Samstag, 25. September 2021

Letztes Update:02:03:44 PM GMT

region-rhein.de

RSS

Flutkatastrophe ist zentrales Thema der Ernte-Pressekonferenz

Kirchberg. Das Erntegespräch des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau (BWV) im Landhandelsunternehmen Piroth & Schreiner in Kirchberg war geprägt von der Flutkatastrophe in der Eifel und an der Ahr. Der Präsident des BWV, Michael Horper, gedachte zu Beginn der Konferenz den Opfern der Flutkatastrophe an der Ahr und in der Eifel. Es berühre ihn zutiefst, mit welchem Engagement, gerade die Landwirte und Winzer aus den Nachbardörfern und der Umgebung sowie anderen Regionen Deutschlands und den Nachbarstaaten, allen Menschen an der Ahr und in der Eifel geholfen hätten. Dabei machte er auch deutlich, dass landwirtschaftliche und weinbauliche Betriebe aufgrund der Flutkatastrophe zwar schwere Ernteverluste verzeichnen müssten, aber vielmehr auch Opfer an Menschen und Tieren sowie Schäden an Gebäuden und Maschinen zu tragen hätten.

Gegenüber den anwesenden politischen Vertretern forderte Horper auch die Berücksichtigung der vielfältigen Leistungen der Helferinnen und Helfer ein. Sicherlich seien all die Menschen aufgebrochen, um selbstlos den Notleidenden zu helfen. Dennoch sei eine Anerkennung seitens des Staates notwendig. Zumindest der Einsatz der Maschinen und Geräte und deren Verschleiß sollte vergütet werden.

Die Ernte 2021, so erklärte Präsident Horper, entspreche im Hinblick auf Erträge und Qualitäten nicht einmal dem Durchschnitt der Jahre: „Die Landwirte waren im Frühjahr sehr hoffnungsfroh. Ausreichend Niederschläge ließen die Landwirte auf eine gute Ernte hoffen. Aber bereits die Kälte im April hat zu einer Verzögerung des ersten Grünschnittes geführt. So waren die Qualitäten zwar gut, aber die Mengen waren für die Futterbaubetriebe insgesamt enttäuschend.“ Der zweite Schnitt habe allerdings sehr viel kompensieren können, weil dieser sehr ertragreich gewesen sei.

Von wenigen Tagen abgesehen, sei die Witterung für das Getreide insgesamt zu nass und zu kühl gewesen, was beispielsweise bei der Wintergerste zu einer schlechten Kornausbildung geführt habe. Auch der Winterweizen gebe keinen Anlass zur Freude. Nur wer seine Bestände punktgenau geführt habe, könne nun mit guten Weizenerträgen rechnen.

Der Winterraps habe ebenfalls unter der kühlfeuchten Witterung gelitten, so dass auch hier die Erträge unterhalb des Durchschnitts liegen würden. Hinzu kämen Ölgehalte von meist unter 40 Prozent, so dass die Ölausbeute in diesem Jahr deutlich geringer ausfallen werde als in den vorhergehenden Jahren.

Positiv sei hingegen, dass sich aktuell die Preise, sowohl für Getreide als auch für Raps, auf einem insgesamt erfreulichen Niveau bewegten. Bedauerlich sei, dass diese Preise lediglich die geringeren Erträge kompensieren würden: „Für die Landwirte wäre ein wirtschaftlicher Befreiungsschlag notwendig gewesen. Wir hatten in diesem Jahr gehofft, hohe Erträge sowie Qualitäten und gleichzeitig gute Preise erzielen zu können. Aber auch in diesem Jahr macht uns wieder das Wetter einen Strich durch die Rechnung“, betonte Horper.

Nicht besser sehe es im Obstbau aus. Der anhaltende Regen führe zu platzenden Kirschen und verstärktem Pilzbefall – auch bei Zwetschen und Beeren. Teilweise sei über 90 Prozent der Kirschenernte aussortiert worden, weil der Handel nur perfekt aussehendes Obst annehme. Geplatzte Kirschen würden nicht in das Sortiment der großen Handelsunternehmen passen.

Hoffnung setze der Obstbau auf die Äpfel. Hier werde eine gute Apfelernte bei guten Qualitäten erwartet. Aber auch hier werde man den Tag nicht vor dem Abend loben. Allerdings wirke sich der Regen bei Äpfeln deutlich weniger qualitätsmindernd aus als bei den sogenannten Weichobstarten.

