Samstag, 25. September 2021

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Wirtschaftsleistung im ersten Quartal sinkt

Die rheinland-pfälzische Wirtschaft ist im ersten Quartal 2021 erneut geschrumpft. Gegenüber dem Vorquartal verringerte sich das Bruttoinlandsprodukt preis-, kalender- und saisonbereinigt um 1,3 Prozent. Das zeigen indikatorgestützte Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems. Die Wirtschaftsleistung liegt damit weiter unter dem Vorkrisenniveau. Im Vergleich zum ersten Quartal 2020 betrug das Minus vier Prozent.

Der Rückgang ist maßgeblich auf die Dienstleistungsbereiche zurückzuführen. Die Bruttowertschöpfung des tertiären Sektors nahm preis-, saison- und kalenderbereinigt um 1,8 Prozent ab. Der Bereich Verkehr und Lagerei verzeichnete ein kräftiges Umsatz-Minus. Auch im Kfz- und im Einzelhandel sanken die preis-, kalender- und saisonbereinigten Erlöse gegenüber dem Schlussquartal 2020.

Auch die bereinigte Bruttowertschöpfung des Verarbeitenden Gewerbes ging zu Jahresbeginn zurück, und zwar um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Umsatzeinbußen verzeichneten die Konsumgüterproduzenten. Die Erlöse der Investitionsgüter- und Vorleistungsgüterproduzenten legten dagegen erneut zu.

Im Baugewerbe setzte sich das kontinuierliche Wachstum fort. Die Bruttowertschöpfung stieg im ersten Quartal 2021 preis-, kalender-, und saisonbereinigt um 1,2 Prozent.

LINK zum Konjunkturbericht

Jahresergebnisse zum Bruttoinlandsprodukt werden vom Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ berechnet. Die Quartalsergebnisse zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts in Rheinland-Pfalz beruhen auf einer ökonometrischen Schätzung, bei der die vom Arbeitskreis ermittelten Jahresergebnisse mithilfe von quartalsweise vorliegenden Indikatoren aus den Unternehmensstatistiken (z. B. Umsätze und Beschäftigte nach Wirtschaftsbereichen) auf die Quartale verteilt werden. Weitere Informationen zur Methodik stehen unter http://www.statistik.rlp.de/fileadmin/dokumente/monatshefte/2017/Juni/06-2017-350.pdf zur Verfügung.

Autorin: Dr. Annette Tennstedt (Referat 22 VGR, ETR, Arbeitsmarkt)

 

Tourismus litt im April unverändert unter Pandemie-Maßnahmen

Die Einschränkungen der Übernachtungsmöglichkeiten auf nicht-touristische Zwecke schlugen sich auch im April in der Bilanz der Tourismusbetriebe nieder. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems übernachteten nur rund 82.000 Gäste im Land, die zusammen für 345.000 Übernachtungen sorgten.

Im April 2020 hatten die ersten Lockdown-Maßnahmen zu verheerenden Einbrüchen gegenüber April 2019 geführt (Gäste: minus 95 und Übernachtungen: minus 89 Prozent). Gegenüber diesem niedrigen Niveau hat sich die Lage 2021 verbessert: Die Gästezahlen lagen im April 2021 um 95 Prozent und die der Übernachtungen um 58 Prozent über denen des Vorjahresmonats. Die nach wie vor angespannte Lage wird bei einem Vergleich mit den April-Ergebnissen 2019 deutlich: Gemessen an diesen Werten lag das Niveau im April 2021 mit einem Minus bei den Gästen von 89 Prozent und bei den Übernachtungen von 82 Prozent deutlich zu niedrig.

Tourismusregionen

Im Vergleich zu den Vorjahresergebnissen hat sich die Lage in allen Tourismusregionen verbessert, blieb jedoch deutlich unter den Werten des April 2019. Die meisten Übernachtungen verzeichnete mit rund 90.000 die Region Pfalz. Das waren 23 Prozent des Wertes von 2019. Mehr als verdoppelt gegenüber 2020 hat sich das Übernachtungsaufkommen in den Regionen Westerwald und Ahr (plus 113 bzw. 103 Prozent). Beide Regionen erreichten rund ein Fünftel des Aprilwertes 2019. Besonders schlecht stellt sich die Situation in der Region Mosel-Saar dar, die im Jahr 2019 den höchsten Übernachtungswert aller Regionen aufwies. Sie konnte die Zahl der Übernachtungen gegenüber 2020 nur um 22 Prozent steigern und erreichte damit nur sieben Prozent des 2019er Aprilwerts.

Betriebsarten

Mit Ausnahme der Jugendherbergen und Hütten sowie der Campingplätze legten alle Betriebsarten gegenüber dem April 2020 von niedrigem Niveau aus zu. Allerdings liegt der Auslastungsgrad gemessen an den Werten aus 2019 immer noch sehr niedrig. Den besten Wert erreichen die Hotels garni mit 33 Prozent (Zunahme gegenüber 2020 plus 71 Prozent). Die Kategorien „Ferienhäuser, Ferienwohnungen“ sowie „Gasthöfe“ folgten mit Anteilen in Höhe von 25 bzw. 23 Prozent. Die Hotels, in normalen Zeiten mit Abstand übernachtungsstärkste Betriebsart, erreichten mit 115.000 Übernachtungen nur rund 15 Prozent des Wertes von April 2019; im ersten Lockdown im April 2020 waren es neun Prozent. Besonders drastisch ist die Situation in den Ferienzentren: Mit knapp 500 Übernachtungen lag der Anteilswert an den Ergebnissen aus 2019 bei 0,2 Prozent.

Zeitraum Januar bis April

In den ersten vier Monaten besuchten 292.000 Gäste Rheinland-Pfalz, die 1,3 Millionen Übernachtungen buchten. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum hat sich die Zahl der Gäste um 74 Prozent reduziert.; die Übernachtungen lagen um 57 Prozent niedriger.

Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung aller Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Fremdenbetten sowie den Betreibern von Camping- und Reisemobilplätzen mit zehn und mehr Stellplätzen. Hinweis: Mit dem Berichtsmonat Januar 2021 werden Privatquartiere und Kleinbetriebe mit weniger als 10 Betten in Städten und Gemeinden mit einem Prädikat als Heilbad, Luftkurort, Erholungsort oder Fremdenverkehrsort nicht mehr befragt. Zu Vergleichszwecken wurden die Vergleichsergebnisse entsprechend umgerechnet. Durch die Corona-Krise sind die Beherbergungsbetriebe wirtschaftlich außerordentlich beeinträchtigt. Da die Durchsetzbarkeit der Meldepflicht in dieser Situation eingeschränkt ist, liegt der Schätzanteil der fehlenden Statistikmeldungen über dem sonst üblichen Maß.

Autorin: Petra Wohnus (Referat Unternehmensstatistiken)

Verbraucherpreise im Juni um 2,3 Prozent höher als im Vorjahresmonat

Die Verbraucherpreise in Rheinland-Pfalz sind im Juni 2021 gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich gestiegen. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, war der Verbraucherpreisindex um 2,3 Prozent höher als im Juni 2020. Damit liegt die Teuerungsrate den zweiten Monat in Folge über der für die Geldpolitik wichtigen Zwei-Prozent-Marke. Im Mai betrug die Inflationsrate plus 2,5 Prozent.

Veränderungen gegenüber Juni 2020

Ein wesentlicher Grund für den kräftigen Anstieg der Verbraucherpreise ist die Entwicklung der Energiepreise. Die Verbraucherinnen und Verbraucher mussten im Juni 9,5 Prozent mehr für Energie ausgeben als ein Jahr zuvor. Ein Teil der Steigerung ist darauf zurückzuführen, dass die Energiepreise am Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr und im Sommer 2020 auf einem außergewöhnlich niedrigen Niveau lagen. Darüber hinaus trägt die im Januar 2021 eingeführte Kohlenstoffsteuer zu den hohen Jahresveränderungsraten bei. Vor allem die Preise für Mineralölprodukte zogen deutlich an (plus 26 Prozent). Kraftstoffe verteuerten sich binnen Jahresfrist um 24 Prozent. Die Preise für Heizöl (einschließlich Umlage) stiegen um 15,4 Prozent. Gas (einschließlich Umlage) wurde um 3,2 Prozent teurer. Während Fernwärme 2,9 Prozent billiger angeboten wurde als im Vorjahresmonat, blieben die Strompreise mit minus 0,2 Prozent nahezu unverändert.

Die Preise für Nahrungsmittel lagen im Juni um 0,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Den kräftigsten Preisanstieg gab es bei Speisefetten und Speiseölen (plus 3,8 Prozent). Zum Beispiel kostete Butter vier Prozent und „Sonnenblumenöl, Rapsöl oder Ähnliches“ sogar 11,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Molkereiprodukte und Eier verteuerten sich ebenfalls (plus 2,4 Prozent). Dagegen wurde Gemüse günstiger angeboten als im Vorjahresmonat (minus 1,9 Prozent). So sanken die Preise für Blumenkohl um 34 Prozent und für Auberginen um 15,2 Prozent.

Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die auch als Kerninflationsrate bezeichnet wird, belief sich im Juni 2021 auf plus 1,5 Prozent. Im Mai 2021 betrug sie plus 1,6 Prozent.

Unter den zwölf Abteilungen gab es im Bereich „Verkehr“ die größten Preissteigerungen gegenüber dem Vorjahresmonat (plus 7,7 Prozent). An zweiter Stelle folgte die Abteilung „Bekleidung und Schuhe“ mit plus 3,4 Prozent. Preisrückgänge waren im Bereich „Post und Telekommunikation“ zu verzeichnen (minus 1,3 Prozent). Die Preise für Waren und Dienstleistungen aus der Abteilung „Gesundheit“ änderten sich kaum (minus 0,2 Prozent).

Veränderungen gegenüber Mai 2021

Im Vergleich zum Vormonat ist der Verbraucherpreisindex um 0,4 Prozent gestiegen. Unter anderem verteuerten sich Bekleidung und Schuhe um 1,1 Prozent sowie Waren und Dienstleistungen aus der Abteilung „Freizeit, Unterhaltung und Kultur“ um ein Prozent. In den Abteilungen „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ (minus 0,3 Prozent) sowie „Bildungswesen“ (minus 0,2 Prozent) war das Preisniveau etwas niedriger als im Mai. In den Bereichen „Gesundheit“ und „Post und Telekommunikation“ blieben die Preise im Durchschnitt konstant.

Hinweise zur Qualität des Verbraucherpreisindex (VPI) im Juni 2021

Im Juni 2021 kam es bei der Erhebung der Verbraucherpreise kaum noch zu Einschränkungen aufgrund der Corona-Krise und den damit zusammenhängenden Maßnahmen, sodass die Aussagefähigkeit der Juni-Werte gewährleistet ist. Nur noch in wenigen Fällen ist die Vergleichbarkeit mit dem Vormonat oder Vorjahresmonat eingeschränkt, weil im Juni 2020 oder im Mai 2021 die Preisermittlung noch stärker beeinträchtigt war. Statistisch unsichere Zahlenwerte werden in den Tabellen und Grafiken entsprechend gekennzeichnet.

Die Veränderung des Verbraucherpreisindexes (VPI) misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in 11 rheinland-pfälzischen Berichtsgemeinden 18 Preisermittlerinnen bzw. Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) rund 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preise von 650 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sogenannte Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt. Die Veränderung des VPI gegenüber dem Vorjahresmonat beziehungsweise dem Vorjahr wird umgangssprachlich auch als Inflationsrate bezeichnet.
Neben dem VPI dienen Kerninflationsraten als ergänzende Kennzahlen zur Beurteilung der Geldwertentwicklung. Sie geben an, wie sich die Verbraucherpreise entwickeln, wenn bestimmte Güter des Warenkorbs nicht mit eingerechnet werden. Das sind zumeist Güter mit erfahrungsgemäß stark schwankenden Preisen. In dieser Pressemitteilung wird die Veränderung des Gesamtindexes ohne Energie und Nahrungsmittel als Kerninflationsrate bezeichnet.
Die Pressemitteilung zum Berichtsmonat Juni 2021 enthält vorläufige Ergebnisse. Sofern bis zum 5. Juli 2021 keine Korrektur erscheint, sind die veröffentlichten Ergebnisse als endgültig anzusehen.

Autor: Christian Born (Sachgebiet Verdienste, Preise)

Gesucht? Gefunden! TOP-Jobs vor der Haustür – Fachkräfte regional.de

Wie bekommt man qualifiziertes Fachpersonal aus Hamburg oder Aachen nach Nassau oder Luckenbach? Und wie lange bleibt es dann? Wäre es nicht besser, jemanden zu finden, der schon vor Ort und im besten Fall hier verwurzelt ist? Der zurzeit auspendelt, weil er die Alternativen nicht kennt?

Genau vor diesem Hintergrund hat der Arbeitskreis „Zukunft der Region“, das Portal www.fachkräfte-regional.de ins Leben gerufen. Mit diesem kostenfreien Angebot haben Unternehmen auf den Landkreisen Rhein-Lahn und Westerwaldkreis die Möglichkeit sich als TOP-Arbeitgeber und/oder mit einem konkreten Stellenangebot sichtbar(er) zu machen

Die Initiatoren des Arbeitskreises, die Agentur für Arbeit Montabaur sowie die Wirtschaftsförderungen der Landkreise Rhein-Lahn und Westerwaldkreis, verfolgen mit diesem Portal das Ziel, die Unternehmen bei den Herausforderungen der Mitarbeiterfindung und –bindung aktiv zu unterstützen sowie Angebot und Nachfrage auf den regionalen Arbeitsmarkt gezielt zusammenzuführen. Dabei haben sie starke Partner, nämlich die beiden Landkreise Rhein-Lahn und Westerwaldkreis, die Kreishandwerkerschaften Rhein-Lahn und Rhein-Westerwald, die IHK-Geschäftsstelle Montabaur sowie die Handwerkskammer Koblenz, an ihrer Seite.

