Freitag, 23. August 2019

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Berufliche Perspektive für geflüchtete Menschen

Fit für das Arbeiten in Hotellerie und Gastronomie

Das Gastronomische Bildungszentrum (GBZ) der Industrie- und Handelskammer Koblenz bietet in diesem Jahr fortlaufend Basisqualifikationen im Bereich Hotellerie für Migranten an.

Gefördert werden diese Programme durch verschiedene Institutionen und Verbände mit dem Ziel, Menschen eine berufliche Perspektive zu bieten. Es werden Grundkenntnisse vermittelt, die für das Arbeiten in der Gastronomie notwendig sind. Die Teilnahme ist unabhängig vom Sprachniveau möglich.

Die Seminardauer beträgt üblicherweise drei Monate, der Einstieg ist flexibel realisierbar und endet mit einer IHK-Zertifikatsprüfung. Inhaltliche Themenschwerpunkte sind die Bereiche Küche, Service und Housekeeping. Dabei spielen fachpraktische Inhalte ebenso eine Rolle, wie der kundenorientierte Umgang mit dem Gast.

Die Teilnehmer lernen Standartabläufe im Gastgewerbe kennen. Durch das Arbeiten im Übungshotel, erlangen sie Kenntnisse, die ihnen den Einstieg in das Berufsleben leichter machen. Dazu gehört auch ein entsprechendes Bewerbertraining und das Erkennen der persönlichen Fähigkeiten und Interessen.

Durch die Qualifikation soll erreicht werden, dass die Teilnehmer zukünftig in der Branche einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen können oder sogar vielleicht eine Ausbildung beginnen.

Ausführliche Informationen und Beratungsgespräche zu dem individuell passenden Angebot erhalten Sie unter: 0261 30489-14 oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH

Unternehmensumfrage der wfg Westerwaldkreis- Mobilität und Fahrgemeinschaften in Westerwälder Betrieben

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH hat eine Umfrage zum Thema Mobilität und Fahrgemeinschaften in Betrieben gestartet. Mit fünf kurzen Fragen erhalten die Unternehmerinnen und Unternehmer der Region die Möglichkeit, ihre Einschätzung zum Thema Fahrgemeinschaften und Mobilität im Landkreis zu äußern. Die Umfrage geht auf eine Initiative des Westerwälder Kreistags zurück, der die Kreisverwaltung und die Wirtschaftsförderung damit beauftragt hat, die Etablierung einer Regionalen Mitfahrerzentrale zu überprüfen. Die Überprüfung der wfg hat ergeben, dass das sogenannte Pendlerportal, welches vom Land Rheinland-Pfalz für alle Landkreise eingeführt wurde, im Westerwaldkreis bisher kaum Verwendung findet. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft wird nun im ersten Schritt Maßnahmen überprüfen, wie das bereits vorhandene Portal eine bessere Bekanntheit und Akzeptanz im Landkreis findet. „Für uns als wfg ist es wichtig bei diesem Thema auf den Standpunkt unserer Unternehmen zu hören und deren Bedarfe zu berücksichtigen, dafür haben wir die Umfrage gestartet.“, so wfg-Geschäftsführerin Katharina Schlag.

Die Umfrage ist unter folgendem Link zu erreichen:

https://bit.ly/2ELNb86

oder auf der Startseite der wfg Westerwaldkreis unter: wfg-ww.de

Industrieproduktion im Januar 2019 mit deutlichem Rückgang

Der Index der rheinland-pfälzischen Industrieproduktion ist im Januar 2019 gegenüber dem Vormonat deutlich gesunken. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex um 4,8 Prozent unter dem Niveau von Dezember 2018.

In den drei industriellen Hauptgruppen hat sich die Ausbringung im Januar unterschiedlich entwickelt. In der Vorleistungsgüterindustrie war die bereinigte Produktion um 3,5 Prozent höher als im Dezember 2018. Starke Einbußen gab es hingegen in der Konsumgüterindustrie, deren Output um 18,3 Prozent abnahm. In der Investitionsgüterindustrie sank der Güterausstoß um 7,2 Prozent.

Nur in einer der drei umsatzstärksten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes fiel die Ausbringung im Januar 2019 höher aus als im Vormonat: Der Output der Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und die umsatzstärkste Industriebranche ist, legte kräftig um 8,4 Prozent zu. Die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die zur Investitionsgüterindustrie zählen und gemessen am Umsatz die zweitgrößte Branche bilden, mussten deutliche Produktionseinbußen hinnehmen (minus 8,4 Prozent). Im Maschinenbau, der zur Investitionsgüterindustrie gehört und unter den Industriebranchen an dritter Stelle steht, gab es einen Rückgang in ähnlicher Größenordnung (minus 8,7 Prozent).

Im Vergleich zum Vorjahresmonat war ebenfalls ein kräftiger Rückgang der Industrieproduktion zu verzeichnen (minus 11,8 Prozent). Der Output der Konsumgüterindustrie ist – allerdings ausgehend von einem sehr hohen Niveau – deutlich gesunken. Auch in der Investitionsgüterindustrie nahm die Ausbringung ab, während sie in der Vorleistungsgüterindustrie geringfügig zulegte. Im Maschinenbau gab es Produktionseinbußen; in der Chemieindustrie und in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen lag die Ausbringung hingegen über dem Niveau des Vorjahresmonats.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

Auftragseingänge der Industrie im Januar 2019 gesunken

Im Januar 2019 ist die Nachfrage nach Erzeugnissen der rheinland-pfälzischen Industrie gesunken. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um vier Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland gingen weniger Aufträge ein als im Dezember 2018 (minus 10,9 bzw. minus 9,8 Prozent).

Die Entwicklung verlief in den drei industriellen Hauptgruppen unterschiedlich. In der Vorleistungsgüterindustrie, der Hauptgruppe mit dem höchsten Umsatzanteil, erhöhte sich das Ordervolumen im Januar um 4,5 Prozent. Dadurch konnte jedoch das starke Minus von 20,7 Prozent in der Investitionsgüterindustrie nicht ausgeglichen werden. In der Konsumgüterindustrie waren die Bestellungen ebenfalls rückläufig (minus 7,5 Prozent).

Die drei größten Branchen der rheinland-pfälzischen Industrie entwickelten sich uneinheitlich. In der Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und die gemessen am Umsatz die größte Branche des Verarbeitenden Gewerbes ist, stiegen die Auftragseingänge um 4,1 Prozent. Die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die zur Investitionsgüterindustrie gehören und die zweitgrößte Industriebranche bilden, mussten hingegen starke Einbußen hinnehmen (minus 24,1 Prozent). Im Maschinenbau, der die drittgrößte Branche ist und ebenfalls zur Investitionsgüterindustrie zählt, gab es einen Rückgang in ähnlicher Größenordnung (minus 23,8 Prozent).

Im Vergleich zum Vorjahresmonat war eine deutliche Abnahme der Auftragseingänge zu verzeichnen. Die Nachfrage war im Januar 2019 um 15,2 Prozent geringer als ein Jahr zuvor. Hierbei kommt aber auch ein statistischer Basiseffekt zum Tragen, da die Bestellungen im Januar 2018 auf einem besonders hohen Niveau lagen. Die Einbußen erstrecken sich auf das Inlands- und das Auslandsgeschäft. In der Konsumgüterindustrie und in der Investitionsgüterindustrie sank das Ordervolumen deutlich; in der Vorleistungsgüterindustrie fiel das Minus geringer aus. Im Maschinenbau verringerten sich die Bestellungen um ein Drittel, aber auch in der Chemieindustrie sowie in der Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie gab es merkliche Rückgänge gegenüber dem Vorjahresmonat.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

Weniger Verbraucherinsolvenzen, mehr Unternehmensinsolvenzen

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist im Jahr 2018 in Rheinland-Pfalz leicht gestiegen. Bei den Verbraucherinsolvenzen setzte sich der Rückgang fort. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes stellten 722 Unternehmen Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens, rund ein Prozent mehr als 2017. Die Zahl der betroffenen Verbraucher verminderte sich um fast 11 Prozent auf 2.858.

Unternehmen

Ausgehend von den sehr niedrigen Werten des Jahres 2017 hat sich das Insolvenzgeschehen im vergangenen Jahr verschlechtert, stellt sich im mittelfristigen Vergleich jedoch noch recht günstig dar. Die Anzahl der Beschäftigten der Unternehmen, die im Jahr 2018 Insolvenz anmelden mussten, war mit 3.599 um mehr als 31 Prozent höher als im Jahr 2017. Die Summe der von den Gläubigern geltend gemachten Forderungen belief sich auf 376 Millionen Euro und lag um 60 Prozent über dem Wert von 2017. Durchschnittlich hatte damit jedes im vergangenen Jahr insolvent gewordene Unternehmen zum Zeitpunkt des Insolvenzantrags rund 521.340 Euro Schulden – ein deutlicher Zuwachs gegenüber den 328.095 Euro im Jahr 2017.

Die meisten Insolvenzanträge stellten Unternehmen aus den Wirtschaftsabschnitten „Baugewerbe“ (159) sowie „Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen“ (112). Mit deutlichem Abstand folgten die Wirtschaftsabschnitte “Gastgewerbe“ (75) sowie „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“ (73). Die Anzahl der Anträge aus dem Wirtschaftsabschnitt „Baugewerbe“ verzeichnete dabei einen sprunghaften Anstieg um knapp 35 Prozent. Die Anzahl der Anträge aus dem Abschnitt „Verarbeitendes Gewerbe“ ging dagegen um gut 33 Prozent zurück.

Die Insolvenzhäufigkeit bei den Unternehmen, definiert als die Anzahl der insolvent gegangenen Unternehmen je 1.000 wirtschaftlich aktive Unternehmen, war in den kreisfreien Städten Koblenz und Worms mit Werten von 8,5 bzw. 8,2 am höchsten und in den Landkreisen Südliche Weinstraße und Donnersbergkreis mit Werten von 1,5 und 1,7 am niedrigsten. Die besten Werte unter den kreisfreien Städten hatten Landau in der Pfalz und Trier mit 2,9 und 3,6. Die schlechtesten Werte unter den Landkreisen wiesen der Rhein-Lahn-Kreis und der Landkreis Mayen-Koblenz mit 6,6 bzw. 6,2 auf.

Verbraucher

Bei den Verbrauchern hat sich die Lage weiter entspannt. Die Summe der voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger der im Jahr 2018 insolvent gewordenen Verbraucher verminderte sich um 21 Prozent auf knapp 135 Millionen Euro. Die durchschnittliche Verschuldung lag mit 47.076 Euro merklich niedrigerer als 2017 (52.742 Euro).

Je 10.000 Einwohner wies die kreisfreie Stadt Pirmasens mit 31,3 die höchste Zahl an Verbraucherinsolvenzen auf, die Landkreise Alzey-Worms und Rhein-Pfalz-Kreis mit jeweils 3,3 die niedrigste. Den günstigsten Wert unter den kreisfreien Städten hatte Neustadt an der Weinstraße mit 5,1. Den höchsten Wert unter den Landreisen wies der Landkreis Kusel mit 17,8 auf.

Die monatliche Insolvenzstatistik gibt Auskunft über das Insolvenzgeschehen und ist damit ein wichtiger konjunktureller Spätindikator. Erhebungsbasis sind die Meldungen der Amtsgerichte über die beantragten Verfahren.

Autor: Dr. Dirk Schneider (Referat Steuern, Verwaltungsstatistiken)

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