Sonntag, 24. Juni 2018

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25 Jahre Else-Lasker-Schüler-Preis in Rheinland-Pfalz

Seit einem Vierteljahrhundert verleihen das Land Rheinland-Pfalz und das Pfalztheater Kaiserslautern den Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis und –Stückepreis des Pfalztheaters Kaiserslautern. Mit einem Preisgeld von 10.000 Euro ist der Else-Laske-Schüler-Preis einer der höchstdotierten Dramatikerpreise Deutschlands. „Mit dem Else-Lasker-Schüler-Preis zeichnen wir herausragende, deutschsprachige Dramatikerinnen und Dramatiker aus und fördern, insbesondere über die Vergabe des Stückepreises, hoffnungsvolle Nachwuchsautorinnen und -autoren. So entstehen neue, spannende Werke, die unsere Bühnen mit aktuellen Stoffen und Perspektiven beleben“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die als Vorstandsvorsitzende der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur die Verleihung des Preises vornimmt.

„Mit dem 25jährigen Jubiläum können wir auf eine stolze Geschichte des Dramatiker- und Stückepreises blicken. Wir haben namhafte Persönlichkeiten  mit der rheinland-pfälzischen Ehrung ausgezeichnet: Von der späteren Literatur-Nobelpreisträgerin Elfriede Jellinek, die 2003 für ihr Gesamtwerk geehrt wurde, über Roland Schimmelpfennig, der als einer der meist gespielten deutschen Dramatiker gilt, bis hin zu Sybille Berg, die wir zuletzt mit dem Preis 2016  ausgezeichnet haben. Diese beindruckende Liste zeigt, dass die rheinland-pfälzische Auszeichnung sich großer Beliebtheit unter erfolgreichen Autorinnen und Autoren erfreut“, so Kulturminister Konrad Wolf.

1993 wurde der Preis von der damaligen Kultusministerin Rose Götte und dem Intendanten des Pfalztheaters Pavel Fieber ins Leben gerufen. Benannt wurde die Auszeichnung nach der 1945 verstorbenen deutsch-jüdischen Dichterin und Zeichnerin, die als herausragende Vertreterin der avantgardistischen Moderne und des Expressionismus gilt.  Am 28. Februar 1993 wurde Kerstin Specht für ihr Stück „Mond auf dem Rücken“ mit dem ersten Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis ausgezeichnet. Der Stückepreis ging 1993 an Michael Roes für sein Werk „Chaim“.

Bis Mitte Januar konnten Interessierte ihre Werke für die 13. Preisverleihung in diesem Jahr einreichen. Aktuell prüft die Jury unter dem Vorsitz des Intendanten des Pfalztheaters, Urs Häberli, die eingegangenen Bewerbungen. Neben dem Schweizer gehören die Autorin und Theaterkritikerin Esther Boldt, die ZDF- und 3Sat Kulturredakteurin Meike Klingenberg, Prof. Dr. Franziska Schößler von der Universität Trier und Ulrich Khuon, Intendant des Deutschen Theaters in Berlin, dem Auswahlgremium an. Die kommende Preisverleihung wird am 19. Oktober 2018 im Kaiserslauterer Pfalztheater Ministerpräsidentin Malu Dreyer vornehmen.

„Das Pfalztheater Kaiserslautern ist stolz auf diesen Preis, der sich und unser Haus nachhaltig im zeitgenössischen deutschsprachigen Theater verortet. Dafür bedanken wir uns bei der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur und bei allen aktuellen und ehemaligen Jurymitgliedern auf das Herzlichste“, ergänzt Urs Häberli, Intendant des Pfalztheaters Kaiserslautern.