Mittwoch, 23. Januar 2019

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Schweinebestand verringerte sich binnen Jahresfrist um sechs Prozent

Der Bestand an Schweinen ist in Rheinland-Pfalz im Mai 2018 auf den niedrigsten bisher registrierten Stand gefallen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden in landwirtschaftlichen Betrieben mit mindestens 50 Schweinen oder zehn Zuchtsauen rund 166.200 Schweine gehalten. Gegenüber dem Bestand vom Mai 2017 waren das fast sechs Prozent weniger.

In Deutschland (ohne die Stadtstaaten) gibt es knapp 27 Millionen Schweine. Die Schweinehaltung konzentriert sich auf die Bundesländer Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mit etwa 58 Prozent des Bestandes. Dagegen lag der Anteil der in Rheinland-Pfalz gehaltenen Schweine bei nur noch 0,6 Prozent.

Rund 46 Prozent der Tiere waren Mastschweine in der Endmastphase, die am Stichtag bereits ein Lebendgewicht von wenigstens 50 Kilogramm erreicht hatten. Nur ungefähr sechs Prozent des Bestandes entfielen auf Zuchtsauen. Mehr als die Hälfte der Schweine wurde in Betrieben mit 1.000 und mehr Tieren gehalten.

Als Auswahlgrundlage für die Stichprobenerhebung dient das Betriebsregister Landwirtschaft. Zur Grundgesamtheit zählen alle landwirtschaftlichen Betriebe mit mindestens 50 Schweinen oder 10 Zuchtsauen.

Kleinere Veränderungen des Bestandes an Schweinen sind aufgrund stichprobenbedingter Fehler nur bedingt aussagekräftig.

Autor: Jörg Breitenfeld (Abteilung Wirtschaft, Landwirtschaft, Umwelt, Register)

Zschimmer & Schwarz geht auf Welttour

In rund 365 Tagen um die Welt: Zum 125. Firmenjubiläum schickt das Chemieunternehmen einen multimedialen Seefracht-Container auf Reisen.

Lahnstein, 13. September 2018 – Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Das Chemieunternehmen Zschimmer & Schwarz feiert 2019 sein 125-jähriges Bestehen. Um diese Festlichkeiten heute schon einzuläuten, wurde vom Hauptsitz in Lahnstein aus im Beisein der Geschäftsführung ein ganz spezieller Seefracht-Container auf Reisen geschickt. Mit modernster Multimedia-Präsentation wird er im kommenden Jahr an zahlreichen internationalen Standorten des Unternehmens zum Botschafter des Jubiläums und der Zschimmer & Schwarz-Gruppe.

„Wir beschäftigen über 1.300 Menschen in 15 Ländern. Natürlich möchten wir als Arbeitgeber möglichst viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an unserer 125-Jahr-Feier teilhaben lassen. Daher haben wir uns entschieden, mit unserem Jubiläumscontainer einfach direkt zu unseren Standorten zu reisen. Der Container macht unsere Tradition als Familienunternehmen, unsere Werte, unsere vielseitigen Geschäftsbereiche sowie unsere Zukunftsvision interaktiv erlebbar“, so Dietmar Clausen, kaufmännischer Geschäftsführer bei Zschimmer & Schwarz.

Dr. Martin Haberl, Geschäftsführer für die Bereiche Vertrieb und Marketing, ergänzt: „Jeder, der Teil unseres Unternehmens ist, ist Teil einer ganz besonderen Geschichte. Das Jubiläum steht unter dem Motto „Die Mischung macht’s“ und genau diese bunte Mischung wollen wir allen näherbringen. Deswegen steht das Miteinander auch klar im Mittelpunkt: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können im Container Grußbotschaften ihrer Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt empfangen und auch selbst Fotos aufnehmen, um sich persönlich vorzustellen.“

Nach einem Jahr Reise, zehn Zwischenstopps in sechs Ländern und über 26.000 zurückgelegten Kilometern wird der Jubiläumscontainer im August 2019 wieder nach Lahnstein zurückkehren. Hier trifft er dann auf sieben weitere Container, die in einer großen Ausstellung die einzelnen Geschäftsbereiche von Zschimmer & Schwarz in ihrer ganzen Vielfalt präsentieren werden.

