Mittwoch, 19. Dezember 2018

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Industrieproduktion im August 2018 höher als im Vormonat und im Vorjahresmonat

Die rheinland-pfälzische Industrieproduktion ist im August 2018 gestiegen. Der preis-, kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex, der die mengenmäßige Ausbringung der Industrie misst, lag nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte 1,9 Prozent über dem Niveau des Vormonats.

Die Produktionssteigerung ist ausschließlich auf eine günstige Entwicklung in der Konsumgüterindustrie zurückzuführen, deren Output im August um 6,1 Prozent zunahm. In den zwei übrigen Hauptgruppen fiel der Güterausstoß geringer aus als im Vormonat: Die Ausbringung der Investitionsgüterhersteller sank um 3,1 Prozent, und der Output der Vorleistungsgüterindustrie schrumpfte um 1,4 Prozent.

Die drei umsatzstärksten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes drosselten im August ihre Produktion: Der Güterausstoß der Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes die Branche mit dem höchsten Umsatz ist, verringerte sich deutlich um 4,9 Prozent. Die Ausbringung der Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie, die zur Investitionsgüterindustrie gehört und die zweitgrößte Branche ist, nahm um 3,7 Prozent ab. Im Maschinenbau, der ebenfalls zur Investitionsgüterindustrie zählt und gemessen am Umsatz in Rheinland-Pfalz die drittgrößte Industriebranche ist, lag der Output im August um 2,2 Prozent unter dem Niveau des Vormonats.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnete die rheinland-pfälzische Industrie eine kräftige Produktionssteigerung (plus 19,9 Prozent). Der Grund dafür ist ein starker Zuwachs in der Konsumgüterindustrie, der allerdings auf eine branchenspezifische, dynamische Entwicklung zurückzuführen ist. In den drei umsatzstärksten Industriebranchen war die Ausbringung geringer als im August 2017.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)