Mittwoch, 21. November 2018

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Einzelhandel im ersten Halbjahr 2018 mit Umsatz- und Beschäftigtenplus

Der rheinland-pfälzische Einzelhandel setzte im ersten Halbjahr 2018 mehr um als im Vorjahreszeitraum. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems waren die Umsätze real, also um Preisveränderungen bereinigt, um 0,2 Prozent höher als im ersten Halbjahr 2017. Nominal, also zu jeweiligen Preisen, stiegen die Erlöse um 1,9 Prozent. Deutschlandweit legten die Einzelhandelsumsätze preisbereinigt um 1,4 Prozent zu (nominal: plus drei Prozent).

Umsatzentwicklung nach Wirtschaftszweigen

Die Umsatzentwicklung war in den verschiedenen Bereichen des Einzelhandels unterschiedlich. Der umsatzstärkste Bereich ist der „Einzelhandel mit sonstigen Haushaltsgeräten, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf“. In diesem Handelssegment lagen die preisbereinigten Umsätze von Januar bis Juni um ein Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Im zweitgrößten Bereich, dem „Einzelhandel mit sonstigen Gütern“, zu denen Bekleidung, Schuhe und Lederwaren zählen, blieben die realen Erlöse im ersten Halbjahr 2018 unverändert. Im „Einzelhandel mit Waren verschiedener Art“, zu dem Supermärkte, SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte gehören, fielen die preisbereinigten Erlöse dagegen höher aus als im Vorjahreszeitraum (plus 1,3 Prozent). Der Handel mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwaren setzte real 4,1 Prozent mehr um als im ersten Halbjahr 2017. Im Handel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik gingen die Umsätze preisbereinigt um 5,2 Prozent zurück.

Beschäftigung

Die Zahl der Beschäftigten im Einzelhandel lag in der Zeit von Januar bis Juni 2018 um ein Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Während die Zahl der Vollzeitbeschäftigten nahezu unverändert blieb (plus 0,1 Prozent), stieg die Zahl der Teilzeitbeschäftigten um 1,6 Prozent.

Die Daten stammen aus der monatlichen Stichprobenerhebung bei ausgewählten Einzelhandelsunternehmen in Rheinland-Pfalz. Durch das Handelsstatistikgesetz wird die Zahl der zu befragenden Einheiten auf höchstens 8,5 Prozent aller Unternehmen begrenzt. Die Angaben für Filialbetriebe von Einzelhandelsketten mit Sitz in einem anderen Bundesland sind in den Ergebnissen enthalten.Die Einzelhandelsmesszahlen werden in fünfjährigem Abstand auf ein neues Basisjahr umgestellt. Ab der Veröffentlichung der Ergebnisse für den Berichtsmonat Januar 2018 beziehen sich alle Daten der Einzelhandelsstatistik nun auf das neue Basisjahr 2015 (zuvor 2010). Zur Berechnung der preisbereinigten (realen) Messzahlen musste auf Einzelhandelspreisindizes in der Gewichtung des Jahres 2010 zurückgegriffen werden, da die Umstellung des Einzelhandelspreisindexes auf das Basisjahr 2015 erst zum Jahreswechsel 2018/2019 erfolgen kann. Voraussichtlich im Frühjahr 2019 werden daher Revisionen bei den realen Messzahlen der Einzelhandelsstatistik notwendig werden.

Autor: Wolfgang Ellermeyer (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke erneut gestiegen

Die Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke sind zum sechsten Mal in Folge gestiegen. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lagen die Kaufwerte je Hektar Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung (FdlN) in Rheinland-Pfalz 2017 im Durchschnitt bei knapp 13.500 Euro; das waren 1,8 Prozent mehr als im Jahr 2016.

Sowohl die Zahl der Kauffälle als auch die veräußerte Fläche der landwirtschaftlich genutzten Grundstücke waren gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Die Zahl der Eigentümerwechsel reduzierte sich auf 4.017 (minus 9,6 Prozent). Im Jahr 2017 wechselten 3.300 Hektar den Eigentümer; dies entspricht einem Rückgang von 6,3 Prozent. Pro Verkaufsfall wurden im Durchschnitt 0,82 Hektar veräußert.

Der weitaus größte Teil der verkauften Flächen liegt in den Landkreisen (97 Prozent). Dabei reichte die Spanne der Kaufwerte je Hektar Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung von rund 4.900 Euro im Landkreis Kusel bis zu 40.900 Euro im Rhein-Pfalz-Kreis. Im Durchschnitt aller Landkreise errechnet sich ein Hektarpreis von 12.600 Euro; in den kreisfreien Städten war er mit 39.800 Euro wesentlich höher.

Neben der regionalen Lage sind vor allem die Nutzungsart und die Bodenqualität für den Kaufpreis von Bedeutung. So war Ackerland mit durchschnittlich 18.600 Euro pro Hektar mehr als doppelt so teuer wie Grünland mit 8.800 Euro. Eine noch größere Spanne ist bei der Unterscheidung nach der Bodengüte zu beobachten: Gute Böden mit einer Ertragsmesszahl von 60 und mehr erzielten mit durchschnittlich rund 32.700 Euro einen mehr als dreimal so hohen Verkaufspreis wie Böden mit einer Ertragsmesszahl von unter 30.

Daten über Verkäufe von landwirtschaftlichen Grundstücken werden dem Statistischen Landesamt vierteljährlich von den Gutachterausschüssen bei den Kataster- und Stadtvermessungsämtern übermittelt. Erhoben werden Verkäufe von Grundstücken mit einer Mindestgröße von 0,1 Hektar (1.000 m²), die zumindest für einen überschaubaren Zeitraum weiterhin als Ackerland oder Grünfläche genutzt werden.
Die durchschnittlichen Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke sind im Zeitverlauf nur bedingt vergleichbar, weil sie sich in jedem Jahr aus unterschiedlich gearteten Einzelfällen zusammensetzen. Die Statistik der Kaufwerte für landwirtschaftlichen Grundbesitz hat daher mehr den Charakter einer Grundeigentums-wechselstatistik als den einer Preisstatistik.

Autorin: Petra Wohnus (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

Zukunft braucht Werte – Unternehmen brauchen Mut!

Gesellschaftlich relevante Fragestellungen in den wirtschaftlichen Kontext zu übertragen und darzustellen, wie Unternehmen und Gesellschaft mit diesen Themen umgehen können – das ist das Anliegen des Forums Wirtschaftsethik – Zukunft braucht Werte. Nach der tollen Resonanz nach dem Neustart im vergangenen Jahr in Bad Marienberg zum Thema „Kulturelle Unterschiede – Chance oder Konfliktpotential?“ haben die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH (WFG), das Evangelische Dekanat Westerwald, die Katholische Erwachsenenbildung – Bildungswerk Westerwald-Rhein-Lahn, die IHK Koblenz – Geschäftsstelle Montabaur sowie die Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald entschieden, dieses Forum weiterzuführen.

Mit freundlicher Unterstützung der ADG Business School dürfen wir Sie am 06. September 2018 um 18:00 Uhr herzlich auf das Schloß Montabaur einladen. Unter der Überschrift „Inklusive Unternehmen - Mehrwert und mehr Wert“ erörtern wir,

warum Berührungsängste mit dem Thema der Beschäftigung von Menschen mit physischen oder psychischen Einschränkungen (wirtschaftlich) nicht sinnvoll sind.

Wir freuen uns sehr, dass wir Paul Cvilak, Gründer der AfB gGmbH und Träger des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, als Referenten gewinnen konnten. Er bringt viel Erfahrung mit und wird die Herausforderungen und Chancen, die sich für Unternehmen ergeben, diskutieren und praktische Lösungswege vorstellen. Ergänzt werden seine Ausführungen durch regionale Beispiele und konkrete Unterstützungsangebote.

Ziel ist es, Themen von mehreren Seiten zu beleuchten und die Diskussion für kritische Fragen zu öffnen – es geht um Denkanstöße, Orientierung und praktische Hilfestellung - Wir freuen uns auf Sie!

Ihre Anmeldung richten Sie bitte bis zum 24. August 2018 an E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ,
Fax: 02602/124-12305 oder telefonisch unter 02602 124-305 an die WFG.

Industrieproduktion im Juni 2018 höher als im Vormonat und im Vorjahresmonat

Die rheinland-pfälzische Industrieproduktion ist im Juni 2018 gestiegen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex, der die mengenmäßige Ausbringung der Industrie misst, um 1,7 Prozent über dem Niveau des Vormonats.

In zwei der drei industriellen Hauptgruppen stieg die Produktion. In der Konsumgüterindustrie fiel der Güterausstoß im Juni um 3,4 Prozent höher aus als im Mai. Die Hersteller von Vorleistungsgütern steigerten ihren Output um 1,6 Prozent. Die Produktion der Investitionsgüterhersteller war hingegen rückläufig (minus 1,8 Prozent).

