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Hervorragende Maßnahmen in der Personalpolitik

Preisverleihung „Attraktiver Arbeitgeber Rheinland-Pfalz“ in Mainz

Mainz, 5. Dezember 2018. Zahlreiche mittelständische Unternehmen setzen auf eine engagierte Personalpolitik und spezielle Möglichkeiten der Mitarbeiterbindung, um Fach- und Führungskräfte für den eigenen Betrieb zu gewinnen und zu halten. Acht dieser Unternehmen aus den vier rheinland-pfälzischen Kammerbezirken, die besonderes Engagement in der Personalpolitik beweisen, zeichnete das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) und den rheinland-pfälzischen Kammern mit dem Titel „Attraktiver Arbeitgeber Rheinland-Pfalz“ aus.

„Die ausgezeichneten Unternehmen signalisieren klar, dass sie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wertschätzen. Sie alle haben für ihr Unternehmen passende Strategien und Programme gefunden, die ihnen helfen, Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Betrachten wir alle Attraktiven Arbeitgeber gemeinsam, finden wir hier einen reichhaltig gefüllten Instrumentenkasten für eine kreative Personalpolitik. Unternehmen, die sich als Attraktive Arbeitgeber positionieren, haben im Wettbewerb um die besten Köpfe die Nase vorn und sichern damit die Zukunft des eigenen Betriebs“, sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt.

Region Koblenz

In der Region Koblenz wurde die Hevert-Arzneimittel GmbH & Co. KG aus Bad Sobernheim prämiert. Hevert ermöglicht seinen 200 Mitarbeitenden durch rund 60 unterschiedliche Arbeitszeitmodelle eine besondere Work-Life-Balance. Auch bietet das Unternehmen eine Betreuung von Mitarbeiterkindern an. Eigene Führungsgrundsätze fördern eine umfassende unternehmensinterne Zusammenarbeit, von den Auszubildenden bis hin zur Geschäftsführung.

Das Unternehmen Sanitätshaus Wittlich GmbH aus Bad Ems überzeugt durch eine klare Unternehmensstruktur. Eine Kommunikationsmatrix dient den Beschäftigten als Orientierungshilfe, welche Ansprechpartner für welche Themen zuständig sind. Neu angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können zusätzlich auf ein Patensystem zurückgreifen. Es werden in verschiedensten Branchen und Fachrichtungen bis zu zehn Ausbildungsplätze vergeben, durch individuell angepasste Fort- und Weiterbildungskonzepte werden die benötigten Fachkräfte von Morgen selbst entwickelt.

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Auftragseingänge der Industrie im Oktober 2018 deutlich gesunken

Im Oktober 2018 ist der Index der Auftragseingänge in der rheinland-pfälzischen Industrie kräftig gesunken. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um 5,1 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Einer deutlichen Verringerung des Ordervolumens aus dem Ausland (minus 8,4 Prozent) stand ein leichter Anstieg der Bestellungen aus dem Inland gegenüber (plus 0,6 Prozent).

Ein Grund für den Rückgang der Auftragseingänge ist die geringere Nachfrage nach Investitionsgütern. Bei den Investitionsgüterproduzenten gingen im Oktober 4,2 Prozent weniger Bestellungen ein als im Vormonat. Darüber hinaus wirkte sich ein Sondereffekt in einem Teilbereich der Konsumgüterindustrie aus; die Nachfrage nach Konsumgütern schrumpfte dadurch stark um 24,2 Prozent. Die Hersteller von Vorleistungsgütern konnten hingegen einen Anstieg der bereinigten Auftragseingänge verbuchen (plus 3,5 Prozent).

In der Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und die umsatzmäßig größte Branche des Verarbeitenden Gewerbes ist, erhöhte sich das Ordervolumen im Oktober um 5,9 Prozent. Die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die zur Investitionsgüterindustrie gehören und gemessen am Umsatz in der Industrie an zweiter Stelle stehen, mussten hingegen einen kräftigen Rückgang der Auftragseingänge hinnehmen (minus 10,3 Prozent). Im Maschinenbau, der ebenfalls zur Investitionsgüterindustrie zählt und die drittgrößte Branche ist, blieb die Nachfrage gegenüber dem Vormonat fast unverändert (minus 0,1 Prozent).

Trotz des Rückgangs gegenüber dem Vormonat waren die Bestellungen im Oktober 2018 höher als im Vorjahresmonat. Die bereinigten Auftragseingänge lagen um zwei Prozent über dem Niveau von Oktober 2017. Während die Nachfrage aus dem Ausland zulegte, fiel das Ordervolumen aus dem Inland geringer aus als ein Jahr zuvor. Einem Anstieg der Bestellungen in der Investitions- und in der Konsumgüterindustrie standen Einbußen in der Vorleistungsgüterindustrie gegenüber. In zwei der drei umsatzstärksten Branchen – in der Chemieindustrie sowie im Maschinenbau – gingen weniger Aufträge ein als im Vorjahresmonat. Die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen verbuchten hingegen einen kräftigen Zuwachs.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben.

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

Sonderaufruf Breitbandförderung: IHKs: Gewerbegebiete flächendeckend mit Glasfaser ausbauen

Das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur hat kürzlich einen Sonderaufruf zur Förderung des Glasfaserausbaus in Gewerbegebieten gestartet. Kommunen und Kreise in Rheinland-Pfalz haben damit erstmals die Chance, mit finanzieller Unterstützung des Bundes in allen unterversorgten Gewerbegebieten Glasfaseranbindungen für Unternehmen zu schaffen. Aus Sicht der rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern (IHKs) sollte die Gelegenheit genutzt werden, die Unternehmen vor Ort zu unterstützen. Leistungsfähige Breitbandinfrastruktur gehört zu den dringendsten Bedürfnissen der Wirtschaft in Rheinland-Pfalz.

„Dank des gemeinsamen Engagements von Bund, Land, Kommunen und Landkreisen befindet sich Rheinland-Pfalz bereits auf einem guten Weg, den Breitbandausbau vor Ort voranzubringen“, so Arne Rössel, Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz. Bisher war es aus rechtlichen Gründen jedoch nicht möglich, alle Gewerbegebiete zu versorgen. Gerade Gebiete mit einer mittelmäßigen Anbindung galten entgegen der Lebenswirklichkeit als zu gut versorgt und konnten nicht auf Unterstützung hoffen. Das Programm des Bundes bietet laut Rössel die Chance, diese Lücke zu schließen und schafft daneben auch für kreisfreie Städte Perspektiven.

Glasfaseranbindungen bis ins Haus gehören für Gewerbetreibende inzwischen zu den wichtigsten Standortfaktoren, wie eine Umfrage der IHK-Arbeitsgemeinschaft unter Unternehmen vom Jahresanfang 2018 in Rheinland-Pfalz zeigt. Für rund 87 % der antwortenden Unternehmen ist eine leistungsfähige, flächendeckende Breitbandinfrastruktur das dringendste Digitalisierungsthema und unverzichtbare Grundlage dafür, im globalen Wettbewerb bestehen zu können.

„Die Bedeutung des Themas ist dem Kompetenzzentrum Breitband des Landes Rheinland-Pfalz und allen Verantwortlichen in den Kommunen und Kreisen bewusst. Trotz der Anstrengungen aller Beteiligten in den Ausbaugebieten ist es jedoch noch ein weiter Weg, bis die Glasfaseranbindungen vor Ort tatsächlich verfügbar sind“, so Nicole Rabold, breitbandpolitische Sprecherin der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz. „Umso wichtiger ist es, bereits jetzt alle Möglichkeiten zu nutzen, um das gemeinsame Ziel zu erreichen und flächendeckende Gigabitnetze zu errichten.“ Jedes Vorhaben kann mit maximal einer Million Euro an Fördermitteln aus dem Bundesprogramm gefördert werden. Die Antragstellung erfolgt über das zentrale Online-Portal www.breitbandausschreibungen.de.

104 kommunale Jobcenter starten Kampagne „Stark. Sozial. Vor Ort.“

Der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städtetag haben mit den 104 kommunalen Jobcentern unter dem Titel „Stark. Sozial. Vor Ort.“ eine gemeinsame Kampagne gestartet, um auf die Bedeutung dezentraler Arbeitsmarktpolitik aufmerksam zu machen.

Berlin/Landkreis Mayen-Koblenz.  Diese Woche fand in Berlin der Tag der kommunalen Jobcenter statt, der sich als regelmäßiges Treffen der 104 kommunalen Jobcenter in diesem Jahr mit den Herausforderungen der Digitalisierung beschäftigt hat. Den kommunalen Jobcentern ist es wichtig, sich ständig weiterzuentwickeln, um auch in einer sich wandelnden, digitalen Arbeitswelt die Menschen mit flexiblen und passgenauen Leistungen und Angeboten zu unterstützen.

Dieser Tag war gleichzeitig der Startschuss für eine gemeinsame öffentlichkeitswirksame Kampagne der 104 kommunalen Jobcenter. Unter dem Titel „Kommunale Jobcenter – Stark. Sozial. Vor Ort.“ werden deren Arbeit und Stärken zukünftig deutlicher ins Bewusstsein von Bürgern, Politik und Unternehmern gerückt.

Die 104 kommunalen Jobcenter:

• sorgen bundesweit für 1,5 Mio. Menschen, die Unterstützung auf ihrem Weg in Arbeit und Ausbildung benötigen

• integrieren pro Jahr mehr als 250.000 Menschen in nachhaltige Jobs und

• sind für ein Gebiet von mehr als 22 Mio. Einwohnern verantwortlich

Das Jobcenter Landkreis Mayen-Koblenz hat rund 210.000 Einwohner. Seit 2012 ist das Jobcenter in kommunaler Trägerschaft und betreut aktuell ca. 6.900 Menschen. Jährlich werden rund 2.100 Menschen in den Arbeitsmarkt integriert.

104 und damit ein Viertel der 407 Jobcenter werden als kommunale Jobcenter der Landkrei-se/kreisfreien Städte betrieben und erfüllen die SGB II-Aufgaben ohne die Bundesagentur für Arbeit eigenverantwortlich (sog. Optionskommunen). Daneben nehmen 303 gemeinsame Einrichtungen als Mischbehörden aus der Bundesagentur für Arbeit und dem Landkreis/der kreisfreien Stadt die jeweiligen Teilzuständigkeiten beider Träger wahr.

Die kommunalen Jobcenter sind Teil des Landkreises bzw. der kreisfeien Stadt und bieten ein Gesamtpaket an Leistungen und Lösungen. Das Ergebnis sind bürgernahe kommunale Job-center, kurze Wege, rasche Entscheidungen, umfassende und ganzheitliche Angebote und nachhaltige Unterstützung. Sie erbringen Leistungen aus einer Hand und verbinden ihre An-gebote mit weiteren kommunalen Verantwortlichkeiten wie etwa von Jugendämtern, Schulen, Ausländerbehörden oder der Wirtschaftsförderung.

Für die Landräte und Oberbürgermeister ist kommunale Arbeitsmarktpolitik Chefsache. Sie verfügen über eine starke demokratische Verankerung. Die kommunalen Jobcenter unterliegen der Kontrolle der Bürger über die direkt gewählten Kreistage und Stadträte. Sie entwickeln lokale und regionale Aktivitäten, die sich gut mit den Maßnahmen der örtlichen Netzwerkpartner verzahnen. Vorteile sind dezentrale Strukturen und kreative maßgeschneiderte Lösungen. So können Schwerpunkte bei der Förderung entsprechend den regionalen und kommunalen Notwendigkeiten gesetzt werden.

Weitere Informationen unter www.jobcenter-myk.de und www.kommunale-jobcenter.de

Auszeichnung für die Besten:

Erstmals IHK-Landesbesten-Ehrung der Höheren Berufsbildung in Mainz

Mainz/Ludwigshafen, 19. November 2018. Heute (29. November) erhalten die landesweit besten Absolventinnen und Absolventen der Höheren Berufsbildung der Industrie- und Handelskammern (IHKs) eine Auszeichnung. Peter Adrian, Präsident der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, und Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing ehren die besten Industriemeister, Fachwirte, Fachkaufleute und Betriebswirte der IHK-Prüfungen in Rheinland-Pfalz bei einer Feierstunde in Mainz.

Jedes Jahr legen in Rheinland-Pfalz etwa 1.600 Personen ihre Prüfungen der Höheren Berufsbildung vor den Ausschüssen der vier IHKs ab. Vorausgegangen sind meist eine erfolgreiche Duale Berufsausbildung sowie eine mehrjährige Teilnahme an den Vorbereitungslehrgängen. Für jeden einzelnen ist dieser Abschluss ein großer Erfolg, weil sich dadurch nachweisbar die Chancen erhöhen, auf der Karriereleiter höher zu steigen, das Gehalt zu verbessern oder neue interessantere Aufgaben – zum Beispiel als Führungskraft – zu übernehmen.

Peter Adrian betonte: „Die Wirtschaft braucht nicht nur Akademiker, sondern auch Praktiker! Und Sie sind von diesen Praktikern die Besten.“ Genau das wiesen die Absolventinnen und Absolventen mit ihrem Abschluss nach.

Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing gratulierte den Landesbesten: „Mit Ihrer ausgezeichneten Leistung haben Sie gezeigt, dass Sie zu den besten Köpfen im Land zählen! Sie sind die Zukunft unserer Wirtschaft, die auf versierte Fachkräfte angewiesen ist. Ich sehe hier motivierte und fähige junge Leute, die mit ihrer Weiterbildung das Fundament für einen hervorragenden Karriereweg gelegt haben. Ich gratuliere Ihnen ganz herzlich zu Ihren ausgezeichneten Abschlussprüfungen“, sagte Wissing.

Von allen Absolventinnen und Absolventen die oder der Beste zu sein, ist eine besondere Leistung, denn es handelt sich um bundeseinheitliche Prüfungen. Jeder Absolvent und jede Absolventin in ganz Deutschland schreibt zur gleichen Zeit die gleiche Prüfung. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal der beruflichen Bildung, das es in dieser Form – z.B. im akademischen Bereich – nicht gibt.

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