Mittwoch, 19. Juni 2019

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Neuauflage Broschüre zur kulturellen Bildung vorgestellt

Kulturdezernentin Dr. Margit Theis-Scholz hat im Rahmen einer Amtsleiterkonferenz die Neuauflage der Broschüre „Angebote der Stadt Koblenz im Bereich der kulturellen Bildung“ vorgestellt.

Kulturelle Bildung ist integraler Bestandteil allgemeiner Bildung und ermöglicht Menschen den Zugang zu gesellschaftlicher Teilhabe und vermittelt Verständnis für kreative Ausdrucks- und Gestaltungsformen. Kulturelle Bildung kann damit einen wesentlichen Beitrag zur persönlichen Identitätsfindung durch kulturelles Zugehörigkeitsgefühl leisten.

Die städtischen Kultureinrichtungen wirken durch ihre Arbeit für die interessierte Öffentlichkeit faktisch immer auch kulturell bildend. In der Broschüre, die in allen städtischen Kultureinrichtungen ausliegt, werden die städtischen Kultureinrichtungen aufgeführt und deren Angebote in der kulturellen Bildung beschrieben.

Die Heiligen Petrus und Paulus

Gedanken zum Hochfest (Namenstag)  der beiden Hl.  Apostel

Von Hans-Peter Meyer

Wie in jedem Jahr, begehen wir (die Christen) am 29. Juni  das Hochfest der beiden Apostel Petrus (Peter)  und Paulus (Paul). Anlass, sich mit dem Werdegang und dem Wirken der beiden  großen Heiligen zu beschäftigen:.

Petrus wurde  geboren um Christi Geburt in Betsaida (Galiläa), gestorben ist er 64 oder 76 in Rom.

Die Geburt von Paulus erfolgte  um 5 nach Christi Geburt in Tarsos (Türkei), gestorben ist er  67 in Rom.

"Du bist Petrus, der Fels, auf den ich meine Kirche bauen werde." Mit diesen Worten machte Jesus den einfachen Fischer aus Kafarnaum am See Genesareth zu seinem wichtigsten Gefolgsmann. Er war der Sprecher und Anführer der Apostel, und gehörte gemeinsam mit Jakobus und Johannes zu den engsten Vertrauten Jesu. So war er zum Beispiel gemeinsam mit ihnen Zeuge der Verklärung Jesu auf dem Berg Tabor.

Als Fischer war Petrus ehr ein praktisch veranlagter Mensch, jedoch nicht frei von Jähzorn. Dies zeigte sich, als er bei der Gefangennahme Jesu dem Diener des Hohepriesters ein Ohr abschlug. Kurz darauf verleugnete er Jesus drei Mal, was für ihn eine tiefe Schmach darstellte.

Auch nach der Auferstehung und den Pfingstereignissen war Petrus der Kopf der jungen Christengemeinde in Jerusalem. Später ging er nach Antiochien und Kleinasien, um dort zu missionieren. In dieser Zeit wurde er in Jerusalem von Jakobus vertreten. Schließlich reiste er nach Rom, um auch dort den Glauben zu verkünden. Dort fiel er der Christenverfolgung des Kaisers Nero zum Opfer, der ihn, vermutlich in seinen Gärten unweit des heutigen Vatikan, kreuzigen ließ. Die Überlieferung, dass Petrus auf eigenen Wunsch mit dem Kopf nach unten hängend ans Kreuz geschlagen wurde, ist nie wissenschaftlich bestätigt worden. Man hält sie aufgrund der historischen Gegebenheiten im römischen Reich für eher unwahrscheinlich.

Paulus, der aus Tarsos stammte, und von seinen Eltern das römische Bürgerrecht geerbt hatte, hieß ursprünglich Saulus. Er war ein frommer Jude, der in der neuen Bewegung mit ihrem gekreuzigten Messias einen Affront gegen die religiösen Überzeugungen des ganzen Volkes sah. Das machte ihn zu einem fanatischen Christenverfolger, der in ganz Judäa gefürchtet war. Als er auf dem Weg nach Damaskus war, um dort eine groß angelegte Verfolgungsaktion durchzuführen, da erschien ihm vor den Toren der Stadt der Gekreuzigte und bekehrte ihn. Vollkommen überwältigt von dieser Erscheinung sank Paulus, wie er von nun an hieß, zu Boden und konnte nicht mehr sehen, bis ihn in Damaskus ein Jünger des Herrn heilte und ihm anschließend die Taufe spendete.

