Mittwoch, 23. Januar 2019

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Erstmalig Woche der Industrie in der Region/40 Industrieunternehmen bei Infoveranstaltung

Erstmalig findet vom 22.-27. Oktober eine Woche der Industrie in unserer Region statt. Am 20.8. trafen sich die Initiatoren des Industriedialogs Rhein Mosel zu einer Informationsveranstaltung mit rund 40 interessierten Unternehmen in der David Roentgen Schule in Neuwied.

Dabei entstanden viele Ideen und Konzepte für die inhaltliche Ausgestaltung der Woche der Industrie. So sollen vom 22.-27.10. u.a. Nachbarschaftsfeste, Betriebsbesichtigungen und Auszubildenden- Veranstaltungen stattfinden.

Erstmalig wird es auch gemeinsame Veranstaltungen mehrerer Betriebe geben und erstmalig sind auch Start-ups aus dem Technologie- und Gründerzentrums Koblenz beteiligt. Diese werden in Workshops Azubis etablierter Industrieunternehmen die Geheimnisse von YouTube und Co vermitteln. In seinem Neuwieder Ausbildungszentrum wird thyssenkrupp Rasselstein mit einem Future Day heutige und zukünftige Ausbildungsinhalte vorstellen. Dazu gehören auch Industrie 4.0 Elemente, die bei der ebenfalls beteiligten David Roentgen Schule einen inhaltlichen Schwerpunkt ausmachen.

Der Industriedialog Rhein Mosel ist eine partnerschaftliche Initiative von Industrieunternehmen, Arbeitgerberverbänden und Gewerkschaften mit Schulen und weiteren öffentlichen Einrichtungen unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Federführend sind die IHK Koblenz und das N3tzwerk Zukunft der Industrie. Die Schirmherrschaft der Woche der Industrie hat Wirtschaftminister Volker Wissing übernommen.

Gastgewerbe verzeichnete im ersten Halbjahr Umsatzplus

Das rheinland-pfälzische Gastgewerbe setzte im ersten Halbjahr 2018 mehr um als im Vorjahreszeitraum. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems waren die Umsätze real, also um Preisveränderungen bereinigt, um 0,9 Prozent höher als im ersten Halbjahr 2017. Nominal bzw. in jeweiligen Preisen stiegen die Erlöse um 3,1 Prozent. Deutschlandweit nahmen die Gastgewerbeumsätze preisbereinigt um 0,3 Prozent und in jeweiligen Preisen um 2,5 Prozent zu.

Umsatzentwicklung nach Wirtschaftszweigen

In der Gastronomie, auf die zwei Drittel der Gastgewerbeumsätze entfallen, waren die Erlöse von Januar bis Juni 2018 real um 1,4 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Die speisengeprägte Gastronomie, zu der Restaurants, Cafés, Eissalons und Imbissstuben zählen, verzeichnete preisbereinigt eine Erlössteigerung von 2,4 Prozent. Die Umsätze der Caterer und Erbringer sonstiger Verpflegungsdienstleistungen gingen hingegen um 0,7 Prozent zurück. Im rheinland-pfälzischen Beherbergungsgewerbe, das ein Drittel der Umsätze des Gastgewerbes erwirtschaftet, fielen die preisbereinigten Erlöse mit einem Plus von 0,2 Prozent geringfügig höher aus als im ersten Halbjahr 2017.

Beschäftigung

Die Zahl der Beschäftigten im Gastgewerbe war im ersten Halbjahr 2018 mit einem Plus von 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum nur leicht verändert. Dabei nahm die Zahl der Vollzeitkräfte um 0,4 Prozent zu; die Zahl der Teilzeitkräfte blieb nahezu gleich (minus 0,1 Prozent).

