Montag, 17. Juni 2019

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Auftragseingänge der Industrie im April 2019 gestiegen

Im April 2019 ist die Nachfrage nach Erzeugnissen der rheinland-pfälzischen Industrie gestiegen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex um 1,4 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Während aus dem Inland etwas weniger Bestellungen eingingen als im März (minus 0,8 Prozent), erhöhte sich das Ordervolumen aus dem Ausland um 2,3 Prozent.

In zwei der drei industriellen Hauptgruppen fiel die Nachfrage im April höher aus als im Vormonat. Nach einem deutlichen Rückgang im März verbuchte die Investitionsgüterindustrie nun den kräftigsten Zuwachs (plus 4,8 Prozent). Die bereinigten Auftragseingänge der Vorleistungsgüterhersteller nahmen leicht um 0,5 Prozent zu. In der Konsumgüterindustrie, deren Ordervolumen in den vergangenen Monaten besonders starken Schwankungen unterlag, verringerten sich die Bestellungen im April um 5,9 Prozent.

In den drei größten Branchen der rheinland-pfälzischen Industrie stieg die Nachfrage. Das Ordervolumen der Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und gemessen am Umsatz die größte Branche des Verarbeitenden Gewerbes ist, erhöhte sich im April um ein Prozent. In der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die zur Investitionsgüterindustrie gehört und die zweitgrößte Industriebranche ist, gab es einen Zuwachs in ähnlicher Größenordnung (plus 1,2 Prozent). Besonders stark stiegen die bereinigten Auftragseingänge mit plus 8,6 Prozent im Maschinenbau, der die drittgrößte Branche ist und ebenfalls zur Investitionsgüterindustrie zählt.

Trotz des Nachfrageanstiegs im April liegen die Bestellungen in der Industrie weiterhin deutlich unter dem Niveau des Vorjahresmonats (minus 12,4 Prozent). In- und Auslandsgeschäft liefen schlechter als im April 2018. Die Rückgänge erstreckten sich über alle drei Hauptgruppen. Auch in allen drei großen Industriebranchen fiel das Ordervolumen geringer aus als ein Jahr zuvor.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)