Paulus reiste fortan als Missionar durch den ganzen Mittelmeerraum. Mit den Gemeinden, die er besuchte oder neu gründete, hielt er durch Briefe Kontakt, die uns heute noch im Neuen Testament überliefert sind. Innerhalb der Kirche setzte sich Paulus beim ersten Konzil in Jerusalem dafür ein, dass auch Menschen getauft werden durften, die zuvor keine Juden waren.

Um das Jahr 61 kam Paulus nach Rom, möglicherweise in Gefangenschaft. Er musste bald vor Kaiser Nero Rechnung über sein Wirken ablegen. Der Legende nach traten Petrus und Paulus gemeinsam dem Tyrannen entgegen. Nero verurteilte auch Paulus zum Tode. Da er römischer Bürger war, wurde Paulus nicht ans Kreuz geschlagen, sondern enthauptet. An den Stellen, an denen nach der Hinrichtung sein abgeschlagener Kopf aufschlug, sollen drei Quellen entsprungen sein. Über diesem Ort steht deshalb heute die Kirche zu den drei Quellen (San Paolo alle Tre Fontane).

Über die Grabstätte Petri baute man im Mittelalter den ersten Petersdom, der im 16. Jahrhundert in der uns heute bekannten Form neu gebaut wurde. Die Reliquien des Apostels Paulus befinden sich in der Kirche San Paolo fuori le mura in Rom.

Brauchtum

Petrus wird in unseren Breiten oft als "Wetterheiliger" verehrt, der im Himmel thront. Dies basiert auf der Vorstellung, dass der Heilige am Himmelstor die Geschicke au Erden überblickt. Jesus selbst hatte ja zu Petrus gesagt: "Dir will ich die Schlüssel des Himmelreiches geben."

Namensbedeutung

"Petrus" ist griechisch und heißt "der Fels", "Paulus" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "der Kleine, Demütige"

Namensableitungen:

Von "Petrus" lassen sich folgende Namen ableiten: Peter, Peer, Pedro, Perez, Perino, Piet, Pieter, Pit. Von "Paulus" gibt es folgende Ableitungen: Paul,  Paolo, Pablo, Pal, Pavel.

Darstellung:

Petrus wird dargestellt als Apostel oder Papst mit Schlüssel, Buch, Hahn, Fisch, Kreuz oder kopfüber gekreuzigt. Paulus wird dargestellt als Apostel mit Buch und Schwert.

Patron:

Petrus ist Patron der Päpste, des Bistums Osnabrück, der Metzger, Glaser, Schreiner, Uhrmacher, Schlosser, Schmiede, Bleigießer, Töpfer, Maurer, Ziegelbrenner, Brückenbauer, Steinhauer, Netzmacher, Tuchweber, Walker, Fischer, Fischhändler, Schiffer, Schiffbrüchigen, Büße, Beichtenden, Jungfrauen, gegen Schlangenbisse, Fieber, Tollwut, Besessenheit, Fußleiden und Diebstahl.

Paulus ist Patron der Weber, Teppichweber, Sattler, Seiler, Korbmacher, Zeltwirker, Arbeiterinnen, Theologen, Seelsorger, gegen Krämpfe und Ohrenleiden, Blitz und Hagel, Schlangenbisse, für Regen und eine fruchtbare Ernte.

Viele Christen erbitten  in Nöten und Gefahren im Gebet um  Hilfe  bei den  beiden Heiligen Aposteln Petrus und Paulus.

© Hans-Peter Meyer

Die Jahreszeit Sommer – Gedanken und Reflexionen zum Sommeranfang

Von Hans-Peter Meyer

Der Sommer liegt zwischen den Jahreszeiten Frühling und Herbst und ist die wärmste Jahreszeit in der gemäßigten und arktischen Klimazone.

