Wednesday, 22. January 2020

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Weniger Import von Schlachtschweinen und weniger Kuhschlachtungen

In den Schlachtstätten in Rheinland-Pfalz wurden im Jahr 2017 wieder relativ mehr Schweine inländischer Herkunft gewerblich geschlachtet. Der Anteil der Schlachtungen von Tieren ausländischer Herkunft sank von 35 Prozent auf 13 Prozent. Insgesamt wurden, zusammen mit Hauschlachtungen, 1,2 Millionen Schweine (plus 1,0 Prozent) und rund 76.000 Rinder (minus 4,0 Prozent) geschlachtet. Das waren 2,1 Prozent der bundesweit getöteten 62 Millionen Schweine- und Rinder.

Von den 138.800 Tonnen Schweine- und Rinderhälften entfielen 84 Prozent auf Schweine. Die Schlachtmenge der Schweine lag 1,3 Prozent über dem Vorjahr; bei Rindern war sie 4,8 Prozent kleiner. Anders als 2016 wurden nicht nur weniger Mastbullen, sondern auch weniger Milchkühe geschlachtet. Fast 70 Prozent der geschlachteten Rinder sind in Rheinland-Pfalz Milchkühe.
Hausschlachtungen sind bei allen Tierarten rückläufig. Einen erwähnenswerten Anteil hatten sie nur bei Ziegen (4,1 Prozent) und Schafen (3,8 Prozent). Insgesamt wurden in Rheinland-Pfalz 1,3 Prozent der Schafe in Deutschland, überwiegend als Lämmer (92 Prozent), und 2,8 Prozent der Ziegen geschlachtet.

Anders als in Deutschland ist in Rheinland-Pfalz die Zahl der geschlachteten und für den menschlichen Verzehr als tauglich frei gegebenen Pferde im Jahr 2017 wie schon 2016 gestiegen (2017: plus 5,8 Prozent). Mit 887 Tieren wurden 12 Prozent der in Deutschland geschlachteten Pferde in Rheinland-Pfalz getötet.

Geflügelschlachtungen werden nicht wie die Schlachtungen von Großtieren über die Schlachttier- und Fleischbeschau ermittelt, sondern direkt bei Geflügelschlachtereien erhoben. In Rheinland-Pfalz gibt es sechs von bundesweit 224 Betrieben. Sie schlachten nur 40.000 der fast 0,7 Milliarden Tiere, die in Deutschland 2017 getötet wurden.

Die Schlachtungsstatistik basiert auf den monatlichen Meldungen der amtlichen Veterinäre über die beschauten Schlachtungen. Der Erhebungsbereich umfasst alle durchgeführten Schlachttier- und Fleischuntersuchungen. Die für den menschlichen Verzehr als untauglich beurteilten Tiere werden in der Statistik nicht berücksichtigt.

Die Schlachtungen von Geflügel werden bei Betrieben erhoben, die nach dem EG-Hygienerecht für Geflügelschlachtungen zugelassen sind. Unternehmen mit Betrieben in mehreren Bundesländern haben für jedes Land, in dem sie einen Betrieb haben, gesondert zu melden. Die Ergebnisse der Erhebung werden vom Statistischen Bundesamt für das Bundesgebiet und nach Bundesländern veröffentlicht, soweit dies mit den Geheimhaltungsvorschriften vereinbar ist.

Autorin: Dr. Birgit Hübbers (Referat Auswertungen Landwirtschaft, Umwelt, Energie, Register)

Einzelhandel im ersten Quartal 2018 mit Umsatz- und Beschäftigtenplus

Der rheinland-pfälzische Einzelhandel setzte im ersten Quartal 2018 mehr um als im Vorjahreszeitraum. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems waren die Umsätze real, also um Preisveränderungen bereinigt, um 0,7 Prozent höher als im ersten Quartal 2017. Nominal, also zu jeweiligen Preisen, stiegen die Erlöse um 2,2 Prozent. Deutschlandweit legten die Einzelhandelsumsätze preisbereinigt um 1,7 Prozent zu (nominal: plus 3,1 Prozent).

Umsatzentwicklung nach Wirtschaftszweigen

Die Umsatzentwicklung war in den verschiedenen Bereichen des Einzelhandels unterschiedlich. Der umsatzstärkste Bereich ist der „Einzelhandel mit sonstigen Haushaltsgeräten, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf“. In diesem Handelssegment lagen die preisbereinigten Umsätze im ersten Quartal 2018 um 3,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Im zweitgrößten Bereich, dem „Einzelhandel mit sonstigen Gütern“, zu denen Bekleidung, Schuhe und Lederwaren zählen, erhöhten sich die realen Quartalserlöse leicht um 0,5 Prozent. Im „Einzelhandel mit Waren verschiedener Art“, zu dem Supermärkte, SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte gehören, fielen die preisbereinigten Erlöse höher aus als im Vorjahreszeitraum (plus 3,4 Prozent). Der Handel mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwaren setzte real 3,1 Prozent mehr um als ein Jahr zuvor. Im Handel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik gingen die Umsätze preisbereinigt um 7,3 Prozent zurück.

Beschäftigung

Die Zahl der Beschäftigten im Einzelhandel lag in der Zeit von Januar bis März 2018 um 1,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten erhöhte sich leicht um 0,4 Prozent; die Zahl der Teilzeitbeschäftigten stieg um 1,5 Prozent.

Die Daten stammen aus der monatlichen Stichprobenerhebung bei ausgewählten Einzelhandelsunternehmen in Rheinland-Pfalz. Durch das Handelsstatistikgesetz wird die Zahl der zu befragenden Einheiten auf höchstens 8,5 Prozent aller Unternehmen begrenzt. Die Angaben für Filialbetriebe von Einzelhandelsketten mit Sitz in einem anderen Bundesland sind in den Ergebnissen enthalten.

Die Einzelhandelsmesszahlen werden in fünfjährigem Abstand auf ein neues Basisjahr umgestellt. Ab der Veröffentlichung der Ergebnisse für den Berichtsmonat Januar 2018 beziehen sich alle Daten der Einzelhandelsstatistik nun auf das neue Basisjahr 2015 (zuvor 2010). Zur Berechnung der preisbereinigten (realen) Messzahlen musste auf Einzelhandelspreisindizes in der Gewichtung des Jahres 2010 zurückgegriffen werden, da die Umstellung des Einzelhandelspreisindexes auf das Basisjahr 2015 erst zum Jahreswechsel 2018/2019 erfolgen kann. Voraussichtlich im Frühjahr 2019 werden daher Revisionen bei den realen Messzahlen der Einzelhandelsstatistik notwendig werden.

Autor: Wolfgang Ellermeyer (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

Deutlicher Anstieg bei Empfängern von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung

Im Dezember 2017 erhielten in Rheinland-Pfalz 45.101 Frauen und Männer staatliche Unterstützung in Form von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (4. Kapitel SGB XII „Sozialhilfe“). Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes 1.707 Personen bzw. 4 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Nach einem zwischenzeitlichen Rückgang im Jahr 2016 setzt sich damit der in den vergangenen Jahren zu beobachtende Trend steigender Empfängerzahlen weiter fort. Im Vergleich zum Jahr 2005 – dem Jahr der Einführung der Grundsicherungsleistungen nach SGB XII – hat die Zahl der Menschen, die auf eine staatliche Unterstützung angewiesen waren, um 48 Prozent zugenommen.

Die Leistungsberechtigten verteilten sich im Dezember 2017 jeweils gut zur Hälfte auf Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung im Alter (23.100 Personen bzw. 51 Prozent) bzw. Grundsicherung wegen dauerhafter Erwerbsminderung (22.000 Personen bzw. 49 Prozent). Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts im Alter wurden hauptsächlich Frauen gewährt (60 Prozent), während Ansprüche infolge einer Erwerbsminderung häufiger an Männer geleistet wurden (55 Prozent).

Mehr Leistungsberechtigte in den Städten

Regional betrachtet zeigen sich große Unterschiede in der Inanspruchnahme. In den kreisfreien Städten entfielen im Durchschnitt 19,1 Leistungsempfänger auf 1.000 volljährige Einwohnerinnen und Einwohner, in den Landkreisen hingegen 11,1. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Empfängerzahlen in den Kreisen um 4,1 Prozent gestiegen; in den Städten beträgt die Veränderungsrate +3,7 Prozent.

Die höchste Empfängerdichte hatten unter den kreisfreien Städten Kaiserslautern (25,4 Leistungsbezieher je 1.000 Volljährige) und Pirmasens (23,6) zu verzeichnen, bei den Landkreisen erreichten Birkenfeld (16,1) und Neuwied (15,4) Spitzenwerte. Die höchsten Zuwachsraten im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten die Stadt Frankenthal (+18 Prozent) sowie der Rhein-Hunsrück-Kreis (+15 Prozent).

Werden nur die Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung im Alter betrachtet, fallen die regionalen Unterschiede noch größer aus. In den kreisfeien Städten kamen im Mittel auf 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner, die die Regelaltersgrenze erreicht oder überschritten hatten, 47 Bezieher von Grundsicherung im Alter, bei den Landkreisen lag die Quote bei 21. Spitzenreiter waren unter den kreisfreien Städten Kaiserslautern (68), Trier (60) und Koblenz (59). Unter den Landkreisen weist Neuwied (34) die höchste Quote auf.

Hintergrund

Personen, deren Einkommen oder Vermögen nicht ausreicht, um den grundsätzlichen Bedarf für den Lebensunterhalt zu sichern, haben Anspruch auf Grundsicherung, wenn sie entweder die Regelaltersgrenze erreicht haben oder wenn sie mindestens 18 Jahre alt und in vollem Umfang dauerhaft erwerbsgemindert sind. Diese soziale Leistung wurde in erster Linie mit dem Ziel eingeführt, der so genannten verschämten Armut entgegenzuwirken. Vor allem ältere Menschen machten vor der Einführung dieser Leistung Sozialhilfeansprüche häufig nicht geltend, da sie den Rückgriff auf ihre unterhaltspflichtigen Kinder fürchteten. Bei der Grundsicherung werden aufgrund einer hohen Freigrenze im Regelfall weder Kinder von Grundsicherung beziehenden Senioren noch Eltern erwerbsgeminderter Kinder für ihre bedürftigen Angehörigen in Anspruch genommen.

Die Daten stammen aus der Statistik der Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, die ab dem Berichtsjahr 2015 zentral durch das Statistische Bundesamt und seitdem für den Monat Dezember (vormals zum Stichtag 31.12.) durchgeführt wird. Die erhobenen Angaben werden zu Auswertungszwecken den Statistischen Landesämtern zur Verfügung gestellt.

Mit der Umstellung der Erhebung auf eine zentrale Bundesstatistik findet auch die seit dem Jahr 2012 eingeführte Regelaltersgrenze in den Ergebnissen Berücksichtigung. Nach § 41 Absatz 2 SGB XII wird die Altersgrenze seit 2012 beginnend mit dem Geburtsjahrgang 1947 sukzessive von bisher 65 auf 67 Jahre angehoben. Im Erhebungszeitraum Dezember 2017 lag die Altersgrenze bei 65 Jahren und sechs Monaten.

Autorin: Charlotte Schmidt (Referat Auswertungen, Analysen Abteilung 1)

 

Website-Relaunch bei Griesson - de Beukelaer:

Neues Design und direkte Bewerberansprache

Neue Unternehmenswebsite mit anschaulichen Informationen zu Unternehmen, Markenwelt, Karriere und Verantwortung

Polch, 15. Mai 2018. – Intuitiv, klare Strukturen und genussvolles Design: Griesson - de Beukelaer (GdB) hat die Unternehmenswebsite neu gestaltet. Seit Mai können sich Kunden, Verbraucher, Bewerber und Interessierte ein noch übersichtlicheres und anschaulicheres Bild des Unternehmens machen. Ob die Unternehmensgeschichte oder der Qualitätsanspruch, die vielfältige Markenwelt oder der nachhaltige Anbau der Rohstoffe – mit nur wenigen Klicks findet unter www.griesson-debeukelaer.de jeder Besucher die gewünschte Information.

Klare, geradlinige Inhaltsbereiche und fließenden Verläufen zeichnen das Design der neuen Website aus. Ausgewählte Bildmotive ermöglichen Einblicke in das Unternehmen und zeigen die Marken- und Produktwelten. Das Layout orientiert sich am responsiven Design und der optimalen Darstellung auf mobilen Geräten.

„Die neue Website stellt Griesson - de Beukelaer als Unternehmen und Arbeitgeber vor und verbindet damit die Unternehmenswebsite mit den Markenseiten“, sagt Annika Henkel, als Content Managerin verantwortlich für den Relaunch. Websitebesucher lernen das Familienunternehmen und die „Marken aus bester Familie“ kennen und können sich über nachhaltige Rohstoffe, Verpackungsmaterialien und die Qualitätsansprüche des Unternehmens informieren. Bilder von Produkten, Verpackungen und aus der Produktion finden sich unter dem Reiter „Media“ in  der Datenbank. Zudem bietet die Website eine Übersicht der DeBeukelaer FACTORY OUTLETS in Deutschland.

Einen besonderen Mehrwert bietet das neue Karriereportal, das den Bewerbungsprozess einfacher als je zuvor gestaltet. In wenigen Klicks können Bewerber ihre Unterlagen und Informationen an das Unternehmen senden und jeweils entscheiden, welche Informationen sie ihrer Bewerbung hinzufügen möchten.

Fachkräfte: Ein Ziel – Viele Wege!

Fachkräfte und qualifizierte Mitarbeiter werden überall gesucht, um aktuelle und zukünftige Aufgaben zu bewältigen. Dabei beklagen viele Unternehmen den stetigen quantitativen und qualitativen Rückgang der Bewerbungen für Ausbildungsplätze und Facharbeiterstellen. Die vielen unterschiedlichen Einflussfaktoren, von der grundlegenden Schulbildung, über die zum Teil vom Elternhaus geprägten Vorstellungen sowie die gesellschaftliche Anerkennung von handwerklicher Ausbildung oder einzelnen Berufsgruppen bis hin zur einer sich verändernden Leistungsbereitschaft und Einstellung zur Arbeit, machen es Personalverantwortlichen zunehmend schwerer, den Bedarf im Unternehmen langfristig zu decken.

Vor diesem Hintergrund wird es für Unternehmen entscheidend sein, eine „demografiefeste“ Personalpolitik zu entwickeln und dieser Herausforderung mit einer Kombination  unterschiedlicher Maßnahmen zu begegnen. Diese reichen von einer aktiven Stärkung der Ausbildungsberufe, über eine gezielte Mitarbeiterqualifizierung sowie umsetzbare Integrations- und  Inklusionsüberlegungen bis zur (Weiter)Beschäftigung älterer Arbeitnehmer.

Zur letztgenannten Überlegung lädt die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH (WFG), am 29. Mai 2018 um 17:00 Uhr, gemeinsam mit der Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz und dem Arbeitskreis Fachkräfte regional (www.fachkräfte-regional.de), in die Stadthalle Montabaur – Kleiner Saal ein.

Der Übergang in den Ruhestand kann sehr unterschiedlich gestaltet werden und wirft bei dem einen oder anderen Fragen auf, die teilweise sehr emotional sein können. Neben den emotionalen und sehr persönlichen Themen, gilt es ein paar ganz konkrete Dinge zu beachten - für beide Seiten. Nicht selten fühlen sich Arbeitnehmer mit Erreichen des Renteneintrittsalters noch fit, sie sind nach wie vor leistungsbereit und würde gerne weiter einen Beitrag leisten. Ebenfalls nicht selten haben auch Betriebe ein Interesse daran. Allerdings haben sich meist die Ansprüche an Arbeit, insbesondere an die Arbeitszeit, verändert und diesen gilt es Rechnung zu tragen. Wie kann z.B. ein zukünftiger Arbeitsvertrag ausgestaltet sein? Was passiert im Krankheitsfall? Was darf überhaupt noch verdient werden? Genau auf diese und weitere Fragen möchten wir gemeinsam mit ausgewählten Experten Antworten geben. Auch die Frage, wie der Schritt vor dieses konkreten Themen, also das erste Gespräch mit den Mitarbeitern, aussehen kann, steht auf der Tagesordnung.

„Wir freuen uns, mit dem ersten Thema unter dieser größeren Überschrift auch dem Wunsch der Politik Rechnung tragen zu können. Die WFG hat, auf Initiative der CDU-Fraktion vom Kreistag den Auftrag erhalten, Wege zu finden, um über die Grundlagen und rechtlichen Rahmenbedingungen der (Weiter-)Beschäftigung älterer Arbeitnehmer  und Arbeitnehmerinnen zu informieren“, erklärt Geschäftsführerin Katharina Schlag.

Weitere Informationen zu der kostenfreien Veranstaltung finden Sie unter www.wfg-ww.de. Anmeldungen nimmt die WFG gerne per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder telefonisch unter 02602 124-305 entgegen.

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