Freitag, 22. Oktober 2021

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26 Chöre – 29 Chorprojekte und tausende Stimmen

CHORona Malberg aus dem Chorverband Westerwald ist ‚Chor des Jahres 2020‘ und Jury-Gewinner des ersten SiLa-Awards 2020/21. Das Frauenensemble Entcantada - Kreis-Chorverband Altenkirchen -erhält den ‚Großen Preis des Publikums‘. Gemeinsam mit der Chorakademie Kastellaun aus dem KCV Hunsrück sind sie zugleich Dritte in der Jurywertung. Die Singschule Koblenz ist zweitplatzierte Gewinnerin des Jurypreises.

Mit dem ‚Nikolaus-Drive-In‘ im Dezember 2020 erzielte CHORona Malberg eine überaus starke Medienpräsenz. Dies war eines der wesentlichen Kritierien auf dem Weg zum ‚SiLa-Award‘, dem neuen Medienpreis, den der Chorverband Rheinland-Pfalz gemeinsam mit ‚Singendes Land – Das Magazin zur Chorkultur‘ verleiht. Die Jury begründete die Bewertung darüber hinaus: „CHORona Malberg hat eine wahnsinnig berührende Aktion geschaffen, mit hohem Aufwand und Liebe zum Detail auf mehreren Ebenen vorbereitet und umgesetzt. CHORona Malberg zeigt, dass Chor nicht nur ‚stures‘ Singen bedeutet, sondern auch Sozialaktionen, die in Zeiten der Pandemie wichtig sind.“

4.721 Stimmen votierten in der Online-Abstimmung zum ‚Großen Preis des Publikums‘ des diesjährigen SiLa-Awards. Jede Person, die an der Abstimmung teilnahm, konnte mit je einer Stimme für bis zu drei Chöre voten. Das Frauenensemble Encantada erhielt 770 Stimmen und gewann damit den den ‚Großen Preis des Publikums‘. Darüber hinaus war Encantada, auch dank einer erstklassigen Präsentation der Aktivitäten im Jahr 2020, bis auf zwei Nachkommastellen punktgleich mit der Chorakademie Kastellaun. Beide erhielten den dritten Preis der Jury. „Die Chorakademie Kastellaun zeigt eine beeindruckende Vielfalt an Engagement auf vielen gesellschaftlichen Ebenen. Insbesondere die Teilnahme am virtuellen Benefizkonzert ‚European Solidarity Challenge‘, mit dem bemerkenswerten Beitrag ‚Baba Yetu‘, sei besonders hervorzuheben“, so begründete die Jury unter anderem die Bewertung für die Chorakademie des Musikforums Kastellaun.

Zweiter Jurypreisträger ist die Singschule Koblenz, die trotz der gegebenen Umstände mit zahlreichen Aktivitäten im Jahr 2020 überzeugte. Die Jury lobt „die professionellen Ideen, die von den jungen aktiv Singenden mitkonzipiert, durchgeführt, vor allem sehr kreativ umgesetzt wurden.“ Zielgruppengerecht und öffentlichkeitswirksam mache die Singschule Koblenz auf die besondere Situation aufmerksam und lasse zugleich das Gemeinschaftsgefühl fortleben.

Jürgen Bruch, Stefan Donath, Matiss Druvins, Rolf Schmitz-Malburg und die Juryvorsitzende Nina Ruckhaber bestimmten aus 26 Chören den ‚Chor des Jahres 2020‘ sowie die zweiten und dritten Preisträger des SiLa-Awards 2020/21. Aus den eingereichten Projekten der Chöre wurde mit öffentlichem Onlinevotum der ‚Große Preis des Publikums‘ ermittelt.

„Meinen allergrößten Respekt“, so lobte Rolf Schmitz-Malburg nach erster Sichtung der eingesandten Bewerbungen die teilnehmenden Chöre. „Die Durchsicht des Materials erweckt eine Mischung aus Wehmut und Aufbruch, somit ein großes Dankeschön an alle Mitwirkenden und das ganze Orgateam.“ Stefan Donath ergänzt: „Ja, es hat große Freude gemacht, die vielen engagierten Beiträge zu sichten.“ Und die Juryvorsitzende Nina Ruckhaber stellte abschließend fest: „Die Vielzahl und Vielfalt der Bewerbungen zeigt deutlich, dass sich die Chorszene nicht unterkriegen lässt und kreative Wege zum gemeinsamen Musizieren findet. Kaum vorstellbar welche Energie wir erleben werden, wenn das reale Proben unter normalen Bedingungen wieder möglich ist.“

Die 29 eingereichten Chorprojekte sind noch bis zum 10. Juni unter singendesland.de/voting einsehbar.

Karl Wolff, der Präsident des Chorverbands Rheinland-Pfalz, ist von der Resonanz durch die teilnehmenden Chöre begeistert: „Bewerbungen erreichten uns aus allen Regionen und nahezu allen Kreis-Chorverbänden im Chorverband Rheinland-Pfalz: Von Worms bis Ahrweiler, von Bernkastel-Wittlich bis Unterlahn, von Birkenfeld bis Altenkirchen. Und ich will, im Namen des ganzen Präsidiums, allen Chören danken, die sich um diesen ersten SILa-AWARD beworben und im letzten Jahr so engagiert gezeigt haben. Die bewiesen haben: Mit Suchen nach und Finden von Lösungen – mit etwas gutem Willen ist vieles realisierbar. Der ganz besondere Dank des Präsidiums geht an die Mitglieder der Jury, die sich die Entscheidung zu den Preisträgern sicherlich nicht leicht gemacht haben.“