Friday, 24. January 2020

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Inflationsrate liegt im September bei plus 1,1 Prozent

Die Teuerungsrate ist im September 2019 geringer ausgefallen als im August. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag der Verbraucherpreisindex um 1,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Damit sank die Inflationsrate auf den niedrigsten Stand seit Februar 2018. Im August 2019 hatte die Teuerungsrate plus 1,4 Prozent betragen.

Die Energiepreisentwicklung wirkte dämpfend auf die Teuerung. Im September 2019 war Energie 2,1 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat. Der Grund dafür sind Preissenkungen bei Mineralölprodukten (minus 8,6 Prozent). So verringerten sich die Kraftstoffpreise um 8,2 Prozent und die Preise für Heizöl (einschließlich Umlage) um 4,2 Prozent. Merklich gestiegen sind hingegen die Preise für Fernwärme und Strom (plus 4,5 bzw. plus 3,1 Prozent). Gas verteuerte sich um 1,6 Prozent.

Die Nahrungsmittelpreise blieben gegenüber dem Vorjahresmonat unverändert. Starke Preisrückgänge gab es bei Speisefetten und -ölen (minus 15,3 Prozent). Vor allem Butter war wesentlich günstiger als ein Jahr zuvor (minus 23,1 Prozent). Die Preise für Obst, Gemüse sowie Molkereiprodukte und Eier sanken ebenfalls. Tiefer in die Tasche greifen mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher unter anderem beim Kauf von Fleisch und Fleischwaren oder Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchten (plus 3,6 bzw. plus 3,1 Prozent).

Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die oft auch als Kerninflationsrate bezeichnet wird, ist leicht zurückgegangen. Sie lag im September bei plus 1,5 Prozent nach plus 1,6 Prozent im August.

Unter den zwölf Hauptgruppen wiesen „alkoholische Getränke und Tabakwaren“ die höchste Teuerungsrate auf (plus 2,3 Prozent). Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen verteuerten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,2 Prozent. In drei Hauptgruppen war das Preisniveau niedriger als im September 2018: Die Waren und Dienstleistungen der Hauptgruppen „Post und Telekommunikation“ sowie „Verkehr“ verbilligten sich jeweils um 0,5 Prozent. Dabei schlug im Verkehrsbereich vor allem der Rückgang der Kraftstoffpreise zu Buche. In der Hauptgruppe „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ sanken die Preise geringfügig um 0,1 Prozent.

Veränderungen gegenüber August 2019

Gegenüber dem Vormonat sind die Verbraucherpreise im September 2019 um 0,2 Prozent zurückgegangen. Deutliche Preissenkungen waren in der Hauptgruppe „Freizeit, Unterhaltung und Kultur“ zu verzeichnen (minus 2,8 Prozent). Der Grund dafür sind starke Preisrückgänge bei Pauschalreisen (minus 10,3 Prozent), die mit dem Ende der Sommerferien und der damit nachlassenden Nachfrage zusammenhängen dürften. In drei weiteren Hauptgruppen lagen die Preise ebenfalls unter dem Niveau des Vormonats. Kräftige Preissteigerungen gab es hingegen saisonal bedingt bei Bekleidung und Schuhen (plus 4,8 Prozent).

Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in 11 rheinland-pfälzischen Berichtsgemeinden 18 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) rund 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von 600 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt. Die Veränderung des VPI gegenüber dem Vorjahresmonat beziehungsweise dem Vorjahr wird umgangssprachlich auch als Inflationsrate bezeichnet.
Neben dem VPI dienen Kerninflationsraten als ergänzende Kennzahlen zur Beurteilung der Geldwertentwicklung. Sie geben an, wie sich die Verbraucherpreise entwickeln, wenn bestimmte Güter des Warenkorbs nicht mit eingerechnet werden. Das sind zumeist Güter mit erfahrungsgemäß stark schwankenden Preisen. Hier wird die Veränderung des Gesamtindex ohne Energie und Nahrungsmittel als Kerninflationsrate bezeichnet.

Die Pressemitteilung zum Berichtsmonat September 2019 enthält vorläufige Ergebnisse. Sofern bis zum 7. Oktober 2019 keine Korrektur erscheint, sind die veröffentlichten Ergebnisse als endgültig anzusehen.

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

Baumobsternte 2019 unterdurchschnittlich

Die rheinland-pfälzischen Obstbaubetriebe können dieses Jahr – nach einer ersten Bilanz des Statistischen Landesamtes in Bad Ems – eine Gesamternte von 47.000 Tonnen Baumobst einfahren. Dies entspricht einem Rückgang um ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr. Bezogen auf den sechsjährigen Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2018 beträgt der Minderertrag zwölf Prozent.

