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Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Volksbank RheinAhrEifel erhält zum dritten Mal das Zertifikat zum „audit berufundfamilie“

Bad Neuenahr/Berlin – 26.06.2019. Die Volksbank RheinAhrEifel ist in Berlin zum dritten Mal mit dem Zertifikat zum „audit berufundfamilie“ ausgezeichnet worden. Das Qualitätssiegel, das der Genossenschaftsbank eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik bescheinigt, nahm der Vorstandsvorsitzende Elmar Schmitz von Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH und John-Philip Hammersen, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, entgegen. „Wir sind stolz darauf, dass wir dieses Zertifikat bereits seit 2012 Jahren tragen. Die nunmehr dritte Zertifizierung zeigt, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in unserer Genossenschaftsbank keine Worthülse ist, sondern gelebte Praxis. Die Angebote werden sehr gut von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angenommen und wir entwickeln sie ständig weiter bzw. bauen sie aus“, betont Elmar Schmitz.

Ausbau mobiles Arbeiten und digitale Zusammenarbeit

Um das dritte Zertifikat zu erlangen, musste die Volksbank RheinAhrEifel ein aufwändiges Auditierungsverfahren der berufundfamilie Service GmbH durchlaufen. Ziel war es, bisherige Maßnahmen weiterzuentwickeln. Ein wichtiger Baustein ist das Thema mobiles Arbeiten. Hier plant die Bank, nach und nach immer mehr Mitarbeiter mit Laptops und Tablets auszustatten. Azubis beispielsweise erhalten direkt zum Ausbildungsstart ein Tablet. Darüber hinaus will die Genossenschaft die digitale Zusammenarbeit ausbauen, etwa indem Arbeitstreffen virtuell statt vor Ort stattfinden. Auch wenn es um die Führungskräfte geht, plant die Bank Weiterentwicklungen. „Wir werden das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie noch stärker in unserer Unternehmens- und Führungskultur verankern. Bei Führungskräftecoachings wird es künftig fester Bestandteile sein. Außerdem wollen wir mehr Frauen in Führungspositionen bringen“, so Elmar Schmitz. Bereits erfolgreich umgesetzte Services und Maßnahmen sind unter anderem ein Jobsharing-Pool, ein Pflegeleitfaden sowie ein umfangreiches Angebot im Bereich betriebliches Gesundheitsmanagement.

Insgesamt wurden in Berlin 325 Arbeitgeber aus ganz Deutschland mit dem Qualitätssiegel geehrt, darunter 16 Unternehmen und Institutionen aus Rheinland-Pfalz. Die diesjährige Zertifikatsverleihung stand unter dem Motto „Vielfalt voraus – auf Kurs mit fortschrittlichem Personalmanagement“.

Umfrage der IHKs und Naheland-Touristik GmbH

Jedes 8. Hotel der Nahe.Urlaubsregion stellt den Betrieb ein

Koblenz, 25. Juni 2019: Trübe Aussichten für den Tourismus im Naheland: Jedes achte Hotel der Nahe.Urlaubsregion wird in den nächsten 10 Jahren den Betrieb einstellen, weitere 18 Prozent werden voraussichtlich zum Kauf angeboten. Hauptgründe hierfür sind bevorstehende Ruhestände, fehlende interne wie externe Nachfolger aber auch fehlende Motivation, Betriebe weiterzuführen. Das sind Ergebnis einer gemeinsamen Umfrage der Industrie- und Handelskammern Koblenz und für Rheinhessen sowie der Naheland-Touristik GmbH. Rund 700 gastgewerbliche Betriebe der Nahe.Urlaubsregion waren von der beauftragten dwif-Consulting GmbH zur „Unternehmensnachfolge im Gastgewerbe“ befragt worden.

