Sonntag, 24. März 2019

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2. Landesbauerntag

Präsident Horper fordert mehr unternehmerische Freiheiten für die Bauern

Koblenz. Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, forderte bei der Eröffnung des zweiten Landesbauerntages seines Verbandes in Koblenz mehr Flexibilität für den bäuerlichen Berufsstand. Die heimische Landwirtschaft müsse wieder gestärkt werden. Es sei ein unhaltbarer Zustand, dass Trocken- oder Nässeperioden zu einem politischen „Hickhack“ um Ausnahmegenehmigungen und Hilfsmaßnahmen führen würden: „Bei zunehmenden Extremwetterereignissen werden wir bald jährlich einen Kampf um Ausnahmeregelungen haben. Wir Landwirte leben nun einmal von und mit der Natur. Die aktuellen gesetzlichen Regelungen lassen aber fachgerechte, flexible betriebliche Entscheidungen nicht zu, selbst wenn sie der Landbewirtschaftung und der Natur dienen. Was muss denn noch geschehen, um Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung wachzurütteln?“

Darüber hinaus dürfe die Landwirtschaft nicht unter politischen Entscheidungen leiden, die sie nicht zu vertreten habe. So dürfe der Brexit nicht zu einer Kürzung der EU-Finanzmittel für die Landwirtschaft und somit der Betriebsprämien führen. Die Gemeinsame EU-Agrarpolitik (GAP) müsse auch ab 2021 die Wirtschaftlichkeit der Betriebe zum Ziel haben. Nicht einmal mehr ein Drittel des EU-Haushaltes stünde der Landwirtschaft zur Verfügung. Diese Erosion von Finanzmitteln müsse endlich beendet werden. Daher sei konsequentes Handeln der politischen Entscheidungsträger angesagt.

Das Motto des Bauerntages „Stärkung der heimischen Landwirtschaft – Chancen nutzen, Herausforderungen meistern“ müsse zukunftsorientiert umgesetzt werden, betonte Horper. Denn die Öffentlichkeit habe immer weniger Verständnis für den Ruf der Landwirtschaft nach Hilfen und Ausnahmegenehmigungen. Die Betriebsleiter seien staatlich ausgebildete Fachleute, Agraringenieure, Meister, Techniker und Gesellen. Mehr Vertrauen in die Fähigkeiten der Betriebsleiter ist dringend erforderlich. Anders könne er sich nicht erklären, wie praxisfremd die aktuelle Diskussion um die Ferkelkastration oder die Ausgestaltung von Ferkel schützenden Kastenständen geführt werde. Bei praxisfremden Regelungen würden am Ende die Betriebe ausscheiden, die unsere Gesellschaft wolle.

Horper fordert die Politik auf, bei künftigen gesetzlichen Regelungen Vernunft und Sachverstand walten zu lassen. Auf Dauer sei es gesellschaftsschädigend, Politik nach Meinungen und Strömungen zu machen: „Die Bauernfamilien brauchen endlich wieder mehr unternehmerische Freiheiten, um die Landwirtschaft und die Wirtschaftlichkeit im ländlichen Raum insgesamt wieder zu stärken!“

25 Jahre im Zeichen des Klimaschutzes

UrkundenĂĽbergabe bei Zschimmer & Schwarz

Lahnstein, 18. September 2018 – Anlässlich ihrer 25-jährigen erfolgreichen Zusammenarbeit überreichte die RIGK GmbH dem Chemieunternehmen Zschimmer & Schwarz aus Lahnstein im Rahmen einer kleinen Feierstunde eine Urkunde. Bereits seit einem Vierteljahrhundert lässt Zschimmer & Schwarz gebrauchte Kunststoffverpackungen durch das zertifizierte Fachunternehmen zurückführen und verwerten, damit aus ihnen wieder wertvolle Rohstoffe werden.

