Montag, 14. Oktober 2019

Letztes Update:04:20:06 PM GMT

region-rhein.de

RSS

Durchschnittliche Weinmosternte erwartet

ie Winzer in Rheinland-Pfalz erwarten in diesem Jahr eine durchschnittliche Weinmosternte. Der sehr hohe Vorjahreswert wird deutlich unterschritten. Die Ernteberichterstatterinnen und Ernteberichterstatter des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz schätzten die Erntemenge für Weinmost Ende August auf knapp 5,9 Millionen Hektoliter, das wären 14 Prozent weniger als im Rekordjahr 2018.

Bei ähnlichem Witterungsverlauf wie 2018 waren in diesem Jahr regional die Bodenwasservorräte sowie die extremen sommerlichen Hitzewellen ertragslimitierende Faktoren, sodass 2019 voraussichtlich eine durchschnittliche Erntemenge eingefahren wird (Durchschnitt 2009 bis 2018: 5,8 Millionen Hektoliter).

Die Erntemenge der weißen Moste liegt nach den aktuellen Schätzungen mit 4,1 Millionen Hektoliter knapp sechs Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2009 bis 2018. Beim Rotmost liegt die Erntemenge mit 1,8 Millionen Hektoliter um 8,5 Prozent unter dem Niveau des langjährigen Mittels von knapp zwei Millionen Hektolitern. Zum Vorjahr beträgt der Rückgang der Erntemenge sechs Prozent.

Knapp ein Viertel der Erntemenge (1,5 Millionen Hektoliter) entfällt auf Riesling, der mit Abstand wichtigsten Rebsorte im Land. Die Erntemenge liegt knapp 17 Prozent unter der von 2018. Mit rund 0,8 Millionen Hektoliter folgen Müller-Thurgau und Dornfelder mit 0,7 Millionen Hektoliter.

Für Rheinhessen – dem größten Weinanbaugebiet Deutschlands – wurde mit 2,5 Millionen Hektoliter eine Erntemenge geschätzt, die dem langjährigen Vergleichswert entspricht. In der Pfalz wird die Erntemenge mit 2,3 Millionen Hektoliter marginal über dem Durchschnitt liegen. An der Mosel wird eine Erntemenge von 0,7 Millionen Hektoliter erwartet, das wären fast acht Prozent weniger als im langjährigen Durchschnitt und rund ein Viertel weniger als im Vorjahr.

Wegen des Termins, zu dem die Schätzungen erfolgen, sind die Ergebnisse noch mit Unsicherheiten behaftet und Veränderungen aufgrund des weiteren Witterungsverlaufs möglich.

Im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung berichten rund 150 Ernteberichterstatterinnen und Ernteberichterstatter regelmäßig über die Wachstumsstände der Reben und die Weinmosterträge. Bei den Ertragsschätzungen wird stets davon ausgegangen, dass der weitere Witterungsverlauf keine Extreme aufweist.

Autor: Dr. Pascal Kremer (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)

Ausbildung in der Justiz - anspruchsvoll mit Perspektive

Am 30. August 2019 haben 54 Nachwuchskräfte, die sich erfolgreich um eine Einstellung in den Vorbereitungsdienst zur Rechtspflegerin bzw. zum Rechtspfleger im Oberlandesgerichtsbezirk Koblenz beworben haben, ihre Ernennungsurkunden erhalten. Justizminister Herbert Mertin überreichte gemeinsam mit der Präsidentin des Oberlandesgerichts Koblenz Marliese Dicke den Bewerberinnen und Bewerbern ihre Urkunden und wünschte allen frisch ernannten Beamtinnen und Beamten für das duale Studium alles Gute und viel Erfolg.

Die ernannten Rechtspflegeranwärterinnen und Rechtspflegeranwärter haben am 1. September 2019 ihren dreijährigen Vorbereitungsdienst, der mit der Diplomprüfung (FH) endet, begonnen. Die Ausbildung umfasst zwei Studienabschnitte an der Hochschule für Rechtspflege Schwetzingen sowie eine Studienpraxis bei Amtsgerichten und Staatsanwaltschaften. Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger nehmen nach ihrer Ausbildung die ihnen übertragenen Aufgaben in sachlicher Unabhängigkeit wahr. Sie sind bei ihren Entscheidungen nur ihrem Gewissen und dem Gesetz unterworfen und an keine Weisungen gebunden. Diese sachliche Unabhängigkeit, die insoweit der richterlichen Unabhängigkeit entspricht, unterscheidet die Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger von anderen Angehörigen des dritten Einstiegsamtes. Der Aufgabenbereich der Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger ist breit gefächert und umfasst wichtige Teile der Rechtspflege, unter anderem Grundbuch-, Nachlass-, Insolvenz-, Zwangsversteigerungs-, Vollstreckungs- und Registersachen.

Die rheinland-pfälzische Justiz ist an der Gewinnung qualifizierten Nachwuchses für den Rechtspflegerberuf interessiert. Weitere Informationen zum Berufsbild, zur Ausbildung und zum Bewerbungsverfahren erhalten Sie auf der Internetseite des Oberlandesgerichts Koblenz unter www.olgko.justiz.rlp.de unter dem Link Ausbildung & Stellenangebote.

