Freitag, 23. August 2019

Letztes Update:05:23:42 AM GMT

region-rhein.de

RSS

Jahresauftaktgespräch der IHK-Arbeitsgemeinschaft:

Unsicherheiten belasten das Konjunkturklima in Rheinland-Pfalz

Die rheinland-pfälzische Wirtschaft verliert zum Jahreswechsel 2018/19 spürbar an Schwung.  Das belegt die aktuelle Konjunkturumfrage der rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern (IHKs), die auf einem repräsentativen Querschnitt der Wirtschaft mit Antworten von mehr als 1.000 Betrieben mit über 200.000 Beschäftigten basiert.

Der IHK-Konjunkturklimaindikator – ein zusammenfassender Wert der aktuellen Geschäftslage sowie der Erwartungen der Unternehmen – fällt um sechs Punkte auf aktuell 119 Punkte ab. Ausschlaggebend hierfür ist nicht nur eine sichtbar getrübte Einschätzung der derzeitigen Lage über alle Branchen hinweg, sondern auch eine zunehmende Unsicherheit über die zukünftige Geschäftsentwicklung der Unternehmen. Dazu äußerte sich Peter Adrian, Präsident der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz: „Internationale Handelskonflikte, aber auch ausbleibende wirtschaftspolitische Impulse im Inland sorgen zunehmend für Verunsicherungen und wirken konjunkturhemmend.“

Obwohl alle Wirtschaftszweige gleichermaßen diese konjunkturelle Entwicklung abbilden, ist die Stimmung in der Industrie besonders verhalten. Anhaltspunkte dafür sind vor allem Nachfragerückgänge bei den Vorleistungs- und Investitionsgütern. „Sowohl die Inlands- als auch die Auslandsgeschäfte der Industrieunternehmen laufen schlechter als zuvor. Der Risikomix schadet der industriellen Güternachfrage, setzt den Exportunternehmen und damit der Konjunktur spürbar zu“, so Arne Rössel, Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz.

Weiterlesen...

Neues Verpackungsgesetz

IHK Koblenz berät und bietet Sprechtage an

Koblenz, 31. Januar 2019. Mit dem Beginn des Jahres ist bundesweit das neue Verpackungsgesetz in Kraft getreten. Bei vielen Betrieben herrscht seither große Unklarheit: Bin ich davon betroffen? Und falls ja, was genau muss ich jetzt tun? Hunderte Anfragen hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz seither zum Thema per Telefon und E-Mail beantwortet. Um die Betriebe noch besser zu informieren, bietet sie ab Mitte Februar Sprechtage in den Regionalgeschäftsstellen an.

„Dem Grundgedanken des Gesetzes, dass Hersteller und Händler Produktverantwortung übernehmen sollen, spricht nichts entgegen“, erläutert Anne Glück, Beraterin Abfall- und Kreislaufwirtschaft der IHK Koblenz. „Allerdings bleiben viele Unklarheiten. So ist den Unternehmen häufig nicht klar, welche Arten von Verpackungen überhaupt betroffen sind.“ Der Produktkatalog der Zentralen Stelle Verpackungsregister (ZSVR) helfe nur bedingt weiter. „Hier wollen wir mit persönlicher Beratung, aber auch mit unseren Sprechtagen in den Regionalgeschäftsstellen Aufklärungsarbeit leisten“, so Glück.

Sprechtage zum Verpackungsgesetz in den IHK-Regionalgeschäftsstellen:

  • IHK-Regionalgeschäftsstelle Simmern:          13. Februar: 09:00 – 13:00 Uhr
  • IHK-Regionalgeschäftsstelle Montabaur:       14. Februar: 09:00 – 12:30 Uhr
  • IHK-Regionalgeschäftsstelle Altenkirchen:     14. Februar: 14:00 – 16:30 Uhr
  • IHK-Regionalgeschäftsstelle Bad Kreuznach:  18. Februar: 09:00 – 12:30 Uhr
  • IHK-Regionalgeschäftsstelle Idar-Oberstein:  18. Februar: 14:00 – 16:30 Uhr
  • IHK-Regionalgeschäftsstelle Ahrweiler:         21. Februar: 09:00 – 12:30 Uhr

Anmeldung online über die jeweilige Seite der IHK-Regionalgeschäftsstelle (ihk-koblenz.de/geschaeftsstellen) oder bei unserer Ansprechpartnerin.

Das Verpackungsgesetz löst die bisher gültige Verpackungsordnung ab und regelt, dass jeder Hersteller oder Händler, der verpackte Ware als Erster in den Umlauf bringt, diese Verpackungen lizenzieren und im Verpackungsregister LUCID registrieren muss. Eine Kleinmengenregelung gibt es nicht. Wer dem nicht nachkommt, muss mit Sanktionen bis hin zum Vertriebsverbot rechnen. Laut ZSVR haben sich seit Januar bundesweit bereits etwa 150.000 Unternehmen registriert. Die ZSVR rechnet damit, dass sich im Verlauf des Jahres weitere Hunderttausende Unternehmen registrieren werden.

Mehr Informationen zum Thema auf unserer Homepage, www.ihk-koblenz.de/neues-verpackungsgesetz, und bei unserer Ansprechpartnerin:

Anne Glück

0261 106-286

Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

IHK-Handbuch Unternehmensnachfolge

Generationenwechsel im Unternehmen meistern

Koblenz, 31. Januar 2019. Die rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern haben das neue Praxishandbuch zur Unternehmensnachfolge vorgelegt. Unter dem Titel „Generationenwechsel im Unternehmen  - Ein Praxishandbuch für Inhaber und Nachfolger“ geben die IHK-Experten Ratschläge, was bei der Übergabe oder Übernahme eines Unternehmens zu beachten ist.

Viele mittelständische Unternehmen in Rheinland-Pfalz stehen aktuell vor der Herausforderung eines Generationenwechsels. Die Regelung der Firmennachfolge gilt als eine der schwierigsten unternehmerischen Aufgaben. Dabei ist eine erfolgreiche Übergabe wichtige Voraussetzung für eine langfristige Sicherung des Betriebes, seines Know-hows sowie seiner Arbeits- und Ausbildungsplätze. Mit dem Thema „Nachfolge“ sollten sich Unternehmer daher frühzeitig auseinandersetzen – nicht erst aus Altersgründen, sondern auch präventiv, als Notfallregelung.

Das Praxishandbuch der rheinland-pfälzischen IHKs verdeutlicht, wie komplex und vielschichtig ein Generationenwechsel ist und bietet einen schnellen Überblick für Inhaber und potenzielle Nachfolgekandidaten zu den wichtigsten Fragestellungen. Darüber hinaus werden Hinweise zu weiteren Informationsquellen gegeben sowie Checklisten und Formulare zur Verfügung gestellt.

Die Broschüre steht auf ihk-koblenz.de/nachfolgehandbuch zum Download bereit und ist außerdem kostenlos erhältlich bei der IHK Koblenz: Frederik Fein 0261 106-262, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Strukturwandel - Landwirtschaft bald auf „Roter Liste“

Koblenz. Der Strukturwandel in der Landwirtschaft und im Weinbau in Rheinland-Pfalz geht ungebrochen weiter. Gab es 1960 noch 170.000 Betriebe, waren es 2000 gerade einmal 34.000 und heute gibt es nur noch knapp 17.000 landwirtschaftliche und weinbauliche Betriebe. „Über 150 Gemeinden haben nicht einmal mehr einen einzigen Landwirt unter ihren Einwohnern mit all den negativen Folgen für die lokale Nahrungsmittelversorgung und die Landes- sowie Dorfkultur. Der bäuerliche Berufsstand gehört mittlerweile auf die Rote Liste“, macht der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, deutlich.

Die Landwirte leisteten gute Arbeit. Die Betriebsleiter der Haupterwerbsbetriebe seien allesamt Agraringenieure, Landwirtschaftsmeister, Techniker oder langjährig erfahrene Unternehmer mit Gesellenbrief. Sie seien Fachleute, die ihren Beruf beherrschen, die gesunde Nahrungsmittel erzeugen, umweltfreundlich wirtschaften und freiwillig auf über 30 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen darüber hinaus Agrarumweltmaßnahmen in jedweder Form umsetzen würden. Über die Gründe für diese bedenkliche strukturelle Entwicklung lässt Horper keine Zweifel aufkommen: „Die Landwirte werden zwischen den Wünschen der Bevölkerung und der knallharten Marktrealität aufgerieben. Einerseits sollen sie eine ungeheure Vielfalt an Wünschen erfüllen, aber andererseits werden die entstehenden Kosten von der Gesellschaft nicht getragen. Dies muss zwangsläufig zu einer zunehmenden Rationalisierung, Spezialisierung und Verdrängung führen. Das Höfesterben ist die Folge.“

Ein weiterer wichtiger, zentraler Aspekt sei die zunehmende Bürokratie und die „Auflagenhysterie“. Als Beispiel nennt Horper die Pflanzenschutzdiskussion. Wirkstoffe, die in Deutschland nur mit strengsten Auflagen und äußerst verantwortungsbewusst eingesetzt werden dürften, stünden in der Diskussion oder seien bereits verboten, obwohl die Verbraucher zu günstigen Importwaren greifen würden, die genau mit diesen Wirkstoffen produziert worden seien: „Ich kaufe 1.000 mal lieber heimische Waren von heimischen Landwirten, als Importware, die unter Zuhilfenahme von Pflanzenschutzmitteln, die bei uns verboten sind, produziert worden sind. In Deutschland weiß ich, dass die Bauern exakt arbeiten und Grenzwerte eingehalten werden, bei Importware sieht das oftmals ganz anders aus“.

Prof. Dr. Kristian Bosselmann-Cyran . . .

... zum stellvertretenden Vorsitzenden 
der Landeshochschulpräsidentenkonferenz gewählt

KOBLENZ/TRIER. Prof. Dr. Kristian Bosselmann-Cyran, Präsident der Hochschule Koblenz, ist in der jüngsten Sitzung der Landeshochschulpräsidentenkonferenz (LHPK) an der Universität Trier zum stellvertretenden Vorsitzenden dieses Gremiums gewählt worden. Das Amt, das derzeit noch Prof. Dr. Norbert Kuhn, Präsident der Hochschule Trier innehat, wird Bosselmann zum 1. April 2019 übernehmen.

Derzeitiger Vorsitzender der Landeshochschulpräsidentenkonferenz ist Prof. Dr. Michael Jäckel von der Universität Trier, der sein Amt im Herbst vergangenen Jahres angetreten hatte. Turnusgemäß wechselt der Vorsitz in dem Gremium alle zwei Jahre.

Die Landeshochschulpräsidentenkonferenz tagt in der Regel viermal im Jahr. Neben der Wahl des zweiten Vorsitzenden berieten die Hochschulpräsidien der rheinland-pfälzischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften diesmal unter anderem über das rheinland-pfälzische Hochschulzukunftsprogramm. Das Gremium ist sich einig, dass das Land Rheinland-Pfalz nur mit einer angemessenen finanziellen und personellen Ausstattung im Bereich der akademischen Bildung im Wettbewerb der Bundesländer Erfolg haben kann.

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL