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EU-Finanzplanung

Horper: Der ländliche Raum darf wirtschaftlich nicht abgehängt werden

Koblenz. Die EU-Kommission hat ihre Vorschläge für die künftige Verteilung der Agrarfördergelder in Europa vorgelegt. Den landwirtschaftlichen Unternehmen drohen erhebliche Kürzungen – sowohl bei den Direktzahlungen wie auch bei der Förderung von Umweltmaßnahmen.

Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, zeigte sich enttäuscht über das Europaverständnis einiger Staaten in der EU. Es sei von geradezu existenzieller Bedeutung für die Europäische Union, dass die Lebensqualität und Attraktivität der ländlichen Räume nicht hinter die der städtischen Regionen falle. Die EU schlage mit Kürzungen von Agrarfördergeldern einen gefährlichen Weg ein. Auch kritisierte Horper, dass die EU-Kommission plane, den einzelnen Mitgliedsstaaten mehr Flexibilität bei der Verteilung der EU-Fördergelder einzuräumen. Dies führe zu weiteren Wettbewerbsverzerrungen und Benachteiligungen von landwirtschaftlichen Regionen, die zunehmend nationale Auflagen zu erfüllen haben. Allein in Rheinland-Pfalz sei die Zahl der Betriebe in den letzten 15 Jahren um 50 Prozent gesunken. „Die deutschen Bäuerinnen und Bauern benötigen die Direktzahlungen, um in der europa- und weltweiten Konkurrenzsituation bei der Erzeugung von Nahrungsmitteln ein ausreichendes Einkommen erzielen zu können. Mittelkürzungen bei gleichzeitiger Erhöhung der Auflagen werden den Strukturwandel weiter beschleunigen. Das ist aber genau die Entwicklung, die weder die Politik noch die Gesellschaft möchte. Es muss das Ziel der Agrarpolitik sein, die ohnehin schon stark vom Strukturwandel geprägte Landwirtschaft zu erhalten und wirtschaftliche Perspektiven aufzuzeigen.“ Horper forderte die Politik im Allgemeinen, aber auch ganz besonders die Landesregierung in Rheinland-Pfalz auf, sich für den Erhalt der Einkommen stützenden Wirkung der Direktzahlungen aus der ersten Säule einzusetzen. Darüber hinaus müsse bei sinkenden Finanzmitteln der EU grundsätzlich über die künftige Ausrichtung des EU-Haushaltes diskutiert werden. Es gehe darum, den Geist Europas wieder neu zu beleben und den ländlichen Raum und auch den Bauern und Winzern wieder wirtschaftliche Perspektiven zu geben.

Beratung für Gründer, freiberuflich Tätige und mittelständische Unternehmen

ISB-Beratertag am 12. Juni 2018

Mainz, 1. Juni 2018. Die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) lädt am 12. Juni 2018 zum Beratertag in die Holzhofstraße 4 in Mainz zu allen Themen der Wirtschaftsförderung ein. Das Angebot richtet sich an Existenzgründer, freiberuflich Tätige und Unternehmen in Rheinland-Pfalz. Die Einbindung öffentlicher Mittel in die Finanzierungen aller Arten von Gründungsvorhaben wie beispielsweise Betriebsübernahmen, Franchise, Beteiligungen und Nebenerwerbsgründungen sowie Wachstums- und Festigungsinvestitionen bestehender rheinland-pfälzischer Unternehmen sind Gegenstand der kostenfreien Beratung.

Um Anmeldung zu einem individuellen Termin unter der Telefonnummer 06131 6172-1333 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. wird gebeten. Weitere Informationen zum Beratertag und zum Förderangebot der ISB sind unter www.isb.rlp.de verfügbar.

IHK-Fachkräftereport: 80 Prozent der Unternehmen jetzt oder bald vom Fachkräftemangel betroffen

Koblenz, 1. Juni 2018. Vier von fünf Unternehmen im IHK-Bezirk Koblenz sehen sich derzeit oder bald vom Fachkräftemangel betroffen. Dies gilt für praktisch alle Branchen, ergab eine Umfrage der IHK Koblenz bei ihren Mitgliedsunternehmen. Aus den Antworten hat sie einen regionalen Fachkräftereport erstellt, der erstmals auf einer breiten Datenbasis zeigt, was der viel zitierte Fachkräftemangel für die einzelnen Firmen wirklich bedeutet und welche Auswirkungen er hat. Geantwortet haben 262 Betriebe, die zusammen etwa 25.000 Beschäftigte repräsentieren. Sollte sich der Mangel nicht rasch beseitigen lassen, rechnen die Unternehmen mit deutlicher Mehrbelastung für die vorhandene Belegschaft und fürchten, Aufträge ablehnen zu müssen.

Drei von fünf Unternehmen schon jetzt vom Fachkräftemangel betroffen

Die wichtigste Erkenntnis aus der Umfrage: 58 Prozent der befragten Unternehmen sehen sich bereits vom Fachkräftemangel betroffen und rechnen auch künftig mit Schwierigkeiten. Weitere 22 Prozent spüren ihn momentan noch nicht, gehen aber künftig von einem Engpass aus. Nur jeder fünfte Betrieb sieht weder aktuell noch in der näheren Zukunft Schwierigkeiten.

Die Unternehmen, die sich bereits jetzt vom Fachkräftemangel betroffen sehen und auch künftig damit rechnen, verteilen sich über sämtliche Branchen. Besonders häufig berichten jedoch Betriebe der Dienstleistungswirtschaft von akuten Engpässen. Am zweitstärksten betroffen zeigen sich Tourismus und Gastgewerbe.

Gründe: Fluktuation, Expansion, Alter

Zudem wollte die IHK Koblenz wissen, aus welchen Gründen die Firmen neue Fachkräfte suchen. Die Top-Nennungen: Ersatz wegen Fluktuation von Beschäftigten (54 Prozent), Erweiterung wegen expansiver Geschäftstätigkeit (50 Prozent) und Ersatz wegen altersbedingten Ausscheidens (44 Prozent). Je nach Branche ist die Gewichtung dabei unterschiedlich. Während das altersbedingte Ausscheiden im produzierenden Gewerbe der Top-Grund ist, suchen Tourismus und Gastgewerbe vor allem Ersatz aufgrund von Fluktuation. Im Handel und in der Dienstleistungswirtschaft stehen Erweiterungen wegen expansiver Geschäftstätigkeit, für die zusätzliche Fachkräfte benötigt werden, ganz oben.

„Eindrucksvoller Beleg für die Bedeutung der Ausbildung“

Die meisten Betriebe sehen Herausforderungen bei der Suche nach Fachkräften mit abgeschlossener Ausbildung (73 Prozent). Ebenfalls großen Wert legen die Firmen auf Fachkräfte mit Langzeiterfahrung. Ungefähr jedes dritte Unternehmen (38 Prozent) sieht Schwierigkeiten darin, künftig genügend Auszubildende zu finden. Dagegen bereitet nur 16 Prozent der Firmen die Akquise von Fachhochschul- und Hochschulabsolventen Sorge. Dazu passt, dass sich 63 Prozent der befragten Unternehmen eine Stärkung der beruflichen Bildung wünschen, 65 Prozent plädieren zudem dafür, die Qualifikation der Schulabgänger zu verbessern.

„Dieses Ergebnis ist ein eindrucksvoller Beleg für die Bedeutung der dualen Ausbildung“, kommentiert Bernhard Meiser, Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung der IHK Koblenz, die Umfrage, „wir werden deshalb künftig noch mehr dafür tun, junge Menschen und ihre Eltern von den Perspektiven einer beruflichen Ausbildung samt späteren Aufstiegsqualifizierungen zu überzeugen.“ Außerdem müssten die Berufsschulen als dualer Partner gestärkt werden. Zugleich empfiehlt die IHK Koblenz ihren Mitgliedsbetrieben, genügend Zeit und Ressourcen für Recruiting und Arbeitgebermarketing aufzuwenden.

Die Region für Arbeitnehmer bekannter machen

Angemahnt wird von den befragten Unternehmen zudem, die Region für Arbeitnehmer bekannter zu machen. „Die IHK setzt sich aktiv dafür ein, die Wahrnehmung unserer Region als attraktiver Standort zum Leben und Arbeiten zu verbessern. Nur so wird es dauerhaft gelingen, mehr Fachkräfte in der Region zu halten oder von anderswo zu gewinnen“, sagt dazu Robert Lippmann, Geschäftsführer Standortpolitik der IHK Koblenz

Die Folgen des Mangels: Mehrbelastung, weniger Aufträge, nachlassende Innovationskraft

Ließe sich der Fachkräftemangel nicht rasch beseitigen, hätte das erhebliche Folgen für die Unternehmen. 73 Prozent fürchten dadurch eine andauernde Mehrbelastung der vorhandenen Belegschaft, was wiederum die Ausfallgefahr erhöht. Etwa jeder zweite Betrieb (57 Prozent) rechnet bei anhaltendem Fachkräftemangel damit, das eigene Angebot einschränken und Aufträge ablehnen zu müssen. In gleicher Größenordnung (54 Prozent) sehen die Firmen eine Einschränkung ihres Wachstumspotenzials. 30 Prozent fürchten zudem den Verlust von Wissen und Innovationsfähigkeit.

Der vollständige Fachkräftereport erscheint Mitte Juni als Broschüre, steht aber schon jetzt online zum Download bereit: www.ihk-koblenz.de/fachkraeftereport

Die Universität der Großregion will zu einer ersten europäischen Universität werden

Vom 29. bis 30. Mai 2018 hat der Rat der Präsidenten und Rektoren der sechs Mitgliedsuniversitäten der Universität der Großregion (UniGR) auf dem Campus Belval der Universität Luxemburg getagt. Die Ratsmitglieder besprachen die Initiative „Europäische Universität“ der Europäischen Kommission. Denn sie betrachten die UniGR wegen der Intensität ihrer Partnerschaft und ihrer Aktivitäten als Vorläufer und beispielhaftes Modell einer europäischen Universität. In einer Pressekonferenz nach der Tagung äußerten die Ratsmitglieder die Kandidatur der UniGR auf den Titel „Europäische Universität.“

Zum Austausch über den Rahmen und die Umsetzung des neuen ambitionierten Projekts sind die Präsidenten und Rektoren vor der Pressekonferenz mit zahlreichen politischen und institutionellen Vertretern der beteiligten Länder sowie Verbundsregionen zusammengekommen. Gekommen war auch Simone Bonnafous, Bologna-Beauftragte im französischen Ministerium für Hochschulwesen und Forschung.

Die Rede des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macrons vom 26. September 2017 und die des Europäischen Rats vom 14. Dezember 2017 haben dem Europäischen Hochschulraum (European Higher Education Area – EHEA) eine neue Dynamik eingehaucht. Schon im Rahmen der Ministerkonferenz des Europäischen Hochschulraums in Paris am 23. Mai hatte der luxemburgische Beigeordnete für Hochschulwesen und Forschung, Marc Hansen, die Initiative des französischen Präsidenten begrüßt und erklärt, dass es notwendig sei, „sich auf die Erfolge der bereits existierenden Netzwerke wie die Universität der Großregion zu stützen“.

Im Vorfeld der Tagung des UniGR-Rats hatten auch bereits der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans und der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Konrad Wolf offiziell ihre Unterstützung, der UniGR zur „Europäischen Universität“ zu werden, bekundet. Die Initiative „Europäische Universitäten“ der Europäischen Kommission sieht vor bis 2014 rund 20 europäische Universitäten zu bilden. In der Sitzung des Rats haben Marc Hansen und der VizePräsident der Region Grand-Est, François Werner, nun ebenso ihre Unterstützung zu bekundet.

Der Präsident der Universität des Saarlandes und Vize-Präsident der UniGR, Manfred Schmitt, erklärte in der Pressekonferenz, warum die UniGR eine außerordentlich gute Ausgangsposition hat „Europäische Universität“ zu werden: „Die geographische Nähe, die Mehrsprachigkeit, vertrauensvolle Beziehungen und eine gemeinsame Geschichte in der Großregion bilden eine solide Grundlage zur Schaffung einer echten europäischen Universität. Unsere Kandidatur ist also zugleich ein Projekt für die Region und ein veritables europäisches Projekt, was den Aufgaben der Universitäten genau entspricht.“ Der Rektor der Universität Luxemburg, Stéphane Pallage, präzisierte die Aussage: „Wir möchten künftig den Studierenden unserer Universitäten die Möglichkeit bieten, zu wahrhaft europäischen Bürgern zu werden, die sich ihrer Identität und ihrer Stärke bewusst, mobil und mehrsprachig sind“.

Dank innovativer pädagogischer Formate, individueller Begleitung und eines Mobilitätsfonds haben Studierende und Doktoranden der UniGR Zugang zu einer „grenzenlosen“, an ihre Bedarfe und Erwartungen angepassten Lehre. Die Präsidenten und Rektoren unterstrichen zusätzlich, dass der Wirkungsbereich der „europäischen Universität“ alle universitären Aufgaben umfasse und auf das Wissensdreieck von Lehre, Forschung und Innovation ausgerichtet sein müsse. Nur so lassen sich diese ehrgeizigen Ziele erreichen.

Der Vize-Präsident der UniGR, François Werner, empfindet die UniGR als Vorzeigemodell der Initiative „Europäische Universität“: „Die Region Grand-Est fördert als erste Grenzregion Frankreichs stark die Entwicklung europäischer Universitäten gemeinsam mit ihren europäischen Nachbarn. Die UniGR ist dafür ein perfektes Beispiel.“ Zudem hat der wallonische Minister für die Großregion, René Collin, über seinen Sprecher im Rat der Präsidenten und Rektoren die Unterstützung der Wallonischen Region zu dieser Initiative bekundet. „Sie sollte die Entstehung neuer Projekte ermöglichen, die den Mehrwert der UniGR für Studierende, Promovierende, Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in der Großregion sowie die Sichtbarkeit unseres Wissens und Know-how im europäischen Kontext stärken werden lassen“, so der Sprecher.

Der Präsident der Universität Lothringen und Vorsitzender der UniGR, Pierre Mutzenhardt, betonte, wie weit sich die UniGR schon entwickelt hat: „Grenzüberschreitend und europäisch zugleich, ist die UniGR mit 19 grenzüberschreitenden Studiengängen und zahlreichen gemeinsamen Forschungsprojekten ein Modell für europäische Universitätsnetzwerke, das funktioniert und den Studierenden einen außergewöhnlichen Mehrwert bietet.“ In diesem Jahr feiert der Verbund aus sechs Universitäten sein 10-jähriges Bestehen.

Weitere Informationen über die Universität der Großregion

Die Universität der Großregion ist ein Verbund der Universitäten in Kaiserslautern (D), Lüttich (B), Lothringen (F), Luxemburg (LU), dem Saarland (D) und Trier (D). Die Kooperation zwischen den sechs Hochschulen und Forschungseinrichtungen der Großregion, die 2008 dank der finanziellen Förderung durch die Europäische Union begann, wurde nach dem Projektende fortgeführt und mündete im Jahr 2015 in der Schaffung einer eigenen Rechtsform für den Verbund, wodurch dieser für seine Mitglieder zum Projektträger werden und gemeinsam mit ihnen die Zusammenarbeit koordinieren kann.

Geografisch gesehen liegen die Universitäten in Kaiserslautern, Lüttich, Lothringen, Luxemburg, Trier und Saarbrücken nicht sehr weit auseinander. In wenigen Stunden kann man von einer Universität zur anderen gelangen. Allerdings gab es bis vor wenigen Jahren zwischen diesen Universitäten noch erhebliche administrative

Hürden, die nach und nach abgebaut wurden. Wenn sich Studierende heute an einer der Partneruniversitäten der

„Universität der Großregion“ (UniGR) einschreiben, können sie kostenlos das Angebot der fünf anderen Universitäten mitnutzen. Dank des Status als UniGR-Studierende können sie Vorlesungen besuchen, an Prüfungen teilnehmen und kostenlos Materialien in den Bibliotheken ausleihen sowie in den Mensen der fünf anderen Universitäten des Netzwerks zum Studierendentarif essen. Die Studierenden bereichern ihren universitären Alltag mit interkulturellen Erfahrungen und mit der Entdeckung unterschiedlicher Lehrmethoden der Nachbarländer.

Die Vernetzung der Wissenschaftler in der Großregion mithilfe von Seminaren, wissenschaftlichen Workshops oder Konferenzen stellt eine zentrale Aktivität der UniGR dar, insbesondere in den bevorzugten Kooperationsbereichen der UniGR: Grenzraumstudien („Border Studies“), Materialwissenschaften & Ressourceneffizienz sowie Biomedizin. Zahlreiche grenzüberschreitende Projekte wurden bereits entwickelt oder sind derzeit in der Vorbereitung.

Fachkräftepotential: Ältere Mitarbeiter sind anders leistungsfähig!

Bei der ersten Veranstaltung unter der Überschrift „Fachkräfte: Ein Ziel – Viele Wege!“, zu der die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH (WFG) gemeinsam mit dem Arbeitskreis Fachkräfte regional und der Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz eingeladen hatte, stand die die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer im Vordergrund.

Der Übergang in den Ruhestand kann sehr unterschiedlich gestaltet werden und wirft bei dem einen oder anderen Fragen auf, die teilweise sehr emotional sein können. Neben den emotionalen und sehr persönlichen Themen, gilt es ein paar ganz konkrete Dinge zu beachten - für beide Seiten. Nicht selten fühlen sich Arbeitnehmer mit Erreichen des Renteneintrittsalters noch fit, sie sind nach wie vor leistungsbereit und würde gerne weiter einen Beitrag leisten. Ebenfalls nicht selten haben auch Betriebe ein Interesse daran. Allerdings hat das Alter mit einigen Vorurteilen zu kämpfen: nicht mehr so belastbar, häufigere Fehlzeiten, langsameres Arbeitstempo und wenig Bereitschaft für Veränderung. Markus Hünting, Diplom-Psychologe und seit rund 20 Jahren als Coach und Trainer beratend tätig, veranschaulichte in seinem Vortrag, dass ältere Mitarbeiter anders leistungsfähig sind und dass das Alter alleine keine relevante Aussagekraft hat. Es gehe vielmehr um die berufsbezogenen Persönlichkeitsmerkmale, die für die erfolgreiche Zusammenarbeit im Unternehmen entscheidend seien. Er empfiehlt: Eine gute Mischung von Jung und Alt, eine betriebliches Gesundheitsmanagement und die gezielte Qualifizierung von Führungskräften.

Im Folgenden haben Robert Schneider (Fachanwalt für Arbeitsrecht) und Peter Hoffarth (Steuerberaterkammer) am Beispiel der Flexirente und der Minijobs erläutert, wie sich diese Modelle in Zahlen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber auswirken. Dabei wurde deutlich, dass die Kostenanreize zur Weiterbeschäftigung für die Betriebe mit 38,00 € monatlich wenig überzeugend ist, die Flexirente aber dennoch ein gutes Instrument sein kann, da die Tätigkeit sich rentensteigernd auswirkt.

In der abschließenden Diskussionsrunde hatten die rund 30 Teilnehmer nochmal Gelegenheit ihr Fragen an die Experten zu richten und sich untereinander auszutauschen.

„Wir freuen uns, dass dieses Thema, das durch einen Kreistagsbeschluss auf Initiative der CDU-Fraktion an uns herangetragen wurde, auf so positive Resonanz gestoßen ist. Es war uns wichtig darzustellen, dass es zwar ein paar Voraussetzungen und Rahmenbedingungen zu beachten gibt, die Weiterbeschäftigung erfahrener Arbeitskräfte aber große Potenziale für Unternehmen aller Größen bietet – insbesondere im Bereich der Wissensvermittlung“, erklärt Geschäftsführerin Katharina Schlag. Die Vorträge zur Veranstaltung finden Sie unter www.wfg-ww.de.

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