Mittwoch, 21. November 2018

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Teuerungsrate im August bei plus 2,0 Prozent

Die Teuerungsrate ist im August 2018 leicht gestiegen. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag der Verbraucherpreisindex um 2,0 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Juli hatte die Inflationsrate plus 1,9 Prozent betragen.

Energie war im August 2018 wesentlich teurer als im Vorjahresmonat (plus 6,7 Prozent). Der Grund dafür sind starke Preissteigerungen bei Mineralölprodukten (plus 16,1 Prozent). So stiegen die Preise für Heizöl um 33,8 Prozent und die Kraftstoffpreise legten binnen Jahresfrist um 11,8 Prozent zu. Die Umlage für Zentralheizung und Fernwärme erhöhte sich um 1,9 Prozent. Während die Strompreise gegenüber dem Vorjahresmonat fast unverändert blieben (plus 0,2 Prozent), waren die Gaspreise rückläufig (minus 2,0 Prozent).

Die Nahrungsmittelpreise zogen ebenfalls deutlich an. Sie lagen im August 2018 um 2,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Besonders kräftig fielen die Preissteigerungen bei Molkereiprodukten und Eiern (plus 4,4 Prozent), Obst (plus 4,4 Prozent) sowie Gemüse (plus 4,1 Prozent) aus. Leichte Preissenkungen gab es bei Zucker, Marmelade, Honig und anderen Süßwaren (minus 0,9 Prozent).

Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die oft auch als Kerninflationsrate bezeichnet wird, blieb unverändert. Sie lag im August wie im Juli bei plus 1,4 Prozent.

In zehn der zwölf Hauptgruppen war das Preisniveau höher als im Vorjahresmonat. Die stärkste Steigerung war mit plus 4,4 Prozent in der Hauptgruppe „Verkehr“ zu verzeichnen, was insbesondere auf den deutlichen Anstieg der Kraftstoffpreise zurückzuführen ist. Merkliche Preiserhöhungen gab es auch bei alkoholischen Getränken und Tabakwaren (plus 3,7 Prozent) sowie Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen (plus 2,8 Prozent). In den Hauptgruppen „Bekleidung und Schuhe“ sowie „Nachrichtenübermittlung“ lagen die Preise unter dem Niveau des Vorjahresmonats (minus 1,9 bzw. minus 0,7 Prozent).

Veränderungen gegenüber Juli 2018

Gegenüber dem Vormonat ist der Verbraucherpreisindex im August 2018 um 0,3 Prozent gestiegen. Besonders deutlich erhöhten sich die Preise wie in dieser Jahreszeit durchaus üblich in der Hauptgruppe „Bekleidung und Schuhe“ (plus 3,0 Prozent). Dahinter folgten alkoholische Getränke und Tabakwaren (plus 1,1 Prozent). In der Hauptgruppe „Verkehr“ stiegen die Preise um 0,5 Prozent (darunter Kraftstoffe: plus 1,9 Prozent). In drei der zwölf Hauptgruppen sank das Preisniveau; den größten Rückgang gab es im Bereich „Freizeit, Unterhaltung und Kultur“ mit minus 0,8 Prozent (darunter Pauschalreisen: minus 3,5 Prozent).

Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in 11 rheinland-pfälzischen Berichtsgemeinden 18 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) rund 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von 600 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt. Die Veränderung des VPI gegenüber dem Vorjahresmonat beziehungsweise dem Vorjahr wird umgangssprachlich auch als Inflationsrate bezeichnet.
Neben dem VPI dienen Kerninflationsraten als ergänzende Kennzahlen zur Beurteilung der Geldwertentwicklung. Sie geben an, wie sich die Verbraucherpreise entwickeln, wenn bestimmte Güter des Warenkorbs nicht mit eingerechnet werden. Das sind zumeist Güter mit erfahrungsgemäß stark schwankenden Preisen. Hier wird der Gesamtindex ohne Energie und Nahrungsmittel als Kerninflationsrate bezeichnet.
Die Pressemitteilung zum Berichtsmonat August 2018 enthält vorläufige Ergebnisse. Sofern bis zum 5. September 2018 keine Korrektur erscheint, sind die veröffentlichten Ergebnisse als endgültig anzusehen.

Autorin: Diane Dammers (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

Was ein guter Arbeitgeberanwalt können muss

Das deutsche Arbeitsrecht dient eigentlich dem Ziel, die Interessen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in einen angemessenen Ausgleich zu bringen. De facto handelt es sich bei diesem Teilbereich des Zivilrechts heute aber in erster Linie um einen besonderen Mechanismus zum Schutze des Arbeitnehmers. Hieraus folgt, dass ein Arbeitsrechtsanwalt, der vor allem für die Rechte des Arbeitgebers eintritt, speziell an die Materie herangehen muss, um seine Mandanten adäquat zu vertreten.

Die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts und ihre Folgen

Dass sich das Arbeitsrecht besonders dem Arbeitnehmer zugewandt hat liegt nicht zuletzt an der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts in Erfurt. Die Richterinnen und Richter sind bekannt dafür, eher zugunsten des abhängig Beschäftigten zu urteilen. Hierdurch soll das Machtgefälle zwischen den beiden Parteien eines Arbeitsvertrages reduziert werden.

Einem Arbeitgeberanwalt muss deshalb viel daran liegen, die zahlreichen Urteile zu kennen und immer auf dem Neuesten Stand zu sein. Nur so ist es möglich, Arbeitgeber adäquat zu beraten und sie vor möglichen Kündigungsschutz- oder Schadensersatzklagen zu bewahren. Denn aus der arbeitsgerichtlichen Rechtsprechung folgen zahlreiche Schutz-, Verkehrs- und Sorgfaltspflichten für den Arbeitnehmer, die es stets zu beachten gilt.

Eloquenz und Fachkompetenz sind unverzichtbar

Als Arbeitsrechtler, der vorrangig auf Seiten des Arbeitgebers tätig wird, ist außerdem eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem kollektiven Arbeitsrecht (Streikrecht, Betriebsverfassungsrecht) wichtig. Das wird auch durch prominent gewordene Streiks, die durch sämtliche Instanzen hindurch rechtlich angegriffen wurden, bestätigt.

Arbeitgeberfreundliche Anwälte werden damit sowohl vorsorglich (z. B. beim Ausformulieren von Verträgen) als auch im Prozess (z. B. Vertretung vor Gericht) tätig. Eloquenz und Fachkompetenz müssen sich in einer Person vereinen.

70-Tage-Regelung

Horper und Kees: Bauernverband erzielt praxis- und arbeitnehmerorientierte Regelung

Koblenz. Gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband hat sich der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau und der landwirtschaftliche Arbeitgeberverband für die Fortführung der 70-Tage-Regelung für saisonale Arbeitskräfte eingesetzt. In Gesprächen mit Vertretern der großen Koalition haben beide rheinland-pfälzischen Verbände dieses Anliegen thematisiert.

Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, und der Vorsitzende des landwirtschaftlichen Arbeitgeberverbandes, Ernst-Josef Kees, zeigen sich nunmehr erfreut über die Entscheidung des Koalitionsausschusses der großen Koalition, die 70-Tage-Regelung für eine kurzfristige Beschäftigung unbefristet zu verlängern.

Diese Entscheidung führe eine bewährte Regelung in langfristiges Recht um und lasse den Bauern mehr Handlungsraum beim Einsatz von Saisonarbeitskräften. Darüber hinaus würde den Saisonarbeitskräften mehr Flexibilität in der Ausgestaltung ihrer Saisonarbeit garantiert.

„Mit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns im Jahr 2015 wurde die kurzfristige Beschäftigung von 50 auf 70 Arbeitstage befristet bis Ende 2018 angehoben, was sich positiv für die Betriebe und die Arbeitnehmer ausgewirkt hat. Die Fortführung dieser Regelung führt zu mehr Planungssicherheit vor allem bei den Sonderkulturbetrieben“, stellten Horper und Kees fest.

Prävention

Bätzing-Lichtenthäler: Aus Modellprojekt entwickelt sich ein gelebtes Netzwerk Betriebliches Gesundheitsmanagement

„Ein Betrieb, der die Gesundheit in alle betrieblichen Strukturen und Prozesse miteinbindet, der sich einem Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) öffnet, stärkt die mit wichtigste Ressource seines Unternehmens – die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so Arbeits- und Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler bei der Abschlusspräsentation des Modellprojekts „Kommunales Netzwerk Betriebliches Gesundheitsmanagement“ in Wallmenroth.

Im BGM werden Synergien geschaffen, weil gesundheitsorientierte Aktivitäten im Betrieb im Sinne nachhaltiger Gesundheitsprävention zusammenwirken können. Während große und mittlere Unternehmen hier schon längst aktiv sind, gibt es bei Klein- und Kleinstunternehmen (KLU) noch Entwicklungspotential.

