Mittwoch, 21. November 2018

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Größte Weinmosternte seit zehn Jahren erwartet

Auf mehr als 6,4 Millionen Hektoliter schätzten die Ernteberichterstatterinnen und Ernteberichterstatter des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz Ende August die Erntemenge für Weinmost. Eine größere Menge war zuletzt 2008 mit 6,6 Millionen Hektoliter geerntet worden. Im Vergleich zu der durch Spätfröste geschädigten Menge des Vorjahres dürfte fast ein Drittel mehr geerntet werden. Gegenüber dem langjährigen Mittelwert beträgt der Zuwachs fast zwölf Prozent.

Die Erntemenge der weißen Moste liegt nach den aktuellen Schätzungen mit 4,5 Millionen Hektoliter fast 18 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2017. Im Vergleich zum Vorjahr fällt die Zunahme mit 39 Prozent deutlich höher aus. Beim Rotmost liegt die Erntemenge mit zwei Millionen Hektoliter auf dem Niveau des langjährigen Mittels. Zum Vorjahr beträgt der Zuwachs der Erntemenge fast 18 Prozent.

Knapp ein Viertel der Erntemenge (1,6 Millionen Hektoliter) entfällt auf Riesling, der wichtigsten Rebsorte im Land. Damit wird die Erntemenge des Vorjahres um ein Drittel übertroffen. Mit jeweils rund 0,9 Millionen Hektoliter folgen Müller-Thurgau und Dornfelder.

Für Rheinhessen – dem größten Weinanbaugebiet Deutschlands – wurde mit 2,8 Millionen Hektoliter eine Erntemenge geschätzt, die den langjährigen Vergleichswert um 14 Prozent übertrifft. In der Pfalz wird die Erntemenge mit 2,4 Millionen Hektoliter um neun Prozent über dem Durchschnitt liegen. An der Mosel wird eine Erntemenge von 0,8 Millionen Hektoliter erwartet, das wären fast acht Prozent mehr als im langjährigen Durchschnitt und rund 50 Prozent mehr als im Vorjahr.

Wegen des Termins, zu dem die Schätzungen erfolgen, sind die Ergebnisse noch mit Unsicherheiten behaftet und Veränderungen aufgrund des weiteren Witterungsverlaufs möglich.

Im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung berichten rund 220 Ernteberichterstatterinnen und Ernteberichterstatter regelmäßig über die Wachstumsstände der Reben und die Weinmosterträge. Bei den Ertragsschätzungen wird stets davon ausgegangen, dass der weitere Witterungsverlauf keine Extreme aufweist.

Autor: Jörg Breitenfeld (Abteilung Wirtschaft, Landwirtschaft, Umwelt, Register)

Teuerungsrate steigt im September auf plus 2,4 Prozent

Die Teuerungsrate ist im September 2018 weiter gestiegen. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag der Verbraucherpreisindex um 2,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im August hatte die Inflationsrate plus 2,0 Prozent betragen.

Energie war im September 2018 erneut wesentlich teurer als im Vorjahresmonat (plus 8,2 Prozent). Dies ist auf deutliche Preissteigerungen bei Mineralölprodukten zurückzuführen (plus 19,3 Prozent). Sowohl die Preise für Heizöl als auch die Kraftstoffpreise erhöhten sich gegenüber September 2017 kräftig (plus 38,5 Prozent bzw. plus 14,2 Prozent). Die Umlage für Zentralheizung und Fernwärme stieg um 2,2 Prozent. Während die Strompreise gegenüber dem Vorjahresmonat leicht zunahmen (plus 0,4 Prozent), waren die Gaspreise rückläufig (minus 2,0 Prozent).

Auch Nahrungsmittel wurden deutlich teurer. Die Nahrungsmittelpreise lagen im September 2018 3,0 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Besonders kräftig fielen die Preissteigerungen bei Gemüse aus (plus 18,0 Prozent). Zum Beispiel verdoppelte sich der Preis für Gurken und auch Salat kostete fast doppelt so viel wie im September 2017, was mit der außergewöhnlichen Hitze und Trockenheit dieses Sommers zusammenhängen dürfte. Die Preise für Molkereiprodukte und Eier sowie für Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte zogen ebenfalls deutlich an (plus 3,9 Prozent bzw. plus 3,0 Prozent). Preissenkungen gab es bei Speisefetten und -ölen (minus 2,5 Prozent) sowie Zucker, Marmelade, Honig und anderen Süßwaren (minus 1,5 Prozent).

Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die oft auch als Kerninflationsrate bezeichnet wird, erhöhte sich ebenfalls. Sie belief sich im September auf plus 1,6 Prozent nach plus 1,4 Prozent im August.

In zehn der zwölf Hauptgruppen war das Preisniveau höher als im Vorjahresmonat. Die stärkste Steigerung gab es mit plus fünf Prozent in der Hauptgruppe „Verkehr“, was insbesondere auf den deutlichen Anstieg der Kraftstoffpreise zurückzuführen ist. Merkliche Preiserhöhungen waren auch bei alkoholischen Getränken und Tabakwaren (plus 4,6 Prozent) sowie im Bildungswesen (plus 4,2 Prozent) zu verzeichnen. In den Hauptgruppen „Nachrichtenübermittlung“ sowie „Bekleidung und Schuhe“ war das Preisniveau niedriger als im September 2017 (minus 0,8 bzw. minus 0,4 Prozent).

Veränderungen gegenüber August 2018

Gegenüber dem Vormonat ist der Verbraucherpreisindex im September 2018 um 0,4 Prozent gestiegen. Deutlich tiefer in die Tasche greifen mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher saisonal bedingt bei Bekleidung und Schuhen (plus 6,5 Prozent). Dahinter folgte das Bildungswesen (plus 2,1 Prozent). Drei der zwölf Hauptgruppen verzeichneten Preisrückgänge; am stärksten verringerten sich die Preise im Bereich „Freizeit, Unterhaltung und Kultur“ mit minus 2,7 Prozent (darunter Pauschalreisen: minus 10,5 Prozent).

Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in elf rheinland-pfälzischen Berichtsgemeinden 18 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) rund 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von 600 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt. Die Veränderung des VPI gegenüber dem Vorjahresmonat beziehungsweise dem Vorjahr wird umgangssprachlich auch als Inflationsrate bezeichnet.
Neben dem VPI dienen Kerninflationsraten als ergänzende Kennzahlen zur Beurteilung der Geldwertentwicklung. Sie geben an, wie sich die Verbraucherpreise entwickeln, wenn bestimmte Güter des Warenkorbs nicht mit eingerechnet werden. Das sind zumeist Güter mit erfahrungsgemäß stark schwankenden Preisen. Hier wird der Gesamtindex ohne Energie und Nahrungsmittel als Kerninflationsrate bezeichnet. Die Pressemitteilung zum Berichtsmonat September 2018 enthält vorläufige Ergebnisse. Sofern bis zum 4. Oktober 2018 keine Korrektur erscheint, sind die veröffentlichten Ergebnisse als endgültig anzusehen.

Autorin: Dr. Annette Illy (Referat VGR, ETR, Arbeitsmarkt, Verdienste / Preise)

Bauhauptgewerbe im Juli 2018:

Aufträge nahezu unverändert, Umsätze niedriger als im Vormonat

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im Juli 2018 geringfügig mehr Aufträge und niedrigere Umsätze als im Juni. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes lagen die Auftragseingänge – kalender- und saisonbereinigt – um 0,1 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Der baugewerbliche Umsatz verringerte sich um 1,1 Prozent. Gegenüber den ersten sieben Monaten 2017 nahm das Ordervolumen um 7,5 Prozent zu, der Umsatz stieg um 6,7 Prozent.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Im Juli 2018 erhöhten sich die bereinigten Auftragseingänge im Tiefbau um 2,2 Prozent. Im Hochbau blieb die Nachfrage dagegen um 2,1 Prozent hinter dem Vormonatsergebnis zurück. Kräftige Zuwächse verzeichneten der gewerbliche Hoch- und Tiefbau (plus 13,6 bzw. plus 11,7 Prozent). Nach den guten Geschäften der Vormonate musste dagegen der öffentliche Hochbau erhebliche Einbußen verkraften (minus 51,5 Prozent). Auftragsrückgänge gab es auch im Straßenbau sowie im Wohnungsbau (minus 5,1 bzw. minus 4,9 Prozent). Gegenüber den ersten sieben Monaten 2017 wurden sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau deutliche Auftragszuwächse registriert (plus 9,6 bzw. plus 5,2 Prozent).

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Im Juli 2018 gingen die bereinigten Erlöse im Hochbau um 3,7 Prozent zurück. Für den Tiefbau errechnet sich ein etwas höherer Umsatz als im Vormonat (plus 1,4 Prozent). Zu Umsatzrückgängen kam es im gewerblichen Hochbau sowie im sonstigen öffentlichen Tiefbau (minus 13,0 bzw. minus 6,8 Prozent). Die höchsten Zuwächse verzeichneten der gewerbliche Tiefbau sowie der Wohnungsbau (plus 9,1 bzw. plus 5,9 Prozent). Gegenüber den ersten sieben Monaten 2017 erhöhten sich die baugewerblichen Umsätze sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau (plus 6,9 bzw. plus 6,6 Prozent).

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen Staat, Soziales)

2. Landesbauerntag

Präsident Horper fordert mehr unternehmerische Freiheiten für die Bauern

Koblenz. Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, forderte bei der Eröffnung des zweiten Landesbauerntages seines Verbandes in Koblenz mehr Flexibilität für den bäuerlichen Berufsstand. Die heimische Landwirtschaft müsse wieder gestärkt werden. Es sei ein unhaltbarer Zustand, dass Trocken- oder Nässeperioden zu einem politischen „Hickhack“ um Ausnahmegenehmigungen und Hilfsmaßnahmen führen würden: „Bei zunehmenden Extremwetterereignissen werden wir bald jährlich einen Kampf um Ausnahmeregelungen haben. Wir Landwirte leben nun einmal von und mit der Natur. Die aktuellen gesetzlichen Regelungen lassen aber fachgerechte, flexible betriebliche Entscheidungen nicht zu, selbst wenn sie der Landbewirtschaftung und der Natur dienen. Was muss denn noch geschehen, um Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung wachzurütteln?“

Darüber hinaus dürfe die Landwirtschaft nicht unter politischen Entscheidungen leiden, die sie nicht zu vertreten habe. So dürfe der Brexit nicht zu einer Kürzung der EU-Finanzmittel für die Landwirtschaft und somit der Betriebsprämien führen. Die Gemeinsame EU-Agrarpolitik (GAP) müsse auch ab 2021 die Wirtschaftlichkeit der Betriebe zum Ziel haben. Nicht einmal mehr ein Drittel des EU-Haushaltes stünde der Landwirtschaft zur Verfügung. Diese Erosion von Finanzmitteln müsse endlich beendet werden. Daher sei konsequentes Handeln der politischen Entscheidungsträger angesagt.

Das Motto des Bauerntages „Stärkung der heimischen Landwirtschaft – Chancen nutzen, Herausforderungen meistern“ müsse zukunftsorientiert umgesetzt werden, betonte Horper. Denn die Öffentlichkeit habe immer weniger Verständnis für den Ruf der Landwirtschaft nach Hilfen und Ausnahmegenehmigungen. Die Betriebsleiter seien staatlich ausgebildete Fachleute, Agraringenieure, Meister, Techniker und Gesellen. Mehr Vertrauen in die Fähigkeiten der Betriebsleiter ist dringend erforderlich. Anders könne er sich nicht erklären, wie praxisfremd die aktuelle Diskussion um die Ferkelkastration oder die Ausgestaltung von Ferkel schützenden Kastenständen geführt werde. Bei praxisfremden Regelungen würden am Ende die Betriebe ausscheiden, die unsere Gesellschaft wolle.

Horper fordert die Politik auf, bei künftigen gesetzlichen Regelungen Vernunft und Sachverstand walten zu lassen. Auf Dauer sei es gesellschaftsschädigend, Politik nach Meinungen und Strömungen zu machen: „Die Bauernfamilien brauchen endlich wieder mehr unternehmerische Freiheiten, um die Landwirtschaft und die Wirtschaftlichkeit im ländlichen Raum insgesamt wieder zu stärken!“

25 Jahre im Zeichen des Klimaschutzes

Urkundenübergabe bei Zschimmer & Schwarz

Lahnstein, 18. September 2018 – Anlässlich ihrer 25-jährigen erfolgreichen Zusammenarbeit überreichte die RIGK GmbH dem Chemieunternehmen Zschimmer & Schwarz aus Lahnstein im Rahmen einer kleinen Feierstunde eine Urkunde. Bereits seit einem Vierteljahrhundert lässt Zschimmer & Schwarz gebrauchte Kunststoffverpackungen durch das zertifizierte Fachunternehmen zurückführen und verwerten, damit aus ihnen wieder wertvolle Rohstoffe werden.

„Wir legen großen Wert auf Klima- und Umweltschutz. Verantwortung und Nachhaltigkeit sind Teil unseres Selbstverständnisses“, erklärt Wolfgang Nowak, Geschäftsführer von Zschimmer & Schwarz. „Deshalb freuen wir uns, am Standort Lahnstein schon seit langer Zeit mit RIGK zusammenzuarbeiten und so einen aktiven Beitrag zum Erhalt einer Welt zu leisten, die auch in Zukunft für unsere Nachfolgegenerationen lebenswert ist. Mit RIGK haben wir hierfür den richtigen Partner an unserer Seite.“ Allein im Jahr 2017 konnten bei Zschimmer & Schwarz durch die Zuführung des Kunststoff-Verpackungsmaterials zum Recycling rechnerisch 39.628 kg Treibhausgas eingespart werden – dies entspricht den Kohlendioxid-Emissionen, die in Europa jedes Jahr von 2.856 Bäumen gebunden werden. Mit zusätzlichen Partnerschaften für das Recycling von Papiersäcken und Metallverpackungen setzt Zschimmer & Schwarz weitere wichtige Maßnahmen zur Schonung der globalen Ressourcen um. Als Mitglied von Responsible Care wird zudem eine ständige Verbesserung in den Bereichen Umwelt, Sicherheit und Gesundheit angestrebt. Ebenso verpflichtet sich das Unternehmen mit der RSPOZertifizierung freiwillig zur Verwendung von nachhaltig angebautem Palmöl.

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