖLFERLINGEN. Sommerlich-flotte Musik und zahlreiche Gäste in der heiteren barocken Kirche am Wölferlinger Weiher: wieder einmal konzertierte mit Frechblech das witzig-geistreiche Wäller Soloquintett des Evangelischen Dekanates Westerwald unter der Leitung von Dekanatskantor Jens Schawaller (Sousaphon) mit Rudi Weide (Trompete und Flügelhorn), Claudia Liebe (Trompete und Flügelhorn), Dorit Gille (Waldhorn) und Ben Bereznai (Bariton und Basstrompete).

Udo Rufa, der Vorsitzende des Kirchenvorstandes der Evangelischen Kirchengemeinde Wölferlingen, begrüßte herzlich alle Zuhörerinnen und Zuhörer sowie alle Aktiven in der schön restaurierten Kirche südöstlich der Westerwälder Seenplatte. In dem kontrastreichen und vielfältigen Programm erfreute das kirchliche Ensemble alle Anwesenden mit gekonnt geblasenen und virtuos vorgetragenen Kompositionen der Tanz- und Schlagerkultur.

Mit Frechblech wirkt ein überregional aktives Quintett des Dekanatskantorates Westerwald Süd, das sich dem stilistischen Crossover zwischen polyphoner Kirchenmusik und anspruchsvoller Unterhaltungsmusik in Gottesdienst und Konzert verschrieben hat. Die Gäste dankten es mit einem donnernden Applaus.

Gesprächskonzert Wahlrod

WAHLROD. Bei strahlendem Sommerwetter konnten der studierte Blockflötist Torsten Greis und Dekanatskantor Jens Schawaller zu einem besonders sinnenfreudigen Konzert in die Evangelische Kirche von Wahlrod einladen, bei dem sich alles um die Liebe drehte.

Herzlich hieß Margit Limpert als die stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes Wahlrod alle Gäste willkommen und begrüßte alle Anwesenden zum ersten Konzert in der frisch renovierten Kirche. In dem nach einem Kompositionstitel „Le Rossignol en Amour” von François Couperin benannten Gesprächskonzert zog die Zuhörerinnen und Zuhörer in der frischrenovierten und voll besetzten Kirche die fesselnde Begegnung von europäischer Barockmusik und altorientalischer Dichtung in ihren Bann.

Ingo Jungbluth erwies sich hierbei als umfassend gebildeter Literaturkenner und Theologe, der verschiedene Texte zum Thema Liebe aus dem Hohelied Salomos auswählte und diese biblische ‚Magna Charta der Humanität‘ in Erinnerung rief – an diesem Abend vorgetragen von Gabriele Greis. Die biblischen Texte gliederten den musikalisch-sinnlichen Frühabend, bei dem Torsten Greis verschiedene Arten von Blockflöten mit sehr unterschiedlichen Werken von Francesco Mancini, François Couperin, Henry Purcell, Michel Pignolet de Monteclair und Charles Buterne auf gewohnt virtuose Art und Weise vorstellte.

Phantasievoll und kunstfertig wurde er von Dekanatskantor Jens Schawaller am eigens hierfür mitgebrachtem Barockcembalo begleitet, das sich hervorragend für den generalbassartigen barocken Gestus aller Stücke und die Improvisationskunst des Cembalisten eignete. Beide Musiker traten in einen kunst- wie dialogfreudigen künstlerischen Austausch und erfüllten die Wahlroder Kirche – ein Schmuckkästchen im Evangelischen Dekanat Westerwald – mit verspielten und hingebungsvollen Klängen ganz besonderer Art.

In einer Pause reichte die langjährige und bewährte Organistin Gretel Rickes Sekt, um die Zuhörerinnen und Zuhörer genussvoll zu verwöhnen. Die zahlreichen Gäste dankten es allen Aktiven mit einem kräftigen Applaus.

Einladung: Gedenken anlässlich des 76. Todestages von P. Franz Reinisch

Für den Osterdienstag 1942 erhielt der Pallottiner Franz Reinisch die endgültige Einberufung in die Wehrmacht. Damit begann sein entscheidender Lebensabschnitt.

Im vollen Bewusstsein der Folgen, die sein Handeln nach sich zog, verweigerte er aus Gewissensgründen den Fahneneid auf Hitler. Ein sicheres Todesurteil.

Am 21. August 1942 wurde der Tiroler Priester, der in Vallendar-Schönstatt seine spirituelle Heimat gefunden hatte, in Brandenburg durch das Fallbeil hingerichtet.

Zu seinem 76. Todestag gedenken seiner Pallottiner und Vertreter der Schönstattbewegung am Sonntag, den 19. August, um 17.00 Uhr in der Pallottikirche in Vallendar. Sänger aus Limburg werden die musikalische Begleitung übernehmen.

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