Montag, 14. Oktober 2019

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Einzelhandel mit Umsatzplus im ersten Halbjahr 2019

Einzelhandel mit Umsatzplus im ersten Halbjahr 2019

Der rheinland-pfälzische Einzelhandel setzte im ersten Halbjahr 2019 mehr um als im Vorjahreszeitraum. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems waren die Umsätze real, also um Preisveränderungen bereinigt, um 1,1 Prozent höher als im ersten Halbjahr 2018. Nominal, also zu jeweiligen Preisen, stiegen die Erlöse um 1,9 Prozent. Deutschlandweit legten die Einzelhandelsumsätze preisbereinigt um 2,3 Prozent zu (nominal: plus 3,0 Prozent).

Umsatzentwicklung nach Wirtschaftszweigen

Die Umsatzentwicklung war in den verschiedenen Bereichen des Einzelhandels unterschiedlich. Der umsatzstärkste Bereich ist der „Einzelhandel mit sonstigen Haushaltsgeräten, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf“. In diesem Handelssegment lagen die preisbereinigten Umsätze im ersten Halbjahr 2019 um 3,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Im zweitgrößten Bereich, dem „Einzelhandel mit sonstigen Gütern“, zu denen Bekleidung, Schuhe und Lederwaren zählen, lagen die realen Halbjahreserlöse auf dem Niveau des Vorjahres (minus 0,2 Prozent). Die Umsätze im „Einzelhandel mit Waren verschiedener Art“, zu dem Supermärkte, SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte gehören, fielen preisbereinigt leicht höher aus als im Vorjahreszeitraum (plus 0,6 Prozent). Der Handel mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwaren setzte real vier Prozent mehr um als ein Jahr zuvor. Im Handel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik stiegen die Umsätze preisbereinigt um 5,7 Prozent an.

Beschäftigung

Die Zahl der Beschäftigten im Einzelhandel lag in der Zeit von Januar bis Juni 2019 mit einem Plus von 0,1 Prozent auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten verringerte sich um 0,4 Prozent; die Zahl der Teilzeitbeschäftigten erhöhte sich leicht um 0,3 Prozent.

Die Daten stammen aus der monatlichen Stichprobenerhebung bei ausgewählten Einzelhandelsunternehmen in Rheinland-Pfalz. Durch das Handelsstatistikgesetz wird die Zahl der zu befragenden Einheiten auf höchstens 8,5 Prozent aller Unternehmen begrenzt. Die Angaben für Filialbetriebe von Einzelhandelsketten mit Sitz in einem anderen Bundesland sind in den Ergebnissen enthalten.

Die Einzelhandelsmesszahlen werden in fünfjährigem Abstand auf ein neues Basisjahr umgestellt. Ab der Veröffentlichung der Ergebnisse für den Berichtsmonat Januar 2018 beziehen sich alle Daten der Einzelhandelsstatistik nun auf das neue Basisjahr 2015 (zuvor 2010).

Autorin: Marie-Luise Schmittel (Sachgebiet Handel, Gastgewerbe, Dienstleistungen)

Gemeinsame Erklärung des Wirtschaftsrates

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Technologischer Wandel in der Fahrzeugindustrie ist Chance für Unternehmen und Beschäftigte

Die Fahrzeugindustrie in Rheinland-Pfalz befindet sich in einem komplexen Wandel: Die Transformation im Zuge der Digitalisierung geht einher mit den Anforderungen an klimaneutrale Antriebstechnologien. Ministerpräsidentin Malu Dreyer greift diese Herausforderungen in ihrem Wirtschaftsrat auf. Hier beraten Industriegewerkschaften, DGB sowie die Arbeitgeberverbände der Industrie und die Landesvereinigung der Unternehmerverbände (LVU), zudem die Arbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern Rheinland-Pfalz mit der Ministerpräsidentin und mit Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing über geeignete Strategien und Maßnahmen. Die Fahrzeugindustrie soll eine der wichtigsten Industriebranchen in Rheinland-Pfalz bleiben mit attraktiven Arbeitsplätzen für Fachkräfte.

„Es ist ein starkes Zeichen an Unternehmen und Beschäftigte, dass sich die Mitglieder des Wirtschaftsrates auf eine gemeinsame Erklärung zur Zukunft des Fahrzeugstandortes Rheinland-Pfalz verständigen. Wir wollen den technologischen Wandel als Chance nutzen“, würdigte die Ministerpräsidentin das Einvernehmen zu Eckpunkten der technologischen und strategischen Entwicklung der Fahrzeugindustrie. „Klimaschutz, Technologieneutralität und die besondere Bedeutung der Nutzfahrzeugindustrie in Rheinland-Pfalz sind uns wichtig“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Unsere Zulieferindustrie ist auf den Märkten der Welt vertreten. Sie ist innovativ und technologisch auf der Höhe der Zeit. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zu einer modernen, zukunftsorientierten Fahrzeugindustrie.“ Die Mitglieder des Wirtschaftsrates sprechen sich konsequent für eine technologieneutrale Betrachtung der verschiedenen Antriebssysteme besonders im Nutzfahrzeugbereich aus. Die sachliche und neutrale Bewertung verschiedener Antriebstechnologien sei für den Standort Rheinland-Pfalz wichtig, damit die Unternehmen entsprechende Marktchancen nutzen können.

Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing verwies auf die Chancen, die sich für die oftmals mittelständisch geprägten Unternehmen der Branche in diesem Transformationsprozess ergeben können. „Gerade unsere Mittelständler sind hoch innovativ, verfügen über ein großes Maß an Flexibilität in den einzelnen Wertschöpfungsbereichen und sind bereits heute auf den Märkten der Welt zu Hause. Das sind hervorragende Voraussetzungen, um bei der Vielzahl neuer Produkte, Verfahren und Prozesse die Nase vorne zu haben“, so der Wirtschaftsminister. Hierbei spiele auch die Kooperation von Unternehmen und dem leistungsfähigen Umfeld von Forschung und Entwicklung in Rheinland-Pfalz eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund habe das Wirtschaftsministerium bereits im vergangenen Jahr die Initiative „We move it“ gestartet und trage darüber hinaus mit dem CVC entscheidend zur Weiterentwicklung der Nutzfahrzeugindustrie in Rheinland-Pfalz bei.

Aus Sicht des Vorsitzenden des DGB Rheinland-Pfalz und Saarland, Dietmar Muscheid, sind alle Akteure gut beraten, technologieneutral zu handeln, denn: „Am heutigen Tag kann noch niemand mit Sicherheit vorhersagen, welche Antriebstechnologien sich im Transformationsprozess der Fahrzeugindustrie durchsetzen werden. Die Unternehmen der Fahrzeugindustrie stellt dies vor die Notwendigkeit, ihre Geschäftsfelder und Prozesse genau zu analysieren und gegebenenfalls anzupassen, um sich am verändernden Markt behaupten zu können. Das wiederum geht mit neuen Anforderungen an die Beschäftigten einher. Sie sind es, die die Transformation der Branche letztendlich umsetzen. In der bedarfsgerechten Qualifizierung der Beschäftigten sehe ich deshalb auch einen Schlüsselfaktor für den wirtschaftlichen Erfolg der rheinland-pfälzischen Fahrzeugindustrie.“

Für die Landesvereinigung der Unternehmerverbände begrüßt Präsident Dr. Gerhard F. Braun die gemeinsame Erklärung des Wirtschaftsrates: „Es ist wichtig, dass alle Beteiligten gemeinsam daran arbeiten, auch künftig die Attraktivität des Standorts Rheinland-Pfalz für die Fahrzeugindustrie und vor allem auch die Nutzfahrzeugindustrie zu erhalten. Die Verständigung auf die technologieneutrale Ausrichtung politischen Handelns ist ein zentraler Baustein für einen klimaneutralen Technologiemix der Antriebstechniken. Alle Akteure sind jetzt gefordert, sich für einen technologieneutralen Rechtsrahmen und für Innovation, Infrastruktur, Kooperationsnetzwerke und qualifizierte Beschäftigte einzusetzen."

Pure Begeisterung - Auch ohne Konfetti-Kanonen

Das Jubiläumsjahr anlässlich des 50. Geburtstags der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis (wfg) ist in vollem Gange. „Das neue Erscheinungsbild findet viel Zustimmung“, freut sich das Team um Geschäftsführerin Katharina Schlag „auch wenn das Logo mehr beinhaltet, als man auf den ersten Blick vermutet.“ In dem von Page & Paper entwickelten Logo stehen fünf dunkelgrüne Punkte für die Kernaufgabe der wfg, die zehn hellgrünen für die Verbandsgemeinden des Westerwaldkreises. Diese setzen sich zu einem Pfeil zusammen der Dynamik und Zukunftsorientierung vermittelt. Mit dem Claim "Wir. Fürs Ganze" wird zum einen mit den Buchstaben der Kurzform von Wirtschaftsförderungsgesellschaft – wfg – gespielt, aber vor allem wird ein hoher Anspruch an die eigene Arbeit zum Ausdruck gebracht: Wir sind Ansprechpartner für alle Unternehmen sowie unsere Partner und betrachten die Region mit vernetztem Blick um eine positive Gesamtentwicklung zu begleiten.

Diesem Auftakt folgten bereits etablierte Veranstaltungen wie „AB In die Zukunft – Duales Studium und mehr“ und eine weitere Auflage der Zukunftswerkstatt sowie die noch bis zum 19. August laufende Kampagne „50 Jahre- 50 Stimme“, bei der 50 Partner und Wegbeleiter in Text, Bild und Ton gratulieren. Diese Beiträge sind im Blog „wfg aktuell“ auf der Homepage www.wfg-ww.de zu finden.

Weitere erkennbare Aktionen im Jubiläumsjahr sind die Einrichtung eines kleinen Gründernetzwerkes, der Start einer neuen Netzwerkplattform für alte Hasen und junge Hüpfer sowie ein stärkerer Fokus auf die Verbindung  von Sichtbarkeit nach Außen und Vernetzung nach Innen.

Aber auch hinter den Kulissen passieren weitere spannende Dinge: so hat die wfg, die bereits 2014 von der Oskar-Patzelt-Stiftung mit dem „Großen Preis des Mittelstandes“ als Kommune des Jahres ausgezeichnet wurde, erneut eine Nominierung durch das Wirtschaftsministerium erhalten. Die Unterlagen wurden aktualisiert und eingereicht - jetzt heißt es Daumen drücken und abwarten. Am 19. Oktober 2019 werden in Würzburg beim Bundesball die Preise vergeben. "Das wäre ein weiteres wundervolles Geburtstagsgeschenk, nicht nur für das Team und mich, sondern auch für unsere Partner, die uns tatkräftig unterstützen, für die politischen Entscheidungsträger, die unsere Arbeit ermöglichen und es wäre ein weiteres gutes Argument für den Wirtschaftsstandort Westerwaldkreis", sieht Katharina Schlag der Preisverleihung gespannt entgegen.  Gute Argumente bietet auch ein weiteres Jubiläumsprojekt, das unter Überschrift  „50 gute Gründe“ zum Jahresende veröffentlicht werden soll. „Wir wollen den Unternehmen objektive Gründe und  Argumente an die Hand geben, um potentielle Fachkräfte besser zu einem Umzug in den Westerwaldkreis motivieren zu können“, erklärt die Geschäftsführerin.

Für das kommende Jahr habe sich das Team bereits einiges vorgenommen verrät Sie weiter. So soll es nach fünf Jahren wieder einen eigenen Aktionstag „Hände hoch fürs Handwerk“ geben, an dem handwerkliche und gewerbliche-technische Ausbildungsberufe im Fokus stehen.   „Wir mögen solche Projekte ebenso wie unser abwechslungsreiches Tagesgeschäft – auch ohne Konfetti-Kanonen, da es uns mit immer neuen Themen und wichtigen Aufgaben in Berührung bringt“, ist sich das wfg-Team einig.  „Dem Wirtschaftsstandort geht es ziemlich gut, aber wir dürfen uns darauf nicht ausruhen, sondern müssen jetzt die Weichen stellen, damit der Westerwaldkreis weiterhin attraktiver Arbeits- und Lebensraum bleibt.“

Anstehende Termine

16.08.2019 Mit vollem Mund spricht man nicht? – Netzwerk-Lunch
23./24.08.2019 SPACK! Festival  mit Hände hoch fürs Handwerk
30.08.2019 Kleines Gründernetzwerk
06.09.2019 Jahresempfang der Westerwälder Wirtschaft (Anmeldung möglich)
26.09.2019 Start-up-Talk: Meine Hausbank und ich
15.10.2019 Abschlussrunde der Zukunftswerkstatt
16.10.2019 Unternehmerfrühstück Energie und Ressourceneffizienz (Anmeldung möglich)
19.10.2019 Preisverleihung Großer Preis des Mittelstandes
30.10.2019 Forum Wirtschaftsethik – Zukunft braucht Werte (Anmeldung möglich)
28.11.2019 Start-up-Talk: Mein Finanzamt und ich

01.04.2020 ABIn die Zukunft – Duales Studium und mehr
12.05.2020 Jahresempfang der Westerwälder Wirtschaft

Weniger Wohngeldhaushalte in Rheinland-Pfalz

– Ausgaben für Bund und Land rückläufig

Ende 2018 bezogen in Rheinland-Pfalz rund 24.600 Haushalte Wohngeld. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes knapp 1.800 bzw. 6,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Die überwiegende Mehrheit der betroffenen Haushalte (21.900 bzw. 89 Prozent) erhielt Wohngeld als Zuschuss zur Miete, den übrigen 2.700 Empfängerhaushalten wurde es als Zuschuss zu den Kosten selbst genutzten Wohneigentums gewährt (Lastenzuschuss). In knapp 96 Prozent der Haushalte hatten alle Mitglieder einen Anspruch auf Wohngeld. In den restlichen Fällen wohnten Personen mit und ohne Wohngeldanspruch in sogenannten wohngeldrechtlichen Teilhaushalten zusammen.

Im Jahr 2018 brachten Bund und Land insgesamt knapp 44,7 Millionen Euro für Wohngeld auf. Davon entfielen rund 37,5 Millionen Euro (84 Prozent) auf Mietzuschüsse, während für den Lastenzuschuss weitere 7,1 Millionen Euro (16 Prozent) aufgewendet wurden. Gegenüber dem Vorjahr sind die Wohngeldausgaben um rund 5 Millionen Euro bzw. 10 Prozent gesunken.

Der durchschnittliche monatliche Wohngeldanspruch je Empfängerhaushalt lag Ende 2018 – wie schon im Vorjahr – bei 154 Euro. Die höchsten Zuschüsse im Jahr 2018 wurden mit durchschnittlich 207 Euro im Rhein-Pfalz-Kreis gewährt, gefolgt von den kreisfreien Städten Ludwigshafen (194 Euro) und Mainz (191 Euro). Am niedrigsten fielen die Zuschussbeträge in der kreisfreien Stadt Pirmasens (117 Euro) aus.

Pirmasens wies bezogen auf die Bevölkerung die relativ höchste Zahl an Empfängerhaushalten auf. Auf 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner kamen dort etwa 13 Haushalte mit Wohngeldbezug; dahinter folgten Trier und Koblenz, die mit elf bzw. neun wohngeldbeziehenden Haushalten auch jeweils deutlich oberhalb des Landesschnitts von sechs Wohngeldhaushalten liegen. Mit einem Wert von etwa drei wurde im Landkreis Trier-Saarburg die niedrigste Quote ermittelt.

Wohngeld ist ein vom Bund und den Ländern je zur Hälfte getragener Zuschuss zu den Wohnkosten. Er wird einkommensschwachen Haushalten gewährt, damit diese die Aufwendungen für angemessenen und familiengerechten Wohnraum tragen können. Die Höhe des Wohngeldes richtet sich nach der Zahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder, der zu berücksichtigenden Miete bzw. Belastung sowie dem Gesamteinkommen des Haushaltes.

Die Wohngeldstatistik dient der Gewinnung umfassender, aktueller und zuverlässiger statistischer Informationen über die sozialen und finanziellen Auswirkungen des Wohngeldgesetzes. Die Ergebnisse bieten den politisch Verantwortlichen die notwendigen statistischen Grundlagen für Planungen und Entscheidungen. Sie sind darüber hinaus auch für die Verwaltung, die Wissenschaft sowie die breite Öffentlichkeit bestimmt.

Zur Erstellung der Wohngeldstatistik erhält das Statistische Landesamt regelmäßig Angaben aus Verwaltungsdaten der rheinland-pfälzischen Wohngeldbehörden; das sind in der Regel die Verwaltungen der kreisfreien Städte, der Landkreise und der großen kreisangehörigen Städte. Diese Daten werden vierteljährlich aufbereitet.

Die Vergleichbarkeit der Daten ist durch die mehrfachen Wohngeldnovellen nur bedingt gegeben.
Seit der Einführung des Wohngeldes im Jahr 1965 ist das Wohngeld mehrfach unter anderem an die Miet- und Einkommensentwicklung angepasst worden. Zuletzt wurden die Wohngeldleistungen im Zuge einer zum 1. Januar 2016 in Kraft tretenden Reform erhöht und somit an die Entwicklung der Mieten und Einkommen angepasst.

Die Zahl Empfängerhaushalte bezieht sich auf den Stichtag 31. Dezember, die Ausgaben auf das gesamte Jahr.

Autor: Markus Elz (Referat Soziales, Gesundheit, Rechtspflege)

Kaufwerte für baureifes Land 2018 gestiegen

Für baureifes Land wurde in Rheinland-Pfalz 2018 mehr bezahlt als ein Jahr zuvor. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lag der Kaufwert bei durchschnittlich 132 Euro pro Quadratmeter und war damit um 1,5 Prozent höher als im Vorjahr. Der Höchstwert von 2016 mit 133 Euro wurde nicht erreicht.

Sowohl die Zahl der Verkäufe als auch die verkaufte Fläche nahm gegenüber 2017 zu. Insgesamt gab es 5.815 Verkaufsfälle (plus 2,5 Prozent), bei denen 4,4 Millionen Quadratmeter baureifes Land die Eigentümerin bzw. den Eigentümer wechselten (plus 4,5 Prozent).

In den kreisfreien Städten sind die Kaufwerte tendenziell höher als in den Landkreisen. So errechnet sich für 2018 für die kreisfreien Städte ein durchschnittlicher Kaufwert von 358 Euro und für die Landkreise von 110 Euro pro Quadratmeter. In den Städten reicht die Spanne von 86 Euro in Pirmasens bis 622 Euro in Mainz. In den Kreisen wurde in Birkenfeld mit durchschnittlich 35 Euro der niedrigste Kaufwert je Quadratmeter gezahlt, im Rhein-Pfalz-Kreis mit 383 Euro der höchste.
Neben baureifem Land wurde im vergangenen Jahr auch in geringerem Umfang Industrieland (622 Kauffälle) sowie Rohbauland (225 Kauffälle) veräußert. Die Kaufwerte hierfür lagen mit 54 bzw. 25 Euro je Quadratmeter deutlich unter dem Kaufwert für baureifes Land. Land für Verkehrszwecke verkaufte sich für durchschnittlich 39 Euro je Quadratmeter (16 Kauffälle).

Weitere Informationen (einschließlich detaillierte Daten für kreisfreie Städte und Landkreise) enthält der Statistische Bericht.

Die Daten stammen aus den Meldungen der Geschäftsstellen der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte bei den Kataster- und Stadtvermessungsämtern. Die Gutachterausschüsse erhalten die Veräußerungsanzeigen von den Notaren. Die Angaben beziehen sich auf verkaufte Grundstücke, deren Größe 100 Quadratmeter und mehr beträgt.

Zum baureifen Land zählen voll erschlossene, unbebaute Grundstücke, bei denen eine Bebauung sofort möglich ist. Rohbauland ist noch nicht ausreichend erschlossen, liegt jedoch in Baugebieten und steht in absehbarer Zeit zur Erschließung und Bebauung an. Industrieland ist in den Bebauungsplänen als reines Industrie- und Gewerbegebiet ausgewiesen. Land für Verkehrszwecke sind unbebaute Grundstücke, die nur für den öffentlichen Verkehr (Autobahnen, Straßen, Wege, Brücken) genutzt werden sollen.

Autorin: Dr. Melanie Nofz (Referat VGR, ETR, Arbeitsmarkt, Verdienste / Preise)

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