Mittwoch, 11. Dezember 2019

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IHK-Vollversammlung

Michael Horper wurde in die IHK-Vollversammlung gewählt

Trier. Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, wurde als einziges Mitglied für den Bereich Energie in die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer in Trier gewählt. Horper wird künftig im Bereich der alternativen Energien tätig sein, der im Hinblick auf Fragen des Klimawandels zunehmend an Bedeutung gewinnen wird. Darüber hinaus wird er sich als Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau verstärkt für die regionale Wertschöpfung und insbesondere für landwirtschaftliche und genossenschaftliche Energieanlagen einsetzen.

15. Petersberger Industriedialog der IHKs

Der industrielle Mittelstand im globalen Wettbewerb: Diskussion mit zwei Wirtschaftsministern

Königswinter, 10. September 2019: Welche Herausforderungen ergeben sich für die mittelständische Wirtschaft im Zuge der Globalisierung? Das war das zentrale Thema beim Petersberger Industriedialog am Dienstag in Königswinter. Zum bereits 15. Mal hatten die Industrie- und Handelskammern in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der Stiftung Industrieforschung ins Steigenberger Grandhotel auf den Petersberg eingeladen. Rund 200 Gäste aus Industrie und Politik waren der Einladung gefolgt. Auf dem Podium diskutierten die beiden Wirtschaftsminister der Länder, Volker Wissing und Andreas Pinkwart, mit den IHK-Präsidentinnen und -Präsidenten aus Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen die Herausforderungen, vor denen die Industrie in beiden Bundesländern derzeit steht.

Stellvertretend für die IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz betonte Susanne Szczesny-Oßing, Präsidentin der IHK Koblenz: „Die Industrie ist zum Erhalt ihrer Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit auf eine moderne und ausreichende Infrastruktur sowie industriefreundliche Rahmenbedingungen dringend angewiesen. Dazu gehört auch eine breite Industrie- und Technologieakzeptanz in der Gesellschaft.“

Allzu häufig würden in den bundes- und europapolitischen Diskussionen die Anforderungen des Industriestandortes Rheinland-Pfalz aus dem Blick geraten. Deshalb müsse im aktuellen Veränderungs- und Modernisierungsprozess der Industrie stärker darauf geachtet werden, dass die wichtigen Wertschöpfungsketten, -verbünde und -verflechtungen vor allem im Land erhalten blieben, so Szczesny-Oßing. Die IHK-Präsidentin sieht in der Landesregierung einen Chancengeber: „Es wäre doch schön, wenn wir die Länder-Öffnungsklausel nutzen und in Rheinland-Pfalz die bürokratieärmste Grundsteuer Deutschlands einführen würden.“

Wirtschaftsminister Wissing betonte: „Wir müssen insbesondere die Vielzahl der kleinen und mittleren Industrieunternehmen an unserem Standort und deren spezifische Situation im politischen Fokus behalten.“ Gerade die KMU stünden vor besonderen Herausforderungen, wenn es um Fragen der Finanzierung, der Innovation, der Fachkräftesicherung und der Internationalisierung gehe. „Darüber hinaus kommt dem Erhalt und dem Ausbau des Straßennetzes eine hohe Priorität zu, um die Industrieunternehmen in der Fläche des Landes gut anzubinden“, so der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister.

Die Industrie trägt mit 26 Prozent zur Bruttowertschöpfung des Landes Rheinland-Pfalz bei. Die mehr als 2.100 Unternehmen kommen aus den verschiedensten Branchen: von der Chemieindustrie bis hin zu zahlreichen Vorleistungslieferanten und einem stark spezialisierten Maschinenbau. Zugleich ist das verarbeitende Gewerbe ein wichtiger Arbeitgeber: Im gesamten Land sichern die Industrieunternehmen mehr als 295.000 Arbeitsplätze.

Wäller Wirtschaft in aller Welt? Allemol! – Neue Standortmarketing-Kampagne

Wäller Firmen zeigen Gesicht – Wollen Sie auch dabei sein?

Im Rahmen des Jahresempfangs der Westerwälder Wirtschaft 2019 wurde die Standortmarketing-Kampagne der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH (wfg) mit dem neuen Imagefilm vorgestellt. „Wir stellen immer wieder fest, dass Westerwälder Unternehmerinnen und Unternehmer auf die Frage, woher sie kommen Antworten geben, wie " zwischen Köln und Frankfurt" oder "aus der Nähe von Koblenz" – daraus haben wir Handlungsbedarf für uns abgeleitet, damit die Antwort zukünftig lautet: ‚Aus dem Westerwald!‘“, erklärt wfg-Geschäftsführerin Katharina Schlag.