Wolfgang Nowak, technischer Geschäftsführer der Zschimmer & Schwarz-Gruppe, blickt voller Vorfreude auf das Jubiläum: „Die vergangenen 125 Jahre waren für Zschimmer & Schwarz eine ereignisreiche Reise. Wir wollen alle Menschen weltweit einladen, Reisegefährten zu werden und unser Unternehmen aus nächster Nähe kennenzulernen.“

Wie gut sind Lokalzeitungen?

Forscher der Universität Trier legen Ergebnisse der größten jemals durchgeführten Studie zu deutschen Lokalteilen vor

Gemeckert wird viel und gerne über Lokalzeitungen: Ein Bericht über den Kaninchenzüchterverein reiht sich an den nächsten, Berichterstattung über die Lokalpolitik ist einseitig und die Zeitungen werden eh immer dünner und inhaltsloser. Die Ergebnisse einer Forschergruppe der Universität Trier decken nun auf, wie es um die Qualität unserer Lokalzeitungen steht. Ein Ergebnis vorweg: Auch wenn die Unterschiede zwischen den Blättern groß sind, den Vorwurf von mangelnder Unabhängigkeit muss sich keine Zeitung gefallen lassen.

„Lokalzeitungen schreiben über das, was jeden von uns im Alltag betrifft – egal ob es um die neue Abfallordnung der Stadt geht oder ein großes Fest in der Gemeinde“, sagt Anna-Lena Wagner, Mitarbeiterin des Projekts „Lokaljournalismus in Deutschland“ an der Universität Trier. Das sei für die Forscher einer der Gründe gewesen, dem Lokaljournalismus auf den Zahn zu fühlen.

Foto: Über 18.000 Artikel aus Lokalzeitungen hat das Team rund um den im vergangenen Jahr verstorbenen Prof. Dr. Klaus Arnold für die Studie analysiert – auch die Studentinnen Johanne Mayer und Anna Diederichs haben mitgeholfen.

Das Team rund um den im vergangenen Jahr verstorbenen Medienprofessor Dr. Klaus Arnold war das erste, das sich nach langer Zeit wieder intensiv der Erforschung des Lokaljournalismus in Deutschland gewidmet hat. Insgesamt 103 Lokalzeitungen sowie dazugehörige Internetauftritte mit über 18.000 Artikeln haben Arnold, Wagner und 18 studentische Hilfskräfte untersucht.

Dabei stießen die Wissenschaftler auch auf Kurioses: „Eine Lokalzeitung in einem kleineren Ort hat beinahe über jede Hochzeit und Familienfeier berichtet“, erzählt Anna-Lena Wagner. Tatsächlich sind die Qualitätsunterschiede zwischen Lokalzeitungen in ländlicheren Gemeinden und Metropolenzeitungen teils enorm – in beide Richtungen. Während Lokaljournalisten in Städten anders als ihre Kollegen auf dem Land oft bundes- und weltpolitische Themen auf die lokale Ebene herunterbrechen und über Kontroversen berichten, bieten sie den Lesern weniger Service-Inhalte.

Unabhängig von Stadt und Land ist die Tatsache, dass einige Redaktionen häufiger unausgewogene Artikel schreiben. So erwähnen sie bei kritischen Themen nur die Meinungen einer Seite. Manche der Lokaljournalisten lassen sich auch vor den Werbe-Karren spannen und berichten überwiegend positiv beispielsweise über die Eröffnung eines neuen Restaurants.

