Montag, 23. Juli 2018

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Deutlicher Anstieg bei Empfängern von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung

Im Dezember 2017 erhielten in Rheinland-Pfalz 45.101 Frauen und Männer staatliche Unterstützung in Form von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (4. Kapitel SGB XII „Sozialhilfe“). Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes 1.707 Personen bzw. 4 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Nach einem zwischenzeitlichen Rückgang im Jahr 2016 setzt sich damit der in den vergangenen Jahren zu beobachtende Trend steigender Empfängerzahlen weiter fort. Im Vergleich zum Jahr 2005 – dem Jahr der Einführung der Grundsicherungsleistungen nach SGB XII – hat die Zahl der Menschen, die auf eine staatliche Unterstützung angewiesen waren, um 48 Prozent zugenommen.

Die Leistungsberechtigten verteilten sich im Dezember 2017 jeweils gut zur Hälfte auf Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung im Alter (23.100 Personen bzw. 51 Prozent) bzw. Grundsicherung wegen dauerhafter Erwerbsminderung (22.000 Personen bzw. 49 Prozent). Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts im Alter wurden hauptsächlich Frauen gewährt (60 Prozent), während Ansprüche infolge einer Erwerbsminderung häufiger an Männer geleistet wurden (55 Prozent).

Mehr Leistungsberechtigte in den Städten

Regional betrachtet zeigen sich große Unterschiede in der Inanspruchnahme. In den kreisfreien Städten entfielen im Durchschnitt 19,1 Leistungsempfänger auf 1.000 volljährige Einwohnerinnen und Einwohner, in den Landkreisen hingegen 11,1. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Empfängerzahlen in den Kreisen um 4,1 Prozent gestiegen; in den Städten beträgt die Veränderungsrate +3,7 Prozent.

Die höchste Empfängerdichte hatten unter den kreisfreien Städten Kaiserslautern (25,4 Leistungsbezieher je 1.000 Volljährige) und Pirmasens (23,6) zu verzeichnen, bei den Landkreisen erreichten Birkenfeld (16,1) und Neuwied (15,4) Spitzenwerte. Die höchsten Zuwachsraten im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten die Stadt Frankenthal (+18 Prozent) sowie der Rhein-Hunsrück-Kreis (+15 Prozent).

Werden nur die Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung im Alter betrachtet, fallen die regionalen Unterschiede noch größer aus. In den kreisfeien Städten kamen im Mittel auf 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner, die die Regelaltersgrenze erreicht oder überschritten hatten, 47 Bezieher von Grundsicherung im Alter, bei den Landkreisen lag die Quote bei 21. Spitzenreiter waren unter den kreisfreien Städten Kaiserslautern (68), Trier (60) und Koblenz (59). Unter den Landkreisen weist Neuwied (34) die höchste Quote auf.

Hintergrund

Personen, deren Einkommen oder Vermögen nicht ausreicht, um den grundsätzlichen Bedarf für den Lebensunterhalt zu sichern, haben Anspruch auf Grundsicherung, wenn sie entweder die Regelaltersgrenze erreicht haben oder wenn sie mindestens 18 Jahre alt und in vollem Umfang dauerhaft erwerbsgemindert sind. Diese soziale Leistung wurde in erster Linie mit dem Ziel eingeführt, der so genannten verschämten Armut entgegenzuwirken. Vor allem ältere Menschen machten vor der Einführung dieser Leistung Sozialhilfeansprüche häufig nicht geltend, da sie den Rückgriff auf ihre unterhaltspflichtigen Kinder fürchteten. Bei der Grundsicherung werden aufgrund einer hohen Freigrenze im Regelfall weder Kinder von Grundsicherung beziehenden Senioren noch Eltern erwerbsgeminderter Kinder für ihre bedürftigen Angehörigen in Anspruch genommen.

Die Daten stammen aus der Statistik der Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, die ab dem Berichtsjahr 2015 zentral durch das Statistische Bundesamt und seitdem für den Monat Dezember (vormals zum Stichtag 31.12.) durchgeführt wird. Die erhobenen Angaben werden zu Auswertungszwecken den Statistischen Landesämtern zur Verfügung gestellt.

Mit der Umstellung der Erhebung auf eine zentrale Bundesstatistik findet auch die seit dem Jahr 2012 eingeführte Regelaltersgrenze in den Ergebnissen Berücksichtigung. Nach § 41 Absatz 2 SGB XII wird die Altersgrenze seit 2012 beginnend mit dem Geburtsjahrgang 1947 sukzessive von bisher 65 auf 67 Jahre angehoben. Im Erhebungszeitraum Dezember 2017 lag die Altersgrenze bei 65 Jahren und sechs Monaten.

