Thursday, 23. January 2020

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Teuerungsrate steigt im März auf 1,7 Prozent

Die Teuerungsrate ist in Rheinland-Pfalz im März gestiegen. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag der Verbraucherpreisindex im März 2018 um 1,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Februar hatte die Inflationsrate 1,1 Prozent betragen.

Die Energiepreise erhöhten sich nur leicht um 0,7 Prozent. Mineralölprodukte waren um 1,8 Prozent teurer als im März 2017, was auf den Anstieg der Heizölpreise zurückzuführen ist (plus 8,8 Prozent). Die Kraftstoffpreise blieben hingegen fast unverändert (minus 0,1 Prozent). Die Umlage für Zentralheizung und Fernwärme stieg um 0,9 Prozent. Die Strompreise änderten sich kaum (plus 0,2 Prozent). Gas wurde billiger (minus 1,6 Prozent).
Die Preise für Nahrungsmittel lagen mit plus 2,5 Prozent deutlich über dem Niveau des Vorjahresmonats. Speisefette und -öle waren wesentlich teurer als im März 2017 (plus 15,4 Prozent). So verteuerte sich Butter um 26,1 Prozent, aber auch bei anderen Speisefetten und -ölen gab es zweistellige Zuwächse. Die Preise für Molkereiprodukte und Eier zogen ebenfalls spürbar an (plus 11,6 Prozent). Preisrückgänge waren hingegen beim Gemüse zu verzeichnen (minus 7,3 Prozent); unter anderem waren Gurken und Paprika wesentlich günstiger als ein Jahr zuvor (minus 39,8 bzw. minus 18,3 Prozent). Preissenkungen gab es auch bei Kaffee, Tee und Kakao (minus 0,8 Prozent).

Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die oft auch als Kerninflationsrate bezeichnet wird, ist weiter gestiegen. Sie lag im März 2018 bei 1,6 Prozent nach 1,5 Prozent im Februar.

In zehn der zwölf Hauptgruppen gab es Preissteigerungen gegenüber dem Vorjahresmonat. Die größten Erhöhungen waren bei alkoholischen Getränken und Tabakwaren zu verzeichnen (plus 4,0 Prozent). Dahinter folgten Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen sowie Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke mit jeweils plus 2,4 Prozent. In den Hauptgruppen „Bekleidung und Schuhe“ sowie „Nachrichtenübermittlung“ sank das Preisniveau (minus 0,8 bzw. minus 0,4 Prozent).

Veränderungen gegenüber Februar 2018

Gegenüber dem Vormonat ist der Verbraucherpreisindex im März 2018 um 0,5 Prozent gestiegen. Insbesondere für Bekleidung und Schuhe mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher wesentlich tiefer in die Tasche greifen als im Februar (plus 3,9 Prozent). Hierbei dürften saisonale Gründe eine Rolle spielen. Waren und Dienstleistungen aus dem Bereich „Freizeit, Unterhaltung und Kultur“ verteuerten sich ebenfalls spürbar (plus 0,8 Prozent; darunter Pauschalreisen plus 2,0 Prozent). In vier weiteren Hauptgruppen waren leichte Preissteigerungen zwischen 0,3 und 0,5 Prozent zu verzeichnen.

Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in 11 rheinland-pfälzischen Berichtsgemeinden 17 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) rund 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von 700 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt. Die Veränderung des VPI gegenüber dem Vorjahresmonat beziehungsweise dem Vorjahr wird umgangssprachlich auch als Inflationsrate bezeichnet.
Neben dem VPI dienen Kerninflationsraten als ergänzende Kennzahlen zur Beurteilung der Geldwertentwicklung. Sie geben an, wie sich die Verbraucherpreise entwickeln, wenn bestimmte Güter des Warenkorbs nicht mit eingerechnet werden. Das sind zumeist Güter mit erfahrungsgemäß stark schwankenden Preisen. Hier wird der Gesamtindex ohne Energie und Nahrungsmittel als Kerninflationsrate bezeichnet.
Die Pressemitteilung zum Berichtsmonat März 2018 enthält vorläufige Ergebnisse. Sofern bis zum 4. April 2018 keine Korrektur erscheint, sind die veröffentlichten Ergebnisse als endgültig anzusehen.

Autorin: Diane Dammers (Referat Auswertungen, Analysen Wirtschaft, Staat)