Donnerstag, 22. April 2021

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Konstruktion der Extreme

Am 26. April jährt sich das Reaktorunglück von Tschernobyl zum 35. Mal. Nachdem der alte Sarkophag aus Beton der Belastung nicht standhielt, schirmt seit wenigen Jahren die neue Schutzhülle den havarierten Reaktor in Tschernobyl ab – eine bisher einzigartige Mammutaufgabe, die unter anderem von dem Koblenzer Unternehmen Kalzip entwickelt und umgesetzt wurde.

Herausforderungen sind für das Unternehmen Kalzip nichts Neues, denn die Einsatzgebiete erfordern häufig individuelle Lösungen. Besondere Technologien und Konstruktionen aus den Spezial-Projekten adaptiert man erfolgreich in die Serienproduktion und macht sie dort zum marktreifen Standard. Deshalb hat das Unternehmen auf die meisten Anforderungen mit ausgereiften Produktsystemen die passenden Antworten. Das nicht zuletzt auch auf Basis einer eigenen Maschinenfertigung, in der für den Produktionsprozess selbst entwickelt und produziert wird.

„Dank unseres Knowledge-Transfers in die Serienproduktion trägt ein Projekt wie beispielsweise der Sarkophag in Tschernobyl nicht nur zum Schutz des Reaktors bei, sondern führt zu einer kontinuierlichen Verbesserung unserer Produkte.“

Christoph Schmidt, CSO Kalzip GmbH

Ähnlich wie man es also aus der Formel Eins oder der Raumfahrttechnologie kennt, entwickeln die Koblenzer in einigen Fällen Material, Konstruktionen oder Systemanwendungen für extreme Bedingungen. Und das gewonnene Wissen fließt dann später in viele der Produkt-Bereiche mit ein. So kann das kürzlich mit dem Plus-X-Award* ausgezeichnete Produktsystem für die Sanierung »Vario LB« mit vielen Komponenten der Tschernobyl-Anwendung trumpfen. Und genau von diesen Synergien profitieren Architekten, Bauherren und Auftraggeber für öffentliche Gebäude wie Kitas und Schulen oder gewerblich genutzte Immobilien – – Know-how aus extremen Anwendungen für internationale Sportstadien, Flughäfen oder sogar dem neuen Sarkophag für Tschernobyl machen das Gebäudeprojekt vor Ort langlebiger und nachhaltiger.

„Anspruchsvoll waren in Tschernobyl nicht nur die technischen Aufgaben. Allein die Beschaffung des Rohmaterials in diesen Mengen und die Sicherstellung der Nachverfolgung jedes einzelnen unserer Bauteile auf der Schutzhülle, führte zu einem bisher nicht dagewesenen Dokumentationsaufwand, sowohl bei uns als auch bei unserem Kunden.“

Thorsten Klein, COO Kalzip GmbH

Natürlich sind die Zahlen und Fakten rund um die neue Schutzhülle von Tschernobyl beeindruckend und lassen erkennen, welche technologische Höchstleistung von allen Beteiligten notwendig war, um das bis dato »größte mobile Bauwerk der Welt« zu realisieren. Aber dieses Projekt forderte auch auf ganz andere Art und Weise. Allem voran natürlich die Skepsis gegenüber der Strahlenbelastung auf der Baustelle. Schließlich fanden die Montagearbeiten in unmittelbarer Nähe des Reaktors statt. Bedenken, die das Unternehmen Kalzip durch größte Schutzmaßnahmen und Aufklärungsarbeit weitgehend beilegen konnten. Aber auch die äußerst aufwendige Koordination vor Ort war neu. Als Teamplayer war man sich der großen Verantwortung in diesem internationalen Projekt bewusst.

In Summe erhält auch das Thema Nachhaltigkeit hier eine völlig andere Dimension. Während die ökologische Perspektive von unseren Auftraggebern üblicherweise auf Materialparameter, Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit fokussiert, spielen im Tschernobyl-Projekt plötzlich auch Fertigungsqualität, Langlebigkeit und Stabilität eine Rolle – 100 Jahre Schutz durch die neue Außenhülle ist das Ziel.

