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„Parlament der Wirtschaft“

IHK-Vollversammlung macht sich stark für wettbewerbsfähige Wirtschaftsregion

Koblenz, 9. April 2019. Gute Rahmenbedingungen für die Industrie und leistungsfähige Rheinhäfen: Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz hat sich bei ihrer Sitzung am Montag mit der Verabschiedung einer Leitlinie und einer Resolution für eine starke Wirtschaftsregion positioniert.

Die „Leitlinie Industrie für einen zukunftsfähigen Industriestandort“ versteht sich als aktuelle Grundlage für die industriepolitische Arbeit der IHK Koblenz. „Unser Ziel ist es, durch unsere Forderungen und Empfehlungen einen attraktiven, zukunftsfähigen Industriestandort zu erhalten und weiterzuentwickeln“, so Markus Mann, Vorsitzender des Industrieausschusses der IHK Koblenz und Geschäftsführer der Firma Mann Naturenergie aus Langenbach. „Mehr als 1.000 Industrieunternehmen sichern im Bezirk der IHK Koblenz über 100.000 Arbeitsplätze. Die Industrieunternehmen unserer Region stehen allerdings großen und sich ständig wandelnden Herausforderungen auf nationalen, europäischen und globalen Märkten gegenüber. Daher setzen wir uns dafür ein, dass die Politik die bestmöglichen Rahmenbedingungen für die Industrie am Standort Rheinland-Pfalz schafft.“

Zu den zentralen Forderungen der Leitlinie gehören unter anderem eine leistungsfähige Infrastruktur – auch digital –, eine bedarfsgerechte Industrie- und Gewerbeflächenplanung und eine stabile Energieversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen. Daneben rückt die Leitlinie eine bessere Berufsorientierung insbesondere im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) sowie den Abbau bürokratischer Hürden zur Förderung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten in den Fokus.

Zukunftsorientierte wirtschaftliche Rahmenbedingungen sind auch das Ziel der Resolution „Starke Rheinhäfen: Kapazitäten erweitern, Potenziale heben“. Darin fordern die Unternehmer, die Häfen Andernach, Bendorf, Koblenz und Lahnstein planerisch zu sichern, ihre Anbindung zu optimieren und den trimodalen Faktor – also die Verknüpfung von Straße, Schiene und Wasserstraße – zu stärken. „Eine gute Verkehrsinfrastruktur ist eine unumgängliche Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg aller Unternehmen in unserer Region. Dabei müssen wir den Blick auch auf die Verkehrskonzepte der Zukunft richten – und dazu gehört ohne Zweifel auch die Binnenschifffahrt“, erklärte Joachim Altmann, Vorsitzender des Verkehrsausschusses der IHK Koblenz und Speditionsleiter der Gebr. Schröder GmbH & Co. KG Spedition in Ebernhahn. „Die Resolution der IHK-Vollversammlung zur Stärkung der Rheinhäfen soll wichtige Impulse liefern, um die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft zu sichern.“

Am Rande der Vollversammlungssitzung wurde Michael Glück, Prokurist der R-Kauf Märkte GmbH & Co. KG in Rengsdorf, als Nachfolger für die ausgeschiedene Unternehmerin Christina Degenhart verpflichtet.