Dienstag, 07. Dezember 2021

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Industrieproduktion im Oktober leicht gesunken

Die Produktionsleistung der rheinland-pfälzischen Industrie ging im Oktober leicht zurück. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf Basis vorläufiger Werte lag der Produktionsindex preis-, kalender- und saisonbereinigt um 0,4 Prozent unter dem Niveau des Vormonats.

Der Rückgang ist auf die Produktionsentwicklung in zwei der drei industriellen Hauptgruppen zurückzuführen. Die Ausbringung der Konsumgüterproduzenten schrumpfte gegenüber dem Vormonat um 3,8 Prozent. Ebenfalls rückläufig war der Output der Hersteller von Vorleistungsgütern (minus 1,5 Prozent). Die Produktionsmenge der Investitionsgüterhersteller legte im Oktober um 5,8 Prozent zu.

Zur Produktionssteigerung der Investitionsgüterhersteller leistete die Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie einen entscheidenden Beitrag: Nachdem der Output der Branche mit den zweithöchsten Umsätzen des Verarbeitenden Gewerbes vier Monate in Folge zurückgegangen war, stieg er im Oktober kräftig um 16 Prozent. Aber auch der Maschinenbau, der ebenfalls zu der Investitionsgüterindustrie zählt und die drittgrößte Branche der rheinland-pfälzischen Industrie ist, erhöhte seine Produktionsmenge gegenüber dem Vormonat um 4,6 Prozent. Die Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie gehört und die größte Branche des Verarbeitenden Gewerbes ist, drosselte die Ausbringung dagegen um 3,6 Prozent.

Verglichen mit dem Vorjahresmonat stieg die bereinigte Industrieproduktion um 5,7 Prozent. Der Güterausstoß der Konsumgüterproduzenten war im Oktober 2021 um 19 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Auch der Output der Vorleistungsgüterhersteller nahm mit einem Plus von 9,3 Prozent deutlich zu. Rückläufig war die Ausbringung der Investitionsgüterproduzenten (minus 9,9 Prozent) aufgrund der schwachen Entwicklung der Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie. In der Branche lag die Produktionsmenge um 39 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats, was vor allem mit den globalen Lieferengpässen bei Halbleitern zusammenhängen dürfte. Der Output des Maschinenbaus stieg um 16 Prozent. In der Chemieindustrie war der Güterausstoß im Oktober um 13 Prozent höher als im Vorjahresmonat.

Die Pressemeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Beobachtung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Die Berechnungen beruhen auf vorläufigen Ergebnissen; nachträgliche Änderungen durch spät eintreffende oder korrigierte Meldungen von Betrieben sind möglich. Weitere Erläuterungen

Autor: Matthias Kowalczyk (Referat Analysen Wirtschaft)

Dreifach Geimpfte von Testpflicht ausgenommen

IHKs begrüßen pragmatische Anpassung der Corona-Regeln

Mainz/Trier/Ludwigshafen/Koblenz, 3. Dezember 2021. Ab Samstag, den 4.12., gelten auch in Rheinland-Pfalz die im Grundsatz bundesweit einheitlichen Corona-Schutzmaßnahmen. Dazu zählen im Wesentlichen die 2G-Zugangsbeschränkung im Handel und die 2G-Plus-Zugangsbeschränkung in Innenbereich, hiervon sind v.a. die Gastronomie, körpernahe Dienstleistungen aber auch Fitessstudios betroffen. „Wir würden es begrüßen, wenn im Handel statt einer Zugangskontrolle auf Stichproben gesetzt wird. So lässt sich im Einzelhandel die 2G-Regel relativ einfach umsetzen. Durch die stichprobenartige Kontrolle an der Kasse kann das Weihnachtsgeschäft weitergehen, ohne dass teure und abschreckende Zugangskontrollen nötig sind“, so Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz.

Die Befreiung von der Testpflicht für dreifach geimpfte Personen begrüßen die vier rheinland-pfälzischen IHKs: „Wir erwarten diesmal eine erfolgreiche Booster-Kampagne. Gelingt diese, werden immer mehr Menschen auch ohne zusätzlichen Test in Restaurants und Gaststätten gehen können. Zudem gibt es so einen größeren Anreiz zur Dritt-Impfung“, unterstreicht Rössel. „Bis dahin wird es aber noch dauern, darum sind die aktuell fehlenden Testkapazitäten und langen Warteschlangen vor den Testzentren ein ernstes Problem.“

Industrie im Oktober 2021: Auftragseingänge steigen

Die Nachfrage nach rheinland-pfälzischen Industrieprodukten stieg im Oktober 2021. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um 2,5 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Aus dem Inland gingen 1,6 Prozent mehr Bestellungen ein als im September; die Nachfrage aus dem Ausland legte um drei Prozent zu.

Zwei der drei industriellen Hauptgruppen verbuchten einen Anstieg des Ordervolumens. In der Konsumgüterindustrie, in der die Nachfrage zurzeit besonders stark schwankt, gingen im Oktober 19 Prozent mehr Aufträge ein als im Monat zuvor. Die Bestellungen in der Investitionsgüterindustrie lagen um 3,5 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Einbußen gab es in der Vorleistungsgüterindustrie – dort sank das Ordervolumen um 3,4 Prozent.

Der Nachfragerückgang in der Vorleistungsgüterindustrie ist unter anderem auf die Chemieindustrie zurückzuführen. In dieser Branche, die gemessen am Umsatz der größte Industriezweig in Rheinland-Pfalz ist, schrumpfte das Ordervolumen im Oktober um 3,6 Prozent. Auch in der Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie, die zur Investitionsgüterindustrie zählt und die zweitgrößte Industriebranche ist, waren die Bestellungen rückläufig (minus 2,1 Prozent). Der Maschinenbau, der ebenfalls zur Investitionsgüterindustrie gehört und die drittgrößte Branche ist, verzeichnete einen Anstieg der Auftragseingänge um 6,6 Prozent.

Die Nachfrage nach rheinland-pfälzischen Industrieprodukten war im Oktober 2021 weit höher als im Vorjahresmonat (plus 30 Prozent). Inlands- und Auslandsgeschäfte liefen wesentlich besser als ein Jahr zuvor (plus 21 bzw. plus 35 Prozent) und auch deutlich besser als vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020. Besonders stark stiegen die Auftragseingänge in der Investitionsgüterindustrie (plus 59 Prozent) und in der Konsumgüterindustrie (plus 50 Prozent). In der Vorleistungsgüterindustrie lagen die Auftragseingänge nur leicht über dem Niveau des Vorjahresmonats (plus 1,7 Prozent). In der Chemieindustrie gingen 4,5 Prozent mehr Bestellungen ein als im Oktober 2020. Die Nachfrage nach Kraftwagen und Kraftwagenteilen war fast doppelt so hoch wie im Vorjahresmonat (plus 91 Prozent). Im Maschinenbau erhöhte sich das Ordervolumen ebenfalls deutlich (plus 38 Prozent).

Die Pressemeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Die Berechnungen beruhen auf vorläufigen Ergebnissen; nachträgliche Änderungen durch spät eintreffende oder korrigierte Meldungen von Betrieben sind möglich. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

Weltbodentag

Landwirte in Deutschland schützen ihre Böden

Koblenz. Anlässlich des Weltbodentages am 5. Dezember betont der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, dass es eines der wichtigsten Anliegen der Bauern- und Winzerfamilien in Rheinland-Pfalz und Deutschland sei, die Fruchtbarkeit ihrer Böden zu erhalten, die Bodenkrume zu schützen und den Humusgehalt zu erhöhen: „Bäuerinnen und Bauern setzen sich vehement für einen fruchtbaren Boden ein, um das wichtigste Kapital eines landwirtschaftlichen Betriebes zu erhalten. Darüber hinaus denken Menschen in den grünen Berufen in Generationen. Es ist ihnen ein großes Anliegen, den nachkommenden Generationen gesunde und fruchtbare Böden zu übergeben.“

Horper betont weiterhin, dass der wirtschaftliche Nutzen der Böden für die Betriebe nur ein Aspekt sei. Es sei den Bauernfamilien grundsätzlich ein großes Bedürfnis, aus Umweltschutzgründen ihre Böden gesund zu erhalten. Pflanzenschutzmittel würden sehr verantwortungsbewusst eingesetzt, um die Kulturpflanzen zu schützen und gesunde Nahrungsmittel zu erzeugen. Darüber hinaus würden die Kulturen nach Bedarf ernährt, also gedüngt. Dabei würden organische Düngemittel, wie z.B. Festmist oder Gülle, eine wichtige Rolle spielen, da sie zum Aufbau von Humus beitrügen und somit die Bodenfruchtbarkeit verbessern würden. Gerade die Gülle stehe gesellschaftlich zu Unrecht in der Kritik. Horper sieht viel mehr Gefahren für den Bodenschutz im Bereich der zunehmenden Vermüllung und vor allem durch den viel zu hohen Flächenverbrauch für Bau-, Gewerbe- und Verkehrsflächen. In den letzten zwanzig Jahren sei eine Fläche von über zwanzig Mal zwanzig Kilometern (!) in Rheinland-Pfalz versiegelt worden, das entspricht 56.000 Fußballfelder. Diese Entwicklung sei der größte Feind des Bodenschutzes. Horper werde nicht nachlassen, auf diese Fehlentwicklung aufmerksam zu machen.

Kfz-Handel im September: Deutlicher Rückgang bei Umsatz und Beschäftigten

Der Umsatz des rheinland-pfälzischen Kfz-Handels (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kfz) entwickelte sich auch im September 2021 rückläufig. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems setzten die Kfz-Händler im September 2021 real, also um Preisveränderungen bereinigt, 8,5 Prozent weniger um als im Vorjahresmonat (Deutschland: minus fünf Prozent).

Nominal bzw. einschließlich Preisänderungen betrug der Rückgang 5,6 Prozent (Deutschland: minus 2,1 Prozent). Die Zahl der Beschäftigten verringerte sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,7 Prozent (Deutschland: minus 1,5 Prozent).

Handel mit Kraftwagenteilen und -zubehör am stärksten betroffen

Die höchsten realen Umsatzeinbußen wies der Handel mit Kraftwagenteilen und -zubehör auf (minus elf Prozent). Der Handel mit Kraftwagen erwirtschaftete 9,7 Prozent weniger. Der Umsatz im Bereich „Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen“ entwickelte sich ebenfalls rückläufig (minus 2,7 Prozent).

Zeitraum von Januar bis September

Die realen Umsätze lagen 2021 nach einem Dreivierteljahr vier Prozent über denen des Vorjahreszeitraums (nominal: plus 6,3 Prozent). Die Beschäftigung ging im gleichen Zeitraum um 2,3 Prozent zurück.

Die Entwicklung ausgewählter Wirtschaftsbereiche stellen wir auf einer Sonderseite zu den Folgen der Corona-Krise dar.

Die monatliche Kraftfahrzeughandelsstatistik basiert auf einem Mixmodell. Dabei werden große Unternehmen (Rechtliche Einheiten) in einer Stichprobenerhebung direkt befragt; die Angaben zu den übrigen Unternehmen werden aus Verwaltungsdaten gewonnen. Nach diesem Konzept werden alle Zweigniederlassungen, die von Unternehmen in Rheinland-Pfalz betrieben werden, in die Auswertung einbezogen. Bei zeitlichen Vergleichen ist der Berichtskreiswechsel im Berichtsmonat Februar 2021 zu beachten. Gleichzeitig ist die Unterteilung der Beschäftigten nach Voll- und Teilzeit entfallen.

Autorin: Dr. Noreen Geenen (Referat Unternehmensstatistiken)

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