Um auch diesen Betrieben Zugangswege zum BGM aufzuzeigen, die aus den Präferenzen und Bedürfnissen der Betroffenen geleitet werden, hat das Arbeitsministerium 2016 das Modellprojekt „Kommunales Netzwerk Betriebliches Gesundheitsmanagement“ gestartet. Nach Abschluss der ersten Projektphase stand fest, dass ein erfolgsversprechender Zugang zu BGM der Verbund im kommunalen Netzwerk ist. Die Betriebe können hier ihre Ressourcen und Kapazitäten bündeln und für BGM nutzen. Ein solches Netzwerk ermöglicht außerdem einen exklusiven Zugang zu bedarfsorientierten, gezielten Informationen und regionalen Angeboten.

In der zweiten Projektphase 2017, der konkreten Aufbauphase des Netzwerks, standen die Stärken und Potentiale der KLU im Mittelpunkt. So bieten insbesondere diese Betriebe viele Ansatzpunkte und Chancen für ein BGM. Charakteristisch sind hier die Größe der Unternehmen, die damit verbundene Arbeitsstruktur, kurze Kommunikationswege, flache und personenbezogene Hierarchien und eine große Autonomie. Ziel war es, diese in einem kommunalen Netzwerk BGM entsprechend der Ziele und Erwartungshaltungen aufzugreifen und strukturiert einzubringen.

Im Hinblick auf den Projekterfolg spielte auch die Verbandsgemeinde eine große Rolle. Sie übernimmt im Netzwerkgefüge zum einen die Funktion des Kooperationspartners, der als wichtige Anlaufstelle für die teilnehmenden Unternehmen und auch für die Vernetzung über die regionalen Grenzen hinaus wichtig ist. Zum anderen ist die Verbandsgemeinde auch Netzwerkpartner, der in eigener Sache BGM durchführt, so eine gewisse Vorbildfunktion einnimmt und als Motivator wirkt.

Das Netzwerk zählt aktuell rund 40 Unternehmen und agiert branchenübergreifend. Um einen strukturierten Austausch untereinander zu gewährleisten, gibt es in jedem Betrieb einen festgelegten BGM-Koordinator, der für das Unternehmen die Gesundheitskommunikation und -koordination im Netzwerk übernimmt. Beispiele für konkrete Maßnahmen des Netzwerks sind Schulungen zur Ausbildung der BGM-Koordinatoren, Ernährungscoachings mit Auszubildenden oder Konzepte für mehr Bewegung am Arbeitsplatz.

„Sie haben die Chance genutzt, Strukturen aufzubauen, die BGM auch in die Klein- und Kleinstunternehmen der Region bringen kann. Aber so ganz allein haben Sie Ihr Netzwerk dann doch nicht: Es zieht schon jetzt das das Interesse anderer Kommunen, Regionen und Unternehmen im Land auf sich. Sie haben also auch Strahlwirkung ins Land!“, freute sich Bätzing-Lichtenthäler.

Hochmoselübergang schafft Anschluss der Region

IHKs in Rheinland-Pfalz freuen sich über Brückenschlag der Hochmoselbrücke

Die Industrie und Handelskammern (IHKs) in Rheinland-Pfalz begrüßen den Brückenschlag der Hochmoselbrücke. Dieser Schritt ist aus Sicht der IHKs wichtig für den wirtschaftlichen Erfolg der Region. „Die Gewerbegebiete rund um die B50neu haben sich bereits seit Jahren äußerst positiv entwickelt“, gibt Peter Adrian, Präsident der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, als Beleg für die Bedeutung des Brückenschlags an. Zusätzliche Impulse erwarten die IHKs auch für die weitere Entwicklung des Flughafens Frankfurt-Hahn. „Die infrastrukturelle Verbesserung stärkt den Hahn als bedeutende Logistikeinrichtung“, sagt Adrian.

Insbesondere bei der angrenzenden Infrastruktur sieht Adrian noch Optimierungsbedarf. Nach Freigabe der vierspurigen Hochmoselbrücke verengt sich die Fahrbahn zwischen Longkamp und Büchenbeuren weiterhin auf zwei Spuren. „Diese Lücke muss zügig geschlossen werden, damit der Hochmoselübergang sein ganzes Potenzial entfalten kann“, mahnt Adrian. Dieser Schritt würde schließlich auch die zwingend notwendige Entlastung des neu geschaffenen Kreisverkehrs bei Hinzerath bewirken. Außerdem sollten nun weitere wichtige Infrastrukturprojekte wie der Lückenschluss der A1, die Schiersteiner Brücke und die Hochstraße Ludwigshafen in den Fokus genommen und mit Hochdruck vorangetrieben werden.

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