Gemeinsam wird das Angebot kontinuierlich erweitert und verbessert. So sind Funktionen wie, das Einstellen von Videos, Erleichterungen im Eingabeprozess sowie Erweiterungen der Such- und Sortiermöglichkeiten und Optimierungen in der Darstellung kürzlich umgesetzt worden. „Wir sind überzeugt, dass dieses Portal einen echten, kostenfreien Mehrwert für Unternehmen und Jobsuchende bietet. Jede Person, die sich für einen Arbeitsplatz in der Region und gegen das Pendeln entscheidet, ist ein Gewinn“, erklären die Wirtschaftsförderinnen Tanja Steeg (Rhein-Lahn) und Katharina Schlag (Westerwaldkreis). „Darüber hinaus bietet das Portal die Möglichkeit, sich als TOP-Arbeitgeber ohne konkretes Stellenangebot sichtbar zu machen.“

Neben dem Fachkräfteportal, versteht es der Arbeitskreis „Zukunft der Region“ mit den genannten Akteuren auch als seine Aufgabe, auf die vielfältigen beruflichen Chancen und Karriereperspektiven sowie die Region selbst als attraktiven Lebensmittelpunkt aufmerksam zu machen. „Unsere Region überzeugt nicht nur mit einer hohen Lebens- und Wohnqualität, sondern auch mit einer Vielzahl von lukrativen Arbeitsplätzen, weshalb es oftmals gar nicht nötig wäre in die Ballungsgebiete zu pendeln. Genau das möchten wir bekannter machen und dafür sorgen, dass Unternehmen sowie Fach- und Nachwuchskräfte hier auch zukünftig bestmögliche Rahmenbedingungen vorfinden“, so die Initiatoren.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.fachkreafte-regional.de oder direkt bei den Wirtschaftsförderungen der Landkreise Rhein-Lahn und Westerwaldkreis sowie allen Arbeitskreismitgliedern.

Bauhauptgewerbe im April 2021: Auftragseingänge und Umsätze sinken

Die Auftragseingänge und die Umsätze des rheinland-pfälzischen Bauhauptgewerbes sind im April 2021 gesunken. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems gingen kalender- und saisonbereinigt acht Prozent weniger Aufträge ein als im März. Die baugewerblichen Umsätze verringerten sich um 1,2 Prozent.

Trotz des Rückgangs im April war das Ordervolumen in den ersten vier Monaten des Jahres wesentlich höher als von Januar bis April 2020 (plus 18 Prozent). Die Umsätze fielen hingegen um 1,5 Prozent geringer aus als im Vorjahreszeitraum. Hierbei könnte eine Rolle gespielt haben, dass Endabrechnungen von Aufträgen aufgrund der temporären Mehrwertsteuersenkung in das vierte Quartal 2020 vorgezogen wurden.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Im Hoch- und im Tiefbau gingen im April weniger Bestellungen ein als im Vormonat (minus 7,5 bzw. minus 8,5 Prozent). Kräftige Einbußen gab es im öffentlichen Hochbau (minus 29 Prozent). Auch im gewerblichen Tiefbau schrumpfte die Nachfrage deutlich (minus 26 Prozent), allerdings hatte der Bereich im Vormonat von Großaufträgen profitiert. Im Wohnungsbau sank das Ordervolumen um 20 Prozent und im Straßenbau um 9,9 Prozent. In den zwei übrigen Bereichen stiegen die bereinigten Auftragseingänge: Der sonstige öffentliche Tiefbau verbuchte 19 Prozent und der gewerbliche Hochbau elf Prozent mehr Bestellungen als im März. In den ersten vier Monaten des Jahres 2021 lagen die Auftragseingänge sowohl im Hoch- als auch im Tiefbau über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Im Hochbau legte die Nachfrage mit plus 25 Prozent stärker zu als im Tiefbau mit plus zwölf Prozent.

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Der Tiefbau erzielte im April 2,7 Prozent weniger baugewerblichen Umsatz als im März. Im Hochbau lagen die Erlöse hingegen leicht über dem Niveau des Vormonats (plus 0,2 Prozent). Die kräftigsten Einbußen gab es im Straßenbau (minus 7,8 Prozent). Es folgten der öffentliche Hochbau (minus 6,5 Prozent) und der gewerbliche Tiefbau (minus 5,6 Prozent). Die Umsätze im Wohnungsbau nahmen um 4,6 Prozent ab. Im sonstigen öffentlichen Tiefbau sowie im gewerblichen Hochbau fielen die Erlöse höher aus als im März (plus 9,6 bzw. plus 5,4 Prozent). Von Januar bis April 2021 erwirtschaftete der Hochbau 2,9 Prozent mehr Umsatz als ein Jahr zuvor, was auf einen kräftigen Zuwachs im gewerblichen Hochbau zurückzuführen ist. Für den Tiefbau errechnet sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Rückgang um 5,8 Prozent.

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

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