Mittwoch, 11. Dezember 2019

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Industrieproduktion im August:

Rückgang gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahresmonat

Die rheinland-pfälzische Industrieproduktion ist im August 2019 gesunken. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex um 5,7 Prozent unter dem Niveau des Vormonats.

In zwei der drei industriellen Hauptgruppen war die Ausbringung im August geringer als im Monat zuvor. Den größten Rückgang gab es in der Konsumgüterindustrie, deren Produktion in den vergangenen Monaten besonders stark schwankte (minus 33,7 Prozent). In der Vorleistungsgüterindustrie schrumpfte der Output um 2,5 Prozent. Der Güterausstoß der Investitionsgüterhersteller fiel etwas höher aus als im Juli (plus 0,3 Prozent).

Die drei umsatzstärksten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes entwickelten sich unterschiedlich. Die Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie, die die zweitgrößte Branche ist und zur Investitionsgüterindustrie gehört, drosselte im August ihre Produktion (minus 5,7 Prozent). Auch in der Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und die Branche mit dem höchsten Umsatz ist, sank die Ausbringung (minus 1,2 Prozent). Der Maschinenbau, der zur Investitionsgüterindustrie gehört und unter den Industriebranchen gemessen am Umsatz an dritter Stelle steht, erhöhte seinen Güterausstoß hingegen um 7,8 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Industrieproduktion stark zurückgegangen (minus 32,9 Prozent). Der Output der Konsumgüterindustrie fiel ausgehend von einem außergewöhnlich hohen Niveau im August 2018 deutlich (minus 82,4 Prozent). Auch in der Investitionsgüterindustrie und in der Vorleistungsgüterindustrie war der Güterausstoß geringer als ein Jahr zuvor. Alle drei umsatzstärksten Branchen drosselten ihre Produktion.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

Auftragseingänge der Industrie im August 2019 gestiegen

Im August 2019 ist die Nachfrage nach Erzeugnissen der rheinland-pfälzischen Industrie gestiegen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um 7,1 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Während die Bestellungen aus dem Inland nur geringfügig zulegten (plus 0,4 Prozent), gingen aus dem Ausland 11,5 Prozent mehr Bestellungen ein.

Alle drei industriellen Hauptgruppen verzeichneten Zuwächse. In der Konsumgüter- und in der Investitionsgüterindustrie stiegen die bereinigten Auftragseingänge mit zweistelligen Raten (plus 11,9 bzw. plus 10,5 Prozent). Die Nachfrage nach Vorleistungsgütern erhöhte sich um 3,1 Prozent.

Die drei größten Branchen der rheinland-pfälzischen Industrie profitierten von dem Nachfrageanstieg. In der Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und die umsatzstärkste Branche des Verarbeitenden Gewerbes ist, nahm das Ordervolumen um 2,3 Prozent zu. Einen besonders kräftigen Zuwachs von plus 17,3 Prozent verbuchten die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die zur Investitionsgüterindustrie gehören und die zweitgrößte Industriebranche bilden. Im Maschinenbau, der drittgrößten Branche, die ebenfalls zur Investitionsgüterindustrie zählt, stiegen die Bestellungen ebenfalls deutlich (plus 7,3 Prozent).

Trotz der kurzfristigen Zunahme lagen die bereinigten Auftragseingänge unter dem Niveau des Vorjahresmonats (minus 13,4 Prozent). Sowohl das Inlands- als auch das Auslandsgeschäft lief schlechter als ein Jahr zuvor (minus 7,5 bzw. minus 16,7 Prozent). In allen drei Hauptgruppen waren die Bestellungen rückläufig. In zwei der drei umsatzstärksten Industriebranchen sank die Nachfrage. Nur im Maschinenbau fiel das Ordervolumen im August höher aus als im Vorjahresmonat.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

Über 100 Finanzamts-Azubis

Landesweiter Ausbildungsstart in der rheinland-pfälzischen Steuerverwaltung
Über 100 Auszubildende starten am 1. Oktober 2019 an einem der 22 Finanzämter in Rheinland-Pfalz mit einer zweijährigen Ausbildung zur Finanzwirtin / zum Finanzwirt.
Insgesamt durchlaufen die Nachwuchskräfte acht Monate theoretische Ausbildung an der Landesfinanzschule und 16 Monate praktische Ausbildung im Finanzamt.
Die Ausbildung ist breit gefächert und bietet abwechslungsreiche Tätigkeiten, die von der Bearbeitung von Steuererklärungen im Innendienst oder dem Einsatz im Außendienst, z. B. die Prüfung von Unternehmen im Bereich der Lohnsteueraußen- oder der Umsatzsteuersonderprüfung, reichen. Dabei lässt sich der spätere Beruf durch flexible Arbeitszeitmodelle auch mit Freizeit und Familie gut vereinbaren.
Die Auszubildenden genießen ab dem ersten Tag ihrer Ausbildung alle Vorzüge des Beamtenverhältnisses und erhalten monatlich rund 1050 Euro netto.
Voraussetzung für die zweijährige Ausbildung ist mindestens der Sekundarabschluss I. Bewerbungen für Einstellungen in 2020 können online über www.jobs.fin-rlp.de abgegeben werden.
Informationen von Auszubildenden über die Ausbildung gibt es auch auf facebook unter: www.facebook.com/finanzverwaltung oder auf Instagram unter: karriere.finanzamt

ZIRP-Vorstand neu gewählt

Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz macht sich für MINT stark

Dass Schülerinnen und Schüler frühzeitig MINT-Erfahrung machen sollen, war einhellige Meinung bei der Mitgliederversammlung der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz. Ministerpräsidentin Malu Dreyer, stellvertretende Vorsitzende der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) e.V., machte deutlich: „Wir wollen, dass Rheinland-Pfalz ein starkes MINT-Land wird. Dafür wollen wir bei Kindern und Jugendlichen früh Interesse und Begeisterung für MINT wecken und erhalten. Wir wollen mehr Jugendliche, besonders Mädchen, für eine Ausbildung in MINT-Berufen oder ein Studium in MINT-Fächern gewinnen.“ MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Michael Heinz, Vorsitzender der ZIRP und Mitglied des Vorstands der BASF SE, betonte die große Bedeutung des frühen Einstiegs in technisches und naturwissenschaftliches Wissen. „Wenn junge Menschen in der gesamten Bildungskette von der Kita an selbstverständlich mit MINT umgehen, ist das eine gute Voraussetzung, um daraus einen Berufswunsch zu machen. Hier ist das Engagement von Unternehmen wichtig, auch im Interesse der eigenen Fachkräftesicherung.“ Gemeinsam mit vielen weiteren Unternehmen aus Rheinland-Pfalz, darunter die ZIRP-Mitglieder KSB SE & Co. KGaA in Frankenthal und Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & CO.KG, fördert BASF SE daher die Wissensfabrik-Projekte KiTec und IT2School. Hier machen Schülerinnen und Schüler experimentell und spielerisch Erfahrungen in MINT. Bei IT2School lernen sie programmieren mit leichtem Einstieg und einfacher Nutzeroberfläche. Unternehmen sind Paten für die Ausstattung von Schulen mit entsprechenden Materialien. Die bundesweite Wirtschaftsinitiative Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland e.V. in Ludwigshafen, deren Vorsitzender Michael Heinz ist, betreut KiTec und IT2School. Das Bildungsministerium Rheinland-Pfalz unterstützt die Projekte durch die Weiterbildung der Lehrkräfte am Pädagogischen Landesinstitut.

Die Ministerpräsidentin verwies darauf, dass in Rheinland-Pfalz die Umsetzung des DigitalPaktes Schule gestartet sei, bei dem jede Schule in Rheinland-Pfalz mit zukunftsfähiger Infrastruktur für digitales Lernen und digitale Bildung ausgestattet werde. Dies gehe Hand in Hand mit der MINT-Strategie des Landes, zu der unter anderem auch die Unterstützung von Regionen bei ihrer Entwicklung zu MINT-Regionen gehöre. „Rheinland-Pfalz soll ein Bildungsland mit digitaler Kompetenz sein, in dem junge Menschen von der Kita an kennenlernen, wie spannend und lebensnah Naturwissenschaft und Technik sind und wie hilfreich Mathematik und Informatik, um neue Lösungen zu schaffen.“

Bei der Mitgliederversammlung wurde auch der neue Vorstand der ZIRP für die kommenden zwei Jahre gewählt. Michael Heinz ist weiterhin der Vorsitzende, Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Stellvertretende Vorsitzende. Beide würdigten die Bedeutung der ZIRP als einzigartiges Netzwerk von Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kultur in Rheinland-Pfalz.

Weitere Mitglieder sind: Thomas Brahm, Vorstandsvorsitzender der Debeka Versicherungsgruppe; René Chassein, Mitglied des Vorstands der Pfalzwerke AG; Ulrich Dexheimer, Sprecher des Vorstands der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB); Frank Dupré, Präsident der Bauwirtschaft Rheinland-Pfalz e.V.; Prof. Dr. Roland Euler, Prodekan des Fachbereichs 3, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz; Prof. Dr. Axel Haas, Geschäftsführender Gesellschafter der Arend Prozessautomation GmbH; Peter Hähner, Regionalvorstand LBBW Region Nord/West; Prof. Alexander Hülshoff, Künstlerischer Leiter der Villa Musica; Brigitte Mannert, Präsidentin der Handwerkskammer der Pfalz; Prof. Dr.-Ing. Gerhard Muth, Präsident der Hochschule Mainz; Dr. Sabine Nikolaus, Vorsitzende der Geschäftsführung der Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG; Prof. Dr. Peter Quirmbach, Technische Chemie und Korrosionswissenschaften, Universität Koblenz-Landau; Prof. Dr. Markus Rudolf, Rektor der WHU - Otto Beisheim School of Management; Dr. h.c. Christian Schad, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche der Pfalz; Dr. Simone Schelberg, Landessenderdirektorin des SWR; Heidrun Schulz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit; Dr. Volker Wissing, Staatsminister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz; Matthias Warmuth, Geschäftsführer der Barmherzige Brüder Trier gGmbH.

Inflationsrate liegt im September bei plus 1,1 Prozent

Die Teuerungsrate ist im September 2019 geringer ausgefallen als im August. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag der Verbraucherpreisindex um 1,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Damit sank die Inflationsrate auf den niedrigsten Stand seit Februar 2018. Im August 2019 hatte die Teuerungsrate plus 1,4 Prozent betragen.

Die Energiepreisentwicklung wirkte dämpfend auf die Teuerung. Im September 2019 war Energie 2,1 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat. Der Grund dafür sind Preissenkungen bei Mineralölprodukten (minus 8,6 Prozent). So verringerten sich die Kraftstoffpreise um 8,2 Prozent und die Preise für Heizöl (einschließlich Umlage) um 4,2 Prozent. Merklich gestiegen sind hingegen die Preise für Fernwärme und Strom (plus 4,5 bzw. plus 3,1 Prozent). Gas verteuerte sich um 1,6 Prozent.

Die Nahrungsmittelpreise blieben gegenüber dem Vorjahresmonat unverändert. Starke Preisrückgänge gab es bei Speisefetten und -ölen (minus 15,3 Prozent). Vor allem Butter war wesentlich günstiger als ein Jahr zuvor (minus 23,1 Prozent). Die Preise für Obst, Gemüse sowie Molkereiprodukte und Eier sanken ebenfalls. Tiefer in die Tasche greifen mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher unter anderem beim Kauf von Fleisch und Fleischwaren oder Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchten (plus 3,6 bzw. plus 3,1 Prozent).

Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die oft auch als Kerninflationsrate bezeichnet wird, ist leicht zurückgegangen. Sie lag im September bei plus 1,5 Prozent nach plus 1,6 Prozent im August.

Unter den zwölf Hauptgruppen wiesen „alkoholische Getränke und Tabakwaren“ die höchste Teuerungsrate auf (plus 2,3 Prozent). Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen verteuerten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,2 Prozent. In drei Hauptgruppen war das Preisniveau niedriger als im September 2018: Die Waren und Dienstleistungen der Hauptgruppen „Post und Telekommunikation“ sowie „Verkehr“ verbilligten sich jeweils um 0,5 Prozent. Dabei schlug im Verkehrsbereich vor allem der Rückgang der Kraftstoffpreise zu Buche. In der Hauptgruppe „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ sanken die Preise geringfügig um 0,1 Prozent.

Veränderungen gegenüber August 2019

Gegenüber dem Vormonat sind die Verbraucherpreise im September 2019 um 0,2 Prozent zurückgegangen. Deutliche Preissenkungen waren in der Hauptgruppe „Freizeit, Unterhaltung und Kultur“ zu verzeichnen (minus 2,8 Prozent). Der Grund dafür sind starke Preisrückgänge bei Pauschalreisen (minus 10,3 Prozent), die mit dem Ende der Sommerferien und der damit nachlassenden Nachfrage zusammenhängen dürften. In drei weiteren Hauptgruppen lagen die Preise ebenfalls unter dem Niveau des Vormonats. Kräftige Preissteigerungen gab es hingegen saisonal bedingt bei Bekleidung und Schuhen (plus 4,8 Prozent).

Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in 11 rheinland-pfälzischen Berichtsgemeinden 18 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) rund 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von 600 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt. Die Veränderung des VPI gegenüber dem Vorjahresmonat beziehungsweise dem Vorjahr wird umgangssprachlich auch als Inflationsrate bezeichnet.
Neben dem VPI dienen Kerninflationsraten als ergänzende Kennzahlen zur Beurteilung der Geldwertentwicklung. Sie geben an, wie sich die Verbraucherpreise entwickeln, wenn bestimmte Güter des Warenkorbs nicht mit eingerechnet werden. Das sind zumeist Güter mit erfahrungsgemäß stark schwankenden Preisen. Hier wird die Veränderung des Gesamtindex ohne Energie und Nahrungsmittel als Kerninflationsrate bezeichnet.

Die Pressemitteilung zum Berichtsmonat September 2019 enthält vorläufige Ergebnisse. Sofern bis zum 7. Oktober 2019 keine Korrektur erscheint, sind die veröffentlichten Ergebnisse als endgültig anzusehen.

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

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