Die Ernteprognosen für das Weinjahr 2021 sind aktuell positiv, es wird von einer durchschnittlichen Ertragsmenge bei guter Qualität ausgegangen. Hohe Niederschlagsmengen in Verbindung mit moderaten Temperaturen sorgten für ein rasantes Rebenwachstum, was viele Betriebe bei den Pflegearbeiten an die Grenzen ihrer Schlagkraft brachte. Gleichzeitig sorgte die andauernde Feuchtigkeit für einen hohen Infektionsdruck durch Pilzerkrankungen.

Zum Abschluss seiner Ernte-Pressekonferenz appelierte Horper an die Politik, sich dafür einzusetzen, dass der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln nicht pauschal diskreditiert werden dürfe. Es sei wichtig, dass eine hohe Vielfalt an Wirkstoffen zur Verfügung stehe, denn nur durch den Einsatz wechselnder Wirkstoffe werde der Resistenzbildung der Schaderreger entgegengewirkt. Horper wünschte allen Landwirten und Winzern gutes Erntewetter mit entsprechenden Qualitäten, ausreichenden Mengen und zufriedenstellenden Preisen.

Ausbildungszahlen in Rheinland-Pfalz nahezu stabil

Pünktlich zum Ausbildungsstart am 1. August melden die vier Industrie- und Handelskammern 10.403 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge. Der Wert liegt damit nahezu auf Vorjahresniveau (10.728). Auch in diesem Jahr sind viele lokale Berufsinfomessen oder die Berufsorientierung an den Schulen durch den „Lockdown“ im Frühjahr ausgefallen. Dies hat zur Folge, dass Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben und gleichzeitig viele junge Menschen weiterhin nach einer Perspektive für ihre berufliche Zukunft suchen. Auch die jüngst eingetretene Hochwasserkatastrohe im Norden des Landes macht es schwieriger, die Entwicklung der Ausbildungszahlen bis Ende des Jahres abzusehen.

„Trotz der schwierigen Situation bilden die Betriebe in Rheinland-Pfalz weiter viele junge Menschen aus. Das ist ein starkes Signal und zeugt von der Weitsicht der Unternehmen, denn eigens ausgebildeter, qualifizierter Nachwuchs ist die entscheidende Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg unserer Betriebe“, erklärt Dr. Holger Bentz, bildungspolitischer Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, die Stagnation der Ausbildungszahlen. „Aber Corona und Hochwasser machen es jungen Menschen aktuell nicht gerade einfach, ins Berufsleben zu starten“.

Die IHKs gehen davon aus, dass die Zahlen bis Ende Oktober nochmal leicht ansteigen werden, denn auch zum 1. September oder zum 1. Oktober ist ein Ausbildungsbeginn möglich. Ausbildungsbetriebe mit Verlinkung auf freie Ausbildungsstellen sind im  „Ausbildungsatlas“ zu finden: https://www.derausbildungsatlas.de/ Um noch einmal auf die Chancen der dualen Ausbildung hinzuweisen und über die Bewerbungsprozesse sowie freie Stellen zu informieren, haben die rheinland-pfälzischen IHKs diverse Informationsangebote in der „Woche der Ausbildung“ vom 9. bis 13. August gebündelt. Weitere Informationen dazu unter: https://www.ausbildung-rlp.jetzt/

Rückgang der Industrieproduktion im Juni

Die rheinland-pfälzische Industrieproduktion ist im Juni 2021 gesunken. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der Produktionsindex preis-, kalender- und saisonbereinigt um 2,3 Prozent unter dem Niveau des Vormonats.

In allen drei industriellen Hauptgruppen nahm die Ausbringung ab. Die stärksten Einbußen verzeichnete die Investitionsgüterindustrie (minus 5,8 Prozent). Der Output der Konsumgüterproduzenten verringerte sich im Juni um 1,6 Prozent. Die Vorleistungsgüterhersteller drosselten ihre Produktion leicht um 0,9 Prozent.

In der Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie, die zur Investitionsgüterindustrie gehört und gemessen am Umsatz die zweitgrößte Industriebranche ist, schrumpfte der Güterausstoß im Juni kräftig um zwölf Prozent. Auch der Maschinenbau, der ebenfalls zur Investitionsgüterindustrie zählt und die drittgrößte Branche ist, produzierte deutlich weniger als im Mai (minus 5,4 Prozent). In der Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie gehört und die umsatzstärkste Branche des rheinland-pfälzischen Verarbeitenden Gewerbes ist, war die Ausbringung um 2,9 Prozent geringer als im Vormonat.

Trotz des kurzfristigen Rückgangs lag die Industrieproduktion in Rheinland-Pfalz im Juni 2021 um zehn Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Allerdings war die Wirtschaft im Juni 2020 noch durch die Folgen der ersten Welle der Corona-Pandemie und der zu ihrer Bekämpfung verhängten Maßnahmen beeinträchtigt. Gegenüber Februar 2020, als sich die Pandemie noch relativ wenig auf die wirtschaftlichen Aktivitäten auswirkte, ergibt sich im Juni 2021 eine Produktionssteigerung um drei Prozent. Die Ausbringung lag in der Vorleistungs- und in der Investitionsgüterindustrie über dem Vorkrisenniveau (plus 8,4 bzw. plus 2,8 Prozent). Die Konsumgüterindustrie produzierte im Juni 2021 hingegen deutlich weniger als im Februar des Vorjahres (minus elf Prozent). In den drei umsatzstärksten Branchen der rheinland-pfälzischen Industrie verlief die Entwicklung unterschiedlich: Im Maschinenbau war der Güterausstoß im Juni 2021 um 9,9 Prozent höher als im Februar 2020. Die Chemieindustrie verbuchte einen Zuwachs um drei Prozent. In der Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie lag der Output im Juni 2021 um 1,6 Prozent unter dem Vorkrisenniveau.

Die Pressemeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Beobachtung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Um die Auswirkungen der Corona-Pandemie einschätzen zu können, werden die Ergebnisse des Berichtsmonats zusätzlich mit denen von Februar 2020 verglichen. Die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat können der Tabelle entnommen werden. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

Industrie im Juni 2021: Auftragseingänge sinken

Die Nachfrage nach rheinland-pfälzischen Industrieprodukten ist im Juni 2021 gesunken. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um 1,8 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Aus dem In- und Ausland gingen weniger Bestellungen ein als im Mai (minus 2,4 bzw. minus 1,3 Prozent).

Unter den industriellen Hauptgruppen verzeichnete die Investitionsgüterindustrie den stärksten Rückgang des Ordervolumens (minus 4,2 Prozent). Die Nachfrage nach Vorleistungsgütern nahm ebenfalls ab (minus 2,4 Prozent). Die Konsumgüterhersteller verbuchten dagegen im Juni deutlich mehr Bestellungen als im Monat zuvor (plus 17 Prozent).

Das Minus in der Investitionsgüterindustrie ist auf die Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie zurückzuführen. In der Branche, die gemessen am Umsatz in der Industrie an zweiter Stelle steht, lagen die Bestellungen im Juni um 8,4 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Im Maschinenbau, der ebenfalls zur Investitionsgüterindustrie gehört und die drittgrößte Industriebranche ist, gingen hingegen 4,3 Prozent mehr Aufträge ein als im Monat zuvor. In der Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und die umsatzstärkste Branche des Verarbeitenden Gewerbes ist, blieb das Ordervolumen nahezu unverändert (minus 0,2 Prozent).

Der bereinigte Auftragseingangsindex war im Juni 2021 mit plus 44 Prozent deutlich höher als im Juni 2020, in dem die Wirtschaft allerdings noch durch die Folgen der ersten Welle der Corona-Pandemie und die zu ihrer Bekämpfung verhängten Maßnahmen beeinträchtigt war. Aber auch gegenüber Februar 2020, als sich die Pandemie noch relativ wenig auf die wirtschaftlichen Aktivitäten auswirkte, stieg die Nachfrage kräftig (plus 33 Prozent). Das Inlands- und das Auslandsgeschäft lagen deutlich über dem Vorkrisenniveau.

Die Entwicklung der drei industriellen Hauptgruppen verlief unterschiedlich: Das Ordervolumen der Vorleistungsgüterhersteller war im Juni 2021 um 26 Prozent höher als im Februar 2020. In der Investitionsgüterindustrie lagen die Auftragseingänge um 57 Prozent über dem Vorkrisenniveau. Die Konsumgüterindustrie hat sich hingegen noch nicht vollständig erholt – die Bestellungen waren im Juni 2021 um zehn Prozent geringer als im Februar 2020. Alle drei großen Branchen verzeichneten Nachfragesteigerungen. In der Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie, die sich allerdings schon vor der Corona-Pandemie relativ schwach entwickelte, legte das Ordervolumen gegenüber Februar 2020 sogar um 83 Prozent zu.

Die Pressemeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Um die Auswirkungen der Corona-Pandemie einschätzen zu können, werden die Ergebnisse des Berichtsmonats zusätzlich mit denen von Februar 2020 verglichen. Die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat können der beiliegenden Tabelle entnommen werden. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

Gesundheitsausgaben 2019 weiter gestiegen

Im Jahr 2019 gaben die Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer erstmals mehr als zwanzig Milliarden Euro für Waren und Dienstleistungen rund um die Gesundheit aus. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems bedeuten die Ausgaben in Höhe von 20,4 Milliarden Euro einen Anstieg um 4,8 Prozent gegenüber 2018 (Deutschland: plus 4,9 Prozent).

Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort: Zwischen 2009 und 2019 erhöhten sich die Gesundheitsausgaben im Land insgesamt um 44 Prozent (Deutschland: plus 46 Prozent). Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Steigerung um 3,7 Prozent (Deutschland: plus 3,9 Prozent). Die Gesundheitsausgaben nahmen in diesem Zeitraum somit stärker zu als das Bruttoinlandsprodukt, das in jeweiligen Preisen um durchschnittlich 3,3 Prozent pro Jahr wuchs (Deutschland: plus 3,5 Prozent).

Die Gesundheitsausgaben pro Kopf liegen in Rheinland-Pfalz leicht über dem Bundesdurchschnitt. Die Ausgaben je Einwohnerin und Einwohner beliefen sich 2019 auf 4.977 Euro (Deutschland: 4.944 Euro).

Die gesetzliche Krankenversicherung trägt mehr als die Hälfte der Gesundheitsausgaben – in Rheinland-Pfalz waren es 2019 rund 55 Prozent. Auf jede Einwohnerin bzw. jeden Einwohner entfielen im Schnitt 2.734 Euro. Damit lagen der Ausgabenanteil sowie die Pro-Kopf-Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung unter dem Bundesdurchschnitt (57 Prozent; 2.804 Euro).

Einen überdurchschnittlichen Beitrag zu den Gesundheitsausgaben leisten die Privathaushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck, die in Rheinland-Pfalz 2019 für 14 Prozent der Ausgaben aufkamen (Deutschland: 13 Prozent). Zu den Gesundheitsausgaben, die von den privaten Haushalten gezahlt werden, gehören z. B. Zuzahlungen zu Leistungen der Krankenversicherungen sowie Direktkäufe von gesundheitsbezogenen Waren und Dienstleistungen. Die rheinland-pfälzischen Privathaushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck gaben 2019 pro Kopf 693 Euro für die Gesundheit aus; bundesweit waren es nur 660 Euro.

An dritter Stelle folgt die soziale Pflegeversicherung. Ihr Ausgabenanteil war mit 9,8 Prozent etwas niedriger als im Bundesdurchschnitt, der sich 2019 auf gut zehn Prozent belief. Je Einwohnerin und Einwohner tätigte die soziale Pflegeversicherung im Schnitt Ausgaben in Höhe von 486 Euro (Deutschland: 507 Euro).

Die Gesundheitsausgaben der sozialen Pflegeversicherung haben sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Auch 2019 war sie der Ausgabenträger mit dem stärksten Zuwachs (plus 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr; Deutschland: plus 6,6 Prozent).

Hinweis zu Pressemitteilungen mit Daten vor Corona

Das Statistische Landesamt veröffentlicht jährlich mehr als 200 Pressemitteilungen, die ein umfassendes Bild der Strukturen und Entwicklungen in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft liefern. Die Veröffentlichung der Zahlen erfolgt mit einigem zeitlichen Abstand zum Berichtszeitraum; denn das Einsammeln der Daten und ihre sorgfältige Aufbereitung nach wissenschaftlichen Grundsätzen kosten Zeit. Deshalb wird im Moment noch über Strukturen und Entwicklungen berichtet, die vor dem Beginn der Corona-Pandemie liegen. Das scheint in einer Situation, in der sich nahezu alle Lebensbereiche tiefgreifend verändern, befremdlich. Diese Zahlen haben jedoch eine wichtige Funktion; sie bilden die Grundlage für die Bewertung der Auswirkungen von Corona in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft. Deshalb veröffentlicht das Statistische Landesamt Pressemitteilungen mit Vor-Krisen-Ergebnissen.

Die Ergebnisse werden von der Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) berechnet. Weitere Ergebnisse sowie methodische Hinweise sind der Internetseite der Arbeitsgruppe www.ggrdl.de zu entnehmen.

Autor: Moritz Hohlstein (Referat Analysen Wirtschaft)

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL