Sonntag, 24. März 2019

Letztes Update:06:08:46 PM GMT

region-rhein.de

RSS

Hotelbedarfsanalyse von IHK Koblenz und Entwicklungsagentur RLP

Mittelrheintal vertrÀgt rein rechnerisch 30 neue Hotels

Koblenz, 11. Oktober 2018. In den kommenden 10 Jahren werden rund 3.000 neue Hotelbetten – 1.500 Doppelzimmer – in der Ferienregion Romantischer Rhein benötigt. Das geht aus einer Studie der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz hervor, die gemeinsam mit der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V. beauftragt und von der dwif-Consulting GmbH durchgefĂŒhrt wurde.

„Die Studie verdeutlicht das große noch zu erschließende Potenzial innerhalb der Ferienregion. International agierende Hotelketten haben bislang jedoch hĂ€ufig nur detaillierte Marktanalysen fĂŒr die Top-Standorte und Metropolen vorliegen. Die Kommunen im Rheintal haben mit ihren Ansiedlungsvorhaben dann Erfolg, wenn sie den InformationsbedĂŒrfnissen der Projektentwickler, Investoren und Betreiber umfassend Rechnung tragen“, so Rainer Zeimentz, Vorstand der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V. Christian DĂŒbner, Referent fĂŒr Tourismus bei der IHK Koblenz, ergĂ€nzt: „Die AttraktivitĂ€t einer Hotelansiedlung wird erhöht, wenn sie Teil eines weitreichenden Infrastrukturprojektes ist. Im Mittelrheintal ist ein solches Ereignis klar die BUGA. Sie suggeriert Dynamik und eine zunehmende Bedeutung des Standorts.“

Die Analyse zeigt einen dringlichen Bedarf in mehreren Beherbergungssegmenten. Gerade aufgrund einer oftmals unklaren Betriebsnachfolge und hĂ€ufig zu kleinen Einheiten, die sich betriebswirtschaftlich kaum noch rentabel betreiben lassen, sind die BettenkapazitĂ€ten im Mittelrheintal rĂŒcklĂ€ufig. Insbesondere im hochwertigen 4-Sterne-Segment kann die Destination noch weitere Betten vertragen. Diese Ergebnisse decken sich mit den EinschĂ€tzungen der regionalen Akteure, die ebenfalls in diesem Segment Handlungsbedarf identifizieren – und teilweise bereits aktiv geworden sind: In den StĂ€dten Koblenz und Andernach beispielsweise hat sich das Beherbergungsangebot in den vergangenen Jahren durch Modernisierungen, Investitionen sowie durch Hoteleröffnungen positiv entwickelt. Innerhalb der Ferienregion existieren vielerorts konkrete Planungen, weitere Hotelneubauprojekte zu realisieren.

„Derzeit befinden sich rund 1.200 Betten oder 600 Doppelzimmer in der Planung, bei denen auch Begrifflichkeiten wie Lifestyle, Budget, Design, Wellness und Business eine gewichtige Rolle spielen. Das ist ein entscheidender Schritt in die Zukunft“, kommentiert DĂŒbner die Studienergebnisse. Ein deutliches Defizit bestehe in der hĂ€ufig nicht klaren Positionierung der Betriebe am Markt. Rund 70 Betriebe, so der IHK-Experte, agierten derzeit ohne eindeutige Marksegmentierung, wodurch regionale Wertschöpfung verloren gehe.

„KreativitĂ€t und außergewöhnliche Konzepte mit klarer Positionierung sind gefragt, mit denen auch temporĂ€re EngpĂ€sse abgefedert werden können. Andere Regionen machen vor, wie beispielsweise Hotels aus Überseecontainern entstehen oder Übernachtungserlebnisse mit den ‚CloefhĂ€ngern‘ an der Saarschleife geschaffen werden“, unterstreicht Zeimentz. DĂŒbner nennt weitere aktuelle Entwicklungen im Beherbergungssektor: „Auch die Schlafstrandkörbe oder der Schlaf Cube sind ergĂ€nzende und spektakulĂ€re Übernachtungsmöglichkeiten, die gleichzeitig ein ganz besonderes Erlebnis bieten. Neben Neuentwicklungen sind das Möglichkeiten fĂŒr Bestandsbetriebe, ihr Angebotsspektrum zu erweitern.“

Die Auftraggeber stellen die Studienergebnisse gerne in den Gremien vor Ort vor.

Je nach BetriebsgrĂ¶ĂŸe ist von einem Jahresumsatz von 0,8 Mio. bis 2,2 Mio. Euro auszugehen. Kleinere Betriebe schaffen rund 18 und grĂ¶ĂŸere Betriebe rund 42 neue ArbeitsplĂ€tze. Der Wertschöpfungseffekt in der Region belĂ€uft sich auf rund 0,4 bis 1 Mio. Euro. Zudem profitieren Lieferanten von Waren und Dienstleistungen durch VorleistungsumsĂ€tze in Höhe von 0,5 bis 1,2 Mio. Euro.

Bezogen auf ein neues Zimmer bedeutet das: Der durchschnittliche Umsatz pro Zimmer belĂ€uft sich auf rund 29.000 bis 32.000 Euro. Mit jedem neuen Zimmer entstehen in der Regel zwischen 0,4 und 0,6 neue ArbeitsplĂ€tze und rund 13.000 bis 15.000 Euro an neuer Wertschöpfung fĂŒr die Region. ZusĂ€tzlich fließen pro neuem Zimmer rund 16.000 bis 17.000 Euro an Lieferanten von Waren und Dienstleistungen, die indirekt durch die neuen Betriebe profitieren.

Die Studie kann bei der IHK Koblenz unter www.ihk-koblenz.de, Nummer 4217684, heruntergeladen werden.

Veranstaltung „Unternehmen fit fĂŒr die Zukunft“ am 23. Oktober 2018 in Koblenz

Informationen und Austausch zu drÀngenden Fragen der Branche

Mainz, 8. Oktober 2018. Nachwuchsmangel und Digitalisierung stellen das Handwerk vor große Herausforderungen. Branchenangehörige, die Informationen, Inspiration sowie Austausch zu den Themen Personal, Unternehmensnachfolge und die Umsetzung digitaler Vorhaben suchen, erhalten am 23. Oktober 2018 in Koblenz Gelegenheit dazu: Gemeinsam laden das rheinland-pfĂ€lzische Wirtschaftsministerium, die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) sowie die Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern Rheinland-Pfalz zur Veranstaltung „Unternehmen fit fĂŒr die Zukunft“ ein.

Nach einem BegrĂŒĂŸungstalk mit WirtschaftsstaatssekretĂ€rin Daniela Schmitt, ISB-Vorstandsmitglied Dr. Ulrich Link und dem kĂŒnftigen HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer der Handwerkskammer Koblenz Ralf Hellrich sowie einem Impulsreferat durch Motivationstrainer Matthias Herzog zum Thema „Wandel als Chance“ erarbeiten die Teilnehmer in drei Workshop-Runden praxistaugliche LösungsansĂ€tze in den Themenfeldern „Mitarbeiter finden und binden“, „Nachfolge jetzt sichern“ und „Digitale Innovationen erfolgreich finanzieren und realisieren“. Nach der zusammenfassenden PrĂ€sentation der Ergebnisse bietet ein Stehempfang weiteren Raum zu Austausch, Diskussion und Vernetzung.

Ziel der Veranstaltung, die im Rahmen des Projektes „Handwerk attraktiv Rheinland-Pfalz“ stattfindet, ist es, relevante Akteure aus Handwerk, Wirtschaft, Politik und Förderinstitutionen zusammenzubringen, um gemeinsam Antworten auf drĂ€ngende Problemstellungen zu entwickeln.

Industrieproduktion im August 2018 höher als im Vormonat und im Vorjahresmonat

Die rheinland-pfĂ€lzische Industrieproduktion ist im August 2018 gestiegen. Der preis-, kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex, der die mengenmĂ€ĂŸige Ausbringung der Industrie misst, lag nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorlĂ€ufiger Werte 1,9 Prozent ĂŒber dem Niveau des Vormonats.

Die Produktionssteigerung ist ausschließlich auf eine gĂŒnstige Entwicklung in der KonsumgĂŒterindustrie zurĂŒckzufĂŒhren, deren Output im August um 6,1 Prozent zunahm. In den zwei ĂŒbrigen Hauptgruppen fiel der GĂŒterausstoß geringer aus als im Vormonat: Die Ausbringung der InvestitionsgĂŒterhersteller sank um 3,1 Prozent, und der Output der VorleistungsgĂŒterindustrie schrumpfte um 1,4 Prozent.

Die drei umsatzstĂ€rksten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes drosselten im August ihre Produktion: Der GĂŒterausstoß der Chemieindustrie, die zur VorleistungsgĂŒterindustrie zĂ€hlt und innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes die Branche mit dem höchsten Umsatz ist, verringerte sich deutlich um 4,9 Prozent. Die Ausbringung der Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie, die zur InvestitionsgĂŒterindustrie gehört und die zweitgrĂ¶ĂŸte Branche ist, nahm um 3,7 Prozent ab. Im Maschinenbau, der ebenfalls zur InvestitionsgĂŒterindustrie zĂ€hlt und gemessen am Umsatz in Rheinland-Pfalz die drittgrĂ¶ĂŸte Industriebranche ist, lag der Output im August um 2,2 Prozent unter dem Niveau des Vormonats.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnete die rheinland-pfĂ€lzische Industrie eine krĂ€ftige Produktionssteigerung (plus 19,9 Prozent). Der Grund dafĂŒr ist ein starker Zuwachs in der KonsumgĂŒterindustrie, der allerdings auf eine branchenspezifische, dynamische Entwicklung zurĂŒckzufĂŒhren ist. In den drei umsatzstĂ€rksten Industriebranchen war die Ausbringung geringer als im August 2017.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen AktivitÀt in der Industrie sowie in ausgewÀhlten Branchen. Um kurzfristige VerÀnderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. ErgÀnzend werden die VerÀnderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere ErlÀuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