In zwei der drei umsatzstärksten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes war die Ausbringung im Juni höher als im Vormonat. Im Maschinenbau, der zur Investitionsgüterindustrie gehört und gemessen am Umsatz in Rheinland-Pfalz die drittgrößte Industriebranche ist, stieg die Produktion um 2,8 Prozent. Die Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und die umsatzstärkste Branche ist, steigerte ihren Güterausstoß um 1,3 Prozent. Der Output der Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie, die zur Investitionsgüterindustrie zählt und die zweitgrößte Branche ist, schrumpfte hingegen deutlich um 4,3 Prozent.

Die bereinigte Produktion der rheinland-pfälzischen Industrie lag im Juni 2018 deutlich über dem Niveau des Vorjahresmonats (plus 23,8 Prozent). In zwei der drei industriellen Hauptgruppen war der Güterausstoß höher als im Juni 2017. Besonders stark fiel der Zuwachs in der Konsumgüterindustrie aus, was allerdings mit einem Sondereffekt in einem Teilbereich der Konsumgüterproduktion zusammenhängt. Von den drei größten Branchen drosselten zwei ihre Produktion; lediglich in der Chemieindustrie fiel der Output höher aus als im Vorjahresmonat.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

Kaufwerte für baureifes Land 2017 rückläufig

Kaufwerte für baureifes Land 2017 rückläufig

Für baureifes Land wurde in Rheinland-Pfalz 2017 weniger bezahlt als ein Jahr zuvor. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems belief sich der Kaufwert auf durchschnittlich 130 Euro pro Quadratmeter. Er lag damit um 1,9 Prozent unter dem Niveau von 2016, als 133 Euro je Quadratmeter gezahlt wurden. Im Jahr 2007 waren es 102 Euro.

Gegenüber 2016 hat sowohl die Zahl der Verkäufe als auch die verkaufte Fläche abgenommen. Insgesamt gab es 5.672 Verkaufsfälle (minus 7,3 Prozent), bei denen 4,2 Millionen Quadratmeter baureifes Land den Eigentümer wechselten (minus 4,5 Prozent).

In den kreisfreien Städten lag der Kaufwert durchschnittlich bei 382 Euro je Quadratmeter baureifes Land. Beispielsweise wurden in Mainz 844 Euro je Quadratmeter erzielt, während sich der Kaufwert in Zweibrücken auf 81 Euro je Quadratmeter belief. In den Landkreisen fiel der Kaufwert je Quadratmeter baureifes Land mit durchschnittlich 102 Euro wesentlich niedriger aus als in den kreisfreien Städten. Im Rhein-Pfalz-Kreis wurden 318 Euro je Quadratmeter gezahlt, im Landkreis Vulkaneifel 37 Euro.

Neben baureifem Land wurde im vergangenen Jahr auch in geringerem Umfang Industrieland (599 Kauffälle) sowie Rohbauland (204 Kauffälle) veräußert. Die Kaufwerte hierfür lagen mit 52 bzw. 57 Euro je Quadratmeter deutlich unter den Kaufwerten für baureifes Land. Land für Verkehrszwecke wurde für durchschnittlich 41 Euro je Quadratmeter verkauft (20 Kauffälle).

Weitere Informationen (einschließlich detaillierte Daten für kreisfreie Städte und Landkreise) enthält der Statistische Bericht.

Die Daten stammen aus den Meldungen der Geschäftsstellen der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte bei den Kataster- und Stadtvermessungsämtern. Die Gutachterausschüsse erhalten die Veräußerungsanzeigen von den Notaren. Die Angaben beziehen sich auf verkaufte Grundstücke, deren Größe 100 Quadratmeter und mehr beträgt.

Zum baureifen Land zählen voll erschlossene, unbebaute Grundstücke, bei denen eine Bebauung sofort möglich ist. Rohbauland ist noch nicht ausreichend erschlossen, liegt jedoch in Baugebieten und steht in absehbarer Zeit zur Erschließung und Bebauung an. Industrieland ist in den Bebauungsplänen als reines Industrie- und Gewerbegebiet ausgewiesen. Land für Verkehrszwecke sind unbebaute Grundstücke, die nur für den öffentlichen Verkehr (Autobahnen, Straßen, Wege, Brücken) genutzt werden sollen.

Autorin: Diane Dammers (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

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