Dienstag, 20. April 2021

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Von 2008 bis 2018 kräftiger Beschäftigungszuwachs im Gesundheitswesen

Innerhalb einer Dekade ist der Personalbestand im rheinland-pfälzischen Gesundheitswesen kräftig gestiegen. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems auf Basis der Gesundheitspersonalrechnung (GPR) mitteilt, erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten von 2008 bis 2018 um 39.000 beziehungsweise 17 Prozent auf 263.300. Bundesweit fiel der Zuwachs mit plus 22 Prozent etwas stärker aus.

Ein Großteil des rheinland-pfälzischen Gesundheitspersonals arbeitete 2018 in ambulanten (41 Prozent) sowie in stationären und teilstationären Einrichtungen (35 Prozent). Jeder zehnte Beschäftigte war in sogenannten Vorleistungseinrichtungen wie beispielsweise der pharmazeutischen Industrie tätig. Das übrige Gesundheitspersonal verteilte sich auf die Verwaltung, die Rettungsdienste, den Gesundheitsschutz und die sonstigen Einrichtungen.

Im Zeitraum von 2008 bis 2018 haben sich die Beschäftigtenzahlen der einzelnen Einrichtungsarten sehr unterschiedlich entwickelt. Die meisten zusätzlichen Arbeitsplätze entstanden in ambulanten Einrichtungen (plus 16.200). Einen großen Anteil daran hatten die Praxen sonstiger medizinischer Berufe, deren Beschäftigtenzahl sich um 7.800 erhöhte. Dazu gehören zum Beispiel physio- und ergotherapeutische Praxen sowie die Praxen von Psychotherapeutinnen und -therapeuten oder Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern. Auch in der ambulanten Pflege wurde 2018 wesentlich mehr Personal eingesetzt als 2008 (plus 5.400). In den Apotheken arbeiteten 2018 hingegen rund 1.400 Beschäftigte weniger als 2008.

In den stationären und teilstationären Einrichtungen stieg die Zahl der Beschäftigten um insgesamt 11.000. Einem starken Zuwachs in der stationären und teilstationären Pflege (plus 6.900) sowie in den Krankenhäusern (plus 4.700) stand ein Rückgang in den Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen um 600 Beschäftigte gegenüber.

Weitere 2.900 Beschäftigungsverhältnisse kamen in den Vorleistungseinrichtungen hinzu. Der Personalbestand beim Rettungsdienst vergrößerte sich ebenfalls (plus 1.400). Gleiches gilt für die Verwaltung im Gesundheitswesen (plus 1.300), während die Beschäftigtenzahl im Gesundheitsschutz, zu dem unter anderem die Gesundheitsämter und die Lebensmittelkontrolle gehören, stagnierte. In den sonstigen Einrichtungen, die sich keiner der genannten Kategorien zuordnen lassen, entstanden weitere 6.200 Arbeitsplätze.

Charakteristisch für das Gesundheitswesen ist der hohe Frauenanteil. Bereits 2008 waren mit 76 Prozent drei Viertel des Gesundheitspersonals in Rheinland-Pfalz Frauen. Bis 2018 blieb dieser Anteil relativ stabil. Die höchsten weiblichen Beschäftigungsanteile wiesen die ambulanten Einrichtungen (83 Prozent) sowie die stationären und teilstationären Einrichtungen (80 Prozent) auf. Anteilig am wenigsten Frauen arbeiteten beim Rettungsdienst (33 Prozent) und in Vorleistungseinrichtungen (48 Prozent).

Hinweis zu Pressemitteilungen mit Daten vor Corona

Das Statistische Landesamt veröffentlicht jährlich mehr als 200 Pressemitteilungen, die ein umfassendes Bild der Strukturen und Entwicklungen in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft liefern. Die Veröffentlichung der Zahlen erfolgt mit einigem zeitlichen Abstand zum Berichtszeitraum; denn das Einsammeln der Daten und ihre sorgfältige Aufbereitung nach wissenschaftlichen Grundsätzen kosten Zeit. Deshalb wird im Moment noch über Strukturen und Entwicklungen berichtet, die vor dem Beginn der Corona-Pandemie liegen. Das scheint in einer Situation, in der sich nahezu alle Lebensbereiche tiefgreifend verändern, befremdlich. Diese Zahlen haben jedoch eine wichtige Funktion; sie bilden die Grundlage für die Bewertung der Auswirkungen von Corona in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft. Deshalb veröffentlicht das Statistische Landesamt Pressemitteilungen mit Vor-Krisen-Ergebnissen.

Die Ergebnisse werden von der Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) berechnet. Die Gesundheitspersonalrechnung (GPR) wird für die Länder seit dem Berichtsjahr 2008 nach einheitlicher Methode durchgeführt. Die GPR weist die Zahl der Beschäftigten aus, gegliedert nach den verschiedenen Einrichtungen des Gesundheitswesens. Im Rahmen der GPR werden Beschäftigte insgesamt, weibliche Beschäftigte und Vollzeitäquivalente berechnet. Unter Beschäftigten versteht die GPR Beschäftigungsverhältnisse. Somit werden Personen mit mehreren Arbeitsverhältnissen im Gesundheitswesen mehrfach gezählt. Das ist eine andere methodische Vorgehensweise als in der Erwerbstätigenrechnung. Dort werden Personen mit ihrer überwiegenden Tätigkeit nur einmal gezählt.
Das Gesundheitswesen ist gemäß SHA (System of Health Accounts) definiert. Es ist nicht identisch mit Abteilung 86 der aktuellen Wirtschaftszweigklassifikation WZ 2008.

Autor: Moritz Hohlstein (Referat Analysen Wirtschaft)

 

Kfz-Handel im September mit positiver Bilanz

Im September verzeichnete der Kfz-Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kfz) Umsatzzuwächse. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lagen die Umsätze real, also um Preisveränderungen bereinigt, um 9,7 Prozent über dem Ergebnis im September 2019. Nominal, also in jeweiligen Preisen, betrug der Anstieg 11,7 Prozent.

Umsatzentwicklung nach Wirtschaftszweigen

In allen Bereichen des Kfz-Handels schlossen die Umsätze im Plus. Der Handel mit Kraftwagenteilen und -zubehör, mit einem Umsatzanteil von 24 Prozent, verbuchte real eine Steigerung um ein Viertel. Deutlich geringer waren die Zunahmen im umsatzstärksten Bereich, dem Handel mit Kraftwagen (plus 5,3 Prozent) sowie bei der Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen (plus 2,3 Prozent).

Beschäftigung

Die Zahl der Beschäftigten reduzierte sich – trotz Umsatzzuwächsen – um ein Prozent; die der Vollzeitstellen reduzierten sich um 0,9, Teilzeitstellen um 1,1 Prozent.

Zeitraum Januar bis September

In den ersten neun Monaten gingen die realen Umsätze des rheinland-pfälzischen Kfz-Handels gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,6 Prozent zurück (nominal minus 6,3 Prozent). Bestimmend dafür waren die massiven Umsatzeinbrüche im April und Mai 2020. Die Beschäftigtenentwicklung fiel in den ersten drei Quartalen positiv aus (plus 0,5 Prozent). Die Zahl der Vollzeitkräfte erhöhte sich um 0,7 Prozent, die der Teilzeitbeschäftigten stagnierte.

Die Entwicklung ausgewählter Wirtschaftsbereiche stellen wir auf einer Sonderseite zu den Folgen der Corona-Krise dar.

Die Ergebnisse der Monatsstatistik im Kfz-Handel einschl. Instandhaltung und Reparatur von Kfz werden als Entscheidungshilfe für konjunktur- und strukturpolitische Zwecke nicht nur von der EU-Kommission, der Bundesregierung und den Landesregierungen, sondern auch von der Wirtschaft selbst und ihren Verbänden benötigt.
Die Erhebung wird als Vollerhebung bei allen Unternehmen des Kraftfahrzeughandels durchgeführt, die mindestens 100 Beschäftigte haben oder mindestens 10 Millionen Euro Jahresumsatz erzielen. Die Angaben der übrigen Unternehmen werden aus Verwaltungsdaten übernommen.

Autorin: Petra Wohnus (Referat Unternehmensstatistiken)

Industrieproduktion im Oktober leicht gestiegen

Die rheinland-pfälzische Industrieproduktion ist im Oktober 2020 leicht gestiegen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Daten lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex um 0,3 Prozent über dem Niveau des Vormonats.

In zwei der drei industriellen Hauptgruppen war der Güterausstoß höher als im September: Die Investitionsgüterhersteller steigerten ihre Ausbringung um 3,4 Prozent. Der Output der Vorleistungsgüterindustrie nahm geringfügig um 0,2 Prozent zu. Die Konsumgüterindustrie drosselte hingegen ihre Produktion um 3,4 Prozent.

In zwei der drei umsatzstärksten Industriebranchen gab es Zuwächse: Die Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie, die zur Investitionsgüterindustrie gehört und gemessen am Umsatz unter den Industriebranchen an zweiter Stelle steht, produzierte im Oktober wesentlich mehr als im Vormonat (plus 6,5 Prozent). Im Maschinenbau, der ebenfalls zur Investitionsgüterindustrie zählt und die drittgrößte Branche ist, erhöhte sich die Ausbringung leicht um 0,4 Prozent. Die Chemiebranche, die zur Vorleistungsgüterindustrie gehört und die umsatzstärkste Branche des Verarbeitenden Gewerbes ist, musste hingegen Einbußen hinnehmen (minus 0,8 Prozent).

Die bereinigte Industrieproduktion lag im Oktober nach wie vor deutlich unter dem Vorkrisenniveau. Der Output war um 5,6 Prozent geringer als im Februar 2020, als die Corona-Pandemie die wirtschaftlichen Aktivitäten in Deutschland noch relativ wenig beeinträchtigte. In allen drei Hauptgruppen fiel der Güterausstoß im Oktober niedriger aus als vor der Krise. Während der Abstand zum Februarwert in der Investitionsgüterindustrie mit minus 0,7 Prozent vergleichsweise gering ist, waren die Einbußen in der Konsumgüterindustrie zweistellig (minus 16,5 Prozent). Von den drei umsatzstärksten Branchen produzierten zwei im Oktober weniger als im Februar: In der Chemieindustrie lag die Ausbringung um 5,5 Prozent und im Maschinenbau um 2,4 Prozent unter dem Vorkrisenniveau. In der Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie, die sich allerdings bereits vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie in einer konjunkturellen Schwächephase befand, war der Output um 4,2 Prozent höher als im Februar.

Die Pressemeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Beobachtung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat können der Tabelle entnommen werden. Um die Auswirkungen der Corona-Pandemie einschätzen zu können, werden die Ergebnisse des Berichtsmonats zusätzlich mit denen von Februar 2020 verglichen.  Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

Industrie im Oktober 2020: Auftragseingänge über Vorkrisenniveau

Im Oktober 2020 ist die Nachfrage nach Erzeugnissen der rheinland-pfälzischen Industrie gestiegen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte war der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex ein Prozent höher als im Vormonat. Zugleich lagen die Bestellungen erstmals wieder über dem Niveau von Februar 2020, als die Corona-Pandemie die wirtschaftlichen Aktivitäten in Deutschland noch relativ wenig beeinträchtigte.

Die Nachfrage aus dem In- und Ausland fiel im Oktober höher aus als im Vormonat (plus 0,9 bzw. plus 1,1 Prozent). Alle drei industriellen Hauptgruppen verzeichneten Zuwächse. Das Ordervolumen der Konsumgüterproduzenten erhöhte sich gegenüber September um 4,4 Prozent. Bei den Herstellern von Investitionsgütern gingen 1,1 Prozent mehr Aufträge ein als im Monat zuvor. In der Vorleistungsgüterindustrie gab es nur ein geringes Plus von 0,3 Prozent.

Von den drei größten Industriebranchen verbuchte nur der Maschinenbau im Oktober einen Anstieg der Bestellungen. In der Branche, die zur Investitionsgüterindustrie gehört und gemessen am Umsatz unter den Industriebranchen an dritter Stelle steht, gingen vier Prozent mehr Aufträge ein als im September. In der Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und die umsatzstärkste Branche des Verarbeitenden Gewerbes ist, sank die Nachfrage hingegen um 0,5 Prozent. Die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die zur Investitionsgüterindustrie gehören und unter den Industriebranchen an zweiter Stelle stehen, mussten einen Rückgang des Ordervolumens um 2,8 Prozent hinnehmen.

Im Oktober erreichten die bereinigten Auftragseingänge erstmals wieder das Vorkrisenniveau: Es gingen 1,9 Prozent mehr Bestellungen ein als im Februar 2020. Das Ordervolumen aus dem Inland lag um 6,3 Prozent über dem Februarniveau; die Nachfrage aus dem Ausland blieb hingegen 0,8 Prozent hinter dem Februarwert zurück. Während das Ordervolumen in der Vorleistungsgüter- und in der Investitionsgüterindustrie höher ausfiel (plus 6,6 bzw. plus 1,2 Prozent), hat die Konsumgüterindustrie das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht (minus 12,6 Prozent). Maschinen wurden deutlich stärker nachgefragt als im Februar (plus 11,5 Prozent). Bei Chemischen Erzeugnissen gab es ebenfalls einen Anstieg der Bestellungen (plus 3,4 Prozent). Die Nachfrage nach Kraftwagen und Kraftwagenteilen lag dagegen um 5,4 Prozent unter dem Februarniveau.

