Montag, 24. Februar 2020

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Erste Steuerbescheide für Steuererklärung 2017 ab Mitte März

Fristen für Angaben der Arbeitgeber und Finanzdienstleister enden erst Ende Februar
In Rheinland-Pfalz können jedes Jahr viele Bürger mit einer Steuererstattung rechnen: Der überwiegende Teil geht einer nicht-selbstständigen Tätigkeit (Arbeitnehmer) nach – zurzeit rund 770.000 - und kann dabei unter anderem Werbungskosten, wie die Anfahrt zur Arbeit, steuermindernd geltend machen.
Aufgrund der gesetzlichen Fristen, die Arbeitgebern, Versicherungen und anderen Institutionen bis zum 28. Februar eines Jahres Zeit lassen, um die für die Steuerberechnung benötigten Daten, wie Lohnsteuerbescheinigungen, Beitragsdaten zur Kranken- und Pflegeversicherung, Altersvorsorge sowie Rentenbezugsmitteilungen an die Finanzverwaltung zu liefern, liegen den Finanzämtern jedoch in der Regel die erforderlichen Daten noch nicht vollständig vor.
Zudem stehen den Finanzämtern die bundeseinheitlichen Programme zur Berechnung der Steuern ebenfalls erst Ende Februar eines Jahres zur Verfügung.
Daher können die Finanzämter in den meisten Fällen die Einkommensteuererklärungen erst ab März eines Jahres endgültig bearbeiten, so dass die ersten fertigen Steuerbescheide frühestens ab Mitte März im heimischen Briefkasten landen.
Elektronische Steuererklärung bietet Vorteile – Papiererklärungen werden zunächst durch Scannen digitalisiert
In Papierform eingereichte Steuererklärungen werden zunächst gescannt, um die Daten elektronisch vorliegen zu haben. Daher empfiehlt die Finanzverwaltung, die Steuererklärung mit Hilfe des kostenlosen Programms ELSTER (unter www.elster.de) oder mit Steuererklärungssoftware aus dem Handel zu erstellen und elektronisch ans Finanzamt zu übermitteln.
Vorteil der elektronischen Steuererklärung: Die Daten sind ohne Papier direkt und digital im Finanzamt und können somit schneller als Papiererklärungen bearbeitet werden. Aufgrund der gesetzlichen Fristen ebenfalls nicht vor März eines Jahres.
Die Finanzämter bitten darum, von persönlichen und telefonischen Nachfragen nach dem Verbleib des Steuerbescheids abzusehen, um die Steuererklärungen zügig bearbeiten zu können.