Montag, 14. Oktober 2019

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Auftragseingänge der Industrie im Juli 2019 deutlich gesunken

Auftragseingänge der Industrie im Juli 2019 deutlich gesunken

Im Juli 2019 ist die Nachfrage nach Erzeugnissen der rheinland-pfälzischen Industrie deutlich gesunken. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um 7,3 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Die Bestellungen aus dem Inland gingen um 1,1 Prozent zurück. Das Auslandsgeschäft schrumpfte mit minus 11,2 Prozent wesentlich stärker.

In allen drei industriellen Hauptgruppen fiel das Ordervolumen deutlich geringer aus als im Juni. Die Nachfrage nach Vorleistungsgütern nahm um 5,1 Prozent ab. In der Investitionsgüterindustrie gingen 6,4 Prozent weniger Aufträge ein als im Vormonat. In der Konsumgüterindustrie, deren Auftragseingänge in den vergangenen Monaten besonders starken Schwankungen unterworfen waren, verringerten sich die Bestellungen um 21,5 Prozent.

Die drei größten Branchen der rheinland-pfälzischen Industrie mussten im Juli Nachfragerückgänge hinnehmen. Die Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und die gemessen am Umsatz die größte Branche des Verarbeitenden Gewerbes ist, verbuchte ein Minus von 5,6 Prozent gegenüber dem Vormonat. Bei den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die zur Investitionsgüterindustrie gehören und die zweitgrößte Industriebranche bilden, fielen die Einbußen am stärksten aus (minus 11,1 Prozent). Im Maschinenbau, der drittgrößten Branche, die ebenfalls zur Investitionsgüterindustrie zählt, sank das Ordervolumen um 2,7 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Nachfrage nach Industrieprodukten ebenfalls deutlich zurückgegangen (minus 23,8 Prozent). Sowohl das Inlands- als auch das Auslandsgeschäft lief schlechter als ein Jahr zuvor (minus 11,1 bzw. minus 30,8 Prozent). Die Bestellungen lagen in allen drei Hauptgruppen unter dem Niveau des Vorjahresmonats. In den drei umsatzstärksten Industriebranchen verringerte sich das Ordervolumen. Besonders stark fiel der Rückgang in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen aus (minus 29,2 Prozent).

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

Weniger Betriebsgründungen im ersten Halbjahr

In Rheinland-Pfalz gab es im ersten Halbjahr 2019 weniger Betriebsgründungen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems ging deren Anzahl gegenüber dem ersten Halbjahr 2018 um 4,7 Prozent auf 2.811 zurück.

Betrachtet werden hierbei Gründungen von Unternehmen, bei denen sich aufgrund ihrer Rechtsform oder voraussichtlichen Beschäftigtenzahl eine größere wirtschaftliche Relevanz vermuten lässt. Hierzu zählen alle Neugründungen von Kapital- und Personengesellschaften sowie Neugründungen von Einzelunternehmen, die in das Handelsregister oder in die Handwerksrolle eingetragen sind oder die mindestens einen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben.

Den höchsten Anteil an den Betriebsgründungen hatte der Wirtschaftsabschnitt „Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen“; 21 Prozent aller Betriebsgründungen waren diesem Wirtschaftsabschnitt zuzuordnen. Es folgten das Baugewerbe mit einem Anteil von 13,9 Prozent, das Gastgewerbe mit einem Anteil von 10,7 Prozent sowie der Wirtschaftsabschnitt „Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen“ mit einem Anteil von 10,2 Prozent.

Regionale Unterschiede

Während landesweit 6,9 Betriebe auf 10.000 Einwohner gegründet wurden, zeigten sich in regionaler Hinsicht deutliche Unterschiede. Für die kreisfreien Städte errechneten sich mit durchschnittlich 10,2 Gründungen je 10.000 Einwohner deutliche höhere Werte als für die Landkreise mit 5,7. Die kreisfreie Stadt mit dem niedrigsten Wert, Landau in der Pfalz, wies eine Aktivität von 7,1 auf, der höchste Wert errechnete sich für Kaiserslautern mit 14,5 Betriebsgründungen je 10.000 Einwohner. Bei den Landkreisen lag die Spannweite zwischen 3,4 für den Landkreis Kusel und 8,4 für den Landkreis Ahrweiler.

Sonstige Neugründungen

Die Anzahl der sonstigen Neugründungen lag im ersten Halbjahr 2019 mit 10.980 etwa ein Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Als sonstige Neugründungen gelten Einzelunternehmen ohne Handelsregistereintrag, Handwerkskarte und sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Im Rahmen der sonstigen Neugründungen erfolgten 6.295 Gründungen im Nebenerwerb.

Gewerbeabmeldungen

Im ersten Halbjahr 2019 wurden insgesamt 15.251 Gewerbe abgemeldet und damit 5,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Betriebsaufgaben, die das Pendant zu den Betriebsgründungen darstellen, stieg um 0,3 Prozent auf 2.376. Die sonstigen Stilllegungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,1 Prozent auf 9.971.

Die Daten stammen aus der Gewerbeanzeigenstatistik, die aus den monatlichen Lieferungen der rheinland-pfälzischen Gewerbeämter an das Statistische Landesamt erstellt wird. Somit werden die Gewerbetreibenden durch die Statistik selbst nicht zusätzlich belastet. Die Gewerbeanzeigenstatistik stellt für Rheinland-Pfalz wichtige Informationen über Existenzgründungen und Stilllegungen bereit. Die Zahlen finden in der Wirtschafts-, Wettbewerbs- und Strukturpolitik Verwendung und werden verstärkt auch zu Untersuchungen über die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt herangezogen.

Autor: Lutz Zaun (Sachgebiet Verwaltungsstatistiken)

Teuerungsrate liegt im August bei plus 1,4 Prozent

Die Inflationsrate ist im August 2019 gesunken. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag der Verbraucherpreisindex um 1,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Juli hatte die Inflationsrate 1,6 Prozent betragen.

Die Energiepreise sanken geringfügig. Sie waren im August 2019 um 0,5 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Insbesondere Mineralölprodukte wurden deutlich billiger (minus 5,2 Prozent). Die Kraftstoffpreise nahmen binnen Jahresfrist um fünf Prozent und die Preise für Heizöl (einschließlich Umlage) um 0,5 Prozent ab. Fernwärme und Strom verteuerten sich dagegen (plus 4,5 bzw. plus 3,2 Prozent). Die Gaspreise (einschließlich Umlage) legten ebenfalls gegenüber dem Vorjahresmonat zu (plus 1,7 Prozent).

Nahrungsmittel lagen um 1,5 Prozent über dem Niveau von August 2018. Besonders kräftig fiel der Preisanstieg beim Gemüse aus (plus 9,1 Prozent). So wurden Tomaten deutlich um 38,9 Prozent teurer. Weitere spürbare Preiserhöhungen gab es bei Fleisch- und Fleischwaren (plus 4,1 Prozent). Weniger bezahlen mussten Verbraucherinnen und Verbraucher für Speisefette und -öle (minus 10,7 Prozent). Zum Beispiel verbilligte sich Butter um 17,5 Prozent. Obst wurde ebenfalls günstiger (minus 4,6 Prozent; darunter Äpfel minus 13,7 Prozent).

Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die auch als Kerninflationsrate bezeichnet wird, blieb unverändert. Sie lag im August wie im Juli bei plus 1,6 Prozent.

In fast allen Hauptgruppen war das Preisniveau höher als im Vorjahresmonat. Vor allem für alkoholische Getränke und Tabakwaren mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher tiefer in die Tasche greifen (plus 2,1 Prozent). Es folgten die Hauptgruppen „Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen“, „Bildungswesen“ sowie „Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe“, die eine Teuerungsrate von zwei Prozent aufwiesen. Nur im Bereich „Post und Telekommunikation“ gingen die Preise zurück (minus 0,7 Prozent).

Veränderungen gegenüber Juli 2019

Der Verbraucherpreisindex lag im August 2019 um 0,1 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Neben der Hauptgruppe „Verkehr“ (minus 0,8 Prozent) waren noch in drei weiteren Hauptgruppen Preisrückgänge zu verzeichnen (Freizeit, Unterhaltung und Kultur: minus 0,7 Prozent; Post und Telekommunikation: minus 0,1 Prozent; Bekleidung und Schuhe: minus 0,1 Prozent). Die höchste Preissteigerung wurde in der Hauptgruppe „Möbel, Leuchten, Geräte u.a. Haushaltszubehör“ registriert (plus 0,4 Prozent).

Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in 11 rheinland-pfälzischen Berichtsgemeinden 18 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) rund 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von 600 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt. Die Veränderung des VPI gegenüber dem Vorjahresmonat beziehungsweise dem Vorjahr wird umgangssprachlich auch als Inflationsrate bezeichnet.
Neben dem VPI dienen Kerninflationsraten als ergänzende Kennzahlen zur Beurteilung der Geldwertentwicklung. Sie geben an, wie sich die Verbraucherpreise entwickeln, wenn bestimmte Güter des Warenkorbs nicht mit eingerechnet werden. Das sind zumeist Güter mit erfahrungsgemäß stark schwankenden Preisen. Hier wird der Gesamtindex ohne Nahrungsmittel und Energie als Kerninflationsrate bezeichnet.
Die Pressemitteilung zum Berichtsmonat August 2019 enthält vorläufige Ergebnisse. Sofern bis zum 4. September 2019 keine Korrektur erscheint, sind die veröffentlichten Ergebnisse als endgültig anzusehen.

Autorin: Dr. Melanie Nofz (Referat VGR, ETR, Arbeitsmarkt, Verdienste / Preise)

Entspannt Gründen mit dem „Start-up-Talk am Donnerstag“

Sich selbstständig zu machen und ein eigenes Unternehmen zu gründen bedarf, neben einer Idee und persönlichem Engagement, einer guten Vorbereitung. Dabei sind viele Dinge zu beachten und Fragen zu klären. Mit der neuen Veranstaltungsreihe „Start-up-Talk am Donnerstag“ macht die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis (wfg), in Kooperation mit dem CeraTechCenter (CTC) in Höhr-Grenzhausen, mutigen Gründern ein praxisnahes Unterstützungsangebot rund um die häufigsten Fragen im Gründungsprozess.

Im Rahmen der kostenfreien Informationsveranstaltungen, die etwa alle zwei Monate Donnerstagsabends im CTC stattfinden sollen, stehen erfahrene Praktiker und kompetente Experten für ca. 2 Stunden Rede und Antworten.

Ob noch vor der Gründung oder bereits in der so genannten Gründerphase (bis zu drei Jahren nach der Gewerbeanmeldung) – dieses Format bietet Tipps und vertiefende Informationen zu Themen wie Geschäftsplanerstellung, Bankgespräch und Förderprogramme, Buchhaltung und Steuern, Kundengewinnung und vieles mehr sowie die Möglichkeit zum Netzwerkaufbau und Gedankenaustausch.

Der erste „Start-up-Talk“ findet am 26. September 2019 um 18.30 Uhr im CTC in Höhr-Grenzhausen unter der Überschrift „ Meine Hausbank und ich“ statt. Der Referent des Abends, German Drechsler, kann mit über 25 Jahren Beratungserfahrung, als ehemaliger Bundessprecher der Wirtschaftsjunioren Deutschlands und Mitglied im Bund Deutscher Unternehmensberater aus erster Hand über die Zusammenarbeit mit Hausbanken berichten und ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern.

Interessierte können sich bis zum 23.09.2019 per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , oder telefonisch unter 02602 0124-308 anmelden.

Ein weiterer Termin des „Start-up-Talk am Donnerstag“ ist für den 28. November 2019 zum Thema „Mein Finanzamt und ich“ geplant.

Beratung für Gründer, freiberuflich Tätige und mittelständische Unternehmen

ISB-Beratertag am 10. September 2019

Mainz, 28. August 2019. Die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) lädt am 10. September 2019 zum Beratertag in die Holzhofstraße 4 in Mainz zu allen Themen der Wirtschaftsförderung ein. Das Angebot richtet sich an Existenzgründer, freiberuflich Tätige und Unternehmen in Rheinland-Pfalz. Die Einbindung öffentlicher Mittel in die Finanzierungen aller Arten von Gründungsvorhaben wie beispielsweise Betriebsübernahmen, Franchise, Beteiligungen und Nebenerwerbsgründungen sowie Wachstums- und Festigungsinvestitionen bestehender rheinland-pfälzischer Unternehmen sind Gegenstand der kostenfreien Beratung.

Um Anmeldung zu einem individuellen Termin unter der Telefonnummer 06131 6172-1333 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. wird gebeten. Weitere Informationen zum Beratertag und zum Förderangebot der ISB sind unter www.isb.rlp.de verfügbar.

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