Aus astronomischer Sicht beginnt der Sommer mit der Sommersonnenwende und dauert bis zur Herbsttagundnachtgleiche (An diesem Tage sind überall auf der Erde der Tag und die Nacht mit 12 Stunden gleich lang).

Am Tag der Sommersonnenwende, dem längsten Tag des Jahres, steht die Sonne senkrecht über dem nördlichen Wendekreis.

Auf der nördlichen Halbkugel umfasst der Sommer die Zeit vom 21. Juni oder 22. Juni bis zum 22. September oder 23. September.

Auf der südlichen Halbkugel hingegen dauert der Sommer vom 21. Dezember oder 22. Dezember bis zum 20. Februar oder 21. Februar.

Wenn man von Nordsommer und Südsommer spricht, so ist damit jeweils der Sommer auf der Südhalbkugel und Nordhalbkugel gemeint.

Wie auch die anderen Jahreszeiten wiederholt sich der Sommer in jeder Hemisphäre (nördliche und südliche Halbkugel) in einem jährlich gleichen Rhythmus.

Der Grund dafür ist der wandernde Zenitstand der Sonne zwischen dem südlichen und dem nördlichen Wendekreis.

Weil die Umlaufbahn der Erde um die Sonne um 1,7 Prozent von einer Kreisbahn abweicht, sind die vier Jahreszeiten nicht ganz gleich lang.

Auch sind die Nordsommer wegen der Sonnenferne etwas milder als die Südsommer.

Meteorologisch (Meteorologie = Wissenschaft vom Klima und Wetter / Wetterkunde) gesehen beginnt der Sommer aber schon am 1. Juni. Denn die Meteorologen ordnen die Jahreszeiten den vollen Monaten zu.

Der Frühling endet für die Meteorologen im Mai. Der Sommer umfasst somit auf der Nordhalbkugel die Monate Juni, Juli und August.

Der Frühsommer liegt zwischen dem Vollfrühling und dem Hochsommer.

Er ist die Blütezeit der Wiesen, hier blühen jetzt viele bunte Sommerblumen. Viele Insekten fliegen von Blüte zu Blüte, um den Nektar zu sammeln, und daraus Honig zu machen.

Auf den Getreidefeldern wachsen in den Ähren bereits die Körner. Gegen Ende des Frühsommers beginnen die Bauern mit der Heuernte.

Der Hochsommer ist gewöhnlich die heißeste Jahreszeit und liegt in Deutschland meistens in den Monaten Juli und August.

Viele Früchte sind bereits reif (Johannisbeeren, Erdbeeren, Kirschen) und können gepflückt werden. In der Landwirtschaft wird jetzt das Getreide auf den Feldern geerntet.

Der Spätsommer liegt zwischen dem Hochsommer und dem Frühherbst.

Jetzt blüht das Heidekraut und einige frühe Obstsorten werden reif.

In der Landwirtschaft ist man mit der zweiten Heuernte beschäftigt, nur die Kartoffelfelder und Maisfelder werden erst später im Herbst abgeerntet.

Viele Menschen freuen sich ganz besonders auf den Sommer, denn die Tage sind lang und sonnig und man kann sich viel im Freien aufhalten. In vielen Ländern Europas beginnen im Juli oder August die Sommerferien für die Kinder, und auch die Erwachsenen nehmen ihren Jahresurlaub. Daher ist auch im Sommer die Hauptreisezeit.

Auch die Jahreszeit Sommer ist ein Wunderwerk unserer Schöpfungsgeschichte.

© Hans-Peter Meyer

Günter Müller-Rogalla bleibt Intendant des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie bis 2024

Der Intendant des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie in Koblenz, Günter Müller-Rogalla, hat seinen zum 31. Juli 2019 auslaufenden Vertrag vorzeitig bis Ende Juli 2024 verlängert. Seit der Saison 2014/15 hat er diese Funktion bereits inne. „Mit der Intendanz von Günter Müller-Rogalla hat die Rheinische Philharmonie vor knapp vier Jahren einen erfahrenen Orchestermanager mit besten Kontakten in die Musikszene erhalten. Umso mehr freue ich mich, dass er heute seinen Vertrag vorzeitig verlängert hat“, betont der rheinland-pfälzische Kulturministerin Konrad Wolf.

„Das Staatsorchester Rheinische Philharmonie befindet sich gemeinsam mit seinem Chefdirigenten Garry Walker zurzeit künstlerisch auf einem ganz wunderbaren Weg“, sagt Intendant Günter Müller-Rogalla. „Aber nicht nur dort, denn mit seiner jugendlichen, frischen Ausstrahlung nach außen und seiner hervorragenden sozialen Kompetenz nach innen arbeitet das Orchester auch in diesen Bereichen in beispielhafter Art und Weise. Ich schaue gerne auf die vergangenen Jahre zurück, freue mich, die weitere Entwicklung auch in Zukunft mitgestalten zu können, und bedanke mich ausdrücklich für das mit der Vertragsverlängerung einhergehende Vertrauen, das mir entgegengebracht wird."

Günter Müller-Rogalla, 1962 im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein geboren, hatte, bevor er nach Koblenz kam, die Intendanz der Thüringen Philharmonie Gotha seit Oktober 2008 inne. Nach seinem Studium an der Musikhochschule des Saarlandes war er zunächst als  Instrumentallehrer und  als Musikschulleiter tätig, bevor er 1999 ins Kulturmanagement wechselte. Auf die Geschäftsführung der Neuen Elbland Philharmonie folgten Stationen als Verwaltungsdirektor der Dresdner Philharmonie, als Leiter der Musikakademie Schloss Weikersheim der Jeunesses Musicales Deutschland und als Verwaltungsleiter des Brandenburger Theaters.

„Für das Land war es keine Frage, Günter Müller-Rogalla die Verlängerung seines Vertrages anzubieten: Er hat Verantwortung übernommen in einer Spielzeit des Orchesters ohne Chefdirigenten. Die gesamte Planung, auch die künstlerische Programmplanung lastete zum großen Teil auf seinen Schultern. Es gelang Günter Müller-Rogalla einerseits die vielseitigen Engagements des Orchesters weiter zu begleiten und voranzutreiben und andererseits das Repertoire zu erweitern und neue Spielorte zu entdecken, wie z. B. das Stadttheater seiner Geburtsstadt Idar-Oberstein. Seine Programme wecken die Spielfreude des Orchesters, überzeugen das Publikum und sprechen alle Generationen an“, hebt der Kulturminister hervor.

Im Rahmen der Vertragsverhandlungen sicherte Konrad Wolf Günter Müller-Rogalla zu, sich in den laufenden Haushaltsverhandlungen für eine personelle Verstärkung der Rheinischen Philharmonie  einzusetzen; insbesondere eine zusätzliche Stelle in der Bratschengruppe zu schaffen.

Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur: Katharina Popanda ist neue Geschäftsführerin

Die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur bestimmte in der jüngsten Sitzung des Vorstands unter dem Vorsitz von Ministerpräsidentin Malu Dreyer Dr. Katharina Popanda zur neuen Geschäftsführerin. Die Auswahl erfolgte auf Grundlage einer bundesweiten Ausschreibung.

„Wir freuen uns über den einstimmigen Vorstandsbeschluss, Frau Popanda zur neuen Geschäftsführerin der Stiftung zu wählen. Sie bringt beste Qualifikationen mit und konnte in der Vorbereitung des Marx-Jubiläums ihre fachlichen und sozialen Kompetenzen unter Beweis stellen. Wir freuen uns, Frau Popanda für die Geschäftsführung gewonnen zu haben“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Katharina Popanda ist seit 2008 in der Stiftung tätig. Zuletzt begleitete die promovierte Kunsthistorikerin von Seiten des Kulturministeriums die Vorbereitungen zum Marx-Jubiläum und der großen Landesausstellung in Trier.

„Mit Frau Popanda haben wir eine sehr gute Wahl getroffen. Sie ist fachlich versiert und gut vernetzt in der rheinland-pfälzischen Kulturszene. Sie wird für die Kulturstiftung eine gute Ansprechpartnerin der Kulturschaffenden sein“, ergänzte Kulturminister Konrad Wolf, der auch Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung ist.

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