Samstag, 25. September 2021

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Industrieproduktion im April leicht gesunken

Die rheinland-pfälzische Industrieproduktion ist im April 2021 leicht gesunken. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Daten war der preis-, kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex 0,4 Prozent niedriger als im März 2021.

In zwei der drei industriellen Hauptgruppen verringerte sich die Ausbringung: Der Output der Konsumgüterhersteller schrumpfte kräftig um 6,4 Prozent; außerdem wurden 2,1 Prozent weniger Investitionsgüter produziert als im März. In der Vorleistungsgüterindustrie stieg der Güterausstoß hingegen um 2,6 Prozent.

Alle drei großen Industriebranchen drosselten im April ihre Produktion. In der Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und die umsatzstärkste Branche des Verarbeitenden Gewerbes ist, sank die Ausbringung um 2,5 Prozent. In der Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie, die gemessen am Umsatz unter den Industriebranchen an zweiter Stelle steht und zur Investitionsgüterindustrie gehört, fiel der Produktionsrückgang mit minus 5,3 Prozent am kräftigsten aus. Im Maschinenbau, der drittgrößten Branche, schrumpfte der Output gegenüber dem Vormonat leicht um 0,7 Prozent.

Das Niveau des Vorjahresmonats übertraf die bereinigte Industrieproduktion im April deutlich (plus 21 Prozent). Allerdings wurde die Wirtschaft im April 2020 stark durch die erste Welle der Corona-Pandemie und die zu ihrer Bekämpfung verhängten Maßnahmen in Mitleidenschaft gezogen. Im Vergleich zum Februar 2020, als die Corona-Pandemie die wirtschaftlichen Aktivitäten noch relativ wenig beeinträchtigte, ergab sich im April 2021 nur ein leichtes Plus von 0,9 Prozent.

Während sich der Güterausstoß in der Investitionsgüter- und in der Vorleistungsgüterindustrie erhöhte (plus 5,9 bzw. plus 3,4 Prozent), lag die Ausbringung in der Konsumgüterindustrie im April 2021 deutlich unter dem Niveau von Februar 2020 (minus 13 Prozent). In zwei der drei umsatzstärksten Branchen nahm der Output zu: Während der Maschinenbau mit plus neun Prozent den stärksten Produktionsanstieg verzeichnete und die Kraftwagen- und Kraftwagenteileherstellung um 4,7 Prozent zulegte, lag der Güterausstoß in der Chemieindustrie im April 2021 um 6,8 Prozent unter dem Vorkrisenniveau.

Die Pressemeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Beobachtung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Um die Auswirkungen der Corona-Pandemie einschätzen zu können, werden die Ergebnisse des Berichtsmonats zusätzlich mit denen von Februar 2020 verglichen. Die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat können der Tabelle entnommen werden. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

Kfz-Handel im März mit deutlichem Umsatzplus

Der Monat März bescherte dem Kfz-Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kfz) ein deutliches Umsatzplus. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems setzten die Kfz-Händler real, also um Preisveränderungen bereinigt, 20 Prozent mehr um als im März 2020. Nominal bzw. einschließlich Preisänderungen, stiegen die Umsätze um 22 Prozent. Deutschlandweit erhöhten sich die Umsätze real um 25 Prozent (nominal plus 28 Prozent).

Die Zahl der Beschäftigten reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,9 Prozent (Deutschland: minus 2,6 Prozent).

Bei diesen Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass der Kfz-Handel im März 2020 stark von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie betroffen war. Mit einem Umsatzanstieg von real 7,7 Prozent weist allerdings auch ein Vergleich mit den Märzergebnissen 2019 ein deutliches Plus auf (nominal plus elf Prozent) und lässt hier eine Erholung erkennen.

Umsatzentwicklung nach Wirtschaftszweigen

Alle Teilbereiche im Kfz-Handel wiesen höhere Umsätze aus. Vor allem der umsatzstarke Handel mit Kraftwagen legte deutlich zu. Das reale Umsatzplus lag hier bei 23 Prozent. Im Handel mit Kraftwa-genteilen und -zubehör erhöhten sich die Erlöse um 16,9 Prozent. Mit einem Plus von 6,9 Prozent entwickelte sich der Bereich „Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen“ schwächer.

Zeitraum von Januar bis März

Aufgrund der schlechten Entwicklungen im Januar und im Februar steht am Ende des ersten Quar-tals ein Umsatzminus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (real: minus 4,6 bzw. nominal minus 3,3 Prozent). Die Beschäftigung lag um zwei Prozent niedriger als im ersten Quartal 2020.

Die monatliche Kraftfahrzeughandelsstatistik wird im Mixmodell durchgeführt. Dabei werden große Unternehmen in einer Stichprobenerhebung direkt befragt; die Angaben zu den übrigen Unternehmen werden aus Verwaltungsdaten gewonnen. Bei zeitlichen Vergleichen ist der Berichtskreiswechsel im Berichtsmonat Februar 2021 zu beachten. Gleichzeitig ist die Unterteilung der Beschäftigten nach Voll- und Teilzeit entfallen.

Autorin: Petra Wohnus (Referat Unternehmensstatistiken)

Industrie im April 2021: Auftragseingänge steigen leicht

Industrie im April 2021: Auftragseingänge steigen leicht

Die Nachfrage nach rheinland-pfälzischen Industrieprodukten ist im April leicht gestiegen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex im April 2021 um 0,8 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Während das Ordervolumen aus dem Inland um 1,7 Prozent zulegte, erhöhte sich die Nachfrage aus dem Ausland nur geringfügig um 0,3 Prozent.

Bei den Herstellern von Konsumgütern gingen im April deutlich mehr Bestellungen ein als im März (plus 8,2 Prozent). Die Vorleistungsgüterindustrie verzeichnete ebenfalls einen Anstieg der bereinigten Auftragseingänge (plus drei Prozent). Die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächte sich ab (minus 2,3 Prozent).

Das Minus in der Investitionsgüterindustrie ist auf die Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie zurückzuführen. Die Branche, die gemessen am Umsatz in der Industrie an zweiter Stelle steht, musste im April einen Rückgang der Bestellungen um 6,3 Prozent hinnehmen. Im Maschinenbau, der ebenfalls zur Investitionsgüterindustrie gehört und die drittgrößte Industriebranche ist, gab es hingegen einen leichten Zuwachs (plus 0,7 Prozent). In der Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und die umsatzstärkste Branche des Verarbeitenden Gewerbes ist, stieg das Ordervolumen um zwei Prozent.

Der bereinigte Auftragseingangsindex war im April 2021 mit plus 59 Prozent deutlich höher als im Vorjahresmonat, in dem die Wirtschaft allerdings stark durch die erste Welle der Corona-Pandemie und die zu ihrer Bekämpfung verhängten Maßnahmen in Mitleidenschaft gezogen wurde. Aber auch gegenüber Februar 2020, als die Corona-Pandemie die wirtschaftlichen Aktivitäten noch relativ wenig beeinträchtigte, ist eine kräftige Nachfragesteigerung zu verzeichnen (plus 29 Prozent). Zu diesem deutlichen Anstieg trugen das Inlands- und das Auslandsgeschäft fast in gleichem Ausmaß bei.

Die Entwicklung der drei industriellen Hauptgruppen verlief sehr unterschiedlich: Das Ordervolumen der Vorleistungsgüterhersteller war im April 2021 um 23 Prozent höher als im Februar 2020. In der Investitionsgüterindustrie lagen die Auftragseingänge um 52 Prozent über dem Niveau von Februar 2020. Die Konsumgüterindustrie ist hingegen noch weit vom Vorkrisenniveau entfernt – die Bestellungen waren im April 2021 um 18 Prozent geringer als im Februar 2020. In allen drei großen Branchen hat sich die Nachfrage erholt. In der Chemieindustrie lag sie um 20 Prozent über dem Vorkrisenniveau; den größten Zuwachs gab es in der Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie mit plus 74 Prozent.

Die Pressemeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Um die Auswirkungen der Corona-Pandemie einschätzen zu können, werden die Ergebnisse des Berichtsmonats zusätzlich mit denen von Februar 2020 verglichen. Die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat können der beiliegenden Tabelle entnommen werden. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

Inflation zieht deutlich an

Die Teuerungsrate in Rheinland-Pfalz ist im Mai 2021 deutlich gestiegen. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag der Verbraucherpreisindex um 2,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Das ist der höchste Wert seit Oktober 2018. Im April betrug die Inflationsrate plus 1,8 Prozent.

Veränderungen gegenüber Mai 2021

Ein Grund für den Anstieg der Inflationsrate sind deutlich höhere Energiepreise. So mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher im Mai 10,7 Prozent mehr für Energie ausgeben als ein Jahr zuvor. Preistreibend wirkte sich unter anderem die im Januar 2021 eingeführte Kohlenstoffsteuer aus. Die Preise für Mineralölprodukte zogen merklich an (plus 30,8 Prozent). Insbesondere Kraftstoffe wurden binnen Jahresfrist teurer (plus 30,5 Prozent). Die Preise für Heizöl (einschließlich Umlage) stiegen um 10,3 Prozent. Zu berücksichtigen ist auch, dass aufgrund niedriger Rohölpreise und der geringen Nachfrage während der Corona-Pandemie die Preise für Mineralölprodukte im Mai 2020 auf einem außergewöhnlich niedrigen Niveau lagen. Auch für Gas (einschließlich Umlage) musste im Mai 2021 tiefer in die Tasche gegriffen werden (plus 3,1 Prozent). Die Preise für Fernwärme sanken dagegen im Vergleich zum Vorjahr (minus 2,9 Prozent). Mit einer Veränderung zum Vorjahr von minus 0,2 Prozent musste für Strom ebenfalls weniger bezahlt werden. Ohne Energie läge die Teuerungsrate bei plus 1,5 Prozent.

Die Nahrungsmittelpreise stiegen wieder etwas stärker: Nach einem Plus von 0,3 Prozent im April 2021 lag die Teuerungsrate im Mai 2021 bei plus 1,1 Prozent. Hohe Preissteigerungen waren bei Speisefetten und Speiseölen zu beobachten (plus 2,9 Prozent; darunter Butter plus 6,4 Prozent). Auch für Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren erhöhten sich die Preise im Vergleich zum Vorjahresmonat (plus 2,5 Prozent). Molkereiprodukte und Eier sowie Obst verteuerten sich ebenfalls um mindestens 2 Prozent (darunter Joghurt plus 4,9 Prozent und Äpfel plus 6,1 Prozent). Niedrigere Preise als im Vorjahresmonat gab es in den Bereichen „Gemüse“ (minus 1,7 Prozent) sowie „Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte“ (minus 1,2 Prozent). Zum Beispiel verbilligte sich Räucherfisch um 3,4 Prozent.
Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die auch als Kerninflationsrate bezeichnet wird, stieg im Mai 2021 auf plus 1,6 Prozent. Im April 2021 betrug sie plus 1,2 Prozent.
In acht der zwölf Abteilungen lagen die Preise über dem Niveau des Vorjahresmonats. Durch den kräftigen Anstieg der Kraftstoffpreise wies der Bereich „Verkehr“ die höchste Teuerungsrate auf (plus 8,7 Prozent). Es folgte die Abteilung „Freizeit, Unterhaltung und Kultur“ mit plus 3,7 Prozent. Zu dieser Abteilung gehören beispielsweise Bücher und Computersoftware. Die stärksten Preisrückgänge waren im Bereich „Post und Telekommunikation“ zu beobachten (minus 1,4 Prozent).

Veränderungen gegenüber April 2021

Gegenüber dem Vormonat nahm der Verbraucherpreisindex um 0,5 Prozent zu. Die stärksten Preissteigerungen gab es bei Waren und Dienstleistungen aus dem Bereich „Freizeit, Unterhaltung und Kultur“ (plus 2,2 Prozent). Für Bekleidung und Schuhe musste ebenfalls mehr bezahlt werden als im April (plus 1,8 Prozent). Preisrückgänge waren unter anderem in der Abteilung „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ zu verzeichnen (minus 0,3 Prozent). In den Bereichen „Alkoholische Getränke und Tabakwaren“ und „Post und Telekommunikation“ blieben die Preise im Durchschnitt konstant.

Hinweise zur Qualität des Verbraucherpreisindex im Mai 2021

Im Mai 2021 kam es bei der Erhebung der Verbraucherpreise weiterhin zu Einschränkungen aufgrund der Corona-Krise und den damit zusammenhängenden Maßnahmen. In Einzelbereichen müssen daher Einschränkungen in der Aussagefähigkeit in Kauf genommen werden. Statistisch unsichere Zahlenwerte sind in den Tabellen und Grafiken entsprechend gekennzeichnet.

Die Veränderung des Verbraucherpreisindexes (VPI) misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in 11 rheinland-pfälzischen Berichtsgemeinden 18 Preisermittlerinnen bzw. Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) rund 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preise von 650 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sogenannte Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt. Die Veränderung des VPI gegenüber dem Vorjahresmonat beziehungsweise dem Vorjahr wird umgangssprachlich auch als Inflationsrate bezeichnet.
Neben dem VPI dienen Kerninflationsraten als ergänzende Kennzahlen zur Beurteilung der Geldwertentwicklung. Sie geben an, wie sich die Verbraucherpreise entwickeln, wenn bestimmte Güter des Warenkorbs nicht mit eingerechnet werden. Das sind zumeist Güter mit erfahrungsgemäß stark schwankenden Preisen. In dieser Pressemitteilung wird die Veränderung des Gesamtindexes ohne Energie und Nahrungsmittel als Kerninflationsrate bezeichnet.
Die Pressemitteilung zum Berichtsmonat Mai 2021 enthält vorläufige Ergebnisse. Sofern bis zum 8. Juni 2021 keine Korrektur erscheint, sind die veröffentlichten Ergebnisse als endgültig anzusehen.

Autorin: Dr. Melanie Nofz (Referat Unternehmensregister, Verdienste, Preise)

Wie steht’s um die Landwirtschaft in Deutschland und seinen Regionen?

Interaktive Ergebnisse der Landwirtschaftszählung

Die Ergebnisse der Landwirtschaftszählung (LZ 2020) veröffentlichen die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder in den kommenden Wochen sukzessive in Form interaktiver StoryMaps im gemeinsamen Statistikportal. Zum Auftakt gibt es einen Überblick über die Erhebungsmethodik und -inhalte sowie den rechtlichen Rahmen der LZ 2020.

Im Jahr 2020 fand europaweit eine umfassende statistische Bestandsaufnahme in der Landwirtschaft statt. Landwirtschaftszählungen liefern zuverlässige statistische Informationen für Deutschland und seine Bundesländer, aber auch für die Kreise und Gemeinden sind unter Beachtung der aktuell gültigen Geheimhaltungsbestimmungen Daten verfügbar.

Speziell in Zeiten, in denen nicht nur die Landwirtschaft im Spannungsfeld kontroverser Diskussionen steht, sind aktuelle und wirklichkeitsgetreue Daten wichtig, um beispielsweise

  • eine sachliche Diskussion in Politik und Öffentlichkeit führen zu können,
  • die Basis für die Ausgestaltung zukünftiger Rechtsgrundlagen zu liefern,
  • die Einflüsse der landwirtschaftlichen Produktion auf die Umwelt beurteilen zu können,
  • die Auswirkungen agrarpolitischer Maßnahmen einschätzen zu können.

Bei der LZ 2020 wurden in Rheinland-Pfalz zum Stichtag 1. März noch gut 16.000 aktiv wirtschaftende landwirtschaftliche Betriebe ermittelt (Deutschland rund 262.800 Betriebe). Die endgültigen Ergebnisse der Erhebung werden in den kommenden Monaten sukzessive neben den klassischen Veröffentlichungsformaten der statistischen Ämter des Bundes und der Länder in Form so genannter StoryMaps veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Texten, Grafiken und interaktiven Karten. Die erste StoryMap mit dem Titel Landwirtschaftszählung 2020: Ein weltweiter Agrarzensus gibt einen Überblick über die Erhebungsmethodik und -inhalte sowie den rechtlichen Rahmen der LZ 2020.

Das Erhebungsprogramm umfasste bei allen Betrieben Fragen zu den Themen Bodennutzung, Viehbestand, Rechtsform, ökologischer Landbau, Zwischenfruchtanbau und Bewässerung im Freiland, Eigentums- und Pachtverhältnisse, Betriebsleitung sowie Hofnachfolge und ermöglicht so regional tiefgegliederte Auswertungen. Bei stichprobenmathematisch ausgewählten Betrieben wurden zusätzlich Angaben zu den Themen Arbeitskräfte, Viehhaltungsverfahren und Weidehaltung, Wirtschaftsdüngerausbringung und  -lagerung sowie die Gewinnermittlung und Umsatzbesteuerung erfragt.

Die LZ 2020 erfolgte zum Stichtag 1. März 2020. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Landwirtschaft wie etwa die fehlenden ausländischen Erntehelferinnen und Erntehelfer im Gemüsebau sind somit nicht in den Ergebnissen enthalten.

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

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