Montag, 23. Juli 2018

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IHK-Konjunkturbericht Rheinland-Pfalz: Boom vor dem Zenit?

Die rheinland-pfälzische Wirtschaft setzt auch im Frühsommer 2018 ihren branchenübergreifenden Boom fort. Das belegt die aktuelle Konjunkturumfrage der rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern (IHKs), die auf einem repräsentativen Querschnitt der rheinland-pfälzischen Wirtschaft mit Antworten von mehr als 1.000 Betrieben mit über 200.000 Beschäftigten basiert.

Der IHK-Konjunkturklimaindikator, der die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage sowie der Geschäftserwartungen in einem Wert zusammenfasst, signalisiert zum Frühsommer 2018 mit 127 Punkten eine andauernde Wachstumsdynamik. Die Geschäftslage erreicht mit einem Saldenwert aus positiven und negativen Meldungen mit plus 44 Prozentpunkten ein neues historisches Rekordniveau. Zugleich bleiben auch die Geschäftserwartungen der Wirtschaft an die kommenden zwölf Monate zuversichtlich.

Aus Sicht der IHKs ist auch die insgesamt expansive Investitionsbereitschaft der rheinland-pfälzischen Unternehmen erfreulich. In den kommenden zwölf Monaten wollen 31 Prozent ihre Investitionen ausweiten, während lediglich zwölf Prozent damit rechnen, ihr investives Engagement zu verringern. Auch die Beschäftigungsabsichten legen gegenüber der Vorumfrage moderat zu. „Angesichts der positiven Investitions- und Beschäftigungsabsichten dürfte sich über den Jahresverlauf eine stabile Fortsetzung des Wirtschaftswachstums zeigen“, sagt Peter Adrian, Präsident der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz.

Als begrenzender Faktor könnte sich jedoch der Fachkräftemangel zeigen. Bereits das vierte Mal in Folge haben die rheinland-pfälzischen Firmen den Fachkräftemangel als wichtigsten Risikofaktor für ihre weitere wirtschaftliche Entwicklung benannt. „Die expansive Beschäftigungsplanung findet ihre Grenzen zunehmend in der Verfügbarkeit geeigneter Fachkräfte. Dies kann in absehbarer Zeit die Wachstumsperspektiven einzelner Branchen und sogar ganzer Regionen begrenzen“, so Arne Rössel, Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz.

Sorgen machen sich die Unternehmen ebenfalls um die Arbeitskosten und die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Besonders Letzteres schlägt sich, trotz anziehendem Wachstum im Welthandel, zunehmend in den Exporterwartungen nieder. Protektionistische Tendenzen sowie der beachtliche Aufbau von Handelshemmnissen und Zöllen im internationalen Umfeld bleiben von der stark exportorientieren Wirtschaft im Land nicht unbeachtet.

„Dass die rheinland-pfälzische Wirtschaft trotz Unsicherheiten im Auslandsgeschäft ihren Erfolgskurs hält, ist ausgesprochen erfreulich. Von Seiten der Politik sollte der gegenwärtig vorhandene und in den kommenden Jahren absehbare finanzielle Spielraum genutzt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft zu stärken. Dazu braucht es keine Aufstockung von Ausgaben, sondern Steuerentlastungen und langfristig sinnvolle Investitionen“, so Rössel.

Volksbank Koblenz Mittelrhein eG präsentiert Geschäftszahlen

    · Gesundes Wachstum, Bilanzsumme erneut gesteigert
    · Horst Böckling erhält Ehren-Medaille in Gold
    · 51 Jubilare geehrt im Raiffeisenjahr
(Koblenz, 30.05.2018) Das Resultat guter Arbeit zu präsentieren, ist immer ein erfreuliches Ereignis. Wenn dann auch noch ein ganz besonderer Geburtstag dazukommt, ist die Freude umso größer. Die Vorstände Stephan Breser und Walter Müller präsentierten heute in der Vertreterversammlung der Volksbank Koblenz Mittelrhein eG die Ergebnisse des Jahres 2017.

Die Bilanzsumme stieg erneut um 44 Mio. Euro auf 745 Mio. Euro. Das betreute Kundenvolumen, also die Summe aller betreuten Kredite und Geldanlagen, wuchs um 83 Mio. Euro auf 1.753 Mio. Euro. Für die Beratungsqualität wurde die Volksbank Koblenz Mittelrhein auch im vergangenen Jahr wieder ausgezeichnet, unter anderem mit dem TÜV-Siegel für die Baufinanzierung und beim CityContest in Neuwied. Der erneute 1. Platz beim Koblenzer Kundenspiegel ist das Ergebnis der Leistungsbewertung durch ‚echte‘ Kunden und Mitglieder.

Bei der Kreditvergabe legte die ‚Koblenzer‘ deutlich zu, nicht zuletzt durch die hohe Nachfrage bei privaten Immobilienkrediten. Sie stieg gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 57 Mio. Euro bzw. 8 Prozent. Davon entfallen 42 Mio. Euro auf die bilanziellen Kundenforderungen und um weitere 15 Mio. Euro stiegen die Kredite, die an Partner der Genossenschaftlichen FinanzGruppe vermittelt wurden.

Die bilanzwirksamen Kundengelder erhöhten sich um über 7 Mio. Euro auf 548 Mio. Euro. Das betreute Geldvermögen von Kunden stieg um beachtliche 26 Mio. Euro auf insgesamt 980 Mio. Euro. Trotz historisch tiefem Zinsniveau legten die Mitglieder und Kunden bei der Geldanlage Wert auf Sicherheit und Verfügbarkeit. „Der anhaltende Niedrigzins gefährdet auch die Sparer. Mit unserer umfassenden genossenschaftlichen Beratung zeigen wir Wege auf, wie Spar- und Vermögensanlagen sinnvoll zusammengestellt werden können“, so Müller.

Insgesamt wurden über 30.000 Beratungsgespräche geführt und individuelle Finanzlösungen erarbeitet. 2.200 Finanzierungswünsche mit einem Volumen von über 200 Mio. Euro konnten erfüllt werden.

Der vorläufige Jahresüberschuss liegt bei 1,44 Mio. Euro und damit über dem Vorjahreswert. Damit kann die Eigenkapitalbasis weiter gestärkt werden, um die steigenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu erfüllen. Die Vertreterversammlung, unter Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Horst Böckling, hat beschlossen, 342.000 Euro in Form einer dreiprozentigen Dividende an die Mitglieder auszuschütten. Damit erzielen die Geschäftsguthaben gegenüber dem Kapitalmarktniveau wieder eine vergleichsweise hohe Rendite.

Stephan Breser präsentierte, wie sich die Bank in der Region engagierte: „Mit über 145.000 Euro hat die Volksbank Koblenz Mittelrhein im letzten Jahr soziale, kulturelle und sportliche Zwecke gefördert. Die Volksbank Koblenz Mittelrhein entrichtete 3,1 Mio. Euro Ertragssteuern, die den Menschen in der Region Mittelrhein zu Gute kommen. Über die Lohnsteuer der Mitarbeiter kamen weitere 1,5 Mio. Euro für die Heimat hinzu. Mit 5,9 Mio. Euro an ausgezahlten Gehältern entstand entsprechende Kaufkraft hier vor Ort.“

Der genossenschaftliche Gedanke ist auch in jungen Leuten lebendig. Dafür steht beispielhaft die Schülergenossenschaft EGON am Koblenzer Eichendorff-Gymnasium, die im letzten Jahr wiederholt bundesweite Preise gewann, unter anderem beim Förderpreis der WGZ-Bank-Stiftung und beim EasyCredit-Preis für Finanzielle Bildung.

