Mittwoch, 20. Oktober 2021

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Brost-Ruhr Preis für Fritz Pleitgen

WDR-Legende wird für Verdienste um das Ruhrgebiet ausgezeichnet

2010 Tische mitten auf der A40, Millionen Menschen flanieren am sonnigen 18. Juni 2010 über die gesperrte Autobahn. Das „Still-Leben“ im Rahmen der „RUHR.2010“ ist im kollektiven Gedächtnis des Ruhrgebietes fest verwurzelt. Fritz Pleitgen, Macher des Kulturhauptstadt-Projektes, hat nicht nur mit diesem Ereignis die Region geprägt.  Als früherer Intendant des Westdeutschen Rundfunks setzte er sich für den Aufbau der Regionalstudios ein, unter dem Motto „Wir schalten nach nebenan“ war Dortmund erster Revierstandort. Später hob er mit dem Geschäftsführer der damaligen WAZMediengruppe eine Mediathek aus der Taufe, die Film-, Ton- und Textdokumente aus und für die Region zusammenstellte. Der Erfolg dieser Reihe war spektakulär und lief über Jahre.

Wegen seiner Verdienste um das Ruhrgebiet verleiht die Brost-Stiftung Fritz Pleitgen den BrostRuhr-Preis. Die Auszeichnung ist neben dem Ehrenpreis mit 20.000 Euro dotiert, die der leidenschaftliche Journalist einer wohltätigen Organisation zukommen lässt.

„Fritz Pleitgen erhielt zahlreiche Ehrungen und Preise für sein öffentliches Wirken“, so Bodo Hombach, Vorstandsvorsitzender der Brost-Stiftung in seiner Würdigung. „Er ‚brauchte‘ keinen davon. Sein Motto war immer ‚Ich dien.‘ Die Gesellschaft jedoch braucht Menschen wie ihn. Mehr denn je in einer Zeit schwindender Maßstäbe. Fritz Pleitgen gebührt Anerkennung, Respekt und Dank. Die BrostStiftung will das zum Ausdruck bringen.“

„Als Kind des Ruhrgebiets betrachte ich die Auszeichnung mit dem Brost Ruhr-Preis als eine besondere Ehre“, freut sich Preisträger Fritz Pleitgen über die Auszeichnung. „Für meine Heimat habe ich mich immer gerne ins Zeug gelegt. Jedes dieser Engagements erwies sich wegen des außergewöhnlichen Charakters des Ruhrgebiets als eine Bereicherung meines Lebens.“

Die Preisverleihung findet am 22. Juni (12.00 Uhr) in Essen statt.

Der Preis

Der Brost-Ruhr Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. Diese gehen nicht an den Preisträger. Er kann sie nur an eine soziale Einrichtung seiner Wahl weiterreichen. Erstmalig wurde der Preis im Jahr 2020 verliehen, ausgezeichnet wurde damit NRW-Innenminister Herbert Reul.

Die Trophäe selbst ist eine Stahlplastik des Ruhrgebiets-Künstlers Marcus Kiel. Das Werk des Künstlers reflektiert die Dynamik einer sich ständig transformierenden Region und erinnert zugleich an die Stifterin Anneliese Brost. Das Ruhrgebiet war ihre Heimat und ist deshalb Förderschwerpunkt ihrer Stiftung.

Über die Brost-Stiftung

Die Brost-Stiftung wurde am 1. Juni 2011 mit Sitz in Essen gegründet. Sie führt das gesellschaftliche Engagement der Stifterin Anneliese Brost in eine gesicherte Zukunft. Förderschwerpunkt ist das Ruhrgebiet, dessen Identität gestärkt werden soll. Im Mittelpunkt steht dabei die Förderung der Kinder-, Jugend- und Altenhilfe, der Kunst und Kultur, der Volks- und Berufsbildung sowie des journalistischen Nachwuchses.

Hinweis zum Hygienekonzept

Beim Pressetermin besteht Maskenpflicht. Des Weiteren sind die nötigen Abstände von mindestens 1,5 m einzuhalten. Die Brost-Stiftung dankt Ihnen für Ihre Mithilfe.