Besonders bei der in Rheinland-Pfalz bedeutendsten Baumobstart, dem Apfel, fällt die Erntemenge relativ klein aus: Es wird von einer Gesamterntemenge von rund 21.600 Tonnen ausgegangen, das wären 44 Prozent weniger als im Jahr 2018. Rechnerisch stünden somit jedem Einwohner fünf Kilogramm Äpfel aus heimischer Erzeugung zur Verfügung; das würde rund ein Viertel des Pro-Kopf-Verbrauchs decken, der 2015/16 bei 19 Kilogramm lag.

Äpfel werden auf 1.390 Hektar angebaut. Der Hektarertrag wird auf rund 15,5 Tonnen geschätzt. Der sechsjährige Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2018 beträgt 21,1 Tonnen je Hektar.

Nach den Feststellungen der Ernteberichterstatterinnen und -berichterstatter brachten auch die anderen Obstarten im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Gesamterntemengen. Die Birnen anbauenden Betriebe (163 Hektar) werden mit einer Erntemenge von 2.200 Tonnen ein unterdurchschnittliches Ergebnis erzielen (minus 23 Prozent im Vergleich zu 2018).

Bei den Süß- sowie Sauerkirschen wurde für die Gesamterntemenge im Vergleich zu 2018 ein Rückgang von unter zwei Prozent ermittelt. Bezogen auf den sechsjährigen Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2018 kann jedoch von einem Plus von 39 bzw. fünf Prozent ausgegangen werden. Süßkirschen stehen mit 653 Hektar auf dem zweiten Platz der Anbaustatistik. Die geschätzte rheinland-pfälzische Gesamterntemenge beträgt 4.500 Tonnen, der Durchschnittsertrag 6,9 Tonnen je Hektar. Auf den 5621 Hektar mit Sauerkirschen wurde ein durchschnittlicher Hektarertrag von 9,3 Tonnen erzielt, der den Mittelwert der Jahre 2013 bis 2018 (8,4 Tonnen/Hektar) um knapp eine Tonne übersteigt. Die Erntemenge beläuft sich auf 5.200 Tonnen.

Die Flächenangaben beziehen sich auf die Baumobstanbauerhebung 2017.

Die Daten stammen aus der Ernte- und Betriebsberichterstattung für Baumobst. Rund 200 Landwirte berichten regelmäßig über die Wachstumsbedingungen und die Erträge von Baumobst. Die Schätzungen sind vorläufig und können je nach weiterem Witterungsverlauf mehr oder weniger von den endgültigen Ergebnissen abweichen. Quelle für Pro-Kopf-Verbrauch: Statistisches Jahrbuch über Ernährung, Landwirtschaft und Forsten 2016; Tabelle 265

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

Durchschnittliche Weinmosternte erwartet

ie Winzer in Rheinland-Pfalz erwarten in diesem Jahr eine durchschnittliche Weinmosternte. Der sehr hohe Vorjahreswert wird deutlich unterschritten. Die Ernteberichterstatterinnen und Ernteberichterstatter des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz schätzten die Erntemenge für Weinmost Ende August auf knapp 5,9 Millionen Hektoliter, das wären 14 Prozent weniger als im Rekordjahr 2018.

Bei ähnlichem Witterungsverlauf wie 2018 waren in diesem Jahr regional die Bodenwasservorräte sowie die extremen sommerlichen Hitzewellen ertragslimitierende Faktoren, sodass 2019 voraussichtlich eine durchschnittliche Erntemenge eingefahren wird (Durchschnitt 2009 bis 2018: 5,8 Millionen Hektoliter).

Die Erntemenge der weißen Moste liegt nach den aktuellen Schätzungen mit 4,1 Millionen Hektoliter knapp sechs Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2009 bis 2018. Beim Rotmost liegt die Erntemenge mit 1,8 Millionen Hektoliter um 8,5 Prozent unter dem Niveau des langjährigen Mittels von knapp zwei Millionen Hektolitern. Zum Vorjahr beträgt der Rückgang der Erntemenge sechs Prozent.

Knapp ein Viertel der Erntemenge (1,5 Millionen Hektoliter) entfällt auf Riesling, der mit Abstand wichtigsten Rebsorte im Land. Die Erntemenge liegt knapp 17 Prozent unter der von 2018. Mit rund 0,8 Millionen Hektoliter folgen Müller-Thurgau und Dornfelder mit 0,7 Millionen Hektoliter.

Für Rheinhessen – dem größten Weinanbaugebiet Deutschlands – wurde mit 2,5 Millionen Hektoliter eine Erntemenge geschätzt, die dem langjährigen Vergleichswert entspricht. In der Pfalz wird die Erntemenge mit 2,3 Millionen Hektoliter marginal über dem Durchschnitt liegen. An der Mosel wird eine Erntemenge von 0,7 Millionen Hektoliter erwartet, das wären fast acht Prozent weniger als im langjährigen Durchschnitt und rund ein Viertel weniger als im Vorjahr.

Wegen des Termins, zu dem die Schätzungen erfolgen, sind die Ergebnisse noch mit Unsicherheiten behaftet und Veränderungen aufgrund des weiteren Witterungsverlaufs möglich.

Im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung berichten rund 150 Ernteberichterstatterinnen und Ernteberichterstatter regelmäßig über die Wachstumsstände der Reben und die Weinmosterträge. Bei den Ertragsschätzungen wird stets davon ausgegangen, dass der weitere Witterungsverlauf keine Extreme aufweist.

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

Ausbildung in der Justiz - anspruchsvoll mit Perspektive

Am 30. August 2019 haben 54 Nachwuchskräfte, die sich erfolgreich um eine Einstellung in den Vorbereitungsdienst zur Rechtspflegerin bzw. zum Rechtspfleger im Oberlandesgerichtsbezirk Koblenz beworben haben, ihre Ernennungsurkunden erhalten. Justizminister Herbert Mertin überreichte gemeinsam mit der Präsidentin des Oberlandesgerichts Koblenz Marliese Dicke den Bewerberinnen und Bewerbern ihre Urkunden und wünschte allen frisch ernannten Beamtinnen und Beamten für das duale Studium alles Gute und viel Erfolg.

Die ernannten Rechtspflegeranwärterinnen und Rechtspflegeranwärter haben am 1. September 2019 ihren dreijährigen Vorbereitungsdienst, der mit der Diplomprüfung (FH) endet, begonnen. Die Ausbildung umfasst zwei Studienabschnitte an der Hochschule für Rechtspflege Schwetzingen sowie eine Studienpraxis bei Amtsgerichten und Staatsanwaltschaften. Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger nehmen nach ihrer Ausbildung die ihnen übertragenen Aufgaben in sachlicher Unabhängigkeit wahr. Sie sind bei ihren Entscheidungen nur ihrem Gewissen und dem Gesetz unterworfen und an keine Weisungen gebunden. Diese sachliche Unabhängigkeit, die insoweit der richterlichen Unabhängigkeit entspricht, unterscheidet die Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger von anderen Angehörigen des dritten Einstiegsamtes. Der Aufgabenbereich der Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger ist breit gefächert und umfasst wichtige Teile der Rechtspflege, unter anderem Grundbuch-, Nachlass-, Insolvenz-, Zwangsversteigerungs-, Vollstreckungs- und Registersachen.

Die rheinland-pfälzische Justiz ist an der Gewinnung qualifizierten Nachwuchses für den Rechtspflegerberuf interessiert. Weitere Informationen zum Berufsbild, zur Ausbildung und zum Bewerbungsverfahren erhalten Sie auf der Internetseite des Oberlandesgerichts Koblenz unter www.olgko.justiz.rlp.de unter dem Link Ausbildung & Stellenangebote.

Bauhauptgewerbe im Juli 2019:

Umsätze höher, Aufträge deutlich niedriger als im Vormonat

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im Juli 2019 weniger Aufträge und höhere Umsätze als im Vormonat. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes gingen die Auftragseingänge im Vergleich zum Juni 2019 – kalender- und saisonbereinigt – um 11,9 Prozent zurück. Der baugewerbliche Umsatz erhöhte sich um 2,6 Prozent. Gegenüber den ersten sieben Monaten 2018 verbesserten sich das Ordervolumen um 5,1 Prozent und der Umsatz um 11,5 Prozent.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum Juni 2019 gingen die bereinigten Auftragseingänge im Hochbau gegenüber dem Vormonatsergebnis kräftig zurück (minus 33,3 Prozent). Im Tiefbau gab es dagegen einen deutlichen Anstieg (plus 9,6 Prozent). In den drei Bereichen des Hochbaus waren Auftragsrückgänge zu verzeichnen. Die stärksten Einbußen errechnen sich für den Wohnungsbau (minus 55,7 Prozent). In den drei Bereichen des Tiefbaus verbesserte sich dagegen das Ordervolumen. Im Straßenbau gab es den höchsten Auftragszuwachs (plus 13,6 Prozent). Gegenüber den ersten sieben Monaten 2018 wurde im Tiefbau eine deutliche Nachfragesteigerung registriert (plus 12,2 Prozent). Im Hochbau ging die Nachfrage dagegen zurück (minus 2,5 Prozent).

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum Juni 2019 stiegen die bereinigten Erlöse im Tiefbau um 6,5 Prozent. Für den Hochbau errechnet sich dagegen ein leichter Umsatzrückgang (minus 1,3 Prozent). Den stärksten Zuwachs gab es im sonstigen öffentlichen Tiefbau (plus 11,7 Prozent). Im öffentlichen Hochbau sowie im Straßenbau verbesserten sich die Erlöse ebenfalls deutlich (plus 7,7 bzw. plus 6,2 Prozent). Lediglich im Wohnungsbau blieben die Umsätze hinter dem Vormonatsergebnis zurück (minus 7,6 Prozent). Gegenüber den ersten sieben Monaten 2018 zogen die baugewerblichen Umsätze sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau kräftig an (plus 12,9 bzw. plus 10,1 Prozent).

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen Staat, Soziales)

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