Für die Zukunft sieht sich die Bank gut aufgestellt. Die Chancen der Digitalisierung werden genutzt, gleichzeitig hält das Kreditinstitut an der persönlichen Beratung vor Ort fest. Die Mitglieder und Kunden erwarten bequeme Online-Lösungen und qualitativ hochwertige persönliche Beratung. Die Volksbank will ein breites Angebot an Möglichkeiten bieten und digitale und persönliche Angebote optimal aufeinander abstimmen. So wurden im letzten Jahr ‚Digilotsen‘ in der Bank installiert, die den Kunden insbesondere die Onlinelösungen anschaulich auf dem Tablet erklären können. Einen Ausblick gab Breser auch auf die im Herbst anstehende Umstellung der Bank-EDV-Systeme: „Auch damit gehen wir einen weiteren Schritt in die digitale Zukunft.“

Horst Böckling leitete altersbedingt zum letzten Mal als Aufsichtsratsvorsitzender durch die Versammlung. Nach 30 Jahren als ehrenamtliches Aufsichtsratsmitglied, davon rund 20 Jahre als Vorsitzender, ist Böckling Genossenschaftler durch und durch. Für seine Verdienste verlieh ihm Siegfried Mehring, Vorstand beim Genossenschaftsverband – Verband der Regionen e.V., die ‚Goldene Raiffeisen-Schulze-Delitzsch-Medaille‘. Und natürlich ließ es sich auch der 200-jährige Friedrich Wilhelm Raiffeisen nicht nehmen, Böckling und den Jubilaren persönlich zu gratulieren.
Raiffeisen – neben Hermann Schultze-Delitzsch einer der Gründerväter der genossenschaftlichen Idee – hat mit seinem Wirken das Leben und Wirtschaften der Menschen spürbar verbessert. Zwei Prinzipien trieben ihn an: Solidarität und Hilfe zur Selbsthilfe. Der Erfolg gibt ihm bis heute Recht. Weltweit sind heute über 1 Milliarde Menschen in Genossenschaften organisiert.

Die Volksbank Koblenz Mittelrhein hat über 22.220 Mitglieder. 51 von ihnen wurden für ihre 50-jährige Treue zur Volksbank Koblenz Mittelrhein eG geehrt.

Aus dem Aufsichtsrat schieden Dr. Ulrich Rass, Stefan Schwarz und Horst Böckling turnusgemäß aus. Rass und Schwarz wurden wiedergewählt. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde der Rechtsanwalt Tim Schwarzburg.

Wertschöpfung der Gesundheitswirtschaft 2017 erneut gestiegen

In der rheinland-pfälzischen Gesundheitswirtschaft ist die Bruttowertschöpfung 2017 deutlich stärker gestiegen als im Vorjahr. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, betrug die Bruttowertschöpfung in jeweiligen Preisen 2017 gut 15 Milliarden Euro. Das waren 11,6 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung, die im Land erstellt wird. Preisbereinigt erhöhte sie sich gegenüber 2016 um 3,2 Prozent und lag damit um 2,3 Prozentpunkte über dem Zuwachs des Vorjahres.

Zwischen 2008 und 2017 stieg die Wertschöpfung der Gesundheitswirtschaft nach derzeitigem Berechnungsstand preisbereinigt um 28 Prozent, während die gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung in diesem Zeitraum lediglich um zwölf Prozent zunahm. Mit dieser Wachstumsdynamik lag Rheinland-Pfalz im Vergleich der Länder an zweiter Stelle hinter Mecklenburg-Vorpommern.

Die Gesundheitswirtschaft hat eine große Bedeutung für den Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz. Im Jahr 2017 waren knapp 298.500 Personen in der rheinland-pfälzischen Gesundheitswirtschaft tätig. Da Teile der Branche sehr personalintensiv sind, lag der Anteil der Gesundheitswirtschaft an der Gesamtzahl der Erwerbstätigen 2017 mit 14,8 Prozent deutlich über dem Wertschöpfungsanteil. Von 2008 bis 2017 ist die Zahl der Erwerbstätigen in der Branche in Rheinland-Pfalz um 21 Prozent gestiegen (Erwerbstätigkeit insgesamt: plus 6 Prozent). Mit diesem Zuwachs lag das Land gemeinsam mit Hamburg auf Rang sieben unter den Bundesländern.

