Samstag, 25. September 2021

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Neuer Netzwerkevent für pfiffige Unternehmer

Region. Schwierige Zeiten und schwere Krisen meistert man am besten gemeinsam, aber auch wenn es gut läuft, ist das Miteinander auf Augenhöhe Basis für Erfolge. Genau dies ist das Credo des Unternehmernetzwerks Business Network International (BNI). Mitglieder des BNI-Chapters Deutsches Eck geben sich Woche für Woche wertvolle Erfahrungen, Tipps und Kontakte weiter, die sie wirtschaftlich auf Kurs halten. Eine Strategie, die sich während der Coronapandemie bis zum heutigen Tag besonders bewährt hat. Jetzt gibt es mit KONEKT Rhein-Mosel ein Messeformat, das wie das BNI die Chancen des Netzwerkens erkannt hat und buchstäblich gewinnbringend für Unternehmer organisiert. Am 9. September wird ab 16 Uhr in der Rhein-Mosel-Halle erstmals in Koblenz dieses junge und frische Netzwerkevent Unternehmern Chancen eröffnen.

Die Idee zu dieser Netzwerkmesse für Unternehmer wurde von der Mainzer KONEKT GmbH mit ihrem Geschäftsführer Dr. Hanns-Christian von Stockhausen entwickelt. Beim Koblenzer BNI war man sofort vom Konzept der Messe überzeugt, deckt es sich doch weitgehend mit der Philosophie des Unternehmernetzwerkes. Die Messe wird nicht „langatmig“ angelegt sein, dafür geht es schnell, unkompliziert und immer auf Augenhöhe um den Austausch zwischen Unternehmen und Institutionen.

Ein anderes wesentliches Unterscheidungsmerkmal zu „klassischen“ Messen: Die Teilnehmer müssen nicht aufwendige Stände erreichten und teure Standgebühren entrichten. Die Preise sind Beiträge auf Vertrauensbasis - je nach aktueller Wirtschaftskraft zwischen 175 und 350 Euro. Dafür bekommen alle einheitlichen Standflächen.

Die Netzwerkmesse und das BNI passen zusammen, deshalb werden zahlreiche BNI-Mitgliedsbetriebe der Region Koblenz am 9. September bei KONEKT mit von der Partie sein. Bei Jobbörse und in der Interview Area geht es darum, Kontakte zu knüpfen und sich in ungezwungener Atmosphäre auszutauschen. Die Ergebnisse – davon ist man bei KONEKT und dem BNI überzeugt – werden zum wirtschaftlichen Erfolg in der Zukunft maßgeblich beitragen. [Jürgen Zanger]

Anmeldungen für Aussteller: KONEKT Rhein-Mosel c/o communita GmbH, Telefon: 0261 8999950 oder per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Einzelhandelsumsätze im Mai im Minus

Nach zwei Monaten mit Umsatzanstiegen mussten die rheinland-pfälzischen Einzelhändler im Mai erneut Rückgänge hinnehmen. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lagen die Einzelhandelsumsätze real, also um Preisveränderungen bereinigt, 2,8 Prozent unter denen von Mai 2020. Nominal bzw. gemessen in jeweiligen Preisen, betrugen die Rückgänge 0,7 Prozent. In Deutschland reduzierte sich der Umsatz real um 1,8 Prozent (nominal: minus 0,1 Prozent).

Der Umsatz mit Lebensmitteln sank um 1,7 Prozent (nominal: minus 0,3 Prozent). Deutlich stärker war der Rückgang im Handel mit den Nicht-Lebensmitteln: Das Minus beläuft sich hier real auf 3,7 Prozent (nominal: minus 1,1 Prozent).

Umsatzentwicklung nach Wirtschaftszweigen

Nur einer der fünf Handelsbereiche erzielte ein reales Umsatzplus: Der Verkauf der „Sonstigen Güter“, zu denen beispielsweise Bekleidung, Schuhe und Lederwaren zählen, lag um 6,6 Prozent über den Ergebnissen des Vorjahresmonats. Das umsatzstärkste Segment, der Handel mit Waren verschiedener Art in Verkaufsräumen (einschließlich Lebensmittel), setzte 2,2 Prozent weniger um. Der ebenfalls umsatzstarke Zweig „Sonstige Haushaltsgeräte, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf“, hatte Umsatzverluste in Höhe von 7,6 Prozent. Besonders deutlich fielen die Rückgänge in den Bereichen „Handel mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwaren“ sowie „Handel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik“ aus (minus 24 bzw. 22 Prozent). Diese Bereiche haben allerdings einen geringen Anteil am Gesamtumsatz.

Beschäftigung

Der Personalstand im Einzelhandel stieg im Vergleich zum Mai 2020 um 0,4 Prozent (Deutschland: Plus 0,8 Prozent).

Zeitraum Januar bis Mai

Die Geschäfte im Einzelhandel lagen in den ersten fünf Monaten real um 1,4 Prozent unter dem Ergebnis im Vorjahr. Aufgrund von Preissteigerungen war die Umsatzentwicklung nominal mit 0,4 Prozent im Plus. Die Beschäftigtenzahl stieg in diesem Zeitraum um 0,8 Prozent.

Die Daten stammen aus der monatlichen Stichprobenerhebung bei ausgewählten Einzelhandelsunternehmen in Rheinland-Pfalz. Die Angaben für Filialbetriebe von Einzelhandelsketten mit Sitz in einem anderen Bundesland sind in den Ergebnissen enthalten. Bei zeitlichen Vergleichen ist der Berichtskreiswechsel im Berichtsmonat Februar 2021 zu beachten. Gleichzeitig ist die Unterteilung der Beschäftigten nach Voll- und Teilzeit entfallen.
Die Einzelhandelsmesszahlen werden in fünfjährigem Abstand auf ein neues Basisjahr umgestellt. Ab der Veröffentlichung der Ergebnisse für den Berichtsmonat Januar 2018 beziehen sich alle Daten der Einzelhandelsstatistik nun auf das Basisjahr 2015 (zuvor 2010).
Bei der Interpretation der Ergebnisse ist zu beachten, dass sie durch die unterschiedlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beeinflusst sind.

Autorin: Petra Wohnus (Referat Unternehmensstatistiken)

Qualifikation für das mittlere Hotelmanagement

Hotelbetriebswirtinnen und Hotelbetriebswirte (IHK) legen erfolgreiche Prüfung ab

Neun Hotelbetriebswirtinnen und -wirte (IHK) haben am 05.07.2021 erfolgreich ihre IHK-Zertifikatsprüfung bestanden. „Darauf sind wir auch in diesem Jahr besonders stolz, denn das Lernen und das dazugehörige Lernumfeld hat sich in Zeiten der Corona-Pandemie rasant verändert“, so Yvonne Pauly, Leiterin der Hotelmanagement-Akademie im Gastronomischen Bildungszentrum (GBZ). Generell ist die berufsbegleitende Weiterbildung, die für die mittlere Führungsebene in der Hotellerie qualifiziert, so konzipiert, dass ca. 30 Prozent des Unterrichtes von zu Hause aus erarbeitet werden können. Das Onlinetraining wird von Tutorinnen und Tutoren angeleitet, sodass jederzeit eine Ansprechperson zur Verfügung steht. Schon zu Beginn des letzten Jahres wurden viele Seminare online durchgeführt. Mittlerweile bietet das GBZ in vielen Fällen sowohl standardmäßig Hybridveranstaltungen als auch Online-Live-Trainings an, sodass alle Teilnehmenden jederzeit von zu Hause aus am Unterricht teilnehmen können. Die betriebswirtschaftliche Weiterbildung endet mit einer unternehmensbezogenen Projektarbeit und deren Präsentation. Am Abschlusstag konnten alle Teilnehmer ihre Projektideen vorstellen und diese schon teilweise erfolgreich umsetzen.

Auch in der Zukunft werden sich qualifizierte Fach- und Führungskräfte in einem schwierigen Arbeitsmarktumfeld weiterhin durchsetzen. Die Qualifikation zur Hotelbetriebswirtin/ zum Hotelbetriebswirt (IHK) vermittelt passendes, praxisnahes Wissen in Bereichen wie Betriebliches Management, Unternehmensführung oder Recht. Branchenspezifisch werden Themen zur Kundenbindung, Revenue Management oder Vertrieb im Gastgewerbe unterrichtet. Neben dem Netzwerk bietet die Verbindung von Theorie und Praxis durch handlungsorientierte Aufgabenstellungen wie Planspiele, Fallstudien und der Projektarbeit den Teilnehmern ein besonderes Trainingsfeld, um für den nächsten Karriereschritt bestens vorbereitet zu sein.

Die nächsten Zertifikatslehrgänge Hotelbetriebswirt/ Hotelbetriebswirtin (IHK) starten wieder am 28.08. und 15.11.2021. Weitere Informationen unter: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder 0261 30489-30.

Fotos: Abschlussfotos Hotelbetriebswirtinnen/ Hotelbetriebswirte (IHK) und Prüfungsgremium

Benachteiligte Gebiete Ausgleichszulage wird wieder eingeführt

Mainz. Rheinland-Pfalz hat bei der Ausgestaltung der künftigen Förderperiode zur gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) beschlossen, die Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete wieder einzuführen. Nach EU-Vorgaben beträgt die Mindestförderung hierzu 25 € je Hektar.

Die Landesregierung möchte neue Impulse zur Unterstützung der Landwirtschaft geben. Mit der Ausgleichszulage könnte ein Beitrag zur ökonomischen Stabilisierung unserer landwirtschaftlichen Betriebe in benachteiligten Gebieten geleistet werden“, so Landwirtschaftsministerin Daniela Schmitt.

Michael Horper, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, zeigte sich über die Wiedereinführung der Ausgleichszulage erfreut. „Unser Verband hat die Ausgleichszulage seit Jahren vehement gefordert, um die wirtschaftliche und soziale Situation unserer Betriebe ein Stück weit zu verbessern. Darüber hinaus trägt die Ausgleichszulage auch zur Erhaltung oder Verbesserung der Umwelt, des ländlichen Lebensraums und des Tourismus bei. Zuvor hatten wir uns bereits erfolgreich dafür eingesetzt, dass die zunächst vom Ministerium geplante Abgrenzung der benachteiligten Gebiete erweitert wurde und damit mehr Betriebe künftig die Ausgleichszulage erhalten können“, so Horper. Abschließend dankte er Ministerin Schmitt, dass sie gleich zu Beginn ihrer Amtszeit Tatkraft bewiesen habe.

Öko-Landbau: Bewirtschaftete Fläche und Betriebszahl seit 2010 verdoppelt

Auf 6.800 Hektar wird Öko-Wein produziert

Im Jahr 2020 wirtschafteten in Rheinland-Pfalz 1.578 Betriebe (2010: 830) nach den Prinzipien des ökologischen Landbaus und bearbeiteten insgesamt 82.200 Hektar¹ bzw. 11,8 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF) (2010: 5,4 Prozent). Das teilt das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz mit. Der Anteil an allen landwirtschaftlichen Betrieben lag bei 9,8 Prozent, 2010 waren es vier Prozent.

Die Zahl der Öko-Betriebe in Rheinland-Pfalz wuchs seit 2010 um 90 Prozent auf 1.578. Deutschlandweit nahm die Zahl der Öko-Betriebe um 58 Prozent zu. Insgesamt bearbeiteten Betriebe mit ökologischer Wirtschaftsweise im vergangenen Jahr in Rheinland-Pfalz 82.200 Hektar, 2010 waren es 38.000 Hektar (plus 117 Prozent). Auf ökologische Wirtschaftsweise umgestellt waren 2020 rund 76.800 Hektar². Die Flächenausstattung der rheinland-pfälzischen Öko-Betriebe betrug durchschnittlich 52 Hektar (plus 6,4 Hektar je Betrieb seit 2010), bei konventionell arbeitenden Betrieben waren es rund 43 Hektar (plus neun Hektar je Betrieb seit 2010). Bundesweit waren Öko-Betriebe im Durchschnitt gut 61 Hektar groß, konventionell wirtschaftende Betriebe knapp 65 Hektar.

Bodennutzung

Den weitaus größten Anteil an der rheinland-pfälzischen Öko-LF² hat mit 66 Prozent Dauergrünland. Ackerland kommt auf knapp 25 Prozent, deutschlandweit sind es 46 Prozent. Die restlichen knapp 10 Prozent der ökologisch bewirtschafteten LF entfallen auf Dauerkulturen. In Rheinland-Pfalz sind gut neun Prozent der LF insgesamt mit Rebflächen bepflanzt. Im vergangenen Jahr wurden knapp elf Prozent bzw. 6.800 Hektar davon ökologisch bewirtschaftet.

Auf knapp 42 Prozent der insgesamt 19.500 Hektar ökologisch bewirtschafteten Ackerflächen wuchs Getreide. Pflanzen zur Grünernte kamen auf 33 Prozent. Gartenbauerzeugnisse auf dem Ackerland wie Gemüsen und Erdbeeren standen auf 6,6 Prozent, Hülsenfrüchte zur Körnergewinnung wie Erbsen und Ackerbohnen auf 5,5 Prozent und Hackfrüchte wie Zuckerrüben und Kartoffeln auf 3,7 Prozent des ökologisch bewirtschafteten Ackerlands. Brachen mit und ohne Beihilfe- bzw. Prämienanspruch machten 4,1 Prozent aus.

Tierhaltung

Knapp 48 Prozent der ökologisch wirtschaftenden Betriebe in Rheinland-Pfalz hielten Tiere, bundesweit lag der Anteil bei 66 Prozent. In die ökologische Wirtschaftsweise einbezogen waren 36.043 Rinder, 5.473 Schafe, 3.973 Schweine sowie 109.839 Hühner. Somit wurden knapp 12 Prozent der Rinder (2010: 5,7 Prozent), 7,1 Prozent der Schafe (2010: 7,9 Prozent), 2,7 Prozent der Schweine (2010: 1,0 Prozent) und 8,5 Prozent der Hühner (2010: 1,6 Prozent) ökologisch gehalten. Bundesweit waren es 2020 fast acht Prozent der Rinder, knapp 14 Prozent der Schafe, weniger als ein Prozent der Schweine und fünf Prozent der Hühner.

Betriebswirtschaftliche Ausrichtung

Beim Produktionsschwerpunkt der rheinland-pfälzischen Öko-Betriebe dominieren mit 43 Prozent die Futterbaubetriebe, gefolgt von Dauerkulturbetrieben (31 Prozent). Rund 28 Prozent aller Betriebe entfallen auf den Weinbau, der zusammen mit dem Obstbau zur Gruppe der Dauerkulturbetriebe gehört. Der Ackerbau macht gut 17 Prozent aus. Für Deutschland errechnet sich ein Anteil von fast 51 Prozent für den Futterbau und gut 27 Prozent für den Ackerbau.

Regionale Unterschiede

Im Westerwaldkreis als klassisches Futterbaugebiet hat der ökologische Landbau die größte Bedeutung. Dort bewirtschaften 23 Prozent der ansässigen Landwirtschaftsbetriebe knapp ein Drittel der LF ökologisch, gefolgt vom Landkreis Neuwied (19 Prozent der Betriebe, gut 20 Prozent der LF).

Datenangebot

Weitere endgültige Ergebnisse der Landwirtschaftszählung 2020 zur ökologischen Landwirtschaft sind im gemeinsamen Statistikportal des Bundes und der Länder unter LZ2020.statistikportal.de zu finden.
Unter anderem werden die Ergebnisse in der interaktiven StoryMap Ökolandbau in Deutschland: Auf dem Weg aus der Nische? dargestellt.

Die Landwirtschaftszählung 2020 erfolgte zum Stichtag 1. März 2020.
Im Rahmen der der Darstellung der ökologischen Bewirtschaftung sind folgende Kenngrößen zu unterscheiden:
1 Landwirtschaftlich genutzte Fläche der Betriebe mit ökologischer Wirtschaftsweise (inklusive teil- und nichtumgestellter LF)
2 Nach EG-Verordnung Nr. 834/2007 ökologisch bewirtschaftete LF
LF: Landwirtschaftlich genutzte Fläche

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Umwelt)

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