Montag, 14. Oktober 2019

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Inflationsrate im Juli bei plus 1,6 Prozent

Die Inflationsrate ist im Juli auf 1,6 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, war die Teuerungsrate damit etwas höher als im Mai und Juni 2019, als sie nur jeweils bei 1,5 Prozent gelegen hatte.

Energie war im Juli 2019 um 1,8 Prozent teurer als ein Jahr zuvor; für Mineralölprodukte mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher 0,2 Prozent mehr bezahlen. Die Preise für Heizöl (einschließlich Umlage) erhöhten sich im Vergleich zum Juli 2018 um 4,5 Prozent, wohingegen sich die Preise für Kraftstoffe nur leicht veränderten (plus 0,3 Prozent). Fernwärme und Strom wurden ebenfalls merklich teurer (plus 4,6 bzw. 3,3 Prozent). Die Gaspreise (einschließlich Umlage) nahmen gegenüber dem Vorjahresmonat nur leicht zu (plus 0,3 Prozent).

Nahrungsmittel verteuerten sich im Vergleich zum Juli des Vorjahres um 1,0 Prozent. Die höchsten Preissteigerungen waren beim Gemüse zu verzeichnen (plus 7,8 Prozent). Die Preiserhöhungen erstreckten sich dabei auf viele Sorten. So wurden Kartoffeln deutlich um 27,5 Prozent teurer; der Preis für Paprika legte um 22,2 Prozent zu. Aber auch für Fleisch- und Fleischwaren mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher wesentlich mehr bezahlen als ein Jahr zuvor (plus 3,7 Prozent). Starke Preissenkungen gab es bei Speisefetten und -ölen (minus 10,9 Prozent); der Preis für Butter war um 17,3 Prozent niedriger als im Juli 2018. Obst wurde ebenfalls billiger (minus 6,4 Prozent; darunter Äpfel minus 17,5 Prozent).

Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die auch als Kerninflationsrate bezeichnet wird, ist im Juli leicht gesunken. Sie belief sich auf plus 1,6 Prozent; im Juni hatte sie bei plus 1,7 Prozent gelegen.

In fast allen zwölf Hauptgruppen sind die Preise im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Den kräftigsten Zuwachs gab es mit plus 4,0 Prozent in der Hauptgruppe „Bekleidung und Schuhe“. Auch in den Hauptgruppen „Bildungswesen“, „Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen“ sowie „Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe“ lag die Teuerungsrate über der Zwei-Prozent-Marke. Nur im Bereich „Post und Telekommunikation“ sanken die Preise (minus 0,8 Prozent).

Veränderungen gegenüber Juni 2019

Gegenüber dem Vormonat stieg der Verbraucherpreisindex im Juli um 0,6 Prozent. Mit Abstand am stärksten fielen die Preiserhöhungen in der Hauptgruppe „Freizeit, Unterhaltung und Kultur“ aus (plus 3,9 Prozent, darunter Pauschalreisen plus 15,1 Prozent). Es folgten die Hauptgruppen „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“, „Verkehr“ und „Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen“ (jeweils plus 0,4 Prozent). In zwei der zwölf Hauptgruppen sanken die Preise. Merkliche Preisrückgänge gab es bei Bekleidung und Schuhen (minus 2,9 Prozent); in der Hauptgruppe „Möbel, Leuchten, Geräte u.a. Haushaltszubehör“ belief sich das Minus auf 0,2 Prozent.

Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in 11 rheinland-pfälzischen Berichtsgemeinden 18 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) rund 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von 600 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt. Die Veränderung des VPI gegenüber dem Vorjahresmonat beziehungsweise dem Vorjahr wird umgangssprachlich auch als Inflationsrate bezeichnet.
Neben dem VPI dienen Kerninflationsraten als ergänzende Kennzahlen zur Beurteilung der Geldwertentwicklung. Sie geben an, wie sich die Verbraucherpreise entwickeln, wenn bestimmte Güter des Warenkorbs nicht mit eingerechnet werden. Das sind zumeist Güter mit erfahrungsgemäß stark schwankenden Preisen. Hier wird der Gesamtindex ohne Nahrungsmittel und Energie als Kerninflationsrate bezeichnet.

Die Pressemitteilung zum Berichtsmonat Juli 2019 enthält vorläufige Ergebnisse. Sofern bis zum 5. August 2019 keine Korrektur erscheint, sind die veröffentlichten Ergebnisse als endgültig anzusehen.

Autorin: Dr. Melanie Nofz (Referat VGR, ETR, Arbeitsmarkt, Verdienste / Preise)

Bauhauptgewerbe im Mai 2019: Rückgang der Auftragseingänge und Anstieg der Umsätze

Die Auftragseingänge im rheinland-pfälzischen Bauhauptgewerbe sind im Mai 2019 gesunken. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes lag der kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um 9,8 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Der baugewerbliche Umsatz stieg hingegen leicht um ein Prozent. In den ersten fünf Monaten 2019 war das Ordervolumen um 7,1 Prozent und der Umsatz um 13,0 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau gingen im Mai weniger Aufträge ein als im April (minus 19,7 bzw. minus 17,2 Prozent). Die stärksten Einbußen gab es im öffentlichen Hochbau (minus 56,1 Prozent). Lediglich im gewerblichen Tiefbau fiel die Nachfrage höher aus als im Monat zuvor (plus 3,9 Prozent). In den ersten fünf Monaten 2019 gingen im Hochbau weniger Bestellungen ein als im Vorjahreszeitraum (minus 2,5 Prozent). Im Tiefbau lag das Ordervolumen um 15,4 Prozent über dem Niveau von Januar bis Mai 2018.

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Der Umsatzanstieg im Bauhauptgewerbe ist auf den Erlöszuwachs im Hochbau zurückzuführen (plus 4,9 Prozent). Im Tiefbau war der bereinigte Umsatz im Mai dagegen niedriger als im Vormonat (minus 2,1 Prozent). Die mit Abstand stärksten Zuwächse gab es im öffentlichen Hochbau (plus 15,1 Prozent). Nur im gewerblichen Tiefbau blieb der baugewerbliche Umsatz hinter dem Vormonatsergebnis zurück (minus 10,1 Prozent). Gegenüber den ersten fünf Monaten des Vorjahres waren sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau kräftige Erlössteigerungen zu verzeichnen (plus 16,0 bzw. plus 10,3 Prozent).

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

Auszeichnung der DZ Bank AG

Volksbank RheinAhrEifel ist die „Beste VR-Fördermittelbank 2018“

Bad Neuenahr-Ahrweiler/Frankfurt – 15.07.2019. Die Volksbank RheinAhrEifel ist die „Beste VR-Fördermittelbank 2018“. Die Auszeichnung erhielt sie im Rahmen des landesweiten Wettbewerbs der DZ Bank AG für ihr Engagement bei der Vermittlung von zinsgünstigen öffentlichen Fördermitteln an ihre Kunden. „Selbstverständlich prüfen wir im Rahmen unserer genossenschaftlichen Beratungsphilosophie bei jedem Kredit, ob es möglich ist, zusätzlich eine öffentliche Förderung zu erhalten. Im vergangenen Jahr haben wir für insgesamt 230 Förderanträge eine Zusage erhalten“, erklärt Sascha Monschauer, Vorstandsmitglied der Volksbank RheinAhrEifel. Überreicht wurde die Auszeichnung von Matthias Krätzner und Jochen Oberlack von der DZ Bank AG in Frankfurt.

Röchling eröffnet neue Halle in Lahnstein

Zusätzliche 3.000 Quadratmeter für weiteres Wachstum

Lahnstein. Die Röchling Sustaplast SE & Co. KG hat die bestehende Produktionshalle am Standort Lahnstein um mehr als 3.000 Quadratmeter Hallenfläche erweitert und mit weiteren Produktionsanlagen ausgestattet. Mit der Investition von 5 Millionen Euro setzt das Unternehmen das starke Wachstum in den vergangenen Jahren konsequent fort und stärkt seine Position als führender Verarbeiter von Hochleistungskunststoffen. Kunden profitieren mit den neuen Kapazitäten von kürzeren Lieferzeiten und einem noch besseren Service.

Im Beisein von Kunden und Geschäftspartnern eröffnete Franz Lübbers, Vorstandsmitglied der Röchling-Gruppe und verantwortlich für den Unternehmensbereich Industrial, gemeinsam mit Peter Labonte, Oberbürgermeister der Stadt Lahnstein, und Mustafa Altintas, Director Production & Engineering Business Unit Thermoplastics, feierlich die neue Halle. In seiner Rede hob Franz Lübbers hervor: „Mit der Investition beweist Röchling das große Vertrauen in die weitere erfolgreiche Entwicklung von Röchling Sustaplast. Wir setzten mit der Erweiterung unsere klar formulierte Wachstumsstrategie weiter fort. Mit dem Ausbau der Produktionskapazitäten können wir noch besser auf die Anfragen unserer Kunden reagieren und schneller liefern.“

„Seit 2010 hat Röchling in Lahnstein für den Ausbau des Standortes über 40 Millionen Euro investiert“, erklärt Mustafa Altintas. Der moderne Maschinen- und Anlagenpark wurde kontinuierlich ausgebaut, ein neues Logistikcenter eröffnet und die bestehenden Hallenflächen in Produktion und Logistik stetig erweitert.

Oberbürgermeister Peter Labonte betonte in seinem Grußwort, dass die Investition Lahnstein als attraktiven Wirtschaftsstandort stärke: „Es freut mich sehr, dass Röchling Sustaplast seit vielen Jahren hier in den Standort investiert und damit bewusst ein Zeichen für unsere Region und insbesondere für den Unternehmensstandort Lahnstein setzt.“

Maßgeblichen Anteil am Wachstum der Röchling Sustaplast SE & Co. KG haben die mehr als 320 Mitarbeiter und 21 Auszubildende, die in sechs Berufen ausgebildet werden. Franz Lübbers bedankte sich für das große Engagement. „So ein starkes Wachstum ist nur mit einem starken Team möglich. Der große Einsatz in den vergangenen Jahren und das Know-how aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist maßgeblich für unseren Erfolg.“

Die Röchling Sustaplast SE & Co. KG in Lahnstein ist Teil des Unternehmensbereiches Röchling Industrial mit 42 Standorten weltweit – von Nord- und Südamerika über Europa bis nach Asien. Der Standort in Lahnstein ist das Kompetenzzentrum für Hochleistungskunststoffe. Im Einsatz sind die Produkte von Röchling Sustaplast in nahezu allen Bereichen der Investitionsgüterindustrie: Wichtige Zielindustrien sind zum Beispiel die Bahntechnik, Öl & Gas, Elektronikindustrie, Lebensmittelindustrie, Erneuerbare Energien und Luftfahrt.

(Foto: Gerald Pannek)

Industrieproduktion im Mai rückläufig

Der Index der rheinland-pfälzischen Industrieproduktion ist im Mai 2019 deutlich gesunken. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex um 8,8 Prozent unter dem Niveau des Vormonats.

Der Produktionsrückgang erstreckte sich auf alle drei industriellen Hauptgruppen. Die größten Einbußen gab es in der Konsumgüterindustrie, deren Output in den vergangenen Monaten besonders stark schwankte (minus 33 Prozent). Der Güterausstoß der Investitionsgüterhersteller schrumpfte im Mai um 4,3 Prozent. In der Vorleistungsgüterindustrie fiel die Ausbringung um 3,6 Prozent geringer aus als im Vormonat.

Die drei umsatzstärksten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes drosselten ihre Produktion. Der Maschinenbau, der zur Investitionsgüterindustrie gehört und unter den Industriebranchen gemessen am Umsatz an dritter Stelle steht, musste die größten Einbußen hinnehmen (minus 7,4 Prozent). Der Output der Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und die Branche mit dem höchsten Umsatz ist, sank im Mai um sechs Prozent. In der Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie, die die zweitgrößte Branche ist und zur Investitionsgüterindustrie gehört, war die Ausbringung um 1,6 Prozent geringer als im April.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Industrieproduktion stark zurückgegangen (minus 24,8 Prozent). Der Output der Konsumgüterindustrie fiel – allerdings ausgehend von einem sehr hohen Niveau – wesentlich niedriger aus als im Mai 2018. In der Investitionsgüterindustrie und in der Vorleistungsgüterindustrie war der Güterausstoß ebenfalls rückläufig. Von den drei größten Industriebranchen musste der Maschinenbau die größten Einbußen hinnehmen, aber auch in der Chemieindustrie und in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen lag die Ausbringung unter dem Niveau des Vorjahresmonats.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

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