„Eines der größten Qualitätsprobleme ist aber, dass die allermeisten Lokalzeitungen den Lesern kaum Möglichkeiten zur Partizipation geben. Leserbriefe besitzen keinen hohen Stellenwert. Nur sehr wenige Zeitungen laden ihre Leser zu Diskussionsrunden oder Ähnlichem ein.“

Aber auch Gutes können die Wissenschaftler der Universität Trier über Lokalzeitungen berichten: Den von Pegida und ähnlichen Gruppierungen gerne verwendeten Vorwurf der „Lügenpresse“ stehen die Ergebnisse der Studie entgegen: „Zu wenig unabhängige Berichterstattung lässt sich dem Lokaljournalismus insgesamt nicht vorwerfen.“ Auch mit der Vielfalt der behandelten Themen können Lokalzeitungen punkten – die Zeitungen bestehen also nicht nur aus Artikeln über Kaninchenzüchtervereine.

Dennoch, was kann man meckernden Kritikern des Lokaljournalismus sagen? „Tatsächlich haben viele Leser nicht die Möglichkeit, auf eine qualitativ bessere Zeitung umzusteigen, weil es in ihrer Region nur noch eine gibt“, sagt Anna-Lena Wagner, „ich kann nur dazu ermuntern, dass man als Leser auf die Zeitungen zugeht und beispielsweise Leserbriefe schreibt. Auch online gibt es ja mittlerweile Möglichkeiten, mit den Journalisten in Dialog zu treten.“

Die Ergebnisse des DFG-geförderten Forschungsprojekts wurden in der Fachzeitschrift Publizistik 2/2018 unter dem Titel „Die Leistungen des Lokaljournalismus“ veröffentlicht.

Ehrhardt + Partner Gruppe (EPG) und NBK unterzeichnen Absichtserklärung

500 Millionen US-Dollar für Mega-Logistikpark in Katar

Die Ehrhardt + Partner Gruppe (EPG) und Nasser Bin Khaled International, ein Tochterunternehmen von Nasser Bin Khaled and Sons, haben anlässlich der deutsch-katarischen Investmentkonferenz in Berlin eine Absichtserklärung für die Errichtung und den Betrieb eines gemeinsamen hochmodernen, vollautomatischen Mega-Logistikparks in Katar unterzeichnet. Damit sollen die stark steigenden Anforderungen an die Logistik in der Region erfüllt werden. Das Gesamtinvestitionsvolumen für den Bau des weltweit einzigartigen Logistikzentrums beträgt 500 Millionen US-Dollar.

Um die Anforderungen an dem kontinuierlich wachsenden Logistikbedarf in Katar gerecht zu werden, soll in der Nähe von Doha ein Mega-Logistikpark entstehen.

Die Absichtserklärung für die Investition von 500 Millionen US-Dollar zur Umsetzung des Mega-Logistikparks unterzeichneten H.E. Scheich Nawaf Nasser Bin Khaled Al-Thani, Chairman der NBK-Gruppe, und Marco Ehrhardt, geschäftsführender Gesellschafter der E+P-Gruppe, im Beisein des Botschafters des Staates Katar in Deutschland Scheich Saoud bin Abdulrahman al-Thani, dem katarischen Minister für Stadtverwaltung und Umwelt H.E. Mohammed bin Abdullah al-Rumaihi sowie dem Vorsitzenden der Qatari Businessmen Association H.E. Sheikh Faisal bin Qassim al-Thani, anlässlich der ‘9. deutsch-katarischen Investmentkonferenz‘ im Maritim Hotel in Berlin.

„Durch die Zusammenarbeit mit der EPG bringen wir die neueste Technologie in der digitalen und intelligenten Logistik nach Katar und verwandeln die Region zugleich zu einem weltweit führenden Logistikstandort“, erklärt H.E. Scheich Nawaf Bin Nassar Al-Thani in Berlin.