Die Reaktor-Schutzhülle hat den Technologieführer gefordert – aber nicht überfordert. Vielmehr hat man Kompetenzen unter Beweis stellen dürfen, die ohnehin eine wichtige Rolle in der Unternehmenskultur und Produktqualität spielen. So konnten extreme Anforderungen später auch extrem gute Serienprodukte einfließen.

*Plus-X-Award

Der Plus-X-Award ist der weltweit größte Innovationspreis für Technologie, Sport und Lifestyle. Er wird von einer Expertenjury an besonders innovative Marken verliehen. Wer ihn gewinnt, steht in einer Reihe mit Unternehmen wie Abus und Adidas, Zwilling und Zeiss. 2020/21 wurde das neue Vario LB System in vier (Innovation, High Quality, Handling und Funktionalität) der insgesamt sieben Kategorien ausgezeichnet.

Traumhaus AG: Sichtbarer Fortschritt für Fertigteilewerk Kruft

Die Projektentwicklungsgesellschaft schafft Arbeitsplätze in der Region

Wiesbaden, 15. April 2021 – Als sichtbaren Fortschritt auf dem Baufeld zwischen Kruft und Andernach hat die Traumhaus AG nun die Stahlkonstruktion der Produktionshalle errichtet. Die Herstellung der vorgefertigten Wandelemente aus Mauerwerk ist in Zusammenarbeit mit der KLB Klimaleichtblock GmbH aus Andernach geplant.

Die auf serielles Bauen in Massivbauweise spezialisierte Firma aus Wiesbaden realisiert mit der Konstruktion der eigenen Fertigungsstätte einen weiteren Meilenstein für ihr Wachstum und fördert die Adaption an die Erfordernisse der sich automatisierenden Baubranche.

Mit der Investition in das Fertigteilewerk steigern wir die Qualität unserer Wandteile ein weiteres Mal, da die Steine nun maschinell von Roboterarmen unter optimalen klimatischen Bedingungen gesetzt werden“, erklärt Traumhaus AG-CEO Otfried Sinner die Vorteile.

Zusätzlich schafft die Wiesbadener Wohnungsbaufirma neue Arbeitsplätze in der Region. Das Richtfest der zirka 2.250 Quadratmeter großen Produktionshalle auf dem gut 25.600 Quadratmeter großen Grundstück feiert die Traumhaus AG voraussichtlich Ende Mai 2021, während deren Inbetriebnahme für den Spätsommer geplant ist.

IHK-Präsidentin kritisiert Testpflicht:

Mitarbeiter gesund halten, ist ureigenes Interesse der Wirtschaft

Koblenz, 13. April 2021. „Die Betriebe haben ein ureigenes Interesse, ihre Mitarbeiter gesund zu halten. Sie setzen deshalb seit über einem Jahr Hygiene-Maßnahmen, die Maskenpflicht, Homeoffice-Möglichkeiten oder Schichtmodelle wegen Homeschooling ohne Widerstand um. Auch das freiwillige Testen in den Unternehmen haben wir nur zu gerne umgesetzt, um unseren Beitrag zur Pandemiebekämpfung und zum Gesundheitsschutz unserer Mitarbeiter zu leisten. Denn gesund durch die Pandemie zu kommen, heißt Arbeitsplätze erhalten. Aber die nun beschlossene Testangebotspflicht ist ein Zeichen des Misstrauens gegenüber der Wirtschaft und reine Symbolpolitik“, so Susanne Szczesny-Oßing, Präsidentin der IHK Koblenz.

„Nicht alle Mitarbeiter wollen ihre Gesundheitsdaten preisgeben. Das ist zu respektieren, daran ändert auch das verpflichtende Corona-Test-Angebot nichts“, fordert die IHK-Präsidentin. Die IHK plädiert deshalb dafür, weiter auf die Selbstverpflichtung und das Verantwortungsbewusstsein der Wirtschaft zu setzen. Dass dies der richtige Weg sei, untermauere die IHK-Umfrage Mitte März: Fast jedes sechste Unternehmen in Rheinland-Pfalz bietet seinen Beschäftigten regelmäßig Corona-Tests an. Weitere 30 Prozent würden ihren Mitarbeitenden in Kürze Tests anzubieten. Doch die Umsetzung scheitert an der Verfügbarkeit und Beschaffung der Tests, an den Kosten und der Bürokratie.

„Betriebe sind keine Gesundheitseinrichtungen und der Staat macht es sich leicht, die Verantwortung und Kosten an die eh schon gebeutelten Betriebe abzuwälzen. Viele Unternehmen sind am Ende ihrer Kräfte. Mit dem organisatorischen und finanziellen Aufwand, der mit der Pflicht, Corona-Tests anzubieten, einhergeht, dürfen die Betriebe nun nicht allein gelassen werden. Wir fordern, dass die Politik alles daransetzt, eine Öffnungsperspektive für ein Leben mit dem Virus aufzuzeigen. Losgelöst von Priorisierungen muss beim Impfen mehr Tempo gemacht werden“, so Szczesny-Oßing. Wie dies funktionieren kann, hat die IHK in einem Konzeptvorschlag ausgearbeitet und der Landesregierung präsentiert: Sobald es durch ausreichend Impfstoffe möglich ist, auch dezentral zu impfen, sollen größere Unternehmen als „Ankerbetriebe“ mit ihren betriebsärztlichen Abteilungen als lokale Impf-Orte – auch für umliegende kleinere Betriebe – bereitstehen. So könnte die Wirtschaft als „dritte Säule“ die Impfstrategie des Landes ergänzt.

tourING

tourING ermöglicht angehenden Ingenieuren der Hochschule Koblenz erstmals einen digitalen Blick hinter die Kulissen

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH (wfg) verbindet inzwischen seit sieben Jahren zukünftige Fachkräfte mit potentiellen Arbeitgebern. Das Werkzeug der Wirtschaftsförderer sind dafür die etablierten Exkursionen KLEX und tourING. Während die KLEX Exkursionen primär ein Angebot an die Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klassen der „Wäller“ Realschulen und Gymnasien sind, stellt tourING angehenden Ingenieuren ausgewählte Betriebe im Westerwaldkreis vor. Häufig sind die jungen Menschen bei dem Blick hinter die Kulissen erstaunt, welches Know-How und welche Innovationskraft sie bei den Westerwälder Betrieben finden.

In über 24 Exkursionen haben knapp 400 Studierende die Westerwälder Wirtschaft kennenlernen können und nicht selten ergaben sich aus diesen Treffen im Nachgang Kooperationen für Abschlussarbeiten oder sogar Arbeitsverhältnisse.

Leider mussten die Exkursionen aufgrund der Pandemie im Jahr 2020 nahezu komplett ausgesetzt werden. Daher konzipierte die Wirtschaftsförderungsgesellschaft das Format tourING, oder den Blick hinter die Kulissen, kurzerhand digital. Auch wenn die Beteiligten sich einig sind, dass sie den direkten Kontakt bevorzugen, waren alle Seiten mit dem Auftakt zufrieden. Im Nachhinein standen Prof. Dr. Olaf Krause von der Hochschule Koblenz und Ulf Frohneberg von der Steuler Gruppe für ein Interview zur Verfügung.

Herr Prof. Dr. Krause, wer ist der WesterWaldCampus und was bietet er den jungen Wissbegierigen?

Prof. Dr. Krause: Der WesterWaldCampus beheimatet als Teil der Hochschule Koblenz den Fachbereich Werkstofftechnik, Glas und Keramik. Wir bieten in Höhr-Grenzhausen ein industrienahes Studium für Werkstoffwissenschaften, insbesondere für Keramik- und Glaswerkstoffe an. Naturwissenschaftlich und technisch interessierten jungen Menschen wird hier seit 150 Jahren eine hoch interessante und zukunftsträchtige Ausbildung ermöglicht, die vom grundständigen Studium bis zur Promotion reicht.

Herr Frohneberg, wer ist die Steuler Gruppe, was lernt man dort und  was macht sie zu einem attraktiven Arbeitgeber ?

Ulf Frohneberg: Die Steuler Gruppe wurde 1908 im Westerwald gegründet. Heute sind wir zwar mit unseren 25 Tochtergesellschaften international tätig, doch mit dem Stammsitz der Region treu geblieben. In Summe beschäftigen wir 2.800 Mitarbeiter, die einen Jahresumsatz von 477 Mio. EUR erwirtschaften. Mit führenden Marken und innovativen Technologien sind wir als Steuler Gruppe weltweit in den Sparten Industrielle Auskleidungen, Anlagenbau, Fliesen und Schwimmbad tätig. Wir bieten eine Vielzahl von kaufmännischen sowie handwerklichen und technischen Ausbildungsmöglichkeiten. Des Weiteren haben potentielle Studierende bei uns die Möglichkeit, sogenannte kooperative Studiengänge zu absolvieren. Folglich die in der Hochschule gelernte Theorie mit der Praxis zu kombinieren.

Zwei Einrichtungen mit Wurzeln im Westerwaldkreis. Was macht die Region als Arbeitsort und Lebensmittelpunkt für Sie aus? Also, warum sollte man kommen bzw. bleiben?

Prof. Dr. Krause: Der frische Wind im Westerwald hilft unseren Studierenden dabei, auch in den Prüfungsphasen einen klaren Kopf zu bewahren (lacht). Der Westerwaldkreis ist aber deutlich mehr als nur frischer Wind. Wir treffen hier auf eine landschaftlich wunderschöne Region, die nicht nur als Wohnregion überzeugen kann. Mit über 15 Studien- und Forschungseinrichtungen kann der Kreis auch als Studienort mit den größeren Städten mithalten. Wir vom WesterWaldCampus legen sehr viel Wert auf eine enge Vernetzung mit den verschiedenen Akteuren und Unternehmen hier im Westerwald. Die Konsequenz daraus ist, dass wir ein Studium mit familiärer Atmosphäre anbieten, welches schon früh die beruflichen Zukunftsperspektiven im Westerwaldkreis aufzeigt.

Ulf Frohneberg: Als Unternehmensgruppe sind wir weltweit tätig,  trotzdem befindet sich der Stammsitz nach wie vor im Westerwald und das nicht ohne Grund. Wir profitieren mit unseren Unternehmen von der hervorragenden Infrastruktur in der Region. Angefangen bei der Verkehrsinfrastruktur mit den Bundesautobahnen 3, 45 und 48, weiter mit dem ICE Bahnhof in Montabaur. Aber auch die von Prof. Dr. Krause genannte Vernetzung spielt für uns eine erhebliche Rolle. Unsere Fach- und Führungskräfte werden im Westerwaldkreis ausgebildet. Wir treten in Form von Praktika und Kooperationen für Abschlussarbeiten schon frühzeitig mit den Studierenden in Kontakt. Regelmäßig entstehen daraus Arbeitsverhältnisse, die die jungen Menschen langfristig im Westerwald halten. Des Weiteren verfügt das Kannenbäckerland über eine europaweit führende keramische Kompetenz, von der wir als Unternehmensgruppe maßgeblich profitieren.

Die Institutionen und die Unternehmen im Bereich des keramischen Werkstoffes kooperieren seit Jahren eng miteinander. Wie profitieren der WesterWaldCampus und die Steuler Gruppe davon?

Prof. Dr. Krause und Ulf Frohneberg: Wie in der vorherigen Frage schon angedeutet, profitieren beide Einrichtungen von der Kooperation miteinander. Wir ziehen aber ohnehin Synergien aus der engen Verzahnung und Vernetzung der verschiedenen Institutionen im keramischen Westerwald. Es ist auch schön zu sehen, dass die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH unter anderem mit dem Projekt tourING, aber auch mit der kürzlich gestarteten Kampagne „Keramik – Tradition in Zukunft“, dies aktiv fördert und unterstützt.
Auf die Frage, was Menschen mit dem Westerwaldkreis verbinden, werden neben Mittelgebirge, kaltem Wind und „Basaltköppen“ auch Ton und das Kannenbäckerland genannt. Die Keramik hat hier durch den Westerwälder Ton eine natürliche und lange Tradition, die auch heute noch, z.B. auf Töpfer- und Keramikmärkten oder in Werkstätten und Ateliers, lebendig und erlebbar ist. Dass die traditionelle Töpferei aber nur einen Bereich der Keramik darstellt und dieser Werkstoff zahlreiche innovative Anwendungsfelder und Verarbeitungstechniken umfasst, ist noch wenigen wirklich bewusst. Deswegen hat die wfg die anderen Bereiche zum Mittelpunkt einer zehnteiligen Kampagne gemacht, in der die verschiedenen hier ansässigen Bildungs- und Forschungseinrichtungen rund um Keramik, Feuerfest und Glas vorgestellt werden. Im Übrigen können wir auch „alteingesessene“ Westerwälder nur dazu ermutigen, sich einmal mit den Beiträgen der Kampagne zu befassen. Wir sind davon überzeugt, dass man noch viel erfahren kann und erstaunt sein wird, was das Kannenbäckerland zu bieten hat.

Sie haben beide schon mehrmals an der tourING Exkursion teilgenommen. Würden Sie weiteren Unternehmen und Einrichtungen eine Teilnahme empfehlen? Auch in der digitalen Variante?

Prof. Dr. Krause: Die digitale Exkursion bei der Steuler Gruppe war bereits unsere fünfte Teilnahme an dem Projekt tourING. So konnten in den vergangenen Jahren knapp 100 Studierende des WesterWaldCampus einen Einblick hinter die Kulissen verschiedener Westerwälder Betriebe erlangen. Das Projekt tourING hilft uns dabei, unsere ohnehin praxisnahe Ausrichtung zu intensivieren. So schaffen wir es, schon frühzeitig unseren Studierenden verantwortungsvolle Zukunftsperspektiven im Westerwald aufzuzeigen. Wir freuen uns als Teil der Hochschule Koblenz natürlich darüber, dass weitere Fachbereiche, wie zum Beispiel der Maschinenbau, ebenfalls regelmäßig an den Exkursionen teilnehmen.


Ulf Frohneberg: Aufgrund von tourING konnten wir bereits mit über 50 potentiellen Fachkräften in einem direkten Austausch stehen. Wann sonst erhält man als Unternehmen diese Chance? Dies ist für uns eine hervorragende Möglichkeit, die Steuler Gruppe als attraktiven und zukunftsorientierten Arbeitgeber zu präsentieren. Auch der integrierte Rundgang durch die Produktionsstätte, bzw. der „Blick hinter die Kulissen“, ermöglicht einen deutlich intensiveren Austausch als es bei den klassischen Formaten der Fall ist.

Es freut mich, dass aus diesem Projekt nicht nur Arbeitsverhältnisse für die Zeit nach dem Studium, sondern auch Praktika sowie Kooperationen für Abschlussarbeiten entstehen. Ich kann jedem Betrieb, der nach Fachkräften aus den akademischen Einrichtungen sucht, eine Teilnahme an den tourING Exkursionen der Wirtschaftsförderungsgesellschaft ausdrücklich empfehlen.

An wen können sich junge Menschen aus der Region wenden, wenn sie sich für ein Studium am WesterWaldCampus oder eine berufliche Zukunft bei der Steuler Gruppe interessieren?

Prof. Dr. Krause: Der WesterWaldCampus zeigt als Fachbereich der Hochschule Koblenz Präsenz bei den Studieninformationsveranstaltungen der Hochschule. Im Moment bieten wir auch regelmäßig mit digitalen Formaten wie zum Beispiel Ceramics for Future eine digitale Studienberatung an. Wenn man schon ein konkreteres Interesse an einem Studium am WesterWaldCampus entwickelt hat, bietet sich auch unser Schnupperstudium an.
Ansonsten steht für Rückfragen gerne Frau Tina Klersy unter 02624 9109-16 oder per Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. zur Verfügung.

Ulf Frohneberg: Für uns hat die Gewinnung von Fachkräften selbstverständlich eine hohe Bedeutung. Deswegen sind wir regelmäßig an regionalen und überregionalen Berufsinformationsmessen vertreten. Wir haben aber auch ein eigenes Jobportal, welches die verfügbaren Stellen unserer Tochtergesellschaften abbildet. Dieses finden Sie unter www.steuler.de/karriere oder direkt unter: https://career5.successfactors.eu/career?company=Steuler aufgerufen werden.

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH bietet bis zu fünf Exkursionen pro Jahr an. In den kommenden Monaten wird das Format allerdings ausschließlich digital durchgeführt. Sollten sie als Unternehmen oder als akademische Einrichtung Interesse an einer kostenlosen Teilnahme haben, melden Sie sich gerne telefonisch unter: 02602 124-333 oder per Mail unter: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

IHKs erweitern kostenloses Online-Angebot für das Gastgewerbe

Koblenz/Mainz/Trier/Ludwigshafen, 9. April 2021. Die rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern (IHKs) unterstützen das Gastgewerbe seit Ausbruch der Pandemie durch ein erweitertes Beratungs- und Serviceangebot sowie ergänzende kostenfreie Webinare. Bis heute haben an den rund 65 Onlineveranstaltungen bereits mehr als 5.000 Beschäftigte aus Gastgewerbe und Tourismus teilgenommen. Allein die 13 Termine, die bereits in diesem Jahr angeboten wurden, erreichten mehr als 2.000 Personen. Dieses Angebot wird nun erweitert.

Nach Ostern starten die IHKs mit der Webinarreihe „Mit Kompetenz aus der Krise“, in der u.a. Controlling, Liquiditätsmanagement, Strategieentwicklung und Kennzahlen in den Fokus gerückt werden. Die Hauptzielgruppe des IHK-Angebots sind die rheinland-pfälzischen gastgewerblichen Familienunternehmen. Um diese Betriebe in der schwierigen Phase des Lockdowns weiter zu stärken, greift die IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz in ihren Angeboten bedarfsgerechte Inhalte auf.

„Wichtig sind für eine Fortentwicklung dieses Angebots auch die Rückmeldungen aus den Betrieben“, sagt Christian Dübner, Tourismusreferent der IHK Koblenz. Webinare zu Pinterest, Videomarketing, YouTube sowie follow ups zu Facebook, Google oder Instagram stünden bei den Teilnehmern hoch im Kurs und würden künftig entsprechend angeboten.

„Besonders stark nachgefragt sind Themen rund um den digitalen Vertrieb, die digitale Kommunikation sowie die Sichtbarkeit im Internet und auf Social-Media-Kanälen. 300 und mehr Anmeldungen je Veranstaltung sind bei diesen Themen keine Seltenheit“, berichtet Dübner.

„Viele Betriebe nutzen die Krise, um ihr Personal themenübergreifend zu schulen und sich gleichzeitig auf die hoffentlich zeitnahe Wiedereröffnung vorzubereiten. Besonders die Best-Practice-Beispiele mit hohem Praxisbezug sowie Tipps und Hinweise, die sich leicht ohne Kostenaufwand im eigenen Betrieb umsetzen lassen, kommen bei den Teilnehmern gut an“, sagt Albrecht Ehses, tourismuspolitischer Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz.

Eine Übersicht zu den aktuellen, kostenfreien Webinaren gibt es unter https://www.ihk-rlp.de/webinare-gastgewerbe. Die Termine werden regelmäßig aktualisiert und dauern maximal 90 Minuten.

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