Samstag, 25. September 2021

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Sechs Millionen Hektoliter Weinmost erwartet

Die Winzerinnen und Winzer in Rheinland-Pfalz erwarten in diesem Jahr eine leicht überdurchschnittliche Weinmosternte. Die Ernteberichterstattenden des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz schätzten die Erntemenge für Weinmost Ende August auf rund sechs Millionen Hektoliter, das wären 1,5 Prozent mehr als im langjährigen Durchschnitt, aber 1,4 Prozent weniger als in 2020.

Im Gegensatz zu den zurückliegenden Trockenjahren führte die unbeständige, feuchte Witterung während der Vegetationsperiode 2021 zu entsprechendem Krankheitsdruck. Dies erschwerte den Winzerinnen und Winzern die Gesunderhaltung ihrer Rebstöcke. Die Erntemenge der weißen Moste übersteigt nach aktuellen Schätzungen mit 4,2 Millionen Hektoliter den Durchschnitt der Jahre 2011 bis 2020 um rund sieben Prozent. Beim Rotmost liegt die Erntemenge mit 1,7 Millionen Hektoliter auf dem Niveau des Vorjahres. Gegenüber dem langjährigen Mittel fehlen knapp zehn Prozent.

Riesling ist die mit Abstand wichtigsten Rebsorte im Land: Gut ein Viertel der Erntemenge bzw. 1,6 Millionen Hektoliter werden erwartet. Die Erntemenge liegt knapp sechs Prozent unter der von 2020. Mit jeweils rund 0,7 Millionen Hektoliter folgen Müller-Thurgau und Dornfelder. Müller-Thurgau verzeichnet die größte Erntemengeneinbuße unter den Leitrebsorten (minus 13 Prozent).

Für Rheinhessen – dem größten Weinanbaugebiet Deutschlands – wurde mit knapp 2,5 Millionen Hektoliter eine Erntemenge geschätzt, die dem langjährigen Vergleichswert entspricht. In der Pfalz wird die Erntemenge mit 2,4 Millionen Hektoliter deutlich über dem Durchschnitt 2011 bis 2020 von 2,2 Millionen Hektoliter liegen. An der Mosel wird mit 0,7 Millionen Hektoliter eine Erntemenge unter dem langjährigen Durchschnitt erwartet (minus 5,4 Prozent). Für das durch die Flutkatastrophe im Juli betroffene Anbaugebiet Ahr ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Ergebnis ausweisbar.

Wegen des Termins, zu dem die Schätzungen erfolgen, sind die Ergebnisse noch mit Unsicherheiten behaftet. Veränderungen aufgrund des weiteren Witterungsverlaufs sind ebenfalls möglich.

Im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung berichten rund 200 Ernteberichterstatterinnen und Ernteberichterstatter regelmäßig freiwillig über die Weinmosterträge. Bei den Ertragsschätzungen wird stets davon ausgegangen, dass der weitere Witterungsverlauf keine Extreme aufweist.
Für das von der Flutkatastrophe stark betroffene Weinanbaugebiet Ahr liegen derzeit nicht genügend Angaben für die Ausweisung von belastbaren Werten vor. Die mit Unsicherheit behafteten Ergebnisse zum Weinanbaugebiet Ahr werden daher nicht veröffentlicht. In die Erstellung der Ergebnisse für Rheinland-Pfalz wurden die Angaben einbezogen.

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

Bauhauptgewerbe im Juli 2021: Auftragseingänge steigen kräftig

Die Auftragseingänge des rheinland-pfälzischen Bauhauptgewerbes sind im Juli 2021 kräftig gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems gingen kalender- und saisonbereinigt 23 Prozent mehr Bestellungen ein als im Juni. Die baugewerblichen Umsätze lagen hingegen um sechs Prozent unter dem Niveau des Vormonats.