Mit der neuen Kampagne im Standortmarketing möchte die wfg authentisch die Vorzüge der Region präsentieren. Neben den harten und weichen Standortfaktoren, wie Anbindung an die Ballungsräume Rhein-Main und Rhein-Ruhr, niedrige Gewerbesteuerhebesätze, günstige Mieten und hohe Lebensqualität, sind hier aus unserer Sicht die Familienbetriebe, die in der Region verwurzelt sind, prägend.

Die Enkeltauglichkeit der Westerwälder Betriebe zeichnet sich durch eine hervorragende Balance zwischen bewahrender Bodenständigkeit und kreativer „Spinnerei" (im besten Sinne), vorausschauender Planung und lösungsorientierter Flexibilität aus. Diese Mischung ist aus Sicht der wfg eine wichtige Grundlage für das gesunde Wachstum über mehrere Generationen.

Das ist der Grund dafür, dass diese Thematik in der Standortwerbung zukünftig im Fokus stehen soll. Auch Landrat Achim Schwickert ist davon überzeugt: „Die beste Werbung für den Westerwald sind die Unternehmen, die hier verwurzelt sind und mit Stolz sagen: ‚Wäller Wirtschaft in aller Welt?‘ – ‚Allemol!‘“

Nach dem ersten Motiv aus der Firma Schlag&Pröbstl sucht die wfg weitere Firmen, die sich mit den im Betrieb vertretenen Generationen aktiv für den Standort Westerwald einsetzen möchten. Zur Einbindung in die Anzeigen, eventuell auch in Videos, Website und Social Media-Beiträge wird um die Zusendung entsprechender Fotos an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. gebeten. Diese sollten folgende Kriterien erfüllen:

  • Mindestens 2 Generationen einer Familie sollten erkennbar sein (ältere Generationen können auch durch Fotos/Bilder eingebunden werden, im Hintergrund an der Wand oder in der Hand gehalten.

  • Möglichst Querformat, idealerweise Auflösung 300 dpi bei ca. 20 cm Breite

  • Aufgenommen im Westerwald, drinnen oder draußen, gerne mit grünen Elementen

  • das Thema Tradition und Moderne darf gerne erkennbar sein


Der Imagefilm ist ab sofort im Youtube-Kanal der wfg zu finden und darf sehr gerne geteilt, verlinkt, eingebettet oder als Datei bei der wfg angefragt werden.

Neuauflage der Vereinsbroschüre „Heimat schmeckt!“

Im „Heimat schmeckt!“ e.V. haben sich rund 30 landwirtschaftliche, direktvermarktende und gastronomische Betriebe sowie Lebensmittelverarbeiter der Region zusammengeschlossen. Gemeinsam setzen sie sich für die Verwendung heimischer Produkte „aus der Region in der Region“ ein.

Die Mitglieder des Vereins präsentieren sich in der Neuauflage ihrer Vereinsbroschüre. In dieser gibt es Tipps für den Einkauf und den Genuss von Lebensmitteln im Großraum Koblenz. Alle Mitgliedsbetriebe des Vereins stellen sich und ihre Produkte vor. Die Warenpalette der Direktvermarkter ist groß: Obst, Gemüse, Nüsse, Honig, Fleisch von Rind, Schwein, Lamm oder Geflügel, Forellen, Essige, Backwaren, Säfte, Weine, Brände, Öle und vieles mehr.

Aber nicht nur die Produzenten stellen ich vor. Auch die gastronomischen Mitglieder, die aus den regionalen Zutaten schmackhafte Speisen herstellen, präsentieren im Flyer ihre Lokale.

Im Heft werden außerdem die verschiedenen Siegel, mit denen Lebensmittel häufig gekennzeichnet sind, erklärt. Zudem gibt es weitere Details zum Verein, einen Überblick über die Wochenmärkte, bei denen Heimat schmeckt!-Betriebe als Marktbeschicker vertreten sind und eine Übersichtskarte mit der Lage der Betriebe. Informationen zu den beliebten Präsentkörben von „Heimat schmeckt!“ und den Gutscheinen runden die Broschüre ab.

Regional produzierte Lebensmittel zu beziehen, schont nicht nur die Umwelt, weil lange Transportwege vermieden werden, sondern schafft durch den Dialog zwischen Produzenten und Verbrauchern Transparenz und Vertrauen. Der Verbraucher kann nachverfolgen woher seine Lebensmittel stammen und wie sie produziert wurden. Zudem werden landwirtschaftliche Familienbetriebe durch den Kauf heimischer Lebensmittel unterstützt. Werden Produkte aus der Region auch in der Region vermarktet, bleibt das Geld vor Ort und stärkt die lokale Wirtschaft. All dies sind Anliegen des „Heimat schmeckt!“ e.V.

Der neue Flyer kann bei Sabine Borsch, Tel. 02652/5279411, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. bestellt werden. Sie ist außerdem in Kürze auch bei den Mitgliedern des Vereins erhältlich.

Weitere Informationen zu „Heimat schmeckt!“ gibt es unter www.heimat-schmeckt.de.

Im ersten Halbjahr weniger Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen

Im ersten Halbjahr 2019 stellten weniger rheinland-pfälzische Unternehmen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens als im ersten Halbjahr des Vorjahres. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems sank die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzverfahren gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres um 10,8 Prozent auf 362. Auch die Zahl der beantragten Verbraucherinsolvenzverfahren ging zurück. Sie lag mit 1.372 Fällen um 7,7 Prozent niedriger als im ersten Halbjahr 2018.

Unternehmensinsolvenzen

Die Forderungen der Gläubiger der Unternehmen, die Insolvenz anmelden mussten, beliefen sich auf insgesamt 152 Millionen Euro. Dieser Wert liegt 16,3 Prozent unter dem Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Die Forderungen je Unternehmen betrugen rund 421.000 Euro; dies sind 6,2 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2018.

Die meisten Insolvenzanträge betrafen Unternehmen des Wirtschaftsabschnitts „Baugewerbe“ (77), gefolgt von den Unternehmen des Wirtschaftsabschnitts „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen“ (66). Dies sind jeweils Wirtschaftsabschnitte, in denen sehr viele Unternehmen tätig sind. Darauf folgt mit etwas Abstand der Wirtschaftsabschnitt „Gastgewerbe“ mit 50 gestellten Anträgen.

Die Insolvenzhäufigkeit bei Unternehmensinsolvenzen, definiert als die Anzahl der gestellten Insolvenzanträge je 1.000 wirtschaftlich aktiven Unternehmen, war am höchsten in den kreisfreien Städten Zweibrücken und Kaiserslautern mit 4,5 bzw. 4,4 Anträgen je 1.000 wirtschaftlich aktiven Unternehmen, gefolgt vom Landkreis Ahrweiler mit 3,9 Anträgen. Die niedrigste Insolvenzhäufigkeit ergab sich für die kreisfreien Städte Landau in der Pfalz und Frankenthal mit 0,5 bzw. 0,7 Anträgen je 1.000 wirtschaftlich aktiven Unternehmen. Es folgen der Landkreis Bernkastel-Wittlich und der Donnersbergkreis mit jeweils 1,2.

Verbraucherinsolvenzen

Die Verbraucher, die im ersten Halbjahr 2019 einen Insolvenzantrag stellen mussten, wiesen in der Summe Schulden in Höhe von 60,8 Millionen Euro auf. Damit war ein Verbraucher, der einen Insolvenzantrag stellen musste, im Durchschnitt mit einem Betrag von rund 44.300 Euro verschuldet. Die Höhe der Schulden insgesamt sank damit um 12,6 Prozent und die Höhe je Verbraucher um 5,3 Prozent.

Die Insolvenzhäufigkeit, bei Verbraucherinsolvenzen, definiert als die Anzahl der gestellten Insolvenzanträge je 10.000 Einwohner, war am größten in der kreisfreien Stadt Pirmasens, wo 18,8 Anträge je 10.000 Einwohner gestellt wurden. Es folgt die Stadt Kaiserslautern mit einem Wert von 9,0. Die geringste Insolvenzhäufigkeit war – wie auch bei den Unternehmensinsolvenzen – in der kreisfreien Stadt Landau in der Pfalz mit 0,9 Anträgen je 10.000 Einwohnern zu verzeichnen, gefolgt vom Rhein-Pfalz-Kreis mit 1,4 Anträgen.

Die monatliche Insolvenzstatistik gibt Auskunft über das Insolvenzgeschehen und ist damit ein wichtiger konjunktureller Spätindikator. Erhebungsbasis sind die Meldungen der Amtsgerichte über die von ihnen bearbeiteten Verfahren.

Autor: Lutz Zaun (Sachgebiet Verwaltungsstatistiken)

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