Freitag, 07. August 2020

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Teuerungsrate im Juni unverändert bei plus 1,5 Prozent

Die Teuerungsrate blieb im Juni 2019 unverändert. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag der Verbraucherpreisindex um 1,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Mai hatte die Inflationsrate ebenfalls plus 1,5 Prozent betragen.

Die Energiepreise waren im Juni 2019 um 1,7 Prozent höher als ein Jahr zuvor. In der Jahresfrist stiegen die Preise für Produkte aus Mineralöl; insbesondere die Heizölpreise (einschließlich Umlage) legten deutlich zu (plus 4,3 Prozent). Die Preise für Kraftstoffe veränderten sich hingegen nur leicht (plus 0,2 Prozent). Mehr bezahlen mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher ebenfalls für Fernwärme (plus 4,8 Prozent) und Strom (plus 3,3 Prozent). Die Preise für Gas (einschließlich Umlage) blieben fast unverändert (minus 0,1 Prozent).

Nahrungsmittelpreise wurden im Vergleich zum Juni 2018 um 0,6 Prozent teurer. Am kräftigsten stiegen die Preise für Gemüse (plus sechs Prozent). Zum Beispiel waren Kartoffeln wesentlich teurer als im Vorjahresmonat (plus 16,1 Prozent). Deutliche Preissteigerungen gab es zudem bei Fleisch und Fleischwaren (plus 3,5 Prozent). Wesentlich billiger wurden dagegen Speisefette und Speiseöle (minus 12,1 Prozent) sowie Obst (minus 6,3 Prozent).

Die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, die auch als Kerninflationsrate bezeichnet wird, erhöhte sich im Juni auf plus 1,7 Prozent; im Vormonat hatte sie bei plus 1,2 Prozent gelegen.

Elf der zwölf Hauptgruppen verzeichneten Preissteigerungen. Die stärksten Zuwächse gab es in der Hauptgruppe „Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen“ (plus 2,3 Prozent). Auch in den Hauptgruppen „Bildungswesen“ sowie „Alkoholische Getränke und Tabakwaren“ lag die Teuerungsrate über der Zwei-Prozent-Marke. Nur im Bereich „Post und Telekommunikation“ sank das Preisniveau (minus 1,2 Prozent).

Veränderungen gegenüber Mai 2019

Gegenüber dem Vormonat legte der Verbraucherpreisindex im Juni 2019 um 0,2 Prozent zu. Die stärksten Zuwächse waren in der Hauptgruppe „Freizeit, Unterhaltung und Kultur“ zu beobachten (plus 4,2 Prozent, darunter Pauschalreisen plus 18,6 Prozent). Es folgten die Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen mit plus 0,6 Prozent. In den Hauptgruppen „Bekleidung und Schuhe“ sowie „Verkehr“ sank das Preisniveau kräftig (jeweils minus 1,1 Prozent).

Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die durchschnittliche Preisveränderung der Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Rund um die Monatsmitte erheben in 11 rheinland-pfälzischen Berichtsgemeinden 18 Preisermittler im Auftrag des Statistischen Landesamtes in mehr als 2.000 Berichtsstellen (z. B. Kaufhäuser) rund 20.000 Einzelpreise. Dabei werden die Preisveränderungen von 600 genau beschriebenen Waren und Dienstleistungen erfasst. Die Preisveränderungen werden gemäß der Verbrauchsbedeutung, die den Waren und Dienstleistungen bei den Ausgaben der privaten Haushalte (sog. Wägungsschema) zukommt, im Preisindex berücksichtigt. Die Veränderung des VPI gegenüber dem Vorjahresmonat beziehungsweise dem Vorjahr wird umgangssprachlich auch als Inflationsrate bezeichnet.
Neben dem VPI dienen Kerninflationsraten als ergänzende Kennzahlen zur Beurteilung der Geldwertentwicklung. Sie geben an, wie sich die Verbraucherpreise entwickeln, wenn bestimmte Güter des Warenkorbs nicht mit eingerechnet werden. Das sind zumeist Güter mit erfahrungsgemäß stark schwankenden Preisen. Hier wird der Gesamtindex ohne Nahrungsmittel und Energie als Kerninflationsrate bezeichnet.
Die Pressemitteilung zum Berichtsmonat Juni 2019 enthält vorläufige Ergebnisse. Sofern bis zum 3. Juli 2019 keine Korrektur erscheint, sind die veröffentlichten Ergebnisse als endgültig anzusehen.

Autorin: Dr. Melanie Nofz (Referat VGR, ETR, Arbeitsmarkt, Verdienste / Preise)