Samstag, 21. Juli 2018

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Im Klangrausch: Phoenix Foundation feat. Steve Fidyk, USA

Jazz in höchster Dosierung gab es mit der Phoenix Foundation am 19.11. bei der Stommel-Stiftung in Urbar.

Besetzung mit dynamisch-groovigem Spiel im Tutti und bei den Solos. Großes Erstaunen zeigt sich beim Publikum, mit welch einer Selbstverständlichkeit die noch sehr jungen Bandmitglieder eine unglaubliche Virtuosität und Musikalität auf der Bühne präsentierten. Schon jetzt wurde deutlich, dass für die Musiker beim Wort JAZZ alle Buchstaben groß geschrieben werden!

Weiter ging es im zweiten Teil mit den erfahreneren Mitgliedern der Phoenix Foundation unter der Leitung des eigens aus Seattle/USA angereisten Schlagzeugers und Bigband-Spezialisten Steve Fidyk. 2014 stand er dem Ensemble zum ersten Mal vor. Der Funke war damals sofort übergesprungen und der sympathische Amerikaner ist seitdem mit dem Jazzorchester eng verbunden. So eng, dass es sogar zu einer gemeinsamen CD-Produktion kam.

Die Schwingungen zwischen Dirigent und Musikern stimmen: unterhaltsam, humorvoll, abwechslungsreich und mit lässigem amerikanischen Understatement gepaart, dabei aber mit höchster Musikalität und Präzision. Das Publikum ließ sich spontan von der besonderen Stimmung anstecken, wozu sicher auch das humorvolle und selbstironische Auftreten der Musiker beitrug, die sich gerne zwischendurch mal gegenseitig „auf die Schippe“ nahmen.

Nach der Pause war die Phoenix-Power noch lange nicht erschöpft, die Band legte vielmehr mit der Präsentation ihrer neuen CD „Phoenix & Friends Vol. 2“. noch einen drauf – diesmal unter der Leitung von Frank Reichert, dem kreativen Kopf, CD-Produzent und Gesamtleiter der Phoenix Foundation und Steve Fidyk am Schlagzeug. Der Gast aus den USA bekam dabei erneut Gelegenheit, mit seinem Reichtum an dynamischen Abstufungen aufzuwarte um dann im eigentlichen Arrangement mit seinen Fills und Vorbereitungen der Bläsereinsätze zu explodieren. Zu Recht gilt Fidyk als ein Meister des Bigband-Schlagzeugs. Das Publikum war ebenso überwältigt wie die Musiker auf der Bühne, die hinterher von der Zusammenarbeit mit dem US-Gast schwärmen. Haben sie doch angesichts der Entwicklung durch seine Motivation in wenigen Tagen wieder einen Treppe nach oben steigen können.

Die Stommel Stifung freut sich auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.