Anhand der Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigen lassen sich Aussagen über die Produktivität der Branche treffen. Im Jahr 2017 entfiel in der rheinland-pfälzischen Gesundheitswirtschaft auf eine erwerbstätige Person eine Bruttowertschöpfung von rund 50.400 Euro. Folglich liegt die Produktivität in Rheinland-Pfalz um rund 2.000 Euro über dem Durchschnitt aller Bundesländer, aber deutlich unter der Bruttowertschöpfung der Gesamtwirtschaft (64.300 Euro). Die Produktivität der rheinland-pfälzischen Gesundheitswirtschaft ist von 2008 bis 2017 um 6,2 Prozent gestiegen. Im Durchschnitt der Länder nahm die Produktivitätsentwicklung um 1,8 Prozent ab.

Die Ergebnisse beruhen auf dem Wertschöpfungs-Erwerbstätigen-Ansatz, mit dem die Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) vergleichbare Daten zur Wertschöpfung und Erwerbstätigkeit für alle Bundesländer erstellt. Die hier von der AG GGRdL vorgelegten Ergebnisse sind konsistent zu den amtlichen Gesamtrechnungsergebnissen der AK VGRdL und ETR. Dies ermöglicht den Vergleich mit der Gesamtwirtschaft bzw. mit anderen Wirtschaftsbereichen der Bundesländer.

Als Gesundheitswirtschaft wird die wirtschaftszweigbezogene Abgrenzung der AG GGRdL nach der Klassifikation der Wirtschaftszweige 2008 (WZ 2008) verstanden. Weitergehende Informationen – auch zu der Berechnungsmethode – sind der Internetseite der Arbeitsgruppe www.ggrdl.de zu entnehmen.

Autorin: Dr. Melanie Nofz (Referat Analysen, Auftragsarbeiten, FDZ)

Teuerungsrate steigt im Mai auf zwei Prozent

Die Teuerungsrate ist im Mai 2018 deutlich gestiegen. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag der Verbraucherpreisindex um 2,0 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im April hatte die Inflationsrate 1,5 Prozent betragen.

Ein Grund für den Anstieg der Teuerungsrate ist die Steigerung der Energiepreise. Energie war im Mai 2018 um 4,6 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Dies ist auf deutliche Preiserhöhungen bei Mineralölprodukten zurückzuführen (plus 11,8 Prozent). Dabei schlug einerseits der starke Anstieg der Heizölpreise zu Buche (plus 25,4 Prozent), andererseits zogen auch die Kraftstoffpreise merklich an (plus 8,4 Prozent). Die Umlage für Zentralheizung und Fernwärme sowie die Strompreise legten hingegen nur leicht zu (plus 0,4 bzw. plus 0,2 Prozent). Gas war billiger als im Vorjahresmonat (minus 2,4 Prozent).

Etwas abgeschwächt hat sich der Anstieg der Nahrungsmittelpreise. Sie waren im Mai 2018 um 2,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Am stärksten verteuerten sich Speisefette und -öle (plus 14,3 Prozent). So war Butter um 31,6 Prozent teurer als im Mai 2017. Auch bei Molkereiprodukten und Eiern sowie bei Obst gab es spürbare Preissteigerungen (plus 5,6 bzw. plus 4,4 Prozent). Die Gemüsepreise gingen hingegen leicht zurück (minus 0,5 Prozent). Zum Beispiel waren Tomaten um 13,6 Prozent billiger als im Vorjahresmonat.

Der Anstieg der Inflationsrate ist nicht allein auf die Erhöhung der Energiepreise zurückzuführen. Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die oft auch als Kerninflationsrate bezeichnet wird, erhöhte sich ebenfalls. Sie belief sich auf plus 1,7 Prozent, nach plus 1,5 Prozent im April.
In zehn der zwölf Hauptgruppen lagen die Preise über dem Niveau des Vorjahresmonats. Den stärksten Anstieg gab es bei alkoholischen Getränken und Tabakwaren (plus 3,9 Prozent). Dicht dahinter folgte die Hauptgruppe „Verkehr“ (plus 3,6 Prozent). Im Bereich „Freizeit, Unterhaltung und Kultur“ zogen die Preise ebenfalls merklich an (plus 3,3 Prozent). In den Hauptgruppen „Bekleidung und Schuhe“ sowie „Nachrichtenübermittlung“ sank das Preisniveau (minus 0,5 bzw. minus 0,8 Prozent).