„Wir legen großen Wert auf Klima- und Umweltschutz. Verantwortung und Nachhaltigkeit sind Teil unseres Selbstverständnisses“, erklärt Wolfgang Nowak, Geschäftsführer von Zschimmer & Schwarz. „Deshalb freuen wir uns, am Standort Lahnstein schon seit langer Zeit mit RIGK zusammenzuarbeiten und so einen aktiven Beitrag zum Erhalt einer Welt zu leisten, die auch in Zukunft für unsere Nachfolgegenerationen lebenswert ist. Mit RIGK haben wir hierfür den richtigen Partner an unserer Seite.“ Allein im Jahr 2017 konnten bei Zschimmer & Schwarz durch die Zuführung des Kunststoff-Verpackungsmaterials zum Recycling rechnerisch 39.628 kg Treibhausgas eingespart werden – dies entspricht den Kohlendioxid-Emissionen, die in Europa jedes Jahr von 2.856 Bäumen gebunden werden. Mit zusätzlichen Partnerschaften für das Recycling von Papiersäcken und Metallverpackungen setzt Zschimmer & Schwarz weitere wichtige Maßnahmen zur Schonung der globalen Ressourcen um. Als Mitglied von Responsible Care wird zudem eine ständige Verbesserung in den Bereichen Umwelt, Sicherheit und Gesundheit angestrebt. Ebenso verpflichtet sich das Unternehmen mit der RSPOZertifizierung freiwillig zur Verwendung von nachhaltig angebautem Palmöl.

Rinderbestand rückläufig – Weniger Milchkühe in Rheinland-Pfalz

Im Mai 2018 wurden in Rheinland-Pfalz rund 336.000 Rinder gehalten, das waren 3,4 Prozent weniger als im Mai 2017. Binnen Jahresfrist wurden 2,9 Prozent der Rinderhaltungen komplett aufgegeben, wobei überdurchschnittlich häufig die Milcherzeugung eingestellt wurde. Die Zahl der Haltungen mit Milchkühen ging um 5,3 Prozent zurück, der Milchkuhbestand (111.200 Tiere) wurde um zwei Prozent verringert. Insgesamt wurden im Mai 2018 noch 4.867 Rinderhaltungen registriert, davon 1.790 mit Milchkühen (37 Prozent).

Annähernd die Hälfte der Milchkühe in Deutschland werden in Bayern und Niedersachsen gehalten. Auf Rheinland-Pfalz entfallen nur 2,7 Prozent des Bestandes in Deutschland. Abgesehen von den Stadtstaaten stehen nur in Thüringen und dem Saarland weniger Milchkühe als in Rheinland-Pfalz.

Die Milchkuhhaltung ist vor allem in den Mittelgebirgslagen in Rheinland-Pfalz eine wichtige Einnahmequelle in der Landwirtschaft. Rund 46 Prozent der MilchkĂĽhe werden im Eifelkreis Bitburg-PrĂĽm und im Landkreis Vulkaneifel gehalten. Vom Rinderbestand insgesamt entfallen 35 Prozent der Tiere auf die beiden Kreise.

Die Rinderrasse Holstein-Schwarzbunt ist mit rund 45 Prozent die am weitesten verbreitete im Land, gefolgt von den Holstein-Rotbunt (11 Prozent). Beide Rassen wurden vor allem auf die Erzeugung von hohen Milchmengen gezüchtet. Die größte Bedeutung zur Fleischproduktion entfällt mit gut neun Prozent auf die Rasse Limousin.

Für die regelmäßigen Erhebungen der Rinderbestände wird das Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HI-Tier) zu den Stichtagen 3. November und 3. Mai ausgewertet. Die Aufbereitung erfolgt nach Be-triebsstätten. Eine Betriebsstätte repräsentiert eine eigene HI-Tier-Nummer. Ein landwirtschaftlicher Betrieb kann über mehrere Betriebsstätten verfügen.

Die Zahl der Milchkühe wird je Haltung berechnet. Basis ist die vom Betrieb angegebene Produktionsrichtung (z. B. Milchkuhhaltung oder Ammen/Mutterkuhhaltung). Bei Angabe mehrerer Produktionsrichtungen wird zu-sätzlich die Rasse der Kühe berücksichtigt.

Die Rinderbestände werden ebenfalls im Rahmen der mehrjährigen Strukturerhebungen aufbereitet, zuletzt bei der Agrarstrukturerhebung 2016. Von der Viehbestandserhebung Rinder unterscheidet sich die Strukturerhebung bei landwirtschaftlichen Betrieben hinsichtlich der Grundgesamtheit (Betriebsdefinition) und des Stichtages.

Autor: Jörg Breitenfeld (Abteilung Wirtschaft, Landwirtschaft, Umwelt, Register)

Schweinebestand verringerte sich binnen Jahresfrist um sechs Prozent

Der Bestand an Schweinen ist in Rheinland-Pfalz im Mai 2018 auf den niedrigsten bisher registrierten Stand gefallen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden in landwirtschaftlichen Betrieben mit mindestens 50 Schweinen oder zehn Zuchtsauen rund 166.200 Schweine gehalten. GegenĂĽber dem Bestand vom Mai 2017 waren das fast sechs Prozent weniger.

In Deutschland (ohne die Stadtstaaten) gibt es knapp 27 Millionen Schweine. Die Schweinehaltung konzentriert sich auf die Bundesländer Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mit etwa 58 Prozent des Bestandes. Dagegen lag der Anteil der in Rheinland-Pfalz gehaltenen Schweine bei nur noch 0,6 Prozent.

Rund 46 Prozent der Tiere waren Mastschweine in der Endmastphase, die am Stichtag bereits ein Lebendgewicht von wenigstens 50 Kilogramm erreicht hatten. Nur ungefähr sechs Prozent des Bestandes entfielen auf Zuchtsauen. Mehr als die Hälfte der Schweine wurde in Betrieben mit 1.000 und mehr Tieren gehalten.

Als Auswahlgrundlage für die Stichprobenerhebung dient das Betriebsregister Landwirtschaft. Zur Grundgesamtheit zählen alle landwirtschaftlichen Betriebe mit mindestens 50 Schweinen oder 10 Zuchtsauen.

Kleinere Veränderungen des Bestandes an Schweinen sind aufgrund stichprobenbedingter Fehler nur bedingt aussagekräftig.

Autor: Jörg Breitenfeld (Abteilung Wirtschaft, Landwirtschaft, Umwelt, Register)

Zschimmer & Schwarz geht auf Welttour

In rund 365 Tagen um die Welt: Zum 125. Firmenjubiläum schickt das Chemieunternehmen einen multimedialen Seefracht-Container auf Reisen.

Lahnstein, 13. September 2018 – Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Das Chemieunternehmen Zschimmer & Schwarz feiert 2019 sein 125-jähriges Bestehen. Um diese Festlichkeiten heute schon einzuläuten, wurde vom Hauptsitz in Lahnstein aus im Beisein der Geschäftsführung ein ganz spezieller Seefracht-Container auf Reisen geschickt. Mit modernster Multimedia-Präsentation wird er im kommenden Jahr an zahlreichen internationalen Standorten des Unternehmens zum Botschafter des Jubiläums und der Zschimmer & Schwarz-Gruppe.

„Wir beschäftigen über 1.300 Menschen in 15 Ländern. Natürlich möchten wir als Arbeitgeber möglichst viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an unserer 125-Jahr-Feier teilhaben lassen. Daher haben wir uns entschieden, mit unserem Jubiläumscontainer einfach direkt zu unseren Standorten zu reisen. Der Container macht unsere Tradition als Familienunternehmen, unsere Werte, unsere vielseitigen Geschäftsbereiche sowie unsere Zukunftsvision interaktiv erlebbar“, so Dietmar Clausen, kaufmännischer Geschäftsführer bei Zschimmer & Schwarz.

Dr. Martin Haberl, Geschäftsführer für die Bereiche Vertrieb und Marketing, ergänzt: „Jeder, der Teil unseres Unternehmens ist, ist Teil einer ganz besonderen Geschichte. Das Jubiläum steht unter dem Motto „Die Mischung macht’s“ und genau diese bunte Mischung wollen wir allen näherbringen. Deswegen steht das Miteinander auch klar im Mittelpunkt: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können im Container Grußbotschaften ihrer Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt empfangen und auch selbst Fotos aufnehmen, um sich persönlich vorzustellen.“

Nach einem Jahr Reise, zehn Zwischenstopps in sechs Ländern und über 26.000 zurückgelegten Kilometern wird der Jubiläumscontainer im August 2019 wieder nach Lahnstein zurückkehren. Hier trifft er dann auf sieben weitere Container, die in einer großen Ausstellung die einzelnen Geschäftsbereiche von Zschimmer & Schwarz in ihrer ganzen Vielfalt präsentieren werden.

Wolfgang Nowak, technischer Geschäftsführer der Zschimmer & Schwarz-Gruppe, blickt voller Vorfreude auf das Jubiläum: „Die vergangenen 125 Jahre waren für Zschimmer & Schwarz eine ereignisreiche Reise. Wir wollen alle Menschen weltweit einladen, Reisegefährten zu werden und unser Unternehmen aus nächster Nähe kennenzulernen.“

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