Mittwoch, 21. November 2018

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Obstbau am Mittelrhein

Gute Ernte, gute Qualitäten

Mülheim-Kärlich. Die Süßkirschen präsentieren sich von ihrer besten Seite. Nach Aussage des Vorsitzenden des Obstbaurings Koblenz, Thomas Kreuter, warten die Süßkirschen im Rheintal mit besten Qualitäten auf und auch die Erntemengen seien überdurchschnittlich hoch, erklärte der Vorsitzende.

Mitglieder des Obstbaurings präsentierten die Ergebnisse und Erwartungen des Obstbaus Landrat Alexander Saftig sowie dem Verbandsbürgermeister der Verbandsgemeinde Weißenthurm, Georg Hollmann und dem ersten Beigeordneten Thomas Przybylla. Der Geschäftsführer des Raiffeisenlagers in Mülheim-Kärlich, Werner Haak, sagte, dass die Süßkirschenernte sehr kompakt verlaufe. Die Früchte würden nahezu gleichzeitig reif werden. Die Ernten der frühen und späten Sorten lägen sehr nahe beieinander. Martin Balmer, Berater des Dienstleistungszentrums Rheinpfalz, Klein-Altendorf, wies darauf hin, dass aktuell der Kirschessigfliegenbefall noch zu vernachlässigen sei. Die Population habe sich bisher noch nicht zu einer die Ernte gefährdenden Höhe aufgebaut. Kritisch sieht Kreuter die Preissituation. Es sei indiskutabel, dass der deutsche Lebensmitteleinzelhandel billige Ware aus Nicht-EU-Staaten anbiete, die aber mit in Deutschland verbotenen Pflanzenschutzmittelwirkstoffen behandelt worden seien. Dies führe zu Marktverzerrungen. Außerdem wolle einerseits die deutsche Regierung die Verbraucher schützen, aber andererseits dürften genau diese Lebensmittel, die hier nicht produziert werden dürften, angeboten werden. Er wies auf das Beispiel in Frankreich hin, die kein Obst zum Verkauf zuließen, das nicht entsprechend den von den französischen Bauern einzuhaltenden Auflagen, produziert worden sei.

Während des anschließenden Rundgangs in der Gemarkung Mülheim konnten sich die Politiker und Medienvertreter von den Qualitäten der Kirschen und dem Behang der im Spätsommer zu erntenden Zwetschgen informieren. Auch die Zwetschgen weisen überdurchschnittlich hohe Behänge auf, so dass eine Fruchtreduzierung unumgänglich ist. Kreuter freute sich, dass er noch keine Probleme mit ausbleibenden Saisonarbeitskräften habe. Seine Saisonmitarbeiter seien seit vielen Jahren auf seinem Betrieb tätig und offensichtlich auch zufrieden.

Berater Balmer erläuterte, dass in Rheinland-Pfalz die Süßkirschen ein wesentliches Standbein des Obstbaus seien. In den letzten fünf Jahren hätte die Fläche um ca. 160 Hektar zugenommen. Damit liege Rheinland-Pfalz im Bereich Süßkirschen an zweiter Stelle hinter dem Bundesland Baden-Württemberg. Er erklärte weiterhin, dass es hier am Mittelrhein genügend Wild- und Honigbienen sowie Hummeln gebe. Die pauschale Kritik diverser Naturschutzverbände, die Landwirtschaft würde zu einer Reduzierung der Bienenpopulationen führen, treffe am Mittelrhein nicht zu.

Am Ende der Obstflächenbegehung diskutierten die Politiker und Landwirte über die Zukunft des Obstbaus und die Bedeutung der Beratung für die landwirtschaftlichen Unternehmen. Abschließend brachte Kreuter seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die politischen Vertreter vor Ort die Leistungen der Obstbauern zu schätzen wüssten und sich jährlich einen Überblick über die obstbauliche Situation verschaffen würden.

