Montag, 14. Oktober 2019

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Teuerungsrate sinkt im Mai auf 1,5 Prozent

Die Inflationsrate ist in Rheinland-Pfalz im Mai 2019 gesunken. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag der Verbraucherpreisindex um 1,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im April hatte die Teuerungsrate plus 1,9 Prozent betragen.

Die Energiepreise erhöhten sich im Vergleich zum Mai 2018 um 4,2 Prozent. Mineralölprodukte waren gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,4 Prozent teurer. So stiegen die Preise für Heizöl um 8,5 Prozent und die Kraftstoffpreise um 5,8 Prozent. Während die Umlage für Fernwärme sowie die Strompreise binnen Jahresfrist um 4,8 bzw. 3,3 Prozent zulegten, blieben die Preise für Gas unverändert.

Die Nahrungsmittelpreise lagen im Mai 2019 um 0,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Deutlich tiefer in die Tasche greifen mussten Verbraucherinnen und Verbraucher beim Kauf von Gemüse (plus 6,9 Prozent). Zum Beispiel waren Kartoffeln um 36,9 Prozent teurer als im Mai 2018. Die Preise für Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte sowie Fleisch und Fleischwaren zogen ebenfalls an (plus 2,3 Prozent bzw. plus 2,2 Prozent). Preissenkungen waren bei Obst zu verzeichnen (minus 7,8 Prozent; darunter Äpfel minus 21,7 Prozent). Aber auch Speisefette und Speiseöle sowie Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren verbilligten sich im Vergleich zum Vorjahresmonat (minus 5,6 Prozent bzw. minus 2,3 Prozent).

Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die auch als Kerninflationsrate bezeichnet wird, verringerte sich ebenfalls. Sie belief sich auf plus 1,2 Prozent nach plus 1,9 Prozent im April.
Im Jahresvergleich stiegen die Preise in zehn der zwölf Hauptgruppen. Die größten Zuwächse gab es im Bereich „Verkehr“ (plus 3,4 Prozent). Die Hauptgruppe „Alkoholische Getränke und Tabakwaren“ folgte an zweiter Stelle (plus 2,5 Prozent). Preisrückgänge waren in den Bereichen „Freizeit, Unterhaltung und Kultur“ sowie „Post und Telekommunikation“ zu beobachten (minus 1,6 bzw. minus 1,0 Prozent).

Veränderungen gegenüber April 2019

Gegenüber dem Vormonat verteuerten sich die Verbraucherpreise im Mai 2019 leicht um 0,2 Prozent. Die größten Preissteigerungen gab es in den Hauptgruppen „Verkehr“ (plus 1,2 Prozent, darunter Kraftstoffe: plus 4,1 Prozent) sowie „Alkoholische Getränke und Tabakwaren“ (plus 0,9 Prozent). Günstig aus Verbrauchersicht entwickelten sich hingegen die Preise für Bekleidung und Schuhe (minus 1,0 Prozent). Preissenkungen waren außerdem in den Bereichen „Post und Telekommunikation“ (minus 0,4 Prozent) sowie „Freizeit, Unterhaltung und Kultur“ (minus 0,3 Prozent; darunter Pauschalreisen: minus 2,4 Prozent) zu verzeichnen.

Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in elf rheinland-pfälzischen Berichtsgemeinden 18 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) rund 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von 600 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte zukommt (sog. Wägungsschema), im Preisindex berücksichtigt. Die Veränderung des VPI gegenüber dem Vorjahresmonat beziehungsweise dem Vorjahr wird umgangssprachlich auch als Inflationsrate bezeichnet. Neben dem VPI dienen Kerninflationsraten als ergänzende Kennzahlen zur Beurteilung der Geldwertentwicklung. Sie geben an, wie sich die Verbraucherpreise entwickeln, wenn bestimmte Güter des Warenkorbs nicht mit eingerechnet werden. Das sind zumeist Güter mit erfahrungsgemäß stark schwankenden Preisen. Hier wird der Gesamtindex ohne Energie und Nahrungsmittel als Kerninflationsrate bezeichnet.
Die Pressemitteilung zum Berichtsmonat Mai 2019 enthält vorläufige Ergebnisse. Sofern bis zum 6. Juni 2019 keine Korrektur erscheint, sind die veröffentlichten Ergebnisse als endgültig anzusehen.

Autorin: Dr. Melanie Nofz (Referat VGR, ETR, Arbeitsmarkt, Verdienste / Preise)

IHK-Konjunkturbericht Rheinland-Pfalz

Konjunkturlokomotive verliert weiter an Fahrt

Koblenz/Mainz/Ludwigshafen/Trier, 28. Mai 2019. Die wirtschaftliche Dynamik in Rheinland-Pfalz gerät zum Frühsommer 2019 weiter ins Stocken. Das belegt die aktuelle Konjunkturumfrage der rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern (IHKs), die auf einem repräsentativen Querschnitt der Wirtschaft mit Antworten von mehr als 1.000 Betrieben mit insgesamt über 200.000 Beschäftigten basiert.

Insgesamt zeigen sich, sowohl bei der gegenwärtigen Lagebeurteilung als auch der Erwartungshaltung der befragten Unternehmen für die kommenden Monate, verhaltene Stimmungswerte. Damit setzt sich die seit einem Jahr anhaltende Abkühlung des Konjunkturklimas – wenn auch ausgehend von Boomwerten – fort. „Die andauernden handelspolitischen Auseinandersetzungen und die aufgeschobene Brexitentscheidung machen insbesondere der exportorientierten Industrie zu schaffen. Entsprechend vorsichtig schauen die Unternehmen auch auf kommende Geschäftsentwicklungen“, so Arne Rössel, Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz.

Der IHK-Konjunkturklimaindikator, der sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen an die kommenden 12 Monate zusammenfasst, verharrt unverändert auf dem Niveau von 119 Punkten. „Angesichts des fehlenden Wachstums und der angespannten weltwirtschaftlichen Lage ist das ein solider Wert, der allerdings im Kontext der Gesamtentwicklung nachdenklich stimmt“, sagt Rössel. Mit Blick auf die Wirtschaftszweige bestätigt sich der konjunkturelle Trend: Insgesamt zeigt sich über alle Branchen hinweg eine ähnliche Dynamik wie bei der Vorumfrage zum Jahreswechsel 2018/19.

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Kostenlose Beratung zu den Programmen der Wohnraumförderung

ISB-Beratertag am 13. Juni 2019

Mainz, 28. Mai 2019. Am 13. Juni 2019 informiert die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) im Rahmen ihres Beratertages Wohnraumförderung in der Holzhofstraße 4 in Mainz umfassend und kostenfrei zu ihren Programmen rund um den Bau, den Kauf und die Modernisierung von Wohnraum, die mit günstigen Konditionen und Tilgungszuschüssen ausgestattet sind. Auch, wer eine Bewohnergenossenschaft gründen oder daran Anteile erwerben möchte, sich für Bauprojekte in Orts- und Stadtkernen oder für Maßnahmen für Wohngruppen und Wohngemeinschaften interessiert, kann sich zu Fördermöglichkeiten und Antragstellung beraten lassen – unabhängig davon, ob er die Immobilie selbst nutzt oder vermietet.

Interessierte können unter der Telefonnummer 06131 6172-1991 und der E-Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. einen Termin vereinbaren. Der nächste Beratertag in Mainz findet am 18. Juli 2019 statt. Um eine optimale individuelle Beratung zu gewährleisten, sollten möglichst Unterlagen zum Vorhaben, wie beispielsweise Baupläne oder Kostenschätzungen, mitgebracht oder bereits vorab eingereicht werden. Weitere Informationen zum Beratertag und zum Förderangebot der ISB gibt es online auf www.isb.rlp.de.

Nach der Europawahl

Rheinland-pfälzische Unternehmen erwarten gute Rahmenbedingungen

27. Mai 2019. Nach der Europawahl hofft die rheinland-pfälzische Wirtschaft auf eine Stärkung des Binnenmarktes und günstige Rahmenbedingungen für Unternehmen in der EU. Die rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern (IHKs) appellieren an die Abgeordneten des neu gewählten Europäischen Parlaments, sich für diese Ziele einzusetzen.

„Die vier Grundfreiheiten des Binnenmarktes, also der freie Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital, sind die Voraussetzung für den intensiven wirtschaftlichen Austausch in Europa und damit eine wichtige Grundlage für unseren Wohlstand“, erklärt Volker Scherer, Sprecher International der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz. Die international tätigen Unternehmen aus Rheinland-Pfalz erwarten daher von der europäischen Politik, dass sie diese Freiheiten schützt und den Binnenmarkt weiterentwickelt. Insbesondere sollten bestehende Hürden, zum Beispiel für Dienstleistungen durch Firmen aus anderen EU-Staaten, so weit wie möglich abgebaut werden.

Auch sollte sich die EU für den Freihandel einsetzen, sowohl innerhalb Europas als auch gegenüber Handelspartnern weltweit. Der Abschluss weiterer, zeitgemäßer Freihandelsabkommen – ähnlich dem seit 2017 gültigen CETA-Vertrag mit Kanada – und die Modernisierung bestehender Abkommen sollten vorrangige Ziele der EU sein.

Für die rheinland-pfälzischen Unternehmen ist der europäische Binnenmarkt von enormer Bedeutung. Die Industriebetriebe erzielten im vergangenen Jahr 57,6 Prozent ihres Umsatzes im Ausland. Zugleich gingen 64,4 Prozent der Ausfuhren aus Rheinland-Pfalz in Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Acht der zehn wichtigsten Absatzmärkte sind EU-Länder.

Weitere europapolitische Forderungen der IHK-Organisation sind auf www.ihk.de/europa zu finden.

Bauhauptgewerbe im ersten Quartal 2019: Aufträge und Umsätze höher als im Vorjahr

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im März 2019 weniger Aufträge und niedrigere Umsätze als im Vormonat. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes gingen die Auftragseingänge im Vergleich zum Februar 2019 – kalender- und saisonbereinigt – um 12,9 Prozent zurück. Der baugewerbliche Umsatz verringerte sich um 2,1 Prozent. Gegenüber dem ersten Quartal 2018 verbesserte sich dagegen das Ordervolumen um 5,0 Prozent, der Umsatz zog um 11,4 Prozent an.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum Februar 2019 blieben die bereinigten Auftragseingänge im Tiefbau deutlich hinter dem Vormonatsergebnis zurück (minus 18,8 Prozent). Im Hochbau gab es ebenfalls eine geringere Nachfrage (minus 6,0 Prozent). Die stärksten Auftragseinbußen verzeichneten der öffentliche Hochbau sowie der Straßenbau (minus 43,0 bzw. minus 27,7 Prozent). Für den sonstigen öffentlichen Tiefbau sowie für den Wohnungsbau errechnen sich kräftige Auftragszuwächse (plus 21,8 bzw. plus 11,3 Prozent). Gegenüber dem ersten Quartal 2018 wurde im Hochbau eine deutliche Nachfragesteigerung registriert (plus 9,3 Prozent). Im Tiefbau gab es eine leichte Verbesserung (plus 0,9 Prozent).

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum Februar 2019 gingen die bereinigten Erlöse im Hochbau um 3,7 Prozent zurück. Für den Tiefbau errechnet sich dagegen eine leichte Umsatzsteigerung (plus 1,4 Prozent). Die stärksten Einbußen gab es im Wohnungsbau sowie im gewerblichen Hochbau (minus 6,1 bzw. minus 3,0 Prozent). Im öffentlichen Hochbau und im Straßenbau übertrafen die Erlöse das Vormonatsergebnis (plus 3,2 bzw. plus 2,5 Prozent). Gegenüber dem ersten Quartal 2018 erhöhten sich die baugewerblichen Umsätze sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau kräftig (plus 13,6 bzw. plus 10,8 Prozent).

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen Staat, Soziales)

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