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Beratung für Gründer, freiberuflich Tätige und mittelständische Unternehmen

ISB-Beratertag am 10. September 2019

Mainz, 28. August 2019. Die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) lädt am 10. September 2019 zum Beratertag in die Holzhofstraße 4 in Mainz zu allen Themen der Wirtschaftsförderung ein. Das Angebot richtet sich an Existenzgründer, freiberuflich Tätige und Unternehmen in Rheinland-Pfalz. Die Einbindung öffentlicher Mittel in die Finanzierungen aller Arten von Gründungsvorhaben wie beispielsweise Betriebsübernahmen, Franchise, Beteiligungen und Nebenerwerbsgründungen sowie Wachstums- und Festigungsinvestitionen bestehender rheinland-pfälzischer Unternehmen sind Gegenstand der kostenfreien Beratung.

Um Anmeldung zu einem individuellen Termin unter der Telefonnummer 06131 6172-1333 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. wird gebeten. Weitere Informationen zum Beratertag und zum Förderangebot der ISB sind unter www.isb.rlp.de verfügbar.

Bauhauptgewerbe im ersten Halbjahr 2019:

Aufträge und Umsätze deutlich höher als im Vorjahr

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im Juni 2019 mehr Aufträge und niedrigere Umsätze als im Vormonat. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes stiegen die Auftragseingänge im Vergleich zum Mai 2019 – kalender- und saisonbereinigt – um 4,2 Prozent. Der baugewerbliche Umsatz verringerte sich um 2,2 Prozent. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2018 verbesserte sich das Ordervolumen um 7,6 Prozent und der Umsatz um 11,5 Prozent.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum Mai 2019 zogen die bereinigten Auftragseingänge im Hochbau gegenüber dem Vormonatsergebnis kräftig an (plus 32,9 Prozent). Im Tiefbau gab es dagegen einen deutlichen Rückgang (minus 15,2 Prozent). Die höchsten Auftragszuwächse verzeichneten der öffentliche Hochbau sowie der Wohnungsbau (plus 112 bzw. plus 38,4 Prozent). Für den sonstigen öffentlichen Tiefbau sowie den Straßenbau errechneten sich deutliche Rückgänge (minus 32,6 bzw. minus 16,7 Prozent). Gegenüber dem ersten Halbjahr 2018 wurde sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau eine Nachfragesteigerung registriert (plus 11,6 bzw. plus 3,3 Prozent).

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum Mai 2019 verringerten sich die bereinigten Erlöse im Hochbau um 3,6 Prozent. Für den Tiefbau errechnet sich ein leichter Umsatzrückgang (minus 0,7 Prozent). Die stärksten Einbußen gab es im sonstigen öffentlichen Tiefbau (minus 5,9 Prozent). Mit Ausnahme des gewerblichen Tiefbaus (plus 14,4 Prozent) blieben die Umsätze in den übrigen Baubereichen ebenfalls hinter dem Vormonatsergebnis zurück (zwischen minus 2,8 und minus 4,7 Prozent). Gegenüber dem ersten Halbjahr 2018 zogen die baugewerblichen Umsätze dagegen sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau kräftig an (plus 14,0 bzw. plus 9,1 Prozent).

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen Staat, Soziales)

Endspurt beim Gründerwettbewerb „Pioniergeist 2019“

Bewerbungsende am 30. August 2019 – 15.000 Euro Preisgeld möglich

Mainz, 23. August 2019. Existenzgründerinnen und Existenzgründer, die sich während der letzten fünf Jahre selbstständig gemacht haben oder in diesem Jahr gründen werden, können sich noch bis zum 30. August 2019 bei der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) für den Gründerpreis „Pioniergeist 2019“ bewerben. Der Preis für das beste Gründungskonzept ist mit 15.000 Euro dotiert, der Zweit- und der Drittplatzierte erhalten 10.000 Euro beziehungsweise 5.000 Euro. Darüber hinaus vergeben die Business Angels Rheinland-Pfalz wieder einen Sonderpreis in Höhe von 5.000 Euro. Die Bewerbungsunterlagen sind im Internet unter www.pioniergeist.rlp.de abrufbar.

Die Preisverleihung des vom SWR Fernsehen, der Volksbanken Raiffeisenbanken und der ISB ausgerichteten Wettbewerbs findet am 26. November 2019 im Foyer des SWR in Mainz statt. Neben dem Preisgeld lockt die Medienresonanz rund um den „Pioniergeist 2019“, die den Start eines neuen Unternehmens zusätzlich unterstützt. Der Gründerpreis wird in diesem Jahr bereits zum 21. Mal vergeben.

IHK-Publikation über größte Arbeitgeber:

137 Unternehmen beschäftigen 221.000 Menschen in Rheinland-Pfalz

Koblenz/Ludwigshafen/Mainz/Trier, 16. August 2019. Von AbbVie bis ZDF: 137 der größten Unternehmen in Rheinland-Pfalz beschäftigen zusammen rund 221.000 Menschen oder 16 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Rheinland-Pfalz – und sind damit ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Das zeigt eine aktuelle Übersicht der Arbeitsgemeinschaft rheinland-pfälzischer Industrie- und Handelskammern (IHKs), die Unternehmen mit 500 und mehr Mitarbeitern darstellt.

Die Spannweite reicht von 500 (Röchling Automotive Germany SE & CO KG) bis zu 35.000 Mitarbeitern (BASF SE). „Diese Übersicht zeigt, dass neben den starken kleinen und mittelständischen Betrieben auch die großen Unternehmen prägend für die Struktur und weitere Entwicklung der rheinland-pfälzischen Wirtschaft sind“, so Arne Rössel, Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz. „Diese nicht einmal 1 Prozent der Betriebe stellen immerhin 16 Prozent der Arbeitsplätze.“ Fabian Göttlich, wirtschaftspolitischer Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft, ergänzt: „Die Unternehmen bieten nicht nur Jobs für ihre eigenen Mitarbeiter, sondern sichern zudem weitere Arbeitsplätze bei Lieferanten und Dienstleistern, die häufig ebenfalls in der Region heimisch sind.“

Unter den größten Arbeitgebern hat die Industrie mit 83 Unternehmen einen bedeutenden Anteil. Hohe Beschäftigtenzahlen gibt es hier vor allem bei den Automobilzulieferern, beim Maschinen- und Fahrzeugbau sowie bei den Herstellern von Chemie-, Kunststoff- und Pharmaprodukten. Im Handel finden sich große Arbeitgeber in den Bereichen Lebensmittelhandel sowie Bau- und Heimwerkerbedarf, im Dienstleistungssektor insbesondere im Gesundheitswesen, bei Kreditinstituten und Finanzdienstleistern.

Die in der Publikation vorgestellten Arbeitgeber stehen exemplarisch für die Vielfalt am wirtschaftlich starken Standort Rheinland-Pfalz. Die jetzt veröffentlichten Daten basieren auf einer Unternehmensumfrage mit freiwilligen Angaben der Betriebe. Berücksichtigt wurden dabei alle IHK-Mitgliedsunternehmen mit Hauptsitz, Zweigniederlassungen sowie großen Betriebsstätten in Rheinland-Pfalz.

Die Publikation ist ab sofort auf www.ihk-rlp.de unter Eingabe der Nummer 4482930 abrufbar.

Schweinebestand in den letzten zehn Jahren um 40 Prozent verkleinert

Der Bestand an Schweinen ist in Rheinland-Pfalz im Mai 2019 auf den niedrigsten bisher registrierten Stand gefallen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden in landwirtschaftlichen Betrieben mit mindestens 50 Schweinen oder zehn Zuchtsauen Insgesamt rund 147.100 Schweine gehalten. Gegenüber dem Bestand vom Mai 2010 waren das fast 40 Prozent weniger.

Rund 51 Prozent der Schweine waren Mastschweine, die am Stichtag bereits ein Lebendgewicht von wenigstens 50 Kilogramm erreicht hatten. Nur ungefähr 7 Prozent des Bestandes entfielen auf Zuchtsauen. 57 Prozent der Schweine wurde in Betrieben mit 1.000 und mehr Tieren gehalten.

Auch der rheinland-pfälzische Rinderbestand ist weiter rückläufig. 2019 umfasste er noch 330.600 Tiere. Damit hat der Rinderbestand aufgrund des Rückgangs der Rinderhaltungen seit 2010 um gut zwölf Prozent abgenommen. Binnen Jahresfrist wurden 2,8 Prozent der Haltungen komplett aufgegeben, wobei überdurchschnittlich häufig die Milcherzeugung eingestellt wurde. Die Zahl der Haltungen mit Milchkühen ging um 5,6 Prozent zurück, der Milchkuhbestand (107.100 Tiere) hat sich um 3,7 Prozent verringert. Insgesamt wurden im Mai 2019 noch 4.733 Rinderhaltungen registriert, davon 1.689 mit Milchkühen (35,7 Prozent).

Die Milchkuhhaltung ist vor allem in den Mittelgebirgslagen in Rheinland-Pfalz eine wichtige Einnahmequelle in der Landwirtschaft. Zusammen werden rund 45,4 Prozent der Milchkühe im Eifelkreis Bitburg-Prüm und im Landkreis Vulkaneifel gehalten. Vom Rinderbestand insgesamt entfallen 34,9 Prozent der Tiere auf die beiden Kreise.

Die Rinderrasse Holstein-Schwarzbunt ist mit rund 44 Prozent die am weitesten verbreitete im Land, gefolgt von den Holstein-Rotbunt (knapp elf Prozent). Beide Rassen wurden vor allem auf die Erzeugung von hohen Milchmengen gezüchtet. Die größte Bedeutung zur Fleischproduktion entfällt mit knapp zehn Prozent auf die Rasse Limousin.

In Deutschland (ohne die Stadtstaaten) werden knapp 25,9 Millionen Schweine und 11,8 Millionen Rinder gehalten. Die Schweinehaltung konzentriert sich auf die Bundesländer Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mit zusammen etwa 58 Prozent des Gesamtbestands. Der größte Anteil der Rinderhaltung ist in Bayern mit knapp 26 Prozent des bundesdeutschen Bestands verortet. Der rheinland-pfälzische Anteil an den deutschen Beständen beträgt 0,6 Prozent bei den Schweinen und 2,8 Prozent bei den Rindern.

Für die regelmäßigen Erhebungen der Rinderbestände wird das Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HI-Tier) zu den Stichtagen 3. November und 3. Mai ausgewertet. Die Aufbereitung erfolgt nach Betriebsstätten. Eine Betriebsstätte repräsentiert eine eigene HI-Tier-Nummer. Ein landwirtschaftlicher Betrieb kann über mehrere Betriebsstätten verfügen.
Die Zahl der Milchkühe wird je Haltung berechnet. Basis ist die vom Betrieb angegebene Produktionsrichtung (z. B. Milchkuhhaltung oder Ammen/Mutterkuhhaltung). Bei Angabe mehrerer Produktionsrichtungen wird zusätzlich die Rasse der Kühe berücksichtigt.

Die Rinderbestände werden ebenfalls im Rahmen der mehrjährigen Strukturerhebungen aufbereitet, zuletzt bei der Agrarstrukturerhebung 2016. Von der Viehbestandserhebung Rinder unterscheidet sich die Strukturerhebung bei landwirtschaftlichen Betrieben hinsichtlich der Grundgesamtheit (Betriebsdefinition) und des Stichtages.

Bei der Schweineerhebung handelt es sich um eine Stichprobenerhebung. Zur Grundgesamtheit zählen alle landwirtschaftlichen Betriebe mit mindestens 50 Schweinen oder 10 Zuchtsauen.

Kleinere Veränderungen des Bestandes an Schweinen sind aufgrund stichprobenbedingter Fehler nur bedingt aussagekräftig.

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

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