Die Daten stammen aus der monatlichen Stichprobenerhebung bei 270 ausgewählten Gastgewerbeunternehmen in Rheinland-Pfalz. Durch das Handelsstatistikgesetz wird die Zahl der zu befragenden Einheiten bundesweit auf höchstens fünf Prozent aller Unternehmen begrenzt. Die Angaben für Filialbetriebe von Hotel- und Restaurantketten mit Sitz in einem anderen Bundesland sind in den Ergebnissen enthalten. Da es sich um eine Stichprobenerhebung handelt, liegen absolute Werte sowie Regionalangaben nicht vor.
Die Ergebnisse sind vorläufig und können durch Korrekturmeldungen verändert werden. D. h. die Unternehmen haben 24 Monate die Möglichkeit zur Korrektur ihrer Angaben. Die Monatserhebung im Gastgewerbe basiert auf einer repräsentativen Stichprobe, die in Abhängigkeit vom Stichprobenumfang und der Streuung der zu beobachtenden Merkmale einem stichprobenbedingten Zufallsfehler unterliegt.
Die Gastgewerbemesszahlen werden in fünfjährigem Abstand auf ein neues Basisjahr umgestellt. Ab dem Berichtsmonat März 2018 beziehen sich alle Daten der Gastgewerbestatistik auf das neue Basisjahr 2015 (zuvor 2010). Zur Berechnung der preisbereinigten (realen) Messzahlen musste auf Gastgewerbepreisindizes in der Gewichtung des Jahres 2010 zurückgegriffen werden, da die Umstellung des Gastgewerbepreisindexes auf das Basisjahr 2015 erst zum Jahreswechsel 2018/2019 erfolgen kann. Voraussichtlich im Frühjahr 2019 werden daher Revisionen bei den realen Messzahlen der Gastgewerbestatistik notwendig werden.

Autor: Wolfgang Ellermeyer (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

Erste Bilanz: Durchschnittliche Getreideernte

Nach einer ersten Bilanz des Statistischen Landesamtes in Bad Ems werden die rheinland-pfälzischen Landwirte im laufenden Jahr knapp 1,5 Millionen Tonnen Getreide ernten. Das Ergebnis entspricht dem Durchschnitt der Jahre 2012 bis 2017. Gegenüber der unterdurchschnittlichen Vorjahresmenge ist eine Zunahme von sechs Prozent zu verzeichnen. Der Hektarertrag liegt mit 6,8 Tonnen um 0,3 Tonnen über dem mehrjährigen Mittel. Im Gegensatz zu vielen anderen Regionen in Deutschland hat die langanhaltende Trockenperiode in Rheinland-Pfalz nur vereinzelt zu größeren Ertragsausfällen im Getreideanbau geführt.

Die Getreidebestände waren im Allgemeinen gut durch den Winter gekommen. Aufgrund der niedrigen Temperaturen im März startete das Pflanzenwachstum erst im April, der zu den wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gehört. Die hohen Temperaturen in Verbindung mit den hohen Wasservorräten im Boden beschleunigten das Pflanzenwachstum und führten zu einem größeren Vegetationsvorsprung. Auch die Folgemonate wiesen überdurchschnittliche Temperaturen auf. Während in Rheinland-Pfalz im Mai und Juni immer wieder Niederschläge registriert wurden, litten andere Bundesländer unter der Trockenheit. Die ungleiche Verteilung der Niederschläge in Verbindung mit den hohen Temperaturen dürfte eine wichtige Ursache für die unterschiedlichen Getreideerträge in Deutschland sein.

Getreide wurde 2018 auf 218.500 Hektar angebaut und lag damit nur geringfügig unter der Vorjahresfläche. Die wichtigste Getreideart ist Winterweizen, der auf 106.600 Hektar angebaut (minus 5,8 Prozent) wurde. Der Hektarertrag übersteigt mit 7,3 Tonnen voraussichtlich um knapp vier Prozent den sechsjährigen Durchschnitt (7,1 Tonnen). Die erwartete Erntemenge liegt bei 782.000 Tonnen. Damit entfallen 53 Prozent der Getreideernte auf Winterweizen.

Wintergerste verzeichnet mit 41.000 Hektar im Vergleich zum Vorjahr eine Ausdehnung der Anbaufläche um 7,6 Prozent. Der Ertrag beträgt 6,8 Tonnen je Hektar und wird damit das langjährige Mittel um 2,5 Prozent übertreffen. Die für Wintergerste geschätzte Erntemenge beläuft sich auf 277.000 Tonnen. Sommergerste (35.900 Hektar) liegt mit 5,7 Tonnen je Hektar fünf Prozent über dem mehrjährigen Mittel. Die Erntemenge erreicht (206.000 Tonnen).

Winterraps ist nach Winterweizen die zweitwichtigste Fruchtart auf dem Ackerland. Die Anbaufläche wurde um acht Prozent auf 45.600 Hektar ausgedehnt. Der Hektarertrag bleibt mit 3,5 Tonnen rund sieben Prozent unter dem mehrjährigen Durchschnitt von 3,7 Tonnen. Die Erntemenge (158.000 Tonnen) wird den langjährigen Durchschnittswert um fünf Prozent verfehlen.

Hinweis:
Ertragsermittlungen von Futterpflanze, wie Silomais oder Grünland erfolgen erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Die Daten stammen aus der Bodennutzungshaupterhebung, der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung sowie der Ernte- und Betriebsberichterstattung. Bei der Besonderen Ernteermittlung wurden bisher 382 der 460 ausgewählten Getreide- und Winterrapsfelder ausgewertet. Im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung berichten rund 280 Landwirte regelmäßig über die Wachstumsbedingungen und die Erträge von Feldfrüchten. Da noch nicht alle Proben ausgewertet werden konnten, sind die Ergebnisse noch mit Unsicherheiten behaftet; Veränderungen sind möglich.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie

Einzelhandel im ersten Halbjahr 2018 mit Umsatz- und Beschäftigtenplus

Der rheinland-pfälzische Einzelhandel setzte im ersten Halbjahr 2018 mehr um als im Vorjahreszeitraum. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems waren die Umsätze real, also um Preisveränderungen bereinigt, um 0,2 Prozent höher als im ersten Halbjahr 2017. Nominal, also zu jeweiligen Preisen, stiegen die Erlöse um 1,9 Prozent. Deutschlandweit legten die Einzelhandelsumsätze preisbereinigt um 1,4 Prozent zu (nominal: plus drei Prozent).

Umsatzentwicklung nach Wirtschaftszweigen

Die Umsatzentwicklung war in den verschiedenen Bereichen des Einzelhandels unterschiedlich. Der umsatzstärkste Bereich ist der „Einzelhandel mit sonstigen Haushaltsgeräten, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf“. In diesem Handelssegment lagen die preisbereinigten Umsätze von Januar bis Juni um ein Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Im zweitgrößten Bereich, dem „Einzelhandel mit sonstigen Gütern“, zu denen Bekleidung, Schuhe und Lederwaren zählen, blieben die realen Erlöse im ersten Halbjahr 2018 unverändert. Im „Einzelhandel mit Waren verschiedener Art“, zu dem Supermärkte, SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte gehören, fielen die preisbereinigten Erlöse dagegen höher aus als im Vorjahreszeitraum (plus 1,3 Prozent). Der Handel mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwaren setzte real 4,1 Prozent mehr um als im ersten Halbjahr 2017. Im Handel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik gingen die Umsätze preisbereinigt um 5,2 Prozent zurück.

Beschäftigung

Die Zahl der Beschäftigten im Einzelhandel lag in der Zeit von Januar bis Juni 2018 um ein Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Während die Zahl der Vollzeitbeschäftigten nahezu unverändert blieb (plus 0,1 Prozent), stieg die Zahl der Teilzeitbeschäftigten um 1,6 Prozent.

Die Daten stammen aus der monatlichen Stichprobenerhebung bei ausgewählten Einzelhandelsunternehmen in Rheinland-Pfalz. Durch das Handelsstatistikgesetz wird die Zahl der zu befragenden Einheiten auf höchstens 8,5 Prozent aller Unternehmen begrenzt. Die Angaben für Filialbetriebe von Einzelhandelsketten mit Sitz in einem anderen Bundesland sind in den Ergebnissen enthalten.Die Einzelhandelsmesszahlen werden in fünfjährigem Abstand auf ein neues Basisjahr umgestellt. Ab der Veröffentlichung der Ergebnisse für den Berichtsmonat Januar 2018 beziehen sich alle Daten der Einzelhandelsstatistik nun auf das neue Basisjahr 2015 (zuvor 2010). Zur Berechnung der preisbereinigten (realen) Messzahlen musste auf Einzelhandelspreisindizes in der Gewichtung des Jahres 2010 zurückgegriffen werden, da die Umstellung des Einzelhandelspreisindexes auf das Basisjahr 2015 erst zum Jahreswechsel 2018/2019 erfolgen kann. Voraussichtlich im Frühjahr 2019 werden daher Revisionen bei den realen Messzahlen der Einzelhandelsstatistik notwendig werden.

Autor: Wolfgang Ellermeyer (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke erneut gestiegen

Die Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke sind zum sechsten Mal in Folge gestiegen. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lagen die Kaufwerte je Hektar Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung (FdlN) in Rheinland-Pfalz 2017 im Durchschnitt bei knapp 13.500 Euro; das waren 1,8 Prozent mehr als im Jahr 2016.

Sowohl die Zahl der Kauffälle als auch die veräußerte Fläche der landwirtschaftlich genutzten Grundstücke waren gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Die Zahl der Eigentümerwechsel reduzierte sich auf 4.017 (minus 9,6 Prozent). Im Jahr 2017 wechselten 3.300 Hektar den Eigentümer; dies entspricht einem Rückgang von 6,3 Prozent. Pro Verkaufsfall wurden im Durchschnitt 0,82 Hektar veräußert.

Der weitaus größte Teil der verkauften Flächen liegt in den Landkreisen (97 Prozent). Dabei reichte die Spanne der Kaufwerte je Hektar Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung von rund 4.900 Euro im Landkreis Kusel bis zu 40.900 Euro im Rhein-Pfalz-Kreis. Im Durchschnitt aller Landkreise errechnet sich ein Hektarpreis von 12.600 Euro; in den kreisfreien Städten war er mit 39.800 Euro wesentlich höher.

Neben der regionalen Lage sind vor allem die Nutzungsart und die Bodenqualität für den Kaufpreis von Bedeutung. So war Ackerland mit durchschnittlich 18.600 Euro pro Hektar mehr als doppelt so teuer wie Grünland mit 8.800 Euro. Eine noch größere Spanne ist bei der Unterscheidung nach der Bodengüte zu beobachten: Gute Böden mit einer Ertragsmesszahl von 60 und mehr erzielten mit durchschnittlich rund 32.700 Euro einen mehr als dreimal so hohen Verkaufspreis wie Böden mit einer Ertragsmesszahl von unter 30.

Daten über Verkäufe von landwirtschaftlichen Grundstücken werden dem Statistischen Landesamt vierteljährlich von den Gutachterausschüssen bei den Kataster- und Stadtvermessungsämtern übermittelt. Erhoben werden Verkäufe von Grundstücken mit einer Mindestgröße von 0,1 Hektar (1.000 m²), die zumindest für einen überschaubaren Zeitraum weiterhin als Ackerland oder Grünfläche genutzt werden.
Die durchschnittlichen Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke sind im Zeitverlauf nur bedingt vergleichbar, weil sie sich in jedem Jahr aus unterschiedlich gearteten Einzelfällen zusammensetzen. Die Statistik der Kaufwerte für landwirtschaftlichen Grundbesitz hat daher mehr den Charakter einer Grundeigentums-wechselstatistik als den einer Preisstatistik.

Autorin: Petra Wohnus (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

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