Veränderungen gegenüber April 2018

Gegenüber dem Vormonat ist der Verbraucherpreisindex im Mai 2018 deutlich um 0,5 Prozent gestiegen. Merkliche Preiserhöhungen gab es in den Hauptgruppen „Freizeit, Unterhaltung und Kultur“ (plus 1,9 Prozent, darunter Pauschalreisen plus 8,5 Prozent) sowie „Verkehr“ (plus 1,3 Prozent, darunter Kraftstoffe plus 4,9 Prozent). In fünf Hauptgruppen war das Preisniveau im Mai niedriger als im April. So lagen die Preise für Bekleidung und Schuhe um 0,6 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. In den Hauptgruppen „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ sowie „Nachrichtenübermittlung“ sanken die Preise jeweils um 0,3 Prozent.

Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in 11 rheinland-pfälzischen Berichtsgemeinden 17 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) rund 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von 700 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt. Die Veränderung des VPI gegenüber dem Vorjahresmonat beziehungsweise dem Vorjahr wird umgangssprachlich auch als Inflationsrate bezeichnet.
Neben dem VPI dienen Kerninflationsraten als ergänzende Kennzahlen zur Beurteilung der Geldwertentwicklung. Sie geben an, wie sich die Verbraucherpreise entwickeln, wenn bestimmte Güter des Warenkorbs nicht mit eingerechnet werden. Das sind zumeist Güter mit erfahrungsgemäß stark schwankenden Preisen. Hier wird der Gesamtindex ohne Energie und Nahrungsmittel als Kerninflationsrate bezeichnet.

Die Pressemitteilung zum Berichtsmonat Mai 2018 enthält vorläufige Ergebnisse. Sofern bis zum 6. Juni 2018 keine Korrektur erscheint, sind die veröffentlichten Ergebnisse als endgültig anzusehen.

Autorin: Diane Dammers (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

Minijob-Zentrale stellt Quartalsbericht vor:

·        Immer weniger Frauen machen Minijobs
·        Nur wenige Minijobber mit mehreren Minijobs

Die Zahl der weiblichen Minijobber in gewerblichen Berufen ist seit 2004 um ca. 10 Prozent zurückgegangen. Dies stellt der Quartalsbericht der Minijob-Zentrale fest. Ende März 2018 gab es rd. 3,913 Millionen Minijobberinnen in Deutschland; im Dezember 2004 waren es noch 4,351 Millionen.

Insgesamt ist die Zahl der Minijobber im gewerblichen Bereich seit 14 Jahren nahezu konstant: Ende 2004 übten 6,838 Millionen Menschen einen Minijob aus, heute sind es 6,599 Millionen.

Minijobber, die mehrere geringfügige Arbeitsverhältnisse haben, gibt es in Industrie und Gewerbe kaum: Nur 2,4% aller Minijobber üben zwei Minijobs aus, bundesweit arbeiten rund 7.200  gleichzeitig in drei oder mehr Jobs.

Etwas mehr sind es bei den haushaltsnahen Dienstleistungen: 9% aller Minijobber haben zwei Putz-, Garten- oder Babysitterjobs, 3,4% haben drei oder mehr.

Die Zahl der Minijobs im Haushalt steigt weiter an; so sind jetzt 302.000 Menschen über die Minijob-Zentrale in einem Haushaltsjob angemeldet, vor 14 Jahren waren es bundesweit nur 90.000. Trotzdem gehen Experten davon aus, dass noch etwa 3 Millionen Jobs in deutschen Haushalten schwarz ausgeübt werden, ohne Unfall- oder Rentenversicherung. Jeder angemeldete Haushaltsjobber ist daher ein Erfolg im Kampf gegen Schwarzarbeit.

Den gesamten Quartalsbericht mit allen Statistiken finden Sie online unter http://minijob-zentrale.de/quartalsbericht

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