Konjunktur aktuell

AuftragseingĂ€nge der Industrie im August 2018: Deutlicher RĂŒckgang gegenĂŒber dem Vormonat

Im August 2018 ist die Nachfrage nach Erzeugnissen der rheinland-pfĂ€lzischen Industrie deutlich zurĂŒckgegangen. Der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex lag nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorlĂ€ufiger Werte 4,8 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland gingen weniger Bestellungen ein als im Juli (minus 2,8 bzw. minus 5,9 Prozent).

In allen drei industriellen Hauptgruppen sank das Ordervolumen. Die Nachfrage nach InvestitionsgĂŒtern schrumpfte im August um 5,8 Prozent. Bei den Herstellern von VorleistungsgĂŒtern gingen 5,2 Prozent weniger AuftrĂ€ge ein als im Vormonat. In der KonsumgĂŒterindustrie nahmen die Bestellungen ebenfalls ab (minus 4,5 Prozent).

In den drei umsatzstĂ€rksten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes waren die AuftragseingĂ€nge rĂŒcklĂ€ufig: In der Chemieindustrie, der umsatzmĂ€ĂŸig grĂ¶ĂŸten Branche des Verarbeitenden Gewerbes, verringerte sich das Ordervolumen im August um 3,9 Prozent. Die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die gemessen am Umsatz in der Industrie an zweiter Stelle stehen, mussten einen RĂŒckgang der Bestellungen um 5,5 Prozent hinnehmen. Im Maschinenbau, der drittgrĂ¶ĂŸten Branche, fiel die Nachfrage um 6,1 Prozent niedriger aus als im Monat zuvor.

Trotz der Einbußen gegenĂŒber dem Vormonat lagen die AuftragseingĂ€nge im August ĂŒber dem Niveau des Vorjahresmonats (plus 5,4 Prozent). Zwar gingen die Bestellungen aus dem Inland um 3,4 Prozent zurĂŒck, die Nachfrage aus dem Ausland erhöhte sich jedoch deutlich um elf Prozent. Die KonsumgĂŒterindustrie verzeichnete einen sehr starken Zuwachs, der auf eine branchenspezifische, dynamische Entwicklung zurĂŒckzufĂŒhren ist. Dadurch wurden die NachfragerĂŒckgĂ€nge in den anderen beiden Hauptgruppen mehr als ausgeglichen. Von den drei umsatzstĂ€rksten Branchen konnte lediglich die Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie einen Anstieg des Ordervolumens gegenĂŒber dem Vorjahresmonat verbuchen.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen AktivitÀt in der Industrie sowie in ausgewÀhlten Branchen. Um kurzfristige VerÀnderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. ErgÀnzend werden die VerÀnderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere ErlÀuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

77 Auszubildende fĂŒr die FinanzĂ€mter des Landes

Ausbildungsstart in der rheinland-pfÀlzischen Steuerverwaltung
77 Auszubildende starten am 1. Oktober 2018 an einem der 23 FinanzÀmter in Rheinland-Pfalz mit einer zweijÀhrigen Ausbildung zur Finanzwirtin / zum Finanzwirt. Insgesamt durchlaufen sie acht Monate theoretische Ausbildung an der Landesfinanzschule und 16 Monate praktische Ausbildung im Finanzamt.
Die Ausbildung ist breit gefĂ€chert und bietet abwechslungsreiche TĂ€tigkeiten, die von der Bearbeitung von SteuererklĂ€rungen im Innendienst oder dem Einsatz im Außendienst, z. B. PrĂŒfung von Unternehmen im Bereich der Lohnsteueraußen- oder der UmsatzsteuersonderprĂŒfung, reichen. Dabei lĂ€sst sich der spĂ€tere Beruf durch flexible Arbeitszeitmodelle auch mit Familie gut vereinbaren.
Die Auszubildenden genießen ab dem ersten Tag ihrer Ausbildung alle VorzĂŒge des BeamtenverhĂ€ltnisses und erhalten AnwĂ€rterbezĂŒge von rund 1050 Euro netto pro Monat.
Voraussetzung fĂŒr die zweijĂ€hrige Ausbildung ist mindestens der Sekundarabschluss I. Bewerbungen fĂŒr Einstellungen in 2019 sollten möglichst bald online ĂŒber www.jobs.fin-rlp.de abgegeben werden. Die Auswahlverfahren haben bereits begonnen.
Informationen von Auszubildenden und ĂŒber die Ausbildung gibt es auch auf facebook unter: www.facebook.com/finanzverwaltung oder auf Instagram unter: karriere.finanzamt

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL