Mittwoch, 23. Januar 2019

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Kreativwirtschaft

Jetzt mitmachen – Online-Umfrage zu Gründungen startet!

Das iuh – Institut für unternehmerisches Handeln der Hochschule Mainz startet eine Online-Umfrage für Gründer und Unternehmer sowie Selbstständige aus der Kreativbranche. Wirtschaftsminister Dr. Wissing motiviert Kreativschaffende zur Teilnahme, das Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz fördert die Studie finanziell.

„Gründungen in der Kultur- und Kreativwirtschaft bringen Dynamik in einen Wirtschaftsstandort. Sie sind Wegbereiter für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft und gesellschaftliche Veränderungen. Um die Rahmenbedingungen für Gründungen in Rheinland-Pfalz noch besser zu machen, wollen wir die Gründerinnen und Gründer mit der Online-Umfrage direkt ansprechen. Ich lade alle Kreativschaffenden herzlich ein, sich an der Online-Umfrage zu beteiligen“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing. „Die Studie ist eine gute Ergänzung zu den Gründersprechstunden, die ich mit Interessierten führe. Wir wollen Informationen aus allererster Hand, um passgenaue Lösungen zu entwickeln“, so der Minister.

Die Online-Umfrage unter www.creative-entrepreneurship.de richtet sich an Gründer und Unternehmer in künstlerischen, kulturellen und kreativen Branchen, dauert ca. 15 Minuten und ist auch auf mobilen Endgeräten abrufbar.

Die Umfrage ist Teil der Studie „Creative Entrepreneurship Rheinland-Pfalz – Erfolgreich Gründen und Wachsen in der Kultur- und Kreativwirtschaft“, welche die konkreten Bedürfnisse der Kreativbranche herausarbeiten soll. Sie wird vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz mit rund 36.000 Euro gefördert.

18 neue Auszubildende beginnen ihre Ausbildung bei Griesson - de Beukelaer in Polch

GdB bildet insgesamt 70 Auszubildende in neun Berufen aus / Einführungswoche in Jugendherberge mit Teambuilding-Maßnahme

Polch, 30. Juli 2018. – Einstieg ins Berufsleben bei Griesson - de Beukelaer (GdB): 18 junge Menschen starteten heute, am 30. Juli, am Unternehmenssitz in Polch ihre Ausbildung in einem von acht Ausbildungsberufen bzw. in einem dualen Studiengang. Damit bleibt das Unternehmen einer der wichtigsten Ausbildungsbetriebe in der Region. Zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres hat GdB acht Maschinen- und Anlagenführer, vier Industriemechaniker, zwei Elektroniker, eine Fachkraft für Lebensmitteltechnik, einen Fachinformatiker, eine Industriekauffrau, einen Wirtschaftsinformatiker sowie einen dualen Studenten im Bereich BWL – Industrie eingestellt. GdB bildet in Polch derzeit 39 Azubis in neun Berufen aus, im gesamten Unternehmen sind es 70 Auszubildende.

Die erste Woche der Ausbildung ist bei GdB traditionell dem Eingewöhnen vorbehalten. Am ersten Tag der Ausbildung geht es direkt nach der Begrüßung zur Jugendherberge Cochem. Hier erhalten die neuen Azubis in diversen Informationsveranstaltungen das Rüstzeug für einen erfolgreichen Start bei GdB. Zu den vielen attraktiven Teambuilding-Maßnahmen, die hier geboten werden, gehören u.a. ein Outdoor-Tag sowie ein gemeinschaftliches Grillen, was das ungezwungene Kennenlernen der anderen Azubis sowie der Ausbilder ermöglicht.

„In naher Zukunft verabschieden wir sehr viele langjährige Mitarbeiter in ihren wohlverdienten Ruhestand. Unsere Ausbildung ist auf diesen Generationswandel abgestimmt und wir bieten deshalb viele verschiedene gefragte Ausbildungsberufe an. Unsere qualitativ sehr gute, moderne Ausbildung ist eine Win-Win-Situation für Azubis und GdB. Wir bieten bestmögliche Bedingungen für eine erfolgreiche berufliche Zukunft und freuen uns auf eine langjährige Zusammenarbeit mit den zukünftigen Kolleginnen und Kollegen in unserem Familienunternehmen“, sagt Volker Weckbecker, technischer und gewerblicher Ausbildungsleiter bei GdB in Polch.

Teuerungsrate im Juli bei plus 1,9 Prozent

Die Teuerungsrate ist im Juli 2018 leicht gesunken. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag der Verbraucherpreisindex um 1,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Juni hatte die Inflationsrate plus 2,0 Prozent betragen.

Die Energiepreise waren im Juli 2018 wesentlich höher als im Vorjahresmonat (plus 6,3 Prozent). Der Grund dafür sind starke Preissteigerungen bei Mineralölprodukten (plus 15,2 Prozent). Sowohl die Preise für Heizöl als auch die Kraftstoffpreise erhöhten sich deutlich (plus 30,1 bzw. plus 11,5 Prozent). Die Umlage für Zentralheizung und Fernwärme stieg um 1,3 Prozent; die Strompreise blieben gegenüber dem Vorjahresmonat fast unverändert (plus 0,1 Prozent). Gas war billiger als im Juli 2017 (minus 1,3 Prozent).

Die Nahrungsmittelpreise lagen im Juli 2018 um 1,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Tiefer in die Tasche greifen mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher zum Beispiel beim Kauf von Molkereiprodukten und Eiern; die Preise waren um 4,2 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Auch Speisefette und -öle sowie Obst wurden merklich teurer (plus 3,8 bzw. plus 3,7 Prozent). Leichte Preissenkungen gab es bei Zucker, Marmelade, Honig und anderen Süßwaren (minus 0,4 Prozent). Die Preise für Fische und Fischwaren blieben fast unverändert (plus 0,1 Prozent).

Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die oft auch als Kerninflationsrate bezeichnet wird, ist im Juli ebenfalls leicht gesunken. Sie belief sich auf plus 1,4 Prozent; im Juni hatte sie bei plus 1,5 Prozent gelegen.

In zehn der zwölf Hauptgruppen war das Preisniveau höher als im Vorjahresmonat. Die stärkste Steigerung gab es mit plus 4,3 Prozent in der Hauptgruppe „Verkehr“, was unter anderem auf den deutlichen Anstieg der Kraftstoffpreise zurückzuführen ist. Merkliche Preiserhöhungen waren auch bei alkoholischen Getränken und Tabakwaren sowie Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen zu verzeichnen (jeweils plus 2,6 Prozent). In den Hauptgruppen „Bekleidung und Schuhe“ sowie „Nachrichtenübermittlung“ lagen die Preise unter dem Niveau des Vorjahresmonats (minus 2,1 bzw. minus 0,4 Prozent).

Veränderungen gegenüber Juni 2018

Gegenüber dem Vormonat ist der Verbraucherpreisindex im Juli 2018 um 0,3 Prozent gestiegen. Mit Abstand am stärksten fielen die Preiserhöhungen in der Hauptgruppe „Freizeit, Unterhaltung und Kultur“ aus (plus 4,5 Prozent, darunter Pauschalreisen plus 19,3 Prozent). In fünf der zwölf Hauptgruppen sank das Preisniveau. Merkliche Preisrückgänge gab es bei Bekleidung und Schuhen (minus 5,8 Prozent); bei alkoholischen Getränken und Tabakwaren belief sich das Minus auf 0,6 Prozent.

Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in 11 rheinland-pfälzischen Berichtsgemeinden 18 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) rund 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von 600 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt. Die Veränderung des VPI gegenüber dem Vorjahresmonat beziehungsweise dem Vorjahr wird umgangssprachlich auch als Inflationsrate bezeichnet.

Neben dem VPI dienen Kerninflationsraten als ergänzende Kennzahlen zur Beurteilung der Geldwertentwicklung. Sie geben an, wie sich die Verbraucherpreise entwickeln, wenn bestimmte Güter des Warenkorbs nicht mit eingerechnet werden. Das sind zumeist Güter mit erfahrungsgemäß stark schwankenden Preisen. Hier wird der Gesamtindex ohne Energie und Nahrungsmittel als Kerninflationsrate bezeichnet.

Die Pressemitteilung zum Berichtsmonat Juli 2018 enthält vorläufige Ergebnisse. Sofern bis zum 3. August 2018 keine Korrektur erscheint, sind die veröffentlichten Ergebnisse als endgültig anzusehen.

Autorin: Diane Dammers (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)

Medien beeinflussen die Einschätzung des Preisniveaus und wirtschaftliche Entscheidungen

Wie das aktuelle Preisniveau und die Inflation eingeschätzt werden, hängt nicht zuletzt von den Medien ab. Indirekt beeinflussen unterschiedliche Medientypen, wie sinnvoll Leser oder Zuschauer ihre wirtschaftlichen Entscheidungen treffen. Zudem erschwert die Berichterstattung der Medien die Informationspolitik der Zentralbanken. Dieser Zusammenhang lässt sich aus einer Studie von Volkswirtschaftlern der Universität Trier und der Niederländischen Zentralbank ableiten.

Juniorprofessor Matthias Neuenkirch (Universität Trier) und David-Jan Jansen (Niederländische Zentralbank) haben untersucht, ob die Nutzung bestimmter Printmedien einen Effekt auf die Wahrnehmung des Preisniveaus in den Niederlanden hat. Aufgrund der Vergleichbarkeit von Mediensystemen und Gesellschaft vermutet Matthias Neuenkirch, dass sich die Ergebnisse auf Deutschland übertragen lassen.

Die beiden Forscher fanden heraus, dass Leser von Boulevardzeitungen und regionalen Zeitungen die Inflation ungenauer einschätzen. Der gleiche negative Effekt tritt auch bei Fernsehzuschauern auf. Dagegen nehmen Nutzer von qualitativ höherwertigen Zeitungen und der Finanzpresse die Inflation präziser wahr.

Neuenkirch und Jansen halten diese Ergebnisse aus zweierlei Hinsicht für sehr ernüchternd. In der Forschung sei anerkannt, dass ein besseres Verständnis von wirtschaftlichen Zusammenhängen zu sinnvolleren wirtschaftlichen Entscheidungen führt, insbesondere im Hinblick auf die private Verschuldung. Im Umkehrschluss könnten falsche Einschätzungen von Preisniveau und Inflation dazu führen, dass Haushalte ungünstigere wirtschaftliche Entscheidungen treffen.

Zum anderen erschwert der teils negative Einfluss der Medien die Bemühungen von Zentralbanken, der breiten Öffentlichkeit die Absichten ihres Handelns zu vermitteln. So hat die Bank of England Ende des Jahres 2017 einen ersten Anlauf zu einer direkteren Kommunikation unternommen. Die britische Zentralbank versucht seitdem systematisch, leichter verständlich zu kommunizieren, so dass die Öffentlichkeit diese Informationen auch ohne die Hilfe des „Filters“ Medien verstehen kann.

Die von Neuenkirch und Jansen in der Studie ermittelten Effekte berücksichtigen Unterschiede in der Leserschaft der verschiedenen Typen von Zeitungen etwa in Bezug auf Bildung, Einkommen oder politische Einstellung. Die Untersuchung basiert auf eigens angepassten Umfragen im Dutch Household Survey für die Jahre 2014 bis 2017.

Handelsstreit zwischen der USA und der EU

Horper: Interessen der Landwirtschaft berücksichtigen

Koblenz. Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau begrüßt, dass die befürchtete Eskalation im Handelsstreit zwischen der USA und der EU zunächst nicht eintreten wird. „Es ist immer besser miteinander zu reden und zu verhandeln, statt den jeweiligen Partner vor vollendete Tatsachen zu stellen“, so BWV-Präsident Michael Horper. Dabei müssten auch die Interessen der Landwirtschaft berücksichtigt werden. Keinesfalls dürften nur die Interessen der Industrie Beachtung finden. Abermals stellte er fest, dass die Landwirtschaft nicht erneut zum Bauernopfer werden dürfe: „Wir brauchen eine ausgewogene Handelspolitik, in der jeder Wirtschaftsbereich seine Chancen finden und nutzen kann“, so Präsident Horper abschließend.

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