„Der Trend einer zunehmenden Marktbereinigung setzt sich auch entlang der Nahe fort, mit weitreichenden Folgen für die touristischen Angebote und Produkte. Wenn beispielsweise an einem Etappenort eines Fernwanderweges keine Unterkünfte mehr zur Verfügung stehen, dann ergeben sich zwangsläufig negative Auswirkungen für die Betriebe in den weiteren Etappenorten“, erläutert Christian Dübner, Tourismusreferent der IHK Koblenz die zu erwartende Entwicklung.

Als Top-Risiken der wirtschaftlichen Entwicklung der Hotel- und Gaststättenbetriebe für die kommenden Jahre werden behördliche Auflagen wie die zunehmende Bürokratisierung und steigende Energie- und Arbeitskosten angesehen. „Gerade die Klein- und Kleinstbetriebe, die insbesondere für die Nahe.Urlaubsregion vielerorts typisch sind, trifft diese Entwicklung besonders hart“, so der Tourismusexperte der IHK Koblenz.

Ein weiterer Knackpunkt ist zudem eine sorgfältig und frühzeitig geplante Unternehmensnachfolge: Bei fast der Hälfte der Hotelbetriebe steht in den nächsten 10 Jahren die Betriebsübergabe an, nur jeder zweite davon verfügt jedoch bereits über konkrete Pläne.

„Besorgniserregend ist die Erkenntnis, dass sich viele Betriebsinhaber mit dem Thema Unternehmensnachfolge bisher noch gar nicht auseinandergesetzt haben. Für eine erfolgreiche Vermarktung unserer Urlaubsregion sind wir auf qualitativ hochwertige Betriebe angewiesen, die am Markt langfristig Bestand haben“, so Bettina Dickes, Aufsichtsratsvorsitzende der Naheland-Touristik GmbH.

Dübner unterstreicht: „Es ist enorm wichtig, sich frühzeitig mit der optimalen Planung der Unternehmensnachfolge zu beschäftigen. Einen Betrieb als Teil seines Lebenswerks erfolgreich an einen geeigneten und fachlich qualifizierten Nachfolger zu übergeben, dauert bis zu 10 Jahre und lässt sich nicht von heute auf morgen bewerkstelligen. Das ist ein Irrglaube, der durch die hohe Anzahl verfügbarer und zum Kauf angebotener Betriebe zusätzlich verschärft wird, das zeigen auch vergleichbare Studien im Mittelrhein und Westerwald.“

Landrätin Bettina Dickes unterstreicht allerdings auch, dass in der Region viele Betriebe bei der Kundenfreundlichkeit auf der Höhe der Zeit sind. "Natürlich gibt es aber auch Betriebe, die sich stärker weiterentwickeln müssen. Als regionale Touristik-Organisation wollen wir diesen Prozess gerne unterstützen."

Die Zahl der gewerblichen Beherbergungsbetriebe in der Destination ist seit 1990 von 263 Betrieben auf unter 190 Betriebe mit rund 15.600 Betten zurückgegangen. Trotz des stetigen Rückgangs schätzt die Mehrheit der befragten Betriebe ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit als hoch bis sehr hoch ein.

Damit die Betriebsnachfolge gelingt, halten die IHKs Koblenz und für Rheinhessen ein breites Angebots- und Beratungsspektrum speziell zur Unternehmensnachfolge im Gastgewerbe bereit, das von allen Betrieben kostenfrei in Anspruch genommen werden kann. Mehr Infos auf https://www.ihk-koblenz.de/Unternehmensgruendung/?param=Unternehmensnachfolge

Die Umfrage steht auf www.ihk-koblenz.de, Nummer 4459812 zum Download bereit.

Wettbewerb SUCCESS 2019: Einzelprämien bis zu 15.000 Euro für technologische Innovationen

Teilnahme noch bis zum 31. Juli 2019 möglich

Mainz, 25. Juni 2019. Unternehmen aus Rheinland-Pfalz, die neue Produkte, Produktionsprozesse, technologieorientierte Dienstleistungen oder anspruchsvolle IT-Vorhaben für technische Anwendungen in Forschungs- und Entwicklungsprojekten entwickelt haben und damit bereits auf dem Markt erfolgreich sind, können noch bis zum 31. Juli 2019 am SUCCESS-Wettbewerb der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) teilnehmen. Sechs besonders zukunftsweisende Ideen und Innovationen zeichnet das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium gemeinsam mit der ISB mit Einzelprämien in Höhe von bis zu 15.000 Euro aus. Darüber hinaus wird in diesem Jahr eine ebenfalls mit 15.000 Euro dotierte Sonderprämie im Bereich „Lasertechnologie“ vergeben. Die Bewerbungsunterlagen sind auf der Internetseite der ISB unter www.isb.rlp.de abrufbar.

Die SUCCESS-Prämien werden seit 1998 vergeben. Allein in den letzten zehn Jahren wurden rund 70 Unternehmen mit Prämien im Rahmen des SUCCESS-Wettbewerbs ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr konnte die fleXstructures GmbH aus Kaiserslautern für die Entwicklung einer Software zur Ermittlung der Eigenschaften weicher, verformbarer Bauteile wie Kabel oder Schläuche die Höchstprämie von 15.000 Euro für sich verbuchen.

wfg – Wir feiern Geburtstag!

Neben bundesweiten Anlässen wie 30 Jahre Mauerfall, 70 Jahre Grundgesetz oder 100 Jahre Bauhaus wird auch im Westerwaldkreis jubiliert. Neben zahlreichen runden Geburtstagen Westerwälder Unternehmen feiert auch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH (wfg) - und zwar ihren 50. Geburtstag.

Die Gründungsentscheidung für die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH (wfg) fiel  am 3. Januar 1969 in einer Kreistagssitzung  des Unterwaldkreises und  konnte noch im selben Jahr umgesetzt werden.  Am 20. Juni wurde der Gesellschaftervertrag unterzeichnet und am 21. August erfolgte die Eintragung im Handelsregister.

Nachdem die neue Homepage der wfg am Datum der Entscheidung online gegangen ist, verwundert es nicht, dass auch die weiteren Daten im Jubiläumsjahr eine Rolle spielen. Vom 22. Juni – 19. August läuft jetzt das Projekt „50 Jahre – 50 Stimmen“.

„Wir können lange und mit viel Begeisterung über unsere Arbeit sprechen, wollten aber lieber diejenigen zu Wort kommen lassen, für die und mit denen wir im täglich im Einsatz sind“, erklärt Geschäftsführerin Katharina Schlag die Grundidee. Im Rahmen vom „50 Jahre – 50 Stimmen“ wird von Montag bis Samstag auf der Homepage der wfg ein Statement als Text oder Video veröffentlich. Unternehmen, Verbandsgemeinden, Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie weitere Partner geben mit diesen 50 Statements einen Einblick in die Arbeit der wfg.

„Mein Team und ich waren überrascht von den unterschiedlichen Rückmeldungen und teilweise sehr kreativen Ideen  - jetzt freuen wir uns, das endlich teilen zu können. Wir sind begeistert von dem Feedback, denn es ist nicht nur ein Beleg für die Weitsicht der Gründerväter und die hervorragende Arbeit meiner Vorgänger, sondern auch ein toller Ansporn  für uns, diese Arbeit gemeinsam weiterzuführen.“

Zu der Weiterführung gehören noch einige Termine in diesem Jahr mit teils neuen, teils etablierten Formaten. So ist beispielsweise ein neues Netzwerk-Projekt im August geplant, mit dem Ziel, erfahrene und frischgebackene Unternehmer in Verbindung zu bringen. Die Vorbereitungen für bekannte Veranstaltungen wie den Jahresempfang der Westerwälder Wirtschaft (06.09.2019), das Unternehmerfrühstück Wirtschaften mit Energie (16.10.2019) sowie das Forum Wirtschaftsethik (30.10.2019) laufen bereits. Weitere Informationen zu Terminen und zur wfg unter www.wfg-ww.de.

IHK-Fachkräftereport 2019 - Die Lage spitzt sich zu

Auch wenn der Fachkräftemangel bereits seit Jahren als größtes Geschäftsrisiko bewertet wird – jetzt spitzt sich die Lage zu. Dies ist das wichtigste Ergebnis einer erstmals landesweiten IHK-Umfrage zur Fachkräftesituation in den Unternehmen. Die aktuellen und die zukünftigen Entwicklungen bereiten den Industrie- und Handelskammern (IHKs) in Rheinland-Pfalz große Sorge.

Die Umfrage haben die rheinland-pfälzischen IHKs gemeinsam mit dem Unternehmer Peter Hack, CEO der Hack AG in Kurtscheid, und der Wissenschaftlerin Prof. Christina Günther vorgestellt, die die Ergebnisse aus ihrer Perspektive spiegeln.

„Deutlich wird: Es besteht Handlungsbedarf. Heute sehen sich bereits 60 Prozent der Unternehmen stark oder sehr stark vom Fachkräftemangel betroffen – in zehn Jahren steigt diese Quote auf 85 Prozent. Das führt insbesondere zu einer steigenden Mehrbelastung der vorhandenen Belegschaft: Zwei Drittel der Unternehmen müssen die Arbeit auf weniger Köpfe verteilen. Mehr als die Hälfte kann Wachstumschancen nicht nutzen. Wir benötigen Rahmenbedingungen, die Unternehmern den Umgang mit dieser Herausforderung vereinfachen“, fasst Arne Rössel, Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, zusammen.

„Zwar werden überall Fachkräfte gesucht, besonders hervorzuheben sind jedoch die MINT-Berufe, bei denen zwei Drittel der Unternehmen Probleme haben, Stellen zu besetzen“, ergänzt Dirk Michel, Sprecher der IHK-Arbeitsgruppe Fachkräftesicherung Rheinland-Pfalz.

Prof. Christina Günther, Inhaberin des IHK-Lehrstuhls für kleine und mittlere Unternehmen an der WHU – Otto Beisheim School of Management in Vallendar, fordert: „Wir brauchen einen Paradigmenwechsel zu Weiterbildung und Qualifizierung, vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen. Die Halbwertzeit formaler Qualifikation reduziert sich in Zeiten von Digitalisierung und Technologisierung zunehmend. Noch sei das Verständnis von Bildung nicht flächendeckend auf zukünftige betriebliche Anforderungen eingestellt. Es brauche mehr Anreize und Unterstützung für Mitarbeiter und Unternehmen, um lebenslange Weiterqualifizierung zu fördern“. Das haben die rheinland-pfälzischen Unternehmen bereits erkannt und setzen Lebenslanges Lernen mit 73 Prozent auf die Spitzenposition der relevanten Trends in der Personalarbeit.

Dr. Jan Glockauer, Hauptgeschäftsführer der IHK Trier, verdeutlicht die Chancen der Ausbildung: „Nach wie vor ist die berufliche Qualifikation das Nadelöhr: 75 Prozent der Unternehmen haben akuten Bedarf an Mitarbeitern mit abgeschlossener Berufsausbildung, rund die Hälfte sucht zudem verstärkt nach Mitarbeitern mit Höherer Berufsbildung, wie zum Beispiel nach Industriemeistern. Für Mitarbeiter mit akademischer Bildung liegt dieser Wert nur bei 22 Prozent. Die demografische Entwicklung und der Drang an die Hochschulen verschärfen dieses Problem. Die Folge: Unternehmen fehlen die Fachkräfte, um mit gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen Schritt halten und im globalen Marktgeschehen weiterhin bestehen zu können.“

Den kompletten Fachkräftereport können sie auf https://www.ihk-rlp.de/ unter der Dokumentennummer 4449742 nachlesen.

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