Autorin: Charlotte Schmidt (Referat Auswertungen, Analysen Abteilung 1)

 

Website-Relaunch bei Griesson - de Beukelaer:

Neues Design und direkte Bewerberansprache

Neue Unternehmenswebsite mit anschaulichen Informationen zu Unternehmen, Markenwelt, Karriere und Verantwortung

Polch, 15. Mai 2018. – Intuitiv, klare Strukturen und genussvolles Design: Griesson - de Beukelaer (GdB) hat die Unternehmenswebsite neu gestaltet. Seit Mai können sich Kunden, Verbraucher, Bewerber und Interessierte ein noch übersichtlicheres und anschaulicheres Bild des Unternehmens machen. Ob die Unternehmensgeschichte oder der Qualitätsanspruch, die vielfältige Markenwelt oder der nachhaltige Anbau der Rohstoffe – mit nur wenigen Klicks findet unter www.griesson-debeukelaer.de jeder Besucher die gewünschte Information.

Klare, geradlinige Inhaltsbereiche und fließenden Verläufen zeichnen das Design der neuen Website aus. Ausgewählte Bildmotive ermöglichen Einblicke in das Unternehmen und zeigen die Marken- und Produktwelten. Das Layout orientiert sich am responsiven Design und der optimalen Darstellung auf mobilen Geräten.

„Die neue Website stellt Griesson - de Beukelaer als Unternehmen und Arbeitgeber vor und verbindet damit die Unternehmenswebsite mit den Markenseiten“, sagt Annika Henkel, als Content Managerin verantwortlich für den Relaunch. Websitebesucher lernen das Familienunternehmen und die „Marken aus bester Familie“ kennen und können sich über nachhaltige Rohstoffe, Verpackungsmaterialien und die Qualitätsansprüche des Unternehmens informieren. Bilder von Produkten, Verpackungen und aus der Produktion finden sich unter dem Reiter „Media“ in  der Datenbank. Zudem bietet die Website eine Übersicht der DeBeukelaer FACTORY OUTLETS in Deutschland.

Einen besonderen Mehrwert bietet das neue Karriereportal, das den Bewerbungsprozess einfacher als je zuvor gestaltet. In wenigen Klicks können Bewerber ihre Unterlagen und Informationen an das Unternehmen senden und jeweils entscheiden, welche Informationen sie ihrer Bewerbung hinzufügen möchten.

Fachkräfte: Ein Ziel – Viele Wege!

Fachkräfte und qualifizierte Mitarbeiter werden überall gesucht, um aktuelle und zukünftige Aufgaben zu bewältigen. Dabei beklagen viele Unternehmen den stetigen quantitativen und qualitativen Rückgang der Bewerbungen für Ausbildungsplätze und Facharbeiterstellen. Die vielen unterschiedlichen Einflussfaktoren, von der grundlegenden Schulbildung, über die zum Teil vom Elternhaus geprägten Vorstellungen sowie die gesellschaftliche Anerkennung von handwerklicher Ausbildung oder einzelnen Berufsgruppen bis hin zur einer sich verändernden Leistungsbereitschaft und Einstellung zur Arbeit, machen es Personalverantwortlichen zunehmend schwerer, den Bedarf im Unternehmen langfristig zu decken.

Vor diesem Hintergrund wird es für Unternehmen entscheidend sein, eine „demografiefeste“ Personalpolitik zu entwickeln und dieser Herausforderung mit einer Kombination  unterschiedlicher Maßnahmen zu begegnen. Diese reichen von einer aktiven Stärkung der Ausbildungsberufe, über eine gezielte Mitarbeiterqualifizierung sowie umsetzbare Integrations- und  Inklusionsüberlegungen bis zur (Weiter)Beschäftigung älterer Arbeitnehmer.

Zur letztgenannten Überlegung lädt die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH (WFG), am 29. Mai 2018 um 17:00 Uhr, gemeinsam mit der Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz und dem Arbeitskreis Fachkräfte regional (www.fachkräfte-regional.de), in die Stadthalle Montabaur – Kleiner Saal ein.

Der Übergang in den Ruhestand kann sehr unterschiedlich gestaltet werden und wirft bei dem einen oder anderen Fragen auf, die teilweise sehr emotional sein können. Neben den emotionalen und sehr persönlichen Themen, gilt es ein paar ganz konkrete Dinge zu beachten - für beide Seiten. Nicht selten fühlen sich Arbeitnehmer mit Erreichen des Renteneintrittsalters noch fit, sie sind nach wie vor leistungsbereit und würde gerne weiter einen Beitrag leisten. Ebenfalls nicht selten haben auch Betriebe ein Interesse daran. Allerdings haben sich meist die Ansprüche an Arbeit, insbesondere an die Arbeitszeit, verändert und diesen gilt es Rechnung zu tragen. Wie kann z.B. ein zukünftiger Arbeitsvertrag ausgestaltet sein? Was passiert im Krankheitsfall? Was darf überhaupt noch verdient werden? Genau auf diese und weitere Fragen möchten wir gemeinsam mit ausgewählten Experten Antworten geben. Auch die Frage, wie der Schritt vor dieses konkreten Themen, also das erste Gespräch mit den Mitarbeitern, aussehen kann, steht auf der Tagesordnung.

„Wir freuen uns, mit dem ersten Thema unter dieser größeren Überschrift auch dem Wunsch der Politik Rechnung tragen zu können. Die WFG hat, auf Initiative der CDU-Fraktion vom Kreistag den Auftrag erhalten, Wege zu finden, um über die Grundlagen und rechtlichen Rahmenbedingungen der (Weiter-)Beschäftigung älterer Arbeitnehmer  und Arbeitnehmerinnen zu informieren“, erklärt Geschäftsführerin Katharina Schlag.

Weitere Informationen zu der kostenfreien Veranstaltung finden Sie unter www.wfg-ww.de. Anmeldungen nimmt die WFG gerne per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder telefonisch unter 02602 124-305 entgegen.

Lyrik als Brennspiegel der Gesellschaft und globaler Diskurse

Gerhart Baum hält die Festrede zur Eröffnung der DFG-Kolleg-Forschungsgruppe an der Universität Trier

Die mit internationaler Spitzenforschung besetzte und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit rund 5 Millionen geförderte DFG-Kolleg-Forschungsgruppe „Lyrik in Transition“ wird am 17. Mai um 18.30 Uhr im Audimax der Universität Trier offiziell eröffnet. Die Festrede hält der Bundesinnenminister a.D. Gerhart Baum.

„Wir leben in einer Zeitenwende, die von der Globalisierung bestimmt und deren Treibsatz das Internet ist. Internationale Probleme, wie Flüchtlingskrise, Finanzkrise, Terrorismus und die Internetrevolution können national nicht mehr gelöst werden“, stellt Gerhart Baum fest. Im Forschungskolleg geht es um eben dieses globale Leitmerkmal unserer Zeit: Transition als Umbruch, Transgression, Transformation aller möglichen Normen und Grenzen. Denn Lyrik ist heute ein Seismograph aktueller gesellschaftlicher Befindlichkeiten.

„Mit einem Forschernetzwerk, das 150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 23 Ländern und aus 10 Fachgebieten umfasst, kann die Kolleg-Forschergruppe ‚Lyrik in Transition‘ als ein neuer Leuchtturm der Universität Trier bezeichnet werden. Sie baut  auf eine beeindruckende Fächer- und Forscherkonstellation auf, die über ein internationales und interdisziplinäres Netzwerk verfügt. So entsteht in Trier ein einmaliges Zentrum für die vergleichende Forschung zur Gegenwartslyrik“, betont Wissenschaftsminister Konrad Wolf.

In der Gegenwart mischt Lyrik die Zivilgesellschaften auf und wird Brennspiegel von Diskursen – wie in Deutschland etwa 2012 das Israel-Gedicht von Günter Grass oder 2016 Jan Böhmermanns Erdogan-Gedicht, in Russland die höchstpopulären regierungskritischen Lyrik-TV-Shows Dmitrij Bykovs und Michael Efremovs.

Neben Gerhart Baums Festvortrag sprechen der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Konrad Wolf und Universitätspräsident Michael Jäckel. Der russisch-deutsche Neoavangardist Sergej Birjukov, der deutsche Schriftsteller Gerhard Falkner und der ökologisch engagierte japanische Dichter Keijiro Suga sowie circensische Lyrik-Performances geben Einblick in die internationale transitorische Lyrik. Suren Anisonyan spielt russische und armenische Musik der Gegenwart.

Weitere Informationen: https://lyrik-in-transition.uni-trier.de

EU-Agrarhaushalt

Horper: EU muss ihrer Verantwortung für die ländlichen Räume gerecht werden

Koblenz. Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper unterstützt das Ziel Günther Oettingers, den EU-Haushalt trotz des Brexit anzuheben: „Die Mitgliedsstaaten müssen ihrer Verantwortung für die ländlichen Räume in der gesamten Europäischen Union gerecht werden. Die Landwirtschaft darf nicht der leidtragende Wirtschaftsbereich in der EU werden.“

EU-Haushaltskommissar Oettinger plant ein Budget von 1.279 Milliarden Euro für den Zeitraum von 2021 bis 2027. Der Austritt Großbritanniens, der in den EU-Haushalt jährlich eine Lücke von ca. 12 Milliarden reißt, neue Aufgaben, wie der Schutz der EU-Außengrenzen oder die gemeinsame Verteidigung fordern ihren Tribut. Horper betont, dass trotz dieser Situation keinesfalls die Landwirtschaft als „Steinbruch“ benutzt werden dürfe. Vielmehr müssten die Beitragszahlungen der EU-Staaten angehoben werden. Daher müsste vor allem mit den Kritikern, Österreich, den Niederlanden und Polen verstärkt verhandelt werden. Das Zusammenwachsen Europas sei nun einmal nicht zum Nulltarif zu haben. Er erinnert daran, dass die EU-Bürgerinnen und Bürger jährlich etwa 290 Euro zum EU-Haushalt beitragen würden, das sei nicht einmal ein Euro pro Tag. Alle 28 EU-Länder zusammen würden über ihre Staatshaushalte fast 50 Mal mehr Finanzmittel ausgeben, als die Europäische Union. In Anbetracht dieser Relation, sei es nur recht und billig, den EU-Haushalt zu stabilisieren und das eine Prozent des Bruttoinlandproduktes der EU-Länder, das zur Berechnung des EU-Beitrages herangezogen werde, um zwei oder drei Promille zu erhöhen.

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