Die EPG ist Europas Marktführer für intelligente Logistik und digitalisierte Lagerverwaltung und betreut unter anderem so renommierte Kunden wie DHL, Fiege, Hellmann, Rossmann, Volkswagen, Pilatus, BOMAG und viele andere. „Wir sind seit mehr als zehn Jahren im Mittleren Osten mit einem eigenen Logistics Solutions Center (LSC) und Projektteams in Dubai vertreten und haben bereits zahlreiche große Logistikprojekte in der Region realisiert", betont Marco Ehrhardt. "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit NBK und darauf, gemeinsam einen der größten Logistikparks der Welt zu planen und umzusetzen.“

Im ersten Halbjahr mehr Unternehmens-, weniger Verbraucherinsolvenzen

Im ersten Halbjahr 2018 stellten mehr rheinland-pfälzische Unternehmen einen Insolvenzantrag als im ersten Halbjahr des Vorjahres. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems stieg die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres um 15 Prozent auf 406. Demgegenüber sank die Zahl der beantragten Verbraucherinsolvenzen. Sie lag mit 1.487 Fällen um 7,2 Prozent niedriger als im ersten Halbjahr 2017.

Unternehmensinsolvenzen

In den Unternehmen, die Insolvenz beantragt haben, waren 2.625 Beschäftigte tätig. Dies waren fast 62 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Forderungen der Gläubiger beliefen sich auf insgesamt 182 Millionen Euro. Dieser Wert liegt 28,8 Prozent über dem Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Die Forderungen je Unternehmen betrugen rund 448.000 Euro; dies sind zwölf Prozent mehr als ersten Halbjahr 2017.
Die meisten Insolvenzanträge betrafen Unternehmen des Wirtschaftsabschnitts „Baugewerbe“ (93), gefolgt von den Unternehmen des Wirtschaftsabschnitts „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen“ (71). Dies sind jeweils Wirtschaftsabschnitte, in denen sehr viele Unternehmen tätig sind. Darauf folgt mit Abstand der Wirtschaftsabschnitt „Gastgewerbe“ mit 39 Insolvenzfällen.

Die Insolvenzhäufigkeit bei Unternehmensinsolvenzen, d. h. die Anzahl der gestellten Insolvenzanträge je 1.000 wirtschaftlich aktiven Unternehmen, war im Rhein-Lahn-Kreis sowie in der kreisfreien Stadt Worms mit 5,7 bzw. 4,1 Anträgen je 1.000 wirtschaftlich aktiven Unternehmen am höchsten. Die niedrigste Insolvenzhäufigkeit ergab sich für den Landkreis Südliche Weinstraße mit 1,0 Anträgen je 1.000 wirtschaftlich aktiven Unternehmen. Den geringsten Wert unter den kreisfreien Städten verzeichnete Koblenz mit 2,3.

Verbraucherinsolvenzen

Die Verbraucher, die im ersten Halbjahr 2018 einen Insolvenzantrag stellen mussten, wiesen in der Summe Schulden in Höhe von 69,6 Millionen Euro auf. Damit war ein Verbraucher, der einen Insolvenzantrag stellen musste, im Durchschnitt mit einem Betrag von rund 46.800 Euro verschuldet. Die Höhe der Schulden insgesamt sank damit um 13 Prozent und die Höhe je Verbraucher um 6,3 Prozent.

Die Insolvenzhäufigkeit, bei Verbraucherinsolvenzen definiert als die Anzahl der gestellten Insolvenzanträge je 10.000 Einwohner, war am größten in der kreisfreien Stadt Pirmasens, wo 14,2 Anträge je 10.000 Einwohner gestellt wurden. Es folgt der Landkreis Kusel mit einem Wert von 9,2. Die geringste Insolvenzhäufigkeit war im Landkreis Alzey-Worms mit 1,9 Anträgen je 10.000 Einwohnern zu verzeichnen. Unter den kreisfreien Städten war sie in Neustadt a. d. Weinstraße mit 2,3 Anträgen je 10.000 Einwohnern am niedrigsten.

Die monatliche Insolvenzstatistik gibt Auskunft über das Insolvenzgeschehen und ist damit ein wichtiger konjunktureller Spätindikator. Erhebungsbasis sind die Meldungen der Amtsgerichte über die von ihnen bearbeiteten Verfahren.

Autor: Dr. Dirk Schneider (Referat Steuern, Verwaltungsstatistiken)

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