Bauhauptgewerbe im April 2018: Höhere Umsätze, weniger Aufträge

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im April 2018 weniger Aufträge und höhere Umsätze als im Vormonat. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes sanken die Auftragseingänge im Vergleich zum März 2018 – kalender- und saisonbereinigt – um 1,6 Prozent. Der baugewerbliche Umsatz erhöhte sich dagegen um 4,8 Prozent. Gegenüber den ersten vier Monaten 2017 nahm das Ordervolumen um 1,1 Prozent zu, der Umsatz stieg um 3,9 Prozent.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum März 2018 ging die Nachfrage nach Bauleistungen im Tiefbau um 3,9 Prozent zurück. Im Hochbau übertrafen die bereinigten Auftragseingänge dagegen das Vormonatsergebnis leicht um 1,1 Prozent. Die stärksten Auftragseinbußen gab es im Straßenbau (minus 29,5 Prozent). Rückgänge errechnen sich außerdem für den öffentlichen Hochbau sowie für den sonstigen öffentlichen Tiefbau (minus 8,6 bzw. minus 2,3 Prozent). Kräftige Auftragszuwächse verzeichneten der gewerbliche Tiefbau sowie der gewerbliche Hochbau (plus 35,9 bzw. plus 12,7 Prozent). Gegenüber den ersten vier Monaten 2017 wurden im Tiefbau Auftragszuwächse registriert (plus 2,6 Prozent), das Ordervolumen im Hochbau ging dagegen leicht zurück (minus 0,5 Prozent).

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum März 2018 erhöhten sich die bereinigten Erlöse sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau (plus 8,2 bzw. plus 1,7 Prozent). Mit Ausnahme des Straßenbaus (minus 1,1 Prozent) zogen die Umsätze in allen Baubereichen an. Die stärkste Verbesserung gab es im öffentlichen Hochbau (plus 27,8 Prozent). Der sonstige öffentliche Tiefbau sowie der gewerbliche Tiefbau übertrafen den Vormonatsumsatz ebenfalls deutlich (plus 4,9 bzw. plus 4,1 Prozent). Gegenüber den ersten vier Monaten 2017 erhöhten sich die baugewerblichen Umsätze sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau (plus 5,1 bzw. plus 2,6 Prozent).

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen, Auftragsarbeiten, FDZ)

Maut - BWV-Präsident Horper fordert Erleichterungen für die Landwirtschaft

Koblenz. Ab dem 01. Juli 2018 kommt die Maut auf allen Bundesstraßen. Das steht fest. Nicht fest steht dagegen allerdings, welche Auswirkungen dies tatsächlich auf landwirtschaftliche Unternehmer und Lohnunternehmer hat. Angesichts der derzeitigen Unsicherheit über die Ausnahmereglung zu Gunsten landwirtschaftlicher Fahrzeuge  sind viele landwirtschaftliche Unternehmer verunsichert.

Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, hat sich an den rheinland-pfälzischen Verkehrs- und Landwirtschaftsminister Dr. Volker Wissing gewandt und gefordert, durch eine Klarstellung im Bundesfernstraßenmautgesetz Erleichterungen für die Landwirtschaft festzuschreiben. Damit würde der Wille des Gesetzgebers umgesetzt, klassische land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen, Ackerschlepper und Geräteträger, die für Feldarbeiten konstruiert sind, aus der Mautpflicht auszunehmen und die Unsicherheiten, die durch die Auslegung des Bundesamtes für Güterkraftverkehr in den letzten Wochen entstanden sind, auszuräumen. Das Land Rheinland-Pfalz hat daraufhin kurzfristig einen Änderungsantrag für die Sitzung des Verkehrsausschusses im Bundesrat am 20. Juni 2018 gestellt. Im Falle einer positiven Entscheidung könnte sich jedoch der Bundesrat in seiner Plenumsitzung am 06. Juli inhaltlich weiter mit der Thematik befassen.

Gegenmaßnahmen im Handelsstreit mit den USA früher als erwartet

Rheinland-pfälzische IHKs warnen vor Zuspitzung des Handelskonflikts

Die Europäische Union setzt bereits morgen (22.06.2018) und damit zehn Tage früher als angekündigt Gegenmaßnahmen gegen die Zusatzzölle der USA auf Stahl- und Aluminiumprodukte aus der EU in Kraft. Aus Sicht der rheinland-pfälzischen Wirtschaft stellt die Einführung dieser Abgaben eine besorgniserregende Entwicklung dar.

Als Reaktion auf die US-Maßnahmen erhebt die EU künftig Zusatzzölle ebenfalls beim Import von Stahl- und Aluminiumerzeugnissen sowie bei bestimmten landwirtschaftlichen Erzeugnissen und einer Reihe weiterer Waren aus US-Produktion. Dazu zählen unter anderem Reis, Erdnussbutter, Bourbon Whiskey und Jeans. „Einerseits ist es eine richtige und angemessene Reaktion, dass die EU die ungerechtfertigten Zusatzzölle der USA mit entsprechenden eigenen Zöllen beantwortet“, erklärt Volker Scherer, Sprecher International der Arbeitsgemeinschaft der rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern (IHKs). „Andererseits hat dieser Schritt negative Folgen, da dadurch neue Handelsbarrieren aufgebaut werden, was am Ende zu höheren Kosten für Unternehmen und Verbraucher führt. Deswegen appellieren wir an die EU-Kommission, in direkten Gesprächen eine Lösung im Handelsstreit mit den USA zu suchen, um den drohenden Handelskrieg abzuwenden“, so Scherer.

Die USA sind für Rheinland-Pfalz der drittwichtigste ausländische Handelspartner. Im vergangenen Jahr wurden Waren im Wert von 4,7 Mrd. Euro aus Rheinland-Pfalz in die USA exportiert und Waren im Wert von 2,6 Mrd. Euro aus den USA nach Rheinland-Pfalz importiert. Die wichtigsten Einfuhrgüter aus den USA sind Luftfahrzeuge, medizinische Geräte sowie chemische und pharmazeutische Erzeugnisse. Die wichtigsten Exportgüter, die aus Rheinland-Pfalz in die USA geliefert werden, sind pharmazeutische Erzeugnisse, chemische Grundstoffe, Düngemittel, Kunststoffe in Primärform, Maschinen und Kfz-Teile.

Als Ansprechpartner für Unternehmen aus Rheinland-Pfalz steht das Kompetenzzentrum USA der IHK Koblenz zur Verfügung (Frau Andrea Wedig, Tel. 0261 106-180, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ).

Netzwerk steigert Umsätze

BNI (Business Network International): Unternehmer helfen sich gegenseitig

Koblenz. Die drei Buchstaben BNI (Business Network International) stehen für wirtschaftlichen Erfolg: Zum internationalen Unternehmer-Netzwerk für Geschäftsempfehlungen gehört seit knapp vier Jahren auch das „Chapter Deutsches Eck“ in Koblenz. Die hier organisierten regionalen Unternehmerinnen und Unternehmer haben durch Empfehlungen intern rund 20 Millionen Euro zusätzlichen Umsatz erzielt. „Damit haben wir im Ranking der 450 Chapter unserer Dachorganisation erstmals einen Platz unter den Top 10 erreicht“, sagt Chapter-Direktor Jost Gabriel.

Die Erfolgsbilanz des Koblenzer Chapters mit seinen 54 Unternehmen ist mehr als nur beeindruckend. Mit mehr als 10.000 Empfehlungen und dem erwähnten Umsatzplus hat es sich zu einem Vorzeige-Chapter entwickelt. Das Grundprinzip, wonach in jeder BNI-Gruppe jedes Gewerk nur einmal vertreten sein darf, gilt selbstverständlich auch in Koblenz. Es kann aber durchaus sein, dass die Anzahl der Unternehmen im Chapter Deutsches Eck noch weiter anwächst. „Derzeit sind wir 54 Unternehmen“, so Jost Gabriel. „Wir könnten aber noch Gewerke besetzen. Ich denke da an Fliesenleger, Maler, Steuerberater und eine Marketingagentur“, so der Chapter-Direktor.

Die Koblenzer BNI-Netzerker treffen sich jeden Donnerstag um 7 Uhr zu einem Arbeitsfrühstück in einem Koblenzer Hotel. Ein Frühstück, das sich lohnt, denn hier werden die Weichen auf die Erfolgsspur gestellt.

Foto: Michael Jarmusch BNI/Strödicke

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