In den ersten sieben Monaten des Jahres war das Ordervolumen insgesamt 17 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Allerdings dürfte zu diesem Zuwachs auch der starke Anstieg der Baupreise in den vergangenen Monaten beigetragen haben. Die baugewerblichen Umsätze erhöhten sich nur leicht um 0,8 Prozent.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Der Anstieg der Auftragseingänge im Juli gegenüber dem Vormonat ist insbesondere auf die günstige Nachfrageentwicklung im Hochbau zurückzuführen (plus 46 Prozent). Der Grund dafür sind Großaufträge im Wohnungsbau, durch die sich die Bestellungen in diesem Bereich gegenüber dem Vormonat fast verdreifachten (plus 185 Prozent). Im öffentlichen und im gewerblichen Hochbau gingen weniger Aufträge ein als im Juni (minus 40 bzw. minus 13 Prozent). Im Tiefbau stieg die Nachfrage um 4,2 Prozent. Den stärksten Zuwachs gab es im gewerblichen Tiefbau (plus 15 Prozent). Der Straßenbau legte um 1,6 Prozent zu. Im sonstigen öffentlichen Tiefbau sank das Ordervolumen leicht um 0,9 Prozent.

Von Januar bis Juli 2021 lagen die Auftragseingänge insgesamt sowohl im Hoch- als auch im Tiefbau über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Im Hochbau gingen in den ersten sieben Monaten 22 Prozent mehr Bestellungen ein als im Jahr zuvor. Im Tiefbau fiel der Zuwachs mit plus 13 Prozent etwas geringer aus.

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Die baugewerblichen Umsätze lagen im Juli in fast allen Bereichen unter dem Niveau des Vormonats. Im Hochbau sanken die Erlöse um 6,7 Prozent. Dazu trugen der gewerbliche Hochbau (minus 8,7 Prozent) und der Wohnungsbau (minus 8,3 Prozent) bei. Der öffentliche Hochbau verbuchte hingegen ein Plus von 5,6 Prozent. Der Tiefbau erwirtschaftete im Juli 5,1 Prozent weniger Umsatz als im Monat zuvor. Die Erlöse im Straßenbau schrumpften um 9,2 Prozent. Im gewerblichen Tiefbau schlug ein Umsatzrückgang um 4,3 Prozent zu Buche. Währenddessen verzeichnete der sonstige öffentliche Tiefbau einen Zuwachs um 1,9 Prozent.

Von Januar bis Juli 2021 erwirtschaftete der Hochbau 5,3 Prozent mehr Umsatz als ein Jahr zuvor, da die Erlöse im gewerblichen Hochbau wesentlich höher waren als in den ersten sieben Monaten 2020 (plus 17 Prozent). Im Tiefbau lag der baugewerbliche Umsatz hingegen um 3,7 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

Tabelle: Konjunktur im Bauhauptgewerbe in Rheinland-Pfalz

Ein Drittel der landwirtschaftlichen Betriebe hat Schwerpunkt im Weinbau

Wie das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz auf Grundlage der endgültigen Ergebnisse der Landwirtschaftszählung 2020 mitteilt, stellen Weinbaubetriebe mit 35 Prozent nach wie vor die wichtigste Säule der landwirtschaftlichen Erzeugung im Land dar. Verglichen mit der Landwirtschaftszählung 2010 nahm die anteilige Bedeutung des Weinbaus jedoch ab.

Die betriebswirtschaftliche Ausrichtung (BWA) kennzeichnet die landwirtschaftlichen Betriebe nach ihrem Produktionsschwerpunkt. Die wichtigste Produktionsrichtung ist der Dauerkulturanbau mit 6.300 Betrieben oder knapp 40 Prozent (minus 5,3 Prozentpunkte seit 2010). Der Weinbau, der zu den Dauerkulturen zählt, stellt mit 5.600 Betrieben den wichtigsten betriebswirtschaftlichen Schwerpunkt der landwirtschaftlichen Produktion in Rheinland-Pfalz dar. Rund 35 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe haben im Weinbau ihren Schwerpunkt (minus 7,2 Prozentpunkte seit 2010). In Deutschland entfallen nur 4,2 Prozent der Betriebe auf den Weinbau.

Anteilig machen die Futterbaubetriebe mit 4.100 Betrieben (2010: 5.000 Betriebe) knapp 26 Prozent aus (plus 1,4 Prozentpunkte seit 2010). Unter dem Futterbau wird vor allem die Rinder- und Schafhaltung sowie die Bewirtschaftung von Flächen zur Futtererzeugung wie Grünland und Silomais subsumiert.

Gut 24 Prozent der rheinland-pfälzischen Betriebe sind Ackerbaubetriebe. Dies entspricht seit 2010 einem Plus von 6,6 Prozentpunkten. Damit hat die Anzahl der Ackerbaubetriebe im Gegensatz zu allen anderen BWA zugenommen: 2010 hatten 3.600 Betriebe Ackerbau als Schwerpunkt, 2020 waren es 3.900 Betriebe. Diese Entwicklung dürfte unter anderem auf den Rückgang der Viehhaltung zurückzuführen sein. Der Anteil der Gemischtbetriebe ohne Spezialisierung ist seit 2010 um 2,1 Prozentpunkte auf 7,9 Prozent zurückgegangen.

Zusätzliche Einkommensquellen neben der eigenen landwirtschaftlichen Erzeugung

Rund 38 Prozent bzw. gut 6.200 landwirtschaftliche Betriebe in Rheinland-Pfalz erschlossen sich laut der Landwirtschaftszählung 2020 Einkommensquellen, die außerhalb der eigentlichen landwirtschaftlichen Erzeugung und einer außerbetrieblichen Erwerbstätigkeit lagen (Deutschland: 110.600 Betriebe bzw. 42 Prozent). Knapp 2.700 dieser Betriebe gaben die Erzeugung von erneuerbaren Energien als weitere Einkommensquelle an. Mit Arbeiten für andere landwirtschaftliche Betriebe erzielten knapp 1.600 Betriebe zusätzliches Einkommen. Auch über die Direktvermarktung ihrer Produkte erwirtschafteten 1.500 Betriebe weitere Einnahmen. Rund 1.200 Betriebe waren im Fremdenverkehr und 700 in der Pensions- und Reitsportpferdehaltung tätig. Bei der Erfassung der betrieblichen Einkommensquellen sind Mehrfachnennungen möglich, sodass die Summe der erfassten Einkommensquellen größer ist als die Zahl der Betriebe mit Einkommenskombinationen.

In größeren Haupterwerbsbetrieben ist die Hofnachfolge eher gesichert

Im Rahmen der Landwirtschaftszählung 2020 wurde Einzelunternehmen, deren Inhaber zum Zeitpunkt der Befragung 55 Jahre oder älter waren, die Frage nach der Weiterführung des Betriebs gestellt. In größeren Betrieben standen Nachfolger öfter zur Verfügung als in kleineren. Darüber hinaus war die Nachfolge in Haupterwerbsbetrieben mit 26 Prozent häufiger bereits geregelt. Mit 21 Prozent fiel dieser Anteil bei Nebenerwerbsbetrieben niedriger aus.

Um für jüngere Landwirtinnen und Landwirte (bis einschließlich 40 Jahre) einen zusätzlichen Anreiz zu schaffen, einen Hof zu übernehmen oder neu zu gründen, gibt es seit 2015 neben anderen Fördermöglichkeiten die sogenannte Junglandwirteprämie. Mit ihr können junge Landwirtinnen und Landwirte bis zu fünf Jahre mit Fördermitteln der Europäischen Union unterstützt werden. In Rheinland-Pfalz kam diese Förderung im Zeitraum 2018 bis 2020 rund 2.300 Betrieben zugute.

Weiterführende Informationen zum Thema „Lebensgrundlage Landwirtschaft“ in Form einer StoryMap finden Sie im Statistikportal des Bundes und der Länder unter der Internetadresse LZ2020.statistikportal.de (StoryMap: www.giscloud.nrw.de/arcgis/apps/storymaps/stories/0a145507a3154f8b8dc14f938a96f9b7).

Die LZ 2020 erfolgte zum Stichtag 1. März 2020. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Landwirtschaft wie etwa die fehlenden ausländischen Erntehelferinnen und Erntehelfer im Gemüsebau sind somit nicht in den Ergebnissen enthalten.
Betriebswirtschaftliche Ausrichtung (BWA): Gruppiert die Betriebe nach ihrem Produktionsschwerpunkt. Der monetäre Standardoutput der einzelnen Produktionsverfahren wird dazu ins Verhältnis zum gesamten Standardoutput des Betriebs gesetzt. Eine spezialisierte Ausrichtung liegt dann vor, wenn mindestens zwei Drittel des Standardoutputs aus dem jeweiligen Produktionsverfahren stammen.

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

Talfahrt im Gastgewerbe hält an

Im Juli liegt der Umsatz des rheinland-pfälzischen Gastgewerbes erneut unter dem bereits niedrigen Umsatzniveau des Vorjahres. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems nahmen die Umsätze real, also um Preisveränderungen bereinigt, um 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ab. Nominal bzw. bewertet in jeweiligen Preisen lag das Minus bei 4,9 Prozent.

Hierbei ist zu berücksichtigen, dass das Gastgewerbe 2020 stark von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie betroffen war. Zur besseren Einordnung ein Vergleich mit den Ergebnissen aus 2019: Gegenüber den Juliwerten 2019 verringerten sich die realen Umsätze um 22 Prozent (nominal: minus 17 Prozent).

Umsatzentwicklung nach Wirtschaftszweigen

Die Umsatzverluste betrugen im Beherbergungsgewerbe real 4,5 Prozent. In der Gastronomie, auf die zwei Drittel der Gastgewerbeumsätze entfallen, wurden 5,7 Prozent weniger Umsätze gegenüber dem Vorjahr erzielt. Diese Entwicklung ist auf die Umsatzeinbußen im umsatzstarken Segment der Restaurants, Cafés, Eissalons und Imbissstuben zurückzuführen (minus elf Prozent). Die Caterer und Erbringer von sonstigen Verpflegungsleistungen erwirtschafteten als einziger Bereich ein deutliches Plus von real gut 36 Prozent.

Beschäftigung

Die Zahl der Beschäftigten reduzierte sich um 3,4 Prozent im Vergleich zu Juli 2020.

Zeitraum Januar bis Juli

In den ersten sieben Monaten 2021 gingen die Umsätze des rheinland-pfälzischen Gastgewerbes im Vergleich zum Vorjahreszeitraum real um 33 Prozent zurück (nominal: minus 31 Prozent). Die Umsätze im Beherbergungsgewerbe reduzierten sich um real 38 und die in der Gastronomie um real 31 Prozent. Der Beschäftigungsstand war um knapp 18 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.

Die Daten stammen aus der monatlichen Stichprobenerhebung bei rund 280 ausgewählten Gastgewerbeunternehmen in Rheinland-Pfalz. Die Angaben für Filialbetriebe von Hotel- und Restaurantketten mit Sitz in einem anderen Bundesland sind in den Ergebnissen enthalten. Es liegen keine absoluten Werte sowie Regionalangaben vor. Bei zeitlichen Vergleichen ist der Berichtskreiswechsel im Berichtsmonat Februar 2021 zu beachten. Gleichzeitig ist die Unterteilung der Beschäftigten nach Voll- und Teilzeit entfallen.
Durch die Corona-Krise sind die Gastronomie und das Beherbergungsgewerbe wirtschaftlich außerordentlich beeinträchtigt. Da die Durchsetzbarkeit der Meldepflicht in dieser Situation eingeschränkt ist, liegt der Schätzanteil der fehlenden Statistikmeldungen über dem sonst üblichen Maß.

Autorin: Petra Wohnus (Referat Unternehmensstatistiken)

Umsätze im Einzelhandel auf Vorjahresniveau

Umsätze im Einzelhandel auf Vorjahresniveau

Die Umsätze im rheinland-pfälzischen Einzelhandel lagen im Juli 2021 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems waren die Einzelhandelsumsätze real, also um Preisveränderungen bereinigt, geringfügig höher als im Juli 2020 (plus 0,2 Prozent). Nominal bzw. gemessen in jeweiligen Preisen betrug der Zuwachs 2,3 Prozent. Deutschlandweit belief sich das Umsatzplus real auf 0,4 Prozent (nominal: plus 2,5 Prozent).

Der Einzelhandel mit Lebensmittel konnte real gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,7 Prozent zulegen (nominal: plus 2,6 Prozent); die Geschäfte im Non-Food-Bereich verliefen dagegen etwas schlechter (minus 0,1 Prozent; nominal: plus 2,2 Prozent).

Umsatzentwicklung nach Wirtschaftszweigen

Die Entwicklungen in den fünf Handelsbereichen zeigen unterschiedliche Verläufe. Das umsatzstärkste Segment, der Handel mit Waren verschiedener Art in Verkaufsräumen (einschließlich Lebensmittel) verbuchte einen realen Umsatzanstieg um 0,6 Prozent. Deutlich besser entwickelte sich der ebenfalls umsatzstarke Bereich „Sonstige Güter“, zu dem beispielsweise Bekleidung, Schuhe und Lederwaren zählen, mit einem Plus von 3,9 Prozent. Der gemessen an den Erlösen ebenfalls bedeutende Einzelhandelszweig „Sonstige Haushaltsgeräte, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf“ realisierte weniger Umsatz (minus ein Prozent). Deutliche Einbußen gab es in dem umsatzschwächeren Handel mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwaren (minus fünf Prozent). Der Handel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik lag mit drei Prozent im Plus.

Beschäftigung

Der Personalstand im Einzelhandel war im Vergleich zum Juli 2020 um 0,8 Prozent niedriger (Deutschland: plus ein Prozent).

Zeitraum Januar bis Juli

In den ersten sieben Monaten 2021 wurde im Einzelhandel ein ähnliches reales Ergebnis erzielt wie im Vorjahreszeitraum. Der Lebensmittelbereich setzte real 1,7 Prozent mehr um; im Non-Food-Segment war es dagegen 1,3 Prozent weniger. In jeweiligen Preisen ergab sich ein Umsatzplus von 1,9 Prozent. Die Beschäftigtenzahl stieg in diesem Zeitraum um 0,6 Prozent.

Die Daten stammen aus der monatlichen Stichprobenerhebung bei ausgewählten Einzelhandelsunternehmen in Rheinland-Pfalz. Die Angaben für Filialbetriebe von Einzelhandelsketten mit Sitz in einem anderen Bundesland sind in den Ergebnissen enthalten. Bei zeitlichen Vergleichen ist der Berichtskreiswechsel im Berichtsmonat Februar 2021 zu beachten. Gleichzeitig ist die Unterteilung der Beschäftigten nach Voll- und Teilzeit entfallen.
Die Einzelhandelsmesszahlen werden in fünfjährigem Abstand auf ein neues Basisjahr umgestellt. Ab der Veröffentlichung der Ergebnisse für den Berichtsmonat Januar 2018 beziehen sich alle Daten der Einzelhandelsstatistik nun auf das Basisjahr 2015 (zuvor 2010).
Bei der Interpretation der Ergebnisse ist zu beachten, dass sie durch die unterschiedlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beeinflusst sind.

Autorin: Petra Wohnus (Referat Unternehmensstatistiken)

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