Dienstag, 20. April 2021

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Bauernverbände kritisieren den Lebensmittelhandel scharf

Umgang mit unlauteren Handelspraktiken muss beendet werden

Berlin/Koblenz. Der Deutsche Bauernverband und alle 18 Landesbauernverbände haben sich in einem offenen Brief an die vier großen Lebensmitteleinzelhandelsunternehmen Aldi, Edeka, Lidl und Rewe gewandt, um mit Nachdruck eine Änderung ihrer Handelspraktiken zu verlangen. Die Verbände reagieren auf ein Schreiben dieser vier Unternehmen an Bundeskanzlerin Angela Merkel, worin sie sich diffamiert, diskreditiert und in „ehrabschneidender“ Weise behandelt fühlen.

Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, machte gemeinsam mit seinen Präsidentenkollegen deutlich, dass es gerade die Vorgehensweisen genau dieser vier Handelsunternehmen seien, die die Arbeitsfähigkeit, Existenz und somit Nachhaltigkeit vieler Betriebe zerstört habe und weiterhin zerstöre. Der Druck gehe maßgeblich vom Preiswettbewerb in der Ernährungsindustrie und im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) aus. Dessen Einkaufsverhalten heize die Situation weiter an und vernichte bäuerliche Existenzen. Als jüngstes Beispiel nannten die Präsidenten die neuerlichen Preissenkungen der zurückliegenden Wochen bei Schweinefleisch, die drastisch über das hinausgehen würden, was trotz Corona und Afrikanischer Schweinepest von Seiten des Marktes angemessen gewesen wäre. Die Präsidenten forderten von den Einzelhandelsunternehmen mehr Wertschätzung ein und die Vergütung höherer Standards und Kosten für die landwirtschaftlichen Betriebe. Sie machten deutlich, dass den Landwirten jegliches Verständnis für die Befindlichkeiten des Lebensmitteleinzelhandels fehle. Dass nun der LEH die europäische Richtlinie über unlautere Handelspraktiken als Bedrohung für sich selbst darstelle, schlage dem Fass den Boden aus. Hier werde bewusst Ursache und Wirkung verwechselt so Horper.

Wir feiern später -

Holger Wolf, Direktkandidat der Grünen für die Landtagswahlen, ruft Betriebe und Vereine zur Unterstützung der Gastronomie auf.

Anfang Dezember blicken die heimischen Gastronomen normalerweise auf volle Reservierungslisten. Weihnachtsfeier reiht sich an Weihnachtsfeier. Wer nicht frühzeitig reserviert hat, bekommt nur noch schwer einen Tisch.

Ein gutes Dezembergeschäft hilft Betrieben auch dabei, ggf. umsatzschwächere Monate wieder auszugleichen. Gerade in diesem Jahr wäre das ganz besonders wichtig gewesen.

Doch gesellige Feiern wird es aufgrund der aktuell notwendigen Auflagen dieses Jahr wohl nicht geben. Mit bitteren Folgen für die Gastronomie. Auch das jetzt so wichtige Außer-Haus-Geschäft kann diese Umsatzausfälle nicht ersetzen. Firmen und Vereine haben diese Möglichkeit, sich nach Hause beliefern zu lassen, leider nicht. Aber sie können ihre Feier auf später verschieben und mittels Gutscheinen bereits jetzt helfen.

Holger Wolf bittet daher Firmen, Vereine und auch private Gruppen darum, ausfallende Weihnachtsfeiern in Restaurants durch den Erwerb von Restaurantgutscheinen zu ersetzen.

"Der Gutschein wirkt wie ein Mikrokredit und zeigt zudem die Verbundenheit mit den Betrieben. Im Kreis Neuwied gibt es eine vielfältige Restaurantlandschaft. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass diese erhalten bleibt. So ist es natürlich Ehrensache, dass unser Grüner Ortsverband Unkel-Linz-Bad Hönningen hier mit gutem Beispiel vorangeht. Unser diesjähriges Weihnachtsessen sollte im Spanischen Garten in Linz stattfinden. Daher haben wir dort einen Gutschein erworben und hoffen, so ein wenig durch die schwere Zeit zu helfen. „Bitte machen Sie es uns nach und veröffentlichen Sie Ihre Unterstützung für Ihren gastronomischen Betrieb unter dem Motto #wirfeiernspäter in der Presse und den sozialen Medien, um so für weitere Unterstützer zu werben“, so Wolf.

Desolater Markt für Schweinefleisch

Präsident Horper fordert mehr Engagement von Politik und Lebensmitteleinzelhandel

Koblenz. Die Erzeugerpreise für Schweinefleisch sind von den Schlacht- und Fleischunternehmen diese Woche um weitere 8 Cent je Kilogramm Schweinefleisch zurückgenommen worden und liegen nur noch bei 1,19 Euro je Kilogramm. In vielen Fällen erhalten die Schweinemäster aber nicht einmal mehr diesen Preis, wenn das zu schlachtende Schwein ein bestimmtes Gewicht und ein bestimmtes Alter überschritten hat.

Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, sieht vor allem die Markpartner in der Pflicht: „Diese Preisrücknahme ist völlig unverständlich, da der Abfluss von Schweinefleisch in den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) während des Lock down problemlos vonstattengeht und sich die Verbraucherpreise seit Monaten auf einem Niveau befinden, das einen höheren Erzeugerpreis erlauben würde.“

In vielen Umfragen sei dokumentiert worden, dass der Verbraucher durchaus bereit sei, höhere Verbraucherpreise für regionale Ware zu akzeptieren, erklärt Horper. „Nun liegt es an den führenden Discountketten endlich einzulenken. Es ist an der Zeit ein Zeichen für den Erhalt der heimischen und regionalen Produktion zu setzen. Aber auch die Politik muss sich fragen lassen, ob sie weiter zuschauen will, wie die über Parteigrenzen hinweg gewünschte regionale Vermarktung wegbricht. Die Schweinehalter erwarten, dass die corona-bedingten Hilfen auch für die Schweinebranche zur Verfügung stehen.“

Wir feiern später

Holger Wolf, Direktkandidat der Grünen für dieLandtagswahlen, ruft Betriebe und Vereine zur Unterstützung der Gastronomie auf.

Reservierungslisten. Weihnachtsfeier reiht sich an Weihnachtsfeier. Wer nicht frühzeitig reserviert hat, bekommt nur noch schwer einen Tisch.

Ein gutes Dezembergeschäft hilft Betrieben auch dabei, ggf. umsatzschwächere Monate wieder auszugleichen. Gerade in diesem Jahr wäre das ganz besonders wichtig gewesen.

Doch gesellige Feiern wird es aufgrund der aktuell notwendigen Auflagen dieses Jahr wohl nicht geben. Mit bitteren Folgen für die Gastronomie. Auch das jetzt so wichtige Außer-Haus-Geschäft kann diese Umsatzausfälle nicht ersetzen. Firmen und Vereine haben diese Möglichkeit, sich nach Hause beliefern zu lassen, leider nicht. Aber sie können ihre Feier auf später verschieben und mittels Gutscheinen bereits jetzt helfen.

Holger Wolf bittet daher Firmen, Vereine und auch private Gruppen darum, ausfallende Weihnachtsfeiern in Restaurants durch den Erwerb von Restaurantgutscheinen zu ersetzen.

"Der Gutschein wirkt wie ein Mikrokredit und zeigt zudem die Verbundenheit mit den Betrieben. Im Kreis Neuwied gibt es eine vielfältige Restaurantlandschaft. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass diese erhalten bleibt. So ist es natürlich Ehrensache, dass unser Grüner Ortsverband Unkel-Linz-Bad Hönningen hier mit gutem Beispiel vorangeht. Unser diesjähriges Weihnachtsessen sollte im Spanischen Garten in Linz stattfinden. Daher haben wir dort einen Gutschein erworben und hoffen, so ein wenig durch die schwere Zeit zu helfen. „Bitte machen Sie es uns nach und veröffentlichen Sie Ihre Unterstützung für Ihren gastronomischen Betrieb unter dem Motto #wirfeiernspäter in der Presse und den sozialen Medien, um so für weitere Unterstützer zu werben“, so Wolf.

Zweiter Lockdown

Wirtschaft benötigt mittelfristige Perspektive!

Koblenz, 13. November 2020. Für die aktuell im Lockdown befindlichen Betriebe fordert die Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz eine mittelfristige Perspektive. Und auch die Industrie benötigt Klarheit, vor allem bei den Regelungen zur Ein- und Ausreise. Unverständlich ist aus Sicht der IHK Koblenz die Schließung von Fitnessstudios, da gerade dort Präventionsmaßnahmen wie etwa eine geregelte Kontaktnachverfolgung sehr gut umsetzbar wären.

„Der Lockdown zeigt nach zwei Wochen tiefe Bremsspuren in unmittelbar wie mittelbar betroffenen Branchen und Betrieben. Umso wichtiger ist, dass die Entschädigungen zügig ausgezahlt und auf mittelbar betroffene Wirtschaftsbereiche, wie etwa den stationären Einzelhandel, ausgeweitet werden“, kommentiert Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz, die ersten beiden Wochen des zweiten Lockdowns 2020. „Die regionalen Unternehmen brauchen unbedingt verlässliche Perspektiven!“ Dieses Bedürfnis werde im Austausch mit den Unternehmerinnen und Unternehmern, etwa im Rahmen von Diskussionen mit dem IHK-Tourismusausschuss und dem Netzwerk Fitnessstudios immer wieder deutlich. „Die Ungewissheit über den Fortgang des Lockdowns und die damit einhergehende Planungsunsicherheit ist Gift für die Wirtschaft“, so Rössel weiter.

Die Industrie, auf die gut 25 Prozent der rheinland-pfälzischen Wertschöpfung entfällt, ist von den behördlichen Einschränkungen zwar nicht direkt betroffen, aber besonders auf ein reibungslos funktionierendes Auslandsgeschäft angewiesen. „Die Konjunkturlokomotive Industrie muss weiterlaufen. Ohne Geschäftsreisen und ohne den Einsatz von Monteuren im Ausland gerät das überlebensnotwendige Auslandsgeschäft in Gefahr. Darum braucht es mehr Tests, klare Regeln zur Ein- und Ausreise sowie perspektivisch eine passende Impfstrategie“, fordert Karina Szwede, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin und Geschäftsführerin Unternehmensservice International bei der IHK Koblenz.

Mit den aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus sollen unter anderem Freizeitaktivitäten eingeschränkt und dadurch mögliche Infektionsherde eliminiert werden. Im Zuge dessen wurden jedoch auch Unternehmen geschlossen, die nicht gänzlich dem Freizeitsektor angehören. So bieten beispielsweise Fitness- und Sportstudios vielfach auch Reha- und Präventionssport an. „Gerade bei den Fitnessstudios ist durch Zugangskontrollen jederzeit eine automatisierte Kontaktnachverfolgung möglich“, ordnet Fabian Göttlich, Geschäftsführer Interessenvertretung bei der IHK Koblenz, ein. „Die Schließung der Studios trifft verantwortungsvolle Inhaber wie auch gesundheitsorientierte Kunden und damit leider die Falschen.“

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