Mittwoch, 21. November 2018

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Ehrhardt + Partner Gruppe (EPG) und NBK unterzeichnen Absichtserklärung

500 Millionen US-Dollar für Mega-Logistikpark in Katar

Die Ehrhardt + Partner Gruppe (EPG) und Nasser Bin Khaled International, ein Tochterunternehmen von Nasser Bin Khaled and Sons, haben anlässlich der deutsch-katarischen Investmentkonferenz in Berlin eine Absichtserklärung für die Errichtung und den Betrieb eines gemeinsamen hochmodernen, vollautomatischen Mega-Logistikparks in Katar unterzeichnet. Damit sollen die stark steigenden Anforderungen an die Logistik in der Region erfüllt werden. Das Gesamtinvestitionsvolumen für den Bau des weltweit einzigartigen Logistikzentrums beträgt 500 Millionen US-Dollar.

Um die Anforderungen an dem kontinuierlich wachsenden Logistikbedarf in Katar gerecht zu werden, soll in der Nähe von Doha ein Mega-Logistikpark entstehen.

Die Absichtserklärung für die Investition von 500 Millionen US-Dollar zur Umsetzung des Mega-Logistikparks unterzeichneten H.E. Scheich Nawaf Nasser Bin Khaled Al-Thani, Chairman der NBK-Gruppe, und Marco Ehrhardt, geschäftsführender Gesellschafter der E+P-Gruppe, im Beisein des Botschafters des Staates Katar in Deutschland Scheich Saoud bin Abdulrahman al-Thani, dem katarischen Minister für Stadtverwaltung und Umwelt H.E. Mohammed bin Abdullah al-Rumaihi sowie dem Vorsitzenden der Qatari Businessmen Association H.E. Sheikh Faisal bin Qassim al-Thani, anlässlich der ‘9. deutsch-katarischen Investmentkonferenz‘ im Maritim Hotel in Berlin.

„Durch die Zusammenarbeit mit der EPG bringen wir die neueste Technologie in der digitalen und intelligenten Logistik nach Katar und verwandeln die Region zugleich zu einem weltweit führenden Logistikstandort“, erklärt H.E. Scheich Nawaf Bin Nassar Al-Thani in Berlin.

Die EPG ist Europas Marktführer für intelligente Logistik und digitalisierte Lagerverwaltung und betreut unter anderem so renommierte Kunden wie DHL, Fiege, Hellmann, Rossmann, Volkswagen, Pilatus, BOMAG und viele andere. „Wir sind seit mehr als zehn Jahren im Mittleren Osten mit einem eigenen Logistics Solutions Center (LSC) und Projektteams in Dubai vertreten und haben bereits zahlreiche große Logistikprojekte in der Region realisiert", betont Marco Ehrhardt. "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit NBK und darauf, gemeinsam einen der größten Logistikparks der Welt zu planen und umzusetzen.“

Im ersten Halbjahr mehr Unternehmens-, weniger Verbraucherinsolvenzen

Im ersten Halbjahr 2018 stellten mehr rheinland-pfälzische Unternehmen einen Insolvenzantrag als im ersten Halbjahr des Vorjahres. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems stieg die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres um 15 Prozent auf 406. Demgegenüber sank die Zahl der beantragten Verbraucherinsolvenzen. Sie lag mit 1.487 Fällen um 7,2 Prozent niedriger als im ersten Halbjahr 2017.

Unternehmensinsolvenzen

In den Unternehmen, die Insolvenz beantragt haben, waren 2.625 Beschäftigte tätig. Dies waren fast 62 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Forderungen der Gläubiger beliefen sich auf insgesamt 182 Millionen Euro. Dieser Wert liegt 28,8 Prozent über dem Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Die Forderungen je Unternehmen betrugen rund 448.000 Euro; dies sind zwölf Prozent mehr als ersten Halbjahr 2017.
Die meisten Insolvenzanträge betrafen Unternehmen des Wirtschaftsabschnitts „Baugewerbe“ (93), gefolgt von den Unternehmen des Wirtschaftsabschnitts „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen“ (71). Dies sind jeweils Wirtschaftsabschnitte, in denen sehr viele Unternehmen tätig sind. Darauf folgt mit Abstand der Wirtschaftsabschnitt „Gastgewerbe“ mit 39 Insolvenzfällen.

Die Insolvenzhäufigkeit bei Unternehmensinsolvenzen, d. h. die Anzahl der gestellten Insolvenzanträge je 1.000 wirtschaftlich aktiven Unternehmen, war im Rhein-Lahn-Kreis sowie in der kreisfreien Stadt Worms mit 5,7 bzw. 4,1 Anträgen je 1.000 wirtschaftlich aktiven Unternehmen am höchsten. Die niedrigste Insolvenzhäufigkeit ergab sich für den Landkreis Südliche Weinstraße mit 1,0 Anträgen je 1.000 wirtschaftlich aktiven Unternehmen. Den geringsten Wert unter den kreisfreien Städten verzeichnete Koblenz mit 2,3.

Verbraucherinsolvenzen

Die Verbraucher, die im ersten Halbjahr 2018 einen Insolvenzantrag stellen mussten, wiesen in der Summe Schulden in Höhe von 69,6 Millionen Euro auf. Damit war ein Verbraucher, der einen Insolvenzantrag stellen musste, im Durchschnitt mit einem Betrag von rund 46.800 Euro verschuldet. Die Höhe der Schulden insgesamt sank damit um 13 Prozent und die Höhe je Verbraucher um 6,3 Prozent.

Die Insolvenzhäufigkeit, bei Verbraucherinsolvenzen definiert als die Anzahl der gestellten Insolvenzanträge je 10.000 Einwohner, war am größten in der kreisfreien Stadt Pirmasens, wo 14,2 Anträge je 10.000 Einwohner gestellt wurden. Es folgt der Landkreis Kusel mit einem Wert von 9,2. Die geringste Insolvenzhäufigkeit war im Landkreis Alzey-Worms mit 1,9 Anträgen je 10.000 Einwohnern zu verzeichnen. Unter den kreisfreien Städten war sie in Neustadt a. d. Weinstraße mit 2,3 Anträgen je 10.000 Einwohnern am niedrigsten.

Die monatliche Insolvenzstatistik gibt Auskunft über das Insolvenzgeschehen und ist damit ein wichtiger konjunktureller Spätindikator. Erhebungsbasis sind die Meldungen der Amtsgerichte über die von ihnen bearbeiteten Verfahren.

Autor: Dr. Dirk Schneider (Referat Steuern, Verwaltungsstatistiken)

2. Unternehmensjuristen- und Syndikusanwaltstag

Dienstag, 25. September 2018
13:30 Uhr
IHK Koblenz, Schlossstraße 2, 56068 Koblenz

Die Industrie- und Handelskammer Koblenz richtet in Zusammenarbeit mit der Rechtsanwaltskammer Koblenz und dem Bundesverband der Unternehmensjuristen zum zweiten Mal den Unternehmensjuristen- und Syndikusanwaltstag aus.
In diesem Jahr referiert Dr. Stefan Fandel, Leiter der Konzernrechtsabteilung der Firma Merck KG aA und stv. BUJ-Fachgruppenleiter der Fachgruppe „Legal Technology“ zum Thema Digitalisierung.
Rechtsanwalt Jörg Mathis von Klinge I Hess Rechtsanwälte PartmbB, Mitglied des Ausschusses Datenschutzrecht bei der Bundesrechtsanwaltskammer und Datenschutzbeauftragter der Rechtsanwaltskammer für den Oberlandesgerichtsbezirk Koblenz, gibt einen Überblick über die derzeit noch offenen Fragen rund um die DSGVO.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Weitere Informationen sowie ein Anmeldeformular stehen auf www.ihk-koblenz.de unter Eingabe der Nummer 4132120 bereit.

Mehr Betriebsgründungen und Betriebsaufgaben im ersten Halbjahr

In Rheinland-Pfalz gab es im ersten Halbjahr 2018 mehr Gründungen von Betrieben, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lässt. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems nahm die Zahl dieser Betriebsgründungen gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 7,8 Prozent auf 2.951 zu.

Zu den Betriebsgründungen zählt die amtliche Statistik alle Neugründungen von Kapital- und Personengesellschaften sowie Neugründungen von Einzelunternehmen, bei denen ein Handelsregistereintrag oder eine Handwerkskarte vorliegt bzw. die mindestens einen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben.

Die meisten Betriebsgründungen gab es in den Wirtschaftsabschnitten „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen“ (21,6 Prozent), „Baugewerbe“ (15,8 Prozent) sowie „Gastgewerbe“ (10,4 Prozent).

Regionale Betrachtung

Regional war die Anzahl der Betriebsgründungen je 10.000 Einwohner in der kreisfreien Stadt Zweibrücken am höchsten. Dort ergab sich für diese Kenngröße ein Wert von 15,4. Es folgen die kreisfreien Städte Kaiserslautern mit 12,7, Frankenthal (11,8) und Speyer (11,5). Unter den kreisfreien Städten lag der Wert für Koblenz mit 7,3 Betriebsgründungen je 10.000 Einwohner am niedrigsten. Die höchsten Werte unter den Landkreisen erreichten Germersheim und der Rhein-Hunsrück-Kreis mit jeweils 8,1 Gründungen je 10.000 Einwohner. Die niedrigste Anzahl der Betriebsgründungen je 10.000 Einwohner war im Landkreis Trier-Saarburg mit 3,4 zu verzeichnen.

Sonstige Neugründungen

Die Zahl der sonstigen Neugründungen war im ersten Halbjahr 2018 mit 10.881 etwas höher als im Vorjahreszeitraum (10.773). Als sonstige Neugründungen gelten Gründungen von Kleinunternehmen, also von Einzelunternehmen ohne Handelsregistereintrag oder Handwerkskarte, die keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben. Darunter befanden sich 6.319 Gründungen im Nebenerwerb. Insgesamt wurden 16.849 Gewerbe angemeldet; 2,7 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Betriebsaufgaben

Die Zahl der Aufgaben von Betrieben mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung (Pendant zu den Betriebsgründungen) stieg um 10,2 Prozent auf 2.369. Die sonstigen Stilllegungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,5 Prozent auf 10.734. Insgesamt wurden 16.174 Gewerbe abgemeldet, das waren 4,2 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2017.

Die Daten stammen aus der Gewerbeanzeigenstatistik, die aus den monatlichen Lieferungen der rheinland-pfälzischen Gewerbeämter erstellt wird. Somit werden die Gewerbetreibenden durch die Statistik selbst nicht belastet. Die Gewerbeanzeigenstatistik stellt wichtige Informationen über Existenzgründungen und Stilllegungen bereit. Die Zahlen finden in der Wirtschafts-, Wettbewerbs- und Strukturpolitik Verwendung und werden verstärkt auch zu Untersuchungen über die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt herangezogen.

Autor: Lutz Zaun (Sachgebiet Steuerstatistiken, Verwaltungsstatistiken)

Zahl der gewerblichen Minijobber in Deutschland weiter konstant

Aber: Immer mehr angemeldete Haushaltshilfen

Die Zahl der gewerblichen Minijobber in Deutschland ist im zweiten Quartal 2018 nahezu konstant geblieben. Im Juni 2018 übten 6.762.958 Personen eine solche Beschäftigung aus, 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr (6.725.031). Dies geht aus dem jetzt veröffentlichten Quartalsbericht der Minijob-Zentrale hervor.

Die Zahl der angemeldeten Minijobber in Privathaushalten hat sich ebenfalls leicht erhöht. Waren im Juni 2017 noch 308.611 Personen angemeldet, so sind es jetzt 310.680; das sind 0,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anstieg der Minijobber in Privathaushalten ist positiv zu bewerten, da nur angemeldete Haushaltshilfen legal beschäftigt sind und keine Schwarzarbeit ausüben.

Minijobs sind keine Beschäftigung für ein ganzes Leben: Im gewerblichen Bereich und im Privathaushalt dauern rd. 40 Prozent aller Arbeitsverhältnisse längstens ein Jahr. Nur bei 10 Prozent im gewerblichen Bereich und bei 12 Prozent der Arbeitsverhältnisse im Haushaltsbereich beträgt die Dauer mehr als 7 Jahre.

Während im gewerblichen Bereich der Anteil der Frauen kontinuierlich zurückgeht und jetzt 59,1 Prozent der Beschäftigten ausmacht, sind es in den Privathaushalten 90,8 Prozent. Dieser Wert ist seit Juni 2017 um 0,4 Prozent gestiegen.

Der vollständige Quartalsbericht mit allen Zahlen und Daten steht unter http://www.minijob-zentrale.de/quartalsbericht zum Download bereit.

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