Die Pressemeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Um die Auswirkungen der Corona-Pandemie einschätzen zu können, werden die Ergebnisse des Berichtsmonats zusätzlich mit denen von Februar 2020 verglichen. Die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat können der beiliegenden Tabelle entnommen werden.  Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

KAB-Endspurt bei der Petition für armutsfesten Mindestlohn

Köln. Noch bis zum Nikolaustag können Engagierte und Interessierte die Petition für einen armutsfesten Mindestlohn der KAB Deutschlands unterschreiben. „Am Nikolaustag machen wir buchstäblich den Sack zu“, erklärt Andreas Luttmer-Bensmann, Bundesvorsitzender der KAB Deutschlands.

In einer Petition an Bundesarbeitsminister Hubertus Heil setzt sich die KAB für einen armutsfesten Mindestlohn von derzeit 13,69 Euro brutto pro Stunde und für die Novellierung des Gesetzes zur Regelung eines allgemeinen Mindestlohns (MiLoG) ein, um die notwendige Anhebung zu ermöglichen. Schon jetzt hat die Petition an die 10.000 Unterstützer:innen gefunden.

Derzeitiger Mindestlohn zementiert Armut

Die Kampagne startete, als die Mindestlohnkommission die dreistufige Anhebungen der Lohnuntergrenze von 15 Cent ab 1. Januar 2021, weitere 20 Cent auf 9,60 Euro ab Juli 2021 und in der letzten Stufe ab Juni 2022 auf 10,45 Euro pro Stunde verkündete. Die KAB kritisiert, dass mit der geringen Erhöhung die Armut im Niedriglohnbereich zementiert werde und Million Beschäftigten trotz eines Vollzeitbeschäftigungsverhältnisses eine Rente unterhalb der Grundsicherung drohe. „Die Menschen im Niedriglohnbereich sind gerade durch die Corona-Maßnahmen am stärksten betroffen. Wir müssen Altersarmut jetzt verhindern!“, so Luttmer-Bensmann.

Bundesvorsitzender: „Jede Stimme zählt!“

Bundesvorsitzender Andreas Luttmer-Bensmann rief noch einmal alle Mitstreiter:innen in der KAB auf,  sich bei Freunden, Nachbarn und Interessierten einzusetzen, das Anliegen der KAB für menschenwürdige Arbeit zu unterstützen und die Online-Petition zu unterzeichnen. „Jede Stimme zählt und ermöglicht die notwendigen Veränderungen“, so der KAB-Bundesvorsitzende .   www.kab.de/mindestlohn-petition

Katholische Laien unterstützen Mindestlohn-Petition der KAB

Zentralkomitee der deutschen Katholiken stimmt über KAB-Mindestlohn ab

Bonn/ Köln. Die Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) hat am Wochenende beschlossen, die Mindestlohn-Petition der KAB Deutschlands zu unterstützen. Gleichzeitig bekundeten die Delegierten der ZdK-Vollversammlung, sich mit dem Thema Mindestlohn im Sachbereich III „Wirtschaft und Soziales“ im Vorfeld des  Bundestagswahljahres 2021 auseinander zu setzen.

Mindestlohn hat positive Lenkungsfunktion

„Wir brauchen eine Veränderung der gesetzlichen Grundlagen“, betonte Bundesvorsitzender Andreas Luttmer-Bensmann in der Vollversammlung, die zum ersten Mal als Videokonferenz stattfand.  Mit über 51 Prozent bei 13 Enthaltungen setzte sich die Antrag der KAB durch, dass „das Zentralkomitee der deutschen Katholiken die Mindestlohn-Petition der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands unterstützt und alle Katholikinnen und Katholiken zur Unterstützung auffordert.“

In der vorangegangenen Diskussion hatte die Forderung nach einem gerechten Lohn eine breite Unterstützung erfahren. Doch die konkrete Forderung von einem armutsfesten Mindestlohn von 13,69 Euro brutto pro Stunde wollten viele Mitglieder der Vollversammlung nicht mitgehen. Insgesamt wurde der Mindestlohn, der seit fünf Jahren in Deutschland angewendet wird, als ein wichtiges Instrument mit positiver Lenkungsfunktion beschrieben.

„Die KAB drängelt uns, dass wir uns mit dieser Frage auseinanderzusetzen, denn der Gerechte Lohn ist ein Juwel der Katholischen Soziallehre“, betonte Bernhard Emunds, Professor für Christliche Gesellschaftsethik und Sozialphilosophie und Leiter des Nell-Breuning-Instituts in Frankfurt.

www.kab.de/mindestlohn-petition

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