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Auszeichnung für die Besten:

Erstmals IHK-Landesbesten-Ehrung der Höheren Berufsbildung in Mainz

Mainz/Ludwigshafen, 19. November 2018. Heute (29. November) erhalten die landesweit besten Absolventinnen und Absolventen der Höheren Berufsbildung der Industrie- und Handelskammern (IHKs) eine Auszeichnung. Peter Adrian, Präsident der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, und Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing ehren die besten Industriemeister, Fachwirte, Fachkaufleute und Betriebswirte der IHK-Prüfungen in Rheinland-Pfalz bei einer Feierstunde in Mainz.

Jedes Jahr legen in Rheinland-Pfalz etwa 1.600 Personen ihre Prüfungen der Höheren Berufsbildung vor den Ausschüssen der vier IHKs ab. Vorausgegangen sind meist eine erfolgreiche Duale Berufsausbildung sowie eine mehrjährige Teilnahme an den Vorbereitungslehrgängen. Für jeden einzelnen ist dieser Abschluss ein großer Erfolg, weil sich dadurch nachweisbar die Chancen erhöhen, auf der Karriereleiter höher zu steigen, das Gehalt zu verbessern oder neue interessantere Aufgaben – zum Beispiel als Führungskraft – zu übernehmen.

Peter Adrian betonte: „Die Wirtschaft braucht nicht nur Akademiker, sondern auch Praktiker! Und Sie sind von diesen Praktikern die Besten.“ Genau das wiesen die Absolventinnen und Absolventen mit ihrem Abschluss nach.

Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing gratulierte den Landesbesten: „Mit Ihrer ausgezeichneten Leistung haben Sie gezeigt, dass Sie zu den besten Köpfen im Land zählen! Sie sind die Zukunft unserer Wirtschaft, die auf versierte Fachkräfte angewiesen ist. Ich sehe hier motivierte und fähige junge Leute, die mit ihrer Weiterbildung das Fundament für einen hervorragenden Karriereweg gelegt haben. Ich gratuliere Ihnen ganz herzlich zu Ihren ausgezeichneten Abschlussprüfungen“, sagte Wissing.

Von allen Absolventinnen und Absolventen die oder der Beste zu sein, ist eine besondere Leistung, denn es handelt sich um bundeseinheitliche Prüfungen. Jeder Absolvent und jede Absolventin in ganz Deutschland schreibt zur gleichen Zeit die gleiche Prüfung. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal der beruflichen Bildung, das es in dieser Form – z.B. im akademischen Bereich – nicht gibt.

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Inflationsrate bleibt mit 2,5 Prozent auf hohem Niveau

Inflationsrate bleibt mit 2,5 Prozent auf hohem Niveau

Die Teuerungsrate ist im November 2018 leicht gesunken. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag der Verbraucherpreisindex um 2,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Oktober 2018 hatte die Inflationsrate plus 2,6 Prozent betragen.

Im November 2018 musste erneut deutlich mehr für Energie bezahlt werden als im Vorjahresmonat (plus 10,3 Prozent). Dies ist auf kräftige Preissteigerungen bei Mineralölprodukten zurückzuführen (plus 23,1 Prozent). Dabei schlug insbesondere der Anstieg der Heizöl- und Kraftstoffpreise zu Buche (plus 42,6 Prozent bzw. plus 17,7 Prozent). Die Umlage für Zentralheizung und Fernwärme erhöhte sich um 3,6 Prozent. Die Strompreise nahmen dagegen im Vergleich zum November 2017 nur leicht zu (plus 0,5 Prozent); die Gaspreise waren erneut rückläufig (minus 1,5 Prozent).

Die Preise für Nahrungsmittel lagen im November 1,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Bei Gemüse gab es Preissteigerungen im zweistelligen Bereich (plus 11,9 Prozent). Besonders kräftig fiel der Preisanstieg bei Gurken aus (plus 71,1 Prozent). Speisefette und -öle waren ebenfalls teurer als ein Jahr zuvor (plus 2,3 Prozent). Günstiger hingegen wurde Obst (minus 5,2 Prozent); unter anderem für Äpfel mussten Verbraucher wesentlich weniger zahlen (minus 18,5 Prozent). Fisch und Fischwaren verbilligten sich leicht (minus 0,4 Prozent).

Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die auch als Kerninflationsrate bezeichnet wird, sank ebenfalls leicht. Sie belief sich im November auf plus 1,6 Prozent nach plus 1,7 Prozent im Oktober.

In elf der zwölf Hauptgruppen lagen die Preise über dem Niveau des Vorjahresmonats. Den stärksten Anstieg gab es in der Hauptgruppe „Verkehr“ (plus 6,4 Prozent). Dabei fiel insbesondere der deutliche Anstieg der Kraftstoffpreise ins Gewicht. Bei den alkoholischen Getränken und Tabakwaren zogen die Preise ebenfalls an (plus 3,8 Prozent). Dahinter folgten die Bereiche „Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe“ sowie „Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen“ (plus 2,6 Prozent bzw. plus 2,5 Prozent). In der Hauptgruppe „Nachrichtenübermittlung“ sank das Preisniveau um 0,7 Prozent.

Veränderungen gegenüber Oktober 2018

Gegenüber dem Vormonat erhöhte sich der Verbraucherpreisindex im November 2018 leicht um 0,3 Prozent. Sieben der zwölf Hauptgruppen verzeichneten Preissteigerungen. Am stärksten nahmen die Preise für Waren und Dienstleistungen im Bereich „Verkehr“ zu (plus 1,5 Prozent; darunter Kraftstoffe plus 3,8 Prozent). Die Preise von drei Hauptgruppen lagen unter dem Niveau des Vormonats.

Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in elf rheinland-pfälzischen Berichtsgemeinden 18 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) rund 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von 600 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte zukommt (sog. Wägungsschema), im Preisindex berücksichtigt. Die Veränderung des VPI gegenüber dem Vorjahresmonat beziehungsweise dem Vorjahr wird umgangssprachlich auch als Inflationsrate bezeichnet.
Neben dem VPI dienen Kerninflationsraten als ergänzende Kennzahlen zur Beurteilung der Geldwertentwicklung. Sie geben an, wie sich die Verbraucherpreise entwickeln, wenn bestimmte Güter des Warenkorbs nicht mit eingerechnet werden. Das sind zumeist Güter mit erfahrungsgemäß stark schwankenden Preisen. Hier wird der Gesamtindex ohne Energie und Nahrungsmittel als Kerninflationsrate bezeichnet.
Die Pressemitteilung zum Berichtsmonat November 2018 enthält vorläufige Ergebnisse. Sofern bis zum 5. Dezember 2018 keine Korrektur erscheint, sind die veröffentlichten Ergebnisse als endgültig anzusehen.

Hinweis: Revision des Verbraucherpreisindex für Deutschland

Der Verbraucherpreisindex wird in regelmäßigen Abständen einer Revision unterzogen und auf ein neues Basisjahr umgestellt. Mit dem Berichtsmonat Januar 2019 erfolgt die Umstellung von der Basis 2010 auf das Basisjahr 2015. Dabei werden die VPI-Ergebnisse rückwirkend ab Januar 2015 neu berechnet.
Die endgültigen Ergebnisse für Januar 2019 sowie alle neu berechneten VPI-Ergebnisse ab Januar 2015 auf neuer Basis 2015 werden am 21. Februar 2019 veröffentlicht.

Autorin: Dr. Melanie Nofz (Referat VGR, ETR, Arbeitsmarkt, Verdienste / Preise)

Minijob-Zentrale stellt Quartalsbericht vor

· Zahl der gewerblichen Minijobber in Deutschland weiter konstant

· Ein Drittel der Minijobber verdient in ihrem gewerblichen Job monatlich zwischen 400 und 450 Euro

· Im Privathaushalt erhalten Minijobber im Schnitt 182,40 Euro


Bochum, 26.11.2018 - In Deutschland ist die Zahl der Minijobber im gewerblichen Bereich im dritten Quartal 2018 nahezu konstant geblieben. Im September 2018 übten 6.684.408 Personen eine solche Beschäftigung aus, 0,4 Prozent mehr als im Vorjahr (6.660.654). Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Quartalsbericht der Minijob-Zentrale hervor.

Die Zahl der angemeldeten Minijobber in Privathaushalten hat sich dagegen etwas mehr erhöht. Waren im September 2017 noch 299.883 Personen angemeldet, so sind es jetzt 304.073; das sind 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anstieg der Minijobber im Privathaushalt ist positiv zu bewerten, da nur angemeldete Haushaltshilfen legal beschäftigt sind und keine Schwarzarbeit ausüben.

Mit dem dritten Quartalsbericht 2018 liegen der Minijob-Zentrale die Durchschnittsentgelte für das Jahr 2017 vor. Im gewerblichen Bereich beträgt der durchschnittliche monatliche Verdienst 309,28 Euro. Im Privathaushalt wird durchschnittlich mit einem Minijob 182,40 Euro verdient. Hierbei ist zu beachten, dass die ermittelten Werte nichts über geleistete Arbeitsstunden aussagen.

Ein Drittel der Minijobber im gewerblichen Bereich (33,3 Prozent) erhält monatlich ein Durchschnittsgehalt von 400 bis 450 Euro. Im Privathaushalt verdient mehr als ein Viertel der Minijobber (26,1 Prozent) zwischen 50 und 100 Euro.

