Freitag, 24. Mai 2019

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Industrieproduktion im Januar 2019 mit deutlichem Rückgang

Der Index der rheinland-pfälzischen Industrieproduktion ist im Januar 2019 gegenüber dem Vormonat deutlich gesunken. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex um 4,8 Prozent unter dem Niveau von Dezember 2018.

In den drei industriellen Hauptgruppen hat sich die Ausbringung im Januar unterschiedlich entwickelt. In der Vorleistungsgüterindustrie war die bereinigte Produktion um 3,5 Prozent höher als im Dezember 2018. Starke Einbußen gab es hingegen in der Konsumgüterindustrie, deren Output um 18,3 Prozent abnahm. In der Investitionsgüterindustrie sank der Güterausstoß um 7,2 Prozent.

Nur in einer der drei umsatzstärksten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes fiel die Ausbringung im Januar 2019 höher aus als im Vormonat: Der Output der Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und die umsatzstärkste Industriebranche ist, legte kräftig um 8,4 Prozent zu. Die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die zur Investitionsgüterindustrie zählen und gemessen am Umsatz die zweitgrößte Branche bilden, mussten deutliche Produktionseinbußen hinnehmen (minus 8,4 Prozent). Im Maschinenbau, der zur Investitionsgüterindustrie gehört und unter den Industriebranchen an dritter Stelle steht, gab es einen Rückgang in ähnlicher Größenordnung (minus 8,7 Prozent).

Im Vergleich zum Vorjahresmonat war ebenfalls ein kräftiger Rückgang der Industrieproduktion zu verzeichnen (minus 11,8 Prozent). Der Output der Konsumgüterindustrie ist – allerdings ausgehend von einem sehr hohen Niveau – deutlich gesunken. Auch in der Investitionsgüterindustrie nahm die Ausbringung ab, während sie in der Vorleistungsgüterindustrie geringfügig zulegte. Im Maschinenbau gab es Produktionseinbußen; in der Chemieindustrie und in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen lag die Ausbringung hingegen über dem Niveau des Vorjahresmonats.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)