Montag, 16. September 2019

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Industrieproduktion im Mai rückläufig

Der Index der rheinland-pfälzischen Industrieproduktion ist im Mai 2019 deutlich gesunken. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex um 8,8 Prozent unter dem Niveau des Vormonats.

Der Produktionsrückgang erstreckte sich auf alle drei industriellen Hauptgruppen. Die größten Einbußen gab es in der Konsumgüterindustrie, deren Output in den vergangenen Monaten besonders stark schwankte (minus 33 Prozent). Der Güterausstoß der Investitionsgüterhersteller schrumpfte im Mai um 4,3 Prozent. In der Vorleistungsgüterindustrie fiel die Ausbringung um 3,6 Prozent geringer aus als im Vormonat.

Die drei umsatzstärksten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes drosselten ihre Produktion. Der Maschinenbau, der zur Investitionsgüterindustrie gehört und unter den Industriebranchen gemessen am Umsatz an dritter Stelle steht, musste die größten Einbußen hinnehmen (minus 7,4 Prozent). Der Output der Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und die Branche mit dem höchsten Umsatz ist, sank im Mai um sechs Prozent. In der Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie, die die zweitgrößte Branche ist und zur Investitionsgüterindustrie gehört, war die Ausbringung um 1,6 Prozent geringer als im April.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Industrieproduktion stark zurückgegangen (minus 24,8 Prozent). Der Output der Konsumgüterindustrie fiel – allerdings ausgehend von einem sehr hohen Niveau – wesentlich niedriger aus als im Mai 2018. In der Investitionsgüterindustrie und in der Vorleistungsgüterindustrie war der Güterausstoß ebenfalls rückläufig. Von den drei größten Industriebranchen musste der Maschinenbau die größten Einbußen hinnehmen, aber auch in der Chemieindustrie und in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen lag die Ausbringung unter dem Niveau des Vorjahresmonats.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)