Bauhauptgewerbe im Juli 2019:

Umsätze höher, Aufträge deutlich niedriger als im Vormonat

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im Juli 2019 weniger Aufträge und höhere Umsätze als im Vormonat. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes gingen die Auftragseingänge im Vergleich zum Juni 2019 – kalender- und saisonbereinigt – um 11,9 Prozent zurück. Der baugewerbliche Umsatz erhöhte sich um 2,6 Prozent. Gegenüber den ersten sieben Monaten 2018 verbesserten sich das Ordervolumen um 5,1 Prozent und der Umsatz um 11,5 Prozent.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum Juni 2019 gingen die bereinigten Auftragseingänge im Hochbau gegenüber dem Vormonatsergebnis kräftig zurück (minus 33,3 Prozent). Im Tiefbau gab es dagegen einen deutlichen Anstieg (plus 9,6 Prozent). In den drei Bereichen des Hochbaus waren Auftragsrückgänge zu verzeichnen. Die stärksten Einbußen errechnen sich für den Wohnungsbau (minus 55,7 Prozent). In den drei Bereichen des Tiefbaus verbesserte sich dagegen das Ordervolumen. Im Straßenbau gab es den höchsten Auftragszuwachs (plus 13,6 Prozent). Gegenüber den ersten sieben Monaten 2018 wurde im Tiefbau eine deutliche Nachfragesteigerung registriert (plus 12,2 Prozent). Im Hochbau ging die Nachfrage dagegen zurück (minus 2,5 Prozent).

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum Juni 2019 stiegen die bereinigten Erlöse im Tiefbau um 6,5 Prozent. Für den Hochbau errechnet sich dagegen ein leichter Umsatzrückgang (minus 1,3 Prozent). Den stärksten Zuwachs gab es im sonstigen öffentlichen Tiefbau (plus 11,7 Prozent). Im öffentlichen Hochbau sowie im Straßenbau verbesserten sich die Erlöse ebenfalls deutlich (plus 7,7 bzw. plus 6,2 Prozent). Lediglich im Wohnungsbau blieben die Umsätze hinter dem Vormonatsergebnis zurück (minus 7,6 Prozent). Gegenüber den ersten sieben Monaten 2018 zogen die baugewerblichen Umsätze sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau kräftig an (plus 12,9 bzw. plus 10,1 Prozent).

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen Staat, Soziales)

IHK-Vollversammlung

Michael Horper wurde in die IHK-Vollversammlung gewählt

Trier. Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, wurde als einziges Mitglied für den Bereich Energie in die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer in Trier gewählt. Horper wird künftig im Bereich der alternativen Energien tätig sein, der im Hinblick auf Fragen des Klimawandels zunehmend an Bedeutung gewinnen wird. Darüber hinaus wird er sich als Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau verstärkt für die regionale Wertschöpfung und insbesondere für landwirtschaftliche und genossenschaftliche Energieanlagen einsetzen.

15. Petersberger Industriedialog der IHKs

Der industrielle Mittelstand im globalen Wettbewerb: Diskussion mit zwei Wirtschaftsministern

Königswinter, 10. September 2019: Welche Herausforderungen ergeben sich für die mittelständische Wirtschaft im Zuge der Globalisierung? Das war das zentrale Thema beim Petersberger Industriedialog am Dienstag in Königswinter. Zum bereits 15. Mal hatten die Industrie- und Handelskammern in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der Stiftung Industrieforschung ins Steigenberger Grandhotel auf den Petersberg eingeladen. Rund 200 Gäste aus Industrie und Politik waren der Einladung gefolgt. Auf dem Podium diskutierten die beiden Wirtschaftsminister der Länder, Volker Wissing und Andreas Pinkwart, mit den IHK-Präsidentinnen und -Präsidenten aus Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen die Herausforderungen, vor denen die Industrie in beiden Bundesländern derzeit steht.

Stellvertretend für die IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz betonte Susanne Szczesny-Oßing, Präsidentin der IHK Koblenz: „Die Industrie ist zum Erhalt ihrer Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit auf eine moderne und ausreichende Infrastruktur sowie industriefreundliche Rahmenbedingungen dringend angewiesen. Dazu gehört auch eine breite Industrie- und Technologieakzeptanz in der Gesellschaft.“

Allzu häufig würden in den bundes- und europapolitischen Diskussionen die Anforderungen des Industriestandortes Rheinland-Pfalz aus dem Blick geraten. Deshalb müsse im aktuellen Veränderungs- und Modernisierungsprozess der Industrie stärker darauf geachtet werden, dass die wichtigen Wertschöpfungsketten, -verbünde und -verflechtungen vor allem im Land erhalten blieben, so Szczesny-Oßing. Die IHK-Präsidentin sieht in der Landesregierung einen Chancengeber: „Es wäre doch schön, wenn wir die Länder-Öffnungsklausel nutzen und in Rheinland-Pfalz die bürokratieärmste Grundsteuer Deutschlands einführen würden.“

Wirtschaftsminister Wissing betonte: „Wir müssen insbesondere die Vielzahl der kleinen und mittleren Industrieunternehmen an unserem Standort und deren spezifische Situation im politischen Fokus behalten.“ Gerade die KMU stünden vor besonderen Herausforderungen, wenn es um Fragen der Finanzierung, der Innovation, der Fachkräftesicherung und der Internationalisierung gehe. „Darüber hinaus kommt dem Erhalt und dem Ausbau des Straßennetzes eine hohe Priorität zu, um die Industrieunternehmen in der Fläche des Landes gut anzubinden“, so der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister.

Die Industrie trägt mit 26 Prozent zur Bruttowertschöpfung des Landes Rheinland-Pfalz bei. Die mehr als 2.100 Unternehmen kommen aus den verschiedensten Branchen: von der Chemieindustrie bis hin zu zahlreichen Vorleistungslieferanten und einem stark spezialisierten Maschinenbau. Zugleich ist das verarbeitende Gewerbe ein wichtiger Arbeitgeber: Im gesamten Land sichern die Industrieunternehmen mehr als 295.000 Arbeitsplätze.

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL