Freitag, 23. August 2019

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Konjunktur aktuell

Bauhauptgewerbe im April 2019: Aufträge und Umsätze höher als im Vormonat

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im April 2019 mehr Aufträge und höhere Umsätze als im Vormonat. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes stiegen die Auftragseingänge im Vergleich zum März 2019 – kalender- und saisonbereinigt – um 19,6 Prozent. Der baugewerbliche Umsatz erhöhte sich um 3,8 Prozent. Gegenüber den ersten vier Monaten 2018 verbesserte sich das Ordervolumen um 12,2 Prozent und der Umsatz um 12,8 Prozent.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum März 2019 zogen die bereinigten Auftragseingänge im Tiefbau gegenüber dem Vormonatsergebnis kräftig an (plus 66,3 Prozent). Im Hochbau gab es eine Verbesserung um 6,8 Prozent. Die höchsten Auftragszuwächse verzeichneten der Straßenbau sowie der öffentliche Hochbau (plus 40,1 bzw. plus 23,9 Prozent). Lediglich für den gewerblichen Tiefbau errechnet sich ein geringfügiger Rückgang (minus 0,1 Prozent). Gegenüber den ersten vier Monaten 2018 wurde sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau eine deutliche Nachfragesteigerung registriert (plus 15,1 bzw. plus 8,9 Prozent).

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum März 2019 erhöhten sich die bereinigten Erlöse im Hochbau um 4,1 Prozent. Für den Tiefbau errechnet sich eine leichte Umsatzsteigerung (plus 1,2 Prozent). Die stärksten Zuwächse gab es im gewerblichen Tiefbau (plus 7,4 Prozent). Der gewerbliche Hochbau sowie der Wohnungsbau übertrafen den Vormonatsumsatz ebenfalls deutlich (plus 6,3 bzw. plus 4,5 Prozent). Im öffentlichen Hochbau und im Straßenbau blieben die Erlöse hinter dem Vormonatsergebnis zurück (minus 6,5 bzw. minus 1,7 Prozent). Gegenüber den ersten vier Monaten 2018 zogen die baugewerblichen Umsätze sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau kräftig an (plus 14,0 bzw. plus 11,9 Prozent).

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen)

Teuerungsrate im Juni unverändert bei plus 1,5 Prozent

Die Teuerungsrate blieb im Juni 2019 unverändert. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag der Verbraucherpreisindex um 1,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Mai hatte die Inflationsrate ebenfalls plus 1,5 Prozent betragen.

Die Energiepreise waren im Juni 2019 um 1,7 Prozent höher als ein Jahr zuvor. In der Jahresfrist stiegen die Preise für Produkte aus Mineralöl; insbesondere die Heizölpreise (einschließlich Umlage) legten deutlich zu (plus 4,3 Prozent). Die Preise für Kraftstoffe veränderten sich hingegen nur leicht (plus 0,2 Prozent). Mehr bezahlen mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher ebenfalls für Fernwärme (plus 4,8 Prozent) und Strom (plus 3,3 Prozent). Die Preise für Gas (einschließlich Umlage) blieben fast unverändert (minus 0,1 Prozent).

Nahrungsmittelpreise wurden im Vergleich zum Juni 2018 um 0,6 Prozent teurer. Am kräftigsten stiegen die Preise für Gemüse (plus sechs Prozent). Zum Beispiel waren Kartoffeln wesentlich teurer als im Vorjahresmonat (plus 16,1 Prozent). Deutliche Preissteigerungen gab es zudem bei Fleisch und Fleischwaren (plus 3,5 Prozent). Wesentlich billiger wurden dagegen Speisefette und Speiseöle (minus 12,1 Prozent) sowie Obst (minus 6,3 Prozent).

Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die auch als Kerninflationsrate bezeichnet wird, erhöhte sich im Juni auf plus 1,7 Prozent; im Vormonat hatte sie bei plus 1,2 Prozent gelegen.

Elf der zwölf Hauptgruppen verzeichneten Preissteigerungen. Die stärksten Zuwächse gab es in der Hauptgruppe „Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen“ (plus 2,3 Prozent). Auch in den Hauptgruppen „Bildungswesen“ sowie „Alkoholische Getränke und Tabakwaren“ lag die Teuerungsrate über der Zwei-Prozent-Marke. Nur im Bereich „Post und Telekommunikation“ sank das Preisniveau (minus 1,2 Prozent).

Veränderungen gegenüber Mai 2019

Gegenüber dem Vormonat legte der Verbraucherpreisindex im Juni 2019 um 0,2 Prozent zu. Die stärksten Zuwächse waren in der Hauptgruppe „Freizeit, Unterhaltung und Kultur“ zu beobachten (plus 4,2 Prozent, darunter Pauschalreisen plus 18,6 Prozent). Es folgten die Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen mit plus 0,6 Prozent. In den Hauptgruppen „Bekleidung und Schuhe“ sowie „Verkehr“ sank das Preisniveau kräftig (jeweils minus 1,1 Prozent).

Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in 11 rheinland-pfälzischen Berichtsgemeinden 18 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) rund 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von 600 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt. Die Veränderung des VPI gegenüber dem Vorjahresmonat beziehungsweise dem Vorjahr wird umgangssprachlich auch als Inflationsrate bezeichnet.
Neben dem VPI dienen Kerninflationsraten als ergänzende Kennzahlen zur Beurteilung der Geldwertentwicklung. Sie geben an, wie sich die Verbraucherpreise entwickeln, wenn bestimmte Güter des Warenkorbs nicht mit eingerechnet werden. Das sind zumeist Güter mit erfahrungsgemäß stark schwankenden Preisen. Hier wird der Gesamtindex ohne Nahrungsmittel und Energie als Kerninflationsrate bezeichnet.
Die Pressemitteilung zum Berichtsmonat Juni 2019 enthält vorläufige Ergebnisse. Sofern bis zum 3. Juli 2019 keine Korrektur erscheint, sind die veröffentlichten Ergebnisse als endgültig anzusehen.

Autorin: Dr. Melanie Nofz (Referat VGR, ETR, Arbeitsmarkt, Verdienste / Preise)

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Volksbank RheinAhrEifel erhält zum dritten Mal das Zertifikat zum „audit berufundfamilie“

Bad Neuenahr/Berlin – 26.06.2019. Die Volksbank RheinAhrEifel ist in Berlin zum dritten Mal mit dem Zertifikat zum „audit berufundfamilie“ ausgezeichnet worden. Das Qualitätssiegel, das der Genossenschaftsbank eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik bescheinigt, nahm der Vorstandsvorsitzende Elmar Schmitz von Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH und John-Philip Hammersen, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, entgegen. „Wir sind stolz darauf, dass wir dieses Zertifikat bereits seit 2012 Jahren tragen. Die nunmehr dritte Zertifizierung zeigt, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in unserer Genossenschaftsbank keine Worthülse ist, sondern gelebte Praxis. Die Angebote werden sehr gut von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angenommen und wir entwickeln sie ständig weiter bzw. bauen sie aus“, betont Elmar Schmitz.

Ausbau mobiles Arbeiten und digitale Zusammenarbeit

Um das dritte Zertifikat zu erlangen, musste die Volksbank RheinAhrEifel ein aufwändiges Auditierungsverfahren der berufundfamilie Service GmbH durchlaufen. Ziel war es, bisherige Maßnahmen weiterzuentwickeln. Ein wichtiger Baustein ist das Thema mobiles Arbeiten. Hier plant die Bank, nach und nach immer mehr Mitarbeiter mit Laptops und Tablets auszustatten. Azubis beispielsweise erhalten direkt zum Ausbildungsstart ein Tablet. Darüber hinaus will die Genossenschaft die digitale Zusammenarbeit ausbauen, etwa indem Arbeitstreffen virtuell statt vor Ort stattfinden. Auch wenn es um die Führungskräfte geht, plant die Bank Weiterentwicklungen. „Wir werden das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie noch stärker in unserer Unternehmens- und Führungskultur verankern. Bei Führungskräftecoachings wird es künftig fester Bestandteile sein. Außerdem wollen wir mehr Frauen in Führungspositionen bringen“, so Elmar Schmitz. Bereits erfolgreich umgesetzte Services und Maßnahmen sind unter anderem ein Jobsharing-Pool, ein Pflegeleitfaden sowie ein umfangreiches Angebot im Bereich betriebliches Gesundheitsmanagement.

Insgesamt wurden in Berlin 325 Arbeitgeber aus ganz Deutschland mit dem Qualitätssiegel geehrt, darunter 16 Unternehmen und Institutionen aus Rheinland-Pfalz. Die diesjährige Zertifikatsverleihung stand unter dem Motto „Vielfalt voraus – auf Kurs mit fortschrittlichem Personalmanagement“.

Umfrage der IHKs und Naheland-Touristik GmbH

Jedes 8. Hotel der Nahe.Urlaubsregion stellt den Betrieb ein

Koblenz, 25. Juni 2019: Trübe Aussichten für den Tourismus im Naheland: Jedes achte Hotel der Nahe.Urlaubsregion wird in den nächsten 10 Jahren den Betrieb einstellen, weitere 18 Prozent werden voraussichtlich zum Kauf angeboten. Hauptgründe hierfür sind bevorstehende Ruhestände, fehlende interne wie externe Nachfolger aber auch fehlende Motivation, Betriebe weiterzuführen. Das sind Ergebnis einer gemeinsamen Umfrage der Industrie- und Handelskammern Koblenz und für Rheinhessen sowie der Naheland-Touristik GmbH. Rund 700 gastgewerbliche Betriebe der Nahe.Urlaubsregion waren von der beauftragten dwif-Consulting GmbH zur „Unternehmensnachfolge im Gastgewerbe“ befragt worden.

„Der Trend einer zunehmenden Marktbereinigung setzt sich auch entlang der Nahe fort, mit weitreichenden Folgen für die touristischen Angebote und Produkte. Wenn beispielsweise an einem Etappenort eines Fernwanderweges keine Unterkünfte mehr zur Verfügung stehen, dann ergeben sich zwangsläufig negative Auswirkungen für die Betriebe in den weiteren Etappenorten“, erläutert Christian Dübner, Tourismusreferent der IHK Koblenz die zu erwartende Entwicklung.

Als Top-Risiken der wirtschaftlichen Entwicklung der Hotel- und Gaststättenbetriebe für die kommenden Jahre werden behördliche Auflagen wie die zunehmende Bürokratisierung und steigende Energie- und Arbeitskosten angesehen. „Gerade die Klein- und Kleinstbetriebe, die insbesondere für die Nahe.Urlaubsregion vielerorts typisch sind, trifft diese Entwicklung besonders hart“, so der Tourismusexperte der IHK Koblenz.

Ein weiterer Knackpunkt ist zudem eine sorgfältig und frühzeitig geplante Unternehmensnachfolge: Bei fast der Hälfte der Hotelbetriebe steht in den nächsten 10 Jahren die Betriebsübergabe an, nur jeder zweite davon verfügt jedoch bereits über konkrete Pläne.

„Besorgniserregend ist die Erkenntnis, dass sich viele Betriebsinhaber mit dem Thema Unternehmensnachfolge bisher noch gar nicht auseinandergesetzt haben. Für eine erfolgreiche Vermarktung unserer Urlaubsregion sind wir auf qualitativ hochwertige Betriebe angewiesen, die am Markt langfristig Bestand haben“, so Bettina Dickes, Aufsichtsratsvorsitzende der Naheland-Touristik GmbH.

Dübner unterstreicht: „Es ist enorm wichtig, sich frühzeitig mit der optimalen Planung der Unternehmensnachfolge zu beschäftigen. Einen Betrieb als Teil seines Lebenswerks erfolgreich an einen geeigneten und fachlich qualifizierten Nachfolger zu übergeben, dauert bis zu 10 Jahre und lässt sich nicht von heute auf morgen bewerkstelligen. Das ist ein Irrglaube, der durch die hohe Anzahl verfügbarer und zum Kauf angebotener Betriebe zusätzlich verschärft wird, das zeigen auch vergleichbare Studien im Mittelrhein und Westerwald.“

Landrätin Bettina Dickes unterstreicht allerdings auch, dass in der Region viele Betriebe bei der Kundenfreundlichkeit auf der Höhe der Zeit sind. "Natürlich gibt es aber auch Betriebe, die sich stärker weiterentwickeln müssen. Als regionale Touristik-Organisation wollen wir diesen Prozess gerne unterstützen."

Die Zahl der gewerblichen Beherbergungsbetriebe in der Destination ist seit 1990 von 263 Betrieben auf unter 190 Betriebe mit rund 15.600 Betten zurückgegangen. Trotz des stetigen Rückgangs schätzt die Mehrheit der befragten Betriebe ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit als hoch bis sehr hoch ein.

Damit die Betriebsnachfolge gelingt, halten die IHKs Koblenz und für Rheinhessen ein breites Angebots- und Beratungsspektrum speziell zur Unternehmensnachfolge im Gastgewerbe bereit, das von allen Betrieben kostenfrei in Anspruch genommen werden kann. Mehr Infos auf https://www.ihk-koblenz.de/Unternehmensgruendung/?param=Unternehmensnachfolge

Die Umfrage steht auf www.ihk-koblenz.de, Nummer 4459812 zum Download bereit.

Wettbewerb SUCCESS 2019: Einzelprämien bis zu 15.000 Euro für technologische Innovationen

Teilnahme noch bis zum 31. Juli 2019 möglich

Mainz, 25. Juni 2019. Unternehmen aus Rheinland-Pfalz, die neue Produkte, Produktionsprozesse, technologieorientierte Dienstleistungen oder anspruchsvolle IT-Vorhaben für technische Anwendungen in Forschungs- und Entwicklungsprojekten entwickelt haben und damit bereits auf dem Markt erfolgreich sind, können noch bis zum 31. Juli 2019 am SUCCESS-Wettbewerb der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) teilnehmen. Sechs besonders zukunftsweisende Ideen und Innovationen zeichnet das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium gemeinsam mit der ISB mit Einzelprämien in Höhe von bis zu 15.000 Euro aus. Darüber hinaus wird in diesem Jahr eine ebenfalls mit 15.000 Euro dotierte Sonderprämie im Bereich „Lasertechnologie“ vergeben. Die Bewerbungsunterlagen sind auf der Internetseite der ISB unter www.isb.rlp.de abrufbar.

Die SUCCESS-Prämien werden seit 1998 vergeben. Allein in den letzten zehn Jahren wurden rund 70 Unternehmen mit Prämien im Rahmen des SUCCESS-Wettbewerbs ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr konnte die fleXstructures GmbH aus Kaiserslautern für die Entwicklung einer Software zur Ermittlung der Eigenschaften weicher, verformbarer Bauteile wie Kabel oder Schläuche die Höchstprämie von 15.000 Euro für sich verbuchen.

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