Wednesday, 22. January 2020

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Die Universität der Großregion will zu einer ersten europäischen Universität werden

Vom 29. bis 30. Mai 2018 hat der Rat der Präsidenten und Rektoren der sechs Mitgliedsuniversitäten der Universität der Großregion (UniGR) auf dem Campus Belval der Universität Luxemburg getagt. Die Ratsmitglieder besprachen die Initiative „Europäische Universität“ der Europäischen Kommission. Denn sie betrachten die UniGR wegen der Intensität ihrer Partnerschaft und ihrer Aktivitäten als Vorläufer und beispielhaftes Modell einer europäischen Universität. In einer Pressekonferenz nach der Tagung äußerten die Ratsmitglieder die Kandidatur der UniGR auf den Titel „Europäische Universität.“

Zum Austausch über den Rahmen und die Umsetzung des neuen ambitionierten Projekts sind die Präsidenten und Rektoren vor der Pressekonferenz mit zahlreichen politischen und institutionellen Vertretern der beteiligten Länder sowie Verbundsregionen zusammengekommen. Gekommen war auch Simone Bonnafous, Bologna-Beauftragte im französischen Ministerium für Hochschulwesen und Forschung.

Die Rede des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macrons vom 26. September 2017 und die des Europäischen Rats vom 14. Dezember 2017 haben dem Europäischen Hochschulraum (European Higher Education Area – EHEA) eine neue Dynamik eingehaucht. Schon im Rahmen der Ministerkonferenz des Europäischen Hochschulraums in Paris am 23. Mai hatte der luxemburgische Beigeordnete für Hochschulwesen und Forschung, Marc Hansen, die Initiative des französischen Präsidenten begrüßt und erklärt, dass es notwendig sei, „sich auf die Erfolge der bereits existierenden Netzwerke wie die Universität der Großregion zu stützen“.

Im Vorfeld der Tagung des UniGR-Rats hatten auch bereits der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans und der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Konrad Wolf offiziell ihre Unterstützung, der UniGR zur „Europäischen Universität“ zu werden, bekundet. Die Initiative „Europäische Universitäten“ der Europäischen Kommission sieht vor bis 2014 rund 20 europäische Universitäten zu bilden. In der Sitzung des Rats haben Marc Hansen und der VizePräsident der Region Grand-Est, François Werner, nun ebenso ihre Unterstützung zu bekundet.

Der Präsident der Universität des Saarlandes und Vize-Präsident der UniGR, Manfred Schmitt, erklärte in der Pressekonferenz, warum die UniGR eine außerordentlich gute Ausgangsposition hat „Europäische Universität“ zu werden: „Die geographische Nähe, die Mehrsprachigkeit, vertrauensvolle Beziehungen und eine gemeinsame Geschichte in der Großregion bilden eine solide Grundlage zur Schaffung einer echten europäischen Universität. Unsere Kandidatur ist also zugleich ein Projekt für die Region und ein veritables europäisches Projekt, was den Aufgaben der Universitäten genau entspricht.“ Der Rektor der Universität Luxemburg, Stéphane Pallage, präzisierte die Aussage: „Wir möchten künftig den Studierenden unserer Universitäten die Möglichkeit bieten, zu wahrhaft europäischen Bürgern zu werden, die sich ihrer Identität und ihrer Stärke bewusst, mobil und mehrsprachig sind“.

Dank innovativer pädagogischer Formate, individueller Begleitung und eines Mobilitätsfonds haben Studierende und Doktoranden der UniGR Zugang zu einer „grenzenlosen“, an ihre Bedarfe und Erwartungen angepassten Lehre. Die Präsidenten und Rektoren unterstrichen zusätzlich, dass der Wirkungsbereich der „europäischen Universität“ alle universitären Aufgaben umfasse und auf das Wissensdreieck von Lehre, Forschung und Innovation ausgerichtet sein müsse. Nur so lassen sich diese ehrgeizigen Ziele erreichen.

Der Vize-Präsident der UniGR, François Werner, empfindet die UniGR als Vorzeigemodell der Initiative „Europäische Universität“: „Die Region Grand-Est fördert als erste Grenzregion Frankreichs stark die Entwicklung europäischer Universitäten gemeinsam mit ihren europäischen Nachbarn. Die UniGR ist dafür ein perfektes Beispiel.“ Zudem hat der wallonische Minister für die Großregion, René Collin, über seinen Sprecher im Rat der Präsidenten und Rektoren die Unterstützung der Wallonischen Region zu dieser Initiative bekundet. „Sie sollte die Entstehung neuer Projekte ermöglichen, die den Mehrwert der UniGR für Studierende, Promovierende, Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in der Großregion sowie die Sichtbarkeit unseres Wissens und Know-how im europäischen Kontext stärken werden lassen“, so der Sprecher.

Der Präsident der Universität Lothringen und Vorsitzender der UniGR, Pierre Mutzenhardt, betonte, wie weit sich die UniGR schon entwickelt hat: „Grenzüberschreitend und europäisch zugleich, ist die UniGR mit 19 grenzüberschreitenden Studiengängen und zahlreichen gemeinsamen Forschungsprojekten ein Modell für europäische Universitätsnetzwerke, das funktioniert und den Studierenden einen außergewöhnlichen Mehrwert bietet.“ In diesem Jahr feiert der Verbund aus sechs Universitäten sein 10-jähriges Bestehen.

Weitere Informationen über die Universität der Großregion

Die Universität der Großregion ist ein Verbund der Universitäten in Kaiserslautern (D), Lüttich (B), Lothringen (F), Luxemburg (LU), dem Saarland (D) und Trier (D). Die Kooperation zwischen den sechs Hochschulen und Forschungseinrichtungen der Großregion, die 2008 dank der finanziellen Förderung durch die Europäische Union begann, wurde nach dem Projektende fortgeführt und mündete im Jahr 2015 in der Schaffung einer eigenen Rechtsform für den Verbund, wodurch dieser für seine Mitglieder zum Projektträger werden und gemeinsam mit ihnen die Zusammenarbeit koordinieren kann.

Geografisch gesehen liegen die Universitäten in Kaiserslautern, Lüttich, Lothringen, Luxemburg, Trier und Saarbrücken nicht sehr weit auseinander. In wenigen Stunden kann man von einer Universität zur anderen gelangen. Allerdings gab es bis vor wenigen Jahren zwischen diesen Universitäten noch erhebliche administrative

Hürden, die nach und nach abgebaut wurden. Wenn sich Studierende heute an einer der Partneruniversitäten der

„Universität der Großregion“ (UniGR) einschreiben, können sie kostenlos das Angebot der fünf anderen Universitäten mitnutzen. Dank des Status als UniGR-Studierende können sie Vorlesungen besuchen, an Prüfungen teilnehmen und kostenlos Materialien in den Bibliotheken ausleihen sowie in den Mensen der fünf anderen Universitäten des Netzwerks zum Studierendentarif essen. Die Studierenden bereichern ihren universitären Alltag mit interkulturellen Erfahrungen und mit der Entdeckung unterschiedlicher Lehrmethoden der Nachbarländer.

Die Vernetzung der Wissenschaftler in der Großregion mithilfe von Seminaren, wissenschaftlichen Workshops oder Konferenzen stellt eine zentrale Aktivität der UniGR dar, insbesondere in den bevorzugten Kooperationsbereichen der UniGR: Grenzraumstudien („Border Studies“), Materialwissenschaften & Ressourceneffizienz sowie Biomedizin. Zahlreiche grenzüberschreitende Projekte wurden bereits entwickelt oder sind derzeit in der Vorbereitung.

Fachkräftepotential: Ältere Mitarbeiter sind anders leistungsfähig!

Bei der ersten Veranstaltung unter der Überschrift „Fachkräfte: Ein Ziel – Viele Wege!“, zu der die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH (WFG) gemeinsam mit dem Arbeitskreis Fachkräfte regional und der Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz eingeladen hatte, stand die die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer im Vordergrund.

Der Übergang in den Ruhestand kann sehr unterschiedlich gestaltet werden und wirft bei dem einen oder anderen Fragen auf, die teilweise sehr emotional sein können. Neben den emotionalen und sehr persönlichen Themen, gilt es ein paar ganz konkrete Dinge zu beachten - für beide Seiten. Nicht selten fühlen sich Arbeitnehmer mit Erreichen des Renteneintrittsalters noch fit, sie sind nach wie vor leistungsbereit und würde gerne weiter einen Beitrag leisten. Ebenfalls nicht selten haben auch Betriebe ein Interesse daran. Allerdings hat das Alter mit einigen Vorurteilen zu kämpfen: nicht mehr so belastbar, häufigere Fehlzeiten, langsameres Arbeitstempo und wenig Bereitschaft für Veränderung. Markus Hünting, Diplom-Psychologe und seit rund 20 Jahren als Coach und Trainer beratend tätig, veranschaulichte in seinem Vortrag, dass ältere Mitarbeiter anders leistungsfähig sind und dass das Alter alleine keine relevante Aussagekraft hat. Es gehe vielmehr um die berufsbezogenen Persönlichkeitsmerkmale, die für die erfolgreiche Zusammenarbeit im Unternehmen entscheidend seien. Er empfiehlt: Eine gute Mischung von Jung und Alt, eine betriebliches Gesundheitsmanagement und die gezielte Qualifizierung von Führungskräften.

Im Folgenden haben Robert Schneider (Fachanwalt für Arbeitsrecht) und Peter Hoffarth (Steuerberaterkammer) am Beispiel der Flexirente und der Minijobs erläutert, wie sich diese Modelle in Zahlen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber auswirken. Dabei wurde deutlich, dass die Kostenanreize zur Weiterbeschäftigung für die Betriebe mit 38,00 € monatlich wenig überzeugend ist, die Flexirente aber dennoch ein gutes Instrument sein kann, da die Tätigkeit sich rentensteigernd auswirkt.

In der abschließenden Diskussionsrunde hatten die rund 30 Teilnehmer nochmal Gelegenheit ihr Fragen an die Experten zu richten und sich untereinander auszutauschen.

„Wir freuen uns, dass dieses Thema, das durch einen Kreistagsbeschluss auf Initiative der CDU-Fraktion an uns herangetragen wurde, auf so positive Resonanz gestoßen ist. Es war uns wichtig darzustellen, dass es zwar ein paar Voraussetzungen und Rahmenbedingungen zu beachten gibt, die Weiterbeschäftigung erfahrener Arbeitskräfte aber große Potenziale für Unternehmen aller Größen bietet – insbesondere im Bereich der Wissensvermittlung“, erklärt Geschäftsführerin Katharina Schlag. Die Vorträge zur Veranstaltung finden Sie unter www.wfg-ww.de.

IHK-Konjunkturbericht Rheinland-Pfalz: Boom vor dem Zenit?

Die rheinland-pfälzische Wirtschaft setzt auch im Frühsommer 2018 ihren branchenübergreifenden Boom fort. Das belegt die aktuelle Konjunkturumfrage der rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern (IHKs), die auf einem repräsentativen Querschnitt der rheinland-pfälzischen Wirtschaft mit Antworten von mehr als 1.000 Betrieben mit über 200.000 Beschäftigten basiert.

Der IHK-Konjunkturklimaindikator, der die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage sowie der Geschäftserwartungen in einem Wert zusammenfasst, signalisiert zum Frühsommer 2018 mit 127 Punkten eine andauernde Wachstumsdynamik. Die Geschäftslage erreicht mit einem Saldenwert aus positiven und negativen Meldungen mit plus 44 Prozentpunkten ein neues historisches Rekordniveau. Zugleich bleiben auch die Geschäftserwartungen der Wirtschaft an die kommenden zwölf Monate zuversichtlich.

Aus Sicht der IHKs ist auch die insgesamt expansive Investitionsbereitschaft der rheinland-pfälzischen Unternehmen erfreulich. In den kommenden zwölf Monaten wollen 31 Prozent ihre Investitionen ausweiten, während lediglich zwölf Prozent damit rechnen, ihr investives Engagement zu verringern. Auch die Beschäftigungsabsichten legen gegenüber der Vorumfrage moderat zu. „Angesichts der positiven Investitions- und Beschäftigungsabsichten dürfte sich über den Jahresverlauf eine stabile Fortsetzung des Wirtschaftswachstums zeigen“, sagt Peter Adrian, Präsident der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz.

Als begrenzender Faktor könnte sich jedoch der Fachkräftemangel zeigen. Bereits das vierte Mal in Folge haben die rheinland-pfälzischen Firmen den Fachkräftemangel als wichtigsten Risikofaktor für ihre weitere wirtschaftliche Entwicklung benannt. „Die expansive Beschäftigungsplanung findet ihre Grenzen zunehmend in der Verfügbarkeit geeigneter Fachkräfte. Dies kann in absehbarer Zeit die Wachstumsperspektiven einzelner Branchen und sogar ganzer Regionen begrenzen“, so Arne Rössel, Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz.

Sorgen machen sich die Unternehmen ebenfalls um die Arbeitskosten und die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Besonders Letzteres schlägt sich, trotz anziehendem Wachstum im Welthandel, zunehmend in den Exporterwartungen nieder. Protektionistische Tendenzen sowie der beachtliche Aufbau von Handelshemmnissen und Zöllen im internationalen Umfeld bleiben von der stark exportorientieren Wirtschaft im Land nicht unbeachtet.

„Dass die rheinland-pfälzische Wirtschaft trotz Unsicherheiten im Auslandsgeschäft ihren Erfolgskurs hält, ist ausgesprochen erfreulich. Von Seiten der Politik sollte der gegenwärtig vorhandene und in den kommenden Jahren absehbare finanzielle Spielraum genutzt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft zu stärken. Dazu braucht es keine Aufstockung von Ausgaben, sondern Steuerentlastungen und langfristig sinnvolle Investitionen“, so Rössel.

Volksbank Koblenz Mittelrhein eG präsentiert Geschäftszahlen

    · Gesundes Wachstum, Bilanzsumme erneut gesteigert
    · Horst Böckling erhält Ehren-Medaille in Gold
    · 51 Jubilare geehrt im Raiffeisenjahr
(Koblenz, 30.05.2018) Das Resultat guter Arbeit zu präsentieren, ist immer ein erfreuliches Ereignis. Wenn dann auch noch ein ganz besonderer Geburtstag dazukommt, ist die Freude umso größer. Die Vorstände Stephan Breser und Walter Müller präsentierten heute in der Vertreterversammlung der Volksbank Koblenz Mittelrhein eG die Ergebnisse des Jahres 2017.

Die Bilanzsumme stieg erneut um 44 Mio. Euro auf 745 Mio. Euro. Das betreute Kundenvolumen, also die Summe aller betreuten Kredite und Geldanlagen, wuchs um 83 Mio. Euro auf 1.753 Mio. Euro. Für die Beratungsqualität wurde die Volksbank Koblenz Mittelrhein auch im vergangenen Jahr wieder ausgezeichnet, unter anderem mit dem TÜV-Siegel für die Baufinanzierung und beim CityContest in Neuwied. Der erneute 1. Platz beim Koblenzer Kundenspiegel ist das Ergebnis der Leistungsbewertung durch ‚echte‘ Kunden und Mitglieder.

Bei der Kreditvergabe legte die ‚Koblenzer‘ deutlich zu, nicht zuletzt durch die hohe Nachfrage bei privaten Immobilienkrediten. Sie stieg gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 57 Mio. Euro bzw. 8 Prozent. Davon entfallen 42 Mio. Euro auf die bilanziellen Kundenforderungen und um weitere 15 Mio. Euro stiegen die Kredite, die an Partner der Genossenschaftlichen FinanzGruppe vermittelt wurden.

Die bilanzwirksamen Kundengelder erhöhten sich um über 7 Mio. Euro auf 548 Mio. Euro. Das betreute Geldvermögen von Kunden stieg um beachtliche 26 Mio. Euro auf insgesamt 980 Mio. Euro. Trotz historisch tiefem Zinsniveau legten die Mitglieder und Kunden bei der Geldanlage Wert auf Sicherheit und Verfügbarkeit. „Der anhaltende Niedrigzins gefährdet auch die Sparer. Mit unserer umfassenden genossenschaftlichen Beratung zeigen wir Wege auf, wie Spar- und Vermögensanlagen sinnvoll zusammengestellt werden können“, so Müller.

Insgesamt wurden über 30.000 Beratungsgespräche geführt und individuelle Finanzlösungen erarbeitet. 2.200 Finanzierungswünsche mit einem Volumen von über 200 Mio. Euro konnten erfüllt werden.

Der vorläufige Jahresüberschuss liegt bei 1,44 Mio. Euro und damit über dem Vorjahreswert. Damit kann die Eigenkapitalbasis weiter gestärkt werden, um die steigenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu erfüllen. Die Vertreterversammlung, unter Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Horst Böckling, hat beschlossen, 342.000 Euro in Form einer dreiprozentigen Dividende an die Mitglieder auszuschütten. Damit erzielen die Geschäftsguthaben gegenüber dem Kapitalmarktniveau wieder eine vergleichsweise hohe Rendite.

Stephan Breser präsentierte, wie sich die Bank in der Region engagierte: „Mit über 145.000 Euro hat die Volksbank Koblenz Mittelrhein im letzten Jahr soziale, kulturelle und sportliche Zwecke gefördert. Die Volksbank Koblenz Mittelrhein entrichtete 3,1 Mio. Euro Ertragssteuern, die den Menschen in der Region Mittelrhein zu Gute kommen. Über die Lohnsteuer der Mitarbeiter kamen weitere 1,5 Mio. Euro für die Heimat hinzu. Mit 5,9 Mio. Euro an ausgezahlten Gehältern entstand entsprechende Kaufkraft hier vor Ort.“

Der genossenschaftliche Gedanke ist auch in jungen Leuten lebendig. Dafür steht beispielhaft die Schülergenossenschaft EGON am Koblenzer Eichendorff-Gymnasium, die im letzten Jahr wiederholt bundesweite Preise gewann, unter anderem beim Förderpreis der WGZ-Bank-Stiftung und beim EasyCredit-Preis für Finanzielle Bildung.

Für die Zukunft sieht sich die Bank gut aufgestellt. Die Chancen der Digitalisierung werden genutzt, gleichzeitig hält das Kreditinstitut an der persönlichen Beratung vor Ort fest. Die Mitglieder und Kunden erwarten bequeme Online-Lösungen und qualitativ hochwertige persönliche Beratung. Die Volksbank will ein breites Angebot an Möglichkeiten bieten und digitale und persönliche Angebote optimal aufeinander abstimmen. So wurden im letzten Jahr ‚Digilotsen‘ in der Bank installiert, die den Kunden insbesondere die Onlinelösungen anschaulich auf dem Tablet erklären können. Einen Ausblick gab Breser auch auf die im Herbst anstehende Umstellung der Bank-EDV-Systeme: „Auch damit gehen wir einen weiteren Schritt in die digitale Zukunft.“

Horst Böckling leitete altersbedingt zum letzten Mal als Aufsichtsratsvorsitzender durch die Versammlung. Nach 30 Jahren als ehrenamtliches Aufsichtsratsmitglied, davon rund 20 Jahre als Vorsitzender, ist Böckling Genossenschaftler durch und durch. Für seine Verdienste verlieh ihm Siegfried Mehring, Vorstand beim Genossenschaftsverband – Verband der Regionen e.V., die ‚Goldene Raiffeisen-Schulze-Delitzsch-Medaille‘. Und natürlich ließ es sich auch der 200-jährige Friedrich Wilhelm Raiffeisen nicht nehmen, Böckling und den Jubilaren persönlich zu gratulieren.
Raiffeisen – neben Hermann Schultze-Delitzsch einer der Gründerväter der genossenschaftlichen Idee – hat mit seinem Wirken das Leben und Wirtschaften der Menschen spürbar verbessert. Zwei Prinzipien trieben ihn an: Solidarität und Hilfe zur Selbsthilfe. Der Erfolg gibt ihm bis heute Recht. Weltweit sind heute über 1 Milliarde Menschen in Genossenschaften organisiert.

Die Volksbank Koblenz Mittelrhein hat über 22.220 Mitglieder. 51 von ihnen wurden für ihre 50-jährige Treue zur Volksbank Koblenz Mittelrhein eG geehrt.

Aus dem Aufsichtsrat schieden Dr. Ulrich Rass, Stefan Schwarz und Horst Böckling turnusgemäß aus. Rass und Schwarz wurden wiedergewählt. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde der Rechtsanwalt Tim Schwarzburg.

Wertschöpfung der Gesundheitswirtschaft 2017 erneut gestiegen

In der rheinland-pfälzischen Gesundheitswirtschaft ist die Bruttowertschöpfung 2017 deutlich stärker gestiegen als im Vorjahr. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, betrug die Bruttowertschöpfung in jeweiligen Preisen 2017 gut 15 Milliarden Euro. Das waren 11,6 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung, die im Land erstellt wird. Preisbereinigt erhöhte sie sich gegenüber 2016 um 3,2 Prozent und lag damit um 2,3 Prozentpunkte über dem Zuwachs des Vorjahres.

Zwischen 2008 und 2017 stieg die Wertschöpfung der Gesundheitswirtschaft nach derzeitigem Berechnungsstand preisbereinigt um 28 Prozent, während die gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung in diesem Zeitraum lediglich um zwölf Prozent zunahm. Mit dieser Wachstumsdynamik lag Rheinland-Pfalz im Vergleich der Länder an zweiter Stelle hinter Mecklenburg-Vorpommern.

Die Gesundheitswirtschaft hat eine große Bedeutung für den Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz. Im Jahr 2017 waren knapp 298.500 Personen in der rheinland-pfälzischen Gesundheitswirtschaft tätig. Da Teile der Branche sehr personalintensiv sind, lag der Anteil der Gesundheitswirtschaft an der Gesamtzahl der Erwerbstätigen 2017 mit 14,8 Prozent deutlich über dem Wertschöpfungsanteil. Von 2008 bis 2017 ist die Zahl der Erwerbstätigen in der Branche in Rheinland-Pfalz um 21 Prozent gestiegen (Erwerbstätigkeit insgesamt: plus 6 Prozent). Mit diesem Zuwachs lag das Land gemeinsam mit Hamburg auf Rang sieben unter den Bundesländern.

Anhand der Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigen lassen sich Aussagen über die Produktivität der Branche treffen. Im Jahr 2017 entfiel in der rheinland-pfälzischen Gesundheitswirtschaft auf eine erwerbstätige Person eine Bruttowertschöpfung von rund 50.400 Euro. Folglich liegt die Produktivität in Rheinland-Pfalz um rund 2.000 Euro über dem Durchschnitt aller Bundesländer, aber deutlich unter der Bruttowertschöpfung der Gesamtwirtschaft (64.300 Euro). Die Produktivität der rheinland-pfälzischen Gesundheitswirtschaft ist von 2008 bis 2017 um 6,2 Prozent gestiegen. Im Durchschnitt der Länder nahm die Produktivitätsentwicklung um 1,8 Prozent ab.

Die Ergebnisse beruhen auf dem Wertschöpfungs-Erwerbstätigen-Ansatz, mit dem die Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) vergleichbare Daten zur Wertschöpfung und Erwerbstätigkeit für alle Bundesländer erstellt. Die hier von der AG GGRdL vorgelegten Ergebnisse sind konsistent zu den amtlichen Gesamtrechnungsergebnissen der AK VGRdL und ETR. Dies ermöglicht den Vergleich mit der Gesamtwirtschaft bzw. mit anderen Wirtschaftsbereichen der Bundesländer.

Als Gesundheitswirtschaft wird die wirtschaftszweigbezogene Abgrenzung der AG GGRdL nach der Klassifikation der Wirtschaftszweige 2008 (WZ 2008) verstanden. Weitergehende Informationen – auch zu der Berechnungsmethode – sind der Internetseite der Arbeitsgruppe www.ggrdl.de zu entnehmen.

Autorin: Dr. Melanie Nofz (Referat Analysen, Auftragsarbeiten, FDZ)

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