Den gesamten Quartalsbericht mit allen Statistiken finden Sie online unter http://minijob-zentrale.de/quartalsbericht

Konjunktur aktuell; Bau

Bauhauptgewerbe im September 2018: Aufträge und Umsätze höher als im Vormonat

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im September 2018 mehr Aufträge und höhere Umsätze als im August. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes lagen die Auftragseingänge – kalender- und saisonbereinigt – um 8,5 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Der baugewerbliche Umsatz verbesserte sich um 1,6 Prozent. Gegenüber den ersten drei Quartalen 2017 nahm das Ordervolumen um 9,8 Prozent zu, der Umsatz stieg um 7,4 Prozent.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Im September 2018 erhöhten sich die bereinigten Auftragseingänge sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau deutlich (plus 9,1 bzw. plus 7,9 Prozent). Für den öffentlichen Hochbau errechnet sich ein sprunghafter Anstieg (87 Prozent). Aber auch der Straßenbau sowie der Wohnungsbau verzeichneten kräftige Zuwächse (plus 27,3 bzw. plus 17,9 Prozent). Dagegen mussten der gewerbliche Hochbau sowie der sonstige öffentliche Tiefbau deutliche Einbußen verkraften (minus 15,2 bzw. minus 11,7 Prozent). Gegenüber den ersten drei Quartalen 2017 wurde sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau eine höhere Nachfrage registriert (plus 12,2 bzw. plus 7,3 Prozent).

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Im September 2018 erhöhten sich die bereinigten Erlöse im Hochbau um 4,9 Prozent. Für den Tiefbau errechnet sich dagegen ein niedrigerer Umsatz als im Vormonat (minus 1,5 Prozent). Den höchsten Zuwachs verzeichnete der öffentliche Hochbau (plus 6,8 Prozent). Im Wohnungsbau, im gewerblichen Hochbau sowie im sonstigen öffentlichen Tiefbau wurden ebenfalls überdurchschnittliche Steigerungen registriert. Zu Umsatzrückgängen kam es im gewerblichen Tiefbau sowie im Straßenbau (minus 7,4 bzw. minus 1,6 Prozent). Gegenüber den ersten drei Quartalen 2017 erhöhten sich die baugewerblichen Umsätze sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau (plus 8,1 bzw. plus 6,6 Prozent).

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen Staat, Soziales)

Binnenschifffahrt: Rheinland-pfälzische IHKs fordern Priorität für Rheinvertiefung

Koblenz, 19. November 2018. Der Rhein ist die wichtigste Wasserstraße Europas und unabdingbar im transeuropäischen Güterverkehrskorridor. Voraussetzung dafür ist allerdings die ganzjährige Schiffbarkeit des Flusses – auch in Zeiten von Niedrigwasser. Vor diesem Hintergrund unterstützen die Industrie- und Handelskammern (IHKs) in Rheinland-Pfalz eine Resolution der Union europäischer IHKs, UECC, die ein zügiges Vorantreiben der Fahrwasserverbesserungen am Rhein fordert.

Zwar hat die Rheinvertiefung zwischen Mainz/Wiesbaden und St. Goar laut dem Bundesverkehrswegeplan 2030 höchste Priorität. Doch sei der politische Wille zur Umsetzung nicht erkennbar, so die UECC. „Wenn das erklärte Ziel, die Binnenschifffahrt in Europa leistungsfähiger zu machen, erreicht werden soll, dann sind alle Akteure gefordert, das Projekt Rheinvertiefung gemeinsam mit hoher Priorität anzugehen“, betont Arne Rössel, Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz. Der Sprecher des Kompetenzteams Verkehr der rheinland-pfälzischen IHKs, Jürgen Vogel, ergänzt: „Wir müssen leistungsfähige Alternativen zum bereits heute stark überlasteten Verkehrsträger Straße schaffen – Investitionen in die Binnenschifffahrtswege sind deshalb unumgänglich. Nur so bleiben die europäischen Binnenschifffahrtsnetze konkurrenzfähig.“

Weil die Fahrrinnen des Rheins teilweise zu flach sind und Niedrigwasserzeiten immer häufiger werden, sind die Transportkapazitäten der passierenden Schiffe an vielen Tagen im Jahr deutlich eingeschränkt. Schon eine Vertiefung von 30 Zentimetern brächte eine große Entlastung: Die Ladung von 800.000 Lkw pro Jahr oder 2.192 Lkw pro Tag, so hat die UECC errechnet, ließen sich durch eine solche Anpassung der Fahrrinnen auf die Wasserstraße verlagern – auch mit Blick auf den Umweltschutz eine bedeutende Zahl.

60 IHKs aus sieben europäischen Staaten sind in der UECC (Union of European Chambers of Commerce and Industry) zusammengeschlossen. Die UECC vertritt rund zwei Millionen europäische Unternehmen und setzt sich für funktionsfähige und effiziente Verkehrsmärkte, eine bedarfsgerechte Infrastruktur sowie für eine liberale